Ausgezählt werden die Stimmen ab dem 7. Juni, die Migros wird die Ergebnisse nach eigenen Angaben voraussichtlich Mitte Juni bekannt geben. (Bild: Keystone)
Schweiz

Mehrheit will laut Umfrage keinen Alkohol in der Migros

Die Schweizer Bevölkerung steht laut einer Umfrage im Auftrag von Tamedia und 20 Minuten dem Verkauf von Alkohol in der Migros eher skeptisch gegenüber.

Gemäss der am Montag publizierten Erhebung sind 58 Prozent klar oder eher dagegen, 38 Prozent sind dafür. Der Anteil jener, die keine Angaben machten, liegt laut dem Unternehmen Leewas, das die Umfrage durchführte, bei 4 Prozent. Besonders stark lehnen demnach Ältere eine Änderung ab, bei den über 65-Jährigen beträgt der Nein-Anteil 67 Prozent. Auch bei den Personen zwischen 50 und 64 und den 35 bis 49-Jährigen zeigt die Umfrage Nein-Mehrheiten von 61 respektive 55 Prozent.

Nur gerade bei den Befragten zwischen 18 und 34 gibt es eine relative Ja-Mehrheit von 48 Prozent. Zugleich sagten jedoch 45 Prozent, sie seien gegen den Alkoholverkauf in der Migros.

Die rund 2,3 Millionen Mitglieder der zehn regionalen Migros-Genossenschaften können bis am 4. Juni in Urabstimmungen über die Frage befinden. Laut der Website des Detailhändlers erhalten sie die Unterlagen Anfang Mai zugeschickt. Ab dem 16. Mai kann zudem auch in den Migros-Filialen abgestimmt werden.

Zwei-Drittel-Mehrheit benötigt

Ausgezählt werden die Stimmen ab dem 7. Juni, die Migros wird die Ergebnisse nach eigenen Angaben voraussichtlich Mitte Juni bekannt geben. Das seit über hundert Jahren bestehende Alkoholverbot bei der Migros wird nur aufgehoben, wenn sich dafür eine Zwei-Drittel-Mehrheit findet.

Tamedia und 20 Minuten erhoben die Einstellungen zum Alkoholverkauf im Rahmen ihrer zweiten Umfrage zu den eidgenössischen Abstimmungen am 15. Mai. Deren Ergebnisse wurden ebenfalls am Montag veröffentlicht.

Insgesamt nahmen 9’673 Personen an der Online-Umfrage teil. Durchgeführt wurde sie am 19. und 20. April. Leewas gewichtete die Daten anschliessend so, dass die Ergebnisse für die Gesamtbevölkerung repräsentativ sei. Der statistische Fehlerbereich liegt bei +/-1,7 Prozentpunkten.

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