Featured Video Play Icon
Der Telebasel Newsbeitrag vom 15. März 2022.
Region

Spitalpersonal kann noch nicht aufatmen

So viele Corona-Tests wie noch nie im Unispital und Personal-Ausfälle am UKBB. Die Verläufe sind weniger schwer, die Mitarbeitenden aber noch immer gefordert.

Die Warteschlange vor dem Testzentrum ist auch am heutigen Dienstag wieder lang. In den letzten Tagen ist die Nachfrage nach Tests deutlich gestiegen. «Gestern hatten wir den absoluten Rekord aller Zeiten. Wir haben über 900 Tests durchgeführt», sagt Nicolas Drechsler, Sprecher des Universitätsspitals.

Die Situation sei trotzdem eine andere als noch im Herbst: Von allen positiv Getesteten ist der Anteil jener, die das Spital aufsuchen müssen, geringer. Das könne sich aber rasch ändern. «Wenn so viele Leute Corona haben, wird das irgendwann wieder relevant und schlägt durch», so Drechsler gegenüber Telebasel. Momentan befinden sich etwa 50 Covid-Erkrankte auf der Normalstation und acht auf der Intensivstation. «Wir haben es im Griff. Das Problem ist aber, dass unsere Leute wahnsinnig müde sind», sagt der Spitalsprecher. Nach zwei Jahren Pandemie laufen die Leute in der Pflege und Medizin «auf dem Zahnfleisch».

Mehr Mitarbeitende in Isolation

Auch die Universitäre Altersmedizin Felix Platter stellt aktuell eine steigende Tendenz bei den Covid-Infektionen fest. «Unabhängig von Covid-19 ist die Auslastung in der UAFP auf hohem Niveau stabil», schreibt Felix Platter-Sprecherin Sindy Schmiegel.

Das Kantonsspital Baselland (KSBL) verzeichnet heute Montag 47 Covid-PatientInnen, davon zwei auf der Intensivstation. Auch hier seien die Verläufe offenbar weniger stark: «Die Zahlen der hospitalisierten PatientInnen sind aktuell sehr volatil, weil sie vermutlich weniger stark erkranken», schreibt KSBL-Sprecherin Anita Kuoni. «Wir haben immer wieder Ausschläge nach oben, schon zum dritten Mal nach dem Wochenende. Die Zahlen gehen dann aber rasch wieder nach unten.» Aktuell gebe es aber deutlich mehr PatientInnen mit Corona, schätzungsweise 20 bis 30 Prozent. Diese könnten aber in der Regel schon bald wieder nach Hause. Allerdings mache Corona momentan dem Personal zu schaffen: Viele Mitarbeitende des KSBL befinden sind in Isolation.

Mit diesem Problem hat auch das Kinderspital zu kämpfen. «Vor zwei Wochen hatten wir 14 Ausfälle von Mitarbeitenden, die Corona haben. Mittlerweile, Stand Montag, zählten wir 35», sagt UKBB-Sprecher Martin Bruni. «Momentan können wir den Regelbetrieb aufrechterhalten, das erfordert aber viel Flexibilität und Engagement von den Mitarbeitenden. Wir müssen die Einsatzpläne jeden Tag anschauen, umstellen».

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*

Mehr aus dem Channel