In der Nähe von Landiras im Südwesten Frankreichs kämpft die Feuerwehr gegen einen Flächenbrand. (Bild: Keystone)
International

Südeuropa kämpft gegen Waldbrände

Eine Hitzewelle überrollt Südeuropa. In mehreren Ländern wüten bereits zahlreiche Waldbrände. In der Schweiz werden am Donnerstag bis zu 36 Grad erwartet.

Die Hitzewelle und anhaltende Dürre in den südeuropäischen Urlaubsländern führt zu immer mehr Bränden in ausgetrockneten Wäldern. Das Problem verschärft sich zusehends, da in Italien und Frankreich in den kommenden Tagen Temperaturen von bis zu 40 Grad erwartet werden. In der Schweiz klettern die Temperaturen auf 36 Grad.

Waldbrände greifen um sich

In Italien herrscht seit Wochen extreme Dürre. Auf der Ferieninsel Sizilien gilt am Donnerstag, 13. Juli, in weiten Teilen noch immer erhöhte Waldbrand-Warnstufe, ebenso wie auf Sardinien. Zuletzt waren Feuerwehrkräfte immer wieder zu Wald- und Buschbränden ausgerückt, etwa in Südtirol, der Toskana sowie in und um Rom. In fünf nördlichen Regionen entlang des Flusses Po verhängte die Regierung wegen der Trockenheit bereits den Notstand. Weitere Regionen könnten folgen, wie Landwirtschaftsminister Stefano Patuanelli am Mittwochabend im Parlament sagte.

In Frankreich erwarten Meteorologen bis Ende Juli einen Dürre-Rekord. Zwar hatte es in der zweiten Junihälfte vielerorts Unwetter mit viel Regen gegeben, doch der Effekt ist weitgehend verflogen – und die Böden trocknen wieder aus. An der Atlantikküste kämpft die Feuerwehr weiter gegen einen grossflächigen Waldbrand in den Pinienwäldern südlich von Bordeaux.

In Spanien finden Ventilatoren reissenden Absatz: So kletterten in Bilbao im Norden des Landes die Verkaufszahlen nach Medienberichten um mehr als 50 Prozent in die Höhe. In 16 der insgesamt 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens sollte am Donnerstag weiterhin Hitzealarm gelten, in fünf dieser Regionen teilweise sogar Alarmstufe Rot.

Auch in Kroatien kämpfte die Feuerwehr nahe der dalmatinischen Stadt Sibenik gegen einen Waldbrand, der am Mittwoch, 13. Juli, zwei Dörfer an der bei Urlaubern beliebten Krka-Riviera erfasste. Die Bewohner von Zaton und Raslina wurden mit Booten über die Stubalj-Bucht in Sicherheit gebracht. Die Situation sei so schlimm wie seit zehn Jahren nicht mehr, erklärte der Zivilschutz.

Auf der griechischen Insel Samos wurden am Mittwochabend wegen eines ausser Kontrolle geratenen Waldbrandes mehrere Ortschaften evakuiert. Vor der Küste der Insel stürzte ein Löschhubschrauber aus niedriger Höhe ins Meer, als die Besatzung Wasser zur Brandbekämpfung aufnehmen wollte. Zwei Insassen kamen uns Leben, der Pilot wurde später schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Ein zunächst vermisster vierter Insasse sei an Land geschwommen, teilte die griechische Küstenwache mit. Warum der Hubschrauber abstürzte, war zunächst unklar.

Bis zu 36 Grad in der Schweiz

In der Schweiz steigen die Temperaturen weiter. In Basel werden laut SRF Meteo am 14. Juli 34 Grad erreicht. Nochmals etwas heisser wird es mit 36 Grad in Genf.

In den kommenden Tagen dürften die Temperaturen in Basel etwas angenehmere 30 Grad betragen, bis dann ab Montag wieder mit erhöhten Temperaturen zwischen 30 und 35 Grad zu rechnen ist.

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