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International

China erstmals seit Pandemiebeginn mit mehr als 20’000 Infektionen

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Entwurf für Corona-Impfpflicht im deutschen Bundestag gescheitert

Der Gesetzesentwurf für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht in Deutschland ist im Bundestag gescheitert. Den Vorschlag für eine Pflicht zunächst ab 60 Jahren lehnten am Donnerstag 378 Abgeordnete ab, dafür votierten 296 Abgeordnete und neun enthielten sich.

Für eine allgemeine Impfpflicht als Vorsorge für den Herbst hatte sich auch der deutsche Kanzler Olaf Scholz ausgesprochen. Wegen offenkundiger Meinungsverschiedenheiten hatte die Ampel-Koalition dazu aber keinen Regierungsentwurf eingebracht. Abgestimmt wurde daher weitgehend ohne die sonst üblichen Fraktionsvorgaben.

Um eine Mehrheit zu erreichen, hatten Abgeordnete aus SPD, FDP und Grünen noch einen Kompromiss-Entwurf vorgelegt. Dafür weichten die Befürworter einer Impfpflicht ab 18 Jahren ihren Vorschlag auf und einigten sich mit einer Abgeordnetengruppe, die für eine mögliche Impfpflicht ab 50 eintrat, auf eine gemeinsame Initiative. Dieser Vorschlag wurde als einziger ausgearbeiteter Gesetzentwurf zur Abstimmung gestellt, verfehlte aber eine Mehrheit. Zuvor waren auch mehrere Anträge gegen eine Impfpflicht abgelehnt worden.

Konkret sahen die Pläne vor, dass für alle ab 60 Jahren eine Pflicht kommen sollte, bis zum 15. Oktober über einen Impf- oder Genesenennachweis zu verfügen. Für 18- bis 59 Jährige, die nicht geimpft sind, sollte zunächst eine Beratungspflicht kommen. Über die Pflichten, Beratungs- und Impfangebote sollten die Krankenkassen bis 15. Mai die Bürger informieren.

Seit Beginn der Pandemie war eine allgemeine Impfpflicht lange über Parteigrenzen hinweg ausgeschlossen worden. Angesichts schleppender Impfungen sprachen sich Ende vergangenen Jahres Scholz und die Ministerpräsidenten doch dafür aus.

Aktuell haben in Deutschland mindestens 63,2 Millionen Menschen oder 76 Prozent aller Einwohner den Grundschutz mit der nötigen zweiten Spritze. Die Impf-Kampagne ist aber nahezu zum Erliegen gekommen. Bereits seit Mitte März greift eine Impfpflicht für Beschäftigte in Kliniken und Pflegeheimen.

In der Aussprache unmittelbar vor der Abstimmung im Bundestag hatten sich Befürworter und Gegner einer allgemeinen Impfpflicht einen heftigen Schlagabtausch geliefert.

OECD-Länder stocken wegen Ernährungskrise Hilfen in Afrika auf

Angesichts einer sich verschlimmernden Ernährungskrise im Westen Afrikas haben die USA, Frankreich und weitere Staaten den betroffenen Ländern eine Aufstockung ihrer Finanzhilfen zugesagt.

Paris werde den Ländern Westafrikas und der Sahelzone im laufenden Jahr insgesamt 166 Millionen Euro an Finanzhilfen zur Verfügung stellen, sagte Frankreichs Aussenminister Jean-Yves Le Drian in einer Videobotschaft an ein Treffen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung am Mittwoch (OECD).

Die USA sagten den Ländern zusätzliche Hilfen in Höhe von 311 Millionen Dollar zu. Kanada stockte seine Hilfen um 82 Millionen Dollar auf. Zuvor hatte Nigers Präsident Mohamed Bazoum eindringlich eine erhebliche Aufstockung der internationalen Hilfen für die Region gefordert.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hatte zuletzt gewarnt, dass die Zahl der von Hunger und Mangelernährung Betroffenen bis Juni auf 38,3 Millionen Menschen steigen könnte. Im Westen Afrikas wird die Ernährungsunsicherheit durch eine extreme Dürre und die Corona-Pandemie verschärft. Hinzu kommt der Ukraine-Krieg: Sowohl Russland als auch die Ukraine gehören zu den weltweit wichtigsten Getreide-Exporteuren.

Eurocontrol sieht stete Erholung von Europas Flugverkehr

Der Luftverkehr in Europa wird sich 2022 einer Prognose der europäischen Organisation zur Sicherung der Luftfahrt (Eurocontrol) zufolge stetig von seinem Corona-Einbruch erholen. Für den Sommer wird ein Verkehrsaufkommen von 85 bis 89 Prozent im Vergleich zu 2019 erwartet.

Ende des Jahres werden gar 92 Prozent prognostiziert. Von Januar bis April sei der Wert bereits um 11 Prozentpunkte auf 79 Prozent des Vorkrisenniveaus gestiegen, wie Eurocontrol am Mittwoch mitteilte. Es werde auch damit gerechnet, dass vor allem Urlaubsstrecken im Sommer stärker als vor der Corona-Pandemie genutzt werden könnten.

Die Zahlen beziehen sich Eurocontrol-Angaben zufolge auf die Anzahl von Flügen in mehr als 40 europäischen Ländern, sowohl für Passagiere als auch für Fracht. Angesichts hoher Energiekosten und der geopolitischen Spannungen wegen Russlands Krieg gegen die Ukraine gebe es aber Risiken. Auch bei einer neuen Covid-Variante könnte es weniger Flüge als vorhergesehen geben.

EU-Gesundheitsbehörden: Vierte Corona-Impfung zur Zeit nicht nötig

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hält derzeit eine vierte Corona-Impfung für alle Bürger nicht für notwendig. Für eine generelle Empfehlung sei es momentan zu früh, teilte die EMA am Mittwoch in Amsterdam gemeinsam mit der EU-Gesundheitsbehörde ECDC mit. Eine vierte Dosis könnte aber für Menschen ab 80 Jahren sinnvoll sein angesichts des höheren Risikos einer schweren Covid-Erkrankung in dieser Altersgruppe.

«Für Erwachsene ab 60 Jahre mit einem normalen Immunsystem gibt es zur Zeit keine schlüssigen Beweise, dass der Impfschutz gegen eine schwere Erkrankung abnimmt und dass eine vierte Dosis einen Mehrwert hat», erklärten die Behörden. Es gebe aber auch keine Sicherheitsbedenken gegen eine zweite Auffrischungsimpfung.

Shanghai im "Ausnahmezustand" - Neue Regelungen für Kinder

In der schlimmsten Corona-Welle in China seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren steigt die Zahl der Infektionen weiter rasant. Die Gesundheitskommission in Peking meldete am Mittwoch mit mehr als 20 000 Fällen landesweit einen Höchststand.

Die Mehrheit sind asymptomatische Fälle. Wegen der strikten Null-Covid-Politik in China gelten weiträumige Ausgangssperren in den Metropolen Shanghai, Changchun und Shenyang in Nordostchina, in denen insgesamt rund 38 Millionen Einwohner leben.

Grosse Empörung löste zuletzt die Praxis aus, dass kleine Kinder von ihren Eltern getrennt werden, was in China lebende ausländische Familien auch sehr beunruhigt. Nach den Protesten kündigte die Stadtregierung von Shanghai am Mittwoch an, dass dort nicht infizierte Eltern beantragen könnten, Kinder, die besondere Unterstützung bräuchten, in die Isolation begleiten zu dürfen. Unklar blieb aber, ob sich die Regelung nur auf Kinder beschränkt, die spezielle Betreuung brauchen.

China erstmals seit Pandemiebeginn mit mehr als 20'000 Infektionen

China hat am Mittwoch mehr als 20’000 Corona-Infektionen gemeldet – ein neuer Höchststand seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren.

Die Nationale Gesundheitskommission erklärte, es gebe 20’472 Corona-Ansteckungen, aber keine neuen Todesfälle. Die meisten Fälle seien zudem asymptomatisch.

Schwerpunkt der neuen Corona-Fälle ist die Wirtschaftsmetropole Shanghai, auf die nach Angaben der Stadtverwaltung vom Mittwoch mehr als 80 Prozent der landesweiten Fälle entfielen.

(Bild: Keystone)

Die 25-Millionen-Metropole war vergangene Woche schrittweise abgeriegelt worden. Dies hatte in der Stadt zu Panikkäufen geführt. Einwohnerinnen und Einwohner beschwerten sich über den Mangel an frischen Lebensmitteln.

Berichte über die Trennung positiv getesteter Babys von ihren Eltern löste unter Familien Angst und Schrecken aus. Der staatliche Fernsehsender CCTV berichtete, dass die Stadt am Mittwoch eine neue Runde von Tests für die gesamte Bevölkerung einleiten wird.

China gehört zu den letzten Ländern weltweit, die an der Zero-Covid-Strategie festhalten. Die Lockdowns haben jedoch einen Preis. Analysten haben ihre Wirtschaftswachstumsprognosen für China nach unten korrigiert, da wegen der Massnahmen Fabriken geschlossen wurden und Millionen Verbraucher ihre Häuser nicht verlassen können.

Britische Airlines rechnen mit weiteren Flugausfällen

Nach vielen coronabedingten Flugausfällen rechnet man in Grossbritannien auch in den kommenden Tagen noch mit etlichen weiteren gestrichenen Flügen. Nachdem die Airline Easyjet am Montag und Dienstag jeweils rund 60 Flüge streichen musste, warnte das Unternehmen vor einem «ähnlichen Niveau an Streichungen in den nächsten Tagen», da weiterhin viele Beschäftigte krank seien.

Ungewöhnlich viele Corona-Fälle hatten in den vergangenen Tagen zu rund 1000 Ausfällen von Flügen in Grossbritannien geführt. Auch British Airways beklagte einen hohen Krankenstand und strich allein am Dienstag fast 100 Flüge vom Londoner Flughafen Heathrow. Die Ausfälle könnten die Urlaubspläne vieler Britinnen und Briten gefährden, da die Ostersaison kurz bevorsteht.

In England gibt es seit etlichen Wochen keine Corona-Beschränkungen mehr. Bei den Fallzahlen gibt es eine hohe Dunkelziffer, da Testkapazitäten zurückgefahren wurden und positive Tests freiwillig gemeldet werden müssen. Die Infektionsquoten sind jedoch weiterhin sehr hoch, wie aus regelmässigen Schätzungen des nationalen Statistikamtes auf der Basis von Tests einer repräsentativen Stichprobe hervorgeht.

Südafrika setzt Alarmplan aus - Zahlen sinken drastisch

Nach 750 Tagen hat Südafrika seinen nationalen Covid-Alarmplan ausgesetzt. In einer Fernsehrede an die Nation begründete Präsident Cyril Ramaphosa am Montagabend die Massnahme mit gesunkenen Infektionszahlen. Nach den jüngsten offiziellen Zahlen hatte Südafrika am Montag noch 685 tägliche Neuinfektionen bei zwei Todesfällen.

Ein Corona-Hilfsfonds soll allerdings vorerst ebenso wie bestimmte Vorsichtsmassnahmen in Kraft bleiben – etwa das Tragen von Masken in geschlossenen Räumen. Diese Regelungen sollen nach einer einmonatigen Übergangsphase aber auslaufen. Bisher seien 44 Prozent der erwachsenen Bevölkerung vollständig geimpft.

Südafrika als zahlenmässig am schwersten von der Covid-Pandemie betroffenes Land Afrikas hatte am 15. März 2020 seinen fünfstufigen Alarmplan («state of desaster») wegen steigender Infektionszahlen verhängt, der zu Beginn einen strengen Lockdown vorsah. Die Beschränkungen hatten eine verheerende Auswirkung auf Afrikas zweitgrösste Volkswirtschaft, die auch unter chronischen Stromengpässen leidet. Ramaphosa hatte zudem Strukturreformen in Aussicht gestellt, um die angeschlagene Wirtschaft nach den Folgen der Corona-Restriktionen neu aufzubauen. Der Kap-Staat befand sich vor der Corona-Pandemie in einer Rezession und hat eine Arbeitslosenquote von offiziell 35,3 Prozent.

Einigung auf zusätzliche Corona-Milliarden im US-Kongress

Unterhändler von Demokraten und Republikanern im US-Senat haben sich nach eigenen Angaben auf die Bewilligung zusätzlicher Milliarden für den Kampf gegen das Coronavirus geeinigt.

Der demokratische Mehrheitsführer in der Kongresskammer, Chuck Schumer, und der republikanische Senator Mitt Romney teilten am Montag (Ortszeit) in Washington mit, beide Seiten hätten sich auf ein Paket im Umfang von 10 Milliarden US-Dollar (9,1 Milliarden Euro) verständigt. Die Mittel sind demnach für den Kauf von weiteren Impfstoffdosen und Covid-19-Medikamenten vorgesehen, ebenso wie für die Forschung und die Aufrechterhaltung von Testkapazitäten.

Die Regierung von US-Präsident Joe Biden hatte zuletzt mehrfach eindringlich an den Kongress appelliert, weitere Notfall-Milliardenhilfen für den Kampf gegen das Virus zu genehmigen. Andernfalls drohe in den kommenden Monaten das Geld für Impfstoffe, Covid-19-Medikamente und Corona-Tests auszugehen.

Lockdown in Shanghai verlängert - «Wettrennen gegen die Zeit»

Die chinesische Hafenmetropole Shanghai hat den Corona-Lockdown für seine 26 Millionen Einwohner auf unbestimmte Zeit verlängert. Unter Hinweis auf den rasanten Anstieg der Infektionen sprach der Vize-Parteichef Gu Honghui am Dienstag vor der Presse von einem «Wettrennen gegen die Zeit». Erst müssten die Massentests vom Montag, ihre Überprüfung sowie der Transport der Infizierten in Quarantäne abgeschlossen werden, bevor über die weitere Richtung der Kontrollmassnahmen entschieden werde. «Die Lage ist sehr akut.»

Eigentlich sollten die Ausgangssperren im Westen Shanghais nur von Freitag bis Dienstag laufen, aber wie zuvor schon im Osten und Süden, wo der Lockdown von Montag bis Freitag gehen sollte, müssen die Menschen doch weiter zuhause bleiben.

Die Behörden arbeiteten unter Hochdruck, um die Lage zu analysieren und Entscheidungen über das weitere Vorgehen zu treffen. Sie liefern Nahrungsmittel, doch gibt es viele Klagen. Auch räumte der Vize-Parteichef Probleme für chronisch Kranke oder auch Schwangere ein, medizinisch versorgt zu werden. Die Schwierigkeiten werden nach seinen Worten angegangen. Nach Presseberichten sind rund 40 000 medizinische Kräfte aus anderen Regionen nach Shanghai verlegt worden, darunter auch 2000 Militärärzte.

Es ist die grösste Mobilisierung von medizinischem Personal in China seit dem Ausbruch der Pandemie in der Metropole Wuhan, wo das Virus Ende 2019 erstmals entdeckt worden war.

530 weitere unzulässige Ausschüttungen trotz Coronahilfe?

Bis zum dritten Quartal 2021 haben 530 Unternehmen Dividendenausschüttungen angekündigt, die gleichzeitig von Solidarbürgschaften im Rahmen der Corona-Wirtschaftshilfe profitierten. Das würde gegen das Dividendenausschüttungsverbot verstossen.

Diese Unternehmen hatten ein Bürgschaftsvolumen von 158 Millionen Franken, wie die die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) in einem am Montag veröffentlichten Bericht festhält. An Dividenden wollten sie insgesamt 209 Millionen Franken ausschütten. Bis Ende September des Vorjahrs gab es insgesamt 2151 mutmassliche Verstösse gegen das Dividenden- oder Kapitalaufstockungsverbot.

258 waren noch in Abklärung. In 242 Fällen bestätigte sich der Missbrauchsverdacht nicht. Weitere 1627 Fälle korrigierte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) ohne Anzeige. Strafanzeigen reichte es in 24 Fällen mit einem Kreditvolumen von 5,2 Millionen Franken ein.

Insgesamt sah sich das Seco bis zum Ende des dritten Quartals 2021 mit 8739 Verdachtsfälle von möglichen Missbräuchen konfrontiert. 71 Prozent davon hatte die EFK gemeldet.

Mehr als 5000 Fälle waren bis Ende des dritten Quartals 2021 abgeschlossen. In 84 Prozent dieser Fälle erwies sich der Missbrauchsverdacht als gerechtfertigt. Das führte zu Korrekturen oder/und Strafanzeigen.

Kurzarbeit: Nachzahlungen könnten bis 2,1 Milliarden Franken kosten

Betriebe, die in den Pandemiejahren 2020 und 2021 nach einem summarischen Verfahren Kurzarbeitsentschädigung bezogen haben, können Nachzahlungen beantragen. Grundlage dafür ist ein Bundesgerichtsurteil vom vergangenen Jahr. Die Nachzahlungen könnten sich auf bis zu 2,1 Milliarden Franken belaufen.

Das schreibt die Finanzdelegation (FinDel) beider Räte in ihrem am Montag veröffentlichten Tätigkeitsbericht 2021; sie stützte sich auf Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco). Die Delegation aus den Finanzkommissionen von beiden Räten hatte sich über die Folgen des Bundesgerichtsurteils vom November informieren lassen.

Gemäss dem Urteil müssen bei der nach summarischer Abrechnung gewährten Entschädigung für Angestellte mit Monatslohn auch Ferien- und Feiertage eingerechnet werden. Seit Januar 2022 wird diese Vorgabe berücksichtigt, wie der Bundesrat im März bekannt gab.

Allerdings können die Unternehmen die Nachzahlungen noch nicht beantragen. Nach Angaben des Bundesrates werden sie voraussichtlich Ende Mai direkt vom Seco informiert, wie und ab wann Anträge eingereicht werden können.

Die FinDel legt grossen Wert darauf, dass anspruchsberechtigte Betriebe nicht überentschädigt werden, wie sie schreibt. Bezogene kantonale À-fonds-perdu-Härtefallhilfen müssten bei der Rückerstattung mitberücksichtigt werden.

Es sei möglich, dass durch die Nachzahlungen für die Kurzarbeit Ansprüche auf andere Covid-Hilfen kleiner würden, schrieb im März auch der Bundesrat.

Neue Massentests in Shanghai – Weiträumiger Lockdown dauert an

In der schlimmsten Corona-Welle in China seit zwei Jahren sind in der schwer betroffenen Hafenstadt Shanghai am Montag, 4. April, noch einmal alle 26 Millionen Einwohner auf Corona getestet worden. Die Gesundheitskommission meldete landesweit erneut mehr als 13’000 Neuinfektionen, die meisten allerdings asymptomatisch. Die jüngste Zahl vom Sonntag war nur etwas niedriger als der Rekord der laufenden Welle vom Samstag. Insgesamt haben sich dabei schon mehr als 100’000 Menschen infiziert, wie Staatsmedien berichteten. Neben Shanghai ist die nordostchinesische Provinz Jilin schwer betroffen. Inzwischen melden 31 Provinzen und Regionen neue Fälle.

In der schlimmsten Corona-Welle in China seit zwei Jahren sind in der schwer betroffenen Hafenstadt Shanghai am Montag noch einmal alle 26 Millionen Einwohner auf Corona getestet worden. (Bild: Keystone)

Obwohl in Shanghai der Lockdown im Osten und Süden der Stadt am Freitag auslaufen sollte, werden voraussichtlich bis nächstes Wochenende überall dort Ausgangssperren beibehalten, wo Infektionen entdeckt worden sind. Somit sind weite Teile weiter unter Lockdown.

Viele der 16 Millionen Bewohner im Westen, wo seit Freitag eine Ausgangssperre gilt, fürchten, dass ihnen ein ähnliches Schicksal droht, wenn am Dienstag ihr Lockdown offiziell enden soll. Wer infiziert ist, kommt ins Krankenhaus oder eine Quarantäneeinrichtung, die in Sport- und Messehallen eingerichtet sind.

Zwar sind Chinas Zahlen im internationalen Vergleich niedrig, doch verfolgt die Regierung eine Null-Covid-Strategie, die jetzt mit Omikron aber auf eine harte Probe gestellt wird. Zuvor hatten die Behörden kleinere Ausbrüche erfolgreich mit Ausgangssperren, Massentests und Quarantäne bekämpft, so dass das Leben in China seit fast zwei Jahren weitgehend normal gelaufen war.

China meldet höchste Corona-Neuinfektionszahl seit über zwei Jahren

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in China auf einen Höchstwert gestiegen. Am Sonntag meldete die nationale Gesundheitskommission 13146 lokale Infektionen. Der Grossteil der Fälle (11691) verläuft der offiziellen Statistik zufolge asymptomatisch.

(Bild: Keystone)

Die Regierung bekräftigte unterdessen ihr Festhalten an der «Null Covid»-Strategie. Bei einem Inspektionsbesuch in Shanghai am Samstag betonte Chinas Vize-Premierministerin Sun Chunlan das «unerschütterliche Einhalten» der epidemiologischen Strategie, die auch bei kleineren Infektionssträngen rasche Ausgangssperren, Massentests und Quarantäne vorsieht.

Nach wie vor befindet sich mit Shanghai die grösste Stadt des Landes in einem flächendeckenden Lockdown. Nahezu sämtliche der über 26 Millionen Einwohner dürfen derzeit ihre Wohnungen nur für Covid-19-Tests verlassen. Zur Isolation von Infizierten wurden im ganzen Stadtgebiet Sportstadien und Messehallen mit jeweils tausenden Betten eingerichtet.

Zuletzt äusserten die Bewohner Shanghais auf Chinas sozialen Medien zunehmend Frust über die strikten Ausgangssperren, prekäre Nahrungsmittelversorgung sowie mangelnde hygienische Zustände in den Quarantänezentren.

Schutzauflagen in Deutschland fallen

In weiten Teilen Deutschlands findet das Leben ab Sonntag wieder ohne die meisten alltäglichen Corona-Schutzauflagen statt. Nach dem geänderten bundesweiten Infektionsschutzgesetz sind in fast allen Ländern nur noch wenige allgemeine Vorgaben zur Eindämmung der Pandemie möglich. Dies sind Maskenpflichten etwa in Praxen, Kliniken, Pflegeheimen, Bussen und Bahnen sowie Tests beispielsweise in Schulen. Bundesweit besteht weiter Maskenpflicht in Fernzügen und Flugzeugen. Zusätzliche Auflagen gelten jetzt nur noch in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern.

BAG meldet 9'802 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 9’802 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 15 neue Todesfälle und 128 Spitaleinweisungen.

Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 17’226 bestätigte Neuinfektionen, 160 Spitaleintritte und 20 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 43,1 Prozent gesunken. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 20 Prozent ab.

Aktuell befinden sich in den Spitälern insgesamt 630 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 75,80 Prozent. 15,20 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen vier Wochen 6’952,58 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 0,78.

69,12 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind mittlerweile vollständig geimpft. Weitere 1,01 Prozent haben eine erste Dosis erhalten. Von der Bevölkerung ab zwölf Jahren sind 78,17 Prozent geimpft. Ausserdem haben 42,54 Prozent der Gesamtbevölkerung und 76,99 Prozent der über 65-Jährigen eine sogenannte Booster-Impfung erhalten.

Keine Maskenpflicht mehr im Schweizer ÖV

Nach dem Wegfall der Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr hat zwar ein Grossteil der Fahrgäste auf die Maske verzichtet. Eine beachtliche Minderheit trug sie aber weiterhin. Umsteigeeffekte vom privaten auf den öffentlichen Verkehr liessen sich noch nicht beurteilen.

Mehr dazu hier.

Seit dem 1. April muss in den öffentlichen Verkehrsmitteln in der Schweiz keine Maske mehr getragen werden. (Bild: Keystone)
«Hybride Immunität» bietet laut Studie besten Schutz gegen Corona

Menschen, die sowohl vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind als auch infiziert waren, haben Studien zufolge den stärksten Schutz gegen das Coronavirus. Diese «hybride Immunität» sorge bis zu 20 Monate für einen hohen Schutz gegen eine erneute Infektion.

Dies berichtet eine in der medizinischen Fachzeitschrift «The Lancet Infectious Diseases» veröffentlichten Studie. Sie basiert auf Daten aus Schweden, bezieht sich allerdings noch nicht auf die Omikron-Variante. Der 20-monatige «sehr gute Schutz» durch Impfung und Infektion sei «weitaus besser, als wir es für das ursprüngliche Zwei-Dosen-Impfschema erwarten würden», sagte Paul Hunter, Medizinprofessor an der University of East Anglia, der nicht an der Studie beteiligt war.

Wer sowohl geimpft als auch genesen ist, soll laut einer Studie den besten Immunschutz gegen Covid-19 haben. (Symbolbild: Keystone)

Bei einer weiteren in der Fachzeitschrift veröffentlichten Studie aus Brasilien stellten Forscher fest, dass Impfstoffe «nachweislich einen signifikanten zusätzlichen Schutz für Personen mit einer früheren Covid-19-Infektion bieten». Analysiert wurden die Gesundheitsdaten von mehr als 200’000 Menschen in den Jahren 2020 und 2021 in Brasilien, das die zweithöchste Covid-19-Todesrate der Welt aufweist.

Allerdings gab Hunter zu bedenken, dass beide Studien auf Datengrundlagen basierten, die vor dem Auftauchen der Omikron-Variante entnommen wurden.

In Shanghai beginnt Lockdown für weitere 16 Millionen Menschen

In Shanghai ist die zweite Stufe des Lockdowns für weitere 16 Millionen Einwohner der ostchinesischen Hafenstadt in Kraft getreten.

Nach dem Osten und Süden gilt seit Freitagmorgen auch im Westen der insgesamt 26 Millionen Einwohner zählenden Metropole eine Ausgangssperre. Bis Montag dürfen die Menschen dort ihre Wohnungen nur für Covid-19-Tests verlassen.

Zwar endete offiziell die erste Stufe des seit Montag geltenden Lockdowns östlich des Huangpu-Flusses. Allerdings verhängten die Behörden dort am Donnerstagabend neue Beschränkungen. Demnach sollen Ausgangssperren für viele Wohnblocks und Nachbarschaften beibehalten werden, in denen während der Massentests der vergangenen Tage Infektionen gefunden wurden.

In sozialen Medien äusserten Shanghaier teilweise deutliche Kritik an den Regierungsmassnahmen der vergangenen Tage. Selbst staatliche Medien berichteten von «Schwierigkeiten», etwa bei der Versorgung mit Lebensmitteln und bei der medizinischen Versorgung. Ma Chunlei, Generalsekretär der Stadtregierung von Shanghai, entschuldigte sich bei der Bevölkerung für die verursachten Unannehmlichkeiten.

Die Regierung habe die Ausbreitung der Omikron-Variante unterschätzt, nicht genug Vorbereitungen für den Anstieg der Neuinfektionen getroffen und den Bewohnern in gesperrten Gebieten Schwierigkeiten bereitet. «Wir akzeptieren die Kritik aufrichtig und arbeiten an Verbesserungen», sagte Ma Chunlei am Donnerstag.

Zweigeteilte Stadt: Shanghai geht in zwei Phasen in den Corona-Lockdown. (Bild: Keystone)
Schweden betrachtet Covid-19 nicht mehr als gefährlich

Schweden behandelt Covid-19 von nun an nicht mehr als generell gefährliche oder gesellschaftsgefährdende Erkrankung.

Das sogenannte Pandemiegesetz wurde in dem skandinavischen Land zum Freitag abgeschafft, womit neben dieser Einstufung auch Anforderungen für die Infektionsverfolgung und Quarantäne wegfallen. Die allermeisten schwedischen Corona-Beschränkungen waren bereits am 9. Februar aufgehoben worden. Die Regierung und die schwedische Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten hatten das damals mit dem Eintreten in eine neue Pandemiephase begründet, in der die Bevölkerung grossteils geimpft sei und Omikron-Infektionen zu milderen Krankheitsverläufen führten.

Dass Covid-19 nun nicht mehr als gesellschaftskritisch gilt, bedeutet laut der Gesundheitsbehörde aber nicht, dass die Pandemie vorüber sei. Nachgewiesene Erkrankungen müssen nach wie vor den Behörden gemeldet werden. Wer krank ist, sollte zu Hause bleiben.

Schweden war in der Corona-Krise einen Sonderweg mit vergleichsweise wenigen Beschränkungen für die Bürger gegangen. Doch auch in dem nordeuropäischen Land hatten bestimmte Massnahmen gegolten, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Gouverneur von Bali: Endemische Phase von Covid-19 erreicht

Die beliebte indonesische Urlaubsinsel Bali ist nach Auffassung der dortigen Behörden in die endemische Phase von Covid-19 eingetreten.

«Wenn ich die Kurvenmuster von 2020 und 2021 und jetzt von 2022 anschaue, dann glaube ich, dass wir (…) tatsächlich die endemische Phase erreicht haben», zitierten Medien den Gouverneur der Insel, I Wayan Koster. 95 Prozent der Bevölkerung seien bereits zweifach geimpft, 50 Prozent hätten schon eine Booster-Impfung erhalten.

«Der Rückgang der täglichen Fallzahlen war konstant, vom höchsten Wert von 2’556 Neuinfektionen am 9. Februar auf derzeit nur noch zweistellige Zahlen», sagte Koster nach Angaben von CNN Indonesia. Jedoch müsse letztlich die Weltgesundheitsorganisation WHO darüber entscheiden, ob die endemische Phase eingeläutet werden könne. Der indonesische Tourismusminister Sandiaga Uno hatte zuletzt bereits für Bali die Herdenimmunität erklärt: 90 Prozent der Bevölkerung hätten Antikörper gegen das Coronavirus entwickelt, hätten Tests ergeben.

Seit dem 7. März können zweifach geimpfte Besucher wieder quarantänefrei Urlaub auf Bali machen. Die Insel ist auf die Tourismusbranche angewiesen, die seit April 2020 fast komplett am Boden liegt. 2019 waren noch mehr als sechs Millionen Urlauber auf die für ihre Tempel, Reisfelder und Strände bekannte Insel im Indischen Ozean gereist.

Ende des Corona-Notstands in Italien – Neuerungen auch für Urlauber

In Italien treten an diesem Freitag mit dem Ende des Corona-Notstandes weitreichende Lockerungen in Kraft. Eine wichtige Neuerung gibt es pünktlich vor der Urlaubssaison für Reisende: In Hotels müssen Gäste ab dem 1. April keinen Impf-, Genesungs- oder Negativtest-Nachweis, der in Italien «Green Pass» heisst, mehr vorzeigen. Auch für den Aussenbereich von Bars und Restaurants sowie innen in Geschäften ist das Dokument nicht mehr nötig. Lediglich in den Innenräumen der Gastronomie gilt für Touristen die 3G-Regel, man muss also nachweislich gegen Covid-19 geimpft oder von der Krankheit genesen oder negativ auf das Virus getestet sein.

Für den öffentlichen Nah- und Fernverkehr lockerte die Regierung die Regeln von 2G auf 3G. Ab dem 1. Mai entfällt sie in den Verkehrsmitteln ganz. Das heisst, dass dann keiner der drei Corona-Nachweise mehr nötig ist. In allen Innenräumen gilt weiter die Maskenpflicht. Neu ist auch, dass ab April Museen und Ausstellungen keine Corona-Nachweise mehr verlangen. Wer ins Theater, Kino oder auf ein Konzert gehen will, muss beachten, ob die Veranstaltung im Freien oder im geschlossenen Raum ist: drinnen gilt 3G, draussen 2G.

Nicht von den Lockerungen betroffen ist die Corona-Impfpflicht für Menschen über 50 Jahre. Diese gilt noch bis Mitte Juni. Die strenge 2G-Regel am Arbeitsplatz ändert sich zu 3G. Ungeimpfte können also wieder mit einem negativen Test zum Beispiel ins Büro.

In italienischen Restaurants gilt ab 1. April nur noch in den Innenräumen die 3G-Regel. (Bild: Keystone)
Thailand lockert Einreiseregeln weiter – kein PCR-Test vor Ankunft

Thailand hat die Einreiseregeln für zweifach geimpfte Touristen weiter gelockert. Urlauber müssen ab sofort vor der Abreise in ihren Heimatländern keinen PCR-Test mehr machen. Die anderen Regeln bleiben aber vorläufig bestehen. Im Vergleich zu anderen Ländern in Südostasien sind diese recht kompliziert und mühsam. Die Reisebranche fordert schon länger, die Einreisebedingungen deutlich zu erleichtern, um mehr Touristen anzulocken und den Nachbarländern nicht das Feld zu überlassen. Dies könnte ab 1. Juni der Fall sein.

Derzeit müssen Reisende einen PCR-Test nach der Ankunft machen und dann in einem im Voraus gebuchten Hotel auf das Ergebnis warten. Zudem sollen Feriengäste am fünften Tag selbst einen Antigen-Test machen und den Behörden das Ergebnis via App übermitteln. Weitere Voraussetzungen sind eine Krankenversicherung über 20’000 US-Dollar (18’000 Euro) sowie die Beantragung des sogenannten «Thailand Pass» im Internet. In zwei Monaten könnten die meisten dieser Anforderungen wegfallen, jedoch hängt dies von der Pandemielage ab.

Im Juli 2021 war Thailand das erste Land in der Region, das auf der grössten Insel Phuket wieder quarantänefreien Urlaub anbot. Jedoch gibt es derzeit Angst, dass im Zuge des traditionellen Neujahrsfestes Songkran (13. bis 15. April) die Corona-Zahlen stark steigen könnten. Am Freitag verzeichneten die Behörden fast 28’400 Neuinfektionen – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. 92 Menschen starben in Verbindung mit Covid-19.

Malaysia empfängt wieder Touristen – keine Quarantäne für Geimpfte

Malaysia hat nach mehr als zwei Jahren pandemiebedingter Schliessung als eines der letzten Länder in Südostasien seine Grenzen geöffnet. Zweifach gegen das Coronavirus geimpfte Besucher dürfen seit Freitag wieder quarantänefrei in das bei Naturliebhabern und Tauchern beliebte Urlaubsland einreisen. Voraussetzung sind den Behörden zufolge ein negativer PCR-Test vor der Abreise sowie ein negativer Antigen-Test innerhalb von 24 Stunden nach der Ankunft.

Weitere Bedingungen sind die Installation einer Monitoring-App namens MySejahtera sowie der Abschluss einer Covid-Krankenversicherung. Wer erst eine Impfung hat oder ungeimpft ist, muss nach der Ankunft fünf Tage in Quarantäne. Am Freitag wurden nach Angaben der malaysischen Zeitung «New Straits Times» 119 internationale Flüge unter anderem aus Melbourne, Istanbul und London erwartet. Die grosse Mehrheit sollte in der Hauptstadt Kuala Lumpur landen.

Malaysia ist bei Urlaubern aus aller Welt beliebt. Die Malaiische Halbinsel und die Bundesstaaten Sarawak und Sabah auf Borneo bieten weisse Strände, exotische Natur und eine beeindruckende Unterwasserwelt.

Das Ferienparadies Malaysia öffnet ab Freitag, 1. April seine Grenzen wieder. (Bild: Unsplash)

Seit Mitternacht gelten keine Corona-Schutzmassnahmen mehr in der Schweiz

Seit Freitag, 1. April um Mitternacht gibt in der Schweiz keine landesweiten Schutzmassnahmen mehr gegen das Coronavirus. In öffentlichen Verkehrsmitteln darf ohne Maske gereist werden.

Am Donnerstag um Mitternacht sind die letzten Massnahmen aufgehoben worden, die der Bund zum Schutz gegen Covid-19 landesweit vorgeschrieben hatte. In öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es damit keine Maskenpflicht mehr. Getragen werden dürfen die Masken allerdings weiterhin.

Seit Mitternacht ist die Schweiz nicht mehr in der «besonderen Lage» gemäss Epidemiengesetz; sie ist in die «normale Lage» zurückgekehrt. Das heisst, dass die Gesundheit wieder in der Hauptverantwortung der Kantone liegt. Ihnen steht es frei, auf ihrem Gebiet gegen Covid-19 Schutzmassnahmen anzuordnen.

Beispielsweise die Kantone Bern, Genf und Wallis tun dies auch und schreiben in Spitälern sowie Alters- und Pflegeheimen weiterhin Masken vor. Neuenburg wiederum belässt es bei einer Empfehlung. Auch einzelne Institutionen können das Maskentragen anordnen, wie die Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) mitteilte.

Am einen oder anderen Bahnwaggon dürfte sich allerdings auch am Freitag noch ein Hinweis auf die Maskenpflicht finden. Die SBB teilten nach dem Bundesratsentscheid zur Aufhebung vom Mittwoch mit, dass sie bis zu drei Wochen bräuchten, um alle Zugdurchsagen, Fahrzeugbeschriftungen oder Bildschirminformationen zu entfernen.

Wer positiv auf das Coronavirus getestet worden ist, muss ab Freitag nicht mehr auf behördliche Anweisung mindestens fünf Tage in Isolation. Die Behörden riefen aber vor der Aufhebung der Massnahmen wiederholt auf, bei Symptomen zuhause zu bleiben und sich testen zu lassen. Der Bund übernimmt in diesem Fall die Testkosten weiterhin.

Swiss hebt Maskentragpflicht schrittweise auf

Auch an Bord der Flugzeuge der Airline Swiss müssen ab Freitag, 1. April, zum Teil keine Masken mehr getragen werden. Die Maskentragpflicht werde ab dem 1. April für Fluggäste und Besatzungsmitglieder schrittweise aufgehoben.

Auch an Bord der Flugzeuge der Airline Swiss müssen ab Freitag, 1. April, zum Teil keine Masken mehr getragen werden. (Bild: Keystone)

Dieser Entscheid folge auf den Bundesratsentscheid vom Mittwoch, wonach in der Schweiz ab dem 1. April im öffentlichen Verkehr keine Masken mehr getragen werden müssen, teilte Swiss am Donnerstagabend mit Die Maskentragepflicht gelte allerdings weiterhin auf Flügen, bei denen die Bestimmungen des Ziellandes das Maskentragen an Bord vorschreiben, so die Swiss weiter. Die Fluggäste würden vor Abflug jeweils über die geltenden Bestimmungen informiert.

Am Flughafen Zürich gestrandete Chinesen auf dem Weg in die Heimat

Fast alle der rund 100 chinesischen Flugpassagiere, die am Sonntag auf dem Flughafen Zürich gestrandet waren, konnten am Donnerstag in ihre Heimat fliegen. Der Swiss-Flug LX188 hob um 11:01 Uhr in Richtung Schanghai ab. Die Fluggesellschaft bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA eine entsprechende Online-Meldung von «24 Heures».

Zwei Personen konnten den Weiterflug jedoch nicht antreten, wie die Fluggesellschaft weiter mitteilte. Diese wurden vor dem Abflug positiv auf das Coronavirus getestet und konnten daher am Donnerstag nicht transportiert werden.

Fast alle der rund 100 chinesischen Flugpassagiere, die am Sonntag auf dem Flughafen Zürich gestrandet waren, konnten am Donnerstag in ihre Heimat fliegen. (Symbolbild: Keystone)

Die Gruppe kam am Sonntagvormittag aus São Paulo nach Zürich und wollte am Abend weiterfliegen. Doch zwischenzeitlich hatten die Behörden in Schanghai einen kurzfristigen generellen Corona-Lockdown verordnet. Daraufhin annullierte die Swiss den Flug.

Den Passagieren wurde angeboten, nach São Paulo zurückzufliegen. Das wollten diese aber nicht. Da es sich um Transitpassagiere handelte, durften sie den Flughafen zunächst nicht verlassen und mussten am Gate übernachten. Am Dienstag konnte ihnen angeboten werden, in einem Hotel in Flughafennähe zu schlafen.

BAG meldet 12'795 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 12’795 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG zehn neue Todesfälle und 126 Spitaleinweisungen.

Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 22’438 bestätigte Neuinfektionen, 128 Spitaleintritte und 9 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 43 Prozent gesunken. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 1,6 Prozent ab.

Aktuell befinden sich in den Spitälern insgesamt 657 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 78,70 Prozent. 15,80 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen vier Wochen 7124,91 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 0,78.

Pandemie hinterlässt erneut Spuren in der Bundesrechnung

Die Coronavirus-Pandemie hat nach 2020 auch im vergangenen Jahr ein Milliardenloch in die konsolidierte Rechnung des Bundes gerissen. Der Bundesrat hat die Staatsrechnung mit einem Defizit von 12,2 Milliarden Franken genehmigt.

Das Defizit ist doppelt so gross wie das budgetierte Minus von 6,1 Milliarden Franken. Auch 2021 habe die Pandemie zu umfangreichen Mehrausgaben geführt, schrieb das Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV) zu den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen.

Während jedoch 2020 auch die Wirtschaft einbrach – allerdings weniger stark als befürchtet – erholte sie sich im vergangenen Jahr kräftig, wie es in der Mitteilung hiess. Die Erholung war mit 3,6 Prozent weniger stark als die 4,9 Prozent, von denen bei der Budgetierung ausgegangen worden war.

Solothurner Kantonsregierung hebt Corona-Massnahmen ab 1. April auf

Nachdem der Bundesrat bekanntgab, dass ab 1. April keine Massnahmen wegen der Covid-19-Pandemie mehr gelten, hat auch der Kanton Solothurn nachgezogen. Gesichtsmasken sind lediglich empfohlen. Nur in Gesundheitseinrichtungen wird weiterhin repetitiv getestet.

Das repetitive Testen der Angestellten und die Ausbruchsuntersuchungen bei Bewohnenden in Alters- und Pflegeheimen sowie sozialmedizinischen Institutionen werden weitergeführt, wie die Staatskanzlei des Kantons Solothurn in einer Mitteilung am Donnerstag schrieb. Diese Testpflicht gelte vorerst bis Ende Juni 2022. Der kantonsärztliche Dienst empfiehlt allen Personen mit direktem Kontakt zu Heimbewohnerinnen und -bewohnern sowie Klientinnen und Klienten, weiterhin eine Gesichtsmaske zu tragen.

(Bild: Keystone)

Die Einwohnerinnen und Einwohner ruft der Kanton zu Eigenverantwortung auf. Der Schutz der vulnerablen Personen bleibe zentral. Die Viruszirkulation werde weiterhin hoch bleiben, weshalb erkrankte Personen vorsichtig bleiben sollten.

Japans Autoproduktion erholt sich von Corona und Lieferengpässen

Japans Autoindustrie hat nach den Produktionseinbussen als Folge von Lieferengpässen und der Corona-Pandemie die Fertigung wieder deutlich angekurbelt.

Nach einem Produktionsrückgang im Januar um 17,3 Prozent erhöhte sich der Ausstoss im Februar um 10,9 Prozent, wie das Ministerium für Wirtschaft, Industrie und Handel am Donnerstag auf Basis vorläufiger Daten bekanntgab.

Insgesamt stieg die Industrieproduktion der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt dagegen nur geringfügig um 0,1 Prozent. Im Vormonat war sie aber noch um 0,8 Prozent rückläufig gewesen. Das Ministerium bekräftigte seine Einschätzung, dass die Fertigungsindustrie des Landes Anzeichen des Aufschwungs aufweise.

SBB brauchen Zeit für Entfernung von Corona-Hinweisen

Auch wenn ab Freitag keine Maskentragpflicht im öffentlichen Verkehr mehr besteht, werden die Busse und Züge nicht so schnell umstellen können bei ihren Einrichtungen. Die SBB brauchen bis zu drei Wochen, bis alle Hinweise auf Maskenpflicht entfernt sind. Die Maskenpflicht gelte aber trotzdem ab Freitag nicht mehr.

Mit der Aufhebung der Maskenpflicht müssten die Betriebe des öffentlichen Verkehrs verschiedene Kommunikationsmittel anpassen beziehungsweise entfernen, heisst es in einer Mitteilung der SBB vom Mittwoch. Dies betreffe Zugdurchsagen, Fahrzeugbeschriftungen oder Bildschirminformationen.

Aus technischen Gründen und aufgrund des Wartungsrhythmus der Wagen wird es voraussichtlich bis zu drei Wochen dauern, bis die Hinweise auf die Maskenpflicht entfernt sind. Auch in diesen, noch markierten Wagen muss keine Maske mehr getragen werden.

Ein besonderer Hinweis gilt für Reisen in benachbarte Staaten, betonen die SBB. Je nach Land seien unterschiedliche Ein- und Ausreisebestimmungen zu beachten.

Genf hält an Maskenpflicht in Spitälern fest

Im Kanton Genf bleibt das Tragen einer Maske in Spitälern, Pflegeheimen und anderen medizinisch-sozialen Einrichtungen obligatorisch. Dies hat die Genfer Regierung am Mittwoch beschlossen, um verletzliche Personen auch nach der Aufhebung der besonderen Lage auf nationaler Ebene vor einer Ansteckung durch das Coronavirus zu schützen.

Der Genfer Staatsrat hat diesen Entscheid gefällt, weil sich die Omikron-Variante des Coronavirus im Kanton nach wie vor stark verbreitet und die Spitaleinweisungen weiter ansteigen. Die Maskenpflicht bleibt daher für Personen über zwölf Jahren an «Orten, an denen ältere oder schutzbedürftige Menschen leben oder gepflegt werden» obligatorisch, wie es in einer Mitteilung des Kantons Genf vom Mittwoch heisst.

Mathys: «Wer Symptome hat, bleibt zuhause»

«Solange Symptome da sind, gehört man weder an eine Schule noch an den Arbeitsplatz noch an die Öffentlichkeit.» Die sagte Patrick Mathys, Leiter der Sektion Krisenbewältigung im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Mittwoch vor den Medien in Bern.

Er antwortete damit auf eine Journalistenfrage nach Empfehlungen für Schülerinnen und Schüler.

Berset: Wöchentliche Zahlen erlauben das Mitverfolgen der Lage

Das Bundesamt für Gesundheit will Zahlen zu den Covid-19-Ansteckungen, Hospitalisierungen und Todesfällen wegen der Pandemie ab Freitag noch wöchentlich veröffentlichen. Bisher werden sie täglich publiziert.

Damit könne die Lage weiterhin nah mitverfolgt werden, sagte Bundesrat Alain Berset am Mittwoch in Bern vor den Medien. Sollte es die Lage erfordern, könnten die Zahlen auch wieder in kürzeren Intervallen veröffentlicht werden.

Gegenüber Radio SRF hatte Michael Jordi, Generalsekretär der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) am Mittwoch gefordert, dass die Zahlen noch etwas länger täglich veröffentlicht werden sollten, bis die Ansteckungen noch weiter zurückgehen.

Dies wäre grundsätzlich möglich, sagte Berset. Doch: «Das ist auch eine Frage der Arbeit». Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) habe in den letzten zwei Jahren im absoluten Ausnahmezustand gearbeitet, rund um die Uhr und an sieben Tagen die Woche.

Patrick Mathys, Leiter der Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im BAG, ergänzte, dass die Zahlen des Dashboard weiterhin täglich erhoben würden. Wer sie selbst auswerten wolle, könne dies tun. Aufbereitet und präsentiert würden sie vom BAG aber nur noch wöchentlich.

Zertifikat könnte nur mit besonderer Lage wieder eingeführt werden

Das Covid-Zertifikat könnte nur wieder eingeführt werden, wenn der Bundesrat entgegen seinen Plänen wieder zur besonderen Lage zurückkehren würde. Dies sagte Michael Gerber, Leiter Recht im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Mittwoch vor den Medien in Bern.

Denn die Grundlage für alle Massnahmen bildet das Epidemiengesetz. Das Covid-19-Gesetz hingegen regelt einzig, dass der Bund ein Zertifikatssystem überhaupt bereitstellen kann.

Gesundheitsminister Alain Berset hatte zuvor bekräftigt, dass der Bundesrat bei der normalen Lage bleiben wolle.

BAG meldet 16'462 neue Coronavirus-Fälle am Mittwoch

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch, 30. März, innerhalb von 24 Stunden 16’462 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 8 neue Todesfälle und 165 Spitaleinweisungen.

Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 26’084 bestätigte Neuinfektionen, 191 Spitaleintritte und 15 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 36,9 Prozent gesunken. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 13,6 Prozent ab.

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Task Force Covid-19 zieht Lehren aus der Corona-Pandemie

Zwei Jahre nach Ausbruch der Corona-Pandemie zieht die Task Force Wissenschaft Covid-19, die Ende März aufgelöst wird, ein erstes Fazit. Die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Politik habe sich etabliert, schreibt die Task Force in ihrem Schlussbericht.

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Zwei Jahre nach Ausbruch der Corona-Pandemie zieht die Task Force Wissenschaft Covid-19, die Ende März aufgelöst wird, ein erstes Fazit. (Bild: Keystone)
Fällt heute die Maskenpflicht im ÖV?

Fällt die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr ab dem 1. April, also ab übermorgen Freitag? An seiner heutigen ordentlichen Sitzung entscheidet der Bundesrat definitiv über diese Frage. Den einzelnen Verkehrsbetrieben stünde es ab diesem Zeitpunkt zwar frei, eigenständig an der Maskenpflicht festzuhalten. Das werden die Verkehrsbetriebe aber wohl nicht tun. Eine Empfehlung zum Maskentragen würde Kundinnen und Kunden verwirren, erklärte Ueli Stückelberger, der Direktor des Verbandes öffentlicher Verkehr (VÖV), vor Wochenfrist gegenüber Medien. Verbunden mit der Aufhebung der Maskenpflicht will der Bundesrat nach seinen bisherigen Plänen nach über zwei Jahren im Krisenmodus wieder in die «normale Lage» gemäss Epidemiengesetz übergehen.

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Deutsche Länder verzichten künftig auf 2G, 3G und Maskenpflicht

Trotz Kritik am Auslaufen der meisten deutschlandweit geltenden Corona-Massnahmen an diesem Wochenende entscheiden sich immer mehr Bundesländer dagegen, Möglichkeiten für eine Verlängerung der Vorschriften zu nutzen. Sie begründen dies unter anderem mit fehlender Rechtssicherheit.

Die bisher geltende, bundesrechtliche Grundlage für Corona-Massnahmen umfasste etwa Maskenpflicht in Supermärkten und Schulen sowie 3G- oder 2G-Zugangsregeln. Die 16 Bundesländer können zwar daran festhalten, wenn sie so genannte Hotspot-Regionen ausrufen, doch die meisten planen dies nicht.

Ab Sonntag ist eine Maskenpflicht nach dem von der neuen deutschen Regierung aus SPD, Grüne und FDP geänderten Infektionsschutzgesetz nur noch begrenzt möglich, etwa in Kliniken oder Pflegeheimen, Bussen und Bahnen. Regelmässige Tests in Schulen darf es ebenfalls noch geben. Diese Möglichkeiten wollen die Länder zunächst auch weiter nutzen. Maskenpflicht oder 2G- und 3G-Zutrittsregeln in Geschäften, Schulen, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sind dagegen nicht mehr möglich, es sei denn, das jeweilige Landesparlament stellt für eine Region eine besonders kritische Corona-Lage fest (Hotspot-Regel). Bisher ist das nur in Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg geplant.

(Bild: Keystone)

Am Dienstag beschlossen die Landesregierungen in Bayern, Berlin, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein und die grün-schwarze Koalition in Baden-Württemberg, Maskenpflichten in Geschäften, Schulen oder 2G- und 3G-Zutrittsregeln auslaufen zu lassen. Hotspot-Regeln zur Fortführung dieser Massnahmen sollen zunächst nicht in Kraft gesetzt werden. Anderswo stehen Entscheidungen noch aus.

Die Länder erneuerten ihre Kritik an der Ampel-Koalition wegen der neuen Rechtslage. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann betonte in Stuttgart, dass er sich gewünscht hätte, die Maskenpflicht in Innenräumen und Zugangsregeln beibehalten zu können. Doch der Bund habe den Ländern mit dem neuen Infektionsschutzgesetz die rechtliche Grundlage dafür entzogen. «Ich rechne mal optimistisch damit, dass es nicht aus dem Ruder läuft, aus saisonalen Gründen», sagte der Grünen-Politiker mit Blick auf die Pandemie. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst, der auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist, kritisierte: «Das ist nicht das, was 16 Ministerpräsidenten sich gewünscht haben.»

Die Zahl der festgestellten Corona-Fälle in Deutschland liegt weiter auf hohem Niveau. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 237 352 Neuinfektionen innerhalb eines Tages, wie das RKI am Dienstag bekanntgab. Vor einer Woche waren es 222 080 Ansteckungen. Der Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche – die Sieben-Tage-Inzidenz – lag am Dienstagmorgen bei 1703,3 (Vortag: 1700,6, Vorwoche: 1733,4). Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 307 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 264. Seit Beginn der Pandemie starben in Deutschland mehr als 128 000 Menschen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus.

BAG meldet 14'393 neue Coronavirus-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 14’393 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 17 neue Todesfälle und 176 Spitaleintritte.

Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 23’793 bestätigte Neuinfektionen, 224 Spitaleintritte und 20 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 39,5 Prozent gesunken. Die Spitaleintritte nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 21,4 Prozent ab.

Aktuell befinden sich in den Spitälern 620 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 74,70 Prozent. 17,30 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

(Bild: Keystone)

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen vier Wochen 7336,35 laborbestätigte Coronavirus-Ansteckungen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 18. März bei 0,78.

69,12 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind mittlerweile vollständig geimpft. Weitere 1,02 Prozent haben eine erste Dosis erhalten. Von der Bevölkerung ab 12 Jahren sind 78,17 Prozent geimpft. Ausserdem haben 42,48 Prozent der Gesamtbevölkerung und 76,96 Prozent der über 65-Jährigen eine sogenannte Booster-Impfung, eine dritte oder Auffrischungsimpfung, erhalten.

In den vergangenen 24 Stunden wurden dem BAG 41’645 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 3’468’271 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, 50’227 Personen mussten im Spital behandelt werden und 13’060 Personen starben in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Zurzeit befinden sich gemäss BAG 84’852 Personen in Isolation, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Eltern streiten wegen Impfung des Sohnes: BAG-Empfehlung gilt

Eine Mutter im Kanton Aargau muss ihren Sohn im Vorschulalter gegen ihren Willen impfen lassen. Das Bundesgericht hat ein Urteil des Obergerichts bestätigt. Der Vater und die Frau haben ein gemeinsames Sorgerecht – und bei Streit gilt die BAG-Empfehlung. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Mehr Schwerverkehr kontrolliert nach Corona-bedingtem Rückgang

Nach Corona-bedingtem Schwerverkehrs-Rückgang sind 2021 mehr Lastwagen, Sattelschlepper, Lieferwagen und Busse auf Schweizer Strassen kontrolliert worden. Manipulationen am Abgassystem und die Missachtung von Arbeits- und Ruhezeiten wurden am häufigsten festgestellt.

Zu Beanstandungen und Stilllegungen kam es ausserdem wegen Missständen bei den Gewichten und Abmessungen und wegen technischer Mängel, wie einem Bericht des Bundesamtes für Strassen (Astra) und des Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) vom Dienstag zu entnehmen ist.

In den sieben Schwerverkehrskontrollzentren des Bundes wurden 31’564 Fahrzeuge geprüft. Das sind 12,6 Prozent mehr als im Vorjahr, als wegen der Corona-Pandemie deutlich weniger Lastwagen unterwegs gewesen waren.

Beanstandet wurden 1834 schweizerische (+13,0 Prozent) und 9172 ausländische Fahrzeuge beziehungsweise Chauffeure (+21,1 Prozent). Nicht weiterfahren durften davon 323 schweizerische (-4,7 Prozent) und 2109 ausländische Fahrzeuge (+3,7 Prozent) oder den Chauffeuren wurde die Weiterfahrt.

Schokolade-Branche erholt sich nach Corona-bedingtem Einbruch

Immer weniger einheimische Schokolade auf dem Schweizer Markt, aber insgesamt fast wieder so viel verkauft wie vor der Corona-Pandemie. Das ist die Bilanz des Schokolade-Jahres 2021 von Chocosuisse.

Im ersten Corona-Pandemie-Jahr 2020 war der Branchenumsatz um rund 15 Prozent zurückgegangen, wie Chocosuisse, der Verband der Schweizer Schokolade-Fabrikanten, am Dienstag mitteilte. Dabei ging die Produktion von Schweizer Schokolade um etwa 10 Prozent zurück.

Dies konnte nun im vergangenen Jahr weitgehend wettgemacht werden – auch weil der Export von Schweizer Schokolade um 10,8 Prozent stieg. Im Inland wurde lediglich 6,6 Prozent mehr Schokolade verkauft.

Überhaupt ist der Export ausschlaggebend mit einem Anteil von gut 70 Prozent der gesamten verkauften Schokolade. Weitaus am meisten Schweizer Schokolade wurde im vergangenen Jahr nach Deutschland exportiert: 25’700 Tonnen, gefolgt von Frankreich mit knapp 13’000 Tonnen und Kanada mit 11’800 Tonnen.

BAG meldet 34'339 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 72 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 34’339 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 23 neue Todesfälle und 200 Spitaleinweisungen.

Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 60’989 bestätigte Neuinfektionen, 270 Spitaleintritte und 25 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 43,7 Prozent gesunken. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 25,9 Prozent ab. Die Zahl der Todesfälle blieb ziemlich konstant.

Aktuell befinden sich in den Spitälern insgesamt 628 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 76,30 Prozent. 18 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Schweizer Zivilschutz war wegen Corona fast 560'000 Tage im Einsatz

Die Corona-Pandemie hat den grössten und längsten Einsatz in der Geschichte des Zivilschutzes ausgelöst: Fast 560’000 Diensttage leisteten die Angehörigen zur Unterstützung des Gesundheitswesens.

Insgesamt seien vom Februar 2020 41’000 Dienstpflichtige im Einsatz gestanden, teilte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (Babs) am Montag mit. Zu Beginn der Pandemie habe der Zivilschutz vor allem das Gesundheits- und Pflegepersonal in Spitälern und Alters- und Pflegeheimen bei der Betreuung, der Triage, der Zutrittskontrolle oder der Reinigung unterstützt.

Fast 560’000 Diensttage leisteten die Angehörigen zur Unterstützung des Gesundheitswesens. (Bild: Keystone)

Die Zivilschützenden hätten Notspitäler und Testzentren aufgebaut, im Contact-Tracing oder bei den Hotlines ausgeholfen und Transporte und logistische Dienstleistungen übernommen. Während einer zweiten Phase halfen die Dienstpflichtigen dann auch beim Aufbau und Betrieb der Test- und Impfzentren und unterstützten die mobilen Impfequippen.

Das dritte und bisher letzte Aufgebot endet am 31. März. Es war am 10. Dezember 2021 lanciert worden, nachdem die Zahl der Corona-Fälle und Spitaleinweisungen gestiegen waren. Die 2400 Zivilschutzangehörigen seien vor allem für die Impfaktionen, die Grundpflege und die Logistik im Gesundheitswesen eingesetzt worden. Sie hätten dafür 26’000 Diensttage geleistet.

Für Spanien ist Corona fast schon normale Krankheit wie eine Grippe

Das Urlaubsland Spanien behandelt eine Corona-Infektion künftig fast nur noch wie eine normale Krankheit ähnlich einer Grippe. Wer sich mit Sars-CoV-2 infiziert und keine oder nur leichte Krankheitssymptome entwickelt, kann weiter ein normales Leben führen. Weder ein Test noch häusliche Isolation sind noch Pflicht. Nur für gefährdete Personen gelten die bisherigen Auflagen weiter. Dazu gehören Menschen über 60 sowie solche mit einer Immunschwäche, ausserdem Schwangere und Mitarbeiter des Gesundheitswesens. Die Lockerung trat am Montag in Kraft.

Damit sind von den einst einschneidenden Massnahmen gegen die Ausbreitung von Corona in den meisten autonomen Gemeinschaften nur noch die Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen sowie in Bussen, Bahnen und Flugzeugen übrig. In Galicien gelten zwar noch die 3G-Regel – geimpft, getestet oder genesen – beim Betreten von Krankenhäusern und Seniorenheimen sowie Obergrenzen bei den Gästen pro Tisch in Gaststätten. Aber auch diese Einschränkungen enden zum 9. April.

Nach Biden-Sprecherin Psaki auch Vize-Sprecherin mit Corona infiziert

Nach der Sprecherin von US-Präsident Joe Biden, Jen Psaki, hat sich nun auch deren Stellvertreterin Karine Jean-Pierre mit dem Coronavirus infiziert. Jean-Pierre teilte am Sonntagabend (Ortszeit) mit, nach der Rückkehr von der Europa-Reise mit dem US-Präsidenten sei ihr Test positiv ausgefallen. Sie habe Biden zuletzt am Samstag gesehen, dabei jedoch Distanz zu ihm gehalten. Der Präsident gelte daher nach den Richtlinien der US-Gesundheitsbehörde CDC nicht als «enger Kontakt». Sie selber habe dank ihrer Impfung nur milde Symptome und werde während der fünftägigen Isolationsperiode von zu Hause aus arbeiten.

Psaki hatte am vergangenen Dienstag mitgeteilt, dass sie sich mit dem Coronavirus infiziert habe – sie sagte deswegen die Begleitung Bidens nach Europa ab. Auch Psaki gab an, nur milde Symptome zu haben. Sie war bereits im vergangenen Herbst an Covid erkrankt. Biden hatte in Brüssel an mehreren Gipfeltreffen zum Ukraine-Krieg teilgenommen und war dann nach Polen gereist. Er war in der Nacht zu Sonntag wieder zurück ins Weisse Haus in Washington gekehrt.

Corona-Lockdown in Shanghai tritt in Kraft

Ein weiträumiger Lockdown ist am frühen Montagmorgen in den östlichen und südlichen Stadtteilen der 26 Millionen Einwohner zählenden chinesischen Hafenstadt Shanghai in Kraft getreten. Die unerwartete Ankündigung der Stadtregierung hatte am Sonntagabend zu Hamsterkäufen und langen Schlangen vor Supermärkten geführt. Mit der radikalen Massnahme soll die Ausbreitung des Coronavirus gestoppt werden, wie die Stadtregierung berichtete.

Der Lockdown erfolgt in zwei Schritten: Bis Freitag müssen die Bewohner in Pudong und angrenzenden Stadtteilen wie Fengxian, Jinshan, Chongming und Teilen von Minhang zuhause bleiben und werden getestet. Danach tritt ein ähnlicher Lockdown im älteren Teil der Metropole westlich des Huangpu-Flusses in Kraft, wo bis Montag getestet wird. Infizierte werden in Einrichtungen isoliert.

Am Sonntag wurden in Shanghai 50 lokale Erkrankungen und 3450 asymptomatische Infektionen entdeckt, wie die Gesundheitskommission in Peking berichtete. Landesweit wurden 1219 lokale Infektionen und 5134 asymptomatische Fälle gemeldet. Ausser Shanghai ist auch die nordostchinesische Provinz Jilin schwer betroffen.

Kritiker der Corona-Massnahmen bei Berner Wahlen chancenlos

Die Kritiker der Corona-Massnahmen sind bei den Wahlen im Kanton Bern chancenlos geblieben. Von einem Sitzgewinn im Grossen Rat blieben sie weit entfernt.

Der Wähleranteil ihrer Liste «Aufrecht Bern» schwankte in den einzelnen Wahlkreisen zwischen 1,1 und 3 Prozent. Am tiefsten lag er in der Stadt Bern, am höchsten im Wahlkreis Mittelland-Süd.

Einer von 16 Bürgern in England hat Corona

Die hochansteckende Omikron-Variante BA.2 hat in Grossbritannien für einen starken Anstieg der Corona-Fälle gesorgt. Nach Angaben des nationalen Statistikamtes, das auf Basis regelmässiger Tests einer zufällig ausgewählten Stichprobe wöchentliche Schätzungen veröffentlicht, gab es in der vergangenen Woche mit knapp 4,3 Millionen Fällen in Grossbritannien fast eine Million Infektionen mehr als in der vorherigen Woche mit rund 3,3 Millionen Fällen. In England und Wales war demnach zuletzt einer von 16 Menschen infiziert, in Schottland sogar einer von 11. Lediglich in Nordirland sank die Quote leicht.

Die am Freitag veröffentlichten Schätzungen sind derzeit die verlässlichste Information zur Infektionslage in Grossbritannien, da in die offiziell von der Regierung herausgegebenen Infektionszahlen nur noch Fälle einfliessen, die trotz geringerer Testkapazitäten noch nachgewiesen und auch gemeldet werden.

Auch die Zahl der Covid-Patienten in den britischen Krankenhäusern ist wieder angestiegen, im Wochenvergleich zuletzt um 18 Prozent. In Schottland hat die Zahl der Krankenhauseinweisungen in den vergangenen Tagen sogar neue Rekordwerte erreicht. Insgesamt liegt die Zahl der Krankenhauspatienten aber weiterhin unter dem Niveau vorheriger Wellen.

BAG meldet 17'226 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 17’226 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 20 neue Todesfälle und 160 Spitaleinweisungen.

Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 27’589 bestätigte Neuinfektionen, 143 Spitaleintritte und 18 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 37,6 Prozent gesunken. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 11,9 Prozent zu.

In den vergangenen 24 Stunden wurden dem BAG 50’220 neue Corona-Tests gemeldet. (Keystone)

Aktuell befinden sich in den Spitälern insgesamt 626 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 76,20 Prozent. 18,00 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Fidschi öffnet für Geimpfte: Keine Quarantäne ab dem 7. April

Ein weiteres Traumziel vieler Fernreisender lädt bald wieder zum quarantänefreien Urlaub: Fidschi. Zweifach Geimpfte aus aller Welt können in zwei Wochen ohne Isolationszeit im Südsee-Paradies Ferien machen. Bisher gilt noch eine dreitägige Quarantänezeit nach der Einreise. Ab dem 7. April sei hingegen ein Antigen-Schnelltest nach der Ankunft in einem der offiziellen Zentren der Inseln ausreichend, zitierte der Sender FBC am Freitag Wirtschaftsminister Aiyaz Sayed-Khaiyum. «Von überall auf der Welt kann jeder nach Fidschi kommen, solange er geimpft ist», sagte der Politiker.

In dem Archipel mit etwa 900 000 Einwohnern wurden bislang rund 64 000 Corona-Fälle bestätigt, mehr als 830 Menschen starben in Verbindung mit Covid-19. (Keystone)

Ab sofort falle auch die Maskenpflicht weg und Veranstaltungsorte im Inselstaat, einschliesslich Stadien, könnten mit voller Kapazität betrieben werden.  Fidschi besteht aus mehr als 300 Inseln und liegt rund 2700 Kilometer nordöstlich der australischen Stadt Brisbane beziehungsweise 2200 Kilometer nördlich von Auckland in Neuseeland.

BAG meldet 9 Todesfälle und 128 Spitaleinweisungen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 22’438 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG neun neue Todesfälle und 128 Spitaleinweisungen.

Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 34’367 bestätigte Neuinfektionen, 185 Spitaleintritte und 12 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 34,7 Prozent gesunken. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 30,8 Prozent ab.

Aktuell befinden sich in den Spitälern insgesamt 621 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 74,50 Prozent. 18,70 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen vier Wochen 7443,59 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 1,04.

Minister verteidigt neuerliche Maskenpflicht in Österreich

In Österreich gilt seit Donnerstag wieder Maskenpflicht in nahezu allen Innenräumen. Ausserdem trat eine neue Quarantäne-Regelung in Kraft. Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) verteidigte die neuen Massnahmen.

Auch wenn er Corona-Verschärfungen kurz nach den Öffnungsschritten vom 5. März zunächst auschloss, habe es keine Alternative gegeben, «weil in den Spitälern das Personal wirklich am Anschlag war», so Rauch im ORF-Radio.

Die neue Regel, dass die Isolation von Infizierten ab dem fünften Tag auch ohne Freitesten unter gewissen Auflagen endet, sei auf Bitte der Kliniken, Alten- und Pflegeheime angesichts der Personalengpässe festgelegt worden. Derzeit dürften viele Mitarbeiter, die sich trotz Corona-Infektion gesund fühlen, nicht arbeiten gehen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Österreich bei etwa 3400 Fällen pro 100’000 Einwohner.

3,6 Milliarden Franken für Erwerbsersatz in Covid-19-Pandemie

Der Bund hat bis Ende 2021 3,6 Milliarden Franken Erwerbsersatz für Ausfälle während der Covid-19-Pandemie ausbezahlt. 450’000 Bezügerinnen und Bezüger profitierten davon. Mit 2,6 Milliarden Franken erhielten Selbständigerwerbende den Löwenanteil.

50 Prozent der gesamten Ausgaben entfielen auf Entschädigungen für die Quarantäne, wie das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) am Donnerstag mitteilte. Die Selbständigerwerbenden wurden für massgebliche Einkommensverluste durch Schutzmassnahmen oder deren Totalausfall durch Betriebsschliessungen oder Veranstaltungsverbote entschädigt.

Die Statistik gründet auf Individualdaten seit der Einführung des Corona-Erwerbsersatzes im März 2020 bis zum 31. Dezember 2021. Der erste Leistungsanspruch bestand ab dem 17. März 2020. Damals galt noch Notrecht, ins ordentliche Recht überführt wurde die Massnahme am 17. September 2020.

Omikron-Subvariante BA.2 breitet sich in USA aus

Die US-Gesundheitsbehörde CDC rechnet damit, dass die sich in Europa ausbreitende Omikron-Subvariante BA.2 in absehbarer Zeit auch in den USA dominierend wird. Der Anteil dieser Subvariante an den Coronavirus-Varianten landesweit sei inzwischen auf 35 Prozent gestiegen, sagte CDC-Direktorin Rochelle Walensky am Mittwoch bei einem Briefing mit Journalisten. «Wir gehen davon aus, dass sie sich in den nächsten Wochen zur vorherrschenden Variante entwickeln wird.» In Teilen des Nordostens sei das bereits der Fall.

Walensky verwies zugleich auf einen Rückgang der Zahlen bei den Coronavirus-Infektionen, den Krankenhaus-Einlieferungen und den Todeszahlen. Mit Blick auf die Ansteckungen sagte sie: «In den vergangenen Wochen sind die Fälle drastisch zurückgegangen, und unsere nationalen Zahlen bewegen sich in der Nähe historischer Tiefstände, was wirklich ermutigend ist.»

BAG meldet 26'084 neue Coronavirus-Fälle am Mittwoch

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 26’084 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 15 neue Todesfälle und 191 Spitaleinweisungen.

Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 36’041 bestätigte Neuinfektionen, 168 Spitaleintritte und 20 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 27,6 Prozent gesunken. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 13,7 Prozent zu.

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Long Covid-Symptome kommen bei Corona-Betroffenen häufiger vor

Langanhaltende Symptome, die typisch für Long Covid sind, kommen bei Infizierten deutlich häufiger vor als bei noch nie positiv getesteten Personen. Verantwortlich dafür ist demnach nicht der Pandemiestress.

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(Symbolbild: Keystone)
Wegen Corona: Britschgi verpasst Eiskunstlauf-WM

Der Schweizer Eiskunstläufer Lukas Britschgi verpasst die WM in Montpellier wegen eines positiven Corona-Tests. Der 24-jährige Ostschweizer hätte am Donnerstag zum Kurzprogramm antreten müssen, bis dann kann er den geforderten CT-Wert nicht mehr erreichen. Es wäre die dritte WM-Teilnahme des 23. der Olympischen Spiele gewesen.

Ex-US-Aussenministerin Hillary Clinton positiv auf Corona getestet

Die frühere US-Präsidentschaftskandidatin und einstige Aussenministerin Hillary Clinton hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Ein Test sei positiv ausgefallen und sie habe die Symptome einer milden Erkältung, schrieb die 74-Jährige am Dienstag (Ortszeit) auf Twitter. Sie fühle sich gut und sei «dankbarer als je zuvor» für den Schutz der Impfungen, die vor schweren Krankheitsverläufen schützten. Bei ihrem Mann, dem früheren US-Präsidenten Bill Clinton (75), sei ein Corona-Test negativ gewesen und er fühle sich gut. Die Familie werde sich zuhause isolieren und sei dankbar für «Filmempfehlungen», schrieb sie weiter.

Hillary Clinton hat sich mit dem Coronavirus infiziert. (Bild: Keystone)

Die prominente Demokratin Clinton, die unter Ex-Präsident Barack Obama von 2009 bis 2013 Aussenministerin war, war bei der Wahl 2016 gegen den Republikaner Donald Trump angetreten. Sie verlor die Wahl und zog sich daraufhin weitgehend aus der Politik zurück.

BAG meldet 23'793 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 23’793 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 20 neue Todesfälle und 224 Spitaleinweisungen.

Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 29’026 bestätigte Neuinfektionen, 184 Spitaleintritte und 13 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 18 Prozent gesunken. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 21,7 Prozent zu.

Aktuell befinden sich in den Spitälern insgesamt 617 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 73,70 Prozent. 18,60 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen vier Wochen 7285,53 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 1,04.

69,13 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind mittlerweile vollständig geimpft. Weitere 0,99 Prozent haben eine erste Dosis erhalten. Von der Bevölkerung ab 12 Jahren sind 78,19 Prozent geimpft. Ausserdem haben 41,91 Prozent der Gesamtbevölkerung und 76,25 Prozent der über 65-Jährigen eine sogenannte Booster-Impfung erhalten.

In den vergangenen 24 Stunden wurden dem BAG 55’464 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 3’353’730 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, 49’326 Personen mussten im Spital behandelt werden und 12’974 Personen starben in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Zurzeit befinden sich gemäss BAG 95’810 Personen in Isolation, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

83 Millionen Franken als Corona-Entschädigung für Aargauer Spitäler

Im Kanton Aargau haben 21 Spitäler und Kliniken 83 Millionen Franken als Abgeltung der Ertragsausfälle und Zusatzkosten wegen der Corona-Pandemie im Jahr 2020 erhalten. Der Kanton überwies das Geld am Dienstag.

Rund 68 Millionen Franken gehen an die Akutspitäler, 11 Millionen Franken an die Rehabilitationskliniken und 4 Millionen Franken an die Psychiatrien, wie die Staatskanzlei Aargau mitteilte. Der Grosse Rat hatte im August als Entschädigung für die Jahre 2020 und 2021 insgesamt 125 Millionen Franken bewilligt.

Den Spitälern seien durch die Vorgaben von Bund und Kanton zur Bewältigung der ersten sowie zweiten Welle der Coronavirus-Pandemie Ertragsausfälle sowie Zusatzkosten entstanden, hielt der Regierungsrat in der Botschaft damals fest. Diese Kosten wolle man «angemessen entschädigen». Der Bund habe solche Entschädigungen verwehrt.

Indonesien erlaubt landesweit quarantänefreien Urlaub für Geimpfte

Nach einer Testphase auf Bali wird ganz Indonesien ab sofort zweifach gegen das Coronavirus geimpfte Touristen zum quarantänefreien Urlaub empfangen. Das am 7. März gestartete Modell auf Bali sei erfolgreich verlaufen, teilte das Tourismusministerium am Dienstag mit.

Feriengäste müssten nun überall im Land lediglich einen PCR-Test nach der Ankunft machen. Welche weiteren Regeln sollen, wollten die Behörden noch im Laufe des Tages bekanntgeben. Die Liste der Länder, aus denen Urlauber Visa bei Einreise erhalten können, wurde für Bali derweil von 23 auf 42 erweitert. Auch die Schweiz und Deutschland gehören dazu, Österreich nicht.

Die Einreise ist nach zwei Jahren Pandemie wieder erleichtert. (Bild: Keystone)

Seit Beginn der Pandemie lag die wichtige Tourismusbranche in dem riesigen, von Vulkanen geprägten Land fast komplett am Boden. Neben Bali sind auch Inseln wie Flores, Lombok und Sumatra sowie Sehenswürdigkeiten wie die buddhistische Tempelanlage Borobodur auf Java bei Reisenden beliebt.

In Indonesien sind die Corona-Zahlen derzeit vergleichsweise niedrig. Am Montag wurden knapp 4700 Neuinfektionen und 154 Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 registriert. Insgesamt wurden in dem Inselstaat mit 270 Millionen Einwohnern fast sechs Millionen Fälle verzeichnet.

Stadler rät zu guter Vorbereitung beim zweiten Booster im Herbst

Die Corona-Taskforce des Bundes löst sich Ende März auf – zwei Monate früher als ursprünglich geplant. Die Taskforce-Chefin Tanja Stadler richtet einen Appell an die Öffentlichkeit, die Auffrischungsimpfungen im kommenden Herbst gut zu planen.

Die Taskforce sehe in den Corona-Daten, dass sich seit den jüngsten Öffnungsschritten vermehrt wieder ältere Menschen mit dem Virus ansteckten, sagte Stadler in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen. Doch die Spitaleintritte seien konstant geblieben. Die Immunität gegen schwere Verläufe scheine in dieser Gruppe also nicht markant abgenommen zu haben. «Aber wir müssen sehr wachsam bleiben. Wenn sich das ändert, ist es im Interesse aller, dass diese Personen rasch eine Auffrischungsimpfung bekommen», sagte Stadler.

Tanja Stadler ist Präsidentin der Swiss National COVID-19 Science Task Force. (Bild: Keystone)

Zentral werde sein, diese zweite Booster-Impfung frühzeitig und gut zu planen. Im Sommer müsse man wissen, wem man die Impfung anbieten wolle, damit die Impfkampagne entsprechend ausgerollt werden könne. Diese Personen sollten im September geimpft werden können, damit die Schweiz bereit sei, wenn es im Herbst wieder losgehe. Sie sei sehr dafür, die Impfung allen, die das wollten, zugänglich zu machen, also auch jüngeren Personen. Die Situation sei vergleichbar mit der Grippe-Impfung. Im übrigen habe die jüngste Entwicklung des Coronavirus gezeigt, wie gut die Impfung wirke. Nur dank ihr sei das Schweizer Gesundheitssystem nicht überlastet worden.

Um künftig nicht wieder bei Null anfangen zu müssen, sollte ein permanenter Austausch zwischen Wissenschaft und Politik institutionalisiert werden. Auf die Frage, was nach der Pandemie bleibe, nannte Stadler die Maske. Künftig dürfte sie im Winter viel öfter zu sehen sein – als freiwilliges Mittel, um sich zu schützen.

BAG meldet 60'989 neue Corona-Fälle übers Wochenende

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem BAG am Montag, 21. März, innerhalb von 72 Stunden 60’989 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 25 neue Todesfälle und 270 Spitaleinweisungen.

Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 69’147 bestätigte Neuinfektionen, 272 Spitaleintritte und 18 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 11,8 Prozent gesunken. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 0,7 Prozent ab.

Aktuell befinden sich in den Spitälern insgesamt 618 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 74,30 Prozent. 18,30 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen vier Wochen 7238,7 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 4. März bei 1,24.

69,13 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind mittlerweile vollständig geimpft. Weitere 0,99 Prozent haben eine erste Dosis erhalten. Von der Bevölkerung ab 12 Jahren sind 78,19 Prozent geimpft. Ausserdem haben 41,89 Prozent der Gesamtbevölkerung und 76,24 Prozent der über 65-Jährigen eine sogenannte Booster-Impfung erhalten.

In den vergangenen 72 Stunden wurden dem BAG 134’219 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 3’329’928 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, 49’096 Personen mussten im Spital behandelt werden und 12’953 Personen starben in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Zurzeit befinden sich gemäss BAG 98’421 Personen in Isolation, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

VW-Werke in Nordostchina stehen wegen Corona weiter still

Volkswagen muss den Produktionsstopp wegen des Corona-Lockdowns in drei Werken in der nordostchinesischen Metropole Changchun bis Dienstag verlängern. Wie eine Sprecherin am Montag in Peking mitteilte, läuft die Produktion in den Werken in Shanghai allerdings weiter. In Changchun sind ein VW-Werk, ein Audi-Werk sowie ein Komponentenwerk betroffen. Alle drei werden gemeinsam mit dem chinesischen Partner FAW betrieben.

Moderna wird weitere Millionen von Impfstoff-Dosen an Schweiz liefern

Der amerikanische Impfstoffhersteller Moderna wird weitere Impfdosen an die Schweiz liefern. So wurde mit dem Bund ein Abkommen für die Lieferung weiterer 7 Millionen Dosen des Impfstoffs gegen Covid-19 abgeschlossen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Moderna wird weitere Millionen Dosen Impfstoffe an Schweiz liefern. (Bild: Keystone)

Die Dosen sollen im Jahr 2023 ausgeliefert und als Auffrischungsimpfung («Booster») verwendet werden. Ausserdem wurde eine Option für zusätzliche 7 Millionen Dosen für die Lieferung in den Jahren 2023 und 2024 unterzeichnet.

Corona-Welle in China: Disneyland schliesst – Hongkong lockert

In der schlimmsten Corona-Welle in China seit Ausbruch der Pandemie vor mehr als zwei Jahren hat Disneyland in Shanghai den Betrieb eingestellt. Wie lange die Schliessung erfolge, hänge von den Behörden ab, berichtete der Vergnügungspark am Montag. Laut Gesundheitskommission wurden landesweit am Sonntag mehr als 4’300 lokale Infektionen und asymptomatische Fälle festgestellt.

In der schlimmsten Corona-Welle in China seit Ausbruch der Pandemie vor mehr als zwei Jahren hat Disneyland in Shanghai den Betrieb eingestellt. (Archivbild: Keystone)

In China sind mehrere Millionen Menschen im Lockdown – Städte haben vollständige oder teilweise Ausgangssperren verhängt. Unter anderem sind Millionenmetropolen wie Changchun, Shanghai, Shenzhen und Tangshan nahe Peking betroffen. Es wurden mehrfach Massentests vorgenommen. In der Provinz Henan durften Studenten an vielen Hochschulen ihren Campus nicht verlassen.

Über zwei Jahre war China mit seiner Null-Covid-Politik recht gut durch die Pandemie gekommen, indem Ausbrüche schnell unter Kontrolle gebracht wurden. Seit der Ankunft der sich leichter verbreitenden Omikron-Variante sind die Zahlen aber in die Höhe geschnellt. Die Behörden verfolgen jetzt eine «dynamische» Strategie, indem die strengen Massnahmen gezielter und kurzfristiger verhängt werden, um die Auswirkungen auf die Wirtschaft und den Alltag zu verringern.

In der schwer betroffenen chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong ist die Null-Covid-Strategie allerdings gescheitert. Der Regierungsberater und Professor der Hongkong Universität (HKU), Yuen Kwok-yung, schätzte die Zahl der Infizierten auf rund 2,5 der 7,5 Millionen Einwohner, wie die «South China Morning Post» berichtete. Er rechnet nicht damit, dass das Virus beseitigt werden könnte.

Trotz der hohen Infektionszahlen sieht die Hongkonger Regierung den Höhepunkt der Welle überstanden und kündigte Lockerung an. Die Dauer der Quarantäne für Einreisende wird vom 1. April von 14 auf 7 Tage reduziert. Auch dürfen dann wieder Flugzeuge aus neun Ländern, darunter Grossbritannien, Frankreich und die USA, in der asiatischen Wirtschafts- und Finanzmetropole landen.

Lukas Engelberger für Aufhebung der Massnahmen im April

Die vom Bundesrat geplante Aufhebung der Maskenpflicht Anfang April im öffentlichen Verkehr sei saisonal ein guter Zeitpunkt, glaubt Lukas Engelberger, der Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK).

Lukas Engelberger, Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) will die Corona-Lage gut im Auge behalten, um reagieren zu können. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Falls sich die Lage verschlechtere und die Belastung der Spitäler in den kommenden Tagen stark zunehme, müsse der Bund jedoch eine Verlängerung der geltenden Massnahme prüfen. Von Spitälern und Heimen erwarte er, dass die Maskenpflicht bestehen bleibt, da sich dort viele besonders vulnerable Personen aufhielten und auch das Personal geschützt werden müsse.

Oberster Kantonsarzt warnt vor neuer Corona-Welle im Herbst

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus dürfte massiv höher liegen als aktuell vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) offiziell ausgewiesen. Rudolf Hauri, Präsident der Vereinigung Schweizer Kantonsärzte, schätzt die Zahl der Personen, die sich neu mit dem Virus anstecken auf täglich 150’000. Offiziell weist das BAG täglich zwischen 25’000 und 35’000 Fälle aus.

Rudolf Hauri, Präsident der Vereinigung Schweizer Kantonsärzte, mahnt weiterhin zur Vorsicht. (Keystone)

Die Virusaktivität sei derzeit sehr hoch, sagte Hauri gegenüber der «NZZ am Sonntag». Die Spitaleintritte dürften rasch wieder steigen. Zuwarten sollte der Bund mit eine Aufhebung der Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr, empfiehlt Hauri. Wahrscheinlich sei, dass sich das Virus im kommenden Herbst nochmals stark aufbäumen dürfte. Mehr dazu hier.

China meldet erste Corona-Todesfälle seit über einem Jahr

Erstmals seit Januar 2021 hat China wieder neue Corona-Todesfälle ausserhalb Hongkongs gemeldet. Die nationale Gesundheitskommission teilte am Samstag mit, zwei Infizierte seien in der nordöstlichen Provinz Jilin an den Folgen ihrer Viruserkrankung gestorben. Unabhängige Experten haben allerdings Zweifel an den offiziellen Angaben aus Peking zu Infektions- und Todeszahlen. Demnach hätte es den bis dato letzten Todesfall am 25. Januar 2021 gegeben.

Ungeachtet der vermuteten Untertreibung durch die staatliche Zensur meldeten Chinas Behörden zuletzt die höchsten Infektionszahlen seit Ende der ersten Corona-Welle in Wuhan im Frühjahr 2020. So wurden am Freitag 3870 Ansteckungen in insgesamt 16 Regionen des Landes registriert, wobei die Fälle aus Hongkong nicht mit eingerechnet sind. Im internationalen Vergleich sind die Zahlen zwar nach wie vor gering, doch aufgrund der strengen Null-Covid-Strategie reagieren die Behörden auch auf kleinere Ausbrüche umgehend mit Ausgangssperren, Massentests, Transportbeschränkungen und Quarantäne-Vorschriften.

Österreich führt wieder Maskenpflicht in Innenräumen ein

Knapp zwei Wochen nach der Aufhebung zahlreicher Corona-Schutzmassnahmen zieht Österreich angesichts stark steigender Infektionszahlen die Zügel wieder an. Ab Mitte nächster Woche müssen in öffentlichen Innenräumen wieder FFP2-Masken getragen werden, wie Gesundheitsminister Johannes Rauch am Freitagabend ankündigte. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag in Österreich bei 3’600. Für Deutschland nannte das Robert-Koch-Institut am Freitag eine Inzidenz von 1’706.

Weil sich auch immer mehr Pflegekräfte anstecken und in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen der Personalmangel immer akuter wird, sollen die Quarantäneregeln gelockert werden. Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird, muss zurzeit fünf Tage zu Hause bleiben und darf die Wohnung oder das Haus nicht verlassen. Nach Angaben von Rauch wird überlegt, ob Beschäftigte in Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen unter bestimmten Voraussetzungen mit Maske arbeiten gehen sollen oder die Quarantänedauer verkürzt wird. Dazu werde am Wochenende eine Verordnung ausgearbeitet.

Corona-Lage in Frankreich verschlechtert sich – Höchstwert an Grenze

Die Corona-Lage in Frankreich verschlechtert sich wieder. Binnen einer Woche sei die Zahl der Neuinfektionen um 25 Prozent angestiegen, teilten die Gesundheitsbehörden in Paris am Freitag mit. In der an Deutschland grenzenden Region Grand Est war die Sieben-Tage-Inzidenz mit am höchsten. Die Zahl registrierter Neuinfektionen binnen einer Woche auf 100’000 Menschen lag hier zuletzt bei 998, das waren 31 Prozent mehr als in der Vorwoche. In den Kliniken blieb die Lage stabil, die Zahl der Intensivpatienten und Corona-Toten ist weiter rückläufig.

Am vergangenen Montag waren die meisten Corona-Beschränkungen in Frankreich aufgehoben worden, darunter die Maskenpflicht in Innenräumen ausser in Verkehrsmitteln. Auch die Pflicht zum Vorzeigen des «Pass Vaccinal», des Nachweises von Impfung oder Genesung, wurde abgeschafft. Im Anlauf zur Präsidentschaftswahl im April spielt Corona praktisch keine Rolle mehr. In seiner vierstündigen Vorstellung seines Wahlprogramms erwähnte Präsident Emmanuel Macron die Pandemie am Donnerstag praktisch nicht.

Bundesrat legt Plan für Abbau der Corona-Schulden vor

Der Bundesrat will bis ins Jahr 2035 die durch die Corona-Pandemie entstandenen Staatsschulden vollständig abbauen. Er hat am Freitag die entsprechende Botschaft ans Parlament verabschiedet, wie er mitteilte.

Konkret beantragt die Landesregierung, den Fehlbetrag mittels zukünftiger Finanzierungsüberschüsse abzubauen, wie es im Communiqué hiess. Sie rechnet dabei mit ordentlichen Überschüssen von rund einer Milliarde Franken pro Jahr. Diese entstehen, weil die budgetierten Ausgaben in der Regel nicht vollständig ausgeschöpft werden.

Ebenfalls für den Schuldenabbau verwendet werden soll nach dem Willen des Bundesrats der Bundesanteil an den Zusatzausschüttungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Dieser beträgt derzeit 1,3 Milliarden Franken im Jahr.

Auch deutscher Bundesrat billigt künftige Corona-Regeln

Ungeachtet hoher Infektionszahlen hat der Bundestag in Deutschland ein geändertes Infektionsschutzgesetz mit dem Wegfall der meisten deutschlandweiten Corona-Schutzregeln beschlossen.

In namentlicher Abstimmung votierten am Freitag 364 Abgeordnete für die Pläne der «Ampel»-Koalition, 277 lehnten sie ab, 2 enthielten sich. Nach einem heftigen Schlagabtausch hatten in zweiter Lesung SPD, FDP und Grüne dafür gestimmt – alle anderen Parteien dagegen. Mit den Neuregelungen sollte sich noch direkt am Nachmittag abschliessend auch der Bundesrat befassen.

Von Sonntag an soll es in Deutschland nur noch wenige allgemeine Vorgaben zu Masken und Tests in Einrichtungen für gefährdete Gruppen geben. In Bussen und Bahnen soll weiterhin Maskenpflicht gelten können. Für regionale sogenannte Hotspots kann es weitergehende Beschränkungen geben, wenn das Landesparlament für diese eine besonders kritische Corona-Lage feststellt. Die Bundesländer wollen aber noch eine bis maximal 2. April eingeräumte Übergangsfrist nutzen und jeweils aktuell geltende Schutzregeln zumindest teilweise aufrechterhalten.

BAG meldet 27'589 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 27’589 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 18 neue Todesfälle und 143 Spitaleinweisungen.

Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 32’087 bestätigte Neuinfektionen, 122 Spitaleintritte und 7 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 14 Prozent gesunken. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 17,2 Prozent zu.

Aktuell befinden sich in den Spitälern insgesamt 643 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 76,5 Prozent. 16,3 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Zertifikat für Genesene ab Montag nur noch 180 Tage gültig

Das Covid-Zertifikat für Genesene gilt ab kommendem Montag (21. März) nur noch 180 Tage statt wie bisher 270 Tage, also noch ein halbes Jahr statt neun Monate. Für Genesene aus Ländern ausserhalb des Schengen-Raumes wird die Einreise erleichtert.

Die Geltungsdauer des Genesenen-Zertifikats hat der Bundesrat am Freitag «im Einklang» mit den Entwicklungen auf europäischer Ebene von 270 Tagen – also neun Monaten – auf 180 Tage verkürzt, wie er schreibt.

Weil die Zertifikate in der Schweiz nicht mehr vorgezeigt werden müssen, hat das laut Bundesrat für Genesene im Inland keine direkten Folgen. Und in Ländern, die das Schweizer Zertifikat anerkennen, sei dieses in der Regel maximal 180 Tage gültig.

Ausserdem hat der Bundesrat entschieden, die Einreisebestimmungen für Genesene aus Ländern ausserhalb des Schengen-Raums zu lockern, in Abstimmung mit den Schengen-Staaten. Der Schritt erfolge, weil die Omikron-Variante des Coronavirus zu weniger schweren Krankheitsverläufen führe, schrieb der Bundesrat.

Für Genesene aus Drittstaaten – zum Beispiel den USA, Serbien und Indien – ist die bewilligungsfreie Einreise für Kurzaufenthalte ab kommendem Montag in die Schweiz wieder möglich, etwa zu touristischen Zwecken. Nach geltendem Recht ist dies nur Geimpften erlaubt.

Abschaffung nationaler Corona-Auflagen in Deutschland beschlossen

Ungeachtet hoher Infektionszahlen hat der Bundestag in Deutschland ein geändertes Infektionsschutzgesetz mit dem Wegfall der meisten deutschlandweiten Corona-Schutzregeln beschlossen.

In namentlicher Abstimmung votierten am Freitag 388 Abgeordnete für die Pläne der «Ampel»-Koalition, 277 lehnten sie ab, 2 enthielten sich. Nach einem heftigen Schlagabtausch hatten in zweiter Lesung SPD, FDP und Grüne dafür gestimmt – alle anderen Parteien dagegen. Mit den Neuregelungen sollte sich noch direkt am Nachmittag abschliessend auch der Bundesrat befassen.

Von Sonntag an soll es in Deutschland nur noch wenige allgemeine Vorgaben zu Masken und Tests in Einrichtungen für gefährdete Gruppen geben. In Bussen und Bahnen soll weiterhin Maskenpflicht gelten können. Für regionale sogenannte Hotspots kann es weitergehende Beschränkungen geben, wenn das Landesparlament für diese eine besonders kritische Corona-Lage feststellt. Die Bundesländer wollen aber noch eine bis maximal 2. April eingeräumte Übergangsfrist nutzen und jeweils aktuell geltende Schutzregeln zumindest teilweise aufrechterhalten.

Bundesrat lehnt Volksinitiative von Impfskeptikern ab

Der Bundesrat lehnt die Volksinitiative «Für Freiheit und körperliche Unversehrtheit» ab. Auch einen Gegenvorschlag erachtet die Landesregierung nicht für notwendig, wie sie am Freitag mitteilte. Schon heute könne niemand zum Impfen gezwungen werden.

Die Mitte Dezember 2021 von der Freiheitlichen Bewegung Schweiz (FBS) eingereichte «Stopp Impfpflicht»-Initiative war laut der Bundeskanzlei mit rund 125’000 gültigen Unterschriften zustande gekommen. Zu den Urhebern gehören etwa die Luzerner SVP-Nationalrätin Yvette Estermann, der Komiker Marco Rima sowie der Impfkritiker Daniel Trappitsch.

Das Volksbegehren fordert in der Verfassung das Grundrecht, dass jeder Mensch die Freiheit hat, selbst bestimmen zu können, was in seinen Körper gespritzt oder implantiert wird. «Die betroffene Person darf aufgrund der Verweigerung der Zustimmung weder bestraft werden noch dürfen ihr soziale oder berufliche Nachteile erwachsen», heisst es im Initiativtext.

Richard Koller, Praesident und Delegierter des Vorstandes spricht mit Journalisten waehrend der Einreichung der Volksinitiative «Fuer Freiheit und koerperliche Unversehrtheit (STOPP Impfpflicht)», am Donnerstag, 16. Dezember 2021, in Bern. (Archivbild: Keystone)

Die Forderung bezieht sich laut dem Initiativkomitee nicht nur auf die Covid-19-Pandemie. Sie soll auch gelten «für Impfstoffe, für Chips, für digitale Informationen im Körper».

Der Bundesrat hält fest, dass bereits heute niemand zu einer Impfung gezwungen werden könne. Im vom Volk abgesegneten Epidemiengesetz sei einzig geregelt, dass etwa Gesundheitsfachpersonen unter Umständen der Wechsel in eine andere Abteilung des Spitals angeordnet werden könne, wenn sie sich nicht impfen lassen.

Zwei Jahre nach Bergamo: Italiens Staatschef gedenkt Corona-Toter

taliens Staatschef hat zwei Jahre nach den erschütternden Bildern aus der von der Corona-Pandemie schwer getroffenen Stadt Bergamo der Opfer gedacht.

«Das Datum 18. März 2020 bleibt in das Gedächtnis der Italiener eingraviert», sagte Sergio Mattarella am Freitag anlässlich des nationalen Gedenktages für die Corona-Toten in Rom. Damals kursierten Aufnahmen aus der norditalienischen Stadt mit Militärlastwagen, die wegen der hohen Opferzahlen Särge mit Toten aus der Stadt transportierten. Die Bilder gingen um die Welt.

«Im Gedenken an die Opfer verneigen wir uns», fuhr Mattarella fort. Der 80-Jährige, der Ende Januar erneut in das Amt gewählt wurde, dankte unter anderem Wissenschaftlern und dem Gesundheitspersonal für ihren Dienst. Italien arbeite daran den alten Lebensrhythmus wiederherzustellen, ohne die gelernten Lektionen, aus dem was geschah, zu vergessen.

Kontroverse um Corona-Lockerungen im deutschen Bundestag

Die Christdemokraten haben im deutschen Bundestag den von der «Ampel»-Koalition vorgelegten Gesetzentwurf für weitgehende Lockerungen der deutschlandweiten Corona-Auflagen scharf kritisiert.

Die geplanten Regelungen erzeugten ein Wirrwarr, sagte der CDU-Gesundheitspolitiker Tino Sorge am Freitag bei der abschliessenden Beratung im Bundestag. Sorge wies auf die heftige Kritik der Länder-Regierungschefs hin, die diese am Vortag in einer Spitzenrunde mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) geübt hatten.

«Es ist ein absolutes Novum in der Geschichte, dass 16 Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten dieser Bundesregierung in Protokollerklärungen sagen, dass es so nicht geht», sagte Sorge. Die Koalition habe nicht geklärt, wann genau eine Kliniküberlastung drohe. Dies ist das von der Ampel vorgesehene hauptsächliche Kriterium dafür, dass die Länder selbst für Hotspots bestimmte Schutzmassnahmen beschliessen können. Das Gesetz sei «ein einziger unscharfer Rechtsbegriff», so Sorge.

Die Grünen machten deutlich, dass sie selbst unzufrieden sind mit dem Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP). Es sei kein Geheimnis, dass sie sich mehr gewünscht hätten, sagte die Grünen-Gesundheitspolitikerin Kirsten Kappert-Gonther. Auf die Länder komme nun eine grosse Verantwortung zu, die vorgesehene Übergangsfrist bis 2. April sowie die Regelungen für sogenannte Hotspots mit hohen Infektionszahlen zu nutzen.

In fast jedem zehnten Stelleninserat ist Homeoffice-Option erwähnt

Der Anteil der Unternehmen, die Stellenbewerberinnen und -bewerber mit Homeoffice-Möglichkeiten locken, steigt stetig. Mittlerweile ist in der Schweiz in fast jeder zehnten Stellenausschreibung die Option, zumindest teilweise auch von zu Hause aus zu arbeiten, erwähnt.

Im Februar war Homeoffice in 8,8 Prozent der Stelleninserate in der Schweiz ein Thema, wie eine Auswertung von Indeed.com ergeben hat. Das internationale Stellenportal hat dazu die Stellenausschreibungen analysiert, die auf den Webseiten grosser Unternehmen veröffentlicht respektive direkt auf dem Portal aufgeschaltet wurden.

Die Zahlen zeigen: Mit den Pandemie und der zeitweilig verordneten Homeofficepflicht hat die Arbeit von zu Hause aus enorm an Akzeptanz gewonnen. So war vor der Pandemie gerade einmal in 2,6 Prozent der Stelleinserate Homeoffice ein Thema. Im Laufe der Pandemie stieg der Anteil dann kontinuierlich an.

Millionen Menschen feiern Holi-Fest fast ohne Corona-Auflagen

Millionen Menschen in Indien haben das hinduistische Frühlingsfest Holi gefeiert – weitgehend ohne Corona-Einschränkungen.

Bilder aus verschiedenen Landesteilen am Freitag zeigten, wie sich Menschen in Mengen und ohne Masken mit Farbpulver bewarfen und sich die Farben gegenseitig ins Gesicht schmierten, wie es die Tradition will. Während es im vergangenen Jahr teils gewisse Einschränkungen gab, sind die offiziellen Infektionszahlen in Indien derzeit auf einem sehr niedrigen Niveau. In den vergangenen Tagen wurden jeweils rund 2500 Neuinfektionen registriert – bei mehr 1,3 Milliarden Menschen in dem Land.

Das beliebte Fest wird in dem Riesenland nicht überall gleich und am selben Tag gefeiert. Eine Holi-Variante im Bundesstaat Uttar Pradesh heisst Lathmar Holi, bei der Frauen zunächst Männer symbolisch mit Stöcken schlagen, die versuchen, sie mit dem Farbpulver zu bewerfen. Diese schützen sich wiederum mit einem Schild. Teils wird beim Holi-Fest auch ein Scheiterhaufen verbrannt, was ein Symbol des Siegs des Guten über das Böse ist. Beim Hola Mohalla im Bundesstaat Punjab gehören auch das Reiten auf Pferden und Kampfkunst dazu.

Menschen feiern Holi, das hinduistische Fest der Farben, in Hyderabad, Indien. (Bild: Keystone)
Neuer Höchststand bei Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der binnen eines Tages übermittelten Corona-Neuinfektionen ist in Deutschland abermals auf einen Höchststand gestiegen.

Die Gesundheitsämter meldeten laut Angaben des ans Robert Koch-Instituts (RKI) von Freitagmorgen 297 845 Neuinfektionen in 24 Stunden. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 1706,3 an – das ist ebenfalls ein Höchststand.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1651,4 gelegen, vor einer Woche bei 1439,0 (Vormonat: 1371,7). Die aktuellen Zahlen geben den Stand des RKI-Dashboards von Freitagmorgen, 05.00 Uhr, wieder.

Nicht erfasste Fälle

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 226 Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 126 646.

Hilti kommt mit Rekordgewinn aus Coronakrise

Der Baugerätehersteller Hilti hat sich stark vom Coronataucher erholt. Im vergangenen Jahr fuhr der Liechtensteiner Konzern das beste Ergebnis seiner Geschichte ein.

Der Betriebsgewinn kletterte um 16,3 Prozent auf 847 Millionen Franken, wie Hilti am Freitag bekannt gab. Unter dem Strich schoss der Reingewinn gar um 27,1 Prozent auf 675 Millionen Franken nach oben. So viel hat Hilti noch nie verdient.

Damit hat das Unternehmen das bisherige Rekordjahr 2019 deutlich übertroffen. Damals, vor Ausbruch der Coronaseuche, hatte Hilti einen Betriebsgewinn von 783 Millionen und einen Reingewinn von 591 Millionen Franken eingefahren.

Die jetzige überproportionale Steigerung der Gewinnzahlen sei trotz signifikant höherer Rohstoff- und Transportpreise gelungen, schrieb Hilti weiter. Die starke Erholung bringe Hilti zurück auf das Niveau vor der Coronakrise.

Der Umsatz stieg um 12,1 Prozent auf 5,98 Milliarden Franken, wie Hilti bereits im Januar bekannt gegeben hatte. Das grösste Wachstum gelang in Europa, wo der Konzern mehr als die Hälfte des Umsatzes erzielt. Auch in Amerika und in Asien legte das Unternehmen deutlich zu.

Covid-19-Fälle in der Schweiz um 26 Prozent gestiegen

In der Schweiz ist innerhalb einer Woche die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle um 26 Prozent gestiegen. Auch die Spitaleintritte und die Todesfälle nahmen zu. In der Woche 10 wurden dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) rund 192’000 laborbestätigte Fälle gemeldet. Die Zahl der Hospitalisierungen stieg um 3,3 Prozent auf 720.

Wegen der Meldeverzögerungen könne sich diese Zahl aber noch «erheblich ändern». Dasselbe gilt für die Todesfälle. Diese nahmen in der Berichtswoche um 6 Prozent auf 53 zu. Die Positivitätsrate lag bei den PCR-Tests bei 53,6 Prozent, und bei den Antigen-Schnelltests bei 44,5 Prozent. Bei einem so hohen Anteils positiver Tests sei mit einer grossen Dunkelziffer zu rechnen.

Corona-Regeln: So lockern andere europäische Länder

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen geht in manchen Regionen Europas gerade wieder nach oben. Trotzdem bleiben viele Länder weiter auf Öffnungskurs. Eine Übersicht finden Sie hier.

Eine Serviceangestellte entfernt einen Hinweis auf die Maskenpflicht im Restaurant. (Symboldbild: Keystone)
Lizenzverträge für Pfizer-Corona-Medikament für 95 ärmere Länder

In 95 ärmeren Ländern soll eine günstigere Version des Corona-Medikaments Nirmatrelvir des US-Pharmariesen Pfizer erhältlich sein. Lizenzverträge für die Versorgung von Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen seien mit 35 Generika-Herstellern geschlossen worden

Dies teilte der von der Uno unterstützte globale Medizin-Patentpool (MPP) am Donnerstag in Genf mit. Pfizer hatte im November einen Lizenzvertrag für das Corona-Mittel mit dem MPP geschlossen. Dieser erteilte nun die Unterlizenzen an eine Reihe von Herstellern.

Generika-Versionen

Die Herstellung von Generika-Versionen von Nirmatrelvir werde «eine entscheidende Rolle spielen beim Sicherstellen, dass Menschen überall, insbesondere in den ärmsten Teilen der Welt, gerechten Zugang zu oralen Behandlungsmöglichkeiten gegen Covid-19 haben», erklärte Pfizer-Chef Albert Bourla.

Die Lizenzen gingen laut MPP an 19 Unternehmen in Indien sowie fünf in China. Die übrigen Genehmigungen bekamen Hersteller in Bangladesch, Pakistan, Vietnam, Brasilien, der Dominikanischen Republik, Mexiko, Serbien, Jordanien, Israel und Südkorea. Auch einem Unternehmen in der Ukraine wurde eine Lizenz angeboten. Wegen Russlands Krieg gegen das Land konnte das Unternehmen den Lizenzvertrag jedoch bislang nicht unterzeichnen.

Joseph muss auf Hallen-WM verzichten

Der positiv auf das Coronavirus getestete Hürdensprinter Jason Joseph muss auf die am Freitag beginnende Hallen-WM in Belgrad verzichten. Zunächst stand eine spätere Anreise im Raum, weil der 23-jährige Basler jedoch leichte Symptome verspürt, ist eine solche kein Thema mehr. Joseph wäre über 60 m Hürden gestartet.

Jason Joseph muss wegen einer Corona-Infektion auf die Hallen-WM verzichten. (Archivbild: Key)
Ein Viertel mehr Corona-Fälle in der vergangenen Woche

In der vergangenen Woche ist die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle im Vergleich zur Vorwoche um 26 Prozent gestiegen. Auch die Spitaleintritte und die Todesfälle nahmen zu, wenn auch nur leicht.

In der Woche 10 wurden dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) insgesamt rund 192’000 laborbestätigte Fälle gemeldet, wie das BAG am Donnerstagabend mitteilte. Das sind 26 Prozent mehr als eine Woche zuvor.

Die Positivitätsrate lag bei den PCR-Tests bei 53,6 Prozent, und bei den Antigen-Schnelltests bei 44,5 Prozent. Bei einem so hohen Anteils positiver Tests sei mit einer grossen Dunkelziffer zu rechnen. Und das erschwere die Einschätzung der Lage, schreibt das BAG in seinem wöchentlichen Situationsbericht.

Die Zahl der Hospitalisierungen stieg im Wochenvergleich um 3,3 Prozent auf 720. Wegen der Meldeverzögerungen könne sich diese Zahl aber noch «erheblich ändern». Dasselbe gilt für die Todesfälle. Diese nahmen in der Berichtswoche um 6 Prozent auf 53 zu.

Corona-Notstand in Italien endet: Weitreichende Öffnungen beschlossen

Italien beendet am 31. März den Corona-Ausnahmezustand und schafft die meisten Restriktionen ab. Von April an werden etwa in Hotels, im öffentlichen Personennahverkehr und in Geschäften keine 2G- oder 3G-Zertifikate – also Nachweise von Impfung, Genesung oder Tests – mehr verlangt. Das gab die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi am Donnerstag nach einer Kabinettssitzung bekannt. Zum 1. Mai werde das in Italien «Greenpass» genannte Zertifikat auch in allen anderen Bereichen und damit komplett abgeschafft.

Im den öffentlichen Innenräumen etwa von Restaurants, Sporthallen, kulturellen Einrichtungen oder Diskotheken bleibt bis dahin die 2G-Pflicht. Im Aussenbereich ist dagegen kein Nachweis mehr nötig. In Flugzeugen und Langstreckenzügen gilt bis 1. Mai die 3G-Regel.

Die Zugangsbeschränkungen für Besucher öffentlicher Veranstaltungen fallen weg: Kinos, Theater, Sportstadien, Ausstellungen und Museen dürfen ab April wieder so viele Leute einlassen wie vor Corona.

BAG meldet 185 Spitaleinweisungen und zwölf Tote

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 34’367 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 12 neue Todesfälle und 185 Spitaleinweisungen.

Nationalrat möchte immungeschwächte Personen vor Covid-19 schützen

Der Nationalrat möchte immungeschwächten Personen, die trotz Impfung keine Immunabwehr gegen Covid-19 entwickeln, schnellstmöglich den Zugang zu prophylaktischen Therapien ermöglichen. Er hat am Donnerstag eine entsprechende Motion seiner Gesundheitskommission gutgeheissen.

Der Entscheid fiel deutlich mit 128 zu 32 Stimmen bei 18 Enthaltungen. Dagegen stimmten nur Vertreterinnen und Vertreter der SVP-Fraktion. Im Ständerat ist eine gleichlautende Motion hängig. Stimmt auch die kleine Kammer dem Anliegen zu, gilt der Vorstoss als überwiesen.

Magath verpasst erstes Hertha-Spiel wegen Corona

Felix Magath muss auf seine Premiere als Trainer des Bundesligisten Hertha Berlin warten. Der 68-Jährige wurde positiv auf das Coronavirus getestet, wie der Verein mitteilte. Magath war am Montagabend als Nachfolger von Tayfun Korkut engagiert worden. Der erfahrene Coach, dessen letztes Bundesliga-Spiel fast ein Jahrzehnt zurückliegt, soll die auf Platz 17 liegende Hertha vor dem Abstieg retten.

Nach Corona-Pause: St.-Patrick's-Day-Parade in New York zurück

Nach zweijähriger Pause wegen der Coronavirus-Pandemie ist die berühmte St.-Patrick’s-Day-Parade in New York wieder die Fifth Avenue entlang gezogen. Trotz regnerischen Wetters beteiligten sich daran am Donnerstag Tausende grösstenteils in Grün gekleidete Menschen, darunter auch Bürgermeister Eric Adams.

2020 war die Parade zu Ehren des irischen Schutzpatrons Sankt Patrick wegen der Pandemie erstmals in mehr als 250 Jahren ausgesetzt worden. Traditionell nehmen daran vor allem irische Vereine und Clubs sowie Polizei-, Feuerwehr- und Militärverbände teil. Erstmals fand die Veranstaltung 1762 statt.

Parlament will Grenzverkehr auch in Pandemiezeiten garantieren

Bei Grenzschliessungen in Folge der Corona-Pandemie soll die Reisefreiheit und Mobilität der Grenzgängerinnen und Grenzgänger nicht eingeschränkt werden. Das Parlament hat einen Vorstoss angenommen, der verlangt, das Epidemiengesetz entsprechend zu ergänzen.

Die grosse Kammer überwies am Donnerstag eine entsprechende Motion von Ständerätin Eva Herzog (SP/BS) an den Bundesrat. Der Entscheid fiel mit 127 zu 46 Stimmen bei zwei Enthaltungen – gegen den Willen der SVP-Fraktion. Der Ständerat hatte die Motion bereits im vergangenen Herbst angenommen.

Die Landesregierung soll künftig die Mobilität der Grenzgängerinnen und Grenzgänger garantieren können, wenn er aus gesundheitspolitischen Überlegungen künftig wieder die Grenzen schliessen müsste. Gemäss Motionstext ist auch die Reisefreiheit von Einwohnerinnen und Einwohnern, die eine besondere persönliche, familiäre oder berufliche Bindung zum Grenzgebiet haben, bestmöglich aufrechtzuerhalten.

Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli hat Corona

Regierungsrätin Natalie Rickli (SVP) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden, schreibt die Zürcher Gesundheitsdirektion auf Twitter . Sie befindet sich in Isolation und geht ihrer Arbeit während dieser Zeit von zu Hause aus nach. Ebenfalls hat sich Finanzdirektor Ernst Stocker (SVP) angesteckt. 

Hat Corona: Die Zürcher Gesundheitsministerin Natalie Rickli. (Bild: Keystone)
Sebastian Vettel verpasst Saisonstart wegen Corona

Der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel verpasst den Saisonauftakt an diesem Wochenende in Bahrain wegen einer Infektion mit dem Coronavirus. Wie sein Rennstall Aston Martin am Donnerstag mitteilte, ersetzt sein Landsmann Nico Hülkenberg den Hessen beim ersten Grand Prix der Saison.

(Bild: Keystone)
Corona: Bevölkerung greift entgegen Befürchtung weniger zur Flasche

tgegen den Befürchtungen von Fachleuten hat die Schweizer Bevölkerung während der Covid-19-Pandemie weniger statt mehr Alkohol getrunken. Pro Alkohol-Konsumentin oder -Konsument nahm der Verbrauch um 2,6 Stangen Bier, Ballons Wein oder Gläser Schnaps im Monat ab.

Auf die Allgemeinbevölkerung bezogen resultierte ein Rückgang des Alkoholkonsums um 7,7 Prozent, wie das Kompetenzzentrum Sucht Schweiz am Donnerstag mitteilte. Die rückläufige Tendenz zeigten alle Geschlechter. Beim Rauschtrinken beobachtete das Zentrum eine Abnahme um einen Vorfall im Monat und damit einen Rückgang um 17 Prozent.

Zurückzuführen ist das gemäss der Untersuchung auf die Einschränkung privater Treffen, die Schliessung von Gaststätten oder mit weniger Geld im Portemonnaie. Während die meisten Menschen ihren Alkoholkonsum wenig veränderten, zeigten die Suchtgefährdeten eine Polarisierung im Trinkverhalten. Einige von ihnen tranken eher weniger, andere mehr.

(Bild: Keystone)

Jüngere steigern Konsum

Beim Alkoholkonsum zu Hause reduzierten 16 Prozent der Befragten die Menge, 17 Prozent hingegen tranken ein wenig oder viel mehr. Den Konsum erhöhten namentlich Jugendliche und Erwachsene bis 44 Jahre, die Älteren senkten ihn eher. Wie wegen der Massnahmen erwartet, sank der Konsum im Ausgang.

Als Gründe für einen vermehrten Griff zur Flasche nannten die Befragten das Vergnügen, mehr Freizeit aufgrund mangelnder anderer Aktivitäten, mehr Stress, Langeweile oder Selbstmedikation bei depressiven Verstimmungen. Eine Reduktion hingegen begründeten sie in erster Linie mit dem Fehlen eines geselligen Beisammenseins oder der Gesundheit.

Die Eine Reduktion beobachtete Sucht Schweiz vor allem bei Erwachsenen ab 25 Jahren. Bei den 15- bis 24-Jährigen stieg zwar die Zahl der Abstinenten. Jene die Alkohol konsumierten, tranken aber mehr. Sucht Schweiz führt das auf altersbedingte Initiationsriten in den Alkoholkonsum zurück.

Rückläufiger Alkoholverkauf

Insgesamt kaufte die Bevölkerung während der Pandemie weniger Alkohol ein. Allerdings verlagerte sich der Verkauf zulasten heimischer Getränke. Die Importe von Alkohol stiegen um fast 30 Prozent, wie Zahlen des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) zeigen. Zurückführen lässt sich das auf die Konsumverlagerung vom Restaurant in die eigenen vier Wände.

Sucht Schweiz untersuchte die Trinkgewohnheiten während der Pandemie im Auftrag des BAZG. Die Erhebung umfasst je zwölf Monate vor und nach Einführung der Covid-Massnahmen Mitte März 2020. Befragt wurden 2000 Personen ab 15 Jahren im Sommer 2021.

WHO warnt vor zu früher Aufhebung von Corona-Schutzmassnahmen

Angesichts weltweit wieder steigender Corona-Zahlen warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einem zu frühen Ende von Schutzmassnahmen. Dazu gehören etwa das Tragen von Masken und Abstand halten.

Wenn die Massnahmen aufgehoben würden, habe das Virus mehr Möglichkeiten zu zirkulieren, sagte Maria von Kerkhove, WHO- Covid-19-Spezialistin, am Mittwoch in Genf. Problematisch sei, dass weltweit inzwischen deutlich weniger getestet werde. Damit sei es schwerer, die Ausbreitung von Varianten zu überwachen.

Die WHO äussert sich nie zu dem Corona-Management einzelner Länder. Sie ruft Regierungen nur auf, die Lage in ihrem Land ständig zu analysieren und der Gefahrenlage angepasste Massnahmen zu ergreifen.

Automaten-Betreiber Selecta spürt auch 2021 den Einfluss von Corona

Die Automatenbetreiberin Selecta hat auch im Geschäftsjahr 2021 unter der Corona-Pandemie gelitten. Am meisten schwächelten die Geschäfte aufgrund von Heimarbeitsrichtlinien in den vier Kernmärkten Frankreich, Spanien, Italien und Vereinigtes Königreich.

Der Umsatz sei 2021 von Quartal zu Quartal dennoch allmählich gestiegen, teilte Selecta am Mittwoch mit. Im letzten Jahresviertel hätten die Verkäufe dann bereits 79 Prozent des Niveaus von 2019 erreicht.

Am Ende setzte Selecta letztes Jahr 1,04 Milliarden Euro um, was einem Plus von 3,2 Prozent im Vergleich zu 2020 entspricht. Der Betriebsgewinn (EBITDA) stieg den Angaben zufolge um mehr als das Doppelte auf 199,3 Millionen Euro. Das seien deutlich mehr, als die Gläubiger diktiert hatten.

Touristen dürfen von April an wieder nach Neuseeland

Nach mehr als zwei Jahren coronabedingter Schliessung der Grenzen erlaubt Neuseeland vom 12. April an ersten Touristen wieder die Einreise.

Den Anfang machen Besucher aus dem grossen Nachbarland Australien, wie Premierministerin Jacinda Ardern am Mittwoch in der Hauptstadt Wellington ankündigte. Von Mai an dürfen dann auch Urlauber aus anderen visabefreiten Ländern (visa-waiver countries) wie Grossbritannien und den USA einreisen.

«Wir sind bereit, ein neues Kapitel im Umgang mit der Pandemie aufzuschlagen», sagte Ardern. Voraussetzung ist, dass Touristen vollständig geimpft sind. Ausserdem müssen sie vor dem Abflug negativ auf das Coronavirus getestet worden sein. In Neuseeland müssen sie dann zwei weitere Schnelltests machen. Vermutlich im Oktober sollen die Grenzen für Reisende aus weiteren Ländern geöffnet werden.

Neuseeland mit seinen fünf Millionen Einwohnern galt lange als Vorzeigestaat im Kampf gegen das Virus. Es hatte sich im März 2020 weitgehend von der Aussenwelt abgeschottet und verfolgte zeitweise eine sogenannte Null-Covid-Strategie.

BAG meldet 168 Spitaleinweisungen und 20 Tote

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 36’041 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 20 neue Todesfälle und 168 Spitaleinweisungen.

Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 33’754 bestätigte Neuinfektionen, 146 Spitaleintritte und 11 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 6,8 Prozent gestiegen. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 15,1 Prozent zu.

Aktuell befinden sich in den Spitälern insgesamt 648 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 77 Prozent. 17,80 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 3619,5 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 4. März bei 1,24.

69,11 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind vollständig geimpft. Ein weiteres Prozent hat eine erste Dosis erhalten. Von der Bevölkerung ab 12 Jahren sind 78,18 Prozent geimpft. Ausserdem haben 41,78 Prozent der Gesamtbevölkerung und 76,15 Prozent der über 65-Jährigen eine sogenannte Booster-Impfung erhalten.

In den vergangenen 24 Stunden wurden dem BAG 79’306 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 3’206’941 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, 48’474 Personen mussten im Spital behandelt werden und 12’896 Personen starben in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Zurzeit befinden sich gemäss BAG 93’221 Personen in Isolation, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Corona-Zahlen in Hongkong unverändert hoch

Die Zahl der Corona-Infektionen in Hongkong verharrt seit vergangener Woche auf einem hohen Niveau, ohne dass es Besserung gibt. Regierungschefin Carrie Lam rief deswegen am Mittwoch die sieben Millionen Hongkonger auf, weiter vorsichtig zu sein. Daten der öffentlichen Verkehrsbetriebe zeigten, dass die Menschen wieder mehr unterwegs seien. «Es ist nicht die Zeit für Lockerungen», sagte Lam. «Es ist nicht die Zeit, selbstgefällig zu sein.» Die epidemiologische Situation werde sich in nächster Zeit nicht bedeutend bessern.

Auch wenn die Regierung von einem ursprünglich ins Auge gefassten Lockdown vorerst absieht, sind die Menschen aufgerufen, möglichst zuhause zu bleiben. Als eine weitere Vorsichtsmassnahme werden die von der Stadtregierung verwalteten Strände von Donnerstag an geschlossen, wie Lam berichtete. Mit dem wärmeren Wetter seien mehr Menschen an die Strände gegangen – einige ohne Maske.

Allein am Mittwoch wurden in der chinesischen Sonderverwaltungsregion 29’000 neue Infektionen und 279 Tote gemeldet. Hongkong hat eine auffällig hohe Todesrate im internationalen Vergleich. Viele ältere Patienten sind nicht geimpft. Von den über 80-Jährigen haben nach Presseberichten nur ein Drittel mindestens zwei Impfungen erhalten. Seit Beginn der Pandemie wurden in Hongkong offiziell mehr als 790’000 Infektionen und 4847 Tote gezählt. Die wahre Zahl der Ansteckungen dürfte nach Schätzungen aber deutlich höher sein.

Mit seiner Null-Covid-Strategie hatte Hongkong das Virus fast zwei Jahre lang gut im Griff. Die Lage änderte sich aber mit der Ankunft der sich leichter verbreitenden Omikron-Variante seit Januar rapide. Die Regierung erntete viel Kritik für ihren Umgang mit der Pandemie.

Schweiz kam am zweitbesten durch die Pandemie

Die Schweiz ist laut einer Datenanalyse von Stefan Legge, Ökonom und Dozent an der Universität St. Gallen, gut durch die Corona-Pandemie gekommen. Sie liegt in einem weltweiten Vergleich von 45 Ländern nach Norwegen auf Platz zwei der Bestenliste, berichtet «Blick«. In die Analyse eingeflossen sind Daten von Fallzahlen, Übersterblichkeit, Einschränkungen, Wirtschaftswachstum, Fiskalpolitik und Inflation. Die Daten für die Auswertungen stammen vom Internationalen Währungsfonds und von der Universität Oxford.

WHO registriert Zunahme der weltweit gemeldeten Fälle

Die Zahl der weltweit wöchentlich gemeldeten Corona-Infektionen hat laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals seit Ende Januar wieder zugenommen.

In der zweiten Märzwoche seien 8 Prozent mehr Infektionen gemeldet worden als in der Woche davor, teilte die WHO am Dienstagabend in Genf mit. Insgesamt seien 11 Millionen neuer Fälle gezählt worden. Ausserdem seien 43’000 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Die Corona-Zahlen weltweit steigen wieder an. (Bild: Keystone)

Besonders deutlich falle der Anstieg im Wochenvergleich in der Region westlicher Pazifik und in Afrika aus. In Europa betrage das Plus 2 Prozent. Rückgänge meldeten der östliche Mittelmeerraum, Südostasien sowie Nord- und Südamerika.

Die Gesamtzahl der weltweiten Corona-Infektionen sei auf 455 Millionen geklettert. Sechs Millionen Todesfälle werden mit der Krankheit in Verbindung gebracht.

Ehemann von US-Vizepräsidentin Harris positiv auf Corona getestet

Der Ehemann von Vizepräsidentin Kamala Harris, Second Gentleman Doug Emhoff, hat sich nach Angaben des Weissen Hauses mit dem Coronavirus infiziert. Das Weisse Haus teilte mit, Emhoff sei am Mittwoch positiv auf das Coronavirus getestet worden. Beim Test der Vizepräsidentin sei das Virus nicht festgestellt worden. Als Vorsichtsmassnahme habe Harris dennoch entschieden, an einem geplanten gemeinsamen Auftritt mit US-Präsident Joe Biden und First Lady Jill Biden am Abend nicht teilzunehmen. Präsident Biden forderte die Zuhörerinnen und Zuhörer bei der Veranstaltung im Weissen Haus unter Applaus auf: «Lasst uns ihr unsere Liebe schicken.»

Was bisher geschah

Dieser Ticker wurde für Sie neu aufgesetzt. Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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