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Der Telebasel News-Beitrag vom 15. Juni 2022.
Region

Im Leimental werden Drohnen zum Lebensretter

Zurzeit mähen viele Bauern ihre Felder. Dort verstecken sich aber oft Rehkitze. Um Unfälle zu vermeiden, werden die Felder zuvor mit Drohnen abgeflogen.

Es ist kurz nach 6 Uhr. Telebasel trifft das Team der Rehkitzrettung Leimental in Hofstetten-Flüh. Bereits seit den frühen Morgenstunden sind sie unterwegs. Es gibt viel zu tun – der Zeitplan ist streng.

Um die Rehkitze aufzuspüren, wird eine Drohne mit einem Wärmesensor eingesetzt. Diese erkennt nicht nur Rehe, sondern auch Feldhasen, Hauskatzen oder Fasanen. In wenigen Minuten ist alles aufgestellt. Der Kontrollflug kann beginnen. «Was man hier in weiss sieht, sind die Abstrahlungen der Bäume», sagt Einsatzleiter Hans Wampfler. Als er gerade fortfahren möchte, fällt seinem Kollege auf dem Monitor etwas auf: Der Monitor zeigt zwei weisse Punkte – womöglich zwei Rehkitze.

Jetzt geht das Team ins Feld. Dichte und hohe Grasfelder sind bei den Rehen besonders beliebt. Im Feld angekommen, entdeckt Wampfler zwei Rehkitze, die sofort fliehen. «Dies ist normal. Rehe, die zwei bis drei Wochen alt sind, rennen meistens davon», erklärt der Einsatzleiter.

Betreuung von 400 Fussballfeldern

Die Rehkitzrettung Leimental gibt es seit zwei Jahren. 2021 wurden 26 Tiere gerettet. Betreut werden Felder in Bättwil, Witterswil, Hofstetten-Flüh, Metzerlen-Mariastein und Rodersdorf.

Das Team besteht aus 26 HelferInnen und arbeitet unentgeltlich. Im letzten Jahr kontrollierte das Team 280 Hektare. Dies sind fast 400 Fussballfelder. Rund 50 Prozent der regionalen Bauern nehmen am Angebot teil.

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