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Schweiz

Mehr als 620’000 Corona-Impfdosen sind abgelaufen

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Mehr als 620'000 abgelaufene Corona-Impfdosen in der Schweiz

Rund 620’000 Dosen des Corona-Impfstoffes von Moderna, die in der Schweiz lagern, sind abgelaufen. Davon sind 200’000 in den Kühlschränken der Kantone und 420’500 in der Armeeapotheke blockiert, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) einen Bericht von RTS bestätigte.

Das BAG muss der Entsorgung dieser Chargen zustimmen, wie dessen Sprecher Grégoire Gogniat am Donnerstagabend auf Anfrage von Keystone-SDA zum Bericht des Westschweizer Radio und Fernsehens RTS erklärte. Die Kosten für ihre Vernichtung würden sich auf einen Franken pro Kilogramm belaufen.

(Bild: Keystone)

Es ist nicht auszuschliessen, dass weitere Chargen das gleiche Schicksal erleiden. In den Kühlschränken der Armee sollen noch rund sieben Millionen Impfdosen liegen, da die Zahl der Impfungen in den letzten Monaten stark gesunken ist. Im Mai wurden pro Tag rund 1200 Dosen verabreicht.

Zu den bereits gelieferten Impfstoffen kommen potenziell noch die bei den Herstellern reservierten Chargen hinzu. Insgesamt hat der Bund 34 Millionen Dosen für 2022 gekauft.

Falls es zu einem Überschuss an Impfstoffdosen kommt, könnten bis zu 15 Millionen Dosen an das COVAX-Programm weitergegeben werden, das einen weltweit gleichmässigen und gerechten Zugang zu Covid-19-Impfstoffen zu gewährleisten versucht und Impfstoffe an Entwicklungsländer verteilt. Die Verhandlungen darüber sollen noch im Gange sein.

8'125 neue Corona-Fälle in den letzten sieben Tagen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag, 24. Mai, innerhalb von sieben Tagen 8’125 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG zehn neue Todesfälle und 100 Spitaleintritte.

Am Dienstag vor einer Woche hatte das BAG für die Woche zuvor 10’788 Neuinfektionen gemeldet. Zudem gab es in den sieben Tagen zuvor zwölf neue Todesfälle und 150 Spitaleintritte.

Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 71,1 Prozent. 3,3 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt. Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 251,51 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet.

69,17 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind vollständig geimpft. Weitere 0,99 Prozent haben eine erste Dosis erhalten. Ausserdem haben 43,26 Prozent der Gesamtbevölkerung eine sogenannte Booster-Impfung (Auffrischimpfung) erhalten.

In der vergangenen Woche wurden dem BAG 61’934 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 3’668’051 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, 53’292 Personen mussten im Spital behandelt werden und 13’325 Personen starben im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

BAG: Vor Auslandsreisen selbst für Corona-Booster bezahlen

Wer vor einer Auslandsreise eine Covid-19-Auffrischimpfung will, soll selbst für sie aufkommen. Diesen Vorschlag hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag, 24. Mai, in die Konsultation bei den Kantonen geschickt. Gemäss den aktuellen Empfehlungen des BAG und der Eidgenössischen Kommission für Impffragen ist eine sogenannte Booster-Impfung für die Bevölkerung derzeit nicht nötig. Nur Menschen mit einem stark geschwächten Immunsystem sollten sich in Absprache mit ihren Ärztinnen oder Ärzten einer Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff unterziehen.

Weil mit Beginn der Feriensaison und im Zuge der zunehmenden Mobilität mehr Personen ein Bedürfnis nach einer weiteren Auffrischimpfung vor einer Auslandsreise anmelden, möchte das BAG diese kostenpflichtig verabreichen lassen.

Wer vor einer Auslandsreise eine Covid-19-Auffrischimpfung will, soll selbst für sie aufkommen. (Symbolbild: Keystone)

Das Amt schätzt, dass 10’000 bis 20’000 Reisewillige ohne ausreichende medizinische Indikation eine Auffrischung wünschen könnten. Mit dem vorgeschlagenen Selbstzahlersystem würde diesem Wunsch entsprochen, schreibt das BAG.

Gemäss dem Vorschlag des Bundesamtes müsste die Impfung gleich vor Ort bezahlt werden. Die Kantone müssten die Impfstellen bestimmen und die Terminvergabe festlegen. Der Preis richtet sich nach der vom Bund festgelegten und an ihn zu entrichtenden Pauschale.

Die Konsultationsfrist endet am 1. Juni. Der Bundesrat will die entsprechende Anpassung der Epidemienverordnung am 10. Juni behandeln.

Maskenpflicht wird in Österreich ausgesetzt

In Österreich wird die Maskenpflicht zur Eindämmung der Corona-Pandemie während der Sommermonate weitgehend aufgehoben. Derzeit müssen in öffentlichen Verkehrsmitteln und Supermärkten noch FFP2-Masken getragen werden.

Diese Regel werde ab 1. Juni für vorläufig drei Monate ausgesetzt, sagte Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) am Dienstag in Wien. In Krankenhäusern und Altersheimen wird die Maskenpflicht weiterhin gelten.

«Jetzt verschafft die Pandemie uns eine Atempause», sagte Rauch. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Montag nur mehr bei rund 230 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Rauch machte jedoch klar, dass die Maskenpflicht wieder eingesetzt wird, wenn die Ansteckungen im Herbst wie erwartet erneut ansteigen.

Die Impfpflicht bleibt angesichts der guten Pandemie-Lage auch weiterhin ausgesetzt, wie Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) bekanntgab. Die Verpflichtung zur Immunisierung gegen Covid-19 war zu Anfang des Jahres vom Parlament beschlossen worden, sie wurde jedoch nie praktisch umgesetzt.

Weitere Auffrischimpfung derzeit laut BAG nur ausnahmsweise nötig

Eine weitere Auffrischimpfung gegen das Coronavirus ist nach Ansicht des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) derzeit für die Bevölkerung generell nicht nötig. Eine einzige Auffrischimpfung nach der Grundimmunisierung reiche aktuell aus.

Menschen mit einem stark geschwächten Immunsystem empfehlen das BAG und die Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF) jedoch eine weitere Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff, wenn sie nach Einschätzung des behandelnden Arztes oder der behandelnden Ärztin erfolgversprechend ist.

Patientinnen und Patienten mit einem stark geschwächten Immunsystem haben laut der Mitteilung weiterhin ein hohes Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken. Sie könnten trotz wiederholter Impfung gegen SARS-CoV-2 keinen guten Immunschutz aufbauen.

(Bild: Keystone)

Wie das BAG weiter schreibt, steht seit kurzem für Personen mit stark geschwächtem Immunsystem, die ungenügend auf eine Impfung ansprechen, ausserdem das Arzneimittel Tixagevimab/Cilgavimab (Evusheld®) zur Verfügung.

Die Antikörperkombination für die passive Immunisierung wird präventiv verabreicht. Sie schützt gemäss Daten für mindestens sechs Monate gut vor einer Covid-19-Erkrankung. Das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic hat Tixagevimab/Cilgavimab (Evusheld®) noch keine Zulassung erteilt. Das Arzneimittel darf, wie das BAG festhält, ausschliesslich auf Verschreibung eines Arztes oder einer Ärztin verabreicht werden und ist nur für bestimmte Risikogruppen indiziert.

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London stuft Omikron-Typen BA.4 und BA.5 als besorgniserregend ein

Grossbritannien hat die Omikron-Untervarianten BA.4 und BA.5 als besorgniserregende Varianten eingestuft. Die bisherigen Analysen der vorliegenden Daten wiesen auf einen Wachstumsvorteil gegenüber der noch vorherrschenden Omikron-Untervariante BA.2 hin, teilte die britische Gesundheitsbehörde am Freitag mit.

Bislang sei die Zahl der Fälle in Grossbritannien jedoch sehr überschaubar – von BA.4 gebe es bislang 115 bestätigte oder Verdachtsfälle, von BA.5 80 Fälle.

Bei der Weltgesundheitsorganisation WHO gelten die Omikron-Subvarianten BA.1 bis BA.5 und davon abstammende sowie Misch-Varianten des Erregers als besorgniserregende Varianten. Die ersten Unterarten von Omikron hatten im Winter für massive Infektionswellen gesorgt.

Bund beschafft Corona-Medikament Paxlovid von Pfizer

Das Coronavirus-Medikament Paxlovid kommt in der Schweiz auf den Markt, erste Behandlungen sollen noch im Mai möglich sein. Mit dem US-Pharmaunternehmen Pfizer hat der Bund einen Vertrag zur Beschaffung von 12’000 Packungen des Medikaments in Tablettenform abgeschlossen.

Abgegeben werden soll Paxlovid in kantonalen Zentren, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag bekannt gab. In einer zweiten Phase wird das rezeptpflichtige Arzneimittel auch über Hausärzte und Apotheken erhältlich sein. Die Kosten für die ambulante Anwendung werden vom Bund übernommen.

Dieses Arzneimittel ist laut BAG derzeit nicht zugelassen, kann aber, gestützt auf die Covid-19-Verordnung 3, bereits während des laufenden Zulassungsverfahrens zur Behandlung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten angewendet werden. Das Zulassungsgesuch ist bei Swissmedic in Prüfung.

Gesundheitsdirektoren wappnen sich für Anstieg von Corona-Fällen

Die Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren haben an ihrer Jahrestagung in Genf Vorbereitungen für eine mögliche erneute Zuspitzung der Corona-Lage getroffen. Denn seit der Rückkehr in die «normale Lage» per 1. April liegt die Hauptverantwortung bei den Kantonen.

Konkret haben sie einen Prozess definiert, wie allfällige Empfehlungen «für Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung verabschiedet werden sollen», schrieb die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) am Freitag in einer Mitteilung.

So beschlossen die Kantone etwa «die Kapazitäten zur Behandlung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten, eine breite Testkapazität sowie einen niederschwelligen Zugang zu Impfungen sicherzustellen».

Vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie befasste sich die GDK-Plenarversammlung auch mit dem Zusammenspiel zwischen Wissenschaft und Politik. Marcel Tanner, Präsident der Akademien der Wissenschaften Schweiz, lieferte dazu einen Input.

EU-Arzneimittelbehörde prüft Zulassung von Corona-Impfstoff Valneva

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft die Zulassung des Corona-Impfstoffs des französischen Pharmakonzerns Valneva für den EU-Markt.

Das Unternehmen habe einen entsprechenden Antrag gestellt, teilte die EMA am Mittwoch in Amsterdam mit. Wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist, blieb offen.

Die EMA-Experten prüfen bereits seit Dezember alle Daten aus Studien und Versuchen zu dem Impfstoff mit dem offiziellen Namen VLA2001. Wenn sie grünes Licht geben, muss noch die EU-Kommission zustimmen – aber das gilt als Formsache. Bisher gibt es in der EU fünf zugelassene Corona-Impfstoffe. Im April war der Valneva-Impfstoff bereits in Grossbritannien zugelassen worden.

Eine Million Corona-Tote in den USA

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in den USA mehr als eine Million Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das ging am Dienstag (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) hervor. Kein Land hat in absoluten Zahlen mehr Corona-Tote registriert als die Vereinigten Staaten, in denen rund 330 Millionen Menschen leben.

Die Webseite der Johns Hopkins Universität wird regelmässig aktualisiert und zeigt einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der US-Gesundheitsbehörde CDC. (Grafik: Screenshot coronavirus.jhu.edu)

US-Präsident Joe Biden hatte bereits in der vergangenen Woche anlässlich eines internationalen Covid-Videogipfels die schmerzhafte Wegmarke beklagt und angeordnet, für mehrere Tage die Flaggen auf allen öffentlichen Gebäuden in den USA in Erinnerung an die Corona-Toten auf halbmast zu setzen. Den offiziellen Zahlen zufolge war die Millionen-Marke zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz überschritten gewesen.

US-Arzneibehörde erlaubt Booster-Impfung für Kinder

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat für Kinder zwischen fünf und elf Jahren eine Booster-Impfung gegen das Coronavirus zugelassen. Möglich sei dies mit dem Biontech-Pfizer-Impfstoff und mindestens fünf Monate nach den ersten Impfungen, erklärte die FDA am Dienstag. Testreihen hätten gezeigt, dass die Booster auch in dieser Altersgruppe sicher seien. «Während der Omikron-Welle sind mehr Kinder an der Krankheit erkrankt und mussten ins Krankenhaus. Sie können ausserdem von langfristigen Folgen betroffen sein, selbst nach einer nur milden Erkrankung», erläuterte Robert Califf von der FDA.

Laut Daten der Gesundheitsbehörde CDC sind in den USA rund 29 Prozent der Kinder zwischen fünf und elf Jahren bisher doppelt geimpft. Etwa sechs Prozent sind nur einfach geimpft. Die Behörde führt seit Beginn der Pandemie 334 Covid-Todesfälle im Alter von 5 bis 14 Jahren in ihrer Statistik – vier Mal so viele Tote wie an der Grippe im gleichen Zeitraum. Es wird erwartet, dass in den kommenden Tagen die CDC der FDA-Zulassung folgt und den Einsatz eines Boosters empfiehlt.

BAG meldet 10'788 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von sieben Tagen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von sieben Tagen 10’788 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG zwölf neue Todesfälle und 150 Spitaleinweisungen.

Am Dienstag vor einer Woche hatte das BAG für die Woche davor 12’929 Neuinfektionen gemeldet. Zudem gab es in den sieben Tagen zuvor 21 neue Todesfälle und 198 Spitaleinweisungen.

Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 73,1 Prozent. 5,3 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt. Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 309,13 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet.

69,16 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind vollständig geimpft. Weitere 0,99 Prozent haben eine erste Dosis erhalten. Ausserdem haben 43,16 Prozent der Gesamtbevölkerung eine sogenannte Booster-Impfung erhalten.

In der vergangenen Woche wurden dem BAG 64’409 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 3’659’935 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, 53’152 Personen mussten im Spital behandelt werden und 13’314 Personen starben in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Das Bundesamt für Gesundheit meldet am Dienstag, 17. Mai innerhalb von sieben Tagen 10’788 neue Coronavirus-Ansteckungen. (Symbolbild: Keystone)
Nach Corona-Ausbruch: Nordkorea verstärkt Massnahmen gegen Fieberfälle

Fünf Tage nach der erstmaligen Bestätigung eines Corona-Ausbruchs im Land berichteten die Staatsmedien am Dienstag, das Militär habe Soldaten an alle Apotheken in Pjöngjang entsandt und damit begonnen, «Medikamente unter einem 24-Stunden-Servicesystem zu verteilen».

Die Abstellung der Truppen blieb demnach auf die Hauptstadt mit ihren knapp drei Millionen Bewohnern beschränkt. Am Montag wurden den Berichten zufolge weitere knapp 270’000 Fieberfälle registriert. Die Zahl der fieberbedingten Todesfälle sei um sechs auf 56 gestiegen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte sich am Montag wegen des «Covid-19-Ausbruchs» in Nordkorea besorgt geäussert. «Weil das Land bisher keine Covid-19-Impfung eingeleitet hat, besteht das Risiko, dass sich das Virus rasch unter den Massen ausbreitet», wurde die WHO-Regionalleiterin für Südostasien, Khetrapal Singh, zitiert.

Nordkorea hatte lange behauptet, keinen einzigen Corona-Fall zu haben. Die Angaben wurden im Ausland angezweifelt.

Moderna-Chefarzt warnt die Schweiz vor dem Corona-Herbst

Der Moderna-Chefarzt Paul Burton warnt die Schweiz vor dem Corona-Herbst. Die Pandemie sei noch nicht vorbei, wie er in einem Interview mit «Blick» sagt. Er glaube auch nicht, dass die Schweiz in absehbarer Zeit einen endemischen Zustand erreichen werde. Es werde noch viele Varianten geben, die vielleicht noch schwerwiegender seien. Dass die Omikron-Variante milder sei, sei eine Fehleinschätzung. Das Gegenteil sei der Fall. Bei den Hospitalisierungen sei Omikron gleich schlimm wie die Delta-Variante. Es sei unwahrscheinlich, das die Menschheit Sars-CoV-2 je wieder loswerde. Das Virus mutiert ständig. Die wichtigste Massnahme, um einen endemischen Zustand zu erreichen, sei das Boostern. «Eigentlich besteht jetzt schon Bedarf für einen Booster», sagt Burton gegenüber «Bick», allerspätestens aber im Herbst.

Eric Clapton verschiebt Auftritt im Hallenstadion wegen Corona

Eigentlich hätte Eric Clapton am Dienstag im Hallenstadion in Zürich auftreten sollen. Doch nun hat er sich mit dem Coronavirus infiziert. Aus diesem Grund wird das Konzert verschoben, wie die Gadget abc Entertainment Group am Montag mitteilte.

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(Archivbild: Keystone)
Neuseelands Premierministerin Ardern mit Coronavirus infiziert

Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie habe sich nach einer Infektion ihres Partners Clarke Gayford seit dem 8. Mai in Isolation befunden, am Samstag, 14. Mai, sei dann ein Schnelltest «klar positiv» ausgefallen, hiess es in einer Mitteilung der Regierung.

Die 41-Jährige zeigt demzufolge seit Freitag Symptome und hatte bereits am Freitagabend ein schwach positives Schnelltestergebnis. Nach den neuseeländischen Covid-19-Regeln muss sie sich nun bis zum 21. Mai zu Hause isolieren. Eine für Ende Mai geplante Reise in die USA wurde zunächst nicht abgesagt.

Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Bild: Keystone)

Neuseeland mit seinen fünf Millionen Einwohnern galt lange als Vorzeigestaat im Kampf gegen das Coronavirus. Der Inselstaat hatte sich im März 2020 weitgehend von der Aussenwelt abgeschottet und verfolgte zeitweise eine sogenannte Null-Covid-Strategie. Mittlerweile hat das Land aber wegen der hoch ansteckenden Omikron-Variante mehr als eine Million Fälle verzeichnet.

Ardern wird nun eine äusserst wichtige Woche ihrer Regierung im Parlament verpassen, in der am Montag der Plan zur Reduzierung der Kohle-Emissionen auf Null vorgestellt und am Donnerstag der Haushalt veröffentlicht werden soll. «Diese Woche ist ein Meilenstein für die Regierung, und ich bedaure, dass ich nicht dabei sein kann», sagte Ardern der Mitteilung zufolge.

Nordkorea meldet nach Corona-Ausbruch 21 neue Todesfälle

Vor dem Hintergrund des Corona-Ausbruchs im Land hat Nordkorea 21 neue Todesfälle gemeldet. Die Opfer hätten sich unter den bisher mehr als 520’000 Menschen befunden, die seit Ende April Fieber bekommen hätten. Am Freitag, 13. April, sei die Zahl der fieberbedingten Todesfälle auf 27 gestiegen, berichteten die staatlich kontrollierten Medien am Samstag. Wie viele von ihnen tatsächlich auf eine Corona-Erkrankung zurückzuführen sind, blieb aber unklar. Das weithin isolierte und autoritär geführte Land hatte am Donnerstag zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie offiziell Infektionen mit dem Krankheitserreger bestätigt.

Machthaber Kim Jong Un bezeichnete den Berichten zufolge bei einer Sitzung des Politbüros der herrschenden Arbeiterpartei die Ausbreitung der «bösartigen Krankheit» einen grossen Umbruch in der Geschichte des Landes. Die öffentliche Gesundheitskrise sei auf Inkompetenz und Unverantwortlichkeit zurückzuführen. Zugleich äusserte sich Kim zuversichtlich, dass der Ausbruch kontrollierbar sei. Er habe die Parteiorganisationen auf allen Ebenen dazu aufgerufen, «die Stossbrigade und kugelsichere Mauer im gegenwärtigen intensiven Kampf gegen die Epidemie» zu sein, hiess es.

Vor dem Hintergrund des Corona-Ausbruchs im Land hat Nordkorea 21 neue Todesfälle gemeldet. (Bild: Keystone)

Nordkorea hatte am Donnerstag zunächst von einer unbestimmten Zahl von Bewohnern der Hauptstadt Pjöngjang gesprochen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt hätten. Einen Tag später hiess es, das Virus habe sich im ganzen Land verbreitet. Sechs Menschen mit Fieber seien gestorben und bei einem Opfer sei die Omikron-Subvariante BA.2 nachgewiesen worden.

Kim hatte am Donnerstag angeordnet, alle Städte und Landkreise streng abzuriegeln. Wie die Menschen bei einer Ausgangssperre versorgt werden, galt als unklar. Grosse Teile der Bevölkerung haben nach Angaben von UN-Organisationen keinen regelmässigen Zugang zu Nahrung. Nordkorea hatte lange behauptet, coronafrei zu sein. Die Angaben wurden im Ausland angezweifelt.

China gibt Asien-Meisterschaft 2023 zurück

China wird wegen der anhaltenden Corona-Pandemie im kommenden Jahr die Asien-Fussball-Meisterschaft nicht austragen. Das Turnier mit 24 Teams sollte vom 16. Juni bis 16. Juli 2023 in zehn chinesischen Städten ausgetragen werden. Die asiatische Konföderation macht sich nun auf die Suche nach einem neuen Organisator.

Südkorea bietet Nordkorea Lieferung von Corona-Impfstoffen an

Südkorea will dem abgeschotteten Nachbarn Nordkorea bei den Bemühungen helfen, den ersten offiziellen Corona-Ausbruch in den Griff zu bekommen.

Präsident Yoon Suk Yeol biete Nordkorea an, Corona-Impfstoffe und andere medizinische Versorgungsgüter zu liefern, teilte das Präsidialamt in Seoul am Freitag mit.

Ein Sprecher Yoons äusserte seine Hoffnung, über Details der Hilfe mit Nordkorea sprechen zu können. Die Zahl der Corona-Verdachtsfälle in Nordkorea scheint sich demnach wegen eines massiven Ausbruchs explosionsartig zu erhöhen.

Zunächst war unklar, ob Nordkorea um Hilfe gebeten hat und ob beide Länder deswegen schon Kontakt aufgenommen haben. Die Situation auf der koreanischen Halbinsel ist derzeit nach einer Reihe von Tests mit ballistischen Raketen durch Nordkorea angespannt. Dabei handelt es sich in der Regel um Boden-Boden-Raketen, die einen Atomsprengkopf tragen können.

Moderna-Impfstoff für Kinder zwischen 6 und 11 Jahren zugelassen

Das Heilmittelinstitut Swissmedic hat die Indikationserweiterung des Covid-19-Impfstoffs Spikevax von Moderna für Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren genehmigt. Insbesondere Kinder mit Vorerkrankungen sollen davon profitieren können.

Kinder ab 6 Jahren erhalten gegenüber Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren im Abstand von vier Wochen zwei Mal die halbe Dosis (50 Mikrogramm), wie Swissmedic am Freitag mitteilte. Die Hauptstudie an Kindern im Alter von 6 bis 11 Jahren habe gezeigt, dass die durch den Impfstoff ausgelöste Immunantwort gegen das Sars-CoV-2-Virus mit derjenigen bei jungen Erwachsenen vergleichbar sei.

(Bild: Keystone)

Die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen wie Schmerzen, Rötungen oder Schwellungen an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schüttelfrost oder Übelkeit sind laut Swissmedic ähnlich wie bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen gewesen. Fieber trat bei Kindern häufiger auf, während Muskel- und Gelenkschmerzen seltener waren als bei Jugendlichen und Erwachsenen. Die unerwünschten Wirkungen waren in der Regel leicht bis mässig ausgeprägt und dauerten wenige Tage.

Nordkorea meldet ersten Covid-19-Todesfall

rdkorea hat einen ersten Todesfall im Land nach einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet. Seit Ende April seien sechs Menschen mit Fieber gestorben, das sich aus noch ungeklärter Ursache explosionsartig im ganzen Land ausgebreitet habe, berichteten die Staatsmedien am Freitag. Bei einem der Opfer sei die Omikron-Subvariante BA.2 nachgewiesen worden. Erst am Vortag hatte das abgeschottete und autoritär regierte Land zum ersten Mal offiziell seit dem Beginn der Corona-Pandemie vor mehr als zwei Jahren Infektionen mit dem Krankheitserreger bestätigt. Die unbestimmte Zahl von Fällen trat demnach in Pjöngjang auf.

Corona-Pandemie hinterlässt Spuren bei Universitätsspitälern

Eine gesicherte Finanzierung ist essenziell, um die Leistungsfähigkeit der Universitätsspitäler als medizinische Kompetenzzentren nicht zu gefährden. Das betonten fünf Schweizer Universitätsspitäler bei einer Bilanz zur Corona-Pandemie.

Die Pandemie war eine der grössten Herausforderungen für das Schweizer Gesundheitssystem seit Jahrzehnten, wie die Vertreterinnen und Vertreter der Universitätsspitäler von Basel, Bern, Lausanne, Genf und Zürich am Donnerstag vor den Medien erklärten. Sie habe eindrücklich die zentrale Rolle der Schweizer Universitätsspitäler in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk aller Leistungserbringenden im Land belegt.

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Für den Herbst dürfte es eine vierte Impfung geben

Die Eidgenössische Kommission für Impffragen (Ekif) steht vor der Empfehlung einer zweiten Corona-Auffrischimpfung im Herbst. Dies kündigte Ekif-Präsident Christoph Berger am Mittwochabend gegenüber der «Tagesschau» von SRF an. Die vierte Impfung gegen Covid-19 im Herbst sei ein «wahrscheinliches Szenario», so Berger. «Wir machen jetzt eine Empfehlung und werden auch schon im Frühsommer kommunizieren, wie diese aussieht.» Das mögliche Szenario für den Herbst sei eine Impfempfehlung für Personen über 65 oder mit chronischen Krankheiten, so Berger.

Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Impfkommission, kündigt die Empfehlung für eine zweite Corona-Auffrischimpfung im Herbst an. (Bild: Keystone)
Österreichische Virologin plädiert für angepassten Impfstoff

Eine Labor-Untersuchung des Instituts für Virologie der MedUni Innsbruck hat den Immunstatus nach einer Infektion mit der mittlerweile dominanten Omikron-Subvariante BA.2 des Coronavirus evaluiert. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie sehr sich die Varianten des Virus unterscheiden.

Je mehr Kontakte mit verschiedenen Varianten durch Impfung oder Infektion, desto grösser der Schutz, sagte Virologin Janine Kimpel im Gespräch mit der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Sie plädierte für einen angepassten Impfstoff.

In der aktuellen Debatte um Impfstoffupdates geht es um die Frage, ob für künftige Auffrischungsimpfungen wie bisher ein an den Wildtyp angelehnter Impfstoff Sinn macht, oder ob dieser an dominierende Varianten angepasst werden soll.

Einige Impfstoffhersteller, darunter das deutsche Biotechunternehmen Biontech, führen derzeit klinische Studien dazu durch. Virologin Kimpel hielt es für wahrscheinlich, dass Impfstoffe «ähnlich wie bei Influenza» künftig auf zirkulierende Varianten angepasst werden. Für sie ausser Frage stand nach wie vor die Wichtigkeit einer Immunisierung gegen das Coronavirus beziehungsweise einer darauffolgenden Auffrischungsimpfung.

In der Wissenschaft läuft zurzeit eine Debatte über einen weiteren, an die neusten Coronavirus-Varianten angepassten Impfstoff. (Bild: Keystone)
Nordkorea meldet ersten Corona-Ausbruch – Städte werden abgeriegelt

Das abgeschottete Nordkorea hat erstmals seit dem Beginn der Corona-Pandemie vor mehr als zwei Jahren offiziell Infektionsfälle mit dem Krankheitserreger bestätigt. Betroffen von dem Ausbruch mit der Omikron-Subvariante BA.2 ist Staatsmedien zufolge die Hauptstadt Pjöngjang.

Machthaber Kim Jong Un habe angesichts des «Ernstfalls» angeordnet, alle Städte und Landkreise streng abzuriegeln, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern. Wie viele Fälle es gibt und wo sich die Betroffenen infizierten, war zunächst unklar.

Experten warnen schon länger, dass Nordkorea wegen seines unzureichenden Gesundheitssystems nur schwer mit einem Ausbruch von Covid-19 fertig werden könne. Nordkorea war bis zum Donnerstag eines der wenigen Länder der Erde, die der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch keine einzige Corona-Infektion gemeldet hatten. Die Angaben des weithin isolierten Landes, wonach es bis jetzt coronafrei gewesen sei, wurden im Ausland jedoch stets angezweifelt.

Bill Gates positiv auf Covid-19 getestet

Bill Gates wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Seine Symptome seien aber mild, schreibt der Microsoft-Gründer auf Twitter. Er habe sich nun in Isolation begeben, und kuriere dort aus.

Nato-Chef Stoltenberg positiv auf Corona getestet

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Seine Sprecherin gab am Dienstag auf Twitter bekannt, er sei vollständig geimpft und geboostert und habe milde Symptome. Da die belgischen Regeln mindestens sieben Tage Quarantäne vorschreiben, wird er demnach nicht am Nato-Aussenministertreffen am Wochenende in Berlin teilnehmen können. Voraussichtlich wird der stellvertretende Nato-Generalsekretär Mircea Geoană den Vorsitz bei dem Treffen übernehmen.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Bild: Keystone)
Corona-Testpflicht an Tel Aviver Flughafen entfällt am 20. Mai

Die Corona-Testpflicht bei der Ankunft am internationalen Flughafen von Tel Aviv soll am 20. Mai aufgehoben werden. Die Entscheidung sei angesichts des Rückgangs der Infektionszahlen getroffen worden, teilte das israelische Gesundheitsministerium am Sonntag mit.

Schon von Dienstag an dürften Touristen ausserdem alternativ zu einem PCR-Test vor der Reise nach Israel einen Antigen-Test bis 24 Stunden vor dem Flug machen.

Im vergangenen Monat war die Maskenpflicht in Israel bereits fast komplett aufgehoben worden. Die Infektionszahlen in dem Land am östlichen Mittelmeer gingen zuletzt stetig zurück. Das Gesundheitsministerium meldete am Sonntag 1773 neue Fälle für das 9,4-Millionen-Einwohner-Land.

Klassische Grippe-Viren verdrängen derzeit Covid-19

Während die Corona-Ansteckungen in der Schweiz zurückgehen, übernehmen wieder Influenza- und andere Viren. Das belegen Daten, welche der Bund vom nationalen Meldesystem Sentinella erhält. Wie die «Sonntagszeitung» berichtet, hätten Aufzeichnungen aus über 180 Arztpraxen in der Schweiz gezeigt, dass klassische Grippeviren, die Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen oder Husten auslösen, die Coronaviren inzwischen abgelöst haben.

Andere Grippe-Viren verdrängen derzeit Sars-Cov-2 Viren – aber wohl nicht mehr lange. (Symbolbild: Keystone)

Kommenden Hebst dürfte laut ExpertInnen die nächste Covid-Infektionswelle anrollen. Trotzdem will der Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (Ekif) Christoph Berger noch keine vorsorglichen Massnahmen treffen. Derweil werden in mehreren Ländern schon jetzt Risikopersonen mit einem zweiten Booster versorgt. GDK-Präsident Lukas Engelberger kritisiert das Zuwarten der Schweiz. Er befürchtet, dass die Schweiz so nicht für die nächste Welle gewappnet sei. Impf-Chef Christoph Berger entgegnet, man bereite derzeit verschiedene Szenarien vor. «Eines davon ist eine zweite Auffrischimpfung», sagt er gegenüber der «SonntagsZeitung». Zurzeit empfehle man jedoch den zweiten Booster nicht.

USA schränken Zugang zu Johnson & Johnson-Impfstoff ein

Künftig sollen nur noch Erwachsene den Impfstoff erhalten, die die wirksameren mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer oder Moderna nicht erhalten können oder wollen, erklärte die FDA am Donnerstag. Grund für die Änderung der Notzulassung des Impfstoffs sei das erhöhte Risiko schwerer Blutgerinnsel.

Weiterhin erhalten sollen Menschen den Impfstoff, wenn sie ein Risiko für eine starke allergische Reaktion auf die mRNA-Impfstoffe haben. (Keystone)

Aus demselben Grund hatte die FDA im Dezember bereits empfohlen, sich bevorzugt mit den mRNA-Impfstoffen behandeln zu lassen. Der J&J-Impfstoff spielt in den USA ohnehin kaum noch eine Rolle: Lediglich drei Prozent aller injezierten Corona-Impfdosen stammen von J&J-Tochter Janssen.

Im Home Office melden sich Angestellte seltener krank

Im Home Office melden sich Angestellte seltener krank. Das legt ein Rückgang der Krankmeldungen bei verschiedenen angefragten Firmen nahe. «Wir haben während der Pandemie deutlich weniger krankheitsbedingte Absenzen festgestellt als vor März 2020», sagte Novartis-Sprecherin Anna-Katharina Schäfers gegenüber der «Basler Zeitung».

Auch Post und Swisscom haben seit Ausbruch der Pandemie weniger krankheitsbedingte Ausfälle verzeichnet. Bei der Krankenversicherung CSS sind die Absenzen sogar massiv zurückgegangen.

Ein Mann arbeitet mit einem Laptop und einem Tablet am Esstisch im Homeoffice. (Keystone)

Experten zeigen sich gegenüber der Zeitung besorgt. Oft würden die Mitarbeiter im Home Office arbeiten, obwohl sie sich im Büroalltag krank geschrieben hätten.

US-Aussenminister Blinken positiv auf Corona getestet

US-Aussenminister Antony Blinken hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Ein PCR-Test sei am Mittwochnachmittag positiv ausgefallen, teilte das Aussenministerium in Washington mit. Blinken habe milde Symptome.

In der vergangenen Woche waren bei US-Vizepräsidentin Kamala Harris Corona-Tests positiv ausgefallen. Jetzt hat es auch Antony Blinken erwischt. (Keystone)

Der 60-Jährige sei vollständig geimpft und geboostert. Die Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki, sagte, US-Präsident Joe Biden (79) sei seit mehreren Tagen nicht persönlich mit Blinken zusammengekommen. Bei Biden sei zuletzt am Dienstag ein Coronavirus-Test negativ ausgefallen. Das Aussenministerium teilte mit, Blinken werde sich nach den Richtlinien der Gesundheitsbehörde CDC zu Hause isolieren und von dort aus arbeiten.

Bund lässt Abwasser von über 100 Kläranlagen auf Viren überwachen

Neu wird in der Schweiz das Abwasser von mehr als 100 Kläranlagen auf Spuren des Coronavirus überwacht. Der Bund hat ein nationales Überwachungssystem aufgezogen, das rund 70 Prozent der Bevölkerung erfasst.

Das System soll laut einer Mitteilung des BAG vom Dienstag, 3. Mai, helfen, die Virenlast und auch zirkulierende Varianten des neuen Coronavirus zeitnah zu beobachten. Auch wenn die Pandemie zurzeit abklinge, bleibe es wichtig, die epidemiologische Lage zu überwachen, schrieb das BAG.

Neu wird in der Schweiz das Abwasser von mehr als 100 Kläranlagen auf Spuren des Coronavirus überwacht. (Symbolbild: Keystone)

Die Überwachung des Abwassers liefere schnell und grossflächig verlässliche Daten. Dies sei wichtig, weil die Zahl der durchgeführten Tests auf das Coronavirus zurückgehe. Das neu aufgezogene System deckt in etwa 70 Prozent der Bevölkerung ab. Auch grosse Tourismusorte werden erfasst.

Damit könnten neu in die Schweiz gelangte Virusvarianten rasch erfasst werden, schrieb das BAG. Ab dem kommenden Juni werden die gesammelten Daten öffentlich zugänglich sein. Das Monitoring wird bis Ende Jahr dauern, eine Verlängerung bis Ende 2023 ist zurzeit in Prüfung.

Schutzmassnahmen gegen Pandemie lassen Zahl der Drohungen steigen

Die Pandemie und die Schutzmassnahmen gegen Ansteckungen mit dem Coronavirus hat manche Menschen zum verbalen Zweihänder greifen lassen. Die Zahl der Drohungen gegenüber Magistratspersonen, Parlamentsmitgliedern und der Bundesverwaltung ist 2021 angestiegen.

Von «Drohungen in Endlosschleife» spricht das Bundesamt für Polizei (Fedpol) in seinem am Montag veröffentlichten Jahresbericht 2021. Schutzpersonen – etwa Bundesrätinnen, Bundesrichterinnen und -richter oder Mitglieder des Parlaments – würden Drohungen oder «Unmutsbekundungen» dem Fedpol melden.

Vor allem in den beiden Pandemie-Jahren 2020 und 2021 ist die Zahl der gemeldeten und auch der tatsächlichen Drohungen stark gestiegen. Gab es 2019 noch 246 Meldungen und 18 tatsächliche Drohungen, waren es 2020 bereits 885 Meldungen und 64 tatsächliche Drohungen. 2018 waren beide Zahlen allerdings etwas höher als 2019.

Neuseeland empfängt wieder Touristen aus 60 Ländern

Als eines der letzten Länder in der Asien-Pazifik-Region empfängt auch Neuseeland ab sofort wieder internationale Gäste. Das Land öffnete am Montag erstmals seit mehr als zwei Jahren seine Grenzen für zweifach geimpfte Besucher aus 60 visabefreiten Ländern (visa-waiver countries), darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Jedoch erwartet die Tourismusbranche voraussichtlich erst ab Oktober eine Erholung des Sektors – auch, weil in Neuseeland gerade der Winter beginnt.

Als eines der letzten Länder in der Asien-Pazifik-Region empfängt auch Neuseeland ab sofort wieder internationale Gäste. (Bild: Keystone)

Zudem verlangen die Behörden weiterhin einen negativen Corona-Test vor der Abreise im Heimatland und einen zweiten bei der Einreise nach Neuseeland. «Länder wie Australien, Grossbritannien, Dänemark und kürzlich etwa auch Fidschi haben diese Voraussetzung aufgehoben», zitierte der Sender Radio New Zealand einen Sprecher des neuseeländischen Tourismusunternehmens «House of Travel». Das vereinfache Urlaubern die Reise. «Deshalb werden sie wohl eher in diese Länder reisen als nach Neuseeland.»

Neuseeland mit seinen fünf Millionen Einwohnern galt lange als Vorzeigestaat im Kampf gegen das Virus. Der Inselstaat hatte sich im März 2020 weitgehend von der Aussenwelt abgeschottet und verfolgte zeitweise eine sogenannte Null-Covid-Strategie.

Peking verschärft seine Corona-Massnahmen

Chinas Hauptstadt hat zu Beginn einer mehrtägigen Ferienwoche strenge Corona-Restriktionen eingeführt. Bis mindestens zum 4. Mai sollen demnach sämtliche Restaurants der Stadt für Gäste geschlossen bleiben, wie die Stadtregierung am Samstagabend bekannt gab. Speisen und Getränke dürfen nur mehr zum Abholen oder Ausliefern angeboten werden.

Zudem ist es den meisten Geschäften und öffentlichen Einrichtungen in Peking nur noch gestattet, Kunden mit einem aktuellen PCR-Test einzulassen, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Chinas Hauptstadt hat zu Beginn einer mehrtägigen Ferienwoche strenge Corona-Restriktionen eingeführt. (Bild: Keystone)

Am Sonntag hat die nationale Gesundheitskommission 59 Infektionen in Peking registrert. Insgesamt haben sich im Zuge der jüngsten Infektionswelle in der Hauptstadt über 300 Menschen mit dem Virus infiziert. Bereits mehrere Wohnsiedlungen mit jeweils mehreren tausend Einwohnern wurden seit Ende April abgesperrt. Nach Medienberichten haben die Behörden zuletzt ein Covid-Feldspital mit rund 4’000 Betten fertiggestellt, in dem asymptomatisch und mild Infizierte isoliert werden sollen.

China verfolgt nach wie vor eine strikte Null-Covid-Strategie, die auch auf kleinste Infektionsausbrüche mit Massentests und Ausgangssperren reagiert. Doch auch die rigiden Massnahmen der chinesischen Regierung werden spätestens durch die hochansteckende Omikron-Variante auf eine harte Bewährungsprobe gestellt.

Reisen nach Griechenland bald ohne Impfnachweis

Ab dem 1. Mai müssen Reisende nach Griechenland keinen Impfnachweis mehr vorzeigen, um ins Land einzureisen. Das beschloss die Regierung in Athen am Donnerstag nach einem Vorschlag der zuständigen Gesundheitsbehörde EODY. Wie der staatliche Rundfunk weiter berichtete, werde auch die Vorzeigepflicht eines Impfnachweises für den Eintritt in Tavernen, Bars, Geschäften und Museen ab 1. Mai abgeschafft. Die Maskenpflicht in Innenräumen dagegen bleibt. Die Aufhebung der Massnahmen soll im Herbst auf den Prüfstand kommen. Für Griechenland-Urlauber wurde bereits verfügt, dass sie sich vor der Einreise nicht mehr extra auf einer staatlichen Website anmelden müssen.

Covid-Zertifikat neu mit positivem Antigen-Schnelltest erhältlich

Der Zugang zu den Covid-Zertifikaten für Genesene wird leichter: Genesene erhalten das Covid-Zertifikat ab Montag (2. Mai) auch nach einem positiven Antigen-Schnelltest. Diese Zertifikate werden grundsätzlich international anerkannt, und sie gelten 180 Tage.

Das hat der Bundesrat am Mittwoch entschieden und Regelungen der EU nachvollzogen. Die Zertifikate können neu und für positive Testergebnisse auch rückwirkend per 1. Oktober ausgestellt werden. Heute sind international gültige Zertifikate für Genesene nur erhältlich, wenn ein positiver PCR-Test die Infektion bestätigt hat.

(Bild: Keystone)

Neu wird das Zertifikat auch nach einem positiven Antigen-Schnelltest oder nach einer laborbestätigten immunologischen Analyse auf das Coronavirus Sars-CoV-2 ausgestellt. Solche Zertifikate wurden in der Schweiz schon im Januar und Februar 2022 ausgestellt, waren aber damals nur in der Schweiz gültig.

Wer ein solches «Schweizer Zertifikat» hat, muss es neu beantragen und ausstellen lassen, damit es im Ausland benutzt werden kann. Der Bundesrat setzte die entsprechenden Bestimmungen in der Covid-Zertifikat-Verordnung per 2. Mai in Kraft.

Konkret gilt das Zertifikat 180 Tage ab dem elften Tag nach dem positiven Resultat des Antigen-Schnelltests. Wer es nachträglich beantragen will, muss dafür die Teststelle kontaktieren, die den Antigen-Schnelltest durchgeführt hat. Kann sie nicht weiterhelfen, können sich Gesuchsteller an die nationale Antragsstelle wenden.

Ob das Covid-Zertifikat für Genesene im Ausland akzeptiert wird, muss im Zielland der Reise abgeklärt werden. Dasselbe gilt für Zertifikate für Geimpfte, die je nach Regelung im Zielland unterschiedlich lange gelten. In der Schweiz sind Zertifikate für Geimpfte 270 Tage lang gültig.

WHO besorgt über starken Rückgang der Corona-Tests

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist besorgt über den starken Rückgang der Corona-Tests. Die Datenbanken der WHO erhielten immer weniger Informationen über Infektionen und Gen-Sequenzierungen von entdeckten Viren, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf. Damit könne die Organisation die Muster der Übertragung und der Evolution des Virus weniger sehen. Das Virus verbreite sich weiter und töte weiter. Die Gefahr, dass sich eine gefährliche neue Virusvariante entwickelt, sei weiter real.

(Bild: Keystone)
Behörde: Fast 60 Prozent der US-Bevölkerung hatte schon Corona

Fast 60 Prozent der Bevölkerung der USA hat sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC bereits mindestens einmal mit dem Coronavirus angesteckt. Das gehe aus neuen Antikörper-Daten bis zum Februar diesen Jahres hervor, teilte die CDC am Dienstag mit. Unter Kindern und Jugendlichen seien es sogar rund 75 Prozent.

(Bild: Keystone)

Offiziell sind nach CDC-Angaben in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern bislang rund 80 Millionen Infektionen bestätigt worden. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen stieg zuletzt wieder an, die Zahl der Krankenhaus-Einweisungen aber nur sehr gering und die Zahl der Todesfälle sank. «Wir hoffen, dass diese positiven Trends sich fortsetzen», sagte CDC-Chefin Rochelle Walensky.

Meilenstein für Tourismusbranche: Thailand lockert Einreiseregeln

Thailand lockert die Einreiseregeln für zweifach geimpfte Touristen weiter. Besucher mit Impfnachweis müssten ab dem 1. Mai weder einen Corona-Test vor der Abreise noch nach der Ankunft machen, teilten die Behörden in dem südostasiatischen Urlaubsland mit. Wenn die Visa-Formalitäten am Flughafen erledigt sind, können sich Feriengäste ab Sonntag sofort im ganzen Land frei bewegen. Die Zeitung «Bangkok Post» sprach am Mittwoch von einem «Meilenstein» für den Neustart der wichtigen Tourismusbranche.

Erforderlich bleiben lediglich die Registrierung im Internet für den so genannten «Thailand Pass» sowie eine Krankenversicherung über 10 000 US-Dollar (9400 Euro). Für Ungeimpfte gelten andere Regel. Es wird empfohlen, sich bei den Behörden genau über die nötigen Formalitäten zu informieren.

Reiseveranstalter und Hoteliers hatten schon länger gefordert, die Einreisebedingungen deutlich zu erleichtern, um mehr Touristen anzulocken und den Nachbarländern nicht das Feld zu überlassen. In vielen Ländern der Region, wie Kambodscha und Vietnam, waren die Regeln zuletzt schon wesentlich unkomplizierter als in Thailand.

US-Vizepräsidentin Harris positiv auf Corona getestet

Bei US-Vizepräsidentin Kamala Harris sind Schnell- und PCR-Tests zur Ermittlung des Coronavirus positiv ausgefallen. Sie habe keine Symptome, werde sich isolieren und ihre Amtsgeschäfte aus der Residenz der Vizepräsidentin in Washington weiterführen, erklärte ihre Sprecherin Kirsten Allen am Dienstag.

Harris (57) sei angesichts jüngster Reisen kein enger Kontakt für Präsident Joe Biden (79) oder First Lady Jill Biden (70), hiess es weiter. Harris werde sich an die Richtlinien der Gesundheitsbehörde CDC halten und erst ins Weisse Haus zurückkehren, wenn ihre Tests wieder negativ ausfielen, erklärte die Sprecherin. Sowohl Harris als auch Biden waren übers Wochenende in ihren jeweiligen Heimatstaat verreist gewesen, Harris nach Kalifornien und Biden nach Delaware.

WHO besorgt über fallende Corona-Testzahlen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist besorgt über den starken Rückgang der Corona-Tests. Die Datenbanken der WHO erhielten immer weniger Informationen über Infektionen und Gen-Sequenzierungen von entdeckten Viren, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf.

«Das macht uns immer blinder und wir können die Muster der Übertragung und Evolution weniger sehen», sagte Tedros. «Das Virus wird nicht verschwinden, weil die Länder nicht mehr danach suchen. Es verbreitet sich weiter, es verändert sich weiter, und es tötet weiter», sagte Tedros. Die Gefahr, dass sich eine gefährliche neue Virusvariante entwickelt, sei weiter real.

BAG meldet 22'730 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von sieben Tagen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von sieben Tagen 22’730 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 31 neue Todesfälle und 333 Spitaleinweisungen.

Alle aktuellen Corona-Zahlen vom BAG finden Sie hier.

Peking weitet Massentests aus

Nach einigen Dutzend Corona-Infektionen hat die chinesische Hauptstadt Peking die Massentests auf rund 90 Prozent seiner 21 Millionen Einwohner ausgeweitet. Ausser im grössten Stadtteil Chaoyang werden jetzt auch die Bewohner von elf weiteren Bezirken bis Samstag dreimal getestet, teilten die Behörden mit. Nach der ersten Runde mit 3,7 Millionen Tests am Vortag wurden bis Dienstagnachmittag aber nur 22 neue Infektionen entdeckt.

Trotz der geringen Zahl ging die Angst um, dass auch Peking ähnlich wie Shanghai zuvor in einen teilweisen oder ganzen Lockdown gehen könnte. Mehrere Nachbarschaften wurden bereits abgeriegelt. Ihre Bewohner können das Gebiet nicht verlassen.

Experten wiesen darauf hin, dass Peking anders als Shanghai frühzeitig eingreift und testet, was helfen solle, den Ausbruch unter Kontrolle zu bekommen. Insgesamt wurden in der Hauptstadt rund 100 Fälle entdeckt.

Trotz der bereits seit einem Monat geltenden weitgehenden Ausgangssperren in Shanghai wurden in der ostchinesischen Hafenstadt aber erneut rund 17’000 neue Infektionen gemeldet, die grosse Mehrheit asymptomatisch. Auch gab es in der 26-Millionen-Metropole wieder 33 Tote im Zusammenhang mit einer Covid-Infektion.

Corona-Infektion kann Netzhautschäden verursachen

Rund jede zehnte Person, die wegen einer Coronavirus-Infektion ins Spital eingeliefert werden musste, zeigte gemäss einer Studie weisse Flecken auf der Netzhaut. Diese krankhaften Veränderungen seien nach drei Monaten allerdings wieder abgeklungen. Das berichtet ein Genfer Forschungsteam in der Fachzeitschrift «Journal of Clinical Medicine».

Die Forschenden untersuchten die Augen von 172 hospitalisierten Patientinnen und Patienten, die als Folge einer Sars-CoV-2-Infektion an Atemnot litten. Demnach wiesen elf Prozent von ihnen Netzhautschäden auf, die sich in weissen Flecken manifestierten. Zurückzuführen seien diese auf einen Verschluss der kleinen Arterien, ausgelöst durch eine Embolie oder Entzündungen, liess sich Hauptautorin Gordana Sunaric Mégevand in einer Mitteilung des Universitätsspitals Genf (HUG) vom Dienstag zitieren.

Solche weissen Flecken kennt man vor allem von Menschen mit Diabetes oder Bluthochdruck. Die vorliegende Studie zeigte jedoch, dass die beobachtete Netzhautschädigung hauptsächlich der Virusinfektion geschuldet war.

Bei einer Nachuntersuchung drei Monate später waren die weissen Flecken bei allen Patienten verschwunden, nachhaltige Sehstörungen beobachteten die Forschenden keine.

Ihnen zufolge sind die Mechanismen, wie Sars-CoV-2 Netzhautschäden verursacht, noch nicht genau verstanden. Mögliche Ursachen könnten demnach Sauerstoffmangel oder eine direkte Gewebeschädigung durch das Virus sein.

Schweizer Berghilfe hat wegen Corona mehr Projekte unterstützt

Die Schweizer Berghilfe hat letztes Jahr 833 Projekte unterstützt, das sind ausserordentlich viele. Grund war die Coronakrise. Insgesamt flossen 29,3 Millionen Franken an die Bergbevölkerung in der Schweiz. Die rein mit Spenden finanzierte Stiftung erhielt 2021 rund 29,8 Millionen Franken an Zuwendungen (Vorjahr 33,9 Millionen Franken) von 59’000 Spenderinnen und Spendern, wie es im Jahresbericht der Stiftung hiess, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Der Rückgang der Unterstützungsleistungen erkläre sich durch die unsichere Wirtschaftslage, schrieb die Berghilfe.

Die Zunahme der Projekte erkläre sich dadurch, dass viele Kleinst- und Kleinbetriebe im Berggebiet wegen der Pandemie in einer sehr schwierigen Situation gewesen seien. Die Schweizer Berghilfe habe deshalb den Unternehmen unter anderem in einem vereinfachten Gesuchsverfahren unkomplizierte Unterstützung angeboten.

Die Schweizer Berghilfe hat letztes Jahr 833 Projekte unterstützt, das sind ausserordentlich viele. Grund war die Coronakrise. (Symbolbild: Keystone)

Die laut Mitteilung erfahrungsgemäss schwankenden Zuwendungen aus Nachlässen fielen 2021 mit 15,6 Millionen Franken geringer aus als im Vorjahr (19,3 Millionen Franken). Die Individual- und Projektspenden hätten mit 14,2 Millionen Franken praktisch das Vorjahresniveau erreicht. Im Vorjahr waren 671 Projekte mit 33,6 Millionen Franken unterstützt worden, auch damals waren es wegen des Coronavirus bereits mehr als 2019 gewesen.

Die Schweizer Berghilfe unterstützt auch andere Unternehmen als solche aus der Landwirtschaft. Stiftungszweck sei generell das Leben in den Berggebieten, darunter auch Klein- und Kleinstbetriebe ausserhalb der Landwirtschaft. Die Berghilfe will mit den Zuwendungen der Abwanderung aus den Berggebieten entgegenwirken.

Massentests auch in Peking – Hamsterkäufe aus Angst vor Lockdown

Nach der Entdeckung von einigen Dutzend Corona-Infektionen in Peking müssen sich seit Montag alle 3,5 Millionen Einwohner des grössten Stadtteils Chaoyang in drei Runden alle zwei Tage testen lassen. Die Angst vor strengen Ausgangssperren auch in der chinesischen Hauptstadt sorgte für Hamsterkäufe und leere Regale in Supermärkten. Die Behörden warnten, dass das Virus sich schon seit einer Woche unentdeckt in der 21-Millionen-Metropole verbreitet habe, so dass mehr Fälle entdeckt werden dürften.

Ob ein Lockdown über ganz Peking oder Teile verhängt werde, hänge von der Ausbreitung des Virus ab, sagte ein Experte des nationalen Gesundheitsamtes der parteinahen Zeitung «Global Times». «Wenn die Ergebnisse der Tests in Chaoyang und anderen Teilen herauskommen, wird es uns ein besseres Bild von der gesamten epidemischen Lage in Peking geben», sagte der hohe Funktionär. «Weitere Massnahmen werden entsprechend folgen.» Im Chaoyang-Distrikt liegen die ausländischen Botschaften und leben die meisten Ausländer in Peking.

Die ohnehin besonders geschützte Hauptstadt wolle Lehren aus dem Corona-Ausbruch in Shanghai und anderen Provinzen ziehen, hiess es. So gab es Kritik an einem zunächst langsamen Vorgehen in der ostchinesischen Hafenstadt, wo die Lage trotz weitgehender Ausgangssperren seit fast einem Monat immer noch nicht unter Kontrolle ist. Auch gibt es Klagen über unzureichende Lieferungen von Nahrungsmitteln und schlechte medizinische Versorgung. Von Dienstag an werden auch alle 26 Millionen Einwohner Shanghai erneut getestet.

Maskenpflicht in Israel fast vollständig aufgehoben

Gut zwei Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie ist die Maskenpflicht in Israel fast komplett aufhoben worden. Seit Samstagabend müssen Masken nur noch an Orten mit hohem Infektionspotenzial getragen werden – wie Krankenhäusern, Arztpraxen, Seniorenheimen und in Flugzeugen. Dies gilt auch für Infizierte auf dem Weg in die Quarantäne.

Viele Israelis äusserten sich erleichtert über die neue Freiheit, andere dagegen besorgt über eine mögliche erhöhte Ansteckungsgefahr. (Keystone)

«Wir empfehlen der gefährdeten Bevölkerung, weiter Masken zu tragen, auch wenn dies keine Pflicht ist, und rufen alle dazu auf, mit Blick auf ältere und durch das Coronavirus besonders gefährdete Menschen weiterhin Vorsicht walten zu lassen», hiess es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums.

Die Infektionszahlen in dem Land am östlichen Mittelmeer waren zuletzt stetig zurückgegangen. Das Gesundheitsministerium meldete am Sonntag 2’476 neue Fälle für das 9,4-Millionen-Einwohner-Land. Die Zahl der Schwerkranken liegt bei 223. Noch Ende Januar hatten die täglichen Infektionszahlen mit mehr 85’000 einen Höchststand erreicht. Rund 64 Prozent der Bevölkerung gelten als vollständig geimpft.

Bereits im Juni vergangenen Jahres hatte Israel die Maskenpflicht in Innenräumen aufgehoben – allerdings nur kurzzeitig, da die Infektionszahlen danach wieder deutlich anstiegen.

Malta lockert Corona-Regeln ab Mai

Malta will sich ab dem kommenden Monat von einem Grossteil seiner Corona-Beschränkungen verabschieden.

Ab dem 2. Mai müssen die Menschen im kleinsten EU-Land in Geschäften, Büros oder öffentlichen Gebäuden keine Masken mehr tragen, wie Gesundheitsminister Chris Fearne am Freitag ankündigte. Wer nach Malta reist, braucht ausserdem kein Einreiseformular mehr. Auf den Flügen gilt allerdings noch die Maskenpflicht, und bei der Einreise werden ein Corona-Impfnachweis, ein negativer Test oder ein Genesungsnachweis verlangt.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga mit dem Coronavirus infiziert

Bundesrätin Simonetta Sommaruga ist in der laufenden Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie hat leichte Symptome und arbeitet von zuhause aus. Sie ist das vierte Regierungsmitglied, bei dem eine Ansteckung bekannt worden ist.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga wurde positiv auf Coronavirus getestet. (Archivbild: Key)

Sommarugas Ansteckung meldete am Freitag das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek), dem Sommaruga vorsteht. Eine Bundesratssitzung fand diese Woche nicht statt. Mehrere Regierungsmitglieder weilten oder weilen zudem im Ausland.

Sommaruga ist das vierte Regierungsmitglied, bei dem eine Ansteckung mit Covid-19 bekanntgeworden ist. Als ersten hatte das Virus im Februar Aussenminister Ignazio Cassis erwischt, im März wurden dann kurz hintereinander Innenminister Alain Berset und Wirtschaftsminister Guy Parmelin positiv getestet.

Kantone möchten tiefere Schwelle für «besondere Lage»

Für den Fall einer erneuten Pandemiewelle wollen Bund und Kantone gewappnet sein. Die Aufgabenzuteilung in der Übergangsphase wurde genauer definiert.

Schon bei nicht besonders heftig ausfallenden erneuten Pandemiewellen soll nach Ansicht der Kantone eine Rückkehr in die «besondere Lage» möglich sein. Gemäss Vorschlag des Bundesrats müsste für eine erneute Zepter-Übernahme durch den Bund eine «besonders heftige Pandemiewelle» eintreten.

Nach der Rückkehr zur «normalen Lage» gilt laut Bundesrat bis im Frühling 2023 eine Übergangsphase mit erhöhter Wachsamkeit und Reaktionsfähigkeit. Für die Ziele und genauen Aufgaben dieser Phase erarbeitete der Bundesrat ein Grundlagenpapier. Die Vernehmlassung zu diesem Dokument bei Kantonen, Sozialpartnern und den Parlamentskommissionen ist am Freitag abgelaufen.

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Frachtschiff-Stau durch Schanghaier Lockdown in Deutschland spürbar

Der Stau von Frachtschiffen wegen des anhaltenden Corona-Lockdowns in Schanghai stört die globalen Lieferketten und wird in Deutschland für höhere Preise sorgen. «Auch in Deutschland werden die Lieferengpässe jetzt zu spüren sein», sagte Maximilian Butek, der Delegierte der Deutschen Wirtschaft in Schanghai, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Das Exportvolumen des grössten Hafens der Welt ist nach Schätzungen drastisch zurückgegangen.

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WHO empfiehlt Covid-Pille von Pfizer für bestimmte Patienten

Das Covid-19-Medikament Paxlovid bekommt grünes Licht von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Paxlovid werde für Patienten empfohlen, die noch nicht schwer krank sind, aber das höchste Risiko einer Krankenhauseinweisung haben, berichtete der zuständige WHO-Expertenrat in der Fachzeitschrift «British Medical Journal» (BMJ). Dazu gehören Menschen mit Vorerkrankungen, Betagte oder Ungeimpfte.

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Das Covid-Medikament Paxlovid soll die Virusvermehrung im Körper hemmen. (Bild: Keystone)
Am 2. Mai hebt die Schweiz alle Einreisebeschränkungen auf

Reisende aus dem Ausland können bald wieder zu den üblichen Bedingungen in die Schweiz einreisen respektive Visa beantragen. Am 2. Mai werden die letzten wegen der Pandemie noch bestehenden Einreisebeschränkungen aufgehoben.

Ab Montag in einer Woche gelten wieder die ordentlichen Vorgaben für Reisen in die Schweiz, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Donnerstagabend im Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Noch werden etliche Staaten ausserhalb des Schengen-Raumes und Europas vom SEM als Risikoländer geführt.

Nicht alle Ausländerinnen und Ausländer, die aus diesen Staaten bewilligungsfrei für bis zu drei Monate in die Schweiz kommen wollen, können dies zurzeit. Das gilt beispielsweise für Touristinnen und Touristen und Menschen, die auf Stellensuche sind. Auch bei der Ausstellung von Visa gibt es Einschränkungen.

Es gibt allerdings zahlreiche Ausnahmen vom Einreiseverbot, etwa für Schweizerinnen und Schweizer, für Personen mit Aufenthaltsrecht in der Schweiz, für Durchreisende und auch für nachweislich Geimpfte und Genesene. Auch in Härtefällen können Einreisen aus Risikoländern bewilligt werden.

In der Schweiz fallen am 2. Mai die letzten Einreisebeschränkungen. (Archivbild: Keystone)
Xi fordert «mühsame Anstrengungen» im Kampf gegen Corona-Pandemie ein

Vor dem Hintergrund der angespannten Corona-Lage in China hat Präsident Xi Jinping die Weltgemeinschaft zum gemeinsamen Kampf gegen die Pandemie aufgerufen. «Es wird mühsame Anstrengungen erfordern, damit die Menschheit die Corona-Pandemie vollständig besiegen kann», sagte der Staats- und Parteichef am Donnerstag in einer Rede anlässlich des asiatischen Wirtschaftsforums Bo’ao in Südchina.

Der chinesische Präsident rief dazu auf, die internationale Koordinierung von Seuchenpräventionsmassnahmen zu verstärken. Auch müsse sichergestellt werden, dass Menschen in Entwicklungsländer Impfstoffe erhalten.

In seiner Rede ging der Präsident nicht direkt auf die Situation in China ein, das derzeit die schlimmste Corona-Welle seit Beginn der Pandemie erlebt. In Shanghai, dem Wirtschafts- und Finanzzentrum des Landes, und anderen Metropolen herrschen Ausgangssperren. Zig-Millionen Menschen können ihre Wohnungen nicht verlassen. Während ein Grossteil der Welt dazu übergegangen ist, mit dem Virus zu leben, hält China weiterhin an einer Null-Corona-Politik fest.

US-Regierung geht gegen Ende der Maskenpflicht in Verkehrsmitteln vor

Die US-Regierung geht juristisch gegen das Ende der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln vor. Sie reichte am Mittwochabend einen Beschwerdebescheid ein und setzte damit die Berufung gegen eine entsprechende Entscheidung einer Bundesrichterin in Gang, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht. Zuvor hatte sich die US-Gesundheitsbehörde CDC für eine Berufung ausgesprochen. Man sei weiterhin der Meinung, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln für die Gesundheit notwendig sei, teilte die Behörde mit.

Parade der Sambaschulen in Rio nach einjähriger Corona-Pause

Nach der Absage im vergangenen Jahr und einer zweimonatigen Verschiebung in diesem Jahr beginnt in Rio de Janeiro am Donnerstag, 21. April, die weltberühmte Parade der Sambaschulen.

Tausende Tänzer in aufwändigen farbenfrohen Kostümen werden sich bis Sonntag im Sambadrom der brasilianischen Metropole präsentieren. Zum Abschluss wird die beste der zwölf teilnehmenden Sambaschulen gekürt. Eigentlich hatte der diesjährige Umzug bereits Ende Februar stattfinden sollen, er wurde wegen hoher Corona-Infektionszahlen jedoch verschoben.

Nach der Absage im vergangenen Jahr und einer zweimonatigen Verschiebung in diesem Jahr beginnt in Rio de Janeiro am Donnerstag die weltberühmte Parade der Sambaschulen. (Bild: Keystone)

2021 hatte die Pandemie die Parade von Rios Sambaschulen vollständig verhindert. Riesige Strassenpartys sind auch im diesjährigen Karneval in Rio untersagt. Alle Teilnehmer der Parade im Sambadrom müssen eine Corona-Impfung nachweisen. In Brasilien, das mehr als 660’000 Corona-Tote zu beklagen hat, sind mittlerweile 75 Prozent der Einwohner vollständig geimpft.

Spanien schafft Maskenpflicht ab Mittwoch weitgehend ab

In dem bei deutschen Urlaubern beliebten Land Spanien muss man ab dem morgigen Mittwoch fast nirgendwo mehr eine Corona-Schutzmaske tragen. Das entsprechende Dekret wurde am Dienstag vom Kabinett in Madrid gebilligt. Somit entfällt nach rund zwei Jahren die Maskenpflicht in nahezu allen geschlossenen öffentlichen Räumen. Nur in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Krankenhäusern, Gesundheitszentren und Altenheimen wird die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vorerst noch aufrechterhalten.

Die Gefahr, die vom Coronavirus ausgehe, habe «deutlich abgenommen», erklärte Gesundheitsministerin Carolina Darias vor Journalisten nach der Kabinettssitzung. Das sei nicht zuletzt der hohen Impfquote in dem von der Pandemie im Frühjahr 2020 besonders schwer getroffenen Land zu verdanken. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag in Spanien am Dienstag bei knapp 257 (Deutschland: 669). Rund 85 Prozent der Bevölkerung hat eine Grundimmunisierung erhalten. In Deutschland sind es ungefähr 76 Prozent.

In Spanien muss ab Mittwoch fast nirgends mehr eine Schutzmaske getragen werden. (Symbolbild: Keystone)
US-Gericht kippt Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln

In den USA gilt vorerst landesweit keine Corona-Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln mehr. Eine Bundesrichterin erklärte die Regelung für ungültig. Die nationale Gesundheitsbehörde CDC habe mit der entsprechenden Verfügung ihre Befugnisse überschritten, hiess es in der am Montag veröffentlichten Entscheidung der Richterin aus dem Bundesstaat Florida. Das Verfahren für solche Vorschriften sei nicht eingehalten worden. Das Gericht in Tampa hob die Regelung auf und verwies sie zurück an die Gesundheitsbehörde. Vorerst müssen Passagiere in Flugzeugen, Zügen und anderen Verkehrsmitteln daher keine Masken mehr tragen.

In den USA gilt vorerst landesweit keine Corona-Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln mehr. (Symbolbild: Keystone)

Ein Regierungsbeamter erklärte am Montagabend (Ortszeit): «Die Behörden prüfen die Entscheidung und erwägen mögliche weitere Schritte.» Vorerst sei die von der CDC verfügte Maskenpflicht nicht mehr in Kraft. Die Transportsicherheitsbehörde (TSA) werde die Regelung zunächst nicht mehr durchsetzen. Die CDC empfehle aber weiterhin, in öffentlichen Verkehrsmitteln Masken zu tragen.

Präsident Joe Biden hatte die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln kurz nach seinem Amtsantritt im Januar 2021 angestossen. Die Gesundheitsbehörde CDC verfügte einige Tage später, dass in Flugzeugen, Schiffen, Fähren, Zügen, U-Bahnen, Bussen, Taxis und ähnlichen Verkehrsmitteln Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss. Die Pflicht gilt auch in Flughäfen, Bahnhöfen und Häfen. Die Regelung wurde mehrfach verlängert, zuletzt bis Anfang Mai. In den vergangenen Monaten gab es zunehmend Widerstand, auch von Fluggesellschaften.

Kantone bereiten sich mit Hochdruck auf Corona-Herbst vor

Die Konferenz der Kantonsregierungen (KdK) zieht Lehren aus der Corona-Pandemie. Es brauche auf operativer Ebene einen permanenten, departementsübergreifenden Krisenstab, in dem auch die Kantone vertreten seien, sagte KdK-Präsident Christian Rathgeb.

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Die Konferenz der Kantonsregierungen (KdK) zieht Lehren aus der Corona-Pandemie. (Symbolbild: Keystone)
USA, Deutschland und weitere Staaten laden zu Corona-Gipfel im Mai

Die USA, Deutschland und weitere Staaten laden im Mai zu einem zweiten internationalen Online-Gipfel zur Corona-Pandemie. Man rufe Staats- und Regierungschefs, Mitglieder der Zivilgesellschaft, Nichtregierungsorganisationen und den privaten Sektor auf, neue Verpflichtungen einzugehen, um die Welt zu impfen, hiess es in einer Mitteilung des Weissen Hauses am Montag. Zu den Gastgebern des Gipfels zählen neben den USA und Deutschland, das in diesem Jahr die G7-Präsidentschaft inne hat, auch Belize, Indonesien und Senegal. Der Gipfel soll am 12. Mai stattfinden.

Das Auftreten neuer Varianten wie Omikron habe die Notwendigkeit einer Strategie zur weltweiten Bekämpfung von Covid-19 unterstrichen, hiess es weiter. US-Präsident Joe Biden hatte im vergangenen September bereits einen Online-Gipfel zur Corona-Pandemie einberufen. Damals hatten die USA und andere Staaten weitere Impfdosen-Spenden zugesagt. Die USA und die Europäische Union hatten ausserdem eine verstärkte Zusammenarbeit im Kampf gegen das Virus angekündigt.

Italiens Regierungschef Draghi coronapositiv

Italiens Regierungschef Mario Draghi hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der 74-Jährige habe ein positives Testergebnis auf Covid-19 erhalten und keine Symptome der Krankheit, teilte die italienische Regierung am Ostermontag mit. Der parteilose Ministerpräsident der Mehrparteienregierung werde in dieser Woche deshalb nicht wie geplant in die afrikanischen Länder Angola und die Republik Kongo reisen, hiess es weiter. Draghi wollte mit den Regierungen der Länder über Gas-Lieferungen verhandeln, da sich Italien wegen des Krieges in der Ukraine unabhängig von russischem Gas machen will, das es von dort zu grossen Teilen bezieht. Italien wird auf der Reise laut Regierung von Aussenminister Luigi Di Maio und dem Minister für den ökologischen Umbau, Roberto Cingolani, vertreten.

Rio de Janeiro feiert wieder Karneval

Letztes Jahr konnte der Karneval in Rio de Janeiro wegen Corona nicht stattfinden. Doch nun ist das Spektakel in die Samba-Metropole zurückgekehrt. Unter seiner coronabedingten Absage im vergangenen Jahr hat die Samba-Metropole sehr gelitten. Denn Karneval ist das ganze Jahr über – nicht nur an den Tagen, an denen Zehntausende von der Tribüne aus und Millionen vor den Fernsehschirmen in Brasilien und auf der ganzen Welt die Umzüge im Sambodrom verfolgen.

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Der Karneval in Rio ist zurück. (Bild: Keystone)
Corona-Anmeldepflicht für Reisen nach Zypern fällt weg

Zypern-Urlauber müssen von diesem Montag an vor ihrer Einreise kein Formular zur Corona-Nachverfolgung mehr auszufüllen. Das teilte die Regierung der EU-Inselrepublik mit. Für die Einreise reiche nunmehr eine für die EU gültige, vollständige Impfung. Ungeimpfte müssen weiterhin negative PCR-Tests vorzeigen, die nicht älter als 72 Stunden alt sein dürfen. Akzeptiert wird auch ein Schnelltest, der nicht länger als 24 Stunden zurückliegen darf.

Kreuzfahrtschiff legt nach zwei Jahren Verbannung in Australien an

Am Montag hat erstmals seit mehr als zwei Jahren wieder ein Kreuzfahrtschiff in Australien angelegt. Flankiert von Schleppern mit Wasserfontänen lief die «Pacific Explorer» in den Hafen von Sydney ein, am Bug ein Transparent mit der Aufschrift «Wir sind zu Hause».

Australien hatte Kreuzfahrtschiffe im März 2020 wegen eines Corona-Ausbruchs auf einem Schiff aus seinen Gewässern verbannt.

Seitdem hatte die Regierung die Rückkehr der Touristenschiffe wegen des Fortschreitens der Pandemie immer wieder hinausgezögert. Nachdem sie zuletzt jedoch schrittweise die Grenzen wieder für Touristen geöffnet hatte, dürfen nun auch die Ozeanriesen wieder in Australien anlanden. Die «Pacific Explorer» hat eine 18’000 Kilometer lange Reise aus Zypern hinter sich, wo das Schiff zusammen mit zwei Schwesterschiffen auf das Ende des Kreuzfahrt-Banns gewartet hatte.

Shanghai meldet erste Todesfälle

Nach mehreren Wochen rigider Ausgangssperren hat die grösste chinesische Stadt Shanghai die ersten Corona-Toten der aktuellen Welle gemeldet. Drei Infizierte seien am Sonntag gestorben, teilten die Behörden der Finanzmetropole am Montag in der Früh mit. Die Zahl der Neuinfektionen ging indes nur unwesentlich zurück. Am Sonntag seien 19’831 asymptomatische und 2’417 symptomatische Neuinfektionen registriert worden. Am Samstag seien es 21’482 und 3’238 neue Fälle gewesen.

Nach mehreren Wochen rigider Ausgangssperren hat die grösste chinesische Stadt Shanghai die ersten Corona-Toten der aktuellen Welle gemeldet. (Symbolbild: Keystone)

Shanghai steht im Mittelpunkt der grössten Corona-Welle, die das bevölkerungsreichste Land der Erde seit Ausbruch der Pandemie vor zwei Jahren erlebt hat. Seit mehreren Wochen darf ein Grossteil der rund 26 Millionen Einwohner ihre Wohnungen nicht mehr verlassen.

Doch die rigiden Ausgangssperren haben bisher nicht dazu geführt, das Virus einzudämmen. Vor eineinhalb Wochen meldeten die Behörden der Stadt erstmals mehr als 20’000 Infektionen pro Tag. Seither hält sich das Infektionsgeschehen in etwa konstant.

Seit 10. März sind mehr als 200 Millionen Coronatests in der Millionenmetropole durchgeführt worden. Die chinesischen Behörden verfolgen weiterhin eine rigide Null-Covid-Strategie, die bereits auf kleine Infektionsausbrüche mit Ausgangssperren, Massentests und aggressiver Kontaktverfolgung reagiert.

Lauterbach warnt vor «Killer-Varianten»

Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach will mit Impfstoff-Bestellungen im grossen Stil drohende Corona-Wellen im Herbst bekämpfen. «Wir besorgen Impfstoff, der vor den Omikron-Varianten schützt. Den erwarten wir im September», sagte er der «Bild am Sonntag».

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(Bild: Keystone)
Shanghai: Zahl der Corona-Infizierten sinkt nicht

Auch nach mehreren Wochen rigider Ausgangssperren meldet Chinas grösste Stadt Shanghai keinen Rückgang der Zahl der Corona-Infizierten. Wie die nationale Gesundheitskommission am Sonntag bekannt gab, wurden innerhalb der letzten 24 Stunden für das Stadtgebiet 24’820 Infektionen registriert. Ein Grossteil der Fälle war laut den offiziellen Daten asymptomatisch.

Shanghai steht im Mittelpunkt der grössten Corona-Welle, die das bevölkerungsreichste Land der Erde seit Ausbruch der Pandemie vor zwei Jahren erlebt hat. Seit mehreren Wochen darf ein Grossteil der rund 26 Millionen Einwohner ihre Wohnungen nicht mehr verlassen. Doch die rigiden Ausgangssperren haben bisher nicht dazu geführt, das Virus einzudämmen. Vor anderthalb Wochen meldeten die Behörden der Stadt erstmals mehr als 20’000 Infektionen pro Tag, seither hält sich das Infektionsgeschehen in etwa konstant.

Swiss fliegt wegen Corona-Lockdown nicht mehr nach Shanghai

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss hat ihre Flüge in die vom strengen Lockdown betroffene chinesische Wirtschaftsmetropole Shanghai vorerst eingestellt. Die Airline führt mindestens bis am 4. Mai keine Passagierflüge in die Hafenstadt mehr durch.

Ein Swiss-Sprecher teilte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Freitag mit, aufgrund der lokalen pandemischen Situation in Shanghai und der damit verbundenen operationellen Risiken habe die Fluggesellschaft ihre Passagierflüge annulliert. Er bestätigte Informationen von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF).

In den Sommermonaten werde die Strecke zwischen Zürich und Shanghai zudem neu nur noch alle zwei Wochen statt wöchentlich bedient, teilte der Unternehmenssprecher weiter mit. Damit solle die Planbarkeit für die Passagierinnen und Passagiere und der Ressourcen der Airline erhöht werden.

Die Swiss hat ihre Flüge in die vom strengen Lockdown betroffene chinesische Wirtschaftsmetropole Shanghai vorerst eingestellt. (Bild: Keystone)
Österreich lockert Maskenpflicht

In Österreich wird die allgemeine Maskenpflicht für Innenräume am Samstag aufgehoben. FFP2-Masken müssen dann nur noch in Lebensmittelgeschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Krankenhäusern und Pflegeheimen getragen werden, wie Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) am Donnerstag ankündigte.

«Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für Erleichterungen», sagte er mit Hinweis auf fallende Infektionszahlen. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank zuletzt unter 1’000 Fälle pro 100’000 Einwohner.

Vier Wochen zuvor hatte Rauch die Maskenpflicht auf den gesamten Einzelhandel, Kultureinrichtungen und Arbeitsräume ausgedehnt. Diese Regelung wird nun zurückgenommen. Ausserdem müssen Gäste in Clubs, Bars und bei Grossveranstaltungen am Samstag nicht mehr geimpft, von Covid-19 genesen oder getestet (3G) sein.

In Wien galt bislang im Unterschied zum Rest des Landes in der Gastronomie noch die 2G-Regel (geimpft oder genesen). Auch diese Massnahme wird am Samstag aufgehoben, wie die Stadtregierung bekanntgab.

Die FFP2-Maskenpflicht wird in Österreich eingeschränkt. (Bild: Keystone)
Bund erweitert Covid-Zertifikats-App um einen Ländercheck

Benutzerinnen und Benutzer der Covid-App können neu für zahlreiche Länder prüfen, ob ihr Zertifikat dort zu einem bestimmten Einreisezeitpunkt gültig ist. Das teilt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Zu finden ist die neue Funktion mit dem Namen «Gültigkeit bei Reisen» in der Detailansicht des Covid-Zertifikats.

Die Länderliste umfasst vor allem Länder des europäischen Kontinents – von Albanien bis Zypern. Es kann laut dem BAG nicht jedes Land zur Prüfung ausgewählt werden, weil nicht alle Länder Covid-Zertifikate akzeptieren. Zudem würden nicht alle Staaten ihre Einreiseregeln verfügbar machen.

Das BAG rät Reisenden, die Gültigkeit kurz vor der Abreise zu prüfen und sich zusätzlich online über die aktuellen Einreiseregeln des Ziellandes zu informieren. Einreiseregeln könnten sich ändern, hiess es beim BAG auf der Webseite.

Die App prüft den Angaben zufolge nur die Einreiseregeln des Ziellandes. Für allfällige zertifikatspflichtige Bereiche innerhalb eines Landes könnten andere Regeln gelten, schrieb das BAG ausserdem.

Britische Unternehmen leiden unter mehr Corona-Infektionen

Der Wegfall kostenloser Corona-Tests und der Pflicht zur Selbstisolation in England trifft die Unternehmen wegen zunehmender Infektionszahlen hart. «Die meisten Branchen sind betroffen, insbesondere Unternehmen mit Kundenkontakt wie das Gastgewerbe und der Einzelhandel», sagt Jane Gratton vom britischen Handelskammerverbund BCC auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Aber auch viele Beschäftigte, die von zu Hause aus arbeiten können, seien zu krank, um dies zu tun.

Im grössten britischen Landesteil England gibt es seit Wochen keine Corona-Regeln mehr. Die täglich vom Gesundheitsministerium herausgegebenen Infektionszahlen bergen eine sehr hohe Dunkelziffer, da Testkapazitäten zurückgefahren wurden und positive Fälle nur noch freiwillig gemeldet werden. Einer Studie von Anfang April zufolge stiegen die Infektionen im März auf ein Rekordniveau.

Wegen der hohen Infektionszahlen kommt es immer wieder zu vorübergehenden Geschäftsschliessungen. Zuletzt mussten wichtige Fluglinien wie British Airways und Easyjet tagelang jeweils Dutzende Verbindungen wegen Corona-Ausbrüchen in der Belegschaft absagen.

Swissmedic lässt Covid-19-Impfstoff Nuvaxovid zu

Das Heilmittelinstitut Swissmedic hat den Impfstoff Nuvaxovid des Herstellers Novavax zugelassen. Damit dürfen Personen ab 18 Jahren geimpft werden. Es handelt sich um den ersten zugelassenen Proteinimpfstoff.

Der Schutz des Nuvaxovid-Impfstoffes liegt gemäss einer Mitteilung von Swissmedic sieben Tage nach der zweiten Impfung bei zirka 90 Prozent. Zudem erfülle der Impfstoff die Sicherheitsanforderungen. Nuvaxovid müsse zweimal im Abstand von drei Wochen gespritzt werden und könne bis zu neun Monate im Kühlschrank gelagert werden, was vor allem aus logistischer Sicht vorteilhaft ist.

Nuvaxovid sei ein Protein-Impfstoff und nicht – wie etwa die Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna – ein mRNA-Impfstoff. «Er enthält einen nicht infektiösen Bestandteil der Oberfläche des Sars-CoV-2-Virus», schrieb Swissmedic. Wenn der Körper damit in Kontakt komme, löse das eine schützende Immunreaktion aus.

(Bild: Keystone)

Nuvaxovid ist für zwei Jahre zugelassen, wie ein Sprecher von Swissmedic auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Dies sei ein internationaler Standard für neu zugelassene Medikamente. Auch die weiteren drei Covid-19-Impfstoffe haben diese Frist.

Mit Nuvaxovid hat Swissmedic nun einen vierten Covid-19-Impfstoff zugelassen. Bereits zugelassen sind die Impfstoffe von Pfizer/Biontech (Comirnaty, zugelassen am 19. Dezember 2020), Moderna (Spikevax, 12. Januar 2021) und Johnson & Johnson (COVID-19 Vaccine Janssen, 22. März 2021). Zulassungsinhaberin von Nuvaxovid ist die Future Health Pharma GmbH. Denn der Hersteller Novavax hat in der Schweiz keine Niederlassung und verfügt deshalb über keine Betriebsbewilligung.

Infektionen in Shanghai gehen trotz Lockdowns weiter hoch

Trotz des strengen Lockdowns in Shanghai steigt die Zahl der Corona-Infektionen in der ostchinesischen Hafenstadt weiter an. Die Behörden berichteten am Mittwoch einen Höchststand von 26’330 gemeldeten neuen Ansteckungen am Vortag. Die grosse Mehrheit der Fälle ist asymptomatisch. Shanghai steht im Mittelpunkt der grössten Corona-Welle in China seit Beginn der Pandemie vor mehr als zwei Jahren und zählt die meisten der landesweit knapp 28’000 Fälle.

Trotz der Ankündigung von schrittweisen Lockerungen am Montag ist die grosse Mehrheit der 26 Millionen Einwohner zählenden Metropole weiter von Ausgangssperren betroffen. Die Stadtregierung untersagte am Mittwoch auch privaten Verkehr auf den Strassen für Bewohner, die ihre Wohnungen wieder verlassen durften. Die meisten Geschäfte sind aber unverändert geschlossen. Bei Volkswagen standen Werke in Shanghai wie auch in Changchun in Nordostchina weiter still.

(Bild: Keystone)

Obwohl in Shanghai die Ausgangssperren in Wohngebieten aufgehoben werden sollen, wo es in den vergangenen zwei Wochen keine Infektion gegeben hat, gibt es Aufforderungen der Nachbarschaftskomitees oder Hausverwaltungen an Bewohner, ihre Apartments oder die Wohnanlagen aus Vorsicht trotzdem nicht zu verlassen. So war unklar, wie viele Menschen überhaupt von Lockerungen profitieren.

In dem Wirtschafts- und Finanzzentrum Chinas gibt es zunehmend Unmut über unzureichende Lieferungen von Nahrungsmitteln, Probleme mit medizinischer Versorgung oder die Trennung von infizierten Kindern von ihren Eltern wegen Quarantäne. Es gibt sogar Klagen über Hunger isolierter Bewohner und unbestätigte Berichte über Todesfälle von Patienten, die wegen anderer Erkrankungen als Covid-19 nicht schnell genug zur Behandlung ins Krankenhaus kommen können.

Das bevölkerungsreichste Land der Welt hat seit zwei Jahren recht erfolgreich eine strenge Null-Covid-Strategie verfolgt, so dass das Leben weitgehend normal lief. Seine strikten Methoden wie Ausgangssperren, Massentests, Zwangsquarantäne und Abschottung zum Ausland haben aber durch die sich schnell verbreitende Omikron-Variante BA.2 an Wirksamkeit verloren. In Shanghai sind Zehntausende unter teils schwierigen Umständen in provisorischen Quarantäne-Lagern untergebracht.

BAG meldet 39'996 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 7 Tagen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag, 12. April, innerhalb von sieben Tagen 39’996 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 52 neue Todesfälle und 527 Spitaleinweisungen.

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Dem BAG am Dienstag innerhalb von sieben Tagen 39’996 neue Corona-Ansteckungen gemeldet worden. (Symbolbild: Keystone)
Omikron: Dreifach-Geimpfte sind weniger ansteckend

Geboosterte sind bei der Omikron-Variante weniger ansteckend als Ungeimpfte. Dies besagt eine neue Studie aus Genf.

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Geboosterte sind bei der Omikron-Variante weniger ansteckend als Ungeimpfte. (Symbolbild: Keystone)
Swissmedic: Pfizer-Impfstoff zwölf statt neun Monate haltbar

Das Heilmittelinstitut Swissmedic hat die Haltbarkeit des Corona-Impfstoffs von Pfizer/Biontech von neun auf zwölf Monate verlängert. Es gab einem Gesuch des Herstellers statt, wie es am Dienstag mitteilte.

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Das Heilmittelinstitut Swissmedic hat die Haltbarkeit des Corona-Impfstoffs von Pfizer/Biontech von neun auf zwölf Monate verlängert. (Bild: Keystone)
«Partygate»: Premierminister Boris Johnson muss Strafgeld zahlen

In der «Partygate»-Affäre um verbotene Feiern während des Corona-Lockdowns in der Downing Street muss Premierminister Boris Johnson ein Strafgeld zahlen. Das bestätigte eine Regierungssprecherin am Dienstag, 12. April, der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge. Zuvor hatte die Londoner Polizei mehr als 50 Strafgelder gegen Beteiligte verhängt. Auch Finanzminister Rishi Sunak soll eine Strafe zahlen müssen. In den meisten Fällen soll es sich um Geldstrafen von 50 Pfund (60 Euro) handeln.

Die «Partygate»-Affäre hatte Premierminister Johnson schwer unter Druck gesetzt. Er musste sich auch gegen Rücktrittsforderungen aus den eigenen Reihen seiner Konservativen Partei zur Wehr setzen, da er regelmässige Partys in seinem Amtssitz geduldet und bei einigen auch dabei gewesen sein soll. Seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine sitzt Johnson wieder fester im Sattel.

Polizei: Mehr als 50 Strafbescheide wegen Partys in Downing Street

In der «Partygate»-Affäre um Lockdown-Feiern in der Downing Street hat die Londoner Polizei bereits mehr als 50 Strafzahlungen angeordnet. Da die Namen der Betroffenen nicht genannt werden, blieb unklar, ob Premierminister Boris Johnson zu den Beteiligten gehört, die Strafe zahlen müssen.

Man bemühe sich, die immer noch laufenden Ermittlungen schnellstmöglich voranzutreiben, hiess es am Dienstag in einem Statement der Metropolitan Police. Weitere Bescheide könnten folgen. Ende März waren bereits 20 Strafbescheide verhängt worden, seitdem kamen rund 30 weitere hinzu. In den meisten Fällen soll es sich um Geldstrafen von 50 Pfund (60 Euro) handeln.

In der «Partygate»-Affäre um Lockdown-Feiern in der Downing Street hat die Londoner Polizei bereits mehr als 50 Strafzahlungen angeordnet. (Bild: Keystone)

Die «Partygate»-Affäre hatte Premierminister Johnson schwer unter Druck gesetzt. Er musste sich auch gegen Rücktrittsforderungen aus den eigenen Reihen seiner Konservativen Partei zur Wehr setzen, da er Partys in seinem Amtssitz geduldet und bei einigen auch dabei gewesen sein soll. Seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine sitzt Johnson wieder fester im Sattel.

Die Metropolitan Police untersucht zwölf Veranstaltungen aus den Jahren 2020 und 2021. Damals galten im Zuge der Pandemie strenge Kontaktbeschränkungen. Mehr als 100 Beschäftigten und Mitarbeitern der Regierung, auch Johnson und seiner Ehefrau, waren von der Polizei Fragebögen zugeschickt worden.

China verteidigt Null-Covid-Strategie nach Kritik von Unternehmen

Angesichts von Klagen europäischer und anderer ausländischer Unternehmen in China über eine Störung der Lieferketten und des Geschäftsbetriebes durch die strengen chinesischen Corona-Massnahmen hat die Regierung in Peking ihre Null-Covid-Politik verteidigt. Aussenamtssprecher Zhao Lijian sagte am Dienstag vor der Presse in Peking, die Auswirkungen seien «begrenzt und kurzzeitig».

(Symbolbild: Keystone)

«Ich denke, dass jedes Protokoll einige Kosten hat, aber verglichen mit der Sicherheit und dem Leben unserer Menschen ist es wert, diesen Preis zu zahlen.» Tatsachen zeigten, dass die Null-Covid-Strategie mit der Realität in China übereinstimme. Es zeige gute Wirkung, wenn man sich die Zahl der Infektionen und der Toten anschaue.

Die Wirtschaftsdaten zeigten auch, dass China die Pandemie wirksam unter Kontrolle habe, sagte der Sprecher. So könne das Land zur Stabilität der globalen Industrie und der Lieferketten sowie zum Wachstum der Weltwirtschaft beitragen. Vertreter der EU-Handelskammer in China hatten Unberechenbarkeiten, unterbrochene Lieferketten, Transportprobleme, hohe Frachtkosten, Reisebeschränkungen und den Mangel an ausländischen Fachkräften beklagt.

Corona-Lockdown in Shanghai: USA ziehen Personal aus Konsulat ab

In dem anhaltenden Corona-Lockdown in Shanghai ziehen die USA nicht zwingend notwendiges Personal aus ihrem Konsulat in der ostchinesischen Hafenmetropole ab. Wie ein Sprecher der US-Botschaft am Dienstag in Peking berichtete, werden die Diplomaten und ihre Familien mit kommerziellen Flügen abreisen.

Die Abreise ist demnach kein freiwilliger Schritt der Diplomaten mehr, wie bisher ermöglicht, sondern eine Dienstanweisung. «Unser Einstellungswechsel spiegelt unsere Einschätzung wider, dass es am besten für unsere Mitarbeiter und ihre Familien ist, ihre Zahl zu verringern und den Betrieb herunterzufahren, während wir mit den wechselnden Umständen vor Ort umgehen.»

In der teilweise seit zwei Wochen andauernden Ausgangssperre für die 26 Millionen Einwohner des chinesischen Wirtschafts- und Finanzzentrums gab es laute Klagen über unzureichende Lieferungen von Nahrungsmitteln, Problemen mit medizinischer Versorgung oder auch die Trennung von infizierten Kindern von ihren Eltern wegen Quarantäne.

Massnahmengegner demonstrieren in Altdorf

Rund 400 Personen haben am Sonntagnachmittag auf dem Rathausplatz in Altdorf gegen die Massnahmen im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie demonstriert. Die unbewilligte Kundgebung verlief friedlich. Die Massnahmen sind seit anfangs April aufgehoben.

Zu der Demonstration aufgerufen hatte die Kritiker-Organisation «Mass-voll». Wie die Urner Kantonspolizei mitteilte, versammelten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegen 14 Uhr auf dem Platz. Wenig später setzten sich etwa hundert Personen in der Hellgasse zu einem Umzug in Bewegung. Über Schützen-und Schmiedgasse stiessen sie zur Platzkundgebung. Ab 15.30 Uhr löste sich die Demonstration auf.

Die Kantonspolizei war nach eigenen Angaben an verschiedenen Orten präsent und suchte den Dialog. Der Verkehr im Dorfzentrum wurde während rund 90 Minuten umgeleitet. Die Kundgebung wollte an die unbewilligte Demonstration von 500 Massnahmengegnern in Altdorf vor einem Jahr erinnern.

Wegen Corona-Lockdown: Franzosen in Shanghai können nicht wählen

Exil-Franzosen in der chinesischen Metropole Shanghai können wegen des strikten Corona-Lockdowns dort nicht an der Wahl des nächsten französischen Präsidenten teilnehmen. Die dortigen Wahllokale wurden am Sonntag auf Geheiss der chinesischen Behörden nicht geöffnet, wie die französische Botschaft in Peking mitteilte. Man setze alles daran, den Franzosen in Shanghai eine Abstimmung beim zweiten Wahlgang am 24. April zu ermöglichen.

Betroffen sind laut der Zeitung «Le Monde» mehr als 4500 Menschen, die ihr Wahlrecht in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl nicht ausüben können.

USA warnen wegen Corona-Welle vor Reisen nach Shanghai

Angesichts des Corona-Ausbruchs in Shanghai warnt die US-Regierung vor Reisen in die chinesische Metropole und erlaubt ihren Mitarbeitern im dortigen Konsulat die Ausreise. Als Grund nannte das US-Aussenministerium am Freitagabend (Ortszeit) die Ausgangssperren, weitere Corona-Beschränkungen und das Risiko, dass Eltern bei einer Infektion von ihren Kindern getrennt werden könnten. Alle nicht absolut notwendigen Mitarbeiter des Konsulats und deren Familien dürften ausreisen, hiess es weiter. Damit dürfte der reguläre Betrieb des Konsulats in Shanghai bis auf Weiteres stillgelegt sein.

Lockdown auf unbestimmte Zeit: China erlebt zurzeit die grösste Corona-Welle seit Beginn der Pandemie. (Keystone)

Chinas aktuelle Corona-Welle ist die Schlimmste seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren. Betroffen sind unter anderem die Metropolen Shanghai, Changchun und Shenyang in Nordostchina, in denen insgesamt rund 38 Millionen Einwohner leben. Wegen Chinas strikter Null-Covid-Politik gelten weiträumige Ausgangssperren.

Erste Touristengruppe seit Corona-Beginn kommt ins Königreich Bhutan

In dem kleinen, abgeschotteten Himalaya-Königreich Bhutan ist erstmals seit rund zwei Jahren wieder eine internationale Touristengruppe unterwegs. Im vergangenen Jahr war laut dem Tourismusministerium gerade mal eine Touristin im Land – und diese musste nach den damaligen Corona-Regeln drei Wochen in Quarantäne. Jedes Visumsgesuch wurde von verschiedenen Behörden genau abgeklärt und individuell bewilligt.

Inzwischen wurden die Massnahmen etwas gelockert. Die buddhistische Reisegruppe mit einer Reisenden aus Bayern muss nur noch fünf Tage Hotelquarantäne machen. Diese Zeit sei schon Teil des spirituellen Aufenthalts, sagte die einheimische Reiseveranstalterin Laxshi Sherpa. Währenddessen erhielten die Gäste per Video-Software Yogasitzungen und Lektionen von buddhistischen Geistlichen. Die Reisende aus Bayern sagte, dass ihr die Zeit allein im Hotelzimmer helfe, zu meditieren und abzuschalten. Die herzliche Begrüssung unter anderem am Flughafen habe ihr das Gefühl gegeben, dass es die Einheimischen schätzten, wieder Touristen im Land zu haben.

Positiver Corona-Test bei Vorsitzender des US-Repräsentantenhauses

Ein Corona-Test bei der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, ist positiv ausgefallen. Ein Sprecher der 82-jährigen Demokratin erklärte am Donnerstag, sie habe derzeit keine Symptome und werde sich den Richtlinien folgend in Quarantäne begeben. Pelosi sei vollständig geimpft, habe eine Auffrischungsimpfung erhalten und sei dankbar für den «robusten Schutz» der Impfungen. Eine für Donnerstagmorgen (Ortszeit) angesetzte Pressekonferenz Pelosis wurde in letzter Minute abgesagt.

Pelosi stand noch am Mittwochnachmittag anlässlich der Unterzeichnung eines Gesetzes im Weissen Haus zeitweise ohne Maske unmittelbar neben Präsident Joe Biden (79) und dem demokratischen Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer (71). Das Weisse Haus erklärte, ein routinemässiger Corona-Test bei Biden am Mittwochabend sei negativ ausgefallen. Der Präsident wünsche Pelosi eine «rasche Genesung».

(Bild: Keystone)

Als Vorsitzende des Repräsentantenhauses bekleidet Pelosi das dritthöchste Staatsamt, hinter Präsident und Vizepräsidentin. Ihr positives Testergebnis kam kurz nach weiteren Infektionen bei prominenten Politikern diese Woche. Am Mittwoch etwa hatten unter anderem Justizminister Merrick Garland und Handelsministerin Gina Raimondo erklärt, bei ihnen seien Corona-Tests positiv ausgefallen. Auch ein enger Mitarbeiter von Vizepräsidentin Kamala Harris war betroffen. Die Bürgermeisterin der Hauptstadt, Muriel Bowser, erklärte am Donnerstag, sie sei infiziert und habe milde Symptome.

In Schweizer Firmen kehrt nach Massnahmen-Ende wieder Normalität ein

Seit Anfang April sind in der Schweiz sämtliche Corona-Massnahmen ausser Kraft. Das hat auch Konsequenzen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von hiesigen Firmen. In der Arbeitswelt hält nun die Nach-Corona-Normalität Einzug.

Per 1. April hat der Bundesrat die «besondere Lage» aufgehoben. In den Geschäften oder im öffentlichen Verkehr sieht man zwar immer noch Personen, die Masken tragen. Doch eine Mehrheit verzichtet inzwischen auf die Gesichtsbedeckung.

Was in der Öffentlichkeit gilt, gilt zumeist auch am Arbeitsplatz, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur AWP unter Schweizer Firmen zeigt. Sowohl bei Banken und Versicherungen, als auch bei Industriekonzernen oder Detailhändlern ist die Maskenpflicht für Angestellte zumeist Geschichte.

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EU-Gesundheitsbehörden: Vierte Corona-Impfung zur Zeit nicht nötig

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hält derzeit eine vierte Corona-Impfung für alle Bürger nicht für notwendig. Für eine generelle Empfehlung sei es momentan zu früh, teilte die EMA am Mittwoch in Amsterdam gemeinsam mit der EU-Gesundheitsbehörde ECDC mit. Eine vierte Dosis könnte aber für Menschen ab 80 Jahren sinnvoll sein angesichts des höheren Risikos einer schweren Covid-Erkrankung in dieser Altersgruppe.

«Für Erwachsene ab 60 Jahre mit einem normalen Immunsystem gibt es zur Zeit keine schlüssigen Beweise, dass der Impfschutz gegen eine schwere Erkrankung abnimmt und dass eine vierte Dosis einen Mehrwert hat», erklärten die Behörden. Es gebe aber auch keine Sicherheitsbedenken gegen eine zweite Auffrischungsimpfung.

Impfpflicht im deutschen Bundestag gescheitert

Der Gesetzesentwurf für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht in Deutschland ist im Bundestag gescheitert. Den Vorschlag für eine Pflicht zunächst ab 60 Jahren lehnten am Donnerstag 378 Abgeordnete ab, dafür votierten 296 Abgeordnete und neun enthielten sich.

Für eine allgemeine Impfpflicht als Vorsorge für den Herbst hatte sich auch der deutsche Kanzler Olaf Scholz ausgesprochen. Wegen offenkundiger Meinungsverschiedenheiten hatte die Ampel-Koalition dazu aber keinen Regierungsentwurf eingebracht. Abgestimmt wurde daher weitgehend ohne die sonst üblichen Fraktionsvorgaben.

Um eine Mehrheit zu erreichen, hatten Abgeordnete aus SPD, FDP und Grünen noch einen Kompromiss-Entwurf vorgelegt. Dafür weichten die Befürworter einer Impfpflicht ab 18 Jahren ihren Vorschlag auf und einigten sich mit einer Abgeordnetengruppe, die für eine mögliche Impfpflicht ab 50 eintrat, auf eine gemeinsame Initiative. Dieser Vorschlag wurde als einziger ausgearbeiteter Gesetzentwurf zur Abstimmung gestellt, verfehlte aber eine Mehrheit.

Eine Impfpflicht ab 60 Jahren wurde im Bundestag am Donnerstag abgelehnt. (Bild: Keystone)

Konkret sahen die Pläne vor, dass für alle ab 60 Jahren eine Pflicht kommen sollte, bis zum 15. Oktober über einen Impf- oder Genesenennachweis zu verfügen. Für 18- bis 59 Jährige, die nicht geimpft sind, sollte zunächst eine Beratungspflicht kommen. Über die Pflichten, Beratungs- und Impfangebote sollten die Krankenkassen bis 15. Mai die Bürger informieren.

Seit Beginn der Pandemie war eine allgemeine Impfpflicht lange über Parteigrenzen hinweg ausgeschlossen worden. Angesichts schleppender Impfungen sprachen sich Ende vergangenen Jahres Scholz und die Ministerpräsidenten doch dafür aus.

Aktuell haben in Deutschland mindestens 63,2 Millionen Menschen oder 76 Prozent aller Einwohner den Grundschutz mit der nötigen zweiten Spritze. Die Impf-Kampagne ist aber nahezu zum Erliegen gekommen. Bereits seit Mitte März greift eine Impfpflicht für Beschäftigte in Kliniken und Pflegeheimen.

In der Aussprache unmittelbar vor der Abstimmung im Bundestag hatten sich Befürworter und Gegner einer allgemeinen Impfpflicht einen heftigen Schlagabtausch geliefert.

OECD-Länder stocken wegen Ernährungskrise Hilfen in Afrika auf

Angesichts einer sich verschlimmernden Ernährungskrise im Westen Afrikas haben die USA, Frankreich und weitere Staaten den betroffenen Ländern eine Aufstockung ihrer Finanzhilfen zugesagt.

Paris werde den Ländern Westafrikas und der Sahelzone im laufenden Jahr insgesamt 166 Millionen Euro an Finanzhilfen zur Verfügung stellen, sagte Frankreichs Aussenminister Jean-Yves Le Drian in einer Videobotschaft an ein Treffen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung am Mittwoch (OECD).

Die USA sagten den Ländern zusätzliche Hilfen in Höhe von 311 Millionen Dollar zu. Kanada stockte seine Hilfen um 82 Millionen Dollar auf. Zuvor hatte Nigers Präsident Mohamed Bazoum eindringlich eine erhebliche Aufstockung der internationalen Hilfen für die Region gefordert.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hatte zuletzt gewarnt, dass die Zahl der von Hunger und Mangelernährung Betroffenen bis Juni auf 38,3 Millionen Menschen steigen könnte. Im Westen Afrikas wird die Ernährungsunsicherheit durch eine extreme Dürre und die Corona-Pandemie verschärft. Hinzu kommt der Ukraine-Krieg: Sowohl Russland als auch die Ukraine gehören zu den weltweit wichtigsten Getreide-Exporteuren.

Eurocontrol sieht stete Erholung von Europas Flugverkehr

Der Luftverkehr in Europa wird sich 2022 einer Prognose der europäischen Organisation zur Sicherung der Luftfahrt (Eurocontrol) zufolge stetig von seinem Corona-Einbruch erholen. Für den Sommer wird ein Verkehrsaufkommen von 85 bis 89 Prozent im Vergleich zu 2019 erwartet.

Ende des Jahres werden gar 92 Prozent prognostiziert. Von Januar bis April sei der Wert bereits um 11 Prozentpunkte auf 79 Prozent des Vorkrisenniveaus gestiegen, wie Eurocontrol am Mittwoch mitteilte. Es werde auch damit gerechnet, dass vor allem Urlaubsstrecken im Sommer stärker als vor der Corona-Pandemie genutzt werden könnten.

Die Zahlen beziehen sich Eurocontrol-Angaben zufolge auf die Anzahl von Flügen in mehr als 40 europäischen Ländern, sowohl für Passagiere als auch für Fracht. Angesichts hoher Energiekosten und der geopolitischen Spannungen wegen Russlands Krieg gegen die Ukraine gebe es aber Risiken. Auch bei einer neuen Covid-Variante könnte es weniger Flüge als vorhergesehen geben.

Was bisher geschah

Dieser Ticker wurde für Sie neu aufgesetzt. Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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