Schweiz

Oktoberfest lässt Inzidenzen in die Höhe schiessen

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Steigende Coronazahlen nach Start des Oktoberfests

Die Inzidenz in der Stadt München um gut 127 Prozent auf 547 gestiegen. Inzidenz nennt man die Zahl der positiven Tests pro 100’000 Personen innert sieben Tagen. Das ist weit mehr als der bayernweite Anstieg von 67 Prozent und auch mehr als der deutschlandweite von 44 Prozent, wie SRF berichtet.

Zahlreiche ExpertInnen sagten bereits im Vorfeld des Oktoberfests eine Wiesn-Welle vorher. Es lasse sich zwar derzeit kaum beweisen, dass der Anstieg der Neuinfektionen mit dem Volksfest zusammenhänge. Dennoch liegt ein Zusammenhang nahe: Auch in der Vergangenheit hat sich nach Grossanlässen häufig etwa eineinhalb Wochen nach Beginn ein deutlicher Anstieg der Inzidenzen gezeigt. Dieser hielt oft noch gut eine Woche an.

BAG meldet 16'826 neue Corona-Fälle innert einer Woche

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von sieben Tagen 16’826 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG sieben neue Todesfälle und 212 Spitaleinweisungen.

Vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 13’718 bestätigte Neuinfektionen, 154 Spitaleintritte und 6 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 22,7 Prozent gestiegen. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 37,7 Prozent zu.

Aktuell befinden sich in den Spitälern insgesamt 598 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 73,1 Prozent. 4,9 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen vier Wochen 662,7 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet.

69,3 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind mittlerweile vollständig geimpft. Weitere 1,0 Prozent haben eine erste Dosis erhalten. Von der Gesamtbevölkerung haben 44,4 Prozent auch eine sogenannte Booster-Impfung erhalten.

In den vergangenen sieben Tagen wurden dem BAG 58’861 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 4’103’951 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, 58’450 Personen mussten im Spital behandelt werden und 13’650 Personen starben in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Covid-19 verursacht bei 60 Prozent der Patienten auch Darmsymptome

Infektionen mit SARS-CoV-2 greifen hauptsächlich die Lunge an, können aber auch andere Organe wie den Darm schädigen: Bei rund 60 Prozent der Patientinnen und Patienten wurden Auswirkungen auf den Verdauungstrakt festgestellt.

Neue Erkenntnisse dazu von Forschenden der Medizinischen Universität Wien (MedUni) könnten die Grundlage für weiterentwickelte Behandlungsstrategien bilden. Sie wurden im «International Journal of Molecular Sciences» publiziert.

Im Fokus der Forschenden stand die Untersuchung von Besonderheiten und Gemeinsamkeiten in der Auswirkung von Covid-19 auf Lunge und andere Organe. Es stellte sich heraus, dass pulmonal und gastrointestinal ein unterschiedlicher molekularer Mechanismus abläuft. Während bei Corona-Infektionen der Lunge klassische Reaktionen des Immunsystems auftreten, zeigen sich im Magen-Darm-Trakt Folgen in Zusammenhang mit dem Leber- und Fettstoffwechsel.

BAG meldet 13'807 neue Coronavirus-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von sieben Tagen 13’807 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG neun neue Todesfälle und 148 Spitaleinweisungen.

Vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 14’475 bestätigte Neuinfektionen, 196 Spitaleintritte und sieben Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 4,6 Prozent gesunken. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 24,5 Prozent ab.

Aktuell befinden sich in den Spitälern insgesamt 586 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 72,2 Prozent. 3,7 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen vier Wochen 679,94 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet.

69,3 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind mittlerweile vollständig geimpft. Weitere 1,0 Prozent haben eine erste Dosis erhalten. Von der Gesamtbevölkerung haben 44,3 Prozent auch eine sogenannte Booster-Impfung erhalten.

In den vergangenen sieben Tagen wurden dem BAG 51’467 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 4’073’347 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, 58’044 Personen mussten im Spital behandelt werden und 13’635 Personen starben in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

EMA gibt grünes Licht für angepasste Corona-Impfstoffe

Ein Expertenausschuss der Europäischen Arzneimittelagentur EMA hat den Weg für zwei an die Omikron-Variante angepasste Corona-Impfstoffe freigemacht. Das teilte die EMA am Donnerstagnachmittag mit. Die EU-Kommission muss nun noch formal über die Zulassung entscheiden.

Swissmedic lässt Zweifach-Booster gegen Omikron zu

Das Heilmittelinstitut Swissmedic hat den ersten bivalenten Covid-19-Booster-Impfstoff gegen zwei Coronavirus-Varianten zugelassen. Die Auffrischimpfung von Moderna zeigte in Studien höhere Antikörper-Konzentrationen gegen die Omikron-Varianten als die ursprüngliche Booster-Impfung.

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Das Heilmittelinstitut Swissmedic hat den ersten bivalenten Covid-19-Booster-Impfstoff gegen zwei Coronavirus-Varianten zugelassen. (Bild: Keystone)
Covid-19 war 2020 die dritthäufigste Todesursache in der Schweiz

Covid-19 ist 2020 die dritthäufigste Todesursache in der Schweiz gewesen. Bei rund 12 Prozent der Todesfälle war Covid-19 Haupttodesursache. Während sich in einem normalen Jahr in der Schweiz in etwa 70’000 Todesfälle ereignen, waren es im Pandemiejahr 2020 mit 76’195 Todesfällen 12,4 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der am Montag veröffentlichten Todesursachenstatistik 2020 des Bundesamtes für Statistik (BFS) zu entnehmen ist.

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(Bild: Keystone)
Jeder dritte Test positiv

Fast die gesamte Bevölkerung ist schon mit dem Coronavirus in Kontakt gekommen – entweder durch die Impfung oder eine Infektion. Auch wenn die Sommerwelle abflacht, steht die nächste Welle bereits bevor. Ein Szenario mit nur wenigen Ansteckungen täglich ist weit entfernt. Die Positivitätsrate der PCR-Tests ist zwar leicht gesunken, aber weiterhin sehr hoch. Mehr als jeder dritte Test ist positiv. Und die Kurve der Fallzahlen entwickelt sich in Richtung Stagnation. «Der Rückgang wird deutlich langsamer», sagt Biostatistikerin Tanja Stadler gegenüber blick.ch. Omikron bleibt weiterhin die dominierende Variante, wobei der besonders ansteckende Untertyp BA.5 das Geschehen praktisch vollständig dominiert.

Moderna reicht Impfstoff-Patentklagen gegen Biontech/Pfizer ein

Die US-Biotechfirma Moderna will den deutschen Rivalen Biontech und dessen Partner Pfizer wegen angeblicher Patentrechtverletzungen bei der Entwicklung von Corona-Impfstoffen zur Rechenschaft ziehen. Moderna habe deshalb Klagen bei Gerichten in den USA und in Deutschland eingereicht, teilte das Unternehmen am Freitag, 26. August 2022, mit.

Moderna fordert Entschädigung für Verletzungen geistiger Eigentumsrechte, machte bislang aber keine Angaben zur Höhe. Konkret gehe es um die Entwicklung von mRNA-Impfstoff gegen Covid-19. Moderna habe hier bereits vor Ausbruch der Pandemie «Milliarden von Dollar» investiert und wolle seine innovative Technologie-Plattform schützen, sagte Vorstandschef Stephane Bancel laut einer Pressemitteilung.

Pandemie hat 2020 in der Schweiz 33'000 Arbeitsplätze vernichtet

Erstmals seit 2011 ist die Zahl der Unternehmen und der Beschäftigten im Jahr 2020 in der Schweiz zurückgegangen. Alleine in der Gastronomie gingen wegen der Corona-Pandemie über 15’000 Stellen verloren. Das entspricht einem Rückgang von fast zehn Prozent.

Die Gastrobranche hatte in der Pandemie stark zu kämpfen. (Symbolbild: Keystone)

Auch die Beherbergungsbranche war stark von der Pandemie betroffen. 2020 gingen dort 9’900 Arbeitsplätze verloren, was einem Rückgang von gut 13 Prozent entspricht, wie aus der am Donnerstag publizierten Statistik der Unternehmensstruktur (Statent) des Bundesamts für Statistik (BFS) hervorgeht.

Insgesamt zählte die Schweiz Ende 2020 rund 617’000 Unternehmen und knapp 5,3 Beschäftigte. Das sind laut Statent etwa 900 Unternehmen und 33’000 Arbeitsplätze weniger als im Vorjahr, was einem Minus von 0,1 beziehungsweise 0,6 Prozent entspricht. Wie das BFS betont, wurden ausschliesslich tatsächlich aufgelöste Arbeitsverhältnisse berücksichtigt, so dass Kurzarbeit oder vorübergehende Ausübungsverbote die Statistik nicht verfälschten.

Betroffen waren dennoch vor allem die Branchen, die von der Pandemie am stärksten tangiert worden waren. Neben der Gastronomie und der Beherbergungsbranche war dies auch die Verkehrsbranche. Im Fahrzeugbau gingen laut Statent mit 15,4 Prozent relativ am meisten Stellen verloren.

Auch die Schiff- und Luftfahrt war mit einem Saldo von minus 7,2 Prozent überdurchschnittlich stark betroffen. (Symbolbild: Keystone)

Der Rückgang lasse sich teilweise mit den langen und wiederholten Betriebsschliessungen im Jahr 2020 erklären, die möglicherweise dazu geführt haben, «dass befristete Arbeitsverträge nicht verlängert und unbefristete Arbeitsverträge gekündigt wurden», schreibt das BFS in der Mitteilung.

Allerdings waren nicht alle Wirtschaftszweige von einem Stellenrückgang betroffen. Als Krisengewinner haben sich die Forschung und – wenig überraschend – das Gesundheitswesen herausgestellt. In Letzterem zählte das BFS Ende 2020 rund 12’500 Stellen mehr als im Vorjahr (+3 Prozent). In der Forschung kamen etwas mehr als 2000 Stellen dazu (+8,3 Prozent).

Berlin bringt schärfere Corona-Regeln für Herbst auf den Weg

Die deutsche Regierung hat wieder schärfere staatliche Eingriffsmöglichkeiten für eine erwartete Corona-Welle im Herbst und Winter auf den Weg gebracht. Die am Mittwoch, 24. August, vom Kabinett gebilligten Pläne sehen unter anderem eine landesweite FFP2-Maskenpflicht in Flugzeugen und Fernzügen vor. Kinder zwischen 6 und 14 Jahren sowie Personal sollen auch medizinische Masken tragen können. In Kliniken und Pflegeheimen soll landesweit Maskenpflicht gelten, dort soll man vor dem Zutritt auch einen negativen Corona-Test nachweisen müssen.

Die Bundesländer sollen zudem vom 1. Oktober bis 7. April abgestuft nach Infektionslage weitere Schutzvorgaben anordnen können. Dazu zählen Maskenpflichten in Bussen und Bahnen des Nahverkehrs sowie in weiteren öffentlich zugänglichen Innenräumen. Eine zwingende Ausnahme von einer Maskenpflicht soll es geben, wenn man beim Besuch von Kultur-, Freizeit- oder Sportveranstaltungen und in der Gastronomie einen negativen Test vorzeigt. Zudem können Ausnahmen von der Maskenpflicht mit Nachweisen als vollständig geimpft und genesen erlaubt werden.

Die geplanten Regeln gehen auf ein Konzept von Gesundheitsminister Karl Lauterbach und Justizminister Marco Buschmann von Anfang August zurück. (Bild: Keystone)

Die geplanten Regeln gehen auf ein Konzept von Gesundheitsminister Karl Lauterbach und Justizminister Marco Buschmann von Anfang August zurück. Lauterbach sagte: «Mit diesem Instrumentarium können wir die absehbare Corona-Welle im Herbst bewältigen.» Die Bundesländer bekämen alle Möglichkeiten, angepasst zu reagieren. Es bleibe das Ziel der Corona-Politik, hohe Todeszahlen, viele Arbeitsausfälle und schwere Langzeitfolgen zu vermeiden.

Der vom Kabinett gebilligte Entwurf geht nun in den Bundestag und könnte dort am 8. September beschlossen werden. Zustimmen muss dann auch noch der Bundesrat.

Neu vorgesehen sind Sonderzahlungen von 1’000 Euro pro Monat dafür, dass Pflegeheime künftig Beauftragte benennen müssen, die sich um Impfungen, Hygiene und Arzneitherapien für Infizierte etwa mit dem Medikament Paxlovid kümmern. Die Einrichtungen sollen für den Aufwand 250 Euro pro Monat bekommen – für Beschäftigte, die die Aufgaben allein oder im Team übernehmen, soll es insgesamt 750 Euro geben.

Die Corona-Bestimmungen im Infektionsschutzgesetz waren im Frühjahr stark zurückgefahren worden. Allgemeine Maskenpflichten beim Einkauf oder für Veranstaltungen und Zutrittsregeln wie 2G und 3G fielen weg.

BAG meldet 17'015 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von sieben Tagen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von sieben Tagen 17’015 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 15 neue Todesfälle und 205 Spitaleinweisungen.

Vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 18’204 bestätigte Neuinfektionen, 200 Spitaleintritte und 14 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 6,5 Prozent gesunken. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 2,5 Prozent zu.

Aktuell befinden sich in den Spitälern insgesamt 579 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 70,9 Prozent. 3,5 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen vier Wochen 896,34 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet.

69,3 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind mittlerweile vollständig geimpft. Weitere 1,0 Prozent haben eine erste Dosis erhalten. Von der Gesamtbevölkerung haben 44,2 Prozent auch eine sogenannte Booster-Impfung erhalten.

In den vergangenen sieben Tagen wurden dem BAG 54’647 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 4’029’651 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, 57’455 Personen mussten im Spital behandelt werden und 13’589 Personen starben in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Kanton Solothurn soll Spitälern 8 Millionen Corona-Kosten abgelten

Der Kanton Solothurn soll den Spitälern und Kliniken die Hälfte der coronabedingten Ertragsausfälle und Mehrkosten im Jahr 2021 abgelten. Dieser Meinung ist eine Mehrheit der kantonsrätlichen Finanzkommission, wie diese am Montag, 22. August, mitteilte. Die Spitäler würden demnach insgesamt 8,2 Millionen Franken erhalten. Der Regierungsrat möchte 12 Millionen Franken zahlen.

Coronakranker im Spital. (Archivbild: Keystone)

Zur Bewältigung der zweiten Corona-Welle hatte der Kanton den Spitälern Vorgaben erlassen, um die Gesundheitsversorgung sicherzustellen und das Patientenaufkommen zu bewältigen. Dadurch entstanden den Spitälern Mehrkosten und Ertragsausfälle.

Über die mögliche Abgeltung des Kantons war sich die Finanzkommission uneins, wie es in der Mitteilung heisst. Manche Kommissionsmitglieder befanden, die Solothurner Spitälern seien in der Lage, die ganzen Kosten selber tragen.

Andere entgegneten, die Spitäler hätten gemäss dem Leistungsauftrag gehandelt, den sie während der Pandemie vom kantonalen Departement des Innern erhalten hatten. Deshalb sei eine Abgeltung gerechtfertigt. «Mit Blick auf die Kantonsfinanzen» sprach sich die Kommission für eine tiefere Abgeltung aus als der Regierungsrat.

Philippinische Schulen öffnen nach Corona-Pandemie wieder

Nach mehr als zweijähriger Schliessung wegen der Corona-Pandemie öffnet der überwiegende Teil der philippinischen Schulen am Montag, 22. August, wieder für den Präsenzunterricht. Wegen der Pandemie waren sie im März 2020 geschlossen worden. Von da an fand in dem Inselstaat in Südostasien nur noch Online-Unterricht statt. In kaum einem anderen Land waren die Schulen wegen der Corona-Pandemie so lange geschlossen.

Mitte November 2021 hatten im Rahmen eines Pilotversuchs 100 der mehr als 61’000 öffentlichen Schulen für zwei Monate geöffnet. Sie befanden sich an abgelegenen Orten und durften eingeschränkten Präsenzunterricht anbieten.

Die Corona-Pandemie hat die Armut vieler philippinischer Familien weiter verschlimmert. Millionen Eltern wissen nicht, wie sie den Schulbesuch ihrer Kinder bezahlen sollen. Die Regierung kündigte daher finanzielle Hilfen von bis zu 4’000 Pesos (rund 68 Franken) an.

US-First Lady nach Corona-Infektion wieder negativ getestet

Wenige Tage nach ihrer Infektion mit dem Coronavirus ist die Ehefrau des US-Präsidenten, Jill Biden, wieder negativ getestet worden. Das Büro der First Lady teilte am Sonntag, 21. August, mit, zwei aufeinanderfolgende Corona-Tests seien bei Jill Biden negativ ausgefallen. Nachdem sie sich für fünf Tage im Bundesstaat South Carolina isoliert habe, wolle sie nun noch im Laufe des Sonntages von dort aus nach Delaware aufbrechen. Ihr Ehemann Joe Biden ist dort momentan im Küstenort Rehoboth Beach im Urlaub.

Wenige Tage nach ihrer Infektion mit dem Coronavirus ist die Ehefrau des US-Präsidenten, Jill Biden, wieder negativ getestet worden. (Bild: Keystone)

Das Weisse Haus hatte zu Wochenbeginn Jill Bidens Corona-Infektion öffentlich gemacht. Die First Lady hatte demnach während eines Urlaubsaufenthaltes mit ihrem Mann in South Carolina leichte Symptome entwickelt. Sie wurde kurz darauf positiv auf das Virus getestet. Sie blieb für mehrere Tage ohne ihren Mann dort, um sich zu isolieren. Der US-Präsident reiste zunächst zurück nach Washington und von dort aus schliesslich weiter nach Delaware.

Nicht geimpfte Lehrer dürfen in Italien wieder unterrichten

Ab dem 1. September endet die Impfpflicht für das gesamte italienische Schulpersonal. Nicht gegen Corona geimpfte Lehrer und andere Angestellte des Schulsystems können wieder ihre Arbeit aufnehmen, wie aus Angaben des italienischen Bildungsministeriums hervorgeht.

Bisher galt für das Schulpersonal eine Impfpflicht, die im vergangenen Dezember eingeführt worden war. Im Übrigen bleiben im italienischen Schulsystem die bisherigen Vorschriften in Kraft, wie das Verbot, die Schule mit Grippesymptomen oder Fieber über 37,5 Grad zu betreten, die Desinfektion der Klassenzimmer bei einem oder mehreren positiven Fällen und der regelmässige Luftwechsel, wie das Ministerium berichtete.

Gesundheitsminister Roberto Speranza bestätigte, dass die Impfpflicht in Italien bis Ende 2022 nur noch für das Gesundheitspersonal und für Mitarbeiter von Seniorenheimen gilt. Eine im Januar eingeführte Impfpflicht für alle Italiener im Alter von 50 Jahren ist bereits am 15. Juni ausgelaufen. 1,7 Millionen Italiener im Alter von über 50 Jahren sind nicht geimpft.

BAG meldet 18'204 neue Corona-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von sieben Tagen 18’204 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 14 neue Todesfälle und 200 Spitaleinweisungen.

Vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 21’817 bestätigte Neuinfektionen, 327 Spitaleintritte und 25 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 16,6 Prozent gesunken. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 38,8 Prozent ab.

Aktuell befinden sich in den Spitälern insgesamt 568 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 73 Prozent. 4,8 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen vier Wochen 1118,35 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet.

Fast 70 Prozent vollständig geimpft

69,3 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind mittlerweile vollständig geimpft. Weitere 1,0 Prozent haben eine erste Dosis erhalten. Von der Gesamtbevölkerung haben 44,2 Prozent auch eine sogenannte Booster-Impfung erhalten.

In den vergangenen sieben Tagen wurden dem BAG 56’299 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 4’012’607 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, 57’233 Personen mussten im Spital behandelt werden und 13’574 Personen starben in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Kein Abstandhalten mehr: US-Gesundheitsbehörde lockert Covid-Regeln

Angesichts des sinkenden Risikos durch eine Corona-Erkrankung empfiehlt die US-Gesundheitsbehörde CDC nicht mehr, dass Menschen voneinander Abstand halten sollen. Neue Richtlinien der CDC vom Donnerstag, 11. August, führen die 6-Fuss-Regel, nach der Menschen im Alltag idealerweise 1,80 Meter auseinander stehen sollen, um sich nicht gegenseitig anzustecken, nicht mehr auf.

«Im Vergleich zu früheren Zeiten der Pandemie besteht ein deutlich geringeres Risiko für schwere Erkrankungen, Krankenhausaufenthalte und Todesfälle», hiess es. Zudem wurden weitere Vorschriften, zum Beispiel zur Quarantäne, gelockert. CDC-Expertin Greta Massetti sagte: «Diese Leitlinien erkennen an, dass die Pandemie noch nicht vorbei ist, helfen uns aber auch dabei, einen Punkt zu erreichen, an dem Covid-19 unser tägliches Leben nicht mehr ernsthaft stört.»

In den USA infizieren sich derzeit jeden Tag etwa 100’000 Menschen mit Corona – um die 500 sterben. Die Entwicklung der Zahlen ist relativ stabil. Sie sind deutlich niedriger als zu Spitzenzeiten.

BAG meldet 21'817 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von sieben Tagen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von sieben Tagen 21’817 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 25 neue Todesfälle und 327 Spitaleinweisungen.

Vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 23’348 bestätigte Neuinfektionen, 290 Spitaleintritte und 35 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 6,6 Prozent gesunken. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 12,8 Prozent zu.

Aktuell befinden sich in den Spitälern insgesamt 600 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 75,1 Prozent. 6,3 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen vier Wochen 1480,89 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet.

69,3 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind mittlerweile vollständig geimpft. Weitere 1,0 Prozent haben eine erste Dosis erhalten. Von der Gesamtbevölkerung haben 44,2 Prozent auch eine sogenannte Booster-Impfung erhalten.

In den vergangenen sieben Tagen wurden dem BAG 63’635 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 3’994’386 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, 57’014 Personen mussten im Spital behandelt werden und 13’559 Personen starben in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Nur rund 91'000 Personen wurden bisher zum zweiten Mal geboostert

Insgesamt 54’686 Personen, die 80 Jahre oder älter sind, haben bisher einen zweiten Booster erhalten, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Somit waren 60 Prozent der Personen mit einer zweiten Auffrischimpfung über 80 Jahren. Zum Vergleich: In der Schweiz sind über 470’000 Menschen 80 Jahre alt oder älter.

Eine zweite Auffrischimpfung wird aktuell vom BAG und der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (Ekif) für schwer immundefiziente Personen und Personen über 80 Jahren empfohlen, nicht hingegen für die allgemeine Bevölkerung.

BAG wartet mit Beurteilung zu

Ob die Zahl der zweiten Booster-Impfungen hoch ist oder nicht, lässt sich laut BAG noch nicht beurteilen. Der Zeitraum, seit dem Auffrischimpfungen für über 80-Jährige möglich sind, ist nämlich laut BAG-Sprecher noch relativ kurz.

Nach der Veröffentlichung der Impfempfehlung Anfang Juli habe es einen Moment gedauert, bis die Impfungen effektiv verabreicht werden konnten. Ausserdem gebe es in der Sommerzeit allgemein eher eine tiefe Impfaktivität, so der BAG-Sprecher.

Tatsächlich stagnieren laut den wöchentlichen BAG-Zahlen auch die Impfzahlen seit Wochen. Knapp über 69 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind mittlerweile vollständig geimpft. Und 44 Prozent der Gesamtbevölkerung haben eine erste Booster-Impfung erhalten.

Auf die Frage, ob derzeit eine Empfehlung für den zweiten Booster für weitere Personengruppen geplant sei, hiess es beim BAG, dass die Impfstrategie für den Herbst derzeit aufgrund der aktuellen und der zu erwartenden epidemiologischen Situation sowie der vorliegenden wissenschaftlichen Evidenz vorbereitet werde. Sollte sich die Situation oder die Evidenzlage ändern, könne die Impfempfehlung sofern nötig auch bereits früher entsprechend angepasst werden, schreibt das BAG.

23'348 Neuinfektionen zum Auguststart

Das BAG meldet 23’348 neue Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten sieben Tage. Zudem wurden 290 Spitaleinweisungen und 35 Todesfälle registriert.

Knapp 38'000 Neuinfektionen innerhalb von einer Woche

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von sieben Tagen 37’738 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 30 neue Todesfälle und 421 Spitaleinweisungen.

Vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 49’757 bestätigte Neuinfektionen, 478 Spitaleintritte und 32 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 24,2 Prozent gesunken. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 11,9 Prozent ab.

Aktuell befinden sich in den Spitälern insgesamt 615 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 76,7 Prozent. 7,9 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt. Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen vier Wochen 2140,11 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet.

69,3 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind mittlerweile vollständig geimpft. Weitere 1,0 Prozent haben eine erste Dosis erhalten. Von der Gesamtbevölkerung haben 44,0 Prozent auch eine sogenannte Booster-Impfung erhalten.

Bund beschafft Covid-19-Mittel für Risikopatienten

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat mit AstraZeneca einen Vertrag zur Beschaffung von 1200 Dosen eines Covid-19-Mittels zur Behandlung und Vorbeugung der Krankheit unterzeichnet. Das Medikament kann Immungeschwächte vor einem schweren Krankheitsverlauf schützen.

Ursprünglich zur Vorbeugung eingesetzt, zeigten Studien, dass das Kombinationsmittel aus den beiden Antikörpern Tixagevimab und Cilgavimab auch bei bereits Kranken wirkt.

Das ist bereits der zweite Vertrag mit dem Schweizer Ableger des britisch-schwedischen Pharmakonzerns zur Reservation des Mittels Tixagevimab/Cilgavimab, wie das BAG am Mittwoch mitteilte. (Symbolbild: Keystone)

Das Medikament ist noch nicht zugelassen. Gemäss BAG kann es aber gestützt auf die Covid-19-Verordnung bereits während des laufenden Zulassungsverfahrens zur Behandlung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten angewendet werden. Die Verordnung sieht entsprechende Ausnahmen vor.

Monoklonale Antikörper wie Tixagevimab und Cilgavimab werden nach BAG-Angaben in Zellkulturen hergestellt und den Patienten injiziert, um das Coronavirus zu neutralisieren.

Pazifik-Staat Mikronesien ist nicht mehr Corona-frei

Der Pazifik-Staat Mikronesien gehört nicht mehr zur exklusiven Gruppe der offiziell Corona-freien Staaten. Am Dienstag bestätigte das Büro von Präsident David Panuelo Dutzende Covid-19-Fälle auf den mikronesischen Inseln Kosrae und Pohnpei und erklärte, die Lage sei «sehr dynamisch». In wenigen Tagen sollen in Mikronesien die Einreisebeschränkungen für Touristen aufgehoben werden.

Am Anfang der Woche waren auf Kosrae zwei Studenten positiv getestet worden, nachdem sie aus der Hauptinsel Pohnpei angereist waren. Das 1’600 Kilometer nördlich von Papua-Neuguinea im Pazifik gelegene Mikronesien war zuvor seit Ausbruch der Pandemie nach offiziellen Angaben quasi frei von Corona-Fällen geblieben – mit Ausnahme weniger bei der Einreise positiv getesteter Menschen, die umgehend in Quarantäne geschickt worden waren.

Die Gesundheitsbehörden rieten nach Bekanntwerden der neuen Corona-Fälle von öffentlichen Versammlungen ab und empfahlen, Mund-Nasen-Bedeckungen zu verwenden. Es würden aber keine «öffentlichen Dienstleistungen» eingestellt. Nach dem Ausbruch in Mikronesien gelten die Marshallinseln und Tuvalu als die einzigen verbliebenen Corona-freien Pazifik-Staaten.

Mikronesien plant, am 1. August die Einreisebeschränkungen im Land aufzuheben. Besucher des Inselstaats müssen aber bei der Einreise eine vollständige Impfung gegen Covid-19 und einen negativen Corona-Test vorweisen. Präsident Panuelo hatte bei Bekanntgabe der Öffnungspläne im Mai erklärt, er verbinde mit ihnen die Hoffnung, dass diese möglichst viele der rund 100’000 Bewohner der über 600 Inseln ermutigten, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen.

49'757 neue Corona-Infektionen innerhalb der letzten sieben Tage

Das BAG meldet am 19. Juli 49’757 Corona-Infektionen innerhalb der letzten sieben Tage. Zudem wurden 478 Hospitalisationen und 32 Todesfälle registriert.

Bidens Corona-Berater Fauci denkt an Ruhestand – aber erst 2025

Der oberste Corona-Berater von US-Präsident Joe Biden, Anthony Fauci, denkt mit 81 Jahren an den Ruhestand. Er wolle per Ende von Bidens derzeitiger Amtszeit seinen Posten als Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) aufgeben. Das sagte Fauci am Montag, 18. Juli, dem Nachrichtenportal «Politico» und dem Nachrichtensender CNN. Präsident Bidens derzeitige Amtszeit endet im Januar 2025,

«Natürlich kann man nicht immer weitermachen», sagte der prominente Immunologe zu CNN. «Ich will in meiner Karriere noch andere Sachen machen, selbst wenn ich in einem ziemlich fortgeschrittenen Alter bin.»

Der oberste Corona-Berater von US-Präsident Joe Biden, Anthony Fauci, denkt mit 81 Jahren an den Ruhestand. (Bild: Keystone)

Fauci steht seit 1984 an der Spitze des NIAID und diente unter sieben Präsidenten. Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie erwarb er sich mit seiner grossen Expertise und seinen ungeschminkten Einschätzungen in der Öffentlichkeit grosse Anerkennung und wurde regelrecht zu einer Kultfigur.

«Interessante Beziehung» zu Trump

Zugleich zog er sich immer wieder den Unmut von Bidens Vorgänger Donald Trump zu, der die Gefahr durch das Coronavirus lange Zeit kleinredete. Fauci wurde auch von rechten Kreisen angefeindet und musste unter Polizeischutz gestellt werden. Biden machte Fauci nach seinem Amtsantritt im Januar 2021 zu seinem obersten medizinischen Berater im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

Mit Blick auf Trump sagte Fauci zu «Politico», er und der damalige Präsident hätten eine «interessante Beziehung» entwickelt. «Zwei Kerle aus New York, mit unterschiedlichen Meinungen und Ideologien, aber trotzdem zwei Kerle, die in den gleichen Umgebungen dieser Stadt aufgewachsen sind. Ich denke, in dieser Hinsicht sind wir miteinander verbunden.»

Fauci sagte ausserdem, wenn er in den Ruhestand gehen werde, würden das Coronavirus und die durch das Virus ausgelöste Lungenerkrankung Covid-19 nicht verschwunden sein. «Ich denke, wir werden damit leben (müssen).» Der 81-Jährige hatte sich vor einem Monat selbst mit dem Virus infiziert.

Kreuzfahrtschiff mit mehr als 100 Corona-Fällen in Sydney angedockt

Auf einem australischen Kreuzfahrtschiff haben sich mindestens 100 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das Schiff Pacific Explorer mit 3’000 Passagieren und Crew-Mitgliedern an Bord sei am Montag, 18. Juli, im White Bay Cruise Ship Terminal in Sydney angedockt, berichteten australische Medien am Dienstag. Es war zuvor neun Tage vor der Küste von Queensland unterwegs. Positiv Getestete müssen sich nun weiter in ihren Kabinen isolieren. Die Türen der Betroffenen seien während der Reise rot markiert worden, sagten Passagiere dem Sender 9News. Wer das Schiff verlassen will, muss einen negativen Antigen-Test vorweisen.

Auf einem australischen Kreuzfahrtschiff haben sich mindestens 100 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. (Symbolbild: Keystone)

Erst vor wenigen Tagen war ein anderes Kreuzfahrtschiff, die Coral Princess, mit ebenfalls mehr als 100 bestätigten Corona-Fällen in Sydney eingetroffen. Die Corona-Zahlen in Australien sind zuletzt wieder gestiegen. In den vergangenen sieben Tagen gab es den Statistiken zufolge durchschnittlich mehr als 40’000 Neuinfektionen täglich. Die Regionalregierungschefin von Queensland, Annastacia Palaszczuk, hatte Premierminister Anthony Albanese bereits vor wenigen Tagen aufgefordert, eine Kabinettssitzung einzuberufen, um über die Situation zu beraten.

BAG meldet 55'975 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von sieben Tagen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von sieben Tagen 55’975 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 23 neue Todesfälle und 486 Spitaleinweisungen.

Vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 46’025 bestätigte Neuinfektionen, 455 Spitaleintritte und 13 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 21,6 Prozent gestiegen. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 6,8 Prozent zu.

Aktuell befinden sich in den Spitälern insgesamt 592 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 73,8 Prozent. 5,7 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen vier Wochen 1817,02 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet.

69,2 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind mittlerweile vollständig geimpft. Weitere 1,0 Prozent haben eine erste Dosis erhalten. Von der Gesamtbevölkerung haben 43,8 Prozent auch eine sogenannte Booster-Impfung erhalten.

In den vergangenen sieben Tagen wurden dem BAG 130’668 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 3’861’735 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, 55’396 Personen mussten im Spital behandelt werden und 13’436 Personen starben in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Kein Anzeichen für Überlastung

Die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) teilte mit, zentral sei weiterhin die Belastung des Gesundheitswesen. Mit 5,7 Prozent durch Covid-19-Kranke belegten Betten auf den Intensivstationen und 5 Prozent der gesamten Spitalkapazitäten gebe es keine Anzeichen für eine Überlastung.

Die GDK schreibt weiter, es gelte wachsam zu bleiben. Die GDK werde als Koordinationsorgan bei einer epidemiologisch angespannten Lage verhältnismässige Massnahmen ausarbeiten und empfehlen. Derzeit seien die Voraussetzungen dafür nicht gegeben.

Seit der Aufhebung der Massnahmen am 1. April liege die Betonung auf der individuellen Verantwortung. Besonders im Kontakt mit besonders gefährdeten Menschen könne es Sinn machen, eine Maske zu tragen.

Swissmedic prüft Zulassung von Novavax-Impfstoff für Jugendliche

Swissmedic prüft die Zulassung des Novavax-Impfstoffs für Jugendliche von 12 bis 18 Jahren. Gleichzeitig beantragte die Future Health Pharma GmbH im Auftrag von Novavax auch die Zulassung einer neuen Dosierungsempfehlung für den Booster für Personen ab 18 Jahren. Dies teilte Swissmedic am Donnerstag, 7. Juli, mit. Der Covid-19 Impfstoff Nuvaxovid ist in der Schweiz seit dem 12. April 2022 für Personen ab 18 Jahren zur Grundimmunisierung zugelassen. Mit den beiden Anträgen solle die Indikation 12- bis 18-jährige Personen einschliessen und eine Auffrischimpfung für Personen ab 18 Jahren ermöglichen.

Swissmedic prüft die eingegangenen Gesuchs-Unterlagen laut eigenen Angaben beschleunigt. Wann ein Entscheid über das Nutzen-/Risikoprofil in dieser Altersgruppe und für die Auffrischimpfung möglich ist, hänge von allenfalls notwendigen zusätzlichen Informationen zur Sicherheit, Wirksamkeit oder Qualität ab.

Zweite Boosterimpfungen für über 80-Jährige im Kanton Aargau

Im Kanton Aargau können sich über 80-Jährige ab sofort in den kantonalen Impfzentren eine zweite Boosterimpfung gegen Covid-19 verabreichen lassen. Ab kommender Woche werden ausgewählte Impfapotheken nachfolgen.

Der Kanton Aargau entspreche damit der am Dienstag, 5. Juli, veröffentlichten Empfehlung der Eidgenössischen Kommission für Impffragen, teilte das Departement für Gesundheit und Soziales am Mittwoch mit. Die zweite Auffrischimpfung für über 80-Jährige sowie weitere Impfungen gegen Covid-19 seien in den vier kantonalen Impfzentren ohne Voranmeldung möglich.

Zusätzlich zum Angebot in den Impfzentren und in den Apotheken werde auch in den Aargauer Pflegeheimen wieder geimpft, heisst es weiter. Mobile Teams würden die Pflegeheime wo notwendig unterstützen.

Nähere Informationen sind auf www.ag.ch/covid-impfanmeldung abrufbar.

Zweite Boosterimpfungen für über 80-Jährige in Basel-Stadt

In Basel-Stadt können über 80-Jährige ab sofort Termine für eine zweite Boosterimpfung gegen Covid-19 buchen. Ab kommender Woche werden auch Walk-in-Zeitfenster im kantonalen Impfzentrum geöffnet.

(Bild: Keystone)

Der Kanton Basel-Stadt entspreche damit der am Dienstag veröffentlichten Empfehlung der Eidgenössischen Kommission für Impffragen, teilte das Basler Gesundheitsdepartement am Mittwoch mit. Neben dem kantonalen Impfzentrum werden auch das Swiss Tropical and Public Health Institut, diverse Apotheken sowie Arztpraxen für Boosterimpfungen zur Verfügung stehen.

Die zweite Booster- oder Auffrischimpfung wird für über 80-jährige Personen empfohlen, deren erster Booster bereits vier Monate zurückliegt. Im Fall einer Erkrankung sei ein zeitlicher Mindestabstand von vier Wochen einzuhalten, heisst es.

Der Kanton bereitet des Weiteren Impfungen in Pflegeheimen vor. Noch in dieser Woche würden mobile Einheiten des Impfzentrums zum Einsatz kommen.

Termine können auf www.coronaimpfzentrumbasel.ch gebucht werden.

BAG meldet 46'025 neue Corona-Fälle innerhalb der letzten Woche

Das BAG meldet 46’025 neue Corona-Fälle innerhalb der letzten Woche. 455 Personen wurden mit einer Covid-19-Infektion ins Spital eingewiesen und 13 Personen sind an einer Erkrankung verstorben.

(Symbolbild: keystone)
Auch zweites «Corona-Jahr» schlecht für Arztpraxen

Auch im zweiten «Corona-Jahr» hat sich die Pandemie negativ auf die Arztpraxen in der Schweiz ausgewirkt. 2021 wiesen zwei von fünf eine reduzierte Tätigkeit auf, jede fünfte musste auf Kurzarbeit umstellen. Drei von fünf Praxen beteiligten sich an der Impfkampagne. Das sind die Ergebnisse der letzten Erhebung der Strukturdaten der Arztpraxen und ambulanten Zentren des Bundesamtes für Statistik (BFS), wie einer Mitteilung vom Dienstag, 5. Juli, zu entnehmen ist.

Während zwischen November 2020 und Oktober 2021 die Covid-19-Pandemie und die Massnahmen zu ihrer Eindämmung die Wirtschaft in der Schweiz beeinträchtigten, registrierten die Arztpraxen und ambulanten Zentren einen Rückgang ihrer Tätigkeit um 42 Prozent.

Auch im zweiten «Corona-Jahr» hat sich die Pandemie negativ auf die Arztpraxen in der Schweiz ausgewirkt. (Symbolbild: Keystone)

Zwischen November 2020 und Oktober 2021 verzeichneten 61 Prozent der fachmedizinischen Praxen mit chirurgischer Tätigkeit einen Betriebsrückgang. In den anderen Tätigkeitsgebieten wie in der Grundversorgung oder in der Gynäkologie mussten zwischen 41 Prozent und 50 Prozent der Arztpraxen ihre Tätigkeit einschränken.

Weit weniger stark betroffen vom Coronavirus und den Massnahmen dagegen war die Psychiatrie, dort beklagten lediglich 26 Prozent der Praxen eine reduzierte Tätigkeit.

Zudem fielen die Ergebnisse je nach Region unterschiedlich aus. Während in der Ostschweiz nur 33 Prozent der Praxen einen Rückgang der Geschäftstätigkeit verzeichneten, lag dieser Anteil in der Genferseeregion und im Kanton Tessin mit 47 Prozent deutlich höher.

Russland hebt alle Corona-Beschränkungen auf

Russland hat unter Berufung auf eine verbesserte Pandemielage alle Corona-Beschränkungen aufgehoben. Wegen einer «weiter sinkenden Intensität der Epidemie» seien nun auch Massnahmen wie die Maskenpflicht und das Verbot auf Nachtbetrieb in der Gastronomie landesweit ausser Kraft gesetzt, teilte die Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor nach einem Bericht der staatlichen Agentur Interfax am Freitag mit. Sollte sich die Lage wieder zuspitzen, sei eine Rückkehr zu den Beschränkungen möglich.

Viele russische Regionen hatten schon im Frühjahr viele Massnahmen aufgehoben. Auch in der Hauptstadt Moskau ist das Tragen einer Maske im öffentlichen Nahverkehr bereits seit Wochen nicht mehr vorgeschrieben.

Nach offiziellen Angaben sind in Russland seit Ausbruch der Pandemie vor zwei Jahren mindestens 380 000 Menschen daran gestorben. Die Statistikbehörde Rosstat sprach Ende April in einer Mitteilung von annähernd 560 000 Toten. Schätzungen gehen von mehr als einer Million aus. Russland hat mehr als 144 Millionen Einwohner.

Universitätsspital Basel baut Corona-Station wieder aus

Die Corona-Sommerwelle nimmt Fahrt auf. Dies spürt auch das Unispital Basel. 77 Covid-Patienten pflegte das Spital am Mittwoch. Zusätzlich lagen drei weitere Personen wegen einer Covid-Erkrankung auf der Intensivstation. Dies geht aus dem Dashboard der aktuellen Fallzahlen des Kantons hervor.

Nun sieht sich das Unispital gezwungen, die Corona-Station wieder auszubauen. Dies, obwohl sie bereits daran waren, die Betten abzubauen, wie das SRF-Regionaljournal Basel berichtet. Der Grund der Massnahme sei eine «deutliche Zunahme an Covid-Patienten», sagt die Mediensprecherin gegenüber dem Radio.

Pakistan verschärft wieder Corona-Massnahmen

Wegen steigender Infektionszahlen sollen in Pakistan künftig wieder strengere Corona-Regeln gelten. Im Gegensatz zu anderen Ländern der Region, die mehr auf Lockerungen setzen, habe man sich zur Verschärfung der Infektionsschutz-Massnahmen entschlossen, teilte die Regierung des Landes am Dienstag mit. So gilt in Pakistan nun wieder die Maskenpflicht an vielen öffentlichen Orten wie in Restaurants und Geschäften. Ausserdem sollen im September die Impfungen gegen das Coronavirus bei Fünf- bis Elfjährigen beginnen.

Pakistan hatte in diesem Jahr bereits alle Corona-Beschränkungen aufgehoben, nachdem die Infektionsrate auf weniger als 100 Fälle pro Tag gesunken war. Nun berichten Behörden wieder von mehr als 500 Neuinfektionen täglich. «Wir sind nicht besorgt, aber wir sollten vorsichtig sein», sagte der pakistanische Gesundheitsminister Qadir Patel.

Für alle ab zwölf: Wien vereinfacht Zugang zur Viert-Impfung

Wien vereinfacht den Zugang zur vierten Corona-Impfung. Ab sofort können sich alle Städter ab zwölf Jahren, deren Dritt-Impfung bereits sechs Monate her ist, die Auffrischungsimpfung holen.

Das aktuelle Covid-Impfschema bei mRNA-Impfstoffen sieht vor, dass es für die Grundimmunisierung drei Impfungen braucht. Dann erfolgt die vierte Auffrischungsimpfung. Mit dem am heutigen Sonntag angekündigten Schritt reizt die Stadt die Anwendungsempfehlungen des Nationalen Impfgremiums (NIG) nach Möglichkeit aus.

Die Viert-Impfung ist nur für Personen über zwölf Jahre vorgesehen. Kommt es zu einer Corona-Infektion, verschiebt sich die Frist für die folgende Impfung.

Ärzteverband FMH rät, in Praxen Maske zu tragen

Da sich wieder mehr Menschen mit dem Coronavirus anstecken, rät der Ärzteverband FMH dem Personal und auch allen Patienten dazu, in Praxen eine Maske zu tragen. Trotz der aktuell schönen und warmen Sommertage ist das Virus nicht verschwunden. Im Gegenteil: Die Fallzahlen steigen wieder. Nun zeichnet sich eine Rückkehr zur Maskenpflicht ab – zumindest in Arztpraxen und Spitälern.

Denn wie Recherchen von nau.ch zeigen, hat die Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH ihre Empfehlungen deutlich verschärft. «Generell sollte in einer Arztpraxis beim Patientenkontakt eine Maske getragen werden.» Dies schreibt die FMH in einer internen E-Mail an ihre Mitglieder.

Da sich wieder mehr Menschen mit dem Coronavirus anstecken, rät der Ärzteverband FMH dem Personal und auch allen Patienten dazu, in Praxen eine Maske zu tragen. (Symbolbild: Keystone)
Corona-Impfpflicht in Österreich wird abgeschafft

Die Corona-Impfpflicht in Österreich wird abgeschafft. Das teilte Gesundheitsminister Johannes Rauch am Donnerstag in Wien mit. Das Gesetz lag zuletzt ohnehin auf Eis. «Die Impfpflicht bringt niemanden zum Impfen», sagte Rauch.

Die Impflicht wurde Ende 2021 verkündet und galt ab Februar. Sie wurde von allen Parlamentsparteien bis auf die rechte FPÖ unterstützt. Österreich war damit Vorreiter in der EU. In anderen Ländern gab es nur altersspezifische Vorschriften. Ursprünglich war in Österreich geplant, ab 15. März allen, die sich weigern, eine Geldstrafe von bis zu 3600 Euro anzudrohen.

Die Corona-Impfpflicht in Österreich wird abgeschafft. (Symbolbild: Key)

Doch schon Anfang März hatte sich eine Abkehr von der Impfpflicht angedeutet. Damals erklärte die Regierung aus konservativer ÖVP und Grünen, die Vorgabe sei bei der vorherrschenden Omikron-Variante nicht verhältnismässig.

Corona-Neuinfektionen in Deutschland deutlich gestiegen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Deutschland weiter kräftig gestiegen. Das staatliche Robert Koch-Institut (RKI) gab die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 532,9 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Die Inzidenz lag damit erstmals seit Mitte Mai wieder über 500.

Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner und Woche bei 488,7 gelegen (Vorwoche: 480,0; Vormonat: 312,1). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik.

Schwankungen über die Wochentage

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 119’360 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 89’142) und 98 Todesfälle (Vorwoche: 73) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 27’573’585 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Das Baselbieter Corona-Impfzentrum zieht nach Pratteln um

Ab Anfang Juli wird das Kantonale Baselbieter Impfzentrum von Muttenz nach Pratteln umziehen. Das bisherige Corona-Zentrum im Feldreben in Muttenz wird abgebaut und an einem neuen Standort in der Gemeinde eröffnet, wie der Kantonale Krisenstab am Montag mitteilte. Mehr dazu hier.

WHO-Chef warnt bei G20-Treffen: "Blind für die Entwicklung des Virus"

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angesichts der Bedrohung durch neue Corona-Varianten eindringlich davor gewarnt, im Kampf gegen das Virus nachzulassen. «Die Wahrnehmung, dass die Pandemie vorbei ist, ist fehl am Platz», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag bei einem Treffen der Gesundheitsminister der G20-Staaten in der indonesischen Stadt Yogyakarta. Die Zahl der Neuinfektionen und der Todesfälle ist in den meisten Ländern mittlerweile stark zurückgegangen, was zur Aufhebung zahlreicher Einschränkungen geführt hat.

Seine Behörde sei nach wie vor sehr besorgt, dass «ein Mangel an Corona-Tests und Sequenzierung uns für die Entwicklung des Virus blind macht», erklärte der Äthiopier. Auch befürchte die WHO, dass die Lektionen aus der Pandemie wieder verlernt würden und sich der «Kreislauf aus Panik und Nachlässigkeit» wiederhole.

Gesundheitssysteme stärken

Die G20-Gesundheitsminister wollen bei dem zweitägigen Treffen unter anderem darüber beraten, wie die globalen Gesundheitssysteme gestärkt werden können. Auch geht es um eine mögliche Standardisierung internationaler Reisedokumente, darunter vor allem Impfzertifikate. Das G20-Vorsitzland Indonesien strebt im Zuge der Wiedereröffnung der Grenzen eine weltweite Harmonisierung der Corona-Gesundheitsprotokolle für sicheres Reisen an.

«Globale Zusammenarbeit ist entscheidend, um die Pandemie zu überwinden und sicherzustellen, dass wir auf die nächste vorbereitet sind», sagte die Sprecherin des indonesischen Gesundheitsministeriums, Nadia Tarmizi, vor Beginn der Gespräche. Das Treffen sei ein wichtiger Moment für die G20, um die Kapazitäten der nationalen, regionalen und globalen Gesundheitssysteme zu stärken.

Am Dienstag wollen die Gesundheitsminister mit den G20-Finanzministern zusammenkommen, um über einen geplanten Finanzvermittlungsfonds (FIF, Financial Intermediary Fund) zu beraten. Dieser soll helfen, das weltweite System zur Vorbereitung und Reaktion auf künftige Pandemien zu stärken. Ende Oktober werden sich die G20-Gesundheitsminister zu weiteren Gesprächen auf Bali treffen – kurz vor Beginn des G20-Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs, das am 15. und 16. November auf der beliebten Urlaubsinsel stattfindet.

Expertin: Corona-Sommerwelle steckt wohl eine Million Menschen an

Ex-Corona-Taskforce-Chefin Tanja Stadler rechnet bei der sich aufbauenden Corona-Sommerwelle mit über einer Million infizierten Menschen in der Schweiz. «Wir gehen davon aus, dass sich in dieser Welle rund 15 Prozent der Bevölkerung infizieren», sagte sie dem «Blick».

Die meisten davon würden aber nicht getestet werden, sagte die ETH-Mathematikerin in dem am Montag veröffentlichten Interview. Aufgrund von Abwasserproben gehe man davon aus, dass die Dunkelziffer höher sei als im Winter. Derzeit dürften es über 80’000 neue Ansteckungen pro Woche sein. Der Bund meldete zuletzt offiziell fast 17’000 neue bestätigte Fälle innert Wochenfrist.

Die jetzigen Fallzahlen seien deutlich höher als in den letzten beiden Jahren im Sommer, sagte Stadler. Aber es gebe viel weniger schwere Fälle. Neueste Daten zeigten, dass rund 97 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in der Schweiz Antikörper gegen Covid aufweise, dank Impfungen, aber auch aufgrund von Infektionen.

«Das A und O sind Masken»

Wann die Corona-Pandemie Geschichte sein wird, dazu wagte Stadler keine Prognose. «Langfristig wird sich das Ganze einpendeln. In den nächsten Jahren allerdings wird es wohl auch im Sommer Wellen geben.»

Mit einer Grippe wollte die Expertin die Omikron-Corona-Infektion weiterhin nicht gleichsetzen. «Bei einer Omikron-Infektion sehen wir viel öfter Langzeitfolgen als bei einer Grippe, gerade auch in der jungen Bevölkerung.»

Um Langzeitfolgen einer Corona-Infektion zu verhindern und um zu vermeiden, dass aufgrund von Krankheitsfällen Teile der Infrastruktur ausfallen, plädierte Stadler für gewisse Schutzmassnahmen. «Das A und O sind Masken und saubere Luft in Innenräumen.» Sie selber trage im öffentlichen Verkehr oder in Gesundheitseinrichtungen weiterhin eine Maske.

EU-Arzneimittelbehörde prüft Omikron-Impfstoff von Moderna

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat das Prüfverfahren für den auf die Omikron-Variante angepassten Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna eingeleitet. Der Impfstoff soll besser vor einer Infektion mit dem Virus und seiner Omikron-Variante schützen, wie die EMA am Freitag in Amsterdam mitteilte. Die Experten werden zunächst die Daten aus Laborstudien prüfen sowie Daten zur Zusammensetzung, Herstellung und zum Kontrollverfahren.

Das US-Unternehmen hatte am 8. Juni erste Daten zur Wirksamkeit seines angepassten Corona-Impfstoffes vorgestellt. Die 437 Probanden, die das neue Präparat als zweiten Booster erhalten hatten, hatten nach einem Monat deutlich mehr neutralisierende Antikörper als nach einer Booster-Impfung mit dem herkömmlichen Präparat, insbesondere gegen Omikron.

Nach dem beschleunigten Prüfverfahren werden Daten aus Tests und Studien laufend bewertet, auch wenn noch nicht alle Daten vorliegen und noch kein Zulassungsantrag gestellt wurde. Durch das schnelle Verfahren soll gewährleistet werden, dass Gesundheitsbehörden der EU-Staaten rechtzeitig vor einer möglichen neuen Infektionswelle im Herbst über angepasste Impfstoffe verfügen.

Erst am Mittwoch hatte die EMA das Prüfverfahren für einen auf Virusvarianten angepassten Corona-Impfstoff der Hersteller Pfizer und Biontech gestartet. Wie lange die Prüfungen dauern werden, ist nicht bekannt. Bisher ist noch kein Impfstoff in der EU zugelassen, der auch auf Varianten des Coronavirus zielt.

Genetik schwerer Krankheitsverläufe geklärt

Die grössten Risikofaktoren für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung sind hohes Alter und Adipositas sowie bestimmte chronische Erkrankungen (Diabetes etc.). Doch auch junge, sonst gesunde Menschen können schwer erkranken. US-Wissenschafter haben jetzt 1’370 Erbgutvarianten identifiziert, die 77 Prozent dieses Risikos erklären können.

«Die bestimmenden Faktoren eines schweren Verlaufs von Covid-19 bei sonst gesunden Erwachsenen wurden bisher nur unzureichend verstanden, was die Möglichkeiten für eine frühe Intervention reduziert», schrieben jetzt Michael Snyder und seine Co-Autoren von der Stanford University im US-Bundesstaat Kalifornien in «Cell Systems».

Mit Medikamenten wie Paxlovid kann man Risikopersonen im Falle einer SARS-CoV-2-Infektion schnell behandeln, um gefährliche Verläufe zu verhindern. Das wird seit der Verfügbarkeit dieser Arzneimittel durchgeführt, allerdings erfolgt die Risikoabschätzung bisher ausschliesslich über die klassischen Charakteristika – eben hohes Alter zum Beispiel.

Risikogene können für schwere Covid-19-Verläufe mitverantwortlich sein. (Symbolbild: Keystone)

Die US-Wissenschafter haben Blutproben von 5’101 Covid-19-Patienten untersucht, welche künstlich beatmet werden mussten oder einer SARS-CoV-2-Infektion erlagen. Ihre genetischen Charakteristika wurden mit jenen von fast 1,4 Millionen ohne Covid-19-Erkrankung verglichen, die sonst an Genomstudien teilgenommen hatten.

Das Ergebnis, so die Wissenschafter: «Wir haben mehr als 1’000 Risikogene in 19 Zelltypen identifiziert, die für 77 Prozent einer vererbbaren Gefährdung durch schwere Krankheitsverläufe verantwortlich sind.» Es handle sich um 1’370 sogenannte Single-Nukleotide-Polymorphismen, also Genvarianten, bei denen einzelne Erbgutbestandteile (SNPs) ausgetauscht sind.

Neuseeland schafft Corona-Tests vor Einreise ab

Neuseeland-Reisende müssen ab kommender Woche keinen negativen Corona-Test mehr bei der Einreise vorlegen. Die Regel entfalle ab dem 20. Juni, einen Monat früher als geplant, teilte die Regierung am Donnerstag mit. «Wir haben bei der Wiedereröffnung unserer Grenzen einen sorgfältigen und schrittweisen Ansatz gewählt», sagte die für den Kampf gegen Covid-19 zuständige Ministerin Ayesha Verrall. «Unsere Strategie hat funktioniert, und daher ist es sicher, die Testanforderungen vor der Abreise viel früher aufzuheben als geplant.»

Besucher müssen aber weiter einen Selbsttest nach der Ankunft durchführen sowie einen weiteren am fünften Tag des Aufenthalts. Bereits seit Anfang Mai dürfen Besucher aus 60 visabefreiten Ländern (visa-waiver countries) in den Pazifikstaat einreisen, darunter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Am 31. Juli öffnet Neuseeland dann seine Grenzen erstmals wieder für Reisende aus aller Welt – zwei Monate früher als zunächst geplant.

Kredit für Impfstoff-Beschaffung für 2023 wird gekürzt

Der Ständerat hat sich bei der Impfstoffbeschaffung für 2023 durchgesetzt. Der Kredit wird auf Antrag der Einigungskonferenz gekürzt. Damit müssen die Verträge für die Impfstoffbeschaffung neu verhandelt werden.

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Der Ständerat hat sich bei der Impfstoffbeschaffung für 2023 durchgesetzt. Der Kredit wird auf Antrag der Einigungskonferenz gekürzt. (Bild: Keystone)
Bidens Pandemie-Berater Fauci mit Coronavirus infiziert

Der Immunologe und hochrangige Pandemie-Berater von US-Präsident Joe Biden, Anthony Fauci, hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten sei am Mittwoch positiv auf das Virus getestet worden, teilte die übergeordnete US-Gesundheitsbehörde NIH mit. Der Wissenschaftler gilt seit Jahrzehnten als einer der herausragendsten Experten für Infektionskrankheiten in den USA. In der Corona-Krise ist er zu Amerikas Gesicht im Kampf gegen die Pandemie geworden.

Der 81-Jährige sei voll geimpft und habe zwei Auffrischungsimpfungen bekommen, teilte die Behörde weiter mit. Er habe derzeit nur milde Symptome, isoliere sich und werde von zu Hause weiter arbeiten. Fauci sei zuletzt nicht in engem direktem Kontakt mit dem Präsidenten oder anderen hochrangigen Regierungsmitgliedern gewesen.

Auch andere diverse hochrangige Mitglieder aus Bidens Umfeld – darunter Kabinettsmitglieder und enge Berater und Mitarbeiter – waren in den vergangenen Monaten positiv auf das Coronavirus getestet worden. Biden selbst hat sich nach Angaben der Regierung bislang nicht infiziert.

FDA-Berater empfehlen Corona-Impfstoffe für kleinere Kinder

Ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat sich für den Einsatz von Coronavirus-Impfstoffen bei Kindern im Alter zwischen sechs Monaten und fünf Jahren ausgesprochen. Sowohl der Impfstoff der Hersteller Biontech und Pfizer als auch das Präparat von Moderna könnten dafür zum Einsatz kommen, urteilte das Gremium am Mittwoch nach stundenlanger Diskussion jeweils einstimmig.

Das Abstimmungsergebnis ist für die FDA nicht bindend, meist folgt die Behörde aber der Einschätzung der Berater. Auch die Arzneimittelbehörde CDC muss sich dem noch anschliessen. Damit könnte es mit den Impfungen gegen das Coronavirus in dieser Altersgruppe in den USA demnächst losgehen. Von der US-Regierung hatte es vor einigen Tagen geheissen, das ab dem 21. Juni damit gerechnet werde.

Bundesgesundheitsminister Kar Lauterbach begrüsste die Empfehlung der US-Arzneimittelbehörde. «Das ist eine gute Nachricht für Eltern», schrieb der SPD-Politiker am Mittwochabend bei Twitter.

Derzeit ist der Impfstoff von Biontech/Pfizer in den USA für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren zugelassen, der Impfstoff von Moderna für Menschen ab 18 Jahren. Bereits am Dienstag hatte sich das FDA-Beratergremium aber dafür ausgesprochen, den Impfstoff von Moderna auch für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren zuzulassen.

Roche erhält FDA-Notzulassung für Corona-PCR-Test

Der Pharmakonzern Roche hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA für den Corona-PCR-Test «cobas SARS-CoV-2 Duo» eine Notfallzulassung (EUA) erhalten. Es handelt sich um den ersten nasalen PCR-Test, der zeitgleich eine Covid-Erkrankung und die Viruslast nachweist.

Der Test könne auf den vollautomatischen Cobas 6800/8800 Systemen von Roche verwendet werden und sei in den USA noch in diesem Quartal verfügbar, hiess es in einer Mitteilung vom Mittwochabend. Dabei hilft die Viruslast bei der Beurteilung und Überwachung infizierter Patienten.

Der PCR-Test von Roche hat in den USA die Notfallzulassung erhalten. (Symbolbild: Keystone)
Zahl der Corona-Fälle in Österreich steigt deutlich

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist auch in Österreich stark gestiegen. Am Mittwoch wurden nach amtlichen Angaben 6’900 Corona-Neuinfektionen verzeichnet, eine Verdoppelung gegenüber der Zahl vor einer Woche.

Die Sieben-Tage-Inzidenz je 100’000 Einwohner kletterte binnen 24 Stunden von 300 auf 340 Fälle. Nach Einschätzung einer Fachkommission könnte bereits im Juli oder August eine neue Corona-Welle drohen.

In ihrem Bericht, der der österreichischen Nachrichtenagentur APA vorlag, wird auf die Omikron-Subvariante BA.5 verwiesen, die aktuell in Portugal eine Welle verursache.

«In Österreich sehen wir eine nahezu wöchentliche Verdoppelung der Anteile von BA.5/BA.4 bei den Neuinfektionen», heisst es dazu in dem Dokument der von der Regierung eingesetzten Kommission. Die Folgen für die Lage in den Krankenhäusern seien aber noch unklar.

Swissmedic hat das Covid-19-Medikament Paxlovid auf zwei Jahre befristet zugelassen

Die zwei Tabletten mit zwei Wirkstoffen durften bereits verschrieben werden. Sie sind für erwachsene Covid-19-Patientinnen und -Patienten.

Hersteller ist das US-Pharmaunternehmen Pfizer, wie Swissmedic am Mittwoch mitteilte. Das Institut prüfte das Zulassungsgesuch in der rollenden Begutachtung, in welcher Pfizer die erforderlichen Daten laufend erhoben und weitergeleitet hatte.

Paxlovid ist für erwachsene Kranke, die keine zusätzliche Sauerstoffzufuhr oder einen Spitalaufenthalt brauchen, aber ein erhöhtes Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf haben. Die Behandlung sollte so rasch wie möglich nach der Diagnose und innerhalb von fünf Tagen nach dem Auftauchen von Symptomen erfolgen. Sie dauert fünf Tage.

Kombination aus zwei Wirkstoffen

Paxlovid besteht aus den beiden Wirkstoffen Nirmatrelvir und Ritonavir, die als zwei Tabletten verabreicht werden. Sie wirken antiviral. Nach Swissmedic-Angaben ist Nirmatrelvir ein neuartiger Wirkstoff, der ein Enzym des Coronavirus hemmen soll, das wichtig für dessen Vermehrung ist.

Damit Nirmatrelvir in der Leber weniger schnell abgebaut wird und seine antivirale Wirkung länger anhält, kommt Ritonavir hinzu. Ritonavir wird seit über 20 Jahren in der HIV-Therapie eingesetzt.

Zur Wirksamkeit gegen die Omikron-Varianten des Virus reichte Pfizer keine Daten ein, wie Swissmedic weiter schrieb. Labordaten würden aber darauf hindeuten, dass Paxlovid im Reagenzglas gegen die Omikron-Varianten wirkt.

Mit Paxlovid sind in der Schweiz sechs Medikamente zur Behandlung von Covid-19-Erkrankungen befristet oder unbefristet zugelassen.

Räte können sich nicht über künftige Anzahl Impfdosen einigen

Die Räte sind sich nach je drei Beratungsrunden nicht einig darüber geworden, wie hoch der Verpflichtungskredit für die Beschaffung von Impfstoffen im Jahr 2023 sein soll. Der Nationalrat möchte die heutige Impfstrategie fortführen, der Ständerat nicht.

Die kleine Kammer beschloss am Mittwoch mit 29 zu 14 Stimmen bei einer Enthaltung, den Verpflichtungskredit von 780 auf 560 Millionen Franken zu kürzen und hielt damit an ihrem Entscheid von Anfang Woche fest. Der Nationalrat hatte am Dienstag mit 109 zu 80 Stimmen den ursprünglich vom Bundesrat beantragten Betrag genehmigt.

Nun ist die Einigungskonferenz am Zug. Der Ständerat sitzt am längeren Hebel. Gemäss den geltenden Spielregeln setzt sich am Schluss einer Budgetdebatte immer die für den Bund günstigere Variante durch, falls einer der Räte den Vorschlag der Einigungskonferenz ablehnt.

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BAG meldet 16'610 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von sieben Tagen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von sieben Tagen 16’610 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG sechs neue Todesfälle und 131 Spitaleinweisungen.

Vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 10’289 bestätigte Neuinfektionen, 107 Spitaleintritte und 4 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 61,4 Prozent gestiegen. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 22,4 Prozent zu.

Ständerat lehnt Motion zu Covid-19-Medikament ab

Der Bund muss keine weiteren Schritte zur Beschaffung von Medikamenten zur Prophylaxe gegen Covid-19 mehr unternehmen. Der Ständerat hat eine Motion aus dem Nationalrat oppositionslos abgelehnt.

Grund des Entscheids vom Dienstag ist, dass der entsprechende Vertrag mit dem Unternehmen Astrazeneca in der Zeit seit der Annahme des Vorstosses in der grossen Kammer geschlossen wurde. Das Parlament bewilligte zudem den für die Beschaffung nötigen Kredit.

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Mick Jagger hat Corona - Konzert in Bern wird verschoben

Das Rolling-Stones-Konzert, das am kommenden Freitag im Berner Stadion Wankdorf hätte stattfinden sollen, wird verschoben. Mick Jagger, Frontmann der britischen Rockband, ist an Corona erkrankt.

Die Absage tue ihnen sehr leid, schrieben die Rolling Stones am Dienstag auf ihrem Twitter-Account. «Aber die Sicherheit des Publikums, der Mitmusikerinnen und -musiker und der Crew geht vor.» Das Konzert wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt und die Tickets behalten ihre Gültigkeit, hiess es weiter. Auf wann der neue Termin angesetzt wird, ist noch unklar.

Es ist nicht die einzige Show, die diese Woche ins Wasser fällt. Kurz vor dem Konzert, das am Montag in Amsterdam hätte stattfinden sollte, wurde bei dem 78-Jährigen das Virus festgestellt. Bei Facebook entschuldigte sich der Sänger am Abend für die kurzfristige Absage. «Danke euch allen für eure Geduld und euer Verständnis», schrieb er.

Das Konzert in Mailand, das am Dienstag, 21. Juni, auf dem Plan steht, finde statt, hiess es im neusten Twitter-Statement weiter.

Kein parlamentarischer Konsens zur Impfstoffbeschaffung in Sicht

Die Räte sind sich weiterhin nicht einig darüber, wie hoch der Verpflichtungskredit für die Beschaffung von Impfstoffen im kommenden Jahr sein soll. Der Nationalrat möchte nicht von der Impfstrategie abweichen. Der Ständerat sitzt jedoch am längeren Hebel.

Die kleine Kammer beschloss am Montag mit 30 zu 11 Stimmen, den Verpflichtungskredit von 780 auf 560 Millionen Franken zu kürzen. Der Nationalrat hielt am Dienstag mit 109 zu 80 Stimmen daran fest, den ursprünglich vom Bundesrat beantragten Betrag zu genehmigen.

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(Bild: Keystone)
Corona-Zertifikate der EU sollen weiter genutzt werden können

Die EU-Regeln zu den digitalen Covid-Zertifikaten sollen wegen der anhaltenden Pandemie weiter gültig bleiben. Vertreter des Europaparlaments und der Regierungen der EU-Staaten einigten sich am Montagabend darauf, die entsprechende Verordnung um ein Jahr bis zum 30. Juni 2023 zu verlängern, wie die derzeitige französische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte.

Die Zertifikate sollen es erlauben, das Reisen in Corona-Zeiten so unkompliziert wie möglich zu machen. Mittels eines QR-Codes lässt sich mit ihnen nachweisen, ob man entweder gegen Covid-19 geimpft wurde, negativ auf Corona getestet wurde oder von Corona genesen ist. Die digitale Version kann auf einem mobilen Gerät gespeichert werden, zudem gibt es meist auch die Möglichkeit, eine Papierfassung zu erstellen.

Die EU-Kommission hatte die Verlängerung der EU-Regeln für die Zertifikate bereits im Februar vorgeschlagen. Sie begründete dies damit, dass das Coronavirus in Europa nach wie vor weit verbreitet ist und die Auswirkungen eines möglichen Anstiegs der Infektionen im zweiten Halbjahr 2022 oder des Auftretens neuer Varianten kaum abzusehen sind. Durch die Verlängerung der Verordnung könnten Reisende auch weiterhin ihr digitales Covid-Zertifikat der EU nutzen, falls Mitgliedstaaten bestimmte Massnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit beibehielten.

Biontech-Chef will internationale Strategie für neue Impfkampagne

Biontech-Chef Ugur Sahin hat angesichts der stark grassierenden Omikron-Untervariante BA.5 des Coronavirus Entwarnung gegeben. «In Afrika hat man gesehen, dass die BA.5-Welle nicht die Dynamik entfaltet hat, wie es sie bei der ursprünglichen Omikron-Variante gab.» Der Chef des deutschen Impfstoffherstellers kritisierte jedoch im Interview mit dem «Handelsblatt» (Montag, 13. Juni), dass für die Impf-Kampagne im Herbst eine «international abgestimmte Strategie» fehle.

Biontech-Chef Ugur Sahin hat angesichts der stark grassierenden Omikron-Untervariante BA.5 des Coronavirus Entwarnung gegeben. (Bild: Keystone)

«Wir müssen früh genug wissen, an welche Variante – also zum Beispiel BA.2 oder BA.4/5 – wir die Corona-Impfstoffe anpassen und für die bevorstehende Infektionssaison produzieren sollen», sagte Sahin. Dabei könnten die Behörden sich an den eingespielten Mechanismen bei anderen Krankheiten orientieren.

«Es gibt ein etabliertes System, das wir von der Anpassung von Influenza-Impfstoffen kennen.» Grundsätzlich seien beim Coronavirus – ähnlich wie bei Grippe – immer wieder Auffrischungsimpfungen mit veränderten Vakzinen nötig, sagte Sahin.

Die mRNA-Technologie, die sich bei Corona-Impfstoffen bewährt habe, sieht der Biontech-Chef auch als «eine der idealen Arzneimitteltechnologien für die Onkologie» an. Biontech habe rund 20 Onkologie-Programme in der Entwicklung. «Unser Ziel ist es, in den nächsten drei bis fünf Jahren die ersten Produkte in der Krebstherapie auf den Markt zu bringen.»

USA wollen Testpflicht für Reisende aus dem Ausland beenden

Reisende aus dem Ausland in die USA sollen einem Medienbericht zufolge von Sonntag an keinen negativen Coronavirus-Test vor ihrem Flug mehr vorlegen müssen. Der US-Sender CNN berichtete unter Berufung auf Regierungskreise, die Regierung von Präsident Joe Biden werde voraussichtlich noch am Freitag, 10. Juni, verkünden, dass die Gesundheitsbehörde CDC die Testpflicht aufheben werde. Die US-Reisebranche fordert für vollständig geimpfte Flugreisende seit längerem ein Ende der Testpflicht.

Testpflicht für Ausländer und Amerikaner

Reisende mit Zielen in den USA müssen sich bislang am Tag vor ihrem internationalen Flug testen lassen und dürfen nur mit einem negativen Ergebnis an Bord. Die Testpflicht gilt unabhängig vom Impfstatus und sowohl für Ausländer als auch für Amerikaner.

Ausgenommen sind Menschen, die frisch von Covid-19 genesen sind und ein Schreiben eines Arztes oder einer Gesundheitsbehörde vorweisen können. Für Flüge innerhalb der USA gilt dagegen keine Testpflicht und nach einem Urteil eines Bundesgerichts auch keine Maskenpflicht mehr.

Die Sprecherin des Weissen Hauses, Karine Jean-Pierre, hatte am Mittwoch vergangener Woche gesagt, die Regierung halte an verpflichtenden Coronavirus-Tests für Reisende aus dem Ausland in die Vereinigten Staaten fest. Änderungen an den Vorschriften würden ausschliesslich auf Basis der Beurteilung von Gesundheits- und Medizinexperten getroffen.

Reisebranche weibelt für Aufhebung

Die US-Reisebranche hat dazu aufgerufen, die Testpflicht möglichst schnell zu beenden. In einem Schreiben von Fluggesellschaften, Flughäfen, Hotelketten sowie Vereinigungen und Unternehmen aus der Branche an den Coronavirus-Koordinator des Weissen Hauses hatte es im vergangenen Monat geheissen, die wirtschaftlichen Einbussen wegen der Massnahme seien erheblich.

Zudem wurde darauf verwiesen, dass es an den Landgrenzen zu Kanada und Mexiko keine Testpflicht gibt.

Covid-19 hat Swissmedic 2021 viel Arbeit beschert

Covid-19 hat die Heilmittelbehörde Swissmedic auch 2021 auf Trab gehalten. Die Behörde hat 102 Zulassungs- und Änderungsgesuche, 1082 Social Media Posts und 11’912 Nebenwirkungsmeldungen zu Impfstoffen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gezählt.

Zudem seien 66 Verdachtsmeldungen zu Covid-19-Tests eingegangen, heisst es im Swissmedic-Geschäftsbericht 2021, der am Freitag auf Twitter veröffentlicht wurde.

Mehraufwand sei auch durch die Covid-Tests entstanden – es habe eine Verdoppelung der Gesuche von mikrobiologischen Laboren gegeben. Der Mehraufwand für die Prüfung und Inspektion von neuen Teststandorten sei erheblich gewesen. Die Kontrollen hätten oft zu Einschränkungen und Verboten von Testaktivitäten geführt.

Doch auch der Abbruch der Verhandlungen mit der EU Ende Mai beschäftigte die Swissmedic im vergangenen Jahr, wie es weiter hiess. Die Heilmittelbehörde habe zum Beispiel keinen Zugriff mehr auf die neue zentrale Europäische Datenbank für Medizinprodukte (Eudamed).

Wer eine Auffrischimpfung fürs Reisen braucht muss diese selbst bezahlen

Wer nicht aus medizinischen Gründen, sondern wegen einer Reise ins Ausland eine zusätzliche Auffrischimpfung gegen Covid-19 benötigt, muss diese Impfung selbst bezahlen. Das hat der Bundesrat am Freitag entschieden. Angaben zu den Kosten für die Spritze machte er nicht. Der Preis der Impfung werde von den Kantonen und den Impfstellen festgesetzt, begründete er dies. Die Impfung erfolgt ausserhalb der Zulassung von Swissmedic und ohne Empfehlung der zuständigen Stellen und erfolgt deshalb off-label. Empfohlene und zugelassene Impfungen bleiben hingegen weiterhin kostenlos.

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Shanghai zieht Zügel kurz nach Lockdown-Ende wieder an

Nur eine Woche nach dem Ende eines zweimonatigen Lockdowns hat die chinesische Metropole Shanghai neue Massentests und Ausgangssperren angekündigt. Nachdem am Donnerstag elf neue Infektionen entdeckt worden waren, entschieden die Behörden, dass über das Wochenende acht Bezirke vorübergehend heruntergefahren und durchgetestet werden sollen. Das bedeutet, dass rund 15 Millionen Menschen nicht mehr vor die Tür dürfen oder sich nur noch eingeschränkt in ihrer Nachbarschaft bewegen können.

Zunächst wurden die strikten Massnahmen nur für den Bezirk Minhang angekündigt. Später wurden sie dann auf sieben weitere Stadtteile ausgeweitet. Die betroffenen Bezirke werden für den Test-Zeitraum unter «geschlossenes Management» gestellt, wie die chinesische Staatszeitung «Global Times» berichtete. Nach Abschluss der Massentests werden dann in der Regel Nachbarschaften, in denen positive Fälle gefunden wurden, für längere Zeit abgeriegelt.

Nach zwei Monaten hatte das Wirtschafts- und Finanzzentrum Shanghai seinen kontroversen und teils chaotischen Komplett-Lockdown erst am vergangenen Mittwoch wieder aufgehoben. Der Lockdown führte zur Unterbrechung von Lieferketten und war auch in Deutschland zu spüren. Die Ausgangssperren für die 26 Millionen Bewohner wurden weitgehend aufgehoben, auch wenn einige Nachbarschaften weiter abgeriegelt blieben.

Gastronomie fehlt es an Fachkräften

Viele Gastronomie-Fachkräfte haben während der Corona-Pandemie die Branche gewechselt. Dabei geht es nicht um Leute, die nicht mehr in der Gastronomie arbeiten wollen, sondern um abgebaute Stellen. Im ersten Quartal 2021 hätten fast 60’000 Stellen gefehlt, weil die Betriebe geschlossen waren, sagte Casimir Platzer, Präsident von Gastrosuisse, in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung». Heute verzeichnet die Statistik des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) immer noch ein Minus von 30’000 Stellen in der Gastronomie. Kritisch hinterfragt Platzer dessen Erfassungsmethode. Gastronomie und Hotelerie suchten dringend nach Personal. Aber die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren zählten viele Stellensuchende. Da könne doch etwas nicht stimmen.

Moderna-Chef wegen Booster unter Druck

In der Schweiz und in ganz Europa steigen die Corona-Fallzahlen wieder stark an. Schon im Sommer und nicht erst im Herbst, wie die meisten erwartet haben. Spätestens im Herbst aber werde die nächste grosse Corona-Welle die Schweiz überrollen, befürchtet Dan Staner, Chef von Moderna Europa. «Deshalb müssen wir nun zusammen mit den Gesundheitsbehörden in Europa und in der Schweiz dafür sorgen, dass verletzliche Personen spätestens ab September eine weitere Impfung, einen nächsten Booster erhalten», erklärte Staner im Gespräch mit dem «Blick». Der Druck, möglichst bald einen Booster für den Corona-Herbst zu entwickeln, sei gross. «Wir haben die beiden klinischen Testphasen II und III für unseren neuen Impfstoff zusammengelegt», erklärt Staner.

Experten warnen vor Sommer-Welle

In Portugal explodieren die Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Auch in der Schweiz sei die Omikron-Untervariante BA.5 auf dem Vormarsch. Damit dürfte auf die Schweiz eine Sommer-Welle zukommen, berichtet Blick am Donnerstag, 9. Juni. Wie die Virologin Isabelle Eckerle auf Twitter schreibt, dürfte BA.5 in Genf bereits jetzt dominant sein. «Wie die meisten europäischen Länder tritt auch die Schweiz in die nächste Welle ein», so Eckerle.

Auch die ehemalige Taskforce-Leiterin und Leiterin der ETH-Plattform CoV-Spektrum Tanja Stadler warnt auf Twitter: Die Infektionszahlen würden sich derzeit innerhalb von rund zwei Wochen verdoppeln. Der R-Wert liege momentan bei 1,2 bis 1,4.

WHO-Expertenrat fordert Prüfung von Laborthese zum Virus-Ursprung

Auf der Suche nach dem Ursprung des Coronavirus Sars-CoV-2 muss nach Meinung eines neuen Expertenrates auch die Möglichkeit eines Entweichens aus einem Labor untersucht werden. Das hat der im Oktober 2021 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingesetzte unabhängige Expertenrat (SAGO) am Donnerstag, 9. Juli, in einem ersten vorläufigen Bericht empfohlen. In Wuhan in China, wo Ende 2019 die ersten Sars-CoV-2-Fälle auftauchten, wird an Coronaviren geforscht.

Auf der Suche nach dem Ursprung des Coronavirus Sars-CoV-2 muss nach Meinung eines neuen Expertenrates auch die Möglichkeit eines Entweichens aus einem Labor untersucht werden. (Symbolbild: Keystone)

Zu den nötigen Untersuchungen gehöre eine «Bewertung potenzieller Szenarien, in denen ein Versagen der Biosicherheitsverfahren zu einer möglichen laborbedingten Infektion mit dem untersuchten Erreger geführt hat», heisst es in dem Bericht.

Drei Mitglieder des knapp 30-köpfigen Gremiums wollten diese Empfehlung aber nicht mittragen: Die Wissenschaftler aus China, Russland und Brasilien hielten ihre Ablehnung in einer Fussnote des SAGO-Berichtes fest. China weist die Theorie zurück, dass das Virus aus einem chinesischen Labor stammen könnte. Peking lehnt die Anreise einer weiteren internationalen Expertengruppe zur Suche nach dem Virusursprung ab.

FDA-Berater empfehlen Notfallzulassung für Corona-Impfstoff Novavax

Ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat eine Notfallzulassung für den Coronavirus-Impfstoff Novavax empfohlen. Dafür sprachen sich die Mitglieder des Gremiums am Dienstag nach stundenlanger Diskussion einstimmig aus. Das Abstimmungsergebnis ist für die FDA nicht bindend, meist folgt die Behörde aber der Einschätzung der Berater. Auch die Arzneimittelbehörde CDC muss sich dem noch anschliessen. Eine Notfallzulassung für das Präparat könnte dann in den kommenden Tagen erfolgen.

Der Impfstoff, von dem zwei Dosen notwendig sind, ist in Deutschland bereits seit Ende Februar verfügbar. Er basiert auf einem klassischeren Verfahren als die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna, weswegen er als mögliche Alternative für Menschen angesehen wird, die diese skeptisch sehen.

Corona-Fälle in Brasilien nehmen wieder deutlich zu

Die Zahl der Covid-19-Fälle in Brasilien ist in den vergangenen Wochen wieder deutlich angestiegen. Das brasilianische Gesundheitsministerium meldete für Donnerstag 41’273 Neuinfektionen binnen 24 Stunden.

Zwei Wochen zuvor hatte die Zahl noch bei 10’415 gelegen. Epidemiologen sprechen angesichts des bevorstehenden Winters auf der Südhalbkugel bereits vom Beginn einer vierten Welle.

«Dieser Anstieg lässt sich durch das Ende des Tragens von Masken in geschlossenen Räumen, den Beginn der kalten Jahreszeit, das Auftreten von Omikron-Untervarianten und die geringe Akzeptanz von Auffrischungsimpfungen erklären», sagte die Epidemiologin an der Universität Espíritu Santo, Ethel Maciel.

Die Zahl der Todesfälle lag am Donnerstag mit 127 nur leicht über den Vorwochen. Die Regierung des Bundesstaates Sao Paulo empfahl jedoch erneut die Verwendung von Masken in geschlossenen Räumen, da sich die Zahl der Krankenhauseinweisungen von Covid-Patienten im Mai mehr als verdoppelt hatte.

US-Regierung rechnet bald mit Impfung für Unter-Fünfjährige

Die US-Regierung rechnet mit ersten Impfungen gegen das Coronavirus für Kinder im Alter unter fünf Jahren ab dem 21. Juni. Voraussetzung seien die erwartete Genehmigung der Arzneimittelbehörde FDA und eine entsprechende Empfehlung der Gesundheitsbehörde CDC, sagte der Coronavirus-Koordinator des Weissen Hauses, Ashish Jha, am Donnerstag im Weissen Haus. Danach werde es noch einige Zeit dauern, bis das Programm anlaufe und die Impfstoffe in grösserem Umfang zur Verfügung stünden. «Wir gehen davon aus, dass innerhalb weniger Wochen alle Eltern, die ihr Kind impfen lassen wollen, einen Termin bekommen können.»

Jha sagte, der zuständige FDA-Ausschuss werde die von den Herstellern Pfizer/Biontech und Moderna vorgelegten Daten für ihre Impfstoffe, die für Kinder ab sechs Monaten zum Einsatz kommen sollen, am 14. und 15. Juni prüfen. Kurz danach werde eine Entscheidung erwartet. Danach werde die CDC ihre Empfehlung abgeben. Derzeit ist der Pfizer-Impfstoff gegen das Coronavirus in den Vereinigten Staaten für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren zugelassen.

Berset leitet Untersuchung wegen Covid-19-Impfstoffbeschaffung ein

Bundesrat Alain Berset hat eine Administrativuntersuchung betreffend die Beschaffung von Covid-19-Impfstoffen eingeleitet. Geklärt werden muss, ob alle Impfstoffbeschaffungen durch Kredite gedeckt waren, wie das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) am Donnerstag, 2. Juni, mitteilte.

Insbesondere ist unklar, ob in den Verträgen Parlamentsvorbehalte eingefügt worden waren, wie aus der Mitteilung weiter hervorging. Bundesrat Berset habe die Finanzkommission bereits darüber informiert, dass er eine Untersuchung in die Wege geleitet habe.

Die Finanzkommission des Nationalrats (FK-N) ist über das angenommene Versäumnis «alles andere als erfreut», wie sie in einer eigenen Mitteilung schrieb. Dadurch könne die Budgethoheit des Parlaments stark eingeschränkt werden.

Bundesrat Alain Berset hat eine Administrativuntersuchung betreffend die Beschaffung von Covid-19-Impfstoffen eingeleitet. (Bild: Keystone)

Die mutmasslichen Probleme bei den Verträgen wurden bemerkt, weil der Ständerat am Mittwoch einen vom Bundesrat beantragten Nachkredit zur Beschaffung der Impfstoffe kürzen wollte. Dabei hat sich laut der FK-N gezeigt, dass der Nachkredit nicht nach Belieben gekürzt werden kann, da entsprechende Vorbehalte in den Verträgen mit den Impfstofflieferanten «offenbar teilweise nicht eingebaut wurden».

Mit der Administrativuntersuchung wird laut EDI-Mitteilung Kurt Grüter, der ehemalige Direktor der Eidgenössischen Finanzkontrolle, beauftragt. Untersucht werden neben den Versäumnissen auch die Abläufe, um solche zukünftig zu verhindern.

EU-Kommission billigt Plan für Auszahlung von Corona-Hilfen an Polen

Die EU-Kommission hat sich nach monatelangem Streit mit der polnischen Regierung auf einen Plan für die Auszahlung milliardenschwerer Corona-Hilfen verständigt. Das teilte EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni am Mittwoch mit. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen werde an diesem Donnerstag in Warschau sein und Details der Einigung vorstellen.

Vorangegangen war ein erbitterter Streit über die polnischen Justizreformen, die nach Ansicht von Kritikern die Unabhängigkeit polnischer Richter beschneidet. Von der Leyen hatte stets gefordert, dass entscheidende Reformen zurückgenommen werden. Bis Polen tatsächlich Geld aus dem 800 Milliarden Euro schweren Corona-Fonds erhält, wird es allerdings noch dauern. Zunächst muss das Land in dem Aufbauplan vereinbarte Zwischenziele erreichen.

Polen hatte seinen Corona-Aufbauplan bereits im Mai 2021 eingereicht. Um Geld aus der sogenannten Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF) der EU zu erhalten, müssen Mitgliedstaaten einen Plan mit Investitions- und Reformvorhaben vorlegen, der eigentlich innerhalb von zwei Monaten von der Kommission beurteilt werden sollte. Die Genehmigung des polnischen Plans wurde allerdings verschoben. Der EU-Kommission zufolge kann Polen 23,9 Milliarden Euro an Zuschüssen sowie zusätzlichen 11,5 Milliarden Euro an Krediten erhalten. Nun muss noch der Rat der 27 EU-Staaten den polnischen Plan billigen.

Der Streit um die polnische Justizreform zwischen Brüssel und Warschau stand dem jedoch im Weg und wurde teils erbittert geführt. Noch im Oktober kam es im Strassburger Europaparlament zur persönlichen Konfrontation zwischen von der Leyen und dem polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki.

Maskenpflicht in Österreich weitgehend ausgesetzt

Österreich setzt die Maskenpflicht zur Eindämmung der Corona-Pandemie während der Sommermonate weitgehend aus. Ab Mittwoch sind bis vorläufig Ende August auch in Supermärkten Einkäufe ohne diesen Schutz möglich. Das Tragen von FFP2-Schutzmasken entfällt fast überall auch in öffentlichen Verkehrsmitteln. Generell müssen Masken noch in Krankenhäusern und Altenheimen aufgesetzt werden. In Wien gilt die Maskenpflicht als einzigem Bundesland auch in Bussen und Bahnen.

Im Herbst könnte es wieder zu steigenden Fallzahlen bei den Corona-Infektionen kommen, was wohl eine Verschärfung der Massnahmen zur Folge hätte. Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100’000 Einwohner in Österreich bei etwa 175, in Deutschland bei rund 200.

In Österreich wird die Maskenpflicht während des Sommers weitgehend ausgesetzt. (Symbolbild: Keystone)
Touristenzahlen in Thailand nehmen zu – Corona-Infektionen sinken

In Thailand nimmt die Zahl ausländischer Touristen nach der Lockerung der Einreiseregeln zu. Im April seien mehr als 293’000 Urlauber aus zahlreichen Ländern verzeichnet worden. Im März seien es noch 210’000 gewesen, berichtete die Zeitung «Bangkok Post» am Mittwoch unter Berufung auf die Behörden. Die nächsten Monate dürften einen weiteren Zuwachs bringen, da seit dem 1. Mai die Regeln weiter gelockert wurden und nun kein Corona-Test für die Einreise mehr nötig ist.

Touristen müssen aber weiter online den sogenannten «Thailand Pass» beantragen und einen Nachweis über eine Covid-19-Versicherung mit einer Deckungssumme von mindestens 10’000 Dollar vorlegen. Wann diese Vorgaben wegfallen sollen, wird derzeit noch diskutiert.

Die Infektionszahlen sanken in den vergangenen Wochen stetig. Am Mittwoch meldeten die Gesundheitsbehörden rund 4’500 neue Fälle. Im April waren zeitweise noch mehr als 20’000 Neuinfektionen bestätigt worden.

Der Tourismussektor ist für Thailand extrem wichtig. Allerdings ist das Land noch weit von den Zahlen vor der Pandemie entfernt: 2019 reisten noch 40 Millionen Urlauber in das für seine herrlichen Stände, Tempel und Dschungel bekannte Traumziel. Wegen des Krieges in der Ukraine kämen derzeit kaum Gäste aus Russland und Osteuropa, die sehr wichtig für die Branche seien, sagte Chayawadee Chai-Anant von der thailändischen Zentralbank.

Nach zwei Monaten Lockdown: Shanghai hebt viele Beschränkungen auf

In der südchinesischen Hafenmetropole Shanghai sind nach zwei Monaten strengem Lockdown mit Ausgangssperren die Beschränkungen weitgehend gelockert worden. Seit Mittwoch durften die meisten der 26 Millionen Menschen ihre Wohnungen wieder verlassen. Geschäfte öffneten. Öffentlicher und privater Verkehr wurden mit gewissen Einschränkungen wieder aufgenommen.

Das Wirtschafts- und Finanzzentrum der zweitgrössten Volkswirtschaft berichtete nur 15 Neuinfektionen am Vortag – so wenig wie seit drei Monaten nicht mehr. Auf dem Höhepunkt der Welle in Shanghai hatte es im April 27 000 Fälle an einem Tag gegeben. Landesweit meldete die nationale Gesundheitskommission 68 Fälle, davon 46 asymptomatisch.

Während der Rest der Welt versucht, mit dem Virus zu leben, verfolgt das bevölkerungsreichste Land eine rigorose Null-Covid-Strategie. Mit der Ankunft der Omikron-Variante kämpft China seit März aber gegen die grösste Corona-Welle seit Ausbruch der Pandemie vor mehr als zwei Jahren. Chinesische Wissenschaftler warnten, dass eine völlige Lockerung ohne jegliche Beschränkungen in China zu 1,5 Millionen Toten in sechs Monaten führen könnte.

In Shanghai sind nach zwei Monaten strengem Lockdown mit Ausgangssperren die Beschränkungen weitgehend gelockert worden. (Bild: Keystone)
Maskenpflicht in Österreich fällt mit Ausnahmen in Wien fast überall

Angesichts sinkender Infektionszahlen wird die Maskenpflicht in Österreich weiter zurückgenommen. Mit Mittwoch ist beispielsweise im gesamten Handel kein Mund-Nasen-Schutz mehr Pflicht. Auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln muss mit Ausnahme Wiens keine FFP2-Maske getragen werden.

Verpflichtend ist sie nur noch in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, also beispielsweise in Spitälern, Arztpraxen und Seniorenheimen. Wien geht es wie schon üblich vorsichtiger an. In der Bundeshauptstadt gilt die FFP2-Pflicht darüber hinaus weiter in Apotheken und auch im öffentlichen Verkehr sowie in dazu gehörigen überdachten Haltestellen.

Dies wird teils zu eher kuriosen Situationen führen. Denn auch in Fernzügen ist die Maske anzulegen. Das heisst, die wenigen Minuten in Wien muss der Schutz getragen werden, sobald aber die Stadtgrenze erreicht ist, kann man mit den selben Passagieren im selben Waggon ohne weiterfahren. Auch in Wien fällt dagegen die Maskenpflicht in Taxis sowie beispielsweise in Ämtern, Lebensmittel-Geschäften und Drogerien.

BAG meldet 6’941 Neuinfektionen innert einer Woche

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von sieben Tagen 6941 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG sechs neue Todesfälle und 99 Spitaleinweisungen.

Alle aktuellen Corona-Zahlen vom BAG finden Sie hier.

Swissmedic prüft Pfizer-Booster für Kinder ab fünf Jahren

Das Pharmaunternehmen Pfizer hat bei der Swissmedic das Gesuch für eine Booster-Impfung gegen das Coronavirus für Kinder ab fünf Jahren eingereicht. Der Impfstoff ist für Kinder von 5 bis 11 Jahren seit Dezember 2021 in der Schweiz für die Grundimmunisierung zugelassen.

Das Gesuch um eine neue Dosierungsempfehlung beinhaltet eine Auffrischimpfung für Kinder von fünf bis elf Jahren mindestens 6 Monate nach der Grundimmunisierung mit dem Covid-19-Kinderimpfstoff, wie Swissmedic am Dienstag mitteilte. Das Heilmittelinstitut bewerte nun Nutzen und Risiken der neuen Dosierungsempfehlung gestützt auf die eingereichten Daten.

Der Impfstoff Comirnaty von Pfizer/Biontech für Kinder von 5- bis 11-Jährige ist in der Schweiz seit dem 10. Dezember 2021 zugelassen. Dosierung und Anwendung unterscheiden sich vom Impfstoff Comirnaty für Personen ab 12 Jahren.

Der Impfstoff, der bei Kindern angewendet wird, hat eine niedrigere Konzentration (10 Mikrogramm) und das Injektionsvolumen (0,25 Milliliter) ist vier Mal geringer als bei Erwachsenen.

Beim Booster handelt es sich um eine zusätzliche Impfdosis, die geimpften Personen mit abgeschlossener Grundimmunisierung verabreicht wird, um das immunologische Gedächtnis aufzufrischen.

Weltärztebund warnt vor Ausbreitung von Corona-Subvarianten

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat vor einer Ausbreitung der Omikron-Subvariante BA.5 des Coronavirus gewarnt. «Corona ist noch nicht vorbei. Das belegt der heftige Ausbruch in Portugal», sagte Montgomery der «Rheinischen Post».

Die Subvariante BA.5 werde sich ausbreiten. Viele Menschen – auch Geimpfte – würden erkranken. Geimpfte hätten aber deutlich mildere Symptome.

Das Robert Koch-Institut berichtete kürzlich von einer Zunahme der Omikron-Subvarianten BA.4 und BA.5 auf niedrigem Niveau. Dominant ist weiter BA.2 mit 96,4 Prozent. Der Anteil von BA.5 verdoppelte sich etwa von 1,2 auf 2,5 Prozent.

Auch der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach hatte sich schon mit einer Warnung zu Wort gemeldet. «Die besonders ansteckende Variante BA4/BA5 ist auch bei uns auf dem Vormarsch. Dies könnte im Herbst die nächste Welle werden», schrieb der SPD-Politiker auf Twitter.

Rund die Hälfte der Schweizer Ferienreisenden lässt sich nicht von Corona einschränken

Die Planung der Sommerferien geht dank dem Wegfall der Corona-Massnahmen wieder leichter von der Hand. Laut einer Umfrage des Versicherungskonzerns Generali lässt sich noch knapp jede zweite Person in der Schweiz durch die Pandemie in der Ferienplanung einschränken.

Konkret gaben noch 46 Prozent der Reisewilligen an, dass sie sich nun weniger von Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in ihrer Ferienplanung leiten lassen. Letztes Jahr hätten noch zwei Drittel der rund 500 befragten Personen angegeben, dass sie durch Covid-Regelungen in der Sommerferienplanung eingeschränkt wurden.

Bei der Wahl des Reisemittels bleibe indes das Auto mit 48 Prozent die bevorzugte Wahl. Und mit Blick auf das Reiseziel nannten 40 Prozent Italien als Ferienziel Nummer eins, gefolgt von Frankreich und Spanien.

Wer hingegen Ferien in der Schweiz machen wolle, lasse sich mit der konkreten Planung Zeit. Knapp ein Drittel der Befragten wusste im März noch nicht, wohin es gehen soll, heisst es dazu.

«Buchungsboom» bei Hotelplan

Derweil gab der Reiseveranstalter Hotelplan am Wochenende bekannt, dass man derzeit einen wahren «Buchungsboom» erlebe. «Es ist unglaublich, die Leute wollen unbedingt verreisen. Seit über zwei Monaten buchen wir jede Woche mehr als vor der Pandemie 2019 in der gleichen Woche», sagte Hotelplan-Chefin Laura Meyer in einem Interview mit der «SonntagsZeitung».

Am grössten sei die Nachfrage für Badeferien am Mittelmeer – insbesondere für die Destinationen Griechenland und Zypern, aber auch für die Türkei und Ägypten, so Meyer. Aber auch die Mittel- und Langstreckendestinationen seien enorm gefragt. «Reisen in die USA sind ebenfalls sehr beliebt, die Verfügbarkeiten jedoch bereits sehr knapp. Wir nehmen jetzt Buchungen für nächstes Jahr entgegen.»

(Bild: Keystone)
Pekinger verstösst gegen Quarantäne: 5'000 Nachbarn müssen in Isolation

Als Folge mehrfacher Verstösse gegen Heimquarantäne durch einen 42-jährigen Pekinger, der später positiv getestet wurde, müssen mehr als 5’000 seiner Nachbarn in Corona-Isolation. Wie die Zeitung «Beijing Ribao» am Montag, 30. Mai, berichtete, war der Mann angewiesen worden, sich daheim zu isolieren, weil er in einem Einkaufszentrum als Kontaktperson eines Infizierten identifiziert worden war. Der 42-Jährige habe aber mehrfach seine Wohnung verlassen und sei in der Nachbarschaft herumgelaufen.

China kämpft gerade gegen die schlimmste Corona-Welle seit Beginn der Pandemie vor mehr als zwei Jahren. (Symbolbild: Keystone)

Fünf Tage nach der Anweisung seien der Mann und seine Frau positiv getestet worden. Als Konsequenz hätten die Behörden 258 Bewohner seines Hauses in eine zentrale Quarantäne-Einrichtung gebracht. Mehr als 5’000 Bewohner der Gegend müssten sich jetzt zuhause isolieren, schrieb das Blatt weiter. Die Polizei habe strafrechtliche Ermittlungen gegen den 42-Jährigen eingeleitet.

China verfolgt nach wie vor eine rigorose Null-Covid-Strategie. Das bevölkerungsreichste Land kämpft gerade gegen die schlimmste Corona-Welle seit Beginn der Pandemie vor mehr als zwei Jahren. Insbesondere Shanghai, aber auch Peking und andere Metropolen haben unterschiedlich strenge Lockdowns verhängt. Einige Hundert Millionen Menschen im Land werden regelmässig getestet.

Chinesische Lockdowns verschlimmern Lieferprobleme

Die Corona-Lockdowns in China verschärfen den Materialmangel der Industrie. Bei der jüngsten Unternehmensumfrage des deutschen Ifo-Instituts im Mai klagten 77,2 Prozent der dortigen Firmen über Materialengpässe und Lieferprobleme, nach 75 Prozent im April. «Die Schliessung von Häfen in China hat für viele Unternehmen die Situation weiter verschlechtert», sagte am Montag, 30. Mai, Ifo-Umfragenleiter Klaus Wohlrabe in München. Die massive Störung der Logistikketten wird die wirtschaftliche Erholung demnach merklich verzögern.

Rund die Hälfte der Unternehmen sagte in der Umfrage, dass die Lockdowns in China die Lieferprobleme verschärft hätten. Nahezu alle Schlüsselindustrien seien stark betroffen, am meisten der Maschinenbau, in dem 91,5 Prozent der Unternehmen über Lieferprobleme klagten.

Erstmals wieder Fans in Chinas Fussballstadien

Für das Eröffnungsspiel der chinesischen Super League (CSL) sind trotz der strengen Corona-Massnahmen erstmals Fans im Stadion zugelassen. Wie die Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag, 28. Mai, berichtete, soll der Auftakt der diesjährigen Saison am 3. Juni stattfinden – Pandemie-bedingt rund drei Monate später als ursprünglich geplant. Zur genauen Anzahl an erlaubten Zuschauern gibt es bislang keine Angaben.

Der chinesische Profi-Fussball hat unter den strengen Corona-Schutzmassnahmen stark gelitten. Sämtliche Spiele fanden zuletzt ohne Zuschauer statt. Zudem hatte sich die Volksrepublik China jüngst als Gastgeber der Fussball-Asienmeisterschaft zurückgezogen, die für Juli 2023 geplant war. Mehrere Stadien im Land wurden eigens für das Grossereignis neu errichtet oder renoviert.

Die jetzige CSL-Saison findet ebenfalls unter starken Einschränkungen statt. Sämtliche Spiele werden lediglich in drei verschiedenen Städten ausgetragen, wobei sich die Spieler und Mitarbeiter der Fussballteams laut Medienberichten nach jeder Reise jeweils drei Wochen lang in Hotelquarantäne begeben müssen.

Mehr als 620'000 abgelaufene Corona-Impfdosen in der Schweiz

Rund 620’000 Dosen des Corona-Impfstoffes von Moderna, die in der Schweiz lagern, sind abgelaufen. Davon sind 200’000 in den Kühlschränken der Kantone und 420’500 in der Armeeapotheke blockiert, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) einen Bericht von RTS bestätigte.

Das BAG muss der Entsorgung dieser Chargen zustimmen, wie dessen Sprecher Grégoire Gogniat am Donnerstagabend auf Anfrage von Keystone-SDA zum Bericht des Westschweizer Radio und Fernsehens RTS erklärte. Die Kosten für ihre Vernichtung würden sich auf einen Franken pro Kilogramm belaufen.

(Bild: Keystone)

Es ist nicht auszuschliessen, dass weitere Chargen das gleiche Schicksal erleiden. In den Kühlschränken der Armee sollen noch rund sieben Millionen Impfdosen liegen, da die Zahl der Impfungen in den letzten Monaten stark gesunken ist. Im Mai wurden pro Tag rund 1200 Dosen verabreicht.

Zu den bereits gelieferten Impfstoffen kommen potenziell noch die bei den Herstellern reservierten Chargen hinzu. Insgesamt hat der Bund 34 Millionen Dosen für 2022 gekauft.

Falls es zu einem Überschuss an Impfstoffdosen kommt, könnten bis zu 15 Millionen Dosen an das COVAX-Programm weitergegeben werden, das einen weltweit gleichmässigen und gerechten Zugang zu Covid-19-Impfstoffen zu gewährleisten versucht und Impfstoffe an Entwicklungsländer verteilt. Die Verhandlungen darüber sollen noch im Gange sein.

8'125 neue Corona-Fälle in den letzten sieben Tagen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag, 24. Mai, innerhalb von sieben Tagen 8’125 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG zehn neue Todesfälle und 100 Spitaleintritte.

Am Dienstag vor einer Woche hatte das BAG für die Woche zuvor 10’788 Neuinfektionen gemeldet. Zudem gab es in den sieben Tagen zuvor zwölf neue Todesfälle und 150 Spitaleintritte.

Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 71,1 Prozent. 3,3 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt. Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 251,51 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet.

69,17 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind vollständig geimpft. Weitere 0,99 Prozent haben eine erste Dosis erhalten. Ausserdem haben 43,26 Prozent der Gesamtbevölkerung eine sogenannte Booster-Impfung (Auffrischimpfung) erhalten.

In der vergangenen Woche wurden dem BAG 61’934 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 3’668’051 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, 53’292 Personen mussten im Spital behandelt werden und 13’325 Personen starben im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

BAG: Vor Auslandsreisen selbst für Corona-Booster bezahlen

Wer vor einer Auslandsreise eine Covid-19-Auffrischimpfung will, soll selbst für sie aufkommen. Diesen Vorschlag hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag, 24. Mai, in die Konsultation bei den Kantonen geschickt. Gemäss den aktuellen Empfehlungen des BAG und der Eidgenössischen Kommission für Impffragen ist eine sogenannte Booster-Impfung für die Bevölkerung derzeit nicht nötig. Nur Menschen mit einem stark geschwächten Immunsystem sollten sich in Absprache mit ihren Ärztinnen oder Ärzten einer Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff unterziehen.

Weil mit Beginn der Feriensaison und im Zuge der zunehmenden Mobilität mehr Personen ein Bedürfnis nach einer weiteren Auffrischimpfung vor einer Auslandsreise anmelden, möchte das BAG diese kostenpflichtig verabreichen lassen.

Wer vor einer Auslandsreise eine Covid-19-Auffrischimpfung will, soll selbst für sie aufkommen. (Symbolbild: Keystone)

Das Amt schätzt, dass 10’000 bis 20’000 Reisewillige ohne ausreichende medizinische Indikation eine Auffrischung wünschen könnten. Mit dem vorgeschlagenen Selbstzahlersystem würde diesem Wunsch entsprochen, schreibt das BAG.

Gemäss dem Vorschlag des Bundesamtes müsste die Impfung gleich vor Ort bezahlt werden. Die Kantone müssten die Impfstellen bestimmen und die Terminvergabe festlegen. Der Preis richtet sich nach der vom Bund festgelegten und an ihn zu entrichtenden Pauschale.

Die Konsultationsfrist endet am 1. Juni. Der Bundesrat will die entsprechende Anpassung der Epidemienverordnung am 10. Juni behandeln.

Maskenpflicht wird in Österreich ausgesetzt

In Österreich wird die Maskenpflicht zur Eindämmung der Corona-Pandemie während der Sommermonate weitgehend aufgehoben. Derzeit müssen in öffentlichen Verkehrsmitteln und Supermärkten noch FFP2-Masken getragen werden.

Diese Regel werde ab 1. Juni für vorläufig drei Monate ausgesetzt, sagte Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) am Dienstag in Wien. In Krankenhäusern und Altersheimen wird die Maskenpflicht weiterhin gelten.

«Jetzt verschafft die Pandemie uns eine Atempause», sagte Rauch. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Montag nur mehr bei rund 230 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Rauch machte jedoch klar, dass die Maskenpflicht wieder eingesetzt wird, wenn die Ansteckungen im Herbst wie erwartet erneut ansteigen.

Die Impfpflicht bleibt angesichts der guten Pandemie-Lage auch weiterhin ausgesetzt, wie Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) bekanntgab. Die Verpflichtung zur Immunisierung gegen Covid-19 war zu Anfang des Jahres vom Parlament beschlossen worden, sie wurde jedoch nie praktisch umgesetzt.

Weitere Auffrischimpfung derzeit laut BAG nur ausnahmsweise nötig

Eine weitere Auffrischimpfung gegen das Coronavirus ist nach Ansicht des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) derzeit für die Bevölkerung generell nicht nötig. Eine einzige Auffrischimpfung nach der Grundimmunisierung reiche aktuell aus.

Menschen mit einem stark geschwächten Immunsystem empfehlen das BAG und die Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF) jedoch eine weitere Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff, wenn sie nach Einschätzung des behandelnden Arztes oder der behandelnden Ärztin erfolgversprechend ist.

Patientinnen und Patienten mit einem stark geschwächten Immunsystem haben laut der Mitteilung weiterhin ein hohes Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken. Sie könnten trotz wiederholter Impfung gegen SARS-CoV-2 keinen guten Immunschutz aufbauen.

(Bild: Keystone)

Wie das BAG weiter schreibt, steht seit kurzem für Personen mit stark geschwächtem Immunsystem, die ungenügend auf eine Impfung ansprechen, ausserdem das Arzneimittel Tixagevimab/Cilgavimab (Evusheld®) zur Verfügung.

Die Antikörperkombination für die passive Immunisierung wird präventiv verabreicht. Sie schützt gemäss Daten für mindestens sechs Monate gut vor einer Covid-19-Erkrankung. Das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic hat Tixagevimab/Cilgavimab (Evusheld®) noch keine Zulassung erteilt. Das Arzneimittel darf, wie das BAG festhält, ausschliesslich auf Verschreibung eines Arztes oder einer Ärztin verabreicht werden und ist nur für bestimmte Risikogruppen indiziert.

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London stuft Omikron-Typen BA.4 und BA.5 als besorgniserregend ein

Grossbritannien hat die Omikron-Untervarianten BA.4 und BA.5 als besorgniserregende Varianten eingestuft. Die bisherigen Analysen der vorliegenden Daten wiesen auf einen Wachstumsvorteil gegenüber der noch vorherrschenden Omikron-Untervariante BA.2 hin, teilte die britische Gesundheitsbehörde am Freitag mit.

Bislang sei die Zahl der Fälle in Grossbritannien jedoch sehr überschaubar – von BA.4 gebe es bislang 115 bestätigte oder Verdachtsfälle, von BA.5 80 Fälle.

Bei der Weltgesundheitsorganisation WHO gelten die Omikron-Subvarianten BA.1 bis BA.5 und davon abstammende sowie Misch-Varianten des Erregers als besorgniserregende Varianten. Die ersten Unterarten von Omikron hatten im Winter für massive Infektionswellen gesorgt.

Bund beschafft Corona-Medikament Paxlovid von Pfizer

Das Coronavirus-Medikament Paxlovid kommt in der Schweiz auf den Markt, erste Behandlungen sollen noch im Mai möglich sein. Mit dem US-Pharmaunternehmen Pfizer hat der Bund einen Vertrag zur Beschaffung von 12’000 Packungen des Medikaments in Tablettenform abgeschlossen.

Abgegeben werden soll Paxlovid in kantonalen Zentren, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag bekannt gab. In einer zweiten Phase wird das rezeptpflichtige Arzneimittel auch über Hausärzte und Apotheken erhältlich sein. Die Kosten für die ambulante Anwendung werden vom Bund übernommen.

Dieses Arzneimittel ist laut BAG derzeit nicht zugelassen, kann aber, gestützt auf die Covid-19-Verordnung 3, bereits während des laufenden Zulassungsverfahrens zur Behandlung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten angewendet werden. Das Zulassungsgesuch ist bei Swissmedic in Prüfung.

Gesundheitsdirektoren wappnen sich für Anstieg von Corona-Fällen

Die Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren haben an ihrer Jahrestagung in Genf Vorbereitungen für eine mögliche erneute Zuspitzung der Corona-Lage getroffen. Denn seit der Rückkehr in die «normale Lage» per 1. April liegt die Hauptverantwortung bei den Kantonen.

Konkret haben sie einen Prozess definiert, wie allfällige Empfehlungen «für Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung verabschiedet werden sollen», schrieb die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) am Freitag in einer Mitteilung.

So beschlossen die Kantone etwa «die Kapazitäten zur Behandlung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten, eine breite Testkapazität sowie einen niederschwelligen Zugang zu Impfungen sicherzustellen».

Vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie befasste sich die GDK-Plenarversammlung auch mit dem Zusammenspiel zwischen Wissenschaft und Politik. Marcel Tanner, Präsident der Akademien der Wissenschaften Schweiz, lieferte dazu einen Input.

EU-Arzneimittelbehörde prüft Zulassung von Corona-Impfstoff Valneva

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft die Zulassung des Corona-Impfstoffs des französischen Pharmakonzerns Valneva für den EU-Markt.

Das Unternehmen habe einen entsprechenden Antrag gestellt, teilte die EMA am Mittwoch in Amsterdam mit. Wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist, blieb offen.

Die EMA-Experten prüfen bereits seit Dezember alle Daten aus Studien und Versuchen zu dem Impfstoff mit dem offiziellen Namen VLA2001. Wenn sie grünes Licht geben, muss noch die EU-Kommission zustimmen – aber das gilt als Formsache. Bisher gibt es in der EU fünf zugelassene Corona-Impfstoffe. Im April war der Valneva-Impfstoff bereits in Grossbritannien zugelassen worden.

Eine Million Corona-Tote in den USA

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in den USA mehr als eine Million Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das ging am Dienstag (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) hervor. Kein Land hat in absoluten Zahlen mehr Corona-Tote registriert als die Vereinigten Staaten, in denen rund 330 Millionen Menschen leben.

Die Webseite der Johns Hopkins Universität wird regelmässig aktualisiert und zeigt einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der US-Gesundheitsbehörde CDC. (Grafik: Screenshot coronavirus.jhu.edu)

US-Präsident Joe Biden hatte bereits in der vergangenen Woche anlässlich eines internationalen Covid-Videogipfels die schmerzhafte Wegmarke beklagt und angeordnet, für mehrere Tage die Flaggen auf allen öffentlichen Gebäuden in den USA in Erinnerung an die Corona-Toten auf halbmast zu setzen. Den offiziellen Zahlen zufolge war die Millionen-Marke zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz überschritten gewesen.

US-Arzneibehörde erlaubt Booster-Impfung für Kinder

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat für Kinder zwischen fünf und elf Jahren eine Booster-Impfung gegen das Coronavirus zugelassen. Möglich sei dies mit dem Biontech-Pfizer-Impfstoff und mindestens fünf Monate nach den ersten Impfungen, erklärte die FDA am Dienstag. Testreihen hätten gezeigt, dass die Booster auch in dieser Altersgruppe sicher seien. «Während der Omikron-Welle sind mehr Kinder an der Krankheit erkrankt und mussten ins Krankenhaus. Sie können ausserdem von langfristigen Folgen betroffen sein, selbst nach einer nur milden Erkrankung», erläuterte Robert Califf von der FDA.

Laut Daten der Gesundheitsbehörde CDC sind in den USA rund 29 Prozent der Kinder zwischen fünf und elf Jahren bisher doppelt geimpft. Etwa sechs Prozent sind nur einfach geimpft. Die Behörde führt seit Beginn der Pandemie 334 Covid-Todesfälle im Alter von 5 bis 14 Jahren in ihrer Statistik – vier Mal so viele Tote wie an der Grippe im gleichen Zeitraum. Es wird erwartet, dass in den kommenden Tagen die CDC der FDA-Zulassung folgt und den Einsatz eines Boosters empfiehlt.

BAG meldet 10'788 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von sieben Tagen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von sieben Tagen 10’788 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG zwölf neue Todesfälle und 150 Spitaleinweisungen.

Am Dienstag vor einer Woche hatte das BAG für die Woche davor 12’929 Neuinfektionen gemeldet. Zudem gab es in den sieben Tagen zuvor 21 neue Todesfälle und 198 Spitaleinweisungen.

Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 73,1 Prozent. 5,3 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt. Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 309,13 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet.

69,16 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind vollständig geimpft. Weitere 0,99 Prozent haben eine erste Dosis erhalten. Ausserdem haben 43,16 Prozent der Gesamtbevölkerung eine sogenannte Booster-Impfung erhalten.

In der vergangenen Woche wurden dem BAG 64’409 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 3’659’935 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, 53’152 Personen mussten im Spital behandelt werden und 13’314 Personen starben in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Das Bundesamt für Gesundheit meldet am Dienstag, 17. Mai innerhalb von sieben Tagen 10’788 neue Coronavirus-Ansteckungen. (Symbolbild: Keystone)
Nach Corona-Ausbruch: Nordkorea verstärkt Massnahmen gegen Fieberfälle

Fünf Tage nach der erstmaligen Bestätigung eines Corona-Ausbruchs im Land berichteten die Staatsmedien am Dienstag, das Militär habe Soldaten an alle Apotheken in Pjöngjang entsandt und damit begonnen, «Medikamente unter einem 24-Stunden-Servicesystem zu verteilen».

Die Abstellung der Truppen blieb demnach auf die Hauptstadt mit ihren knapp drei Millionen Bewohnern beschränkt. Am Montag wurden den Berichten zufolge weitere knapp 270’000 Fieberfälle registriert. Die Zahl der fieberbedingten Todesfälle sei um sechs auf 56 gestiegen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte sich am Montag wegen des «Covid-19-Ausbruchs» in Nordkorea besorgt geäussert. «Weil das Land bisher keine Covid-19-Impfung eingeleitet hat, besteht das Risiko, dass sich das Virus rasch unter den Massen ausbreitet», wurde die WHO-Regionalleiterin für Südostasien, Khetrapal Singh, zitiert.

Nordkorea hatte lange behauptet, keinen einzigen Corona-Fall zu haben. Die Angaben wurden im Ausland angezweifelt.

Moderna-Chefarzt warnt die Schweiz vor dem Corona-Herbst

Der Moderna-Chefarzt Paul Burton warnt die Schweiz vor dem Corona-Herbst. Die Pandemie sei noch nicht vorbei, wie er in einem Interview mit «Blick» sagt. Er glaube auch nicht, dass die Schweiz in absehbarer Zeit einen endemischen Zustand erreichen werde. Es werde noch viele Varianten geben, die vielleicht noch schwerwiegender seien. Dass die Omikron-Variante milder sei, sei eine Fehleinschätzung. Das Gegenteil sei der Fall. Bei den Hospitalisierungen sei Omikron gleich schlimm wie die Delta-Variante. Es sei unwahrscheinlich, das die Menschheit Sars-CoV-2 je wieder loswerde. Das Virus mutiert ständig. Die wichtigste Massnahme, um einen endemischen Zustand zu erreichen, sei das Boostern. «Eigentlich besteht jetzt schon Bedarf für einen Booster», sagt Burton gegenüber «Bick», allerspätestens aber im Herbst.

Eric Clapton verschiebt Auftritt im Hallenstadion wegen Corona

Eigentlich hätte Eric Clapton am Dienstag im Hallenstadion in Zürich auftreten sollen. Doch nun hat er sich mit dem Coronavirus infiziert. Aus diesem Grund wird das Konzert verschoben, wie die Gadget abc Entertainment Group am Montag mitteilte.

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(Archivbild: Keystone)
Neuseelands Premierministerin Ardern mit Coronavirus infiziert

Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie habe sich nach einer Infektion ihres Partners Clarke Gayford seit dem 8. Mai in Isolation befunden, am Samstag, 14. Mai, sei dann ein Schnelltest «klar positiv» ausgefallen, hiess es in einer Mitteilung der Regierung.

Die 41-Jährige zeigt demzufolge seit Freitag Symptome und hatte bereits am Freitagabend ein schwach positives Schnelltestergebnis. Nach den neuseeländischen Covid-19-Regeln muss sie sich nun bis zum 21. Mai zu Hause isolieren. Eine für Ende Mai geplante Reise in die USA wurde zunächst nicht abgesagt.

Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Bild: Keystone)

Neuseeland mit seinen fünf Millionen Einwohnern galt lange als Vorzeigestaat im Kampf gegen das Coronavirus. Der Inselstaat hatte sich im März 2020 weitgehend von der Aussenwelt abgeschottet und verfolgte zeitweise eine sogenannte Null-Covid-Strategie. Mittlerweile hat das Land aber wegen der hoch ansteckenden Omikron-Variante mehr als eine Million Fälle verzeichnet.

Ardern wird nun eine äusserst wichtige Woche ihrer Regierung im Parlament verpassen, in der am Montag der Plan zur Reduzierung der Kohle-Emissionen auf Null vorgestellt und am Donnerstag der Haushalt veröffentlicht werden soll. «Diese Woche ist ein Meilenstein für die Regierung, und ich bedaure, dass ich nicht dabei sein kann», sagte Ardern der Mitteilung zufolge.

Nordkorea meldet nach Corona-Ausbruch 21 neue Todesfälle

Vor dem Hintergrund des Corona-Ausbruchs im Land hat Nordkorea 21 neue Todesfälle gemeldet. Die Opfer hätten sich unter den bisher mehr als 520’000 Menschen befunden, die seit Ende April Fieber bekommen hätten. Am Freitag, 13. April, sei die Zahl der fieberbedingten Todesfälle auf 27 gestiegen, berichteten die staatlich kontrollierten Medien am Samstag. Wie viele von ihnen tatsächlich auf eine Corona-Erkrankung zurückzuführen sind, blieb aber unklar. Das weithin isolierte und autoritär geführte Land hatte am Donnerstag zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie offiziell Infektionen mit dem Krankheitserreger bestätigt.

Machthaber Kim Jong Un bezeichnete den Berichten zufolge bei einer Sitzung des Politbüros der herrschenden Arbeiterpartei die Ausbreitung der «bösartigen Krankheit» einen grossen Umbruch in der Geschichte des Landes. Die öffentliche Gesundheitskrise sei auf Inkompetenz und Unverantwortlichkeit zurückzuführen. Zugleich äusserte sich Kim zuversichtlich, dass der Ausbruch kontrollierbar sei. Er habe die Parteiorganisationen auf allen Ebenen dazu aufgerufen, «die Stossbrigade und kugelsichere Mauer im gegenwärtigen intensiven Kampf gegen die Epidemie» zu sein, hiess es.

Vor dem Hintergrund des Corona-Ausbruchs im Land hat Nordkorea 21 neue Todesfälle gemeldet. (Bild: Keystone)

Nordkorea hatte am Donnerstag zunächst von einer unbestimmten Zahl von Bewohnern der Hauptstadt Pjöngjang gesprochen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt hätten. Einen Tag später hiess es, das Virus habe sich im ganzen Land verbreitet. Sechs Menschen mit Fieber seien gestorben und bei einem Opfer sei die Omikron-Subvariante BA.2 nachgewiesen worden.

Kim hatte am Donnerstag angeordnet, alle Städte und Landkreise streng abzuriegeln. Wie die Menschen bei einer Ausgangssperre versorgt werden, galt als unklar. Grosse Teile der Bevölkerung haben nach Angaben von UN-Organisationen keinen regelmässigen Zugang zu Nahrung. Nordkorea hatte lange behauptet, coronafrei zu sein. Die Angaben wurden im Ausland angezweifelt.

China gibt Asien-Meisterschaft 2023 zurück

China wird wegen der anhaltenden Corona-Pandemie im kommenden Jahr die Asien-Fussball-Meisterschaft nicht austragen. Das Turnier mit 24 Teams sollte vom 16. Juni bis 16. Juli 2023 in zehn chinesischen Städten ausgetragen werden. Die asiatische Konföderation macht sich nun auf die Suche nach einem neuen Organisator.

Südkorea bietet Nordkorea Lieferung von Corona-Impfstoffen an

Südkorea will dem abgeschotteten Nachbarn Nordkorea bei den Bemühungen helfen, den ersten offiziellen Corona-Ausbruch in den Griff zu bekommen.

Präsident Yoon Suk Yeol biete Nordkorea an, Corona-Impfstoffe und andere medizinische Versorgungsgüter zu liefern, teilte das Präsidialamt in Seoul am Freitag mit.

Ein Sprecher Yoons äusserte seine Hoffnung, über Details der Hilfe mit Nordkorea sprechen zu können. Die Zahl der Corona-Verdachtsfälle in Nordkorea scheint sich demnach wegen eines massiven Ausbruchs explosionsartig zu erhöhen.

Zunächst war unklar, ob Nordkorea um Hilfe gebeten hat und ob beide Länder deswegen schon Kontakt aufgenommen haben. Die Situation auf der koreanischen Halbinsel ist derzeit nach einer Reihe von Tests mit ballistischen Raketen durch Nordkorea angespannt. Dabei handelt es sich in der Regel um Boden-Boden-Raketen, die einen Atomsprengkopf tragen können.

Moderna-Impfstoff für Kinder zwischen 6 und 11 Jahren zugelassen

Das Heilmittelinstitut Swissmedic hat die Indikationserweiterung des Covid-19-Impfstoffs Spikevax von Moderna für Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren genehmigt. Insbesondere Kinder mit Vorerkrankungen sollen davon profitieren können.

Kinder ab 6 Jahren erhalten gegenüber Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren im Abstand von vier Wochen zwei Mal die halbe Dosis (50 Mikrogramm), wie Swissmedic am Freitag mitteilte. Die Hauptstudie an Kindern im Alter von 6 bis 11 Jahren habe gezeigt, dass die durch den Impfstoff ausgelöste Immunantwort gegen das Sars-CoV-2-Virus mit derjenigen bei jungen Erwachsenen vergleichbar sei.

(Bild: Keystone)

Die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen wie Schmerzen, Rötungen oder Schwellungen an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schüttelfrost oder Übelkeit sind laut Swissmedic ähnlich wie bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen gewesen. Fieber trat bei Kindern häufiger auf, während Muskel- und Gelenkschmerzen seltener waren als bei Jugendlichen und Erwachsenen. Die unerwünschten Wirkungen waren in der Regel leicht bis mässig ausgeprägt und dauerten wenige Tage.

Nordkorea meldet ersten Covid-19-Todesfall

rdkorea hat einen ersten Todesfall im Land nach einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet. Seit Ende April seien sechs Menschen mit Fieber gestorben, das sich aus noch ungeklärter Ursache explosionsartig im ganzen Land ausgebreitet habe, berichteten die Staatsmedien am Freitag. Bei einem der Opfer sei die Omikron-Subvariante BA.2 nachgewiesen worden. Erst am Vortag hatte das abgeschottete und autoritär regierte Land zum ersten Mal offiziell seit dem Beginn der Corona-Pandemie vor mehr als zwei Jahren Infektionen mit dem Krankheitserreger bestätigt. Die unbestimmte Zahl von Fällen trat demnach in Pjöngjang auf.

Corona-Pandemie hinterlässt Spuren bei Universitätsspitälern

Eine gesicherte Finanzierung ist essenziell, um die Leistungsfähigkeit der Universitätsspitäler als medizinische Kompetenzzentren nicht zu gefährden. Das betonten fünf Schweizer Universitätsspitäler bei einer Bilanz zur Corona-Pandemie.

Die Pandemie war eine der grössten Herausforderungen für das Schweizer Gesundheitssystem seit Jahrzehnten, wie die Vertreterinnen und Vertreter der Universitätsspitäler von Basel, Bern, Lausanne, Genf und Zürich am Donnerstag vor den Medien erklärten. Sie habe eindrücklich die zentrale Rolle der Schweizer Universitätsspitäler in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk aller Leistungserbringenden im Land belegt.

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Für den Herbst dürfte es eine vierte Impfung geben

Die Eidgenössische Kommission für Impffragen (Ekif) steht vor der Empfehlung einer zweiten Corona-Auffrischimpfung im Herbst. Dies kündigte Ekif-Präsident Christoph Berger am Mittwochabend gegenüber der «Tagesschau» von SRF an. Die vierte Impfung gegen Covid-19 im Herbst sei ein «wahrscheinliches Szenario», so Berger. «Wir machen jetzt eine Empfehlung und werden auch schon im Frühsommer kommunizieren, wie diese aussieht.» Das mögliche Szenario für den Herbst sei eine Impfempfehlung für Personen über 65 oder mit chronischen Krankheiten, so Berger.

Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Impfkommission, kündigt die Empfehlung für eine zweite Corona-Auffrischimpfung im Herbst an. (Bild: Keystone)
Österreichische Virologin plädiert für angepassten Impfstoff

Eine Labor-Untersuchung des Instituts für Virologie der MedUni Innsbruck hat den Immunstatus nach einer Infektion mit der mittlerweile dominanten Omikron-Subvariante BA.2 des Coronavirus evaluiert. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie sehr sich die Varianten des Virus unterscheiden.

Je mehr Kontakte mit verschiedenen Varianten durch Impfung oder Infektion, desto grösser der Schutz, sagte Virologin Janine Kimpel im Gespräch mit der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Sie plädierte für einen angepassten Impfstoff.

In der aktuellen Debatte um Impfstoffupdates geht es um die Frage, ob für künftige Auffrischungsimpfungen wie bisher ein an den Wildtyp angelehnter Impfstoff Sinn macht, oder ob dieser an dominierende Varianten angepasst werden soll.

Einige Impfstoffhersteller, darunter das deutsche Biotechunternehmen Biontech, führen derzeit klinische Studien dazu durch. Virologin Kimpel hielt es für wahrscheinlich, dass Impfstoffe «ähnlich wie bei Influenza» künftig auf zirkulierende Varianten angepasst werden. Für sie ausser Frage stand nach wie vor die Wichtigkeit einer Immunisierung gegen das Coronavirus beziehungsweise einer darauffolgenden Auffrischungsimpfung.

In der Wissenschaft läuft zurzeit eine Debatte über einen weiteren, an die neusten Coronavirus-Varianten angepassten Impfstoff. (Bild: Keystone)
Nordkorea meldet ersten Corona-Ausbruch – Städte werden abgeriegelt

Das abgeschottete Nordkorea hat erstmals seit dem Beginn der Corona-Pandemie vor mehr als zwei Jahren offiziell Infektionsfälle mit dem Krankheitserreger bestätigt. Betroffen von dem Ausbruch mit der Omikron-Subvariante BA.2 ist Staatsmedien zufolge die Hauptstadt Pjöngjang.

Machthaber Kim Jong Un habe angesichts des «Ernstfalls» angeordnet, alle Städte und Landkreise streng abzuriegeln, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern. Wie viele Fälle es gibt und wo sich die Betroffenen infizierten, war zunächst unklar.

Experten warnen schon länger, dass Nordkorea wegen seines unzureichenden Gesundheitssystems nur schwer mit einem Ausbruch von Covid-19 fertig werden könne. Nordkorea war bis zum Donnerstag eines der wenigen Länder der Erde, die der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch keine einzige Corona-Infektion gemeldet hatten. Die Angaben des weithin isolierten Landes, wonach es bis jetzt coronafrei gewesen sei, wurden im Ausland jedoch stets angezweifelt.

Bill Gates positiv auf Covid-19 getestet

Bill Gates wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Seine Symptome seien aber mild, schreibt der Microsoft-Gründer auf Twitter. Er habe sich nun in Isolation begeben, und kuriere dort aus.

Nato-Chef Stoltenberg positiv auf Corona getestet

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Seine Sprecherin gab am Dienstag auf Twitter bekannt, er sei vollständig geimpft und geboostert und habe milde Symptome. Da die belgischen Regeln mindestens sieben Tage Quarantäne vorschreiben, wird er demnach nicht am Nato-Aussenministertreffen am Wochenende in Berlin teilnehmen können. Voraussichtlich wird der stellvertretende Nato-Generalsekretär Mircea Geoană den Vorsitz bei dem Treffen übernehmen.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Bild: Keystone)
Corona-Testpflicht an Tel Aviver Flughafen entfällt am 20. Mai

Die Corona-Testpflicht bei der Ankunft am internationalen Flughafen von Tel Aviv soll am 20. Mai aufgehoben werden. Die Entscheidung sei angesichts des Rückgangs der Infektionszahlen getroffen worden, teilte das israelische Gesundheitsministerium am Sonntag mit.

Schon von Dienstag an dürften Touristen ausserdem alternativ zu einem PCR-Test vor der Reise nach Israel einen Antigen-Test bis 24 Stunden vor dem Flug machen.

Im vergangenen Monat war die Maskenpflicht in Israel bereits fast komplett aufgehoben worden. Die Infektionszahlen in dem Land am östlichen Mittelmeer gingen zuletzt stetig zurück. Das Gesundheitsministerium meldete am Sonntag 1773 neue Fälle für das 9,4-Millionen-Einwohner-Land.

Klassische Grippe-Viren verdrängen derzeit Covid-19

Während die Corona-Ansteckungen in der Schweiz zurückgehen, übernehmen wieder Influenza- und andere Viren. Das belegen Daten, welche der Bund vom nationalen Meldesystem Sentinella erhält. Wie die «Sonntagszeitung» berichtet, hätten Aufzeichnungen aus über 180 Arztpraxen in der Schweiz gezeigt, dass klassische Grippeviren, die Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen oder Husten auslösen, die Coronaviren inzwischen abgelöst haben.

Andere Grippe-Viren verdrängen derzeit Sars-Cov-2 Viren – aber wohl nicht mehr lange. (Symbolbild: Keystone)

Kommenden Hebst dürfte laut ExpertInnen die nächste Covid-Infektionswelle anrollen. Trotzdem will der Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (Ekif) Christoph Berger noch keine vorsorglichen Massnahmen treffen. Derweil werden in mehreren Ländern schon jetzt Risikopersonen mit einem zweiten Booster versorgt. GDK-Präsident Lukas Engelberger kritisiert das Zuwarten der Schweiz. Er befürchtet, dass die Schweiz so nicht für die nächste Welle gewappnet sei. Impf-Chef Christoph Berger entgegnet, man bereite derzeit verschiedene Szenarien vor. «Eines davon ist eine zweite Auffrischimpfung», sagt er gegenüber der «SonntagsZeitung». Zurzeit empfehle man jedoch den zweiten Booster nicht.

USA schränken Zugang zu Johnson & Johnson-Impfstoff ein

Künftig sollen nur noch Erwachsene den Impfstoff erhalten, die die wirksameren mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer oder Moderna nicht erhalten können oder wollen, erklärte die FDA am Donnerstag. Grund für die Änderung der Notzulassung des Impfstoffs sei das erhöhte Risiko schwerer Blutgerinnsel.

Weiterhin erhalten sollen Menschen den Impfstoff, wenn sie ein Risiko für eine starke allergische Reaktion auf die mRNA-Impfstoffe haben. (Keystone)

Aus demselben Grund hatte die FDA im Dezember bereits empfohlen, sich bevorzugt mit den mRNA-Impfstoffen behandeln zu lassen. Der J&J-Impfstoff spielt in den USA ohnehin kaum noch eine Rolle: Lediglich drei Prozent aller injezierten Corona-Impfdosen stammen von J&J-Tochter Janssen.

Im Home Office melden sich Angestellte seltener krank

Im Home Office melden sich Angestellte seltener krank. Das legt ein Rückgang der Krankmeldungen bei verschiedenen angefragten Firmen nahe. «Wir haben während der Pandemie deutlich weniger krankheitsbedingte Absenzen festgestellt als vor März 2020», sagte Novartis-Sprecherin Anna-Katharina Schäfers gegenüber der «Basler Zeitung».

Auch Post und Swisscom haben seit Ausbruch der Pandemie weniger krankheitsbedingte Ausfälle verzeichnet. Bei der Krankenversicherung CSS sind die Absenzen sogar massiv zurückgegangen.

Ein Mann arbeitet mit einem Laptop und einem Tablet am Esstisch im Homeoffice. (Keystone)

Experten zeigen sich gegenüber der Zeitung besorgt. Oft würden die Mitarbeiter im Home Office arbeiten, obwohl sie sich im Büroalltag krank geschrieben hätten.

US-Aussenminister Blinken positiv auf Corona getestet

US-Aussenminister Antony Blinken hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Ein PCR-Test sei am Mittwochnachmittag positiv ausgefallen, teilte das Aussenministerium in Washington mit. Blinken habe milde Symptome.

In der vergangenen Woche waren bei US-Vizepräsidentin Kamala Harris Corona-Tests positiv ausgefallen. Jetzt hat es auch Antony Blinken erwischt. (Keystone)

Der 60-Jährige sei vollständig geimpft und geboostert. Die Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki, sagte, US-Präsident Joe Biden (79) sei seit mehreren Tagen nicht persönlich mit Blinken zusammengekommen. Bei Biden sei zuletzt am Dienstag ein Coronavirus-Test negativ ausgefallen. Das Aussenministerium teilte mit, Blinken werde sich nach den Richtlinien der Gesundheitsbehörde CDC zu Hause isolieren und von dort aus arbeiten.

Bund lässt Abwasser von über 100 Kläranlagen auf Viren überwachen

Neu wird in der Schweiz das Abwasser von mehr als 100 Kläranlagen auf Spuren des Coronavirus überwacht. Der Bund hat ein nationales Überwachungssystem aufgezogen, das rund 70 Prozent der Bevölkerung erfasst.

Das System soll laut einer Mitteilung des BAG vom Dienstag, 3. Mai, helfen, die Virenlast und auch zirkulierende Varianten des neuen Coronavirus zeitnah zu beobachten. Auch wenn die Pandemie zurzeit abklinge, bleibe es wichtig, die epidemiologische Lage zu überwachen, schrieb das BAG.

Neu wird in der Schweiz das Abwasser von mehr als 100 Kläranlagen auf Spuren des Coronavirus überwacht. (Symbolbild: Keystone)

Die Überwachung des Abwassers liefere schnell und grossflächig verlässliche Daten. Dies sei wichtig, weil die Zahl der durchgeführten Tests auf das Coronavirus zurückgehe. Das neu aufgezogene System deckt in etwa 70 Prozent der Bevölkerung ab. Auch grosse Tourismusorte werden erfasst.

Damit könnten neu in die Schweiz gelangte Virusvarianten rasch erfasst werden, schrieb das BAG. Ab dem kommenden Juni werden die gesammelten Daten öffentlich zugänglich sein. Das Monitoring wird bis Ende Jahr dauern, eine Verlängerung bis Ende 2023 ist zurzeit in Prüfung.

Schutzmassnahmen gegen Pandemie lassen Zahl der Drohungen steigen

Die Pandemie und die Schutzmassnahmen gegen Ansteckungen mit dem Coronavirus hat manche Menschen zum verbalen Zweihänder greifen lassen. Die Zahl der Drohungen gegenüber Magistratspersonen, Parlamentsmitgliedern und der Bundesverwaltung ist 2021 angestiegen.

Von «Drohungen in Endlosschleife» spricht das Bundesamt für Polizei (Fedpol) in seinem am Montag veröffentlichten Jahresbericht 2021. Schutzpersonen – etwa Bundesrätinnen, Bundesrichterinnen und -richter oder Mitglieder des Parlaments – würden Drohungen oder «Unmutsbekundungen» dem Fedpol melden.

Vor allem in den beiden Pandemie-Jahren 2020 und 2021 ist die Zahl der gemeldeten und auch der tatsächlichen Drohungen stark gestiegen. Gab es 2019 noch 246 Meldungen und 18 tatsächliche Drohungen, waren es 2020 bereits 885 Meldungen und 64 tatsächliche Drohungen. 2018 waren beide Zahlen allerdings etwas höher als 2019.

Neuseeland empfängt wieder Touristen aus 60 Ländern

Als eines der letzten Länder in der Asien-Pazifik-Region empfängt auch Neuseeland ab sofort wieder internationale Gäste. Das Land öffnete am Montag erstmals seit mehr als zwei Jahren seine Grenzen für zweifach geimpfte Besucher aus 60 visabefreiten Ländern (visa-waiver countries), darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Jedoch erwartet die Tourismusbranche voraussichtlich erst ab Oktober eine Erholung des Sektors – auch, weil in Neuseeland gerade der Winter beginnt.

Als eines der letzten Länder in der Asien-Pazifik-Region empfängt auch Neuseeland ab sofort wieder internationale Gäste. (Bild: Keystone)

Zudem verlangen die Behörden weiterhin einen negativen Corona-Test vor der Abreise im Heimatland und einen zweiten bei der Einreise nach Neuseeland. «Länder wie Australien, Grossbritannien, Dänemark und kürzlich etwa auch Fidschi haben diese Voraussetzung aufgehoben», zitierte der Sender Radio New Zealand einen Sprecher des neuseeländischen Tourismusunternehmens «House of Travel». Das vereinfache Urlaubern die Reise. «Deshalb werden sie wohl eher in diese Länder reisen als nach Neuseeland.»

Neuseeland mit seinen fünf Millionen Einwohnern galt lange als Vorzeigestaat im Kampf gegen das Virus. Der Inselstaat hatte sich im März 2020 weitgehend von der Aussenwelt abgeschottet und verfolgte zeitweise eine sogenannte Null-Covid-Strategie.

Peking verschärft seine Corona-Massnahmen

Chinas Hauptstadt hat zu Beginn einer mehrtägigen Ferienwoche strenge Corona-Restriktionen eingeführt. Bis mindestens zum 4. Mai sollen demnach sämtliche Restaurants der Stadt für Gäste geschlossen bleiben, wie die Stadtregierung am Samstagabend bekannt gab. Speisen und Getränke dürfen nur mehr zum Abholen oder Ausliefern angeboten werden.

Zudem ist es den meisten Geschäften und öffentlichen Einrichtungen in Peking nur noch gestattet, Kunden mit einem aktuellen PCR-Test einzulassen, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Chinas Hauptstadt hat zu Beginn einer mehrtägigen Ferienwoche strenge Corona-Restriktionen eingeführt. (Bild: Keystone)

Am Sonntag hat die nationale Gesundheitskommission 59 Infektionen in Peking registrert. Insgesamt haben sich im Zuge der jüngsten Infektionswelle in der Hauptstadt über 300 Menschen mit dem Virus infiziert. Bereits mehrere Wohnsiedlungen mit jeweils mehreren tausend Einwohnern wurden seit Ende April abgesperrt. Nach Medienberichten haben die Behörden zuletzt ein Covid-Feldspital mit rund 4’000 Betten fertiggestellt, in dem asymptomatisch und mild Infizierte isoliert werden sollen.

China verfolgt nach wie vor eine strikte Null-Covid-Strategie, die auch auf kleinste Infektionsausbrüche mit Massentests und Ausgangssperren reagiert. Doch auch die rigiden Massnahmen der chinesischen Regierung werden spätestens durch die hochansteckende Omikron-Variante auf eine harte Bewährungsprobe gestellt.

Reisen nach Griechenland bald ohne Impfnachweis

Ab dem 1. Mai müssen Reisende nach Griechenland keinen Impfnachweis mehr vorzeigen, um ins Land einzureisen. Das beschloss die Regierung in Athen am Donnerstag nach einem Vorschlag der zuständigen Gesundheitsbehörde EODY. Wie der staatliche Rundfunk weiter berichtete, werde auch die Vorzeigepflicht eines Impfnachweises für den Eintritt in Tavernen, Bars, Geschäften und Museen ab 1. Mai abgeschafft. Die Maskenpflicht in Innenräumen dagegen bleibt. Die Aufhebung der Massnahmen soll im Herbst auf den Prüfstand kommen. Für Griechenland-Urlauber wurde bereits verfügt, dass sie sich vor der Einreise nicht mehr extra auf einer staatlichen Website anmelden müssen.

WHO besorgt über starken Rückgang der Corona-Tests

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist besorgt über den starken Rückgang der Corona-Tests. Die Datenbanken der WHO erhielten immer weniger Informationen über Infektionen und Gen-Sequenzierungen von entdeckten Viren, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf. Damit könne die Organisation die Muster der Übertragung und der Evolution des Virus weniger sehen. Das Virus verbreite sich weiter und töte weiter. Die Gefahr, dass sich eine gefährliche neue Virusvariante entwickelt, sei weiter real.

(Bild: Keystone)
Behörde: Fast 60 Prozent der US-Bevölkerung hatte schon Corona

Fast 60 Prozent der Bevölkerung der USA hat sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC bereits mindestens einmal mit dem Coronavirus angesteckt. Das gehe aus neuen Antikörper-Daten bis zum Februar diesen Jahres hervor, teilte die CDC am Dienstag mit. Unter Kindern und Jugendlichen seien es sogar rund 75 Prozent.

(Bild: Keystone)

Offiziell sind nach CDC-Angaben in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern bislang rund 80 Millionen Infektionen bestätigt worden. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen stieg zuletzt wieder an, die Zahl der Krankenhaus-Einweisungen aber nur sehr gering und die Zahl der Todesfälle sank. «Wir hoffen, dass diese positiven Trends sich fortsetzen», sagte CDC-Chefin Rochelle Walensky.

Meilenstein für Tourismusbranche: Thailand lockert Einreiseregeln

Thailand lockert die Einreiseregeln für zweifach geimpfte Touristen weiter. Besucher mit Impfnachweis müssten ab dem 1. Mai weder einen Corona-Test vor der Abreise noch nach der Ankunft machen, teilten die Behörden in dem südostasiatischen Urlaubsland mit. Wenn die Visa-Formalitäten am Flughafen erledigt sind, können sich Feriengäste ab Sonntag sofort im ganzen Land frei bewegen. Die Zeitung «Bangkok Post» sprach am Mittwoch von einem «Meilenstein» für den Neustart der wichtigen Tourismusbranche.

Erforderlich bleiben lediglich die Registrierung im Internet für den so genannten «Thailand Pass» sowie eine Krankenversicherung über 10 000 US-Dollar (9400 Euro). Für Ungeimpfte gelten andere Regel. Es wird empfohlen, sich bei den Behörden genau über die nötigen Formalitäten zu informieren.

Reiseveranstalter und Hoteliers hatten schon länger gefordert, die Einreisebedingungen deutlich zu erleichtern, um mehr Touristen anzulocken und den Nachbarländern nicht das Feld zu überlassen. In vielen Ländern der Region, wie Kambodscha und Vietnam, waren die Regeln zuletzt schon wesentlich unkomplizierter als in Thailand.

US-Vizepräsidentin Harris positiv auf Corona getestet

Bei US-Vizepräsidentin Kamala Harris sind Schnell- und PCR-Tests zur Ermittlung des Coronavirus positiv ausgefallen. Sie habe keine Symptome, werde sich isolieren und ihre Amtsgeschäfte aus der Residenz der Vizepräsidentin in Washington weiterführen, erklärte ihre Sprecherin Kirsten Allen am Dienstag.

Harris (57) sei angesichts jüngster Reisen kein enger Kontakt für Präsident Joe Biden (79) oder First Lady Jill Biden (70), hiess es weiter. Harris werde sich an die Richtlinien der Gesundheitsbehörde CDC halten und erst ins Weisse Haus zurückkehren, wenn ihre Tests wieder negativ ausfielen, erklärte die Sprecherin. Sowohl Harris als auch Biden waren übers Wochenende in ihren jeweiligen Heimatstaat verreist gewesen, Harris nach Kalifornien und Biden nach Delaware.

WHO besorgt über fallende Corona-Testzahlen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist besorgt über den starken Rückgang der Corona-Tests. Die Datenbanken der WHO erhielten immer weniger Informationen über Infektionen und Gen-Sequenzierungen von entdeckten Viren, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf.

«Das macht uns immer blinder und wir können die Muster der Übertragung und Evolution weniger sehen», sagte Tedros. «Das Virus wird nicht verschwinden, weil die Länder nicht mehr danach suchen. Es verbreitet sich weiter, es verändert sich weiter, und es tötet weiter», sagte Tedros. Die Gefahr, dass sich eine gefährliche neue Virusvariante entwickelt, sei weiter real.

BAG meldet 22'730 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von sieben Tagen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von sieben Tagen 22’730 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 31 neue Todesfälle und 333 Spitaleinweisungen.

Alle aktuellen Corona-Zahlen vom BAG finden Sie hier.

Peking weitet Massentests aus

Nach einigen Dutzend Corona-Infektionen hat die chinesische Hauptstadt Peking die Massentests auf rund 90 Prozent seiner 21 Millionen Einwohner ausgeweitet. Ausser im grössten Stadtteil Chaoyang werden jetzt auch die Bewohner von elf weiteren Bezirken bis Samstag dreimal getestet, teilten die Behörden mit. Nach der ersten Runde mit 3,7 Millionen Tests am Vortag wurden bis Dienstagnachmittag aber nur 22 neue Infektionen entdeckt.

Trotz der geringen Zahl ging die Angst um, dass auch Peking ähnlich wie Shanghai zuvor in einen teilweisen oder ganzen Lockdown gehen könnte. Mehrere Nachbarschaften wurden bereits abgeriegelt. Ihre Bewohner können das Gebiet nicht verlassen.

Experten wiesen darauf hin, dass Peking anders als Shanghai frühzeitig eingreift und testet, was helfen solle, den Ausbruch unter Kontrolle zu bekommen. Insgesamt wurden in der Hauptstadt rund 100 Fälle entdeckt.

Trotz der bereits seit einem Monat geltenden weitgehenden Ausgangssperren in Shanghai wurden in der ostchinesischen Hafenstadt aber erneut rund 17’000 neue Infektionen gemeldet, die grosse Mehrheit asymptomatisch. Auch gab es in der 26-Millionen-Metropole wieder 33 Tote im Zusammenhang mit einer Covid-Infektion.

Corona-Infektion kann Netzhautschäden verursachen

Rund jede zehnte Person, die wegen einer Coronavirus-Infektion ins Spital eingeliefert werden musste, zeigte gemäss einer Studie weisse Flecken auf der Netzhaut. Diese krankhaften Veränderungen seien nach drei Monaten allerdings wieder abgeklungen. Das berichtet ein Genfer Forschungsteam in der Fachzeitschrift «Journal of Clinical Medicine».

Die Forschenden untersuchten die Augen von 172 hospitalisierten Patientinnen und Patienten, die als Folge einer Sars-CoV-2-Infektion an Atemnot litten. Demnach wiesen elf Prozent von ihnen Netzhautschäden auf, die sich in weissen Flecken manifestierten. Zurückzuführen seien diese auf einen Verschluss der kleinen Arterien, ausgelöst durch eine Embolie oder Entzündungen, liess sich Hauptautorin Gordana Sunaric Mégevand in einer Mitteilung des Universitätsspitals Genf (HUG) vom Dienstag zitieren.

Solche weissen Flecken kennt man vor allem von Menschen mit Diabetes oder Bluthochdruck. Die vorliegende Studie zeigte jedoch, dass die beobachtete Netzhautschädigung hauptsächlich der Virusinfektion geschuldet war.

Bei einer Nachuntersuchung drei Monate später waren die weissen Flecken bei allen Patienten verschwunden, nachhaltige Sehstörungen beobachteten die Forschenden keine.

Ihnen zufolge sind die Mechanismen, wie Sars-CoV-2 Netzhautschäden verursacht, noch nicht genau verstanden. Mögliche Ursachen könnten demnach Sauerstoffmangel oder eine direkte Gewebeschädigung durch das Virus sein.

Schweizer Berghilfe hat wegen Corona mehr Projekte unterstützt

Die Schweizer Berghilfe hat letztes Jahr 833 Projekte unterstützt, das sind ausserordentlich viele. Grund war die Coronakrise. Insgesamt flossen 29,3 Millionen Franken an die Bergbevölkerung in der Schweiz. Die rein mit Spenden finanzierte Stiftung erhielt 2021 rund 29,8 Millionen Franken an Zuwendungen (Vorjahr 33,9 Millionen Franken) von 59’000 Spenderinnen und Spendern, wie es im Jahresbericht der Stiftung hiess, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Der Rückgang der Unterstützungsleistungen erkläre sich durch die unsichere Wirtschaftslage, schrieb die Berghilfe.

Die Zunahme der Projekte erkläre sich dadurch, dass viele Kleinst- und Kleinbetriebe im Berggebiet wegen der Pandemie in einer sehr schwierigen Situation gewesen seien. Die Schweizer Berghilfe habe deshalb den Unternehmen unter anderem in einem vereinfachten Gesuchsverfahren unkomplizierte Unterstützung angeboten.

Die Schweizer Berghilfe hat letztes Jahr 833 Projekte unterstützt, das sind ausserordentlich viele. Grund war die Coronakrise. (Symbolbild: Keystone)

Die laut Mitteilung erfahrungsgemäss schwankenden Zuwendungen aus Nachlässen fielen 2021 mit 15,6 Millionen Franken geringer aus als im Vorjahr (19,3 Millionen Franken). Die Individual- und Projektspenden hätten mit 14,2 Millionen Franken praktisch das Vorjahresniveau erreicht. Im Vorjahr waren 671 Projekte mit 33,6 Millionen Franken unterstützt worden, auch damals waren es wegen des Coronavirus bereits mehr als 2019 gewesen.

Die Schweizer Berghilfe unterstützt auch andere Unternehmen als solche aus der Landwirtschaft. Stiftungszweck sei generell das Leben in den Berggebieten, darunter auch Klein- und Kleinstbetriebe ausserhalb der Landwirtschaft. Die Berghilfe will mit den Zuwendungen der Abwanderung aus den Berggebieten entgegenwirken.

Massentests auch in Peking – Hamsterkäufe aus Angst vor Lockdown

Nach der Entdeckung von einigen Dutzend Corona-Infektionen in Peking müssen sich seit Montag alle 3,5 Millionen Einwohner des grössten Stadtteils Chaoyang in drei Runden alle zwei Tage testen lassen. Die Angst vor strengen Ausgangssperren auch in der chinesischen Hauptstadt sorgte für Hamsterkäufe und leere Regale in Supermärkten. Die Behörden warnten, dass das Virus sich schon seit einer Woche unentdeckt in der 21-Millionen-Metropole verbreitet habe, so dass mehr Fälle entdeckt werden dürften.

Ob ein Lockdown über ganz Peking oder Teile verhängt werde, hänge von der Ausbreitung des Virus ab, sagte ein Experte des nationalen Gesundheitsamtes der parteinahen Zeitung «Global Times». «Wenn die Ergebnisse der Tests in Chaoyang und anderen Teilen herauskommen, wird es uns ein besseres Bild von der gesamten epidemischen Lage in Peking geben», sagte der hohe Funktionär. «Weitere Massnahmen werden entsprechend folgen.» Im Chaoyang-Distrikt liegen die ausländischen Botschaften und leben die meisten Ausländer in Peking.

Die ohnehin besonders geschützte Hauptstadt wolle Lehren aus dem Corona-Ausbruch in Shanghai und anderen Provinzen ziehen, hiess es. So gab es Kritik an einem zunächst langsamen Vorgehen in der ostchinesischen Hafenstadt, wo die Lage trotz weitgehender Ausgangssperren seit fast einem Monat immer noch nicht unter Kontrolle ist. Auch gibt es Klagen über unzureichende Lieferungen von Nahrungsmitteln und schlechte medizinische Versorgung. Von Dienstag an werden auch alle 26 Millionen Einwohner Shanghai erneut getestet.

Maskenpflicht in Israel fast vollständig aufgehoben

Gut zwei Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie ist die Maskenpflicht in Israel fast komplett aufhoben worden. Seit Samstagabend müssen Masken nur noch an Orten mit hohem Infektionspotenzial getragen werden – wie Krankenhäusern, Arztpraxen, Seniorenheimen und in Flugzeugen. Dies gilt auch für Infizierte auf dem Weg in die Quarantäne.

Viele Israelis äusserten sich erleichtert über die neue Freiheit, andere dagegen besorgt über eine mögliche erhöhte Ansteckungsgefahr. (Keystone)

«Wir empfehlen der gefährdeten Bevölkerung, weiter Masken zu tragen, auch wenn dies keine Pflicht ist, und rufen alle dazu auf, mit Blick auf ältere und durch das Coronavirus besonders gefährdete Menschen weiterhin Vorsicht walten zu lassen», hiess es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums.

Die Infektionszahlen in dem Land am östlichen Mittelmeer waren zuletzt stetig zurückgegangen. Das Gesundheitsministerium meldete am Sonntag 2’476 neue Fälle für das 9,4-Millionen-Einwohner-Land. Die Zahl der Schwerkranken liegt bei 223. Noch Ende Januar hatten die täglichen Infektionszahlen mit mehr 85’000 einen Höchststand erreicht. Rund 64 Prozent der Bevölkerung gelten als vollständig geimpft.

Bereits im Juni vergangenen Jahres hatte Israel die Maskenpflicht in Innenräumen aufgehoben – allerdings nur kurzzeitig, da die Infektionszahlen danach wieder deutlich anstiegen.

Malta lockert Corona-Regeln ab Mai

Malta will sich ab dem kommenden Monat von einem Grossteil seiner Corona-Beschränkungen verabschieden.

Ab dem 2. Mai müssen die Menschen im kleinsten EU-Land in Geschäften, Büros oder öffentlichen Gebäuden keine Masken mehr tragen, wie Gesundheitsminister Chris Fearne am Freitag ankündigte. Wer nach Malta reist, braucht ausserdem kein Einreiseformular mehr. Auf den Flügen gilt allerdings noch die Maskenpflicht, und bei der Einreise werden ein Corona-Impfnachweis, ein negativer Test oder ein Genesungsnachweis verlangt.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga mit dem Coronavirus infiziert

Bundesrätin Simonetta Sommaruga ist in der laufenden Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie hat leichte Symptome und arbeitet von zuhause aus. Sie ist das vierte Regierungsmitglied, bei dem eine Ansteckung bekannt worden ist.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga wurde positiv auf Coronavirus getestet. (Archivbild: Key)

Sommarugas Ansteckung meldete am Freitag das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek), dem Sommaruga vorsteht. Eine Bundesratssitzung fand diese Woche nicht statt. Mehrere Regierungsmitglieder weilten oder weilen zudem im Ausland.

Sommaruga ist das vierte Regierungsmitglied, bei dem eine Ansteckung mit Covid-19 bekanntgeworden ist. Als ersten hatte das Virus im Februar Aussenminister Ignazio Cassis erwischt, im März wurden dann kurz hintereinander Innenminister Alain Berset und Wirtschaftsminister Guy Parmelin positiv getestet.

Kantone möchten tiefere Schwelle für «besondere Lage»

Für den Fall einer erneuten Pandemiewelle wollen Bund und Kantone gewappnet sein. Die Aufgabenzuteilung in der Übergangsphase wurde genauer definiert.

Schon bei nicht besonders heftig ausfallenden erneuten Pandemiewellen soll nach Ansicht der Kantone eine Rückkehr in die «besondere Lage» möglich sein. Gemäss Vorschlag des Bundesrats müsste für eine erneute Zepter-Übernahme durch den Bund eine «besonders heftige Pandemiewelle» eintreten.

Nach der Rückkehr zur «normalen Lage» gilt laut Bundesrat bis im Frühling 2023 eine Übergangsphase mit erhöhter Wachsamkeit und Reaktionsfähigkeit. Für die Ziele und genauen Aufgaben dieser Phase erarbeitete der Bundesrat ein Grundlagenpapier. Die Vernehmlassung zu diesem Dokument bei Kantonen, Sozialpartnern und den Parlamentskommissionen ist am Freitag abgelaufen.

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Frachtschiff-Stau durch Schanghaier Lockdown in Deutschland spürbar

Der Stau von Frachtschiffen wegen des anhaltenden Corona-Lockdowns in Schanghai stört die globalen Lieferketten und wird in Deutschland für höhere Preise sorgen. «Auch in Deutschland werden die Lieferengpässe jetzt zu spüren sein», sagte Maximilian Butek, der Delegierte der Deutschen Wirtschaft in Schanghai, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Das Exportvolumen des grössten Hafens der Welt ist nach Schätzungen drastisch zurückgegangen.

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WHO empfiehlt Covid-Pille von Pfizer für bestimmte Patienten

Das Covid-19-Medikament Paxlovid bekommt grünes Licht von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Paxlovid werde für Patienten empfohlen, die noch nicht schwer krank sind, aber das höchste Risiko einer Krankenhauseinweisung haben, berichtete der zuständige WHO-Expertenrat in der Fachzeitschrift «British Medical Journal» (BMJ). Dazu gehören Menschen mit Vorerkrankungen, Betagte oder Ungeimpfte.

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Das Covid-Medikament Paxlovid soll die Virusvermehrung im Körper hemmen. (Bild: Keystone)
Am 2. Mai hebt die Schweiz alle Einreisebeschränkungen auf

Reisende aus dem Ausland können bald wieder zu den üblichen Bedingungen in die Schweiz einreisen respektive Visa beantragen. Am 2. Mai werden die letzten wegen der Pandemie noch bestehenden Einreisebeschränkungen aufgehoben.

Ab Montag in einer Woche gelten wieder die ordentlichen Vorgaben für Reisen in die Schweiz, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Donnerstagabend im Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Noch werden etliche Staaten ausserhalb des Schengen-Raumes und Europas vom SEM als Risikoländer geführt.

Nicht alle Ausländerinnen und Ausländer, die aus diesen Staaten bewilligungsfrei für bis zu drei Monate in die Schweiz kommen wollen, können dies zurzeit. Das gilt beispielsweise für Touristinnen und Touristen und Menschen, die auf Stellensuche sind. Auch bei der Ausstellung von Visa gibt es Einschränkungen.

Es gibt allerdings zahlreiche Ausnahmen vom Einreiseverbot, etwa für Schweizerinnen und Schweizer, für Personen mit Aufenthaltsrecht in der Schweiz, für Durchreisende und auch für nachweislich Geimpfte und Genesene. Auch in Härtefällen können Einreisen aus Risikoländern bewilligt werden.

In der Schweiz fallen am 2. Mai die letzten Einreisebeschränkungen. (Archivbild: Keystone)
Xi fordert «mühsame Anstrengungen» im Kampf gegen Corona-Pandemie ein

Vor dem Hintergrund der angespannten Corona-Lage in China hat Präsident Xi Jinping die Weltgemeinschaft zum gemeinsamen Kampf gegen die Pandemie aufgerufen. «Es wird mühsame Anstrengungen erfordern, damit die Menschheit die Corona-Pandemie vollständig besiegen kann», sagte der Staats- und Parteichef am Donnerstag in einer Rede anlässlich des asiatischen Wirtschaftsforums Bo’ao in Südchina.

Der chinesische Präsident rief dazu auf, die internationale Koordinierung von Seuchenpräventionsmassnahmen zu verstärken. Auch müsse sichergestellt werden, dass Menschen in Entwicklungsländer Impfstoffe erhalten.

In seiner Rede ging der Präsident nicht direkt auf die Situation in China ein, das derzeit die schlimmste Corona-Welle seit Beginn der Pandemie erlebt. In Shanghai, dem Wirtschafts- und Finanzzentrum des Landes, und anderen Metropolen herrschen Ausgangssperren. Zig-Millionen Menschen können ihre Wohnungen nicht verlassen. Während ein Grossteil der Welt dazu übergegangen ist, mit dem Virus zu leben, hält China weiterhin an einer Null-Corona-Politik fest.

US-Regierung geht gegen Ende der Maskenpflicht in Verkehrsmitteln vor

Die US-Regierung geht juristisch gegen das Ende der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln vor. Sie reichte am Mittwochabend einen Beschwerdebescheid ein und setzte damit die Berufung gegen eine entsprechende Entscheidung einer Bundesrichterin in Gang, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht. Zuvor hatte sich die US-Gesundheitsbehörde CDC für eine Berufung ausgesprochen. Man sei weiterhin der Meinung, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln für die Gesundheit notwendig sei, teilte die Behörde mit.

Parade der Sambaschulen in Rio nach einjähriger Corona-Pause

Nach der Absage im vergangenen Jahr und einer zweimonatigen Verschiebung in diesem Jahr beginnt in Rio de Janeiro am Donnerstag, 21. April, die weltberühmte Parade der Sambaschulen.

Tausende Tänzer in aufwändigen farbenfrohen Kostümen werden sich bis Sonntag im Sambadrom der brasilianischen Metropole präsentieren. Zum Abschluss wird die beste der zwölf teilnehmenden Sambaschulen gekürt. Eigentlich hatte der diesjährige Umzug bereits Ende Februar stattfinden sollen, er wurde wegen hoher Corona-Infektionszahlen jedoch verschoben.

Nach der Absage im vergangenen Jahr und einer zweimonatigen Verschiebung in diesem Jahr beginnt in Rio de Janeiro am Donnerstag die weltberühmte Parade der Sambaschulen. (Bild: Keystone)

2021 hatte die Pandemie die Parade von Rios Sambaschulen vollständig verhindert. Riesige Strassenpartys sind auch im diesjährigen Karneval in Rio untersagt. Alle Teilnehmer der Parade im Sambadrom müssen eine Corona-Impfung nachweisen. In Brasilien, das mehr als 660’000 Corona-Tote zu beklagen hat, sind mittlerweile 75 Prozent der Einwohner vollständig geimpft.

Spanien schafft Maskenpflicht ab Mittwoch weitgehend ab

In dem bei deutschen Urlaubern beliebten Land Spanien muss man ab dem morgigen Mittwoch fast nirgendwo mehr eine Corona-Schutzmaske tragen. Das entsprechende Dekret wurde am Dienstag vom Kabinett in Madrid gebilligt. Somit entfällt nach rund zwei Jahren die Maskenpflicht in nahezu allen geschlossenen öffentlichen Räumen. Nur in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Krankenhäusern, Gesundheitszentren und Altenheimen wird die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vorerst noch aufrechterhalten.

Die Gefahr, die vom Coronavirus ausgehe, habe «deutlich abgenommen», erklärte Gesundheitsministerin Carolina Darias vor Journalisten nach der Kabinettssitzung. Das sei nicht zuletzt der hohen Impfquote in dem von der Pandemie im Frühjahr 2020 besonders schwer getroffenen Land zu verdanken. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag in Spanien am Dienstag bei knapp 257 (Deutschland: 669). Rund 85 Prozent der Bevölkerung hat eine Grundimmunisierung erhalten. In Deutschland sind es ungefähr 76 Prozent.

In Spanien muss ab Mittwoch fast nirgends mehr eine Schutzmaske getragen werden. (Symbolbild: Keystone)
US-Gericht kippt Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln

In den USA gilt vorerst landesweit keine Corona-Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln mehr. Eine Bundesrichterin erklärte die Regelung für ungültig. Die nationale Gesundheitsbehörde CDC habe mit der entsprechenden Verfügung ihre Befugnisse überschritten, hiess es in der am Montag veröffentlichten Entscheidung der Richterin aus dem Bundesstaat Florida. Das Verfahren für solche Vorschriften sei nicht eingehalten worden. Das Gericht in Tampa hob die Regelung auf und verwies sie zurück an die Gesundheitsbehörde. Vorerst müssen Passagiere in Flugzeugen, Zügen und anderen Verkehrsmitteln daher keine Masken mehr tragen.

In den USA gilt vorerst landesweit keine Corona-Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln mehr. (Symbolbild: Keystone)

Ein Regierungsbeamter erklärte am Montagabend (Ortszeit): «Die Behörden prüfen die Entscheidung und erwägen mögliche weitere Schritte.» Vorerst sei die von der CDC verfügte Maskenpflicht nicht mehr in Kraft. Die Transportsicherheitsbehörde (TSA) werde die Regelung zunächst nicht mehr durchsetzen. Die CDC empfehle aber weiterhin, in öffentlichen Verkehrsmitteln Masken zu tragen.

Präsident Joe Biden hatte die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln kurz nach seinem Amtsantritt im Januar 2021 angestossen. Die Gesundheitsbehörde CDC verfügte einige Tage später, dass in Flugzeugen, Schiffen, Fähren, Zügen, U-Bahnen, Bussen, Taxis und ähnlichen Verkehrsmitteln Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss. Die Pflicht gilt auch in Flughäfen, Bahnhöfen und Häfen. Die Regelung wurde mehrfach verlängert, zuletzt bis Anfang Mai. In den vergangenen Monaten gab es zunehmend Widerstand, auch von Fluggesellschaften.

Kantone bereiten sich mit Hochdruck auf Corona-Herbst vor

Die Konferenz der Kantonsregierungen (KdK) zieht Lehren aus der Corona-Pandemie. Es brauche auf operativer Ebene einen permanenten, departementsübergreifenden Krisenstab, in dem auch die Kantone vertreten seien, sagte KdK-Präsident Christian Rathgeb.

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Die Konferenz der Kantonsregierungen (KdK) zieht Lehren aus der Corona-Pandemie. (Symbolbild: Keystone)
USA, Deutschland und weitere Staaten laden zu Corona-Gipfel im Mai

Die USA, Deutschland und weitere Staaten laden im Mai zu einem zweiten internationalen Online-Gipfel zur Corona-Pandemie. Man rufe Staats- und Regierungschefs, Mitglieder der Zivilgesellschaft, Nichtregierungsorganisationen und den privaten Sektor auf, neue Verpflichtungen einzugehen, um die Welt zu impfen, hiess es in einer Mitteilung des Weissen Hauses am Montag. Zu den Gastgebern des Gipfels zählen neben den USA und Deutschland, das in diesem Jahr die G7-Präsidentschaft inne hat, auch Belize, Indonesien und Senegal. Der Gipfel soll am 12. Mai stattfinden.

Das Auftreten neuer Varianten wie Omikron habe die Notwendigkeit einer Strategie zur weltweiten Bekämpfung von Covid-19 unterstrichen, hiess es weiter. US-Präsident Joe Biden hatte im vergangenen September bereits einen Online-Gipfel zur Corona-Pandemie einberufen. Damals hatten die USA und andere Staaten weitere Impfdosen-Spenden zugesagt. Die USA und die Europäische Union hatten ausserdem eine verstärkte Zusammenarbeit im Kampf gegen das Virus angekündigt.

Italiens Regierungschef Draghi coronapositiv

Italiens Regierungschef Mario Draghi hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der 74-Jährige habe ein positives Testergebnis auf Covid-19 erhalten und keine Symptome der Krankheit, teilte die italienische Regierung am Ostermontag mit. Der parteilose Ministerpräsident der Mehrparteienregierung werde in dieser Woche deshalb nicht wie geplant in die afrikanischen Länder Angola und die Republik Kongo reisen, hiess es weiter. Draghi wollte mit den Regierungen der Länder über Gas-Lieferungen verhandeln, da sich Italien wegen des Krieges in der Ukraine unabhängig von russischem Gas machen will, das es von dort zu grossen Teilen bezieht. Italien wird auf der Reise laut Regierung von Aussenminister Luigi Di Maio und dem Minister für den ökologischen Umbau, Roberto Cingolani, vertreten.

Rio de Janeiro feiert wieder Karneval

Letztes Jahr konnte der Karneval in Rio de Janeiro wegen Corona nicht stattfinden. Doch nun ist das Spektakel in die Samba-Metropole zurückgekehrt. Unter seiner coronabedingten Absage im vergangenen Jahr hat die Samba-Metropole sehr gelitten. Denn Karneval ist das ganze Jahr über – nicht nur an den Tagen, an denen Zehntausende von der Tribüne aus und Millionen vor den Fernsehschirmen in Brasilien und auf der ganzen Welt die Umzüge im Sambodrom verfolgen.

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Der Karneval in Rio ist zurück. (Bild: Keystone)
Corona-Anmeldepflicht für Reisen nach Zypern fällt weg

Zypern-Urlauber müssen von diesem Montag an vor ihrer Einreise kein Formular zur Corona-Nachverfolgung mehr auszufüllen. Das teilte die Regierung der EU-Inselrepublik mit. Für die Einreise reiche nunmehr eine für die EU gültige, vollständige Impfung. Ungeimpfte müssen weiterhin negative PCR-Tests vorzeigen, die nicht älter als 72 Stunden alt sein dürfen. Akzeptiert wird auch ein Schnelltest, der nicht länger als 24 Stunden zurückliegen darf.

Kreuzfahrtschiff legt nach zwei Jahren Verbannung in Australien an

Am Montag hat erstmals seit mehr als zwei Jahren wieder ein Kreuzfahrtschiff in Australien angelegt. Flankiert von Schleppern mit Wasserfontänen lief die «Pacific Explorer» in den Hafen von Sydney ein, am Bug ein Transparent mit der Aufschrift «Wir sind zu Hause».

Australien hatte Kreuzfahrtschiffe im März 2020 wegen eines Corona-Ausbruchs auf einem Schiff aus seinen Gewässern verbannt.

Seitdem hatte die Regierung die Rückkehr der Touristenschiffe wegen des Fortschreitens der Pandemie immer wieder hinausgezögert. Nachdem sie zuletzt jedoch schrittweise die Grenzen wieder für Touristen geöffnet hatte, dürfen nun auch die Ozeanriesen wieder in Australien anlanden. Die «Pacific Explorer» hat eine 18’000 Kilometer lange Reise aus Zypern hinter sich, wo das Schiff zusammen mit zwei Schwesterschiffen auf das Ende des Kreuzfahrt-Banns gewartet hatte.

Shanghai meldet erste Todesfälle

Nach mehreren Wochen rigider Ausgangssperren hat die grösste chinesische Stadt Shanghai die ersten Corona-Toten der aktuellen Welle gemeldet. Drei Infizierte seien am Sonntag gestorben, teilten die Behörden der Finanzmetropole am Montag in der Früh mit. Die Zahl der Neuinfektionen ging indes nur unwesentlich zurück. Am Sonntag seien 19’831 asymptomatische und 2’417 symptomatische Neuinfektionen registriert worden. Am Samstag seien es 21’482 und 3’238 neue Fälle gewesen.

Nach mehreren Wochen rigider Ausgangssperren hat die grösste chinesische Stadt Shanghai die ersten Corona-Toten der aktuellen Welle gemeldet. (Symbolbild: Keystone)

Shanghai steht im Mittelpunkt der grössten Corona-Welle, die das bevölkerungsreichste Land der Erde seit Ausbruch der Pandemie vor zwei Jahren erlebt hat. Seit mehreren Wochen darf ein Grossteil der rund 26 Millionen Einwohner ihre Wohnungen nicht mehr verlassen.

Doch die rigiden Ausgangssperren haben bisher nicht dazu geführt, das Virus einzudämmen. Vor eineinhalb Wochen meldeten die Behörden der Stadt erstmals mehr als 20’000 Infektionen pro Tag. Seither hält sich das Infektionsgeschehen in etwa konstant.

Seit 10. März sind mehr als 200 Millionen Coronatests in der Millionenmetropole durchgeführt worden. Die chinesischen Behörden verfolgen weiterhin eine rigide Null-Covid-Strategie, die bereits auf kleine Infektionsausbrüche mit Ausgangssperren, Massentests und aggressiver Kontaktverfolgung reagiert.

Shanghai: Zahl der Corona-Infizierten sinkt nicht

Auch nach mehreren Wochen rigider Ausgangssperren meldet Chinas grösste Stadt Shanghai keinen Rückgang der Zahl der Corona-Infizierten. Wie die nationale Gesundheitskommission am Sonntag bekannt gab, wurden innerhalb der letzten 24 Stunden für das Stadtgebiet 24’820 Infektionen registriert. Ein Grossteil der Fälle war laut den offiziellen Daten asymptomatisch.

Shanghai steht im Mittelpunkt der grössten Corona-Welle, die das bevölkerungsreichste Land der Erde seit Ausbruch der Pandemie vor zwei Jahren erlebt hat. Seit mehreren Wochen darf ein Grossteil der rund 26 Millionen Einwohner ihre Wohnungen nicht mehr verlassen. Doch die rigiden Ausgangssperren haben bisher nicht dazu geführt, das Virus einzudämmen. Vor anderthalb Wochen meldeten die Behörden der Stadt erstmals mehr als 20’000 Infektionen pro Tag, seither hält sich das Infektionsgeschehen in etwa konstant.

Swiss fliegt wegen Corona-Lockdown nicht mehr nach Shanghai

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss hat ihre Flüge in die vom strengen Lockdown betroffene chinesische Wirtschaftsmetropole Shanghai vorerst eingestellt. Die Airline führt mindestens bis am 4. Mai keine Passagierflüge in die Hafenstadt mehr durch.

Ein Swiss-Sprecher teilte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Freitag mit, aufgrund der lokalen pandemischen Situation in Shanghai und der damit verbundenen operationellen Risiken habe die Fluggesellschaft ihre Passagierflüge annulliert. Er bestätigte Informationen von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF).

In den Sommermonaten werde die Strecke zwischen Zürich und Shanghai zudem neu nur noch alle zwei Wochen statt wöchentlich bedient, teilte der Unternehmenssprecher weiter mit. Damit solle die Planbarkeit für die Passagierinnen und Passagiere und der Ressourcen der Airline erhöht werden.

Die Swiss hat ihre Flüge in die vom strengen Lockdown betroffene chinesische Wirtschaftsmetropole Shanghai vorerst eingestellt. (Bild: Keystone)
Österreich lockert Maskenpflicht

In Österreich wird die allgemeine Maskenpflicht für Innenräume am Samstag aufgehoben. FFP2-Masken müssen dann nur noch in Lebensmittelgeschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Krankenhäusern und Pflegeheimen getragen werden, wie Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) am Donnerstag ankündigte.

«Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für Erleichterungen», sagte er mit Hinweis auf fallende Infektionszahlen. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank zuletzt unter 1’000 Fälle pro 100’000 Einwohner.

Vier Wochen zuvor hatte Rauch die Maskenpflicht auf den gesamten Einzelhandel, Kultureinrichtungen und Arbeitsräume ausgedehnt. Diese Regelung wird nun zurückgenommen. Ausserdem müssen Gäste in Clubs, Bars und bei Grossveranstaltungen am Samstag nicht mehr geimpft, von Covid-19 genesen oder getestet (3G) sein.

In Wien galt bislang im Unterschied zum Rest des Landes in der Gastronomie noch die 2G-Regel (geimpft oder genesen). Auch diese Massnahme wird am Samstag aufgehoben, wie die Stadtregierung bekanntgab.

Die FFP2-Maskenpflicht wird in Österreich eingeschränkt. (Bild: Keystone)
Bund erweitert Covid-Zertifikats-App um einen Ländercheck

Benutzerinnen und Benutzer der Covid-App können neu für zahlreiche Länder prüfen, ob ihr Zertifikat dort zu einem bestimmten Einreisezeitpunkt gültig ist. Das teilt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Zu finden ist die neue Funktion mit dem Namen «Gültigkeit bei Reisen» in der Detailansicht des Covid-Zertifikats.

Die Länderliste umfasst vor allem Länder des europäischen Kontinents – von Albanien bis Zypern. Es kann laut dem BAG nicht jedes Land zur Prüfung ausgewählt werden, weil nicht alle Länder Covid-Zertifikate akzeptieren. Zudem würden nicht alle Staaten ihre Einreiseregeln verfügbar machen.

Das BAG rät Reisenden, die Gültigkeit kurz vor der Abreise zu prüfen und sich zusätzlich online über die aktuellen Einreiseregeln des Ziellandes zu informieren. Einreiseregeln könnten sich ändern, hiess es beim BAG auf der Webseite.

Die App prüft den Angaben zufolge nur die Einreiseregeln des Ziellandes. Für allfällige zertifikatspflichtige Bereiche innerhalb eines Landes könnten andere Regeln gelten, schrieb das BAG ausserdem.

Britische Unternehmen leiden unter mehr Corona-Infektionen

Der Wegfall kostenloser Corona-Tests und der Pflicht zur Selbstisolation in England trifft die Unternehmen wegen zunehmender Infektionszahlen hart. «Die meisten Branchen sind betroffen, insbesondere Unternehmen mit Kundenkontakt wie das Gastgewerbe und der Einzelhandel», sagt Jane Gratton vom britischen Handelskammerverbund BCC auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Aber auch viele Beschäftigte, die von zu Hause aus arbeiten können, seien zu krank, um dies zu tun.

Im grössten britischen Landesteil England gibt es seit Wochen keine Corona-Regeln mehr. Die täglich vom Gesundheitsministerium herausgegebenen Infektionszahlen bergen eine sehr hohe Dunkelziffer, da Testkapazitäten zurückgefahren wurden und positive Fälle nur noch freiwillig gemeldet werden. Einer Studie von Anfang April zufolge stiegen die Infektionen im März auf ein Rekordniveau.

Wegen der hohen Infektionszahlen kommt es immer wieder zu vorübergehenden Geschäftsschliessungen. Zuletzt mussten wichtige Fluglinien wie British Airways und Easyjet tagelang jeweils Dutzende Verbindungen wegen Corona-Ausbrüchen in der Belegschaft absagen.

Swissmedic lässt Covid-19-Impfstoff Nuvaxovid zu

Das Heilmittelinstitut Swissmedic hat den Impfstoff Nuvaxovid des Herstellers Novavax zugelassen. Damit dürfen Personen ab 18 Jahren geimpft werden. Es handelt sich um den ersten zugelassenen Proteinimpfstoff.

Der Schutz des Nuvaxovid-Impfstoffes liegt gemäss einer Mitteilung von Swissmedic sieben Tage nach der zweiten Impfung bei zirka 90 Prozent. Zudem erfülle der Impfstoff die Sicherheitsanforderungen. Nuvaxovid müsse zweimal im Abstand von drei Wochen gespritzt werden und könne bis zu neun Monate im Kühlschrank gelagert werden, was vor allem aus logistischer Sicht vorteilhaft ist.

Nuvaxovid sei ein Protein-Impfstoff und nicht – wie etwa die Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna – ein mRNA-Impfstoff. «Er enthält einen nicht infektiösen Bestandteil der Oberfläche des Sars-CoV-2-Virus», schrieb Swissmedic. Wenn der Körper damit in Kontakt komme, löse das eine schützende Immunreaktion aus.

(Bild: Keystone)

Nuvaxovid ist für zwei Jahre zugelassen, wie ein Sprecher von Swissmedic auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Dies sei ein internationaler Standard für neu zugelassene Medikamente. Auch die weiteren drei Covid-19-Impfstoffe haben diese Frist.

Mit Nuvaxovid hat Swissmedic nun einen vierten Covid-19-Impfstoff zugelassen. Bereits zugelassen sind die Impfstoffe von Pfizer/Biontech (Comirnaty, zugelassen am 19. Dezember 2020), Moderna (Spikevax, 12. Januar 2021) und Johnson & Johnson (COVID-19 Vaccine Janssen, 22. März 2021). Zulassungsinhaberin von Nuvaxovid ist die Future Health Pharma GmbH. Denn der Hersteller Novavax hat in der Schweiz keine Niederlassung und verfügt deshalb über keine Betriebsbewilligung.

BAG meldet 39'996 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 7 Tagen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag, 12. April, innerhalb von sieben Tagen 39’996 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 52 neue Todesfälle und 527 Spitaleinweisungen.

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Dem BAG am Dienstag innerhalb von sieben Tagen 39’996 neue Corona-Ansteckungen gemeldet worden. (Symbolbild: Keystone)
Omikron: Dreifach-Geimpfte sind weniger ansteckend

Geboosterte sind bei der Omikron-Variante weniger ansteckend als Ungeimpfte. Dies besagt eine neue Studie aus Genf.

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Geboosterte sind bei der Omikron-Variante weniger ansteckend als Ungeimpfte. (Symbolbild: Keystone)
Swissmedic: Pfizer-Impfstoff zwölf statt neun Monate haltbar

Das Heilmittelinstitut Swissmedic hat die Haltbarkeit des Corona-Impfstoffs von Pfizer/Biontech von neun auf zwölf Monate verlängert. Es gab einem Gesuch des Herstellers statt, wie es am Dienstag mitteilte.

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Das Heilmittelinstitut Swissmedic hat die Haltbarkeit des Corona-Impfstoffs von Pfizer/Biontech von neun auf zwölf Monate verlängert. (Bild: Keystone)
EU-Gesundheitsbehörden: Vierte Corona-Impfung zur Zeit nicht nötig

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hält derzeit eine vierte Corona-Impfung für alle Bürger nicht für notwendig. Für eine generelle Empfehlung sei es momentan zu früh, teilte die EMA am Mittwoch in Amsterdam gemeinsam mit der EU-Gesundheitsbehörde ECDC mit. Eine vierte Dosis könnte aber für Menschen ab 80 Jahren sinnvoll sein angesichts des höheren Risikos einer schweren Covid-Erkrankung in dieser Altersgruppe.

«Für Erwachsene ab 60 Jahre mit einem normalen Immunsystem gibt es zur Zeit keine schlüssigen Beweise, dass der Impfschutz gegen eine schwere Erkrankung abnimmt und dass eine vierte Dosis einen Mehrwert hat», erklärten die Behörden. Es gebe aber auch keine Sicherheitsbedenken gegen eine zweite Auffrischungsimpfung.

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