Swissmedic prüfte die eingereichten Stabilitätsdaten und die angepasste Arzneimittelinformation. (Bild: Keystone)
Schweiz

Pfizer-Impfstoff zwölf statt neun Monate haltbar

Swissmedic hat die Haltbarkeit des Corona-Impfstoffs von Pfizer/Biontech von neun auf zwölf Monate verlängert. Es gab einem Gesuch des Herstellers statt.

Dazu prüfte das Heilmittelinstitut Swissmedic die eingereichten Stabilitätsdaten und die angepasste Arzneimittelinformation, wie es am Dienstag mitteilte. Die um drei Monate verlängerte Haltbarkeitsfrist gilt rückwirkend in Kraft, gilt also für alle derzeitig vorhandenen und zukünftigen Chargen. Die Zusammensetzung und die Lagerungsvorschriften bleiben unverändert.

Das Gesuch hiess Swissmedic gut, weil bei der Zulassung des Impfstoffs am 19. Dezember 2020 noch nicht genügend Erfahrungswerte zur Haltbarkeit vorlagen. Weitere Gesuche um Verlängerung der Haltbarkeitsfrist sind bei dem Institut hängig.

2021 hatte Pfizer/Biontech bei Swissmedic zweimal ein Gesuch für neue Lagerungsbedingungen gestellt. Das Heilmittelinstitut genehmigte Ende März 2021 die Lagerung bei Temperaturen zwischen minus 25 und minus 15 Grad. Im Juni 2021 bewilligte es die Lagerung von ungeöffneten aufgetauten Durchstechflaschen während maximal eines Monats in einem kontrollierten Kühlschrank bei bis zu 8 Grad.

Bisher 21 Millionen Dosen erhalten

Nach Angaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) hat der Bund bis Anfang April rund 21 Millionen Impfdosen erhalten, in den Lagern der Logistikbasis der Armee (LBA) und der Kantone befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch 7 Millionen Dosen.

Für das laufende Jahr stehen der Schweiz rund 34 Millionen Impfdosen zur Verfügung, 20 Millionen für das erste Halbjahr, 14 Millionen Dosen für die zweite Jahreshälfte. Die Lieferung erfolgt in Schritten.

Maximal 15 Millionen dieser Impfdosen sollen bis Mitte dieses Jahres an andere Länder weitergegeben werden, sollten sie in der Schweiz nicht benötigt werden. Diese Zahl bezieht sich vor allem auf bestellte und bezahlte, nicht aber in der Schweiz eingetroffene Impfungen. Abgelaufene Impfstoffe müssen vernichtet werden. Das wollen die Behörden verhindern.

Für 2023 hat der Bundesrat bereits 15 Millionen Dosen beschafft und sich eine Option für weitere 14 Millionen Dosen gesichert.

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