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Der Telebasel News-Beitrag vom 30. Mai 2022.
Region

Jugendliche und Nationalräte an einem Tisch

Im Rahmen der Kampagne «Verändere die Schweiz» können Jugendliche politische Ideen einbringen. Bis ganz nach oben geschafft hat es die Idee einer Baslerin.

Sie sind erst zwischen 14 und 25 Jahre alt, diskutieren aber bereits zusammen mit den höchsten Schweizer PolitikerInnen: Jährlich können junge Menschen ihre politischen Ideen und Vorschläge in Bundesbern einbringen. Organisiert wird der Anlass vom Dachverband Schweizer Jugendparlamente.

Aus rund 200 eingereichten Ideen haben elf NationalrätInnen jeweils eine davon ausgewählt. Am Montag wurden die Ideen gemeinsam mit den Jugendlichen besprochen, so auch jene von der WMS-Schülerin Donika aus Basel.

«Gleichberechtigung muss konsequent durchgezogen werden»

Die 20-jährige stört sich daran, dass es beim Militär keine Gleichberechtigung gebe. Entweder müsse das Militär für Männer und Frauen obligatorisch sein, oder für beide freiwillig. «Uns ist es wichtig, dass das Thema Gleichberechtigung in allen Bereichen konsequent durchgezogen wird. Nur so kann eine Veränderung stattfinden», sagt Donika. Diese Meinung teilen auch zwei junge Frauen aus dem Aargau und Graubünden. Zusammen haben sie die Idee eingereicht.

Auf die Frage, ob sie den Militärdienst dann auch machen würde, muss die junge Baslerin zuerst lachen. Nach ein paar Sekunden antwortet sie mit Ja. «Das Problem ist, dass man belächelt wird. Wenn es eine Pflicht gäbe, dann würden es alle als normal ansehen».

Unterstützt wird ihr Anliegen von der Zürcher GLP-Nationalrätin Corina Gredig: «Es isch schon so, dass der Staat relativ früh vorgibt, was für Rollen für Frauen und Männer vorgesehen sind. Ich finde, dies sollte nicht der Fall sein».

Zwei junge Zürcherinnen überzeugen Sarah Wyss

Am Anlass dabei gewesen ist auch die Basler Nationalrätin Sarah Wyss. Sie hat sich für die Idee zweier junger Zürcherinnen entschieden. Diese finden, dass SchülerInnen in der Schule über psychische Krankheiten zu wenig aufgeklärt werden. Es brauche an Schulen deshalb mehr und vor allem bessere Aufklärungen dazu. «Ich finde die Idee sehr gut. Es wird diesbezüglich noch zu wenig gemacht», sagt Wyss.

Klar ist: Nicht alle Ideen schaffen es ganz nach oben. Ein Zeichen setzen die Jugendlichen damit aber allemal.

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