Die Gruppe Wolf Schweiz führt die positive Bilanzauf den ausgebauten Herdenschutz zurück. (Bild: Keystone)
Schweiz

Sechs gerissene Tiere pro Wolf

Pro Wolf sind im vergangenen Jahr sechs Nutztiere gerissen worden. Die Zahl ist seit Jahren rückläufig.

148 Wölfe rissen im letzten Jahr 853 Nutztiere. Um die Jahrtausendwende hätten sechs Wölfe noch zweihundert Tiere gerissen, teilte die Gruppe Wolf Schweiz am Freitag mit. Dies obschon die Anzahl Nutztiere stabil geblieben sei.

Die positive Bilanz führte die Gruppe auf den ausgebauten Herdenschutz zurück. In der Schweiz seien zuletzt 250 Herdenschutzhunde und dutzende Kilometer wolfsabweisende Zäune eingesetzt worden.

Die Gruppe Wolf Schweiz bietet nach eigenen Angaben Hand für eine pragamatische Regulierung des Wolfes, wenn zuvor Herdenschutzmassnahmen getroffen wurden. Sie betonte, dass eine Regulierung keinen Herdenschutz darstelle.

Der Verein Schweiz zum Schutz der ländlichen Lebensräumen vor Grossraubtieren berichtete am Freitag seinerseits, dass im diesem Jahr bereits im Kanton Tessin 50 Nutztiere und im Kanton Wallis 30 Tiere von Wölfen gerissen worden seien.

In einem offenen Brief an Bundesrätin Simonetta Sommaruga bat der Verein, die Abschussbewilligungen für Wölfe «unbürokratisch» zu erteilen. Auch forderte der Verein den Bundesrat dazu auf, Wolfsrudel in der Nähe von Siedlungsgebieten «zielführend zu regulieren».

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