Die Kampagne klärt Freier über illegale Prostitution und Menschenhandel auf. (Symbolbild: Keystone)
Basel

Polizei führt Aufklärungs-Kampagne für Freier weiter

Nach sechs Monaten zieht die Kantonspolizei Basel-Stadt eine positive Bilanz über ihre Online-Kampagne «Hast du Eier, Freier».

Die Online-Kampagne «Hast du Eier, Freier» will über illegale Prostitution und Menschenhandel aufklären. Die Kampagne sei «erfolgreich» und werde weitergeführt, schrieb die Kantonspolizei am Donnerstag.

Die Kampagne beinhaltet, dass auf Webseiten für sexuelle Dienstleistungen ein Banner sichtbar wird, das auf die Webseite der Schweizerischen Kriminalprävention (SPK) führt. Dort werden die Benutzer auf die Themen illegaler Prostitution und Menschenhandel aufmerksam gemacht und aufgefordert, Meldung zu machen, wenn sie Verdachtsfälle vermuten.

Ein «ungutes Bauchgefühl» würde dafür ausreichen, um eine Verdachtsmeldung bei der Nationalen Meldestelle gegen Menschenhandel von ACT212 zu schreiben oder die Polizei zu kontaktieren. Die Meldungen erfolgen anonym, wie es in der Mitteilung heisst.

Kampagne um sechs Monate verlängert

Seit September 2021 habe die Zahl der Klicks auf diese Banner zur SPK pro Monat auf einen «mittleren dreistelligen Bereich» zugenommen. Auch die Zahl der Meldungen bei ACT212 habe «beachtlich» zugenommen. Waren es in den Jahren 2015 bis 2021 insgesamt zehn Verdachtsmeldungen, waren es im vergangenen Halbjahr schon sechs, wie dein Sprecher der Kantonspolizei gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Die Kantonspolizei wertet dies als «erfreuliche Neuigkeiten» und verlängert die Kampagne um weitere sechs Monate. Auch will sie die Kampagne auf das angrenzende Ausland ausdehnen.

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