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Der Telebasel News-Beitrag vom 21. Juni 2022.
Basel

Aktion mit bepflanzten Brunnen wird abgebrochen

Nach vielen negativen Reaktionen bläst «Stadtkonzept Basel» seine Aktion mit den bepflanzten Brunnen wieder ab.

Kräuterbeete statt Wasser im Brunnen: Diese Aktion von «Stadtkonzept Basel» (ehemals Pro Innnerstadt) sorgt seit Wochen für Gesprächsstoff. Vier Brunnentröge wurden trockengelegt und bepflanzt. Nun krebsen die Verantwortlichen zurück. Wie «Stadtkonzept Basel» in einer Medienmitteilung schreibt, hätten «die unerwartet heissen Temperaturen und die erfreulich hohe Aufmerksamkeit der Bevölkerung» zu einem vorzeitigen Ende der Aktion geführt. Ab kommenden Dienstag, 28. Juni, soll in den vier Brunnen wieder Wasser fliessen. «Die Reaktionen waren positiv wie negativ, oftmals sehr emotional und zeigten eindrücklich, wie gross die Liebe und Wertschätzung der Basler Bevölkerung zu ihren Brunnen ist», heisst es weiter in der Mitteilung.

Wie Stadtkonzept-Geschäftsführer Mathias Böhm vorletzte Woche gegenüber Telebasel erklärte, wolle man mit dieser Aktion die Brunnen ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken. Das Thema hat auch bei Telebasel für Wirbel gesorgt. Auffällig ist, dass die Kommentare vor der Kamera grösstenteils positiv ausfielen. An einer Telebasel-Strassenumfrage lobten mehrere PassantInnen die Idee mit den Pflanzenbeeten.

Ganz anders klingt es jedoch in den Kommentarspalten. Von einer «Schnapsidee» und «Schwachsinn» ist die Rede. Wiederum andere nehmen es mit Humor: «Bitte mit Cannabis bepflanzen», meint ein weiterer Kommentarschreiber. LDP-Grossrätin Nicole Strahm-Lavanchy kritisierte in den Telebasel News zudem den Zeitpunkt. Wenig geschickt findet sie, dass das Element Wasser ausgerechnet zur Hitzezeit fehlt.

Die bepflanzten Brunnentröge sind Teil des Stadtraumfestivals «Flâneur». In Zusammenarbeit mit den IWB wollte «Stadtkonzept Basel» während drei Monaten mehrere Trinkwasserbrunnen umfunktionieren. Aktuell sind die Brunnen am Barfüsserplatz, Münsterplatz, Rümelinsplatz und Spalenberg bepflanzt. Die Idee wäre gewesen, die Kräuterbeete alle paar Wochen in vier andere Brunnen zu verlegen.

9 Kommentare

  1. Ich finde es schade, dass die Aktion abgebrochen wird. Die Idee war witzig, frisch und originell. Und Ja, es ist sehr heiss. Aber es gibt in Basel dermassen viele Brunnen, da muss man halt ein paar Meter weiter laufen. Ich zahle auch hier Steuern, aber da gibt es wohl viele (teurere) sinnbefreite Ausgaben.
    Nun, da geh ich noch schnell ein paar Kräuter stibitzen bevor sie wieder weg sind 😉Report

  2. Endlich kommt da wieder Vernunft auf. Was gewisse Grosshirnis da immer und überall am Ruder oben immer für Schnapsideen haben ist einach unglaublich. Irgendwie sind die übergeschnappt.Report

  3. Vorschlag: führen Sie diese (bescheuerte) Aktion meinetwegen von September bis April durch. Lasst uns aber die Möglichkeit, bei 38°C einen Schluck Wasser zu trinken. Oder gar zu baden. Danke. Ein SteuerzahlerReport

  4. Vernunft kehrt zurück. Wasser in den Brunnen (Hitzezeit) und Pflanzen daneben am Boden….
    Wieso immer die Welt auf den Kopf stellen.
    Abbruch der Uebung = Vernunft kehrt zurück.

    Doch ein Problem ist noch nicht gelöst: Stadtkonzept-Leiter M. F. Boehms Grössenwahn und Schnapsideen ( = empfinde ich…., meine Empfindung…)Report

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