Featured Video Play Icon
Der Telebasel News-Beitrag vom 25. Juni 2022.
Basel

150 Jahre Kunsthalle: Die erste Institution ihrer Art

Am 26. Mai 1872 war die Kunsthalle Basel geboren. Seither zieht sie ein Publikum aus aller Welt an und zeigt namenhafte Ausstellungen.

Wer vom Barfüsserplatz den Steineberg hoch in Richtung Bankenplatz gehen will, kommt nicht um sie herum: die Kunsthalle Basel. Sie steht dort seit ihrer Grundsteinlegung im Jahr 1869. In ihren Räumen stellt die Institution seit jeher zeitgenössischer Kunst aus. Das lockt ein Publikum, aber auch Künstler und Künstlerinnen aus aller Welt an.

Ohne die ‹Fähri›, gäbe es die Kunsthalle vielleicht nicht

Der 26. Mai 1872, es war der Tag als alles begann. Die Kunsthalle Basel öffnete zum ersten Mal an ihrem Standort ihre Türen. 33 Jahre früher, am 25. November 1839, wurde der Basler Kunstverein gegründet. Er war und ist, auch heute noch, der Motor der Kunsthalle Basel.

In der Schweiz gab es damals ein grosses Verlangen nach qualitativer Kunst. Auch andere Schweizer Städte gründeten solche Kunstvereine, mit dem Ziel, der Schweizer Bevölkerung vielfältige Kunst zeigen zu können.

Basel war aber die erste Stadt, die dafür eine eigene Halle baute. Johann Jakob im Hof, der damalige Präsident des Vereins, liess die erste Fähre über den Rhein fahren. Mit den Einnahmen durch die Rheinüberfahrten sammelte der Verein bis im Jahr 1854 rund 70’000 Franken. Dies bildete die Grundlage für die Finanzierung der im Jahr 1869 gebauten Kunsthalle.

Der Bau wurde vom Basler Architekten Johann Jakob Stehlin-Burckhardt entworfen. Viele Bauten von Johann Jakob Stehlin-Burckhardt trugen damals, wie auch vereinzelt heute noch, dem Basler Stadtbild bei. So sind das Theater Basel, wie der Musiksaal im Stadtcasino Bauten von Stehlin-Burckhardt.

Ein Blick nach vorne und nicht zurück

Die erste Ausstellung fand im Jahr 1840 statt. Damals wechselte der Kunstverein stetig die Ausstellungsorte, denn erst nach dem Bau der heutigen Kunsthalle hatte der Verein einen fixen Ort, um die Kunst zu präsentieren.

Die Kunsthalle war damals die erste Institution dieser Form in der Schweiz. Ihr Leitbild: stetig neuen mutigen Künstler und Künstlerinnen eine Plattform zu bieten und nicht zuletzt, dem Publikum näher zu bringen. So kam es, dass die Kunsthalle mit ihren Ausstellungen prägende Kunst zeigte.

Grosse Namen wie Jean Tinguely oder Rudolf Maeglin zeigten ihre Werke in der Kunsthalle. Aber auch die Kunst von internationalen Künstler und Künstlerinnen wie Jean Dubuffet, Hanne Darboven, Nam June Paik oder Cindy Sherman fand in der Kunsthalle Einzug.

Die Kunsthalle will mit ihren Ausstellungen ihren Fokus aber nicht auf die bekanntesten Namen legen. Es soll ein Ort des Entdeckens sein, ein Blick nach vorne. Dies widerspiegelt auch die aktuelle Dauerausstellung von Michael Armitage ‹You, Who Are Still Alive›. Unter dieser Devise ‹Ein Blick nach vorne›, um neue Künstler und Künstlerinnen zu entdecken, feiert die Kunsthalle Basel auch ihr 150 Jahr Jubiläum.

Kollaboration mit Ramstein Optik zur Art Basel

Für Basels ältestes Optikergeschäft, Ramstein Optik, ist es Tradition, während der Art Basel in der Stadt spezielle Plakate aufzuhängen. Diese Ausgabe zieren Plakate mit der Aufschrift ‹Kunsthalle Basel 1872› das Stadtbild. Darauf sind Künstler und Künstlerinnen zu sehen, deren Werke in der Kunsthalle schon ausgestellt wurden.

Bisher sorgte Ramstein Optik mit den Plakataktionen besonders mit den von Renée Levi gestalteten Baumwollplakaten für Schlagzeilen. Sie wurden nämlich alle gestohlen. Aber auch der indonesische Künstler Eddie Hara, der letztes Jahr zur Art im Spätjahr die Plakate live und vor Ort bemalte, stoss auf Aufmerksamkeit.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Mehr aus dem Channel