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Der Telebasel Talk vom 10. Juni 2022.
Baselland

«Wie sicher ist das Schwingfest, Herr Weber?»

Viel Sägemehl aufgewirbelt hat ein BaZ-Bericht, wonach beim Schwingfest in Pratteln Sicherheitsprobleme bestehen könnten. Thomas Weber nimmt im Talk Stellung.

Es ist der Höhepunkt 2022 in der Baselbieter Agenda und ein Manifest zugleich für die ländliche Identität: Das dreitägige Eidgenössische Schwing- und Älplerfest ESAF in Pratteln ab 26. August wird Zehntausende Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Schweiz anlocken. Die Arena-Tickets seien bereits ausverkauft, jubeln die Veranstalter. Aber laut einem BaZ-Bericht von letzter Woche würde der Ansturm sicherheitstechnisch nicht regelkonform bewältigt. Es sei etwa die Rede davon, dass im südlichen Teil Fluchtwege für rund 2’000 Personen fehlten.

Stolperfallen und ein Sparauftrag

«Bemängelt werden zu wenig Fläche für die erwarteten Menschenmassen, eine zu dichte Bestuhlung und Möblierungen wie Sonnenschirme, Festbänke oder Brunnen, die bei einer Panik zu Stolperfallen werden könnten. In einem Schreiben wird sogar angemerkt, die Evakuierung eines Geländeteils könne ’nicht normgerecht› durchgeführt werden», heisst es im Blatt. Nicht alle Empfehlungen der beauftragten Sicherheitsfirma Gruner würden umgesetzt. Ein im November ergangener Sparauftrag betreffe auch die sogenannte «Entfluchtung» des Geländes. Trotz der Sicherheitsbedenken habe sich das Schwingfest entschieden fast 51’000 Menschen in die Arena zu lassen, und nicht wie ursprünglich geplant 47’200. Ist das Geld wichtiger als die Sicherheit beim ESAF 2022?

Sicherheitschef zurückgetreten

Probleme seien bereits Ende November 2021 bekannt gewesen. Ende April warf Sicherheitschef Marcus Müller per sofort das Handtuch. Zur BaZ sagte er: «Unsere Sicherheitshinweise wurden nicht immer ernst genommen. Das Finanzielle wurde in den Vordergrund gestellt. Am Ende wollte ich die Verantwortung nicht mehr tragen.» Und: «Es gibt Normen und Regeln, die man einhalten muss. Dazu sind sie nämlich da.» Müller leitete 21 Jahre lang den Krisenstab des Kantons. In mehreren Medienberichten schildern ihn Branchenkenner als topseriösen Fachmann. Laut der BZ stellt sich der Eidgenössische Schwingerverband ESV als Auftraggeber des ESAF und der Gemeinderat der Austragungsgemeinde Pratteln hinter die Organisation.

Mittlerweile hat das OK ausführlich Stellung bezogen zur Sicherheit am ESAF. Wie sicher ist das «Eidgenössische» in Pratteln?

Im Talk nimmt ESAF-Präsident und SVP-Regierungspräsident Thomas Weber Stellung.

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