Featured Video Play Icon
Der Telebasel Newsbeitrag vom 19. März 2022.
Basel

Sinfonieorchester Basel gemeinsam mit ukrainischer Pianistin auf der Bühne

Eine Pianistin aus Basel mit Wurzeln in der Ukraine steht gemeinsam mit zwei ukrainischen Sängerinnen und dem Sinfonieorchester Basel auf der Bühne.

Die Pianistin Iryna Krasnovska lebt seit 20 Jahren in der Schweiz, aufgewachsen ist sie aber in der Ukraine. Am Sonntag wird sie zusammen mit dem Sinfonieorchester Basel und zwei ukrainischen Sängerinnen auf der Bühne stehen. Die Spenden des Benefizkonzerts gehen an die Organisation Kiev Kids, welche sich um Waisenkinder in der Ukraine kümmert.

Für die Pianistin Iryna Krasnovska ist dies ein besonderes Konzert, sie spielt für ihre Heimat, für ihre Stadt, wo sie aufgewachsen ist, welche nun zerbombt wird. Ihre Mutter ist kurz nach Kriegsbeginn zu ihr nach Basel geflüchtet. Die Situation für sie ist schmerzhaft. «So fühlt sich ein gebrochenes Herz an», sagt die Pianistin.

Stück von Komponist aus zweitem Weltkrieg

Die Musik aber gebe ihr Halt. Auch wenn das Stück, welches sie beim Benefizkonzert spielen wird, ein fröhliches Stück ist. Es steckt eine Geschichte dahinter. Der Komponist des Stücks ist Alexander Zwansmann, er komponierte es kurz vor dem Ende des zweiten Weltkrieges 1945. Damals war er mit seinem Orchester an der Front im Krieg und spielte dort Musik. «Die Musik hat schon vieles überlebt und ist Teil der Schöpfung. Es bleibt für die Ewigkeit und gibt einem Halt, zu wissen, dass es noch etwas Grösseres gibt als das, was momentan passiert», sagt Iryna Krasnovska.

«Musik verbindet»

Auch der künstlerische Direktor des Sinfonieorchesters Basel Hans-Georg Hofmann sagt, dass die Musik vieles kann: «Musik verbindet. Wir haben russische Musiker im Orchester und ukrainische Sängerinnen. Das zusammen auf der Bühne ist etwas, was die Politik im Moment nicht kann», so Hofmann. Die Solidarität im Orchester sei zu dem sehr gross, sagt Hofmann.

Am Sonntag um 11 Uhr findet das Benefizkonzert im Stadtcasino Basel statt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Mehr aus dem Channel