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Der Telebasel News-Beitrag vom 18. Juli 2022.
Region

So schützt man seinen Hund vor der Hitze

Nicht nur wir Menschen kämpfen aktuell mit den hohen Temperaturen. Auch unsere vierbeinigen Freunde sind der Hitze ausgesetzt. Eine Tierärztin gibt Tipps.

Dass die hohen Temperaturen Hunden zusetzen, ist in Tierarztpraxen ein bekanntes Problem. Hunde schwitzen nämlich nicht und können ihre Körpertemperatur schlecht selbst regulieren. Tierärztin Stella Bult von der Tierarztpraxis Dalbe gibt Tipps und Empfehlungen.

Spaziergang früh am Morgen

«Vor allem am Morgen sehr früh zwischen 5 Uhr und 8 Uhr oder am späten Abend mit den Tieren spazieren gehen. Dabei besser kleine Runden machen und immer gut auf den Hund achten. Auch wegen des Asphalts, der im Sommer sehr heiss werden kann. Wenn man baden geht, dann nicht zu lange am Wasser bleiben. Ausserdem empfiehlt sich, Trinkwasser für den Hund dabeizuhaben», so die Tierärztin. Weiter sollten stehende Gewässer vermieden werden. In den Sommermonaten bilden sich dort besonders viele Bakterien. Wenn der Hund das Wasser trinkt, können Krankheiten verursacht werden.

Insbesondere die direkte Sonneneinstrahlung macht Hunden zu schaffen. Schattige Plätze oder Strecken legt die Tierärztin den HalterInnen deshalb ans Herz. Aber wie merket man, dass sich der Hund überhitzt? «Durch das starke Hecheln zu Beginn. Und dann Bewusstseinsverlust, Apathie – oder im schlimmsten Fall, dass die Hunde kollabieren und die Hitze nicht mehr regulieren können. Dann muss man natürlich schauen, das man sie runterkühlt und immer genug Flüssigkeit zur Verfügung steht. Unternimmt man nichts, kann das zum Tod führen.»

Mehr Überhitzungsfälle bei tieferen Temperaturen

Insbesondere Autos werden in der prallen Sonne zur Todesfalle für Hunde, wenn sie zu lange im Fahrzeug alleine gelassen werden. Solche Fälle gebe es aber seltener als auch schon. «Auf dieses Thema wurde in den sozialen Medien stark aufmerksam gemacht. Ich denke, deshalb sind die Menschen unterdessen stark sensibilisiert», erklärt die Tierärztin.

Und obwohl aktuell die Temperaturrekorde angekratzt werden, muss Stella Bult nicht so viele Überhitzungsfälle behandeln. Aber wie kann das sein? «Die Leute sind sich viel mehr bewusst, dass das Tier überhitzen könnte, wenn es so heiss ist. Die Temperaturen sind ja auch für einen selber unangenehm hoch.» Tatsächlich häufen sich die Fälle, wenn es zwischen 25 bis 30 Grad warm ist und die Menschen selber die Hitze nicht so spüren.

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