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Der Telebasel News-Beitrag vom 31. Juli 2022.
Basel

«La Boulangerie» eröffnet mit gesundem Sortiment

Am Schafgässlein eröffnen drei junge Frauen am 1. August eine brandneue Bäckerei. Sie nennt sich «La Boulangerie» und hat ein gesundes Sortiment.

Vor der Eröffnung am Nationalfeiertag gibt es noch viel zu tun. Nina kümmert sich derweil um die Biskuit-Böden für die vegane Torte, Andrea macht noch Hafermilch. Die beiden Cousinen sind ein eingespieltes Team und darüber hinaus keine Neulinge in der Gastrobranche. Früher führten sie die Cafébar Salon im Kleinbasel.

Seit damals hat sich jedoch einiges an der Philosophie verändert, erklärt Andrea: «Im Salon waren wir ja ausschliesslich vegan. Heute wissen wir allerdings, dass gewisse vegane Produkte auch Stoffe enthalten, die bedenklich sind.»

«Bei den Torten mussten wir die Rezepte fast komplett neu interpretieren, damit sie unbedenklich sind», so Andrea. Das sei etwas schwieriger, als traditionelle Rezepte zu verwenden, sowohl bei den veganen als auch den nicht-veganen Varianten. «Da mussten wir ein bisschen experimentieren.».

Konkurrenz zwei Strassen weiter

Die Philosophie und das Klientel der Boulangerie weisen Ähnlichkeiten mit jenem der Kult Bäckerei auf, die unweit, zwei Strassen weiter, an der Riehentorstrasse ansässig ist. Da stellt sich die Frage, ob das nicht zu ähnlich ist? «Christine und ich backen ja schon sehr, sehr lange und ich würde sagen, auch etwas anders. Wir haben auch klassische Sachen, wie das Buttercroissant oder den Cheesecake, von denen wir dann aber vegane Versionen oder zuckerarme Versionen haben, die gesüsst oder mehlfrei sind. Unser Angebot ist so ausgelegt, dass jeder und jede etwas findet, auch Menschen mit Intoleranzen.»

Und da komme eben auch der Ernährungshintergrund dazu, so Andrea. Sie ist Ernährungsberaterin und wisse, auf was man achten muss. Gerade auch, wenn es um Produkte für Kinder gehe. «Wir machen alles selber, auch ohne Zusatzstoffe und Enzyme. Es ist manchmal etwas tricky, aber es ist uns wichtig, dass es gesund ist und man es bedenkenlos essen kann.»

Produziert wird in Basel in der Aktienmühle. Dort haben die drei Frauen eine grosse Backstube, in der sie sich austoben können, erzählt Andrea. «Wir sind dort neben anderen Playern eingemietet. Wir arbeiten auch mit ihnen zusammen. So beziehen wir z.B. unser Kombucha von Dr Brads’s Fermentery.»

Grosse Vorfreude

Die Coronapandemie setzte vielen jungen sowie alteingesessenen Gastrobetrieben massiv zu. So musste beispielsweise der «Lüthi Begg» vor anderthalb Jahren schliessen. Trotz der unsicheren Lage ist Andrea zuversichtlich: «In erster Linie haben wir einfach Freude. Wir freuen uns, das zu machen. Wir hatten ein knappes Jahr, bis wir alle Bewilligungen erhalten haben – mit Höhen und Tiefen. Aber wir sind optimistisch und stehen zu 100 Prozent dahinter.»

Die Eröffnung der Boulangerie beginnt um 10 Uhr.

1 Kommentar

  1. Welche bedenklichen Stoffe sind denn bei veganen Produkten drin? Hätte mir gewünscht, dass das eine Ernährungsberaterin auch kurz erklären kann. Diese Aussage wird einfach ohne Fakten stehen gelassen.Report

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