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Der Telebasel News-Beitrag vom 31. Mai 2022.
Basel

Aus dem RFV wird das Musikbüro Basel

Der 1994 gegründete Rockförderverein will neu als Musikbüro Basel gezielter und für alle ersichtlich neue Gebiete in der Musikförderung erschliessen.

Im Zusammenhang mit der Umsetzung der sogenannten Trinkgeldinitiative rechnen die Verantwortlichen auch mit mehr Gelder für den Fördertopf.

Mit dem Begriff «Rock» waren die Verantwortlichen des Fördergremiums schon lange nicht mehr zufrieden. An einer Medienkonferenz am Dienstag präsentierte das Führungsquartett denn auch mit zwei Musikeinlagen etwas von der Bandbreite der berücksichtigten Musik: Vom erdigen Blues des Altmeisters Roli Frei ging es zur Elektro-Ballade der jungen Songwriterin Linda Wolff, einer der aktuellen Trägerinnen des Soundclinic-Nachwuchspreises.

Die Bandbreite geht weiter, sie reicht vom Black Metal bis zum Techno – «eigentlich alles ausser Jazz und Klassik», wie Geschäftsführer Alain Schnetz sagte. Auch eine Schlagersängerin wie Sarah-Jane könne sich um eine Auszeichnung, wie den zweijährlich vergebenen Pop-Preis bewerben – sie müsse aber natürlich wie alle vor einer Fachjury bestehen, so Schnetz.

Die Bandbreite hat den Verein dazu bewogen, sich auf den 1. Juni 2022 in Musikbüro Basel umzutaufen. Und zugleich eine Art Relaunch zu vollziehen, ohne auf die bewährten Fördergefässe zu verzichten. Dazu gehören unter anderem Beratung, Business Support für Musikerinnen und Musiker sowie Bands und die spezifischen finanziellen Auszeichnungen vom Anerkennungspreis für gestandene Protagonistinnen und Protagonisten bis hin zum Austauschprogramm mit der Romandie unter dem Begriff «Resonate».

Hybrider Aufgabenbereich

Geblieben ist der hybride Aufgaben- und Auftrittsbereich der Institution. Auf der einen Seite ist das Musikbüro eine politische Lobbyvereinigung und eine erweiterte professionelle Selbsthilfegruppe für die Populärmusikszene. Auf der anderen Seite hat es von den beiden Kantonen Basel-Stadt und Baselland den Auftrag, Fördergelder zu verteilen.

Mit der jährlichen Ausschüttung von 370’000 Franken ist das nicht gerade viel. Die Verantwortlichen setzen hier viel Hoffnung auf die Umsetzung der Trinkgeldinitiative, die erfolgreich mehr Fördergelder für Jugend- und Alternativkultur verlangte.

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