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Der Telebasel News-Beitrag vom 8. April 2022.
Basel

Durchbruch am Basler Augenspital: Gentherapie gegen Erblindung

Ein neues Medikament schützt Menschen mit einem Gendefekt vor der Erblindung. Das Augenspital Basel machte den ersten Eingriff in der Schweiz.

Menschen, die an einem Gendefekt leiden können nun dank der Gentherapie vor einer Erblindung geschützt werden. Diese Operation wurde in der Schweiz zum ersten Mal im Augenspital in Basel durchgeführt. Betroffen davon sind in der Schweiz momentan 15 Menschen .

Vorstellen kann man sich die Gentherapie etwa so: «Die Netzhaut ist der sehende Teil der Augen. Die Netzhaut hat ganz viele Gene, die sie braucht, um gut sehen zu können», erklärt der Chefarzt des Augenspital  Prof. Hendrick Scholl. «Jetzt kann es sein, dass eines dieser Gene ausgefallen ist und auch die Sehzellen nicht funktionieren. Der Patient sieht dementsprechend schlecht. Die Gentherapie setzt genau dort an, sie bringt das gesunde Gen zu der Sehzelle hin, damit die Netzhaut wieder sehen kann», erklärt Scholl weiter.

12-köpfiges Team führte Eingriff durch

Der Eingriff wurde von einem 12-köpfigen Team geleistet und ging 27 Minuten. «Die Nervosität war da, aber trotzdem liess sie sich niemand anmerken», so Scholl. Für den Eingriff wurde allerdings über eine Stunde eingeplant. «Wir haben uns für alles eingerichtet. Aber tatsächlich lief es ganz glatt», so der Chefarzt.

Mit dem Eingriff konnte gezeigt werden, dass ein gesundes Gen in die Zelle gebracht werden kann und damit die Sehzelle, die nicht funktioniert hat wieder zum funktionieren bringen, laut Scholl. «Die Tatsache, dass das gezeigt werden konnte, ermutigt andere Schritte, die wir in Basel unternehmen, um PatientInnen, die gar nichts mehr Sehen mittels Gentherapie wieder zum Sehen zu bringen», so Scholl.

2 Kommentare

  1. Schade !! Schöner Bericht. Nur leider keine weiteren Informationen für betroffene Personen im Text.
    – Wo, Wer, Wie, Was
    Antworten gibts hier auch keineReport

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