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Der Telebasel News Beitrag vom 27. April 2022.
Basel

Hallenbad statt Musical Theater: «Der traurigste Entscheid der Basler Regierung»

Aus dem Musical Theater soll ein Hallenbad werden. Der Basler Veranstalter Thomas Dürr kritisiert die Basler Regierung scharf.

Das Musical Theater Basel ist bald Geschichte: Die Basler Regierung möchte bei der bestehenden Parzelle beim Messeplatz das seit Jahren geforderte 50-Meter-Schwimmbecken realisieren lassen. Dies teilte die Basler Regierung am Dienstag mit.

Vorgesehen sind im neuen Hallenbad zudem ein Sprungbecken, ein Attraktions-Becken, Wasserflächen für Kleinkinder und eine Besuchertribüne. Auch weitere Nutzungen wie ein Café oder Läden sind möglich. Die neue Schwimmhalle kann gemäss heutigem Stand frühestens 2029 bezogen werden.

Ein substanzieller Mehrwert

Als Trainingsstätte für Vereine schaffe das neue Hallenbad in dem dicht besiedelten Wohnquartier einen substanziellen Mehrwert, heisst es weiter. Zudem würde der heute wenig genutzte Ort dadurch belebt.

Der Kanton, der Eigentümer der Parzelle ist, will Teile des bestehenden Gebäudes weiternutzen. Für weitere Abklärungen des Projekts hat die Basler Regierung 200’000 Franken bewilligt. Damit sollen unter anderem die konkreten Kosten und die bauliche Machbarkeit abgeklärt werden. Danach soll der Grosse Rat über den Projektierungskredit entscheiden.

Neue Schwimmhalle als Dauerthema

Im Kanton Basel-Stadt ist die Forderung nach einer neuen Schwimmhalle ein Dauerpolitikum. Vor Kurzem war eine Initiative für eine 50-Meter-Schwimmhalle in Basel eingereicht worden.

Ausser einer temporären Überdachung eines Schwimmbeckens im Gartenbad Eglisee in den Wintermonaten gibt es in Basel-Stadt keine 50-Meter-Schwimmhalle. Und das Hallenbad Rialto wird ab dem 1. Mai 2022 bis voraussichtlich Ende August 2024 wegen Sanierung geschlossen sein.

Nicht nur Freude herrscht

Die ersten Reaktionen sind nicht nur positiv. So spricht zum Beispiel Thomas Dürr von Act Entertainment, einer der grössten Konzertveranstalter des Landes und langjähriger Veranstalter im Musical Theater, auf Anfrage von Telebasel von einem «Skandal». Das Musical Theater sei das «beste Theater der Schweiz». In zehn Jahren würde die Stadt vermutlich wieder ein solches Theater bauen müssen, weil es eine solche Bühne nicht mehr gebe, aber brauche.

17 Kommentare

  1. Sehr schlechte Entscheidung der mittlerweile arroganten Regierung zu Basel. Kultur zu vernichten ist übel wie Bäume abholzen durch die das Mitte-Mädel. Und ein Mega-Schwimmbad braucht es seit einem halben Jahrzehnt.Report

  2. Ich bin eine Kulturliebhaberin aber auch eine leidenschaftliche Schwimmerin und freue mich deshalb, dass endlich Bewegung in das Thema Hallenbad kommt. Jede kleine Baselbieter Gemeinde hat ein Hallenbad, nur die Stadt Basel schafft es, nur ein Hallenbad für die ganze Bevölkerung zur Verfügung zu stellen.Report

  3. Endlich etwas für alle, anstatt nur für die zugezogenen, eingeschnappten Kulti-Sozis von Links. Und nehmt doch bitte dem Konkursverein MCH die übrigen Hallen ab, dort passt auch ein (Musical-)Theater rein, und die BVB muss denen keine Märchenbeträge für die Busgarage bezahlen. Übergeordnetes Denken fehlt in Basel komplett.Report

  4. Nicht nachvollziehbar ist diese „Idee“, echt jetzt? Für mich wäre es eine Schande für Basel, welche doch eine Kulturstadt sein soll!!! Da müsste man nochmals über die Bücher!!! Bei diesem wunderbaren Musicaltheater den Zweck zu ändern ist einfach hirnrissig und unverzeihbar! Von den Kosten gar nicht zu reden. Bitte, findet eine andere Lösung.Report

  5. Basel tickt nicht richtig. Anstatt Musical Halle einfach Hallenbad. Basel ist schon tot genug und jetzt werden die Veranstaltungen vermehrt nach Zürich gehen. Auch das Drummeli in Zürich aber ohne Basler (Cliquen )Report

  6. Profitieren wird natürlich Zürich – einmal mehr. Dann werden die Zürcher ihr Musical Theater umso besser auslasten. Basel wieder ein Stück mehr langweiliger.Report

  7. Irrsinn so was. Die stadt wird immer schlimmer. Es wird entschieden ohne rücksicht. Warum wird das volk nicht gefragt, die zahlen mit ihren steuern.so langsam reichts.Report

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