Bei Hitze sollte dem Körper viel Flüssigkeit (aber kein Alkohol) zugeführt werden. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Das sind die Folgen von Hitze für den Körper

Die Hitze ist für den Körper eine extreme Belastung. Dazu gehören beispielsweise Sonnenstich, Hitzekollaps und Hitzschlag. Ein Überblick:

Am Sonntag, 24. Juli, und am Montag werden nochmals Temperaturen über 30 Grad erwartet. Eine grosse Belastung für den Körper. Bei mangelnder Flüssigkeitszufuhr, übermässiger Sonneneinstrahlung oder auch bei kranken Menschen kann es zu Notfällen kommen. So reagiert der Körper bei starker Überhitzung und das sollte man bei einem Sonnenstich, Hitzeschlag oder Hitzekollaps tun. Eine Übersicht:

Sonnenstich

Viel Sonne auf den Kopf kann zu einem Sonnenstich führen. Zu den Anzeichen gehören Unruhe, Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen, ein hochroter, heisser Kopf, Bewusstseinsstörungen und ein steifer Nacken. Betroffene sollten an einen schattigen, gut belüfteten Ort gebracht und mit erhöhtem Kopf gelagert werden. Der Kopf sollte mit feuchten, kalten Tüchern gekühlt werden. Bei Symptomen eines starken Sonnenstichs, wie Bewusstseinsstörungen oder steifem Nacken, ist ein Notarzt zu rufen.

Hitzekollaps

Eine kurzzeitige Ohnmacht oder ein Kreislaufkollaps weist auf einen Hitzekollaps hin. Dieser tritt schon bei relativ geringer Hitzebelastung auf, häufig nach längerem Stehen. Typischerweise geht es Betroffenen im Liegen schnell besser. Auch hier hilft es, Betroffene an einem kühlen Ort in Rückenlage und mit erhöhten Beinen zu lagern und salzhaltige Getränke zu reichen bis ein Arzt kommt.

Hitzekrampf

Hitzekrämpfe erleiden normalerweise Menschen, die bei Anstrengung viel schwitzen. Der Körper verliert dadurch Salz und Flüssigkeit. Schmerzhafte Muskelkrämpfe sind die Folge. Betroffen sind meist Beine und Bauch, manchmal auch erst nach einigen Stunden. Menschen mit einem Hitzekrampf sollten sich an einem kühlen Ort ausruhen, vorsichtig die betreffenden Muskeln dehnen sowie elektrolythaltige Getränke zu sich nehmen.

Hitzeerschöpfung

Körperliche Anstrengung bei hohen Temperaturen und starkes Schwitzen führen zu einem starken Flüssigkeits- und Salzverlust. Symptome einer sogenannte Hitzeerschöpfung sind unter anderem Schwäche, Unwohlsein, Schwindel, Kopfschmerz, vermehrtes Schwitzen, starkes Durstgefühl, später auch trockene, blasse Haut, eine Körpertemperatur von bis zu 40 Grad und ein niedriger Blutdruck. Weil eine Hitzeerschöpfung schnell in einen Hitzschlag übergehen kann, sollte die Körpertemperatur überwacht und heruntergekühlt werden, beispielsweise durch Duschen, Besprühen mit kaltem Wasser oder Kühlpacks an Nacken, Leisten und Achsel. Bei starken Symptomen ist es ratsam, einen Arzt hinzuzuziehen.

Hitzschlag

Ein Hitzschlag ist lebensbedrohlich. Wegen der hohen Aussentemperaturen nimmt der Körper mehr Wärme auf, als er wieder abgeben kann. Die Körpertemperatur kann innerhalb von zehn bis 15 Minuten bis auf 41 Grad Celsius steigen. Es kommt zu Bewusstseinsstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel und Schläfrigkeit, eventuell treten auch Krampfanfälle, Erbrechen, Durchfall und niedriger Blutdruck auf. Ein Hitzschlag entwickelt sich innerhalb von ein bis sechs Stunden und kann in weniger als 24 Stunden zum Tod führen, sofern keine Gegenmassnahmen ergriffen werden.

Bei Älteren, chronisch kranken Menschen und Kindern tritt ein Hitzschlag meist wegen der Kombination aus hohen Temperaturen und starkem Flüssigkeits- und Elektrolytmangel auf. Bei gesunden Erwachsenen führt meist zuviel körperliche Anstrengung, beispielsweise Sport oder Arbeit im Freien, zu einem Hitzschlag.

Bei ersten Anzeichen muss sofort der Rettungsdienst alarmiert und gegebenenfalls mit Wiederbelebungsmassnahmen gestartet werden. Der Körper sollte so rasch wie möglich abgekühlt werden. Betroffene sollten an einen kühlen Ort gebracht und wenn möglich mit Flüssigkeit versorgt werden. Überflüssige Kleidung sollte entfernt werden.

Hitzeausschlag

Dabei handelt es sich um eine Hautreizung infolge starker Schweissabsonderung. Ein Hitzeausschlag kann in jedem Alter auftreten, trifft jedoch besonders kleine Kinder. Die Symptome zeigen sich als rote Pickelchen oder kleine Bläschen vor allem im Hals- und oberen Brustbereich, in der Leistengegend, unter dem Brüsten und in den Ellbogenfalten. Die beste Behandlung ist ein kühler, weniger feuchter Aufenthaltsort. Die betroffenen Körperstellen sollten trocken gehalten werden, zusätzlich kann Talkumpuder verwendet werden. Salben oder Crèmes sollten nicht aufgetragen werden, da diese die Haut warm und feucht halten und die Beschwerden damit zunehmen können.

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