Die Rehe auf dem Friedhof Hörnli sorgen weiterhin für Diskussionen. (Bild: Screenshot Telebasel)
Basel

Erneuter Widerstand gegen Hörnli-Rehe

Die Rehe auf dem Hörnli durften vorerst bleiben. Da die Schäden jedoch nicht abnehmen, verlangt LDP-Grossrat Lukas Faesch nun Antworten von der Regierung.

«Man würde diese Zustände in anderem Zusammenhang ohne weiteres als massive Störung der Totenruhe und Grabschändung bezeichnen», schreibt LDP-Grossrat Lukas Faesch in einer Interpellation zur Situation auf dem Hörnli am Dienstag. Einmal mehr sind die dort lebenden Rehe der Stein des Anstosses. Nun will Faesch erneut Antworten von der Regierung. Die Situation sei nicht mehr tragbar.

Neben entwurzelten Pflanzen, kaputten Blumenschalen und umgestossenen Grabkerzen, seien auch die Tiere selbst in einem desolaten Zustand. Die Population der anwesenden Tiere habe sich zudem in kürzester Zeit massiv vergrössert. Waren es im 2015 noch 15 Tiere geht Faesch nun von bereits zirka 60 Tieren aus. Gründe dafür seien die im Überfluss vorhandene Nahrung und das geschützte Umfeld. Durch die wiederholte «Inzucht» seien die Tiere geschwächt und und hätten keine Scheu mehr vor Menschen.

Rehpopulation ist schon länger ein Thema

Im Mai 2020 wollte die Stadtgärtnerei bereits eingreifen und die Tiere abschiessen. Es formierte sich jedoch schnell eine Opposition. Für die Besuchenden war ein Abschuss keine Option. Tierschützer sammelten gar Unterschriften dagegen und die Rehe wurden verschont. Stattdessen wurden Friedhof-Gitter installiert, um die Schäden an den Blumen einzudämmen. Zudem wurde ein runder Tisch mit verschiedene Organisationen installiert. Das Ziel: Für die Rehe eine nachhaltige Lösung finden. Bisher jedoch noch ohne griffige Resultate. 

(Der Telebasel News Beitrag vom 27. März 2022)

7 Kommentare

  1. Jedes Jahr im Frühjahr erscheinen sie wieder – die meckernden Kommentare über die , ach so argen «Hörnli» –
    Rehe welche soooo viel zerstören . Und so bin ich persönlich der Meinung , nichts ist einfacher , als über ein
    Geschöpf zu wettern , welches sich persönlich ja nicht äussern oder wehren kann dazu . Den Wildtieren wird
    stetig mehr von ihrem Lebensraum weggenommen . Zudem wird der angrenzende Hörnliwald rege benutzt
    von Bikern , Töfflifahrer , Joggern , freilaufenden Hunden , wie auch von herumgröhlenden Jugendlichen , dies
    auch in den Abendstunden . Wie sollen sich Wildtiere an einem solchen Ort sicher fühlen ? Zudem haben wir ,
    so glaube ich sagen zu dürfen , grössere Probleme die anstehen , wie ein paar zerrupfte Pflanzen welche neugepflanzt werden müssen . Dieses Problem besteht ja hauptsächlich im Frühling . Es könnte ja auch einmal überlegt werden Vergissmeinnicht anzupflanzen , die lieben die Rehe nicht sonderlich .Und ob die Pflanzen ,
    ob der stetig grösseren Hitze verdorren oder die Rehe sich noch ab der genüsslichen Mahlzeit etwas erfreuen,
    sei dahin gestellt . Wie schon erwähnt , wir haben in der Stadt Basel aber inzwischen grössere Probleme . Ko-
    mischerweise stört dies die Damen und Herren des Grossen Rates nicht gross . Die Stadt verdreckt stetig als
    wie mehr , Hauswände die als wie mehr versprayt werden , dies auch an neurenovierten Gebäuden , überall
    Papier und Abfall welcher herum liegt und….und…..und… Früher war die Stadt noch lieblich , leider gehört dies seit einiger Zeit der Vergangenheit an . ABER – eines der grössten Probleme sind ja anscheinend die
    abgefressenen Grabpflanzen und dabei noch von Grabschändung und Störung der Totenruhe zu reden oder schreiben – oh Herrjeeh – soll sich jeder dazu seine eigene Meinung bilden über diese Äusserung von Herrn
    Grossrat Faesch .Report

  2. Es sind nicht die Rehe, die sich unkontrolliert vermehren, sondern der Mensch. Es ist auch der Mensch, der den Lebensraum aller Wildtiere, immens verkleinert! Mich stören die Rehe sicher nicht! Ich finde sogar, dass die Rehe den traurigen Ort etwas lieblicher machen.Report

  3. Unbedingt die Flinten laden und diese lästigen Tiere abknallen und Weidmannsheil ausrufen, danach ein Saufgelage veranstalten und Glücklich und Zufrieden weiterleben bis dass der Tod euch scheidet.Report

  4. Der Friedhof steht am Waldrand und reicht in den Wald hinein,was erwartet Ihr denn??
    Mir öffnet sich jedesmal das Herz, wenn ich ein Reh auf dem Hörnli sehe, im Wald sieht man dank den Mountainbiker keine Rehe mehr, kein Wunder flüchten sich alle ins Hörnliareal. Wäre vielleicht auch mal zu überdenken, das WARUMReport

  5. Ich schmunzle jedes Mal, wenn bei einem Grabbesuch die Rosen-Köpfe weg sind. Aha, die Rehe. Was ist denn das für ein Luxus-Problem ?Report

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