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Der Telebasel Report vom 15. Juni 2022
Baselland

Ein paar Sekunden Perfektion

Eine Zieldurchfahrt an der Tour de Suisse dauert ein paar Sekunden. Genau in diesen Sekunden muss organisatorisch aber alles stimmen. Eine Reportage aus Aesch.

Eine Stunde bis eine Halbestunde vor Durchfahrt der Radprofis ist die Strecke der Tour de Suisse frei befahrbar. Lastwagen, Trams, Autos und Motorräder – sie alle wissen wahrscheinlich gar nicht, dass sie gerade auf der offiziellen Strecke der Tour de Suisse unterwegs sind. Doch dann, zehn Minuten vor der Durchfahrt der Profis, geht es plötzlich schnell.

Die Zufahrt zu Seitenstrassen wird gesperrt: der Zivildienst hilft mit. (Bild: Telebasel)

Über 120 Zivildienstler im Einsatz

Die Sicherheit für die Fahrer hat oberste Priorität. Wenn die Profis die Bergpässe mit übe 100 Stundenkilometer hinunterbrettern, mag es weder Gegenstände auf der Fahrbahn vertragen, noch Autofahrer, die die Fahrbahn queren. Die Fahrer müssen sich auf eine freie Bahn verlassen können.

In Aesch sorgen am Montag unter anderem 120 Zivildienstleistende für die Sicherheit der Fahrer. «Bereits im Vorfeld haben wir alle Kreuzungen und Zufahrtsstrassen akribisch geprüft», sagt Stephan Hohl, Leiter Sicherheit im Organisationskomitee. Wenn es drauf ankommt, müssen sie genau wissen, was zu tun ist.

Ab jetzt werden die Strassen gesperrt: ca. 10 Minuten bis zur Durchfahrt des Feldes. (Bild: Telebasel)

Rollendes Planungswunder

Sobald der Tour-Tross dann anrollt, geht es schnell. In klar definierter Reihenfolge rollen Motorradfahrer, Renndirektor, Sicherheitskoordinator und und und in Richtung Aesch. Rund 10 Minuten vor dem Feld ein Auto mit Hinweisschild «Achtung Radrennen». Da machen sich die Helfer zur Strassensperrung bereit.

Kurz darauf folgt ein weiteres Auto mit einem Schild «Achtung Radrennnen», diesmal jedoch mit rotem Blinklicht. Ab jetzt sind die Strassen «hermetisch abgeriegelt», wie Ueli Anken sagt, Mediensprecher der Tour de Suisse.

Kaum da, schon wieder weg: Das Tour de Suisse-Feld in Aesch. (Bild: Telebasel)

Besenwagen zum Schluss

Es folgt das Fahrerfeld, dahinter die Teamfahrzeuge und der Tourarzt im offenen Cabrio, damit er die Fahrer aus dem Auto heraus verarzten kann. Erst wenn das allerletzte Fahrzeug des Tross’ vorbeigefahren ist, werden die Strassen wieder freigegeben.

Eben dieses letzte Fahrzeug ist der Besenwagen. Es sammelt Fahrer auf, die das Rennen aufgeben mussten. Nach einem Unfall oder sonst einem Zwischenfall kann es manchmal also ziemlich dauern, bis der Besenwagen kommt. Die Anweisung an die Sicherheitskräfte ist aber klar: Solange der Besenwagen nicht passiert hat, bleiben die Strassen gesperrt.

Wie das aussieht, wenn der ganze Tour de Suisse-Tross vorbeifährt, hat der Telebasel Report in Aesch eingefangen. Die Reportage sehen Sie am Mittwoch, 15. Juni um 19:45 Uhr im TV oder schon jetzt online.

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