Die anhaltend hohen Wassertemperaturen sind für die Basler Äschen eine Belastung. (Bild: Keystone)
Schweiz

Basel-Stadt muss 110 Äschen umsiedeln

Wie wird das Wetter in den nächsten Tagen? Alles Aktuelle gibt's hier im Ticker.
Basel-Stadt siedelt 100 Äschen um – Badeverbot gilt weiterhin

Die anhaltende Trockenheit verursacht auch bei vielen Fischen Stress. Aus der Wiese in Basel mussten 110 Äschen notfallmässig in ein Nebengewässer mit mehr Schatten umgesiedelt werden, wie das Basler Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt am Dienstag mitteilte.

Die Umsiedlung der 110 Äschen in den Langen Erlen in der Nähe des Restaurants Schliessi fand Ende vergangener Woche statt, wie Mirica Scarselli, Leiterin Fachstelle Oberflächengewässer im Amt für Umwelt und Energie, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Die Behörden haben die Fische mehrere Tage beobachtet und dabei festgestellt, dass sie nicht weiterkommen. «Das Wasser war zu wenig tief und deshalb haben wir sie umgesiedelt. Nun geht es ihnen gut», sagte Scarselli. Man habe die Äschen, die ohnehin schon gefährdet und für den Kanton Basel-Stadt wichtig seien, nicht der Hitze und Trockenheit aussetzen wollen.

(Bild: Keystone)

Viele Fische suchen sich momentan kühlere und sauerstoffhaltigere Gewässerbereiche. Der Kanton geht nicht davon aus, dass sich die Situation in den nächsten Tagen entspannt. Das vom Amt für Umwelt und Energie verfügte Bade-, Betretungs- und Fischereiverbot in der Wiese und einem Teilbereich der Birs gilt deshalb weiterhin. Das Verbot gilt bei der Birs im Abschnitt zwischen Redingbrücke bis Mündung Rhein. Bei der Wiese betrifft es den Abschnitt Landesgrenze bis Mündung Rhein.

Die beiden Kantone teilten zudem mit, dass das bestehende Feuerverbot im Wald und an Waldrändern weiterhin gelten würde. Die Streu- und Humusschicht des Waldbodens sei «in hohem Masse brandgefährdet».

Der Kanton Basel-Stadt warnt zudem vor abbrechenden Ästen und Kronenteilen. Dies, weil der Saftdruck im Holz durch die anhaltende Trockenheit ungenügend sei. Der Aufenthalt unter älteren, grossen Bäumen mit ausladenden Ästen sei daher zu vermeiden.

Der Kanton Basel-Stadt warnt mit Hinweistafeln vor dem Aufenthalt unter älteren, grossen Bäumen. (Bild: Telebasel)

Schweizer Mittelland ähnelt immer mehr der Toskana

Die Klimaerwärmung hat in der Schweiz die Landschaft in den letzten 20 Jahren sichtbar verändert. Im Mittelland ähnelt das Landschaftsbild nach Ansicht der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz immer mehr der mittelitalienischen Toskana.

Grund seien die «Klimaerhitzung» respektive die zunehmend lang andauernden Hitze- und Trockenheitsperioden, teilte die Stiftung am Montag mit.

Die Dominanz des Grüns im Sommer schwinde mehr und mehr, hiess es in der Mitteilung. Dagegen würden helle Farbtöne in Gelb und Braun stärker hervortreten. Auffällig seien goldgelbe Stoppelfelder und gelbbraune abgemähte Wiesen und Brachstreifen. Wiesenblumen seien rasch verblüht und die Krautpflanzen welkten schnell. Gelb sei auch überaus früh an den verfärbten Blättern der Laubbäume der Wälder zu erkennen. Dies alles ähnle dem Bild der trockenen Tallandschaften der Toskana.

Im Alpenraum sei zudem mit dem Gletscherschwund bei gleichzeitiger Trockenheit eine zunehmende «Mineralisierung» festzustellen. Die freigelegten Moränen begrünten sich nur langsam, da Wasser fehle. Bergbäche und Wasserfälle aus nicht-glazialen Einzugsgebieten würden zu Rinnsalen. Diese Situation kenne man aus den piemontesischen und ligurischen Alpen.

Gewitter läuten eine Abkühlung ein

Temperaturen über der 35 Grad und warme Nächte begleiteten uns diese Woche. Am Wochenende ist damit aber Schluss. Zuvor wird es am Freitag aber nochmals heiss, bei Temperaturen über 30 Grad.

Wie Meteo News warnt auch Meteo Schweiz bereits vor Gewittern. Viel Regen ist in Basel jedoch nicht zu erwarten.

Die Gewitter führen jedoch zu einer leichten Abkühlung. Morgen Samstag wird das Wetter gemäss Meteo News von Wolken dominiert. 25 Grad werden erwartet und kurze Schauer sind möglich.

Ab Sonntag verziehen sich die Wolken wieder. Die Temperaturen bleiben Anfang nächster Woche jedoch stabil zwischen 25 und 27 Grad.

Äschen im Rhein leiden

Die Äschen im Rhein kämpfen bei den derzeit hohen Wassertemperaturen ums Überleben. Noch gibt es kein Massensterben wie 2018. Zum einen, weil die getroffenen Massnahmen wirken, zum anderen aber auch, weil der Bestand sich noch nicht wieder erholt hat.

Noch sind die Wassertemperaturen nicht ganz so hoch wie 2018. Damals wurden 27,5 Grad gemessen. In diesem Jahr waren es an derselben Stelle 26,3 Grad. Es gebe immer wieder Abkühlung, aber es sei ein Auf und Ab, sagte der Schaffhauser Fischereiaufseher Patrick Wasem am Freitag vor den Medien. «Es sind sehr bedrohliche Temperaturen».

Es gebe vereinzelt tote Fische. Aber wie gross der Schaden ist, kann er noch nicht abschätzen. Ein Fischsterben lasse sich sehr schwer beziffern, da es eine enorm hohe Dunkelziffer gebe, sagte Wasem. Genaue Aussagen liessen sich erst im kommenden Jahr machen, denn bis Mai laufe ein Monitoring.

(Bild: Keystone)

Der Kanton hatte bereits am 12. Juli ein Notfall-Konzept für die Äschen eingeleitet, als die Wassertemperatur im Rhein auf über 23 Grad stieg. Um die Überlebenschancen der Fische zu erhöhen, wurden Bachmündungen ausgebaggert, um so kühlere Zonen zu schaffen.

2018 war es im Rhein zu einem dramatischen Fischsterben gekommen. Bis zu 90 Prozent der Äschen starben damals, als die Wassertemperaturen mehrere Tage lang bei über 26 Grad lagen. Auch im Hitzesommer 2003 waren die Bestände des Lachsfisches dramatisch zurückgegangen.

Tropennacht brachte kaum Abkühlung

Vielerorts in der Schweiz hat es nach den Rekordtemperaturen vom Donnerstag einen Tropennacht gegeben in der Nacht auf Freitag. Einzelne Stationen meldeten Allzeitrekorde. Aufs Wochenende hin kündigen sich nun nördlich der Alpen tiefere Temperaturen unter 30 Grad an.

Um 6.20 Uhr morgens war es in Vevey VD am Genfersee gemäss Angaben von Meteoschweiz 24,4 Grad Grad warm. In Würenlingen AG wurden 23,6 Grad gemessen, in Cham ZG 23,3 Grad, in Neuenburg 22,3 Grad, in Zollikofen bei Bern 21,4 Grad. 21,3 Grad meldete Basel-Binningen, sogar in St. Gallen waren es 20,3 Grad.

Vereinzelt reichte es laut Meteoschweiz sogar für die wärmste Nacht seit Messbeginn, etwa am Flughafen Zürich-Kloten (21,9 Grad), in Schaffhausen (22 Grad) oder in Bern (21,4 Grad). In Bern wird schon seit 1864 gemessen.

An zahlreichen Messstationen im Mittelland fiel das Thermometer gegen Morgen jedoch knapp unter die 20 Grad-Marke. Richtig kühl war es mit 8,1 Grad am Schweizer Kältepol in La Brévine im Neuenburger Jura.

Für den Freitagabend prognostizierten die Wetterdienste nach einem schwül-heissen Tag mit 32 bis 34 Grad eine Abkühlung «mit Wumms», wie Meteonews auf Twitter schrieb. Teils kräftige Gewitter bis ins Flachland hinaus waren angesagt. Am Wochenende bringt eine Bisenlage dann deutlich kühlere Luft ins Land und mit der grossen Hitze dürfte es vorerst einmal vorbei sein.

25,4 Grad im Rhein gemessen

Die Hitzewelle hat auch Basel erreicht. Im Rhein wurden heute Temperaturen von 25,4 Grad gemessen.

Dritte Hitzewelle hat Schweiz im Griff

Die dritte Hitzewelle dieses Sommers hat die Schweiz fest im Griff. In Genf/Cointrin wurden am Donnerstag laut Wetterdiensten 38,3 Grad gemessen, ein neuer Jahreshöchstwert. Den Wetterdiensten gemäss zeichnet sich der wärmste Sommer seit Messbeginn ab.

Der Wert in Genf/Cointrin sei ein neuer Jahreshöchstwert für 2022, schrieb SRF Meteo. Auch in Leibstadt im Aargau (37,2 Grad), in Schaffhausen (36,7 Grad) und an anderen Orten wurden Jahreshöchstwerte geknackt. Das «Jahres-Soll» an Hitzetagen sei bereits Anfang August an vielen Orten deutlich überschritten worden, so zum Beispiel im Stabio im Südtessin. Der Norm-Wert liege dort bei 18,4 Hitzetagen, dieses Jahr habe es bereits 40 gegeben.

Es zeichne sich nach dem zweitwärmsten Juni und dem viertwärmsten Juli ab, dass der laufende Sommer zu den wärmsten seit Messbeginn im Jahr 1864 zählen dürfte, twitterte das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz). Bisheriger Rekordhalter sei der Sommer 2003.

Auch die Wassertemperaturen erreichen Rekordwerte, wie zum Beispiel in der Aare in Bern. Am Donnerstag wurde eine Temperatur von etwas mehr als 24 Grad gemessen. Damit hat die Flusstemperatur den bisherigen Rekord von 23,96 Grad übertroffen.

Während das warme Wasser für Schwimmende und «Gummiböötler» angenehm ist, werden die hohen Wassertemperaturen für Fische zunehmend zur Belastungsprobe. Vor allem in kleineren Gewässern macht die Hitze den Fischen zu schaffen. Mancherorts wurden daher die Gewässer bereits ausgefischt.

38,3 Grad in Genf gemessen

In Genf wurden heute bereits 38,3 Grad gemessen. Das ist laut SRF Meteo ein neuer Jahreshöchstwert. Die Temperaturen sollen in den nächsten Stunden sogar noch steigen.

Hitze verformt Gleise auf Bahnstrecke im Berner Jura

Der Bahnverkehr zwischen Biel und Péry-Reuchenette ist am Donnerstag wegen hitzebedingt verformten Schienen beeinträchtigt. Die Geschwindigkeit der Züge wurde auf den exponierten Streckenabschnitten vorübergehend auf 40 km/h beschränkt. Die SBB kühlen die Gleise zudem mit Wasser.

Die Schienen werden mit Wasser aus Tankwagen besprengt. Reisende müssen auf der Linie zwischen Biel und La Chaux-de-Fonds mit Verspätungen rechnen. Am späten Nachmittag sollte die Situation sich wieder normalisieren.

«Die Hitze kann die Schienen leicht verformen», sagte Jean-Philippe Schmidt, Sprecher der SBB, am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Solche Verwerfungen treten nur bei alten Gleisen sowie nach Gleisarbeiten auf. Moderne Gleise halten Hitzeperioden besser stand.

Bereits früh wird die 30 Grad Marke geknackt

In Rünenberg war es um 11 Uhr 30,4 Grad warm, wie der staatliche Wetterdienst Meteoschweiz auf seiner Webseite schrieb. Am Donnerstag erwarten die Wetterdienste verbreitet Temperaturen bis weit über 30 Grad. An einigen Orten soll das Thermometer sogar auf bis auf 37 Grad klettern.

Der Bund hatte am Vortag für Regionen südlich der Alpen, im Wallis, in der Westschweiz und in der Region Basel eine Hitzewarnung der Stufe 3 von 4 herausgegeben. Die Tiefstwerte lagen nachts bei 17 bis 22 Grad. Auch die Luftfeuchtigkeit soll ansteigen, so dass die Tage zunehmend schwül werden. Verbreiteter Regen ist weiterhin nicht in Sicht.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) schrieb auf seiner Webseite, dass unter anderem Symptome wie eine hohe Körpertemperatur, hoher Puls, Kopfschmerzen, Verwirrtheit oder Übelkeit Anzeichen für Hitzestress sein können.

Experten empfehlen bei Hitze, täglich mindestens 1,5 bis zwei Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen und auf Alkohol zu verzichten. Ausserdem sei leichte Kost zu empfehlen, Joghurt, Obst und Gemüse, bevorzugt Fisch anstatt Fleisch.

Der heisseste Tag der Woche steht an

Am Donnerstag wird es wieder heiss in der Schweiz. Bei der dritten grossen Hitzewelle dieses Sommers dürfte es laut Meteorologen im Westen des Landes und im Zentralwallis mit rund 37 Grad am heissesten werden, lokal könnten neue Rekorde erzielt werden. In Basel werden bis zu 38 Grad erwartet.

Der Bund hat für Regionen südlich der Alpen, im Wallis, in der Westschweiz und in der Region Basel eine Warnung der Stufe 3 von 4 erlassen. Sehr hohe Temperaturen können bei älteren Personen, Kleinkindern, chronisch Kranken und Personen, die im Freien arbeiten, zu gesundheitlichen Komplikationen führen. Experten raten daher unter anderem, genügend zu trinken.

Bund warnt vor neuer markanter Hitzewelle

Der Bund hat seine Warnung für die dritte Hitzewelle des Sommers am Dienstag ausgedehnt. Die Warnung der Stufe 3 von 4 gilt neben der Region südlich der Alpen ab Mittwoch auch im Wallis, in der Westschweiz und in der Region Basel.

In den betroffenen Regionen nördlich der Alpen sollen die Höchstwerte zwischen Mittwoch und Freitag 32 bis 36, lokal sogar bis 37 Grad erreichen, wie der staatliche Wetterdienst Meteoschweiz mitteilte. Die Tiefstwerte liegen nachts bei 17 bis 22 Grad. Auch die Luftfeuchtigkeit soll ansteigen, so dass die Tage zunehmend schwül werden. Dies gilt insbesondere für den Höhepunkt der Hitzewelle am Donnerstag und Freitag.

Im Tessin und in den Bündner Südtälern gilt die Hitzewarnung Stufe 3 bereits seit dem 1. August für Regionen unterhalb von 600 Metern über Meer. Die neue Hitzewelle dürfte allerdings kürzer ausfallen als die letzte von Mitte Juli.

In weiten Teilen der Deutschschweiz und in der Region Freiburg werden die Hitzeschwellenwerte erst am Donnerstag und Freitag überschritten. Für diese Regionen wurde eine Warnung der Stufe 2 herausgegeben.

Verbreiteter Regen ist weiterhin nicht in Sicht. In den meisten Teilen der Schweiz herrscht darum weiterhin grosse Waldbrandgefahr. Die meisten Kantone haben bereits Feuerverbote erlassen.

Strasse im Lötschental kann nach Unwetter wieder

Die nach einem Unwetter verschüttete Strasse im Lötschental zwischen Wiler und Blatten ist wieder passierbar. Die kantonalen Behörden haben sie am Samstag für den Verkehr freigegeben.

Die Strasse habe nach den Räumungsarbeiten um 11.15 Uhr freigegeben werden können, teilte der regionale Führungsstab Lötschental mit. Auch die Strasse nach Weissenried sei wieder offen. Bereits seit Freitagabend funktionieren die Stromversorgung und die Telekommunikationsverbindungen wieder. Nach wie vor abgekocht werden muss jedoch das Trinkwasser in der Gemeinde Blatten.

Die Luftseilbahn Wiler Lauchernalp fährt gemäss den Angaben nach Fahrplan und der Postautobetrieb nach Blatten und Fafleralp wurde wieder aufgenommen. Es sei weiterhin mit Behinderungen und Teilsperrungen von Wander- und Bikewegen zu rechnen, hiess es weiter. Den Weisungen der Behörden sei Folge zu leisten und Signalisationen seien zu beachten.

Das Dorf Blatten und die Fafleralp waren nach dem Erdrutsch am Donnerstagabend nach heftigen Gewittern und Regengüssen von der Aussenwelt abgeschnitten worden. Ausser Blatten waren auch zwei Weiler in der Nähe des Dorfes nicht mehr mit dem Verkehr erreichbar. Zwei Bäche, die Gisentella und der Tennbach, waren über die Ufer getreten.

(Bild: Keystone)

Verletzte gab es keine. Die Walliser Kantonspolizei hatte am Donnerstagabend der Bevölkerung im Lötschental in einer Twitter-Nachricht geraten, wegen Überschwemmungsgefahr zu Hause zu bleiben.

Nächste Hitzewelle rollt an – 35 Grad in Basel möglich

Die aktuell etwas kühleren Temperaturen mit maximal 27 Grad währen nicht lange: Bereits nächsten Dienstag trifft die nächste Hitzewelle die Schweiz. In der Region Basel soll es besonders heiss werden. Wie Roger Perret von «Meteo News» gegenüber «Blick» sagt, sind in der Region 35 Grad oder sogar mehr möglich. Am heissesten wird es laut aktueller Prognose am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag. Heisse Luft aus dem westlichen Mittelmeerraum, insbesondere aus Spanien, sei der Grund für die Hitzetage, so der Experte gegenüber «Blick».

Kein Feuerwerk an der offiziellen Bundesfeier in Riehen

Die Gemeinde Riehen verzichtet wegen der anhaltenden Trockenheit an ihrer Bundesfeier auf das offizielle Feuerwerk. Sie verbietet zudem das Abbrennen von Feuerwerkskörpern an der Bundesfeier vom 1. August im Sarasinpark.

Aufgrund der heissen Temperaturen in den vergangenen Tagen und der anhaltenden Hitze in den kommenden Tagen gehe der Gemeindeführungsstab von einer Verschärfung der Brandgefahr aus, teilte die Gemeinde Riehen am Freitag mit.

Die Gemeinde empfiehlt, auf dem ganzen Gemeindegebiet auf das private Abbrennen von Feuerwerk zu verzichten. Ein Feuerwerkverbot kann Riehen gemäss Mitteilung nicht erlassen, da der Kanton Basel-Stadt dafür zuständig wäre.

Dieser hat nach einer Lagebeurteilung am Donnerstag aber entschieden, an der geltenden Regelung festzuhalten. Anders Baselland: Dort gilt wie in anderen Kantonen nun ebenfalls ein Feuerwerkverbot.

Oberes Lötschental nach Erdrutsch von Aussenwelt abgeschnitten

Ein Erdrutsch hat nach den heftigen Regenfällen von Donnerstagabend, 28. Juli, die Kantonsstrasse zwischen Wiler und Blatten im Lötschental VS verschüttet. Das Dorf Blatten und die Fafleralp sind von der Aussenwelt abgeschnitten. Verletzte gab es nicht. Die Räumungsarbeiten seien im Gange und kämen gut voran, sagte Matthias Ebener vom Regionalen Führungsstab am Freitagmittag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Ausser Blatten sind auch zwei Weiler in der Nähe des Dorfs nicht mehr mit dem Verkehr erreichbar. Zwei Bäche, die Gisentella und der Tennbach, waren nach dem Starkregen über die Ufer getreten.

Die verschüttete Strasse zwischen Wiler und Blatten dürfte laut Ebener bis spätestens Samstagmittag wieder für den Verkehr geöffnet werden. Ausser den Räumungsarbeiten an der Strasse waren die Helfer vor allem damit beschäftigt, die Versorgungsleitungen von Strom, Wasser und Internet wiederherzustellen.

Stromversorgung wieder gewährleistet

Die Stromversorgung im Tal funktionierte am Freitagmittag wieder, nachdem es zuvor zu Unterbrüchen in gewissen Ortschaften gekommen war. Durch die Überschwemmungen wurde das Trinkwasser teilweise verunreinigt. Internetempfang war nur zunächst mit Mobilfunk möglich. Arbeiter waren daran, die unterbrochene Internetleitung wieder in Stand zu setzen.

Die Walliser Kantonspolizei hatte am Donnerstagabend der Bevölkerung im Lötschental in einer Twitter-Nachricht geraten, wegen Überschwemmungsgefahr zu Hause zu bleiben. Die Menschen sollten Gewässer und Bäche meiden und Wasser sparen, hiess es in der Warnung weiter.

Keine Probleme im Pfadilager

Unweit vom Lötschental, in Ulrichen im Obergoms, wo derzeit das Bundeslager der Pfadfinder stattfindet, regnete es ebenfalls heftig. Laut SRF Meteo fiel 24 Millimeter Regen innerhalb von sechs Stunden. Die heftigen Niederschläge führten jedoch zu keinen Schwierigkeiten, wie Flurin Meier vom Medienteam gegenüber Keystone-SDA sagte.

«Ein paar Zelte wurden durchnässt, und einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Nacht in der Mehrzweckhalle in Obergesteln verbracht», sagte der Pfadileiter. Auch müssten natürlich einige Zelte und Kleider zum Trocknen aufgehängt und Schuhe mit Zeitungspapier gestopft werden, aber das sei schon alles.

Starkregen auch in anderen Landesteilen

Auch in anderen Teilen der Schweiz ging am Donnerstagabend starker Regen nieder. SRF Meteo meldete am Abend in Cevio im Tessin 32,6 Millimeter Niederschlag innerhalb von sechs Stunden, 30,7 Millimeter in Frutigen im Berner Oberland und 24,8 Millimeter in Schüpfheim im Kanton Luzern. In der Innerschweiz und im Tessin wurden dazu Windböen um die 80 Kilometer pro Stunde und mehr gemessen.

Laut Angaben der Patenschaft für Berggemeinden vom Freitag ist der Unwetter-Fonds in wenigen Tagen auf über 650’000 Franken angewachsen. Dieser Fonds werde eingesetzt für die Instandstellung von Gemeindeinfrastrukturen sowie für die Aufräumarbeiten.

Heftige Gewitter mit Hagel und grossen Regenmengen

In mehreren Teilen der Schweiz sind am Donnerstagabend, 28. Juli, heftige Gewitter mit viel Regen n kurzer Zeit niedergegangen. Stark getroffen wurde das Lötschental im Wallis. Wegen eines Erdrutsches ist die Strasse im Tal unterbrochen. Die Strasse zwischen Wiler und Blatten war auch am frühen Freitagmorgen wegen des Erdrutsches noch gesperrt, wie die TCS Verkehrsinformation mitteilte. Auf unbestimmte Zeit unterbrochen war auch die Postautoverbindung nach Blatten.

Die Walliser Kantonspolizei riet am Abend der Bevölkerung im Lötschental in einer Twitter-Nachricht, wegen Überschwemmungsgefahr zu Hause zu bleiben. Meldungen zu Verletzten gebe es nicht, schrieb die Polizei. Auf der Fafleralp, der Gletscheralp und der Tellialp fiel vorübergehend der Strom aus.

Die Menschen sollten Gewässer und Bäche meiden, hiess es in der Warnung weiter, zuhause bleiben und Wasser sparen. Im oberen Teil des Tales bestehe «ein Stromproblem», schrieb die Polizei zudem. Im Ort Blatten war nach dem Gewitter das Trinkwasser verunreinigt.

SRF Meteo meldete am Abend in Cevio im Tessin 32,6 Millimeter Niederschlag innerhalb von sechs Stunden, 30,7 Millimeter in Frutigen im Berner Oberland und 24,8 Millimeter in Schüpfheim im Kanton Luzern. In Ulrichen im Obergoms – in der Nähe findet das Bundeslager der Pfadfinder statt – fielen 24 Millimeter Regen.

In der Innerschweiz und im Tessin wurden dazu Windböen um die 80 Kilometer pro Stunde und mehr gemessen.

Schweizer Flüsse so warm wie noch nie

Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) hat im Juli an elf Messtationen von Flüssen die höchsten Temperaturen seit Messbeginn registriert. Bei 22 Stationen verzeichnete das Bafu einen Juli-Rekord, wie es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte.

Die Aare war bei Thun (23,4 Grad) und bei Bern (24 Grad) seit Beginn der Messung noch nie so warm. Den gleichen Rekord verzeichneten laut Bafu-Angaben vom Montag neun weitere Messtationen: Die Reuss bei Seedorf UR (16,2 Grad), Ticino bei Riazzino TI (23,1 Grad), die Emme bei Emmenmatt BE (22,5 Grad), der Allenbach bei Adelboden BE (17,1 Grad), die Suze bei Sonceboz BE (19,3 Grad), der Dischmabach bei Davos GR (15,7 Grad), Poschiavino bei La Rösa GR (15,4 Grad), die Linth bei Mollis GL (16,5 Grad) und der Inn bei S-chanf GR (15,1 Grad).

Insgesamt misst das Bafu an 60 Stationen die Temperatur von Fliessgewässern. Die Wassertemperatur von Seen würde hauptsächlich in den Flüssen, die aus den Seen fliessen, erhoben.

Langfristig stellte das Bafu in Schweizer Gewässern einen deutlichen Trend zu erhöhten Temperaturen fest. Aufgrund des Klimawandels sei in den kommenden Jahrzehnten mit weiteren Zunahmen zu rechnen, teilte das Bundesamt mit.

Bei den drei Messstationen im Rhein wurden die Juli-Rekorde im 2022 nicht geknackt, teilt das Bafu auf Anfrage von Telebasel mit. Die aktuellen Messdaten liegen zwischen 0,2 bis 1,1 Grad unter den Juli-Wassertemperaturmonatsmaxima, welche im Jahr 2006 registriert wurden. Die höchsten Wassertemperaturen im Rhein wurden bei den Messstellen Rekingen (26,6 Grad) und Weil, Palmrainbrücke (26,6 Grad) im August 2018 registriert. In Rheinfelden (25,9 Grad)  im August 2003. Am heutigen Dienstag wurden im Rhein 24,8 Grad gemessen, twittert @RheinTemp.

Nullgradgrenze klettert auf neue Rekordhöhe

Die Nullgradgrenze bewegt sich in der aktuellen Hitzeperiode weit über dem höchsten Alpengipfel. In der Nacht auf Montag, 25. Juli 2022, erklomm sie 5’184 Meter über Meer – ein neuer Rekord.

Der alte Rekord stammt vom 20. Juli 1995, wie Meteoschweiz und Meteonews mitteilten. Damals lag die Nullgradgrenze auf 5’117 Metern. Die Nullgradgrenze – die Höhe, in welcher die Temperatur in die Minusgrade kippt – ermitteln die Meteorologen mit Wetterballons. Sie steigen zweimal täglich von Payerne VD auf. Der neue Rekord wurde beim nächtlichen Sondenaufstieg gemessen.

Dass die Nullgradgrenze auf über 5’000 Meter über Meer klettert, kommt nicht sehr häufig vor, wie Meteoschweiz, das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, schreibt. Der neue Rekord und der alte von 1995 sind die einzigen je gemessenen Werte oberhalb von 5’000 Metern.

Ein Wert von 4’900 Metern entspricht bereits einem Platz in den Top Ten. Der bisherige Mittelwert für den Juli liegt bei 4’325 Metern über Meer.

Heisser Montag – danach etwas Abkühlung

Zum Wochenauftakt rollt die Hitzewelle aus Afrika nochmals über die Schweiz. Auf der Alpennordseite sind Temperaturen von bis zu 35 Grad zu erwarten, wie der Wetterdienst Meteonews berichtet. In Basel dürfte es rund 32 Grad heiss werden. Am Vormittag ist es vorwiegend sonnig. Am Nachmittag bilden sich dann zunehmend Quellwolken, vor allem über den Bergen. Ein Westwind bringt zusätzlich Wolken ins Land. Am Abend sind vor allem in den Bergen mit Regen gerechnet werden, am Abend und in der Nacht kann es auch im Flachland nass und gewittrig werden.

Ab Dienstag fallen die Temperaturen im Norden unter die 30-Grad-Marke. Im Raum Basel gibt es die kommenden Tage rund 27 Grad. Es bleibt sonnig mit einzelnen Wolkenabschnitten. Auf der Alpensüdseite bleibt es hingegen heiss mit Temperaturen zwischen 30 und 35 Grad.

Immer neue Brände bei 40-Grad-Hitze in Griechenland

Hitze und Brände haben den Menschen in Griechenland auch am Samstag schwer zu schaffen gemacht. Ein grosser Brand zerstörte den Wald des Dadia-Nationalparks, eines der grössten Waldgebiete im Südosten Europas. Ein zweiter grosser Brand tobte auf der Südseite der Ferieninsel Lesbos. Der Zivilschutz ordnete die Evakuierung der Ortschaft Vatera an.

Wegen der starken Rauchbildung suchten Einwohner von Vatera Zuflucht an den Stränden. Die Besatzungen von Booten der Küstenwache brachten sie dann in Sicherheit, berichtete das Staatsfernsehen. Mindestens zehn Häuser des Dorfes wurden beschädigt, berichteten örtliche Medien.

Schwierig blieb die Lage im Naturschutzgebiet von Dadia im Nordosten Griechenlands. Die Flammen zerstörten einen Biotop, wo zahlreiche Greifvögel und Wildtiere leben. Das Gelände ist dicht bewaldet, es gibt kaum Strassen. Aus diesem Grund versuche die Feuerwehr, aus der Luft mit Löschflugzeugen und Hubschraubern die Flammen einzudämmen, teilte ein Sprecher der Feuerwehr am Samstagnachmittag mit.

Griechenland kämpft zurzeit gegen Waldbrände und leidet unter grosser Hitze. (Bild: Keystone)

Der grösste Teil der 86 Löschflugzeuge und Hubschrauber Griechenlands sei im Einsatz gegen die Flammen, so der Zivilschutz. Kleinere Brände tobten auf der Halbinsel Peloponnes, berichtete der staatliche griechische Rundfunk.

Trockenheit und hohe Temperaturen würden in den kommenden Tagen fast alle Landesteile Griechenlands heimsuchen und «die perfekte Kulisse» für weitere Brände schaffen, warnten Meteorologen im Rundfunk. In Mittelgriechenland herrschten bereits am frühen Samstagmorgen Temperaturen um die 38 Grad. Stellenweise sollen die Thermometer am Nachmittag Werte von mehr als 40 Grad Celsius zeigen, teilte das Meteorologische Amt mit. Noch heisser soll es Anfang der nächsten Woche werden, die Hitze werde bis Anfang August andauern, hiess es.

Mahnung zur Vorsicht bei Waldspaziergängen in der Region Basel

Das Amt für Wald beider Basel mahnt die Bevölkerung zur Vorsicht bei Waldspaziergängen. Der heftige Gewittersturm vom Mittwoch hat in den Wäldern grosse Schäden hinterlassen, die sich für Waldbesucherinnen und -besucher als gefährlich erweisen könnten.

Der Sturm habe namentlich in den Wäldern des Baselbieter Birs- und Leimentals, aber auch auf dem Bruderholz und in den Langen Erlen auf dem Gebiet des Stadtkantons, zum Teil erhebliche Schäden hinterlassen, teilte das Amt für Wald am Freitag mit. Neben bereits umgeworfenen Bäumen gebe es auch Äste, die noch in den Kronen hängen, und Bäume, die schräg stehen und umzufallen drohen.

Seit Donnerstag seien Einsatzkräfte und die örtlichen Forstbetriebe daran, die grössten Gefahrenquellen zu beseitigen und Gebiete mit grossen Schäden abzusperren, heisst es. Das werde aber noch Tage oder Wochen in Anspruch nehmen. Waldbesucherinnen und Waldbesucher wird deshalb empfohlen, besonders auf hängende oder bereits abgebrochene Äste zu achten und für Pausen, Picknicks oder Spielplätze sichere Orte zu wählen.

22 Kantone mit Feuerverbot - mehrere auch mit Feuerwerksverbot

22 Kantone haben bis Donnerstagnachmittag wegen der anhaltenden Trockenheit ein Feuerverbot zumindest im Wald oder in Waldesnähe erlassen, einige darüber hinaus auch ein Feuerwerksverbot im Hinblick auf den Nationalfeiertag am 1. August. Ein absolutes Feuerverbot im Freien gilt im Tessin, im Wallis und in Teilen von Graubünden.

Schaffhausen, Zürich und der Aargau haben sich am Donnerstag als letzte in die immer länger werdende Reihe jener Kantone gestellt, die keine Waldbrände riskieren wollen. Sie erliessen ein Feuerverbot im Wald und an Waldrändern.

In Schaffhausen sind zudem private Feuerwerke verboten, der Aargau verbietet Feuerwerke im Wald und in Waldesnähe. Der Grund: alle drei Kantone sind nun in der Gefahrenstufe 4 (gross) von insgesamt 5.

Höchste Gefahrenstufe 5 herrschte am Donnerstag nach Einschätzung des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) in Teilen des Wallis, im Oberwallis und an der nördlichen Kantonsgrenze.

Gefahrenstufe 3 (erheblich) ist demnach aktuell in der nördlichen Innerschweiz (ohne Uri) sowie in Teilen des Kantons St. Gallen und den beiden Appenzell verbreitet. Für die übrige Schweiz – das betrifft den grössten Teil des Landes – gilt Gefahrenstufe 4.

Ein Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe gilt in den Kantonen Aargau, Basel-Land und Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Genf, Graubünden, Jura, Luzern, Neuenburg, Nidwalden, Obwalden, Schaffhausen, Schwyz (bedingt), Solothurn (auch Feuerwerksverbot), Tessin, Thurgau, Uri (auch Feuerwerksverbot), Waadt, Wallis, Zug (bedingt) und Zürich.

Die Kantone St. Gallen und die beiden Appenzell belassen es vorläufig bei Mahnungen, und Glarus verzichtet noch ganz auf Massnahmen.

Das Unwetter bringt lang ersehnten Regen

Lange musste die Natur auf Wasser von oben warten. Nun hat das Unwetter viel Regen gebracht. Mancherorts war es sogar zu viel, wie SRF Meteo auf Twitter schreibt.

In Basel kamen knapp am 20. Juli 36 mm Regen vom Himmel. Dies entspricht rund 40 Prozent des Regens der im Juli durchschnittlich fällt.

Sturm verwandelt Rhein in wilde See

Eindrückliche Bilder postet SRF Meteo nach dem Unwetter in der Region auf Instagram: Der Sturm vom Mittwochabend, 20. Juli, liess das Wasser im Rhein Wellen schlagen. Das sieht man wahrlich nicht alle Tage …

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ein Beitrag geteilt von srfmeteo (@srfmeteo)

Gartenbad Bottmingen bleibt wegen Sturmschäden zu

Offenbar hat das heftige Unwetter über Bottmingen Teile des Gartenbads in Mitleidenschaft gezogen. Wie die Gemeinde Bottmingen am Mittwochabend auf Instagram schreibt, muss die Badi am Donnerstag, 21. Juli wegen Sturmschäden geschlossen bleiben. Was genau kaputt ging, wird nicht mitgeteilt.

Umgestürzte Bäume blockieren Tramverkehr

Das Unwetter hat in der Region zahlreiche Äste heruntergerissen und auch Bäume zu Fall gebracht. In Richtung Bruderholz war am Mittwochabend wegen umgestürzten Bäumen der Tramverkehr auf unbestimmte Zeit blockiert. Betroffen waren laut den Basler Verkehrs-Betrieben die Linien 15 und 16. Fahrgäste mussten mit Verspätungen und Umleitungen rechnen. Die Blockierung ist inzwischen behoben.

In Bottmingen haben Gewitter und Hagel die Vegetation ebenfalls verwüstet, wie das Video eines Leser-Reporters zeigt:

(Video: Leser-Reporter)

Nach der grossen Hitze kommt der Hagel

Auf die grosse Hitze folgen am Mittwochabend Blitz, Donner und Hagelkörner so gross wie Golfbälle. Nachdem am Nachmittag das Berner Oberland und die Westschweiz heimgesucht wurden, hat eine heftige Gewitterfront am Abend die Nordwestschweiz erreicht. Kurz nach 18 Uhr blitzt und donnert es in den beiden Basel, dazu gehen Regen und Hagel nieder, wie Bilder und Videos von Leser-Reportern zeigen.

(Videos: Leser-Reporter)

In Bottmingen hat das Unwetter sogar Bäume umgerissen. In Basel sind Strassen teils geflutet. Weitläufig sind zudem Blaulichtsirenen zu hören.

(Video: Leser-Reporter)

Haben Sie das Gewitter in der Region fotografiert oder gefilmt? Dann schicken Sie uns Ihre Bilder!

Feuerverbot auch im Landkreis Lörrach

Feuer machen ist bei derart hohen Temperaturen und der andauernden Trockenheit gefährlich. Daher verhängen erste Kantone Feuerverbote. Am Mittwochabend untersagt auch Lörrach für den gesamten Landkreis das Feuermachen im Wald und bis zu 100 Meter Abstand zum Wald. Das Verbot gelte ab Donnerstag, 21. Juli und bleibe zunächst bis am 20. August, teilt das Landratsamt mit.

Bei Missachtung des Feuerverbots drohen Bussgelder in Höhe von bis zu 10’000 Euro.

(Symbolbild: Keystone)
Neuer Rekord: Aare in Bern fast 24 Grad warm

Die Wassertemperatur der Aare in der Stadt Bern hat am Mittwochnachmittag mit 23,9 Grad den höchsten bisher gemessenen Wert erreicht. Damit wurde die Rekordmarke von 23,8 Grad vom August 2018 übertroffen.

Bereits am Dienstagabend hatte die Aare mit 23,7 Grad einen neuen Jahresrekord erreicht und auch die zweithöchste Marke aus dem Hitzesommer 2003 geknackt. Damals wurde die Aare bei der Messstation Schönau bis 23,5 Grad warm, wie aus den hydrologischen Daten des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) hervorgeht.

(Bild: Keystone)
Hitzegewitter im Berner Oberland und im Engadin

Nach dem Höhepunkt der Hitzewelle am Dienstag haben sich am Mittwoch etliche Gewitter über dem Berner Oberland und im Engadin entladen. Eine Gewitterzelle zog am Nachmittag westlich des Thunersees Richtung Emmental.

In die Zelle eingelagert war auch ein Hagelzug, wie der Wetterdienst Meteonews auf Twitter mitteilte. Eine weitere Gewitterfront war im Engadin unterwegs, wie das Wetterradar zeigte.

Wegen der Hitze sterben mehr Menschen

Hitzewellen wie die aktuelle lassen die Sterblichkeitsraten steigen. In den Hitzesommern 2003, 2015 und 2019 lag die Zahl der zusätzlichen Todesfälle zwischen 500 und knapp 1’000. Die Übersterblichkeit bewegte sich damit zwischen 3,5 und 6,9 Prozent.

2003 starben im Juni bis im August 975 Menschen mehr, als in den Vergleichsperioden mit ausgebliebener Sommerhitze. Wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in einem Faktenblatt ausweist, entspricht das einer Übersterblichkeit von 6,9 Prozent.

Im Hitzesommer 2015 betrug die Übersterblichkeit 5,4 Prozent. Das sind 804 zusätzliche Todesfälle. 2019 registrierte das BAG 521 zusätzliche Todesopfer und damit eine Übersterblichkeit von 3,5 Prozent. Auch 2018 gab es hohe Sommertemperaturen. Damals entfiel die Übersterblichkeit von 1,2 Prozent aber allein auf den Monat August und ist damit statistisch nicht signifikant.

Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Kanton Solothurn verbietet Feuerwerk am 1. August

Im Kanton Solothurn gilt ab sofort ein absolutes Feuerverbot im Wald, in Waldesnähe und an Fluss- und Seeufern. Auch das Abbrennen von Feuerwerk ist auf dem ganzen Kantonsgebiet ab sofort grundsätzlich verboten. Diese Massnahme gilt auch am Nationalfeiertag vom 1. August.

Wie aus einer am Mittwoch von der Solothurner Kantonspolizei veröffentlichten Verfügung hervorgeht, kann allerdings die Polizei für bewilligungspflichtige Grossfeuerwerke eine Ausnahmebewilligung erteilen. Diese kann mit Auflagen verbunden werden.

Auch bleibt laut einer Mitteilung der Polizei Grillieren im Siedlungsraum erlaubt. Die Behörden rufen aber die Bevölkerung dazu auf, nur fest eingerichtete Feuerstellen oder Cheminées zu benutzen und Vorsicht walten zu lassen. Bei Wind sei kein Feuer zu entfachen.

Nur für bewilligungspflichtige Grossfeuerwerke – hier ein solches im Jahr 2019 in Genf – liegt im Kanton Solothurn allenfalls eine Ausnahme drin. (Archivbild: Keystone)

Dürfen Gemeinden am Nationalfeiertag 1.-August-Feuer entzünden, wenn sie beispielsweise die Feuerwehr vorsorglich auf den Festplatz rufen? Auf diese Frage sagte Diego Ochsner, Chef des Amts für Militär und Bevölkerungsschutz und auch Leiter des Kantonalen Führungsstabs, im Siedlungsgebiet sei ein Feuer anzünden zulässig.

Ausserhalb des Siedlungsgebiets sei dies grundsätzlich in einem Abstand von 200 Metern zu einem Wald möglich. Er empfehle dies aber angesichts der trockenen Felder nicht.

Das Feuer- respektive Feuerwerkverbot verhängte der Kommandant der Solothurner Kantonspolizei. Dies nach einer Lagebeurteilung durch verschiedene Ämter und in Absprache mit der Solothurner Gebäudeversicherung, dem kantonalen Führungsstab und der Kantonsverwaltung. Er begründet es mit der akuten Trockenheit und der Waldbrandgefahr der Stufe 4 (gross).

Am Dienstag hatte der Kanton Solothurn die Waldbrandgefahr von Stufe 3 (erheblich) auf Stufe 4 angehoben.

Auf die Hitze folgen Gewitter

Auch heute Mittwoch steigen die Temperaturen wieder über 30 Grad. Dazu sind zunehmend auch Gewitter ein Thema, wie Meteo Schweiz auf Twitter schreibt.

Die langgestreckte Gewitterlinie nähert sich von Frankreich. Bereits im Vorfeld bilden sich im Laufe des Nachmittags immer wieder kleinere Gewitterzellen, wie der Meteodienst schreibt. Neben intensivem Starkregen sich auch eingelagerte Hagelzüge sehr wahrscheinlich, heisst es in ihrem Meteoblog weiter.

In Deutschland liegen wieder rund 40 Grad drin

Deutschland steht ein weiterer sehr heisser Tag bevor – erst danach soll es laut Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wieder etwas abkühlen. Am Mittwoch, 20. Juli, verabschieden sich die extrem hohen Temperaturen bis an die 40 Grad erst einmal von der Westhälfte des Landes und rücken in den Rest der Republik vor. Laut DWD werden in der Osthälfte 34 bis 40 Grad erwartet.

Die Gluthitze über Europa hatte am Dienstag auch Deutschland mit Temperaturen oft deutlich über 35 Grad zu spüren bekommen. Im Westen hatte der DWD sogar Temperaturen von über 40 Grad für möglich gehalten – am Abend stellte sich dann Duisburg (Station Duisburg-Baerl) mit 39,5 Grad als wärmster Ort heraus. Auch damit wurde der Dienstag zum bisher heissesten Tag dieses Jahres. Vor einem Monat (19. Juni) waren in Cottbus und Dresden 39,2 Grad gemessen worden. Der jahresübergreifende Hitzerekord für Deutschland wurde 2022 noch nicht geknackt: Er liegt bei 41,2 Grad – gemessen am 25. Juli 2019 in Duisburg und Tönisvorst am Niederrhein bei Krefeld.

Hitzewellen künftig normal

Hitzewellen wie jetzt in Europa werden künftig in den Sommermonaten normal sein – davon ist die Weltwetterorganisation (WMO) in Genf überzeugt. «Solche Episoden werden immer häufiger, und der negative Trend wird noch bis mindestens 2060 anhalten, unabhängig vom Erfolg unserer Klimaschutzbemühungen», sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas am Dienstag. Es könne in Europa auch noch heisser werden. Die Regierungen müssten viel mehr für den Klimaschutz tun, sagte Taalas. «Ich hoffe, diese Ereignisse sind ein Weckruf für Regierungen, und dass sie in demokratischen Ländern Folgen bei den nächsten Wahlen haben.»

Die italienische Feuerwehr evakuierte am Dienstag in der Toskana mehr als 100 Menschen wegen eines grossen Waldbrandes bei Lucca aus ihren Häusern. Der Brand in der Gemeinde Massarosa beschäftigt die Einsatzkräfte bereits seit Montagabend. Der Regionalpräsident der Toskana, Eugenio Giani, sprach von einer betroffenen Fläche von ungefähr 400 Hektar. Der Rauch sei bis in die umliegende Provinzen gezogen. Fünf Helikopter und vier Löschflugzeuge kämpften aus der Luft gegen die Flammen.

«Traumwetter» in Griechenland

In Griechenland, das ebenfalls unter Hitzewellen ächzt, waren für Mittwoch angenehmere Temperaturen angesagt. So sollten in Athen um die 30 Grad Wärme herrschen, die Höchsttemperatur um die Mittagszeit wurde für die Ferieninsel Kreta mit 27 Grad vorausgesagt. Das «Traumwetter», wie es griechische Medien nennen, ist ein Ergebnis starker Nordwinde in und um die Ägäis. Diese Winde könnten aber das kleinste Feuer zu einem Grossbrand anfachen, warnte der Zivilschutz.

Im Urlaubsland Portugal sind die Waldbrände der vergangenen Wochen laut Regierung auch auf Unachtsamkeit und vorsätzliche Brandstiftung zurückzuführen. Mehr als 50 Menschen seien in diesem Jahr bis Mitte Juli unter dem Verdacht festgenommen worden, für Feuerausbrüche im Wald verantwortlich zu sein, erklärte Innenminister José Luis Carneiro. Nach den Erkenntnissen der Behörden hätten in Portugal nur 23 Prozent aller Brände rein natürliche Ursachen, sagte er. Bei 13 Prozent liegt laut Carneiro vorsätzliche Brandstiftung vor. Nach Angaben der Naturschutzbehörde ICNF vernichteten Brände dieses Jahr in Portugal in gut sechseinhalb Monaten bereits fast 60’000 Hektar – mehr als doppelt so viel wie im ganzen Vorjahr.

Dramatisch war die Lage am Dienstag wegen der Hitze sogar in Grossbritannien. In London hatte die Feuerwehr mit heftigen Bränden zu kämpfen und rief eine Grossschadenslage aus. In Coningsby in der ostenglischen Grafschaft Lincolnshire wurden am Nachmittag 40,3 Grad gemessen, wie der Wetterdienst Met Office nach vorläufigen Daten bekanntgab – ein britischer Rekord. Vor dieser Woche hatte er bei 38,7 Grad gelegen, die 2019 in Cambridge gemessen wurden.

Auch an der französischen Atlantikküste wüten seit Tagen grosse Feuer, sie breiteten sich am Dienstag weiter aus. Innerhalb einer Woche verbrannten südlich von Bordeaux 19 300 Hektar Land, wie die zuständige Präfektur für die Gironde mitteilte.

Wie extreme Temperaturen gemessen werden

Kratzt eine Temperatur am Hitzerekord? Diese Frage ist nicht so leicht zu beantworten – schon gar nicht mithilfe eines einfachen Thermometers. Um weltweite Vergleiche zu ermöglichen, gelten für die Temperaturmessung internationale Standards etwa für Standort, Bedingungen oder Instrumente.

Nach Angaben der Wetterdienste müssen die Sensoren in den frei stehenden Messstationen eine Höhe von zwei Metern haben. Ein Gehäuse mit Lamellen schützt die Fühler vor der prallen Sonne, Luft kann aber zirkulieren.

Der Boden unter dem Messstand soll mit Rasen bedeckt sein und nicht etwa mit Beton. Zu Bäumen oder Gebäuden ist ein Mindestabstand einzuhalten. Erfüllt eine Messstation diese Bedingungen nicht, können Temperaturen ungenau oder verfälscht sein.

Nach Hitzetag brachte die Nacht mancherorts kaum Abkühlung

Nach dem vorläufigen Höhepunkt der Hitzewelle am Dienstag hat die Nacht auf Mittwoch, 20. Juli, mancherorts kaum Abkühlung gebracht. Viele Orte erlebten eine sogenannte Tropennacht, bei der die Temperaturen nicht unter 20 Grad fielen.

In Vevey VD wurden gegen Mitternacht gemäss den Messdaten von Meteoschweiz noch immer 32,3 Grad gemessen. In St. Chrischona BS waren es kurz vor 5 Uhr ebenfalls noch 27,8 Grad.

Im Berner Oberland und in der Romandie gingen in der Nacht teils kräftige Gewitter nieder. Vereinzelt kam es zu Hagel, Starkniederschlag und kräftigen Böen, wie der private Wetterdienst Meteonews mitteilte. Merkliche Abkühlung brachten die Gewitter aber kaum.

Der Bund warnte für den heutigen Mittwoch insbesondere vor einer sehr grossen Hitzegefahr im Mittel- und Südtessin. Konkret erliess er für die südlichsten Regionen des Kantons die höchste Warnstufe 4. Es besteht demnach das Risiko von Kreislaufbeschwerden und körperlichem Unwohlsein. Für fast den ganzen Rest der Schweiz wurde die Warnstufe 3 ausgerufen.

Eine markante Abkühlung oder verbreitete Regenfälle waren vorerst nicht in Sicht. Am Dienstag war der vorläufige Höhepunkt der Hitzewelle, in den Niederungen war es in der ganzen Schweiz heiss. Die höchste Temperatur wurde mit 38,1 Grad in Genf gemessen. In den kommenden Tagen soll es verbreitet zwischen 29 bis 34 Grad warm werden.

Basel knackt keinen neuen Hitze-Rekord

Am Dienstag wurden in der Schweiz keine neuen Hitze-Rekorde geknackt. Am heissesten wurde es mit 38.1 Grad in Genf, wie «Meteonews» auf Twitter schreibt. Dort sei es nur zweimal zuvor noch heisser gewesen – nämlich in den Jahren 1921 und 2015. In Basel/Binningen wurden Höchsttemperaturen von 36.5 Grad gemessen. In Liestal wurde es bis zu 36.9 Grad heiss, wie «SRF Meteo» berichtet.

Weltwetterorganisation: Hitzewellen nun Teil des Klimas in Europa

Hitzewellen wie die, die gerade Europa heimsucht, gehören fortan in den Sommermonaten zum normalen europäischen Klima – davon ist die Weltwetterorganisation (WMO) in Genf überzeugt.

«Solche Episoden werden immer häufiger, und der negative Trend wird noch bis mindestens 2060 anhalten, unabhängig von dem Erfolg unserer Klimaschutzbemühungen», sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas am Dienstag. Es könne in Europa auch noch heisser werden. Aktuell rechnete die WMO mit einer Rückkehr zu für die Jahreszeit normaleren Temperaturen womöglich erst Mitte nächster Woche.

Regierungen müssten viel mehr für den Klimaschutz tun, sagte Taalas. «Ich hoffe, diese Ereignisse sind ein Weckruf für Regierungen, und dass sie in demokratischen Ländern Folgen bei den nächsten Wahlen haben.» Die Klimaschutzbemühungen reichten bei Weitem nicht aus, um die Erwärmung auf möglichst 1,5 Grad zu begrenzen, wie die Länder es 2015 im Klimaabkommen von Paris beschlossen hatten, sagte Taalas: «Im Moment bewegen wir uns auf etwa 2,5 Grad Erwärmung zu.»

Im Bezug auf die Gletscher kämen die Bemühungen schon zu spät. «Wir gehen davon aus, dass die Gletscherschmelze sich für Hunderte oder Tausende Jahre fortsetzen wird, und ebenso der Anstieg des Meeresspiegels», sagte Taalas. Das liege an der hohen Konzentration der klimaschädlichen Treibhausgase in der Atmosphäre. Eine Reduzierung des Ausstosses an Treibhausgasen jetzt kann ihre Konzentration in der Atmosphäre wegen ihrer langen Lebensdauer erst über langer Zeit hinweg deutlich mindern.

Frankreich knackt 40-Grad-Marke

Im Nachbarland Frankreich, genauer in Paris, wurde die 40-Grad-Marke am Dienstag überschritten, wie SRF Meteo twittert. Seit Messbeginn im Jahr 1872 passierte das erst dreimal.

Gemeinde Duggingen verbietet Feuerwerk

Die erste Baselbieter Gemeinde erlässt mit Blick auf den Nationalfeiertag ein Feuerwerksverbot. In Duggingen ist das Abbrennen von Feuerwerk und Knallkörpern auf dem gesamten Gemeindegebiet ab sofort bis auf Weiteres nicht erlaubt, schreibt die Gemeinde am Dienstag auf deren Homepage. Bereits am Montag wurde ein absolutes Feuerverbot im Wald und an Waldrändern verfügt.

Die alten Häuser mit ihren trockenen Dachstühlen seien besonders brandgefährdet. Eine fehlerhafte oder falsch abgeschossene Feuerwerksrakete, die in einem Dach landet, könne bei den derzeitigen Verhältnissen zu einem Grossbrand führen, vor allem in einem Dorfkern, wo die Häuser häufig aneinander gebaut worden sind, schreibt die Gemeinde. «Auch Feuerwerkskörper, die am Boden ihre Wirkung entfalten, bergen hohe Risiken.»

Auch Aigle VD schränkt den Wasserverbrauch ein

Mit Aigle VD ist am Dienstag eine weitere Gemeinde hinzugekommen, die zum Wassersparen aufruft. Sie stellte fest, dass ihre Kapazitäten nicht mit der Nachfrage Schritt halten.

Die Gemeinde Aigle stelle fest, dass die beiden Quellen, die die Gemeinde versorgen, überbeansprucht werden, schrieb sie am Dienstag in einer Pressemitteilung. Die Menge an verfügbarem Wasser sinke um 200 Liter pro Tag.

Die Gemeinde rief die Bevölkerung auf, die Bewässerung von Gärten, Rasen und Weinbergen auf die Nacht zu beschränken, d.h. von 20.00 bis 07.00 Uhr, und bat sie, auf den nicht unbedingt notwendigen Gebrauch von Wasser zu verzichten. Die Brunnen werden teilweise geschlossen.

Damit folgt Aigle VD auf andere Gemeinden. In der jurassischen Gemeinde Courtételle ist es seit Dienstag verboten, den Rasen zu bewässern, das Auto zu waschen und den Pool zu füllen. Auch die Gemeinde Glarus Süd rief zum Wassersparen auf. Am Montag tat dies auch Frick AG. In Mendrisio TI wird eine Übertretung der Massnahmen gar mit einer Busse bis zu 10’000 Franken gebüsst.

Glacéhersteller jubeln über die heissen Temperaturen

Die heissen Temperaturen machen Lust auf Glacé. Die Schweizer Glacéproduzenten steigerten im zweiten Quartal ihren Absatz um 14,5 Prozent.

Mehr dazu hier.

(Bild: Keystone)
Vier Grad wärmer als gestern

Der Nachmittag wird nochmals bedeutend heisser. Die Temperaturen sind bereits jetzt um vier Grad heisser im Vergleich zu gestern zur selben Zeit, schreibt SRF Meteo auf Twitter.

London knackt bereits die 40 Grad Grenze

In London wurden bereits 40.2 Grad gemessen, schreibt MeteoNews Schweiz auf Twitter. Es wird erwartet, dass die Temperaturen in den nächsten Stunden noch weiter steigen werden.

Schweizerischer Fischerei-Verband warnt vor Tragödie

Wie der Schweizerischer Fischer-Verband in einer Mitteilung schreibt, würden die Probleme von hohen Wassertemperaturen, tiefen Wasserständen, fehlenden Beschattungen und Rückzugshabitate eine Bedrohung für kältebedürftige Fischarten darstellen. Der Verband warnt vor einem Massensterben wie dazumal im Jahr 2003.

Deshalb bittet der Schweizerische Fischerei-Verband die Bevölkerung folgendes zu beachten:

  • Keine Wasserentnahmen durch die Landwirtschaft und Private.
  • Bauarbeiten am und im Gewässer unterbrechen; starke Trübungen des Wassers stressen und schädigen die Kiemen der Fische.
  • Hunde an andern Orten baden und schwimmen lassen.
  • Kein unnötiger Schiffsverkehr, insbesondere in Flachwasserzonen.
  • Naherholungssuchende und Fischende stochern nicht in Gewässern herum und vermeiden so zusätzlichen Stress für die kälteliebenden Fische.
Hitzemarke fällt vor Mittag

«Es ist noch nicht einmal Mittag und in Chur wurde bereits die Hitzemarke von 30 Grad überschritten», schreibt Meteo News auf Twitter. Aber auch in Basel fällt die 30-Grad-Marke wohl noch vor 12 Uhr. Zum Tweet liefert der Wetterdienst die aktuellen Messwerte mit Stand 11 Uhr. 

Im Verlaufe des Tages rechnete Meteo Schweiz in Sion mit 37 Grad, in Basel und Genf mit 36 Grad. In Lugano soll es mit 33 Grad vergleichsweise etwas kühler werden.

Sommer-Marke bereits vor 10 Uhr geknackt

«Es ist noch nicht mal 10 Uhr und die die 25-Grad-Marke (Grenze für einen Sommertag) wurde bereits an mehreren Orten überschritten», schreibt SRF Meteo auf Twitter. So war es in Liestal bereits über 26 Grad. Doch die Temperaturen steigen unaufhaltsam weiter. Mehr als zehn Grad dürfte es heute Dienstag noch heisser werden

Das Wetter bisher

Alle bisherigen Wetter-News finden Sie hier.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Mehr aus dem Channel