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Basel

Der Vita Parcours im Biozentrum gilt als Kunst

Am Donnerstag weiht das Biozentrum seinen Vita Parcours ein. Der Parcours im und rund um das Gebäude ist nicht nur eine Sportinstallation, sondern auch Kunst.

Am 21. September 2021 weihte der Kanton Basel-Stadt nach einer pannenreicher Baugeschichte das Biozentrum ein. Am Donnerstag feiert das Biozentrum seine Kunstinstallationen. Gemeinsam mit dem Direktor des Biozentrums Alex Schier und Regierungspräsident Beat Jans weiht das Biozentrum seine zwei Kunstwerke ein.

Kunst zum Schwitzen

Eines der Werke ist ein ganzer Vita Parcours. Der Basler Künstler Christoph Büchel wollte mit seinem Werk «Vita Parcours (Life Science)» ein wenig Verwirrung stiften. Seit dem Bau des Gebäudes sind die einzelnen Vita Parcours-Posten im und um das Gebäude errichtet.

Ihm ist’s gelungen: Die Studierenden aber auch Passanten irritierte der Parcours bereits, erzählt Isabels Drews Leiterin Kommunikation Kultur und Museen. Die Zuschauer und Zuschauerinnen hätten sich beim Vorbeifahren oder Laufen wohl gewundert, ob der Parcours ein Versuch zur Gesundheitsförderung wäre. Es hätte aber auch schon Leute gegeben, die den Parcours wie gewohnt für ihre Fitness benutzten.

Der Kanton Basel-Stadt hat sich zum Ziel gemacht in jeglichen Neubauten Kunstwerke zu integrieren. Dies soll das kulturelle Auftreten der Stadt fördern. Beim Bau des Biozentrums schrieb der Kunstkredit Basel-Stadt zusammen mit dem Bau- und Verkehrsdepartement einen Wettbewerb aus. Der 55-jährige Künstler gewann diesen Wettbewerb mit seiner Idee zum Vita Parcours.

Die Jury überzeugte damals die Vielschichtigkeit des Projekts. Die Bedeutung von Bios – Vita – Leben im Zusammenhang mit dem Parcours und dem Biozentrum traf ins Schwarze. Die Jury empfahl damals, dass der Parcours gebaut werden soll und schrieb: «Der Vorschlag ist eine kluge Intervention durch ein Readymade, das eine integrative Wirkung in der Verbindung der unterschiedlichen Akteure auf dem Campus bewirken wird.»

Der Schweizer Vita Parcours landete schon in der New York Times

Der erste Vita Parcours wurde am 18. Mai 1968 errichtet. Eine Männerriege aus Wollishofen im Kanton Zürich brachte damals die Idee ins Rollen. Sie nutzten damals umgestürzte Bäume und dergleichen, um im Wald ihre Fitness auf Kurs zu halten. Die Gemeinde baute daraufhin zusammen mit der damaligen Vita-Versicherung (heute Zürich Versicherung) den ersten Vita Parcours in der Schweiz.

Während der Corona-Pandemie erlebte die Nutzung der über 500 Vita Parcours in der Schweiz einen Aufschwung. Da die Fitnesscentren zwischenzeitlich geschlossen waren, zog es die sportlichen Schweizer und Schweizerinnen in die Wälder. Damals schaffte es diese Geschichte sogar in die New York Times.

Eine Leiter, die inspiriert

Der zweite Gewinner des Kunstwettbewerbs war das Künstlerduo Lang/Baumann. Es ist eine 10 Meter lange Leiter, die aus einer Falltüre in der Decke des Eingangsbereichs herunterhängt. «Beautiful Steps #16» heisst das Werk des Künstlerduos. Es gehört zu einer Reihe Werke, welche die Betrachter zum Dranbleiben und Fortschreiten inspiriert.

Die Künstlerin Sabina Baumann wird am Donnerstag an der öffentlichen Einweihung anwesend sein. Nebst dem Direktor des Biozentrums, Alex Schier und Regierungspräsident Beat Jans wird auch die Kunsthistorikerin Katharina Dunst um 18 Uhr auf dem Campus  sein.

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