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Der Telebasel News-Beitrag vom 19. Juni 2022.
Basel

Stadtgärtnerei: «Falls es schlimmer wird, müssen wir Bussen verteilen»

Einweggrills sorgen in Parks seit Jahren für Rasenschäden. Ein Blickfang beim Birsköpfli zeigt: Trotz Hinweisen an die Leute ist das Problem immer noch da.

Es ist Montagmorgen. Wir treffen Meinrad Gunti, Leiter des Grünflächenunterhalts Kreis Ost der Stadtgärtnerei Basel-Stadt, beim Birsköpfli. Beim Betreten der Wiese zeigt sich schnell: Das warme Wochenende hat einige Grillspuren hinterlassen. Zahlreiche Flächen im Rasen sind dunkelbraun oder verbrannt. Auch Kohlenreste sind zu finden. Begonnen haben die Probleme im Jahr 2010 – der Beginn von Einweggrills.

Trotz Schäden keine weiteren öffentlichen Grills

Um Rasenschäden zu vermeiden, hat die Stadtgärtnerei damals Steinplatten aufgestellt und die Hersteller gebeten, ihre Grills mit Standfüssen auszurüsten. Dies hat die Situation ein wenig beruhigt, Schäden gibt es aber noch immer. Dass zusätzliche öffentliche Grills die Situation verbessern könnten, glaubt Gunti nicht: «Die Kundschaft, die wir hier haben, möchte auf dem Badetuch liegen und gleichzeitig die Wurst auf dem Grill kehren. Diese haben keine Lust, extra bei einem Grill anzustehen».

Zurzeit brauche es keine weiteren Massnahmen. Gunti warnt allerdings: «Falls die Schäden zunehmen, müsste man Kontrollpersonen vor Ort schicken, die allenfalls auch Bussen verteilen». Ein verbranntes Stück Rasen kostet die Stadtgärtnerei 40 Franken – Kosten, die im Endeffekt die SteuerzahlerInnen übernehmen müssen.

3 Kommentare

  1. Die Einweggrills sollten sowie verboten werden oder mit einem Depot von 10 Franken versehen werden. Vielerorts gibt es mittlerweile feste Feuerstellen, wo die Grillwütigen Ihre Würste mitbringen können.Report

  2. Nicht nur am Birsköpfli, auch in der Länge Erlen das selbe Bild und noch schlimmer, Berge von Abfall, Glasscherben, Einweggrill, Windel etc.etc.
    Wieso wird da Abends nicht durch die Abfallkontrolleure geschaut? Kommt noch dazu das Hunde bald an die Leine sollen, in Sachen Wildtiere Brutzeit, aber Homosapiens trampelt durchs Unterholz und macht sein Geschäft bei jeder Jahreszeit im Wald immer schön markiert mit «Nastüchern»
    Bin für drastische Strafen plus Platz verbot.Report

  3. Die Disziplin nimmt seit Jahren stetig ab, verbote werden nicht ernst genommen oder belächelt. Dies war schon so, als ich noch im Sicherheitsdienst arbeitete. Dies ist der Samthandschuh Strategie geschuldet, die seit mittlerweile über einem Jahrzehnt in Basel angewendet wird. Auch die Erziehung der Kinder ziehlt in diese Richtung und das Ergebnis sieht man ja nun bei den mittlerweile Erwachsenen. Respektlosigkeit, Egoismus und Bequemlichkeit bzw. Faulheit sind Exemplarisch. Macht nur weiter so, Eure Kinder und Kindeskinder werden es Euch danken 🤔Report

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