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Der Telebasel News-Beitrag vom 2. Juni 2022.
Basel

Soup & Chill ruft um Hilfe: «Unser Personal ist am Anschlag»

Die Gästezahlen bei Soup&Chill steigen von Tag zu Tag. Das Personal sei am Anschlag und das Geld fehle. Der Kanton lehnte einen Antrag auf Finanzhilfe nun ab.

Am Montag empfing Soup&Chill zwischen 17 und 19 Uhr 173 Gäste, davon 100 Geflüchtete aus der Ukraine. Die Gästezahl steige von Tag zu Tag, heisst es in einer Mitteilung von Soup&Chill vom Dienstag. «Unser Personal ist am Anschlag. Es ist nicht nur die Zahl der Menschen, die fordernd ist: Es geht auch um den sehr sensiblen Umgang mit Geflüchteten», heisst es weiter. Ausserdem gebe es eine Verdrängung der Stammgäste.

Da die Gassenküche an Wochenenden und Feiertagen geschlossen ist, sei Soup&Chill an diesen Tagen abends die einzige Verpflegungsstelle.

Kanton lehnt Antrag auf Finanzhilfe ab

Ein Antrag auf Finanzhilfe wurde am Freitag vom Kanton Basel-Stadt abgelehnt: «Aus Sicht des Kantons besteht im Sommer kein vergleichbarer Bedarf nach einem warmen Aufenthaltsort mit Verpflegung wie im Winter.» Soup&Chill sagt aber, dass der Name «Wärmestube» für die abendliche Verpflegung und einen sozialen Treffpunkt stehe – «und beides braucht es auch im Sommer».

Zudem lehnte der Kanton eine «Sonder-Unterstützung» für die Verpflegung von Geflüchteten aus der Ukraine ab. Begründet wird dies damit, dass es nicht Aufgabe des Kantons sei, neben der Ausrichtung der finanziellen Unterstützung durch die Sozialhilfe zusätzlich Lebensmittelabgaben oder Verpflegungsangebote für Flüchtlinge zu finanzieren. «Eine Finanzierung für eine bestimmte Flüchtlingsgruppe würde zudem eine nicht unproblematische Ungleichbehandlung darstellen», schreibt der Kanton in seiner Antwort weiter.

«Wir brauchen dringend Unterstützung»

Soup&Chill habe kein Geld mehr: «Wir brauchen dringend Unterstützung, um weiterhin arbeiten zu können.» Weiter schreiben die Verantwortlichen: «Die derzeitige Situation erfordert unbürokratisches Handeln und Soforthilfe für Institutionen, die spontan und bedarfsorientiert helfen.»

Auch die Lebensmittelabgabe «Dienst am Nächsten» (DaN) hat mehr Kunden:

Der Telebasel News-Beitrag vom 7. Mai 2022.

Auch andere Institutionen sind am Limit. So beispielsweise die Lebensmittelabgabe «Dienst am Nächsten» (DaN). Da inzwischen fast doppelt so viele Familien den DaN in Anspruch nehmen, fehlt es der Institution an Lebensmitteln. Telebasel berichtete.

4 Kommentare

  1. Es gibt ja genug Geflüchtete die nichts zu tun haben. So könnten sie ja auch dort mithelfen und sich für ihre Landsleute einsetzen. Mal was zurück geben nicht nur fordern..Report

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