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Der Telebasel Newsbeitrag vom 13. Mai 2022. (Video: Telebasel)
Basel

Geflüchtete Ukrainerin schneidet Haare in der Aeschenvorstadt

Viele Ukrainische Geflüchtete suchen Arbeit in Basel. Doch das Arbeitsamt beäugt die Anstellungsbedingungen genau.

«Nice to meet you», sagt Oksana Adzhamko starahlend zur Kundin, die im Coiffeurstuhl sitzt. Das kommunizieren mit den Schweizer Kundinnen fällt ihr noch etwas schwer. In der Ukraine hatte sie einen eigenen Salon mit sechs Angestellten, dann kam der Krieg. Oksana Adzhamko liess alles zurück, wegen ihren Kindern, wie sie sagt.

Sie ist in der zweiten Woche ihres vierwöchigen Praktikums im Salon «Kopfwerk» in der Aeschenvorstadt. Am Probetag hatte Oksama die Leiterinnen de Salons überzeugt: «Wir haben gesehen, dass sie fachlich auf hohem Niveau arbeitet. Sie haben in der Ukraine eigentlich einen ähnlichen Stil zu arbeiten, es ist aber alles ein wenig festlicher, da muss sie bei uns einen Gang runterschrauben», so Michele Meier.

Gleiche Konditionen für alle

Angestellt werden muss Oksana Adzhamko nach dem Praktikum zu den gleichen Bedingungen, wie ihre Schweizer Kolleg:innen, auch wenn sie wegen den sprachlichen Defiziten noch nicht voll eingesetzt werden kann. «Sie müssen auch bei anderen Mitarbeitern eine Einarbeitungszeit in Kauf nehmen. Es geht darum den Arbeitsmarkt zu schützen», erklärt die Leiterin des Amtes für Wirtschaft und Arbeit, Nicole Hostettler.

Damit das eingehalten werden kann, müssen die Arbeitgeber beim Kanton eine Arbeitsbewilligung einholen. Darum hat Nicole Hostettler auch einen guten Überblick, was für Stellen die 28 Ukrainer:innen in Basel angetreten haben. Ein Trend zeige sich hierbei aber nicht «Von Uni bis Logistik, über Gastronomie, Pflege aber auch Lehrer. Also Berufe, wo Fachkräftemangel herrscht», so Hostettler. Für die Geflüchteten aus der Ukraine hat der Kanton eine Website mit Informationen zusammengestellt

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