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Der Telebasel News Beitrag vom 9. Juni 2022.
Basel

Paloma Picasso zu Besuch in Basel

Das Kunstmuseum zeigt in einer Ausstellung die Auseinandersetzung von Picasso mit Altmeister El Greco. Zur Eröffnung kam auch seine Tochter Paloma Picasso.

Es ist eine Sonderausstellung mit vielen Überraschungen. So treffen zum ersten Mal die beiden Künstler Pablo Picasso und El Greco aufeinander, ausserdem ist die Tochter von Pablo Picasso zur Eröffnung persönlich vorbeigekommen. Dies, weil das Kunstmuseum Basel und die Familie Picasso seit Jahren eine sehr gute Beziehung pflegen. «Ich glaube, sie liebt das Kunstmuseum genauso wie ihr Vater auch, der sehr viel für dieses Haus gemacht hat. Wir freuen uns sehr darüber, dass Paloma Picasso hier ist», so der Direktor des Kunstmuseums Josef Helfenstein im Interview.

Picasso und Basel

Aber nicht nur zum Kunstmuseum Basel hat die Familie Picasso noch immer eine enge Beziehung, sondern auch zur Stadt Basel. Im Dezember 1967 stimmten die Basler Bürger einem Kredit von sechs Millionen Franken zu, um zwei Bilder von Picasso zu retten. Der Entscheid erregte weltweit Aufsehen. «Ich glaube, es gibt sowas wie eine Liebesaffäre zwischen Picasso und Basel. 1967 gab es diese tolle Volksabstimmung hier in Basel. Diese brachte Picasso dazu, dem Museum weitere vier Bilder zu schenken. Von diesen vier Bildern sind jetzt drei in der Ausstellung zu sehen.»

Picasso und El Greco

Pablo Picasso war ein grosser Bewunderer des über 300 Jahre vor ihm tätigen Altmeisters El Greco. Das Kunstmuseum Basel zeigt in einer ausführlichen Gegenüberstellung, wie sehr sich diese Hingabe in Picassos Werk niedergeschlagen hat. Rund 40 Gegenüberstellungen von Meisterwerken beider Künstler sind in diesem künstlerischen Dialog zu sehen.

Dass der junge Picasso dem Altmeister geradezu nacheiferte, ist bekannt. Und in der frühen rosa und blauen Periode auch hinlänglich und seit langem belegt. Es ist erstaunlich, dass die auch in vielen Skizzen explizit ausgewiesene Wahlverwandtschaft über einen Zeitraum von mehr als 300 Jahren Kunstgeschichte noch nie in dieser Konzentration und Ausführlichkeit von einem Museum gezeigt wurde. Das Faszinierende an der Ausstellung «Picasso – El Greco» im Kunstmuseum Basel ist nun aber, dass die künstlerischen Dialoge weitergezogen werden in späteren Schaffensphasen Picassos, in denen er sich als Pionier der Moderne unsterblich machte. Und die nicht unbedingt mit Altmeister-Werken in Verbindung gebracht werden.

Die mit vielen hochkarätigen Leihgaben bestückte, aber auch aus der grossen Picasso-Sammlung des Museums heraus schöpfende Ausstellung «Picasso – El Greco» dauert bis 25. September.

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