Featured Video Play Icon
Der Telebasel Sonntags-Talk vom 17. April 2022.
Basel

Ukrainische Flüchtlinge, Organspende und Ostern

Flüchtlinge in Basel, Organspende und die Bedeutung von Ostern: Darüber diskutieren Frank Lorenz, Sarah Wyss und Lionel Battegay im Oster-Sonntags-Talk.

Flüchtlinge in Basel: Sind wir nur gebend?

Rund 27’000 Menschen sind seit Kriegsbeginn aus der Ukraine zu uns in die Schweiz geflohen. Was ändert sich in unserer Stadt, in unserem Mindset, durch die Geflüchteten aus der Ukraine? Nach der «Flüchtlingswelle» im Jahr 2015 kommen nun Menschen, die in Medienberichten als «uns näher» beschrieben werden. Sind sie aber nur «Hilflose», denen wir helfen müssen? Sind sie nicht auch «Gebende»? Ihr Mut und ihre Opferbereitschaft, nicht zuletzt ihre Kultur beeindrucken uns. Sie erinnern uns an Werte wie Widerstehen, resilient sein, Opfer bringen. Ein Karfreitagsmotiv.

(Video: Youtube/Akustikos Art Group)

Organspende: Wie lange gehört mein Körper mir?

Am 15. Mai stimmen wir über die erweiterte Widerspruchslösung bei Organtransplantationen ab. Heisst: Wenn ich nicht zu Lebzeiten mein Veto einlege, müsste ich damit rechnen, dass ab meinem Hirntod meinem Körper Organe entnommen werden. Bislang gilt: Organe könnten mir nur entnommen werden, wenn ich dies zu Lebzeiten festhalte. Dies wirft grundsätzliche und urchristliche Fragen auf. Gehört mein Körper mir? Wie lange? Wie lange darf ich darüber bestimmen? Wie lange gilt die garantierte körperliche Unversehrtheit, und wird sie nun relativiert? Behandeln wir unsere Körper als Ersatzteillager? Deutsche Landeskirchen schreiben: Die Organspende ist ein Akt der Nächstenliebe. Sind wir dazu also verpflichtet, wenn wir die Nächstenliebe ernst nehmen? Was bedeutet uns das: Seinen Körper geben – damit andere leben?

Nur Hase oder auch Jesus?

Die Christenheit feiert das Osterfest: Der Mensch als Gott überwindet den Tod. In unseren Breiten wird Ostern mehrheitlich wie ein verlängertes Wochenende behandelt: Partys, Grilladen oder das Staustehen bei der Fahrt ins Tessin. Gibt es noch Bezüge zu Bräuchen oder religiösen Bedürfnissen? Was sagt uns das: «Auferstehung»?

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Mehr aus dem Channel