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Reiches Vereinsleben, arme Stadtkasse: Im Talk treffen Kevin Müri (Pro) und Dominik Beeler (Contra) aufeinander. (Bild: zVG)
Baselland

Streit im Talk um die Liestaler Stadthallen-Initiative

Die Stadthalle ist Stadtgespräch. Am 15. Mai stimmt Liestal ab. Dem Initiativkomitee aus Kultur- und Sportvereinen steht die etablierte Politik entgegen.

Wichtig: Am 15. Mai stimmt Liestal nicht über eine neue Stadthalle ab sondern nur darüber, ob Politik und Behörden ein solches Projekt weiterverfolgen und zur Beschlussreife bringen müssen. Initiativtext: «Der Stadtrat von Liestal wird beauftragt, die Prüfung der planerischen, finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen für die Errichtung einer Liestaler Stadthalle an die Hand zu nehmen. Dies mit dem Ziel, dass der Einwohnerrat bzw. die Stimmbevölkerung innert zwei Jahren über eine Abstimmungsvorlage betreffend der Realisierung der Stadthalle entscheiden kann.» 1’070 Personen haben die Initiative unterzeichnet.

Vereinsaktivitäten können nicht ausgeübt werden

Ein breit abgestütztes Initiativkomitee aus Kultur, Sport steht hinter diesem nichtformulierten Begehren. Diese Stadthalle soll für Konzerte, Theater, Chöre, Tanzgruppen, Sport, Versammlungen (Politik und Wirtschaft), usw. dienen. Bis zu 1’500 Personen sollen darin Platz finden. Die Initianten berufen sich auf Umfragen, die einen dringenden Bedarf ergeben hätten. Diverse Räumlichkeiten seien ausgebucht oder ungeeignet. Vereinsaktivitäten könnten nicht ausgeübt werden: Es fehle an Trainings-, Probe- und Auftrittsmöglichkeiten. 60 so unterschiedliche Gruppierungen wie die IG Chienbäse, die Rotstab-Clique, aber auch Judo-Vereine, dr FC Liestal, Stadtmusik Liestal, Chöre, Orchester sind auf der Initiativplattform eingetragen.

Fast alle Parteien dagegen, wegen den hohen Kosten

Den Vereinen steht die Politik gegenüber. Der Stadtrat, der Einwohner, die zuständige Kommission lehnen das Projekt ab. Einen Ort für eine Stadthalle zu finden, sei schwierig. Der Hauptgrund aber sind die Kosten. Die defizitären Finanzen kein derartiges Projekt mit Baukosten zwischen 13 und 20 Millionen Franken. «Die Stadt Liestal kann schon heute die gemäss lnvestitionsplan dringend notwendigen lnvestitionen in die Hochbauten nicht ohne grossen Schuldenaufbau finanzieren.» Die BZ schrieb kürzlich: «Das Nein-Komitee, bestehend aus fast allen Einwohnerratsparteien (SP, Grüne, GLP, Mitte, EVP, FDP), sagt in einer Mitteilung zwar, man schätze das Engagement der Vereine für das gesellschaftliche und kulturelle Leben in Liestal.» Zudem seien die Wünsche und Bedürfnisse zu vielfältig, um sie mit einer solchen Halle zu erfüllen.

Im Talk am Freitag, 6. Mai 2022, 18:45 Uhr: Kevin Müri (IG-Stadthalle, Pro) und Dominik Beeler, Einwohnerrat Grüne Liestal (Contra).

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