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Der Telebasel News-Beitrag vom 21. April 2022
Basel

«Volle Pulle Pop und Soul» Die BScene feiert 25-Jahr-Jubiläum und erfindet sich neu

Die BScene wäre letztes Jahr 25 geworden. Dieses Jahr wird nachgeholt. Jedoch anders als gewohnt, sie findet auf dem Kaserneareal statt.

Die BScene nur auf dem Kasernenareal? Ein Konzept, welches die BScene tatsächlich schon seit ein paar Jahren anstrebt. Wegen Corona konnte diese Reorganisierung jedoch noch nie durchgeführt werden. Das Jubiläum ist deshalb zugleich auch Premiere.

«Fokus auf das Publikum verlagern»

Ist das noch die Clubkultur und Vielfalt, welche die BScene seit ihrer Gründung widerspiegelt hat? Das mag man sich an dieser Stelle fragen. Festival-Präsident Tobias Metzger sieht darin keinen Abstrich. Er erklärt, dass man über die Bücher gehen musste: «Damals gründete man die BScene mit vielen Clubs zusammen, weil es zu wenige Bühnen für zu viele Bands gab in der Stadt.» Es sei aber Zeit für eine Marktanalyse gewesen, denn heute sei die Situation eine andere. «Jetzt ist es eher so, dass es zu viele Bands aber zu wenig Platz fürs Publikum gibt. Von dem her musste sich der Fokus auf das Publikum verlagern.» Auch der langersehnte Wunsch nach einem Festival-Zentrum sei somit in Erfüllung gegangen, so Metzger.

Förderung durch Scouts

Was auch im neuen Konzept bleibt, ist der Anspruch, junge Künstlerinnen und Künstler zu fördern. Sein persönliches Highlight, erklärt Tobias, der auch fürs Netzwerk zuständig ist, sei der hohe Besuch aus den Niederlanden und aus England. «Ganz speziell dieses Jahr ist, dass wir zwei grosse Festivals aus Europa einladen konnten. Zum einen ist das der Head Of Booking des Eurosonic-Festivals, der zwei Tage persönlich vorbeikommt. Die Nervosität sei demensprechend gross, diese Gäste empfangen zu dürfen. Für die Bands am BScene eine riesen Chance, denn der ein oder andere internationale Gig könnte dabei rausschauen.

Ein Bouquet an regionalen KünstlerInnen

Internationale Acts sucht man fast vergeblich auf dem diesjährigen BScene-Programm. Stattdessen gibt es, ganz BScene originalgetreu, mehr Musik aus der Region. Zum Beispiel die Band Malummi, Trap-Künstlerin Lila Martini oder Singer- und Songwriter Sam Köchlin, als Sam Himself, der grosse Geschütze auffährt und mit dem Sinfonieorchester Basel zusammenspannt.

«Volle Pulle Pop und Soul»

Eine Künstlerin, die dieses Jahr zum ersten Mal an der BScene auftritt und damit das neue kHaus, den Kasernenhauptbau einweihen darf, ist Rhea König. Auch für sie ist die BScene ein Heimspiel. «Ein wenig Kindheit, bzw. Jugend muss man sagen. Ich bin oft an die BScene gegangen und habe auch schon als Helferin gearbeitet. Dieser Gedanke, dass irgendwann mein Zeitpunkt kommt – und endlich ist er jetzt da, das ist schon sehr speziell!» Nach drei Jahren Corona bedingter Pause, steht die Soulmusikerin wieder mit der ganzen Band auf der Bühne. «Ich freue mich riesig», so Rhea.

Ein «Lucky Strike»

Für die Musikerin ist dieses Wochenende doppelt aufregend. Ihr neuer Song «Lucky Strike» erscheint fast zeitgleich mit ihrer Premiere an der BScene. Das Publikum kommt bei Rhea König also sicherlich nicht zu kurz. «Volle Pulle Pop und Soul. So richtig wie man es sich vorstellt: Amerikanisch», Rhea lacht herzlich, als ihr dieser Satz über die Lippen kommt. Genau so leidenschaftlich klingt auch ihre Musik: Sinnliche Soundästhetik gepaart mit einer energiegeladenen Stimme. Die Hooks der Queen of Soul, Aretha Franklin, begleiten Rhea seit ihrer Kindheit – und das ist schwer zu überhören.


Und auch im Telebasel Talk geht es um die BScene. Zu Gast sind die Basler Rapperin Lila Martini und der Programmchef Dominik Thaller. 

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