Eine Komposition der Regio-S-1-Linie 2013 am Bahnhof von Laufenburg. (Archivbild: Keystone)
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Aargauer Regierung schlägt Alternative zu mehr Zügen nach Laufenburg vor

Die Aargauer Regierung ist vom Halbstundentakt zwischen Stein-Säckingen und Laufenburg nicht überzeugt. Sie bringt eine Bus-Alternative aufs Tapet.

Die Aargauer Regierung ist nicht überzeugt, dass die 2018 vom Grossen Rat geforderte Einführung des Halbstundentakts auf der S-Bahn-Linie 1 zwischen Stein-Säckingen AG und Laufenburg AG kurz- und mittelfristig gut ist. Sie stellt dem Ausbau des Zug-Fahrplans in einer Anhörung eine Bus-Alternative entgegen.

Wie die Staatskanzlei am Freitag mitteilte, will sich der Regierungsrat weiter dafür einsetzen, dass der Halbstundentakt auf dem Ast Stein-Säckingen-Laufenburg ins nächste Bahn-Ausbauprogramm des Bundes aufgenommen wird.

Wegen dem ungenügenden Kosten-/Nutzenverhältnis fand der Ausbau der S1 im Fricktal bisher keinen Eingang in die von den Eidgenössischen Räten beschlossenen Ausbauschritte.

Wenn der Kanton Aargau den Ausbau der Bahninfrastruktur allein tragen müsste, bedeutete dies Kosten von rund 60 Millionen Franken, schreibt die Staatskanzlei. Dazu kämen jährlich wiederkehrende Abgeltungen von rund zwei Millionen. Deshalb befürwortet die Kantonsregierung kurz- und mittelfristig einen Ausbau des regionalen Busnetzes.

Obwohl die Aargauer Regierung also kurz- und mittelfristig für mehr Busse statt Züge bei Laufenburg einsteht, plant sie, dem Grossen Rat zwei Varianten vorzulegen. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Anhörungsbericht hervor.

Die erste Variante besteht darin, dass die Bahninfrastruktur für 61 Millionen Franken ausgebaut und zwischen Stein-Säckingen und Laufenburg ein zusätzlicher Zug im Shuttle-Betrieb eingeführt wird.

Die zweite Variante besteht darin, dass sich der Aargauer Regierungsrat beim Bund für die Aufnahme dieser Linie ins sogenannte FABI/STEP-Bahnausbauprogramm des Bundes einsetzt und in der Zwischenzeit ein attraktives Busangebot aufzieht.

Wie die Anträge an den Grossen Rat genau ausfallen, will die Aargauer Regierung nach der Anhörung entscheiden. Diese dauert bis zum 21. August. Die Beratung im Kantonsparlament erfolgt voraussichtlich im letzten Quartal dieses Jahres.

Busse zum ESP Sisslerfeld

Unbestritten sei, heisst es in der Mitteilung der Staatskanzlei, dass der grösste Entwicklungsschwerpunkt (ESP) des Kantons Aargau, das Sisslerfeld, mit Bussen über den ÖV-Knoten Stein-Säckingen erschlossen werde. Das Gebiet Sisslerfeld erstreckt sich über die vier Gemeinden Eiken, Münchwilen, Sisseln und Stein.

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