Die Basler SVP fordert seit Längerem, dass die Unterführung bei der Heuwaage mit Kameras überwacht wird. (Symbolbild: Keystone)
Basel

Vergewaltigungsprozess: Braucht es Videoüberwachung bei der Heuwaage?

Die SVP fordert eine Videoüberwachung in der Unterführung bei der Heuwaage. Im Vergewaltigungsfall hätte dies beim Fällen des Urteils geholfen, so die Partei.

Im Vergewaltigungsprozess vom Oktober 2021 wurde der Beschuldigte am Freitagvormittag vom Basler Strafgericht von den Hauptvorwürfen freigesprochen.

Dem Beschuldigten wurde vorgeworfen, damals eine Frau in der Unterführung bei der Heuwaage vergewaltigt und zuvor eine weitere sexuell belästigt zu haben. Begründet wurde der Freispruch vom Gericht dadurch, dass die Beweismittel den Beschluss nicht zulassen, dass es damals im Herbst bei der Unterführung nicht zu einvernehmlichem Geschlechtsverkehr kam. «In dubio pro reo» – im Zweifel für den Angeklagten, so das Fazit der Richterin.

SVP fordert Überwachung

Die Basler SVP fordert bereits seit vergangenem Oktober, dass die Unterführung am Lohweg temporär mit Kameras überwacht werden soll. Das Gebiet rund um die Heuwaage und das Nachtigallenwäldeli bis hin zum Birsig-Viadukt sei zum «Kriminalitäts-Hotspot» geworden, schreibt die SVP. Eine Videoüberwachung in der Unterführung hätte für ein faires Urteil geholfen, lautet die Reaktion der Partei auf den Urteilsspruch vom Freitag.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Mehr aus dem Channel