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Der Telebasel News-Beitrag vom 8. Juni 2022.
Baselland

ESAF-Geschäftsführer: «Garantieren eine 100-prozentige Sicherheit»

Ex-Sicherheitschef Marcus Müller kritisierte das Sicherheitskonzept des ESAF Pratteln. Geschäftsführer Matthias Hubeli zeigt sich «erstaunt».

Der Rücktritt des ESAF-Sicherheits-Chefs Marcus Müller sorgte für viele Fragezeichen rund um den bevorstehenden Grossevent in Pratteln. Am Dienstag nahm der Präsident des Eidgenössische Schwing- und Älplerfest, Thomas Weber, Stellung dazu. Zu diesem Thema sei eine «verkürzte Sicht der Dinge» medial verbreitet worden.

«Das Sicherheitskonzept weicht in den wesentlichen Punkten nicht von demjenigen der ESAF 2013, 2016 und 2019 ab und ist deshalb auch aus Sicht des Eidgenössischen Schwingerverbands ESV korrekt», wird Weber in der Mitteilung an die Medien zitiert. Man sei mit dem zurückgetretenen Sicherheitschef nicht überall zu den gleichen Ergebnissen gekommen, «welche Massnahmen im Einzelnen zu treffen und welche Ressourcen einzusetzen sind.»

Fluchtwege für 86’000 Personen

Uneinigkeit im OK gab es auch in puncto Fluchtwege, sollte die grosse Menschenmenge das Gelände notfallmässig verlassen müssen. Dass die Entfluchtung lediglich auf eine Arenagrösse von 47’000 Personen ausgelegt sei, dem sei klar zu widersprechen. Für die Evakuation des Festgeländes sei die Gesamtzahl der Personen entscheidend, die sich dort zeitgleich aufhält, heisst es in der Mitteilung. Das seien 86’000 Personen, welchen verschiedene Fluchtwege offen stünden.

«Die getroffenen Lösungen entsprechen vollumfänglich den gesetzlichen Vorgaben und sind überprüft worden. Die ersten Übungen haben bereits stattgefunden», wird ausserdem Marcel Schaub, Abteilungsleiter Dienste und Sicherheit der Einwohnergemeinde Pratteln zitiert.

«Wir garantieren eine 100-prozentige Sicherheit»

Matthias Hubeli, Geschäftsführer des ESAF Pratteln, ist über die Vorwürfe erstaunt: «Wir wissen nicht, aus welchem Grund Müller auf diese Aussage kommt. Er hat die Sicherheitsvorkehrungen begleitet und das Konzept mit uns weiterentwickelt». Müller kritisiert vor allem den südlichen Teil des Geländes. Dort seien die Fluchtwege zu eng. Stimmt nicht, sagt Hubeli; weiter betont er: «Der südliche Teil ist eine Herausforderung. Wir installieren dort aber drei Brücken. Zwei werden explizit für eine allfällige Evakuierung aufgestellt».

Noch gebe es aber Mängel zu begleichen: «Der genaue Aufbau der Terrorsperren muss noch überprüft werden. Diese dürfen die Leute bei einer allfälligen Evakuierung nicht behindern», erklärt Hubeli.

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