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Schweiz

Energieknappheit: Im Notfall gehen die Lichter aus

Ein Mangel an Energie könnte in der Schweiz viel Alltägliches lahmlegen und die SP trägt einen offenen Streit aus. Die Schlagzeilen der Sonntagspresse.

Sommaruga warnt vor Gas-Mangel

Vor dem Hintergrund abnehmender Gas-Importe aus Russland rechnet Energieministerin Simonetta Sommaruga mit Engpässen im kommenden Winter. Beim Strom sehe es etwas besser aus, weil die Schweiz eine gute Stromproduktion habe. Der Bundesrat habe zwar so gut wie möglich vorgesorgt, sagte Sommaruga in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». Aber die Schweiz sei keine Insel. Es könne niemand garantieren, dass immer für alle genügend Gas vorhanden sei. In der Schweiz heizten heute rund 300’000 Haushalte mit Gas. Sollte es zu einem Mangel beim Gas und beim Strom kommen, werde zuerst die Energie im Gewerbe und in der Industrie rationiert. Die Haushalte wolle der Bundesrat am längsten schonen.

Es drohen Kerzenlicht und Verkehrsstopp

Der Chef der vom Bund eingesetzten Notfallorganisation Ostral, Lukas Küng, zeichnet ein düsteres Bild von der Schweiz, sollte es im kommenden Winter zu einem Gas- und Strom-Mangel kommen. Das heisse Kerzenlicht und eine kalte Ölheizung, sagte Küng gegenüber dem «SonntagsBlick». Auch der Verkehr würde nicht mehr rollen. Die Lichtsignale würden in einem solchen Fall ausfallen. Die Tunnels wären gesperrt. Und der öffentliche Verkehr wäre lahmgelegt. Nur die absolut existenziellen Einrichtungen würden verschont bleiben. So verfügten die Spitäler über Notstromanlagen. Es werde alles unternommen, damit es nicht soweit komme.

Tessin will Erdgas fördern

Im Tessin soll ab 2025 Erdgas gefördert werden. Eine Investorengruppe hat ihr Interesse angemeldet, ein altes Projekt zu reanimieren. In diesen Tagen wird eine unabhängige Taskforce gebildet. Wenn alles rund laufe und die Behörden das Projekt unterstützten, könnte Ende 2025 in der Schweiz wieder Erdgas gefördert werden, zitiert die «SonntagsZeitung» den pensionierten Unternehmer Pietro Oesch, der ein Pionier der Gasexploration im Tessin ist. Vor Jahren wurden dort bereits seismische Messungen durchgeführt, deren Resultate vielversprechend ausfielen. Aus finanziellen Gründen kam es jedoch nie zu einer Förderung. Wegen der hohen Gaspreise könnte das Geschäft nun rentabel betrieben werden.

Weniger Asylgesuche aus der Ukraine

In der Schweiz gehen die Asylgesuche aus der Ukraine zurück. Momentan würden noch rund 100 Gesuche pro Tag bearbeitet. Zuvor waren es zeitweise täglich 1800 Gesuche, wie Justizministerin Karin Keller-Sutter, in einem Interview mit dem «SonntagsBlick» sagte. Bisher hätten in der Schweiz 58’391 Flüchtende den Schutzstatus S beantragt. Die Bundesrätin rechnet nicht mit einem schnellen Ende des Ukraine-Krieges. Die Fronten in der Ukraine dürften sich weiter verhärteten, sodass es zu einem langwierigen Abnützungskrieg im Osten und Süden des osteuropäischen Landes kommen dürfte. Doch die russische Invasion sei nicht die einzige Herausforderung. Die globale Wirtschaftslage sei so fragil wie schon lange nicht mehr.

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Lugano-Konferenz: Ukraine soll Wiederaufbau leiten

In Lugano beginnt am Montag die Ukraine-Konferenz. Ob das von der Schweiz organisierte Treffen von Unterhändlern aus 40 Ländern und 18 Organisationen ein Erfolg wird, hängt wesentlich vom Wortlaut des Abschlussdokuments ab. In der «Lugano Declaration» verpflichten sich die Akteure auf konkrete Prinzipien für den Wiederaufbau. Wie gut informierte Quellen der «NZZ am Sonntag» berichteten, haben sich die Unterhändler von rund 40 Ländern und 18 Organisationen auf folgende Prinzipien geeinigt: Die Ukraine soll beim Wiederaufbau den Lead haben. Zudem verpflichtet sich die Ukraine zur demokratischen Teilhabe, gegen Korruption vorzugehen, die Geschlechtergleichheit zu respektieren und den Reformprozess weiter voranzutreiben.

Von der Leyen und Cassis treffen sich zu Gesprächen

Am Rande der Wiederaufbau-Konferenz in Lugano treffen sich die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Bundespräsident Ignazio Cassis laut «SonntagsZeitung» zu einem Gespräch unter vier Augen. Das bestätigte das Aussendepartement in Bern. Zum Inhalt der Gespräche machte das EDA keine Angaben. Laut «SonntagsZeitung» ist aber klar, dass es dabei nicht nur um den Wiederaufbau der Ukraine geht. Auch das Verhältnis zwischen der Schweiz und der EU dürfte dabei zur Sprache kommen. Derweil wehrt sich die Ukraine gegen die Kritik, es sei während des Krieges zu früh, um über den Wiederaufbau zu sprechen. Millionen Ukrainer wollten so schnell wie möglich wieder nach Hause, sagte Premierminister Denys Schmyhal.

Streit in der SP – Parteileitung unter Druck

In der SP Schweiz ist ein offener Streit über die Ausrichtung der Partei ausgebrochen. Die Führung der SP steht nach vielen Niederlagen unter Druck. Nun äussert sich erstmals ein interner Kritiker öffentlich, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. Der SP-Stadtpräsident von Biel, Erich Fehr, kritisiert die Parteileitung. Unter Mattea Meyer und Cédric Wermuth fänden abweichende Meinungen kein Gehör mehr. Die Spitze der SP sei linker und ideologischer unterwegs als ihre Basis. Der zweite Bundesratssitz könnte der SP verloren gehen. Eine externe Einschätzung der Lage zeigt laut «NZZ am Sonntag», dass dieses Szenario durchaus realistisch ist.

3 Kommentare

  1. Grüne , stadtbildkommissionen etc, etc wehrten sich leider immer mit erfolg gegen solaranlagen.das haben wir jetzt davon.und immer wieder einsprachen.und noch mehr auf elektro umstellen.Report

  2. Handy, Tablat, E-Autos, Tiefkühler, etc.etc. alles aus.
    Grosses Lichterlöschen, was geht ab, wir haben uns von sovielen Dingen abhängig gemacht, anstelle ständig über die Grenzen zu schauen, sollten wir uns vorallem mal, auf die Schweiz konzentrieren. Möglichkeiten überdenken, und handeln, es regelt sich nicht von allein. Und das vor dem totalen Bankrott.Report

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