Ab Samstag füllt sich die Schweiz den Teller statistisch gesehen mit Lebensmitteln aus dem Ausland. (Bild: Keystone)
Schweiz

Ab 5. Juli isst die Schweiz Lebensmittel aus dem Ausland

Statistisch gesehen füllt sich die Schweiz den Teller ab 2. Juli mit Lebensmitteln aus dem Ausland. Der Nettoselbstversorgungsgrad ist erreicht.

Die einheimische Landwirtschaft deckt nämlich lediglich 52 Prozent des Lebensmittelbedarfs im Land, wie der Schweizer Bauernverband (SBV) am Freitag, 1. Juli 2022, mitteilte.

Die 52 Prozent stellen den sogenannten Nettoselbstversorgungsgrad der letzten drei Jahre dar. Der Samstag, 2. Juli, bildet demzufolge den «Food Overshoot Day». Ab diesem Datum ist die Schweiz auf importierte Lebensmittel und damit ausländische Produktionsflächen angewiesen.

Zerbrechlichkeit der Lieferketten

Wie der SBV schreibt, zeigen die jüngsten Krisen, wie der Krieg in der Ukraine, die Zerbrechlichkeit der Lieferketten auf. Nur kleine Störungen könnten die ausreichende Versorgung aller Menschen gefährden, mahnt der Verband. Gründe dafür seien einerseits das Schwinden von Landwirtschaftsflächen durch Überbauung, Erosion, Versalzung und Wassermangel. Andererseits wachse die Weltbevölkerung.

Lebensmittel-Importe lassen den ökologischen Fussabdruck der Schweiz im weiteren stärker wachsen als die Inlandsproduktion. Fast 75 Prozent des konsumbedingten Fussabdrucks fallen gemäss dem Bundesamt für Umwelt im Ausland an.

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