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Die neue Rheinbrücke soll den Basler Hafen mit Hüningen verbinden. (Bild: Keystone)
Region

Die neue Rheinbrücke soll Schub erhalten

Die erste Rheinbrücke von Basel nach Hüningen (F) ist einen Schritt weiter. Der Kanton Basel-Stadt will nun die seit Jahren bestehenden Pläne vorantreiben.

Der Kanton Basel-Stadt will nun mit den deutschen und französischen Nachbarstädten die seit Jahren bestehenden Pläne für eine neue autofreie Brücke zwischen Hüningen (F) und der Wiese-Mündung beim Basler Hafen vorantreiben.

Konkret möchten Basel-Stadt, Hüningen (F) und Weil am Rhein (D) die planerischen, juristischen und finanziellen Grundlagen für die neue autofreie Rheinbrücke schaffen, wie das Basler Bau- und Verkehrsdepartement mitteilte. Die geplante Brücke ist bewusst autofrei. «Das ist auch dem Umstand geschuldet, dass wir sagen: der Verkehr soll sich in der Region, möglichst Klimafreundlich weiterentwickeln.» so die baselstädtische Verkehrsdirektorin Esther Keller. Eine neue Rheinbrücke sei zentral für das Zusammenwachsen und die Mobilität im Dreiland. Das sieht auch der Oberbürgermeister der Stadt Weil am Rhein, Wolfgang Dietz so: «Wenn man etwas wesentliches Erreichen will für das Dreiland, überhaupt für die Region rund ums Dreiländereck, dann muss man Infrastruktur schaffen, dann muss man Möglichkeiten zur Begegnung schaffen und zu diesen Möglichkeiten gehört in erster Linie immer eine Brücke.»

Tramlinie 3 verlängert

Die Tramlinie 3 würde von ihrem momentanen Endpunkt am Bahnhof St. Louis nach Huningue verlängert werden. Dort käme die Rheinbrücke zu stehen. Diese würde Huningue mit Basel bei Kleinhüningen, nördlich der Wiesenmündung verbinden. Huninunge ist seit 60 Jahren nicht mehr ans Basler Tramnetz angebunden. «Das ist natürlich eine Neuigkeit. Denn für ein Tram zwischen der Dreirosenbrücke und der Palmrainbrücke haben wir im Moment überhaupt keine Möglichkeit.» sagt der Bürgermeister von Huningue Jean-Marc Deichtmann.

Bis ein Tram aber in Kleinhüningen über den Rhein rollt geht es aber noch eine Weile. Stand jetzt wäre die Brücke zwischen 2035 und 2040 fertig. Kostenpunkt: rund 100 Millionen Franken. Immerhin: Der Bund hat signalisiert, dass er sich bei diesem Mammutprojekt an den Kosten beteiligen würde.

Gemeinsame Planung

Die drei Nachbarstädte haben am Donnerstag gemeinsam eine Planungsvereinbarung unterzeichnet, die gemäss Mitteilung die Weichen für die seit Jahren geplante neue Brücke stellt. Die trinationale Vereinbarung legt ein gemeinsames Budget bis 2025 bei den Themen Mobilität, Freiraum, Naturschutz, Raumplanung und Städtebau fest. Auch werden die nächsten gemeinsamen Schritte definiert.

Die Basler Regierung beantragt dem Grossen Rat für die Fortführung der seit über zehn Jahren bestehenden trinationalen Stadtentwicklung «3Land» insgesamt 1,1 Millionen Franken.

4 Kommentare

  1. Ich finde das Toll, das Dreiländereck ist eine sehr besondere Region und mit jedem Meter Team in D und F verringert sich der Verkehr auf den Straßen. Fehlt nur noch das Trämmli nach Lörrach und Kandern.Report

  2. Gute Idee, aber nicht mit Basler Steuergelder. Basel hat schon die Tramlinien nach Weil und nach Saint-Louis mit Steuergeldern gesponsert und diese wird fast nur von Einkaufs-Touristen, zum Schaden der Innenstadtgeschäfte, benutzen.
    Auf 92 bis 100 Millionen Franken wird das Bauwerk geschätzt und wenn die Basler Regierung das Zepter in der Hand hat, kommen locker nochmals 50 Millionen dazu – siehe Biocenter.
    Es kann nicht sein, dass der Grossen Rat mit einem Planungskredit, die Innenstadtgeschäfte noch mehr schädigt.Report

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