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Stream zum Point de Presse des Bundes. (Video: Youtube/ Der Schweizerische Bundesrat)
Schweiz

Die Frist der Gastfamilien für Ukraine-Flüchtlinge läuft bald ab

Der Point de Presse von Fachexperten des Bundes zum Krieg in der Ukraine und zu seinen Folgen für die Schweiz. Telebasel zeigt die Medienkonferenz live.

Der Zustrom von Ukraine-Flüchtlingen ist etwas abgeflacht. Die Kantone bereiten sich derweil auf die Sommerferien vor, dann wird die Beherbergungsfrist von mehreren Gastfamilien ablaufen.

Gastfamilien haben sich oft dazu verpflichtet, aus der Ukraine geflüchtete Menschen für drei Monate bei sich zu beherbergen. Nun laufe diese Frist nach und nach aus, sagte Gaby Szöllösy, Generalsekretärin der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK) am Donnerstag vor den Medien in Bern.

Besonders auf die Sommerferien hin, befürchteten einige Kantone, dass sich die Situation schlagartig ändern könnte. Zurzeit stehen laut Szöllösy 9000 freie Betten in kantonalen und kommunalen Strukturen zur Verfügung. Das seien rund 1200 freie Betten mehr als in der Vorwoche.

Auch wenn die Anzahl an benötigten Betten und von geflüchteten Personen abflache, seien die Kantone daran, gemäss dem vorgegebenen Verteilschlüssel die Betten bereit zu halten.

Längerfristige Lösungen

Bund und Kantone arbeiten an längerfristigen Lösungen zur Unterbringung von Flüchtlingen aus der Ukraine. Besonders für Schulkinder sei es wichtig, dass sie nicht häufig umgeschult werden, sagte Szöllösy.

Nach 90 Tagen sind Personen zudem dem Obligatorium einer Krankenversicherung unterstellt. Bei Personen, die Sozialhilfe beantragt hatten, würden sich die Sozialbehörden darum kümmern. Andernfalls rät die SODK, sich bei den Sozialbehörden der zuständigen Gemeinde zu melden.

Beiträge variieren je nach Kanton

Je nach Kanton variieren die Beiträge für Ukraine-Flüchtlinge. Die Leistungen liessen sich nur bedingt vergleichen sagte Gaby Szöllösy, Generalsekretärin der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK) am Donnerstag vor den Medien in Bern.

Es gebe nicht eine grosse Pauschale, die aus der Ukraine geflüchtete Menschen vom zuständigen Kanton erhalten. Vielmehr teilten sich die Beiträge in eine kleine Pauschale und dazu individuelle Leistungen auf, sagte Szöllösy. Die Leistungen variieren vom Musikunterricht bis hin zur Babynahrung.

Einige Kantone entrichteten eine Freizeitpauschale, andere einen Beitrag für den öffentlichen Verkehr oder Taschengeld. Bei mehreren Kantone bestehe zudem eine Anreizpolitik. So bekomme jemand, der oder die an einem Sprachkurs teilnimmt eine Motivationszulage, sagte Szöllösy.

Grundbeiträge variieren

Auch für den Grundbedarf für eine erwachsene Person variieren die Beiträge. Lebt die Person in einer individuellen Unterkunft, erhält sie laut Szöllosy zwischen rund zehn Franken und gut 27 Franken. In einer kollektiven Unterkunft – wo die Miete oft entfalle und teilweise auch die Essenskosten – zwischen sechs und 15 Franken pro Tag.

Die Beiträge seien degressiv je nach Anzahl Personen in einem Haushalt. Eine vierköpfige Familie erhalte so je nach Kanton gut 35 Franken bis 62 Franken.

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