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Schweiz

Rekord bei Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Neuer Corona-Rekord in Deutschland

Die Corona-Zahlen in Deutschland erreichen immer neue Höchststände. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagmorgen 294 931 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Das ist die bisher höchste Zahl an einem Tag.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt das RKI nun mit 1651,4 an – ebenfalls ein Rekord. Deutschlandweit wurden binnen 24 Stunden 278 Todesfälle verzeichnet.

Am Donnerstag sollte der Bundestag in Berlin über eine allgemeine Corona-Impfpflicht beraten. Auf der Tagesordnung stand die erste Lesung mehrerer Gesetzentwürfe und Anträge. Die Entscheidung, ob es zu einer Impfpflicht kommt, fällt voraussichtlich in drei Wochen. Dann ist die Abstimmung geplant.

Corona-Zahlen in Hongkong unverändert hoch

Die Zahl der Corona-Infektionen in Hongkong verharrt seit vergangener Woche auf einem hohen Niveau, ohne dass es Besserung gibt. Regierungschefin Carrie Lam rief deswegen am Mittwoch die sieben Millionen Hongkonger auf, weiter vorsichtig zu sein. Daten der öffentlichen Verkehrsbetriebe zeigten, dass die Menschen wieder mehr unterwegs seien. «Es ist nicht die Zeit für Lockerungen», sagte Lam. «Es ist nicht die Zeit, selbstgefällig zu sein.» Die epidemiologische Situation werde sich in nächster Zeit nicht bedeutend bessern.

Auch wenn die Regierung von einem ursprünglich ins Auge gefassten Lockdown vorerst absieht, sind die Menschen aufgerufen, möglichst zuhause zu bleiben. Als eine weitere Vorsichtsmassnahme werden die von der Stadtregierung verwalteten Strände von Donnerstag an geschlossen, wie Lam berichtete. Mit dem wärmeren Wetter seien mehr Menschen an die Strände gegangen – einige ohne Maske.

Allein am Mittwoch wurden in der chinesischen Sonderverwaltungsregion 29’000 neue Infektionen und 279 Tote gemeldet. Hongkong hat eine auffällig hohe Todesrate im internationalen Vergleich. Viele ältere Patienten sind nicht geimpft. Von den über 80-Jährigen haben nach Presseberichten nur ein Drittel mindestens zwei Impfungen erhalten. Seit Beginn der Pandemie wurden in Hongkong offiziell mehr als 790’000 Infektionen und 4847 Tote gezählt. Die wahre Zahl der Ansteckungen dürfte nach Schätzungen aber deutlich höher sein.

Mit seiner Null-Covid-Strategie hatte Hongkong das Virus fast zwei Jahre lang gut im Griff. Die Lage änderte sich aber mit der Ankunft der sich leichter verbreitenden Omikron-Variante seit Januar rapide. Die Regierung erntete viel Kritik für ihren Umgang mit der Pandemie.

Schweiz kam am zweitbesten durch die Pandemie

Die Schweiz ist laut einer Datenanalyse von Stefan Legge, Ökonom und Dozent an der Universität St. Gallen, gut durch die Corona-Pandemie gekommen. Sie liegt in einem weltweiten Vergleich von 45 Ländern nach Norwegen auf Platz zwei der Bestenliste, berichtet «Blick«. In die Analyse eingeflossen sind Daten von Fallzahlen, Übersterblichkeit, Einschränkungen, Wirtschaftswachstum, Fiskalpolitik und Inflation. Die Daten für die Auswertungen stammen vom Internationalen Währungsfonds und von der Universität Oxford.

WHO registriert Zunahme der weltweit gemeldeten Fälle

Die Zahl der weltweit wöchentlich gemeldeten Corona-Infektionen hat laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals seit Ende Januar wieder zugenommen.

In der zweiten Märzwoche seien 8 Prozent mehr Infektionen gemeldet worden als in der Woche davor, teilte die WHO am Dienstagabend in Genf mit. Insgesamt seien 11 Millionen neuer Fälle gezählt worden. Ausserdem seien 43’000 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Die Corona-Zahlen weltweit steigen wieder an. (Bild: Keystone)

Besonders deutlich falle der Anstieg im Wochenvergleich in der Region westlicher Pazifik und in Afrika aus. In Europa betrage das Plus 2 Prozent. Rückgänge meldeten der östliche Mittelmeerraum, Südostasien sowie Nord- und Südamerika.

Die Gesamtzahl der weltweiten Corona-Infektionen sei auf 455 Millionen geklettert. Sechs Millionen Todesfälle werden mit der Krankheit in Verbindung gebracht.

Ehemann von US-Vizepräsidentin Harris positiv auf Corona getestet

Der Ehemann von Vizepräsidentin Kamala Harris, Second Gentleman Doug Emhoff, hat sich nach Angaben des Weissen Hauses mit dem Coronavirus infiziert. Das Weisse Haus teilte mit, Emhoff sei am Mittwoch positiv auf das Coronavirus getestet worden. Beim Test der Vizepräsidentin sei das Virus nicht festgestellt worden. Als Vorsichtsmassnahme habe Harris dennoch entschieden, an einem geplanten gemeinsamen Auftritt mit US-Präsident Joe Biden und First Lady Jill Biden am Abend nicht teilzunehmen. Präsident Biden forderte die Zuhörerinnen und Zuhörer bei der Veranstaltung im Weissen Haus unter Applaus auf: «Lasst uns ihr unsere Liebe schicken.»

Positiver Schnelltest bei Gladbach-Verteidiger Elvedi

Borussia Mönchengladbach muss in den kommenden Tagen womöglich auf seinen Schweizer Innenverteidiger Nico Elvedi verzichten. Der 25-Jährige fehlte am Dienstag wegen eines positiven Corona-Schnelltests im Training, wie der Bundesligist mitteilte. Das Ergebnis eines PCR-Tests liegt noch nicht vor. Neben Elvedi war weiterhin auch Trainer Adi Hütter nicht dabei. Der Coach hatte bereits das Heimspiel am vergangenen Samstag gegen Hertha Berlin (2:0) coronabedingt verpasst.

BAG meldet 29'026 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

Die Coronavirus-Fallzahlen steigen weiter, noch mehr nehmen aber die Spitaleintritte zu: So registrierte das BAG am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 29’026 neue Coronavirus-Ansteckungen sowie 13 neue Todesfälle und 184 Hospitalisationen.

Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) noch Meldungen über 26’050 bestätigte Neuinfektionen, 133 Spitaleintritte und 10 Todesfälle erhalten. Somit stiegen die Fallzahlen innert Wochenfrist um 11,4 Prozent. Die Spitaleintritte nahmen im Vergleich zur Vorwoche gar um 38,3 Prozent zu.

Aktuell befinden sich in den Spitälern 622 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 74,20 Prozent. 17,10 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen vier Wochen 6396,31 laborbestätigte Coronavirus-Ansteckungen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 1,24.

Starke Corona-Delle: Ein Drittel weniger Kunden bei der SBB

Die SBB hat 2021 weiterhin eine starke Corona-Delle verzeichnet. Das Passagiervolumen lag 33,1 Prozent unter den Werten von 2019 vor der Covid-19-Pandemie. Im Finanzergebnis schlug sich das mit einem Defizit von 325 Millionen Franken nieder.

Immerhin verminderte sich das Defizit von 617 Millionen Franken im Vorjahr deutlich, wie die SBB am Dienstag mitteilte. Zustande kam der Rückgang um 47,3 Prozent dank der Unterstützung durch die öffentliche Hand, höherer Erträge und Sparmassnahmen. Die Subventionen stiegen von 277 Millionen auf 330 Millionen Franken.

Mehr dazu hier.

Corona-Infektionszahlen in China steigen weiter

In China breitet sich der schwerste Corona-Ausbruch seit zwei Jahren weiter aus. Nach Behördenangaben vom Dienstag wurden landesweit am Vortag 5154 neue Infektionen registriert und damit ein neuer Höchstwert in der derzeitigen Welle erreicht. Aus 20 Regionen des Landes wurden neue Infektionen gemeldet, wobei die nordostchinesische Provinz Jilin, wo 4067 neue Infektionen entdeckt wurden, weiterhin am schwersten betroffen ist. Auch die Hauptstadt Peking sowie die beiden wichtigen Wirtschaftszentren Shanghai und Shenzhen meldeten neue Infektionen.

Sowohl Shenzhen als auch Changchun, die Provinzhauptstadt von Jilin, befinden sich derzeit in einem Lockdown, der sich auch auf die Wirtschaft auswirkt. In Changchun musste Volkswagen am Montag den Betrieb in drei gemeinsam mit dem chinesischen Partner FAW betriebenen Werken vorläufig einstellen. In Shenzhen stoppte der Apple-Zulieferer Foxconn die Produktion in seiner Fertigungsstätte.

China verfolgt eine strenge Null-Covid-Strategie und reagiert mit Ausgangssperren, Massentests, Transportbeschränkungen und Quarantäne auf lokale Ausbrüche. Auch hat sich das Land weitgehend abgeschottet.

Keine Tests und Formulare mehr: Grossbritannien hebt Reiseregeln auf

In Grossbritannien sollen am kommenden Freitag auch noch die letzten verbleibenden Corona-Reiseregeln fallen. Auch ungeimpfte Einreisende müssen sich dann nicht mehr verpflichtend vor ihrer Einreise auf das Virus testen lassen, wie der britische Verkehrsminister Grant Shapps am Montag mitteilte. Ausserdem sollen die Formulare, die alle Reisenden bislang vor Übertritt der Grenze ausfüllen mussten, wegfallen. Die Änderung bedeuteten «grössere Freiheiten rechtzeitig vor Ostern» und seien dank der erfolgreichen britischen Impfkampagne möglich, sagte Shapps.

(Bild: Keystone)

Die Corona-Zahlen steigen jedoch in allen vier britischen Landesteilen wieder, wie aus Erhebungen des britischen Statistikamtes hervorgeht. Auch die Zahl der Krankenhausfälle nahm im Wochenvergleich in England um fast ein Fünftel zu. Allerdings liegt das Niveau weiterhin deutlich unter den Höhepunkten bisheriger Wellen. Das Statistikamt geht auf Grundlage seiner Erhebungen davon aus, dass in der Woche, die mit dem 5. März endete, in England einer von 25 Menschen mit dem Coronavirus infiziert war. In Schottland und Nordirland war der Anteil sogar noch höher.

Wieder repetitive Tests auf das Coronavirus im Parlament

Angesichts des Wiederanstiegs der Covid-19-Fallzahlen können sich die eidgenössischen Parlamentarierinnen und Parlamentarier im Parlamentsgebäude wieder testen lassen. Das gaben Nationalratspräsidentin Irène Kälin (Grüne/AG) und Ständeratspräsident Thomas Hefti (FDP/GL) am Montag im Rat bekannt.

Geplant sind demnach ab Dienstag Speicheltests für die Ratsmitglieder. Im Nationalrat machten während der Frühjahrssession schon mehrere Ratsmitglieder von der Möglichkeit Gebrauch, wegen einer Covid-bedingten Isolation von zuhause aus mit abzustimmen. Zuletzt, am Montag, waren es neun Personen.

Die Covid-19-Fallzahlen steigen seit einigen Tagen wieder an. Am Montag meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) rund 69’000 neue bestätigte Fälle in von drei Tagen. Das waren 19 Prozent mehr als am Montag der Vorwoche. Auch die Zahl der Spitaleinweisungen nahm zu.

100 Millionen Franken für Covid-19-Medikamente umstritten

Die Räte sind sich über die ersten Nachtragskredite zum Budget 2022 noch nicht einig. Der Ständerat will zusätzliche 100 Millionen Franken aufnehmen für Covid-19-Arzneimittel. Diese Medikamente sollen Menschen mit geschwächtem Immunsystem helfen.

Die kleine Kammer hielt am Montag mit 29 zu 9 Stimmen an ihrem Entscheid fest. Der Bundesrat solle die Mittel für die Beschaffung zur Hand haben, wenn er rasch handeln müsse, sagte Johanna Gapany (FDP/FR) namens der Mehrheit. Eine Minderheit hätte dem Nationalrat folgen und den «ad-hoc-Entscheid» des Ständerates kippen wollen, wie Jakob Stark (SVP/TG) sagte.

Umstritten sei nicht die Beschaffung an sich, sondern das Vorgehen, um die nötigen 100 Millionen Franken zu bewilligen, stellte Finanzminister Ueli Maurer fest. Der Bundesrat habe die 100 Millionen Franken für die Medikamenten-Beschaffung im Juni mit den nächsten Nachtragskrediten beantragen wollen.

Unterdessen habe aber das Bundesamt für Gesundheit (BAG) eine «gewisse Dringlichkeit» für den Kauf festgestellt, sagte Maurer. Es gebe also Argumente dafür, die 100 Millionen Franken jetzt schon freizugeben. Es sei Sache des Parlaments, abzuwägen zwischen dem Interesse der Beschaffung und dem finanzpolitisch korrekten Weg.

Nun ist wieder der Nationalrat am Zug. Es handelt sich um die letzte Differenz zur ersten Tranche von Nachtragskrediten. Der Bund kann nach den bereits bereinigten Beschlüssen des Parlaments für die Bewältigung der Pandemie weitere 3,4 Milliarden Franken einsetzen.

1,7 Milliarden Franken entfallen auf den Corona-Erwerbsersatz, 900 Millionen Franken auf den Bundesanteil an der Härtefallhilfe und 800 Millionen Franken auf den Bundesbeitrag an die Arbeitslosenversicherung für die Kurzarbeitsentschädigung.

Beide Räte wollen zudem Bäuerinnen und Bauern beim Schutz ihrer Tiere vor dem Wolf stärker unter die Arme greifen. Sie haben dafür zusätzliche 5,7 Millionen Franken bewilligt. Einverstanden erklärte sich das Parlament auch mit einem Zusatzkredit von 11 Millionen Franken für die Fertigstellung von Bauten der ETH Zürich.

69,1 Prozent der Bevölkerung geimpft

69,10 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind vollständig geimpft. Weitere 1,01 Prozent haben eine erste Dosis erhalten. Von der Bevölkerung ab 12 Jahren sind 78,17 Prozent geimpft. Ausserdem haben 41,75 Prozent der Gesamtbevölkerung und 76,11 Prozent der über 65-Jährigen eine sogenannte Booster-Impfung erhalten.

BAG meldet 69'147 Neuinfektionen übers Wochenende

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 69’147 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 18 neue Todesfälle und 272 Spitaleinweisungen.

Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 58’110 bestätigte Neuinfektionen, 188 Spitaleintritte und 17 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 19 Prozent gestiegen. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um rund 45 Prozent zu. Die Zahl der Todesfälle hingegen blieb fast gleich.

Aktuell befinden sich in den Spitälern insgesamt 573 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt 69 Prozent. Rund 17 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 3303 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 1,24.

In den vergangenen 72 Stunden wurden dem BAG 148’585 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 3’141’884 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, 48’110 Personen mussten im Spital behandelt werden und 12’862 Personen starben in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Zurzeit befinden sich gemäss BAG 96’035 Personen in Isolation, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Schindler stoppt Produktion im grössten chinesischen Werk

Der Lift- und Rolltreppenbauer Schindler musste die Produktion an seinem Campus in Jiading einstellen. Aufgrund steigender Corona-Zahlen haben die lokalen Behörden in der Region einen Lockdown verhängt. In Jiading befindet sich die grösste Produktionsstätte von Schindler im Raum Asien-Pazifik, wie eine Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP sagte. Dort ist neben einem Forschungs- und Ausbildungszentrum auch der Hauptsitz von Schindler in China ansässig.

Der Lift- und Rolltreppenbauer Schindler musste die Produktion an seinem Campus in Jiading einstellen. (Bild: Keystone)

Die Büromitarbeitenden würden von zu Hause aus weiterarbeiten. Schindler machte keine Angaben zur Zahl der vom Lockdown betroffenen Mitarbeitenden. Man halte sich mit der Schliessung an die Vorgaben der lokalen Behörden, um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen. Die Sicherheit der Mitarbeitenden stehe dabei an erster Stelle, heisst es weiter.

Nach zwei Jahren Zwangspause findet Zürcher Jazznojazz wieder statt

Das Zürcher Jazznojazz Festival ist nach der Corona-Zwangspause zurück: Es wird vom 1. bis 5. November 2022 in der Gessnerallee durchgeführt, wie die Organisatoren am Montag mitteilten. Nachdem die jeweils auf vier Abende geplanten Ausgaben des Jazzfestivals in den Jahren 2020 und 2021 pandemiebedingt ausgefallen waren, sind nun gleich «fünf reich befrachtete Konzertnächte» vorgesehen, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Auf dem Programm stehen etwa stilbildende Jazz-Sounds von Stars wie Billy Cobham, Marcus Miller, Lee Ritenour und Spyro Gyra. Erwartet werden aber unter anderem auch frische Töne verschiedener Newcomer wie GoGo Penguin und Jordan Rakei sowie mitreissender Funk & Soul von Tower of Power und dem Delvon Lamarr Organ Trio.

Das Zürcher Jazznojazz wird in diesem November zum 22. Mal stattfinden. Das Festival wird jeweils von rund zehntausend Personen besucht.

Wegen Corona: VW stoppt Produktion in drei chinesischen Werken

Volkswagen hat wegen eines Corona-Lockdowns in der nordostchinesischen Metropole Changchun vorübergehend die Produktion in drei seiner Werke gestoppt. Die Werke, die gemeinsam mit dem chinesischen Partner FAW betrieben werden, sollen auf Anordnung der Behörden vorerst für drei Tage bis einschliesslich Mittwoch geschlossen bleiben, erklärte eine VW-Sprecherin in Peking.

Betroffen sind demnach ein VW-Werk, ein Audi-Werk sowie ein Komponentenwerk. Die Schliessung bedeute laut der Sprecherin nicht automatisch, dass auch weniger Fahrzeuge gebaut werden. So könnten Ausfälle später etwa mit Sonderschichten nachgeholt werden, wenn es zu keinem längerfristigen Produktionsstopp kommt.

Corona-Zahlen in Deutschland steigen weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz der registrierten Corona-Neuinfektionen ist in Deutschland auf einen neuen Höchstwert gestiegen. Das staatliche Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 1’543,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1’526,8 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1’259,2 (Vormonat: 1459,8).

Die Sieben-Tage-Inzidenz der registrierten Corona-Neuinfektionen ist in Deutschland auf einen neuen Höchstwert gestiegen. (Bild: Keystone)

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 92’378 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 78’428 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 19 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 24 Todesfälle. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, liegt damit nun bei 125’590.

Foxconn stoppt Produktionsstätte für iPhones wegen Covid-Lockdown

Nach dem Corona-Lockdown im südchinesischen Shenzhen hat der Apple-Partner Foxconn in der Metropole die Produktion in seiner Fertigungsstätte gestoppt, in der auch iPhones hergestellt werden. Wie das taiwanische Mutterhaus Hon Hai am Montag in Taipeh mitteilte, werden die Produktionslinien in anderen Werken angepasst, um die potenziellen Auswirkungen der Unterbrechung zu verringern. Wielange die Produktion ausgesetzt wird, hänge von den Anordnungen der Behörden ab.

Die Regierung der 17-Millionen-Metropole hatte am Vortag einen zunächst einwöchigen Lockdown verhängt, während dessen auch alle Bewohner getestet werden sollen. Der Betrieb aller Busse und U-Bahnen wurde eingestellt. Im Zuge der bisher grössten Corona-Welle in China seit Beginn der Pandemie vor mehr zwei Jahren wurden allein in Shenzhen am Sonntag weitere 75 Fälle gezählt, wie die Gesundheitskommission am Montag in Peking mitteilte.

Nachweispflicht endet fast überall in Frankreich

Frankreich schafft an diesem Montag fast überall die Corona-Zutrittsbeschränkungen ab. Ein Nachweis über Impfung, Genesung oder Negativ-Test ist nur noch beim Besuch von Altenheimen, Gesundheitseinrichtungen und Einrichtungen für behinderte Menschen notwendig. Zudem fallen die Masken auch fast überall – nur noch im öffentlichen Fern- und Nahverkehr muss ein Schutz getragen werden.

Frankreich schafft an diesem Montag fast überall die Corona-Zutrittsbeschränkungen ab. (Symbolbild: Keystone)

Seit Mitte Januar galt in Frankreich eine Art 2G-Regel, um etwa Sportstätten, Museen, Kinos oder Restaurants besuchen zu können. Vor zwei Wochen hob die Regierung bereits die Maskenpflicht für zahlreiche Orte mit Zugangsbeschränkung auf.

Zu Beginn des Jahres hatten die Infektionszahlen in dem 65-Millionen-Einwohner-Land Höchstwerte erreicht. Die Sieben-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner binnen einer Woche – lag damals bei etwa 3800. Zuletzt betrug der Wert etwas mehr als 600.

Angesichts eines Wiederanstiegs der Zahlen empfahl Premierminister Jean Castex in der Zeitung «Le Parisien» Älteren und Vorerkrankten, weiterhin drinnen und bei Versammlungen eine Maske zu tragen. Ausserdem kündigte er an, dass Menschen über 80 Jahren nun eine vierte Corona-Impfdosis erhalten können, wenn die dritte Impfung mehr als drei Monate zurückliegt.

Ex-Präsident Obama positiv auf Corona getestet

Der frühere US-Präsident Barack Obama hat sich nach eigenen Angaben mit dem Coronavirus infiziert. Er habe seit «ein paar Tagen» ein Kratzen im Hals, fühle sich aber ansonsten gut, schrieb Obama am Sonntag auf Twitter. Ein Corona-Test sei bei ihm positiv ausgefallen. «Michelle und ich sind dankbar, dass wir geimpft sind und die Auffrischungsimpfung bekommen haben, und ihr Test ist negativ ausgefallen», schrieb Obama mit Blick auf seine Frau. «Es ist eine Mahnung, sich impfen zu lassen, falls noch nicht geschehen – auch wenn die Fallzahlen sinken», erklärte der US-Demokrat.

Epidemiologe Salathé warnt vor zu schnellen Öffnungen bei Corona

Der Epidemiologe Marcel Salathé hält die Corona-Lage angesichts stark steigender Fallzahlen für besorgniserregend. In einem Interview mit der «SonntagsZeitung» rät er daher zur Vorsicht. Er fordert den Bundesrat auf, mit dem letzten Öffnungsschritt noch zuzuwarten. Bei den aktuell hohen Zahlen würde er mit der totalen Aufhebung der Maskenpflicht in Zügen und Bussen noch zuwarten.

Epidemiologe Marcel Salathé warnt vor einer erneuten Corona-Welle. (Keystone)

Auch die Isolationspflicht würde er noch beibehalten, bis die Zahlen wieder tief seien. Zudem müsse sich das Land auf eine weitere Corona-Welle im Herbst vorbereiten. Dann sollte eine vierte Impfung für grosse Teile der Bevölkerung ins Auge gefasst werden. Er unterstütze eine solche vierte Impfung. Mehr dazu hier.

China meldet höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen seit zwei Jahren

China hat innerhalb eines Tages fast 3400 neue Corona-Fälle registriert und damit die höchste Zahl an Neuansteckungen seit Februar 2020 verzeichnet. Die Behörden meldeten am Sonntag 3393 neue Infektionen. Dies waren doppelt so viele Fälle wie am Vortag.

In China herrscht derzeit die schwerste Corona-Krise seit zwei Jahren. (Keystone)

Die Grossstadt Jilin wurde am Sonntag teilweise abgeriegelt, wie ein Beamter mitteilte. In zahlreichen Stadtvierteln wurde ein Lockdown verhängt. In der benachbarten Millionenstadt Changchun hatten die Behörden bereits am Freitag einen Lockdown angeordnet. Die Stadt Yanji an der Grenze zu Nordkorea wurde am Sonntag vollständig abgeriegelt.

Frankreich öffnet vierte Corona-Impfdosis für Menschen über 80

Über 80-Jährige können in Frankreich eine vierte Impfdosis gegen das Coronavirus bekommen. Gelten soll das für diejenigen, deren Auffrischimpfung mehr als drei Monate zurückliegt, wie Premierminister Jean Castex im Interview mit der französischen Zeitung «Le Parisien» am Samstagabend ankündigte.

Etwa 58 Prozent der Menschen in Frankreich haben bereits eine Boosterimpfung erhalten. Während die Infektionszahlen in Frankreich in den vergangenen Wochen nach einem Rekordhoch zu Beginn des Jahres weiter gesunken waren, wurden zuletzt wieder etwas mehr Ansteckungen registriert.

Der Inzidenzwert, also die Zahl der gemeldeten Infektionen innerhalb einer Woche pro 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner, lag landesweit zuletzt bei etwa 585. Am Montag folgen in Frankreich weitere Lockerungsschritte.

Bundesrat Guy Parmelin hat Corona

Anlässlich eines Covid-Tests am Samstagvormittag wurde Bundesrat Guy Parmelin positiv auf das Corona-Virus getestet. Dies teilt das Eidgenössische Amt für Wirtschaft, Bildung und Forschung am Samstag, 12. März 2022, mit.

Verspürte leichte Symptome: Guy Parmelin hat Corona. (Keystone)

Er liess sich testen, nachdem er leichte Symptome verspürte. Der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft Bildung und Forschung hat sich in Isolation begeben und wird seine Arbeit aus dem Homeoffice weiterführen. Bundesrat Parmelin hat alle geplanten Veranstaltungen der nächsten Tage abgesagt, heisst es weiter.

Vor drei Wochen war bereits Bundespräsident Ignazio Cassis positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Er verspürte gemäss damaligen Angaben allerdings keine Symptome. Und auch Gesundheitsminister Alain Berset ist am Mittwochnachmittag positiv auf das Coronavirus getestet worden.

China meldet höchste Infektionszahlen seit über zwei Jahren

Chinas tägliche Corona-Infektionszahlen haben den höchsten Wert seit Ende der ersten Pandemie-Welle in Wuhan vor zwei Jahren erreicht. Am Samstag meldete die nationale Gesundheitskommission landesweit 1’524 lokale Ansteckungen, darunter 1’048 asymptomatische Fälle.

In China steigen die Corona-Fallzahlen wieder. (Symbolbild: Keystone)

Erst am Freitag wurde die nordostchinesische Metropole Changchun nach mehreren Hundert Corona-Infektionen in einen Lockdown geschickt. Wie die dortigen Behörden bekanntgaben, darf pro Haushalt nur noch alle zwei Tage eine Person für Einkäufe die Wohnung verlassen. Alle rund neun Millionen Bewohner der Stadt sollten auf das Virus getestet werden.

Bundesrat beschafft für 2023 bis 15 Millionen Covid-Impfdosen

Bis zu 15 Millionen Impfdosen gegen Covid-19 von Pfizer/Biontech und Moderna werden für 2023 beschafft. Das hat der Bundesrat am Freitag entschieden. Er hat sich zudem eine Option für weitere 14 Millionen Dosen gesichert.

Gekauft werden je sieben Millionen Dosen von Pfizer/Biontech und von Moderna. Bei beiden Herstellern hat sich der Bundesrat in seinem Beschaffungsplan eine Option für je sieben Millionen weitere Dosen gesichert, die er bei Bedarf einlösen will. Oberstes Ziel bleibe die Versorgung der Bevölkerung mit Impfstoffen, schreibt er.

Als Alternative zu mRNA-Impfstoffen werden bei einem weiteren Hersteller – ein Name wird nicht genannt – bis zu einer Million Dosen bestellt. In der Schweiz sind die Impfstoffe von Moderna, Pfizer/Biontech und Johnson & Johnson zugelassen. Für den Protein-Impfstoff von Novavax ist das Gesuch hängig.

Der Schweiz stehe gemäss den geltenden Verträgen grundsätzlich stets die neuste Impfstoff-Variante des jeweiligen Herstellers zur Verfügung – wenn sie vom Heilmittelinstitut Swissmedic zugelassen ist, schreibt der Bundesrat. Zuviel eingekaufter Impfstoff werde ins Ausland weitergegeben.

Über 60 Prozent der Impf-Nebenwirkungen sind nicht schwerwiegend

Nebenwirkungen nach einer Impfung gegen Covid-19 sind gemäss dem Heilmittelinstitut Swissmedic in über 60 Prozent der Fälle nicht schwerwiegend.

Im Durchschnitt waren die von Nebenwirkungen betroffenen Geimpften 51 Jahre alt. Frauen klagten deutlich mehr über Nebenwirkungen als Männer.

Swissmedic hat bis vergangenen Dienstag 13’388 Meldungen über Nebenwirkungen der Impfungen gegen Covid-19 ausgewertet. In 61,4 Prozent der Fälle stuften die Meldenden die Symptome als nicht schwerwiegend ein, in 38,6 Prozent als schwerwiegend.

48,1 Prozent der Meldungen stammen von Personen in Gesundheitsberufen, wie Swissmedic am Freitag mitteilte. Diese sind gesetzlich verpflichtet, schwerwiegende Nebenwirkungen zu melden.

Der grösste Teil der Betroffenen war zwischen 18 und 64 Jahre alt (im Mittel 51 Jahre). Dabei betrug der Anteil der Personen über 65 Jahre 21,4 Prozent, bei den 12 bis 17-Jährigen 1,2 Prozent. 62,6 Prozent der Meldungen bezogen sich auf Frauen und 34,4 Prozent betrafen Männer.

Fast 70 Prozent der Beschwerden auf Moderna zurückzuführen

68,0 Prozent der Meldungen bezogen sich auf den Covid-19 Impfstoff von Moderna, der allerdings mit rund 63 Prozent der verabreichten Impfdosen auch der in der Schweiz am häufigsten angewandte Impfstoff ist. 29,0 Prozent der Meldungen bezogen sich auf den Impfstoff von Biontech/Pfizer (rund 37 Prozent der verabreichten Impfdosen).

Am häufigsten wurde bei den schwerwiegenden Nebenwirkungen über Fieber, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schüttelfrost, Übelkeit und Schwindelgefühl berichtet. Diese bekannten Reaktionen überwogen auch bei den nicht schwerwiegenden Fällen.

 
Aargauer Corona-Krisenmanagement wird heruntergefahren

Im Kanton Aargau werden das kantonale Krisenmanagement und die Eventualplanung für die kommenden Monate angepasst. Es braucht deutlich weniger Personal. Obwohl die Fallzahlen steigen, verfügen die Spitäler gemäss Regierungsrat über genug Kapazitäten.

Der Regierungsrat richtet sich darauf ein, dass der Bundesrat die «besondere Lage» per 1. April aufhebt und zur «normalen Lage» zurückkehrt. Daher werden die Ressourcen und die Angebote des kantonalen Covid-19-Programms reduziert, wie die Staatskanzlei am Freitag mitteilte.

Gleichzeitig werde eine organisatorische Grundstruktur aufrechterhalten, um für eine allfällige erneute Eskalation im Herbst gewappnet zu sein. Weniger Aufgaben führen auch zu einem geringeren Personalbedarf.

30 Personen sind notwendig

Der Regierungsrat geht nach eigenen Angaben von einem Personalbedarf von rund 30 Personen aus. Derzeit sind etwa 80 Personen im Einsatz. Zeitweise waren bisher über 300 Personen für das Covid-19-Programm tätig.

Der Regierungsrat rechnet mit Kosten für den reduzierten Betrieb von Anfang April bis Ende Jahr von 3 Millionen Franken. Die Finanzierung ist über bereits vom Grossen Rat bewilligte Kredite sichergestellt.

Gleichzeitig bereitet sich der Regierungsrat im Rahmen seiner Eventualplanung auf eine mögliche Verschlechterung der epidemiologischen Lage beispielsweise wegen neuer Virusvarianten vor. Auch eine weitere Auffrischimpfung für besonders gefährdete Personen im Herbst werde vorbereitet. Aus diesem Grund bleibe der Personalpool mit Personen auf Abruf bestehen.

Hohe Fallzahlen, aber Platz im Spital

Im Kanton Aargau steigen die Fallzahlen wie in der ganzen Schweiz an. Zwischen Montag und Donnerstag gab es rund 12’000 positive Testresultate. Am Dienstag lag die Fallzahl mit 3576 infizierten Personen so hoch wie noch nie zuvor während der Pandemie. Auch die Zahl der hospitalisierten Patientinnen und Patienten auf der Bettenstation steigen an.

Am Mittwoch waren 100 Personen wegen einer Covid-19-Erkrankung auf einer Bettenstation hospitalisiert. Am gleichen Tag der Vorwoche waren es 70 Personen gewesen. Stabil tief hingegen bleibt die Belegung der Intensivpflegestation.

Am Mittwoch wurden sechs Patientinnen und Patienten mit Covid-19 dort behandelt. Es stehen gemäss Regierungsrat genügend Kapazitäten für die Behandlung von Covid-19-Patienten zur Verfügung.

Der Aargauer Regierungsrat reduziert das Corona-Krisenmanagement – und will gleichzeitig für eine erneute Eskalation gewappnet sein. (Symbolbild)

Schutzschirm für Grossveranstaltungen

Für die Finanzierung des von den eidgenössischen Räten verlängerten Schutzschirms für Grossveranstaltungen von überkantonaler Bedeutung beantragt der Regierungsrat dem Parlament einen Nachtragskredit. Es geht um vier Millionen Franken. Damit sollen insgesamt sechs Millionen Franken zur Verfügung stehen.

Grossveranstaltungen, die bis Ende Jahr stattfinden werden, können bis Ende Oktober Anträge stellen. Im Fall einer gesundheitspolizeilichen Absage übernehmen der Bund und der Kanton die ungedeckten Kosten, abzüglich eines Selbstbehalts. Eine Bewilligungspflicht besteht keine mehr.

Corona-Lage in Deutschland wieder kritisch

Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat vor dem geplanten baldigen Wegfall von Corona-Beschränkungen in seinem Land vor Sorglosigkeit gewarnt.

«Die Lage ist objektiv viel schlechter als die Stimmung», sagte der SPD-Politiker am Freitag in Berlin mit Blick auf wieder stark steigende Infektionszahlen. Er bezeichnete die Lage als kritisch und wandte sich gegen pauschale Einschätzungen, dass die Omikron-Variante milder sei. «Wir können nicht zufrieden sein mit einer Situation, wo 200 bis 250 Menschen jeden Tag sterben.» Dies sei eine unhaltbare Lage, auf die man reagieren müsse.

Lauterbach verteidigte die von der deutschen Regierung vorgeschlagenen Neuregelungen zu weiter möglichen Schutzmassnahmen über den Frühling hinaus. Nach einem Entwurf für eine neue Rechtsgrundlage sollen allgemeine Basismassnahmen möglich sein und weitergehende Eingriffsmöglichkeiten in «Hotspots» mit kritischer Infektionslage. Hintergrund ist ein Beschluss von Bund und Ländern, dass zum 20. März alle weitgehenden Alltagsbeschränkungen wegfallen sollen.

 

«Die Lage ist schlechter als die Stimmung», erklärt der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach. 

Lauterbach sagte, er erwarte wegen der Infektionslage solche «Hotspots» in zahlreichen deutschen Bundesländern. Bereits in wenigen Tagen würden die künftig vorgesehenen Massnahmen daher sehr schnell eingesetzt werden müssen. Er forderte die Landesregierungen auf, sich nicht mit Kritik an dem Gesetz aufzuhalten, sondern nun die Nutzung vorzubereiten. Mehrere Länder fordern mehr Schutzinstrumente.

Der Minister rechtfertigte es, dass weitergehende Beschränkungen an eine hohe Klinikbelastung oder gefährlichere Virusvarianten in einer Region geknüpft werden sollen. Solche Freiheitseingriffe müssten gerechtfertigt werden, um eine rechtssichere Regelung zu haben. Lauterbach betonte erneut, dass die allgemeine Impfpflicht unbedingt nötig sei, um neue breite Beschränkungen im Herbst zu vermeiden.

Das staatliche Robert Koch-Institut (RKI) meldete den neunten Tag in Folge einen Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz auf nun 1439,0 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten demnach 252 836 neue Fälle an einem Tag, registriert wurden zudem 249 weitere Todesfälle binnen 24 Stunden.

Kantone wappnen sich für nächsten Corona-Winter

Der Vorstand der kantonalen Gesundheitsdirektoren hat sieben Empfehlungen verabschiedet. Dazu gehörten bewährte Corona-Massnahmen wie das Zurückstellen nicht dringlicher Eingriffe oder die Schaffung von ad-hoc-Intensivplätzen.

Insgesamt geht es laut einer Mitteilung der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) vom Freitag darum, Vorkehrungen zu treffen, damit temporär «eine starke Erhöhung der Kapazitäten zur Behandlung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten insgesamt möglich wäre».

Dabei sei Flexibilität entscheidend und der Fokus sollte nicht nur auf den Intensivstationen liegen. Dazu gehöre auch die regionale und nationale Koordination von Patientenverlegungen.

Allerdings ist aus Sicht der Kantone das Festlegen einer konkreten Zahl an Betten oder einer prozentualen Kapazitätserhöhung nicht möglich und auch nicht zielführend. Dass die Kapazitäten im Notfall sehr stark aufgestockt werden könnten, hätten die Kantone in den bisherigen Wellen unter Beweis gestellt. Dieser Ausbau gehe allerdings zulasten anderer Versorgungsbereiche und Patientengruppen.

Flaschenhals Mensch

Das Nadelör ist für die GDK jedoch das «knappe Gut» an qualifiziertem Fachpersonal. Hier sieht die GDK in erster Linie kurzfristige Abhilfe mit Anreizsystemen zur Beschäftigung von zusätzlichem Personal in der Intensiv- und Notfallpflege. Mittel- und langfristig müsse jedoch nach der Annahme der Pflegeinitiative rasch die Ausbildungsoffensive im Pflegebereich umgesetzt werden.

Zudem verweist die GDK in der Mitteilung auf die Personalförderungsmassnahmen im nationalen Versorgungsbericht 2021. Demnach braucht es für den Zeitraum von 2019 bis 2029 insgesamt rund 70’000 neue Pflegefachkräfte. Das heisst, es fehlen je nach Ausbildungsstufe 20 bis 33 Prozent an Personal.

(Bild: Keystone)

Chinesische Metropole Changchun geht in Corona-Lockdown

Wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus ist eine weitere chinesische Millionenmetropole in einen Lockdown geschickt worden.

Wie die Behörden der nordostchinesischen Metropole Changchun am Freitag ankündigten, darf pro Haushalt nur noch alle zwei Tage eine Person für Einkäufe die Wohnung verlassen. Zudem sollen alle rund neun Millionen Bewohner der Stadt auf das Virus getestet werden.

Mehrere hundert Infektionen

Die Behörden entschieden sich für die drastische Massnahme, nachdem in der Provinz Jilin und in deren Hauptstadt Changchun in den vergangenen Tagen mehrere Hundert Infektionen entdeckt worden waren. China erlebt derzeit die grösste Virus-Welle seit dem ersten Corona-Ausbruch in der zentralchinesischen Stadt Wuhan vor zwei Jahren. Landesweit wurden am Freitag 1369 neue Infektionen gemeldet.

Nach der ersten grossen Corona-Welle in Wuhan konnte China das Virus mit strengen Massnahmen schnell unter Kontrolle bringen. Seitdem erlebte die zweitgrösste Volkswirtschaft lediglich auf einzelne Regionen begrenzte Ausbrüche. Doch seit Omikron Anfang Januar erstmals in der ostchinesischen Hafenmetropole Tianjin entdeckt wurde, fürchten Gesundheitsexperten, dass die ansteckendere Corona-Variante die chinesischen Schutzmassnahmen an ihre Grenzen bringen könnte.

Internationale Pharma-Allianz fordert Freigabe von Covid-Impfstoffpatenten

Mehr als 130 ehemalige Regierungschefs, Wissenschaftler und Gesundheitsexperten fordern in einem offenen Brief, die Freigabe von Covid-19-Impfstoffpatenten.

«Während sich einige in den wohlhabenden Ländern angesichts dieser beispiellosen Krise selbstgefällig zurücklehnen, sind Milliarden Menschen im globalen Süden nach wie vor von dieser schrecklichen Krankheit bedroht», warnten am Freitag Oxfam und andere in der People’s Vaccine Alliance zusammengeschlossene Organisationen.

Die Allianz richtete sich in einem Offenen Brief an die Staats- und Regierungschefs weltweit. Sie hätten es laut den Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern in der Hand, die Impfstofftechnologie und das Wissen dem globalen Süden zur Verfügung zu stellen.

Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem der ehemalige ukrainische Präsident Wiktor Juschtschenko, der WHO-Botschafter für globale Gesundheitsfinanzierung und Grossbritanniens Ex-Premierminister Gordon Brown sowie der britische Prinz Harry und seine Frau Meghan und der österreichische Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer.

«Ungerechte Impfstoffverteilung»

In dem Brief üben die Unterzeichner harte Kritik an der Impfstoffverteilung: «Jedes Leben, das wir heute durch die ungerechte Impfstoffverteilung verlieren, ist ein Leben zu viel.»

Bei dem Appell handelt es sich um den zweiten dieser Art. Die Allianz, zu der nach eigenen Angaben mehr als 80 Organisationen gehören, hatte schon in der Vergangenheit einen «Impfstoff für alle» gefordert.

«Wir appellieren an die führenden Politiker dieser Welt, die Strategie des kontraproduktiven Nationalismus und des Schutzes der Pharmamonopole zu beenden und endlich mit internationaler Solidarität zu handeln», hiess es nun.

China will bei Corona weiterhin Vorsicht walten lassen

China will vorerst an seinen umfangreichen Corona-Schutzmassnahmen festhalten. «Das Virus verändert sich immer noch und wir lernen weiter hinzu», sagte Chinas Ministerpräsident Li Keqiang am Freitag zum Abschluss des Pekinger Volkskongresses vor Journalisten. Impfstoffe und Medikamente gegen das Virus müssen laut Li weiter verbessert werden. Schutzmassnahmen sollten jedoch stets «wissenschaftlich und zielgerichtet» ausfallen.

China hatte am Vortag die höchsten Infektionszahlen seit dem ersten Corona-Ausbruch in der zentralchinesischen Metropole Wuhan gemeldet. Landesweit wurden 1114 Infektionen entdeckt, darunter 277 auf dem Ausland importierte Fälle.

Nach der ersten grossen Corona-Welle, die vor über zwei Jahren in Wuhan ihren Ursprung hatte, konnte China das Virus mit strengen Massnahmen schnell unter Kontrolle bringen. Seitdem erlebte die zweitgrösste Volkswirtschaft lediglich auf einzelne Regionen begrenzte Ausbrüche. Doch seit Omikron Anfang Januar erstmals in der ostchinesischen Hafenmetropole Tianjin entdeckt wurde, fürchten Gesundheitsexperten, dass die ansteckendere Corona-Variante die chinesischen Schutzmassnahmen an ihre Grenzen bringen könnte.

Womöglich dreimal so viele Covid-Tote weltweit wie registriert

Die Pandemie hat weltweit womöglich deutlich mehr Todesopfer gekostet als bisher angenommen. Zwischen Januar 2020 und Dezember 2021 sind einer aktuellen Studie im Fachmagazin «The Lancet» zufolge 18,2 Millionen Menschen mehr gestorben, als in Jahren ohne Pandemie erwartet worden wären. Offiziell verzeichnet sind in diesem Zeitraum nur 5,9 Millionen Corona-Tote.

«Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die vollen Auswirkungen der Pandemie viel grösser waren, als es die offiziellen Statistiken vermuten lassen», schreibt das internationale Forscherteam um Haidong Wang vom Institute for Health Metrics and Evaluation in Seattle in dem Artikel.

Weltweit starben den Modellierungen zufolge 120 von 100.000 Menschen infolge von Corona, in 21 Ländern lag diese Übersterblichkeitsrate bei über 300. Die höchsten Raten fanden die Wissenschaftler in den Anden-Staaten in Lateinamerika (512 Todesfälle pro 100 000 Einwohner), in Ost (345)- und Zentraleuropa (316) sowie Sub-Sahara Afrika (309).

In einigen Ländern wie Island oder Australien waren den Schätzungen zufolge hingegen in den Pandemie-Jahren sogar weniger Menschen gestorben als statistisch zu erwarten gewesen wären.

Grosse regionale Unterschiede

Die teils grossen Unterschiede zwischen der registrierten und der tatsächlichen Zahl an Todesfällen gehe vermutlich auf fehlende Diagnosen wegen mangelnder Tests sowie auf Probleme beim Melden der Zahlen zurück.

Wie viele Menschen unmittelbar an der vom Virus verursachten Krankheit und wie viele an indirekten Folgen der Pandemie gestorben sind, sei derzeit unklar.

«Studien aus mehreren Ländern, darunter Schweden und die Niederlande, deuten darauf hin, dass Covid-19 die unmittelbare Ursache für die meisten überzähligen Todesfälle war, aber wir haben derzeit nicht genügend Beweise für die meisten Regionen», sagt Studienleiter Wang.

Die Wissenschaftler hatten wöchentliche oder monatliche Angaben zur Zahl der Todesfälle von insgesamt 74 Ländern und 266 Staaten oder Provinzen – wie etwa den deutschen Bundesländern – aus den Pandemie-Jahren 2020 und 2021 sowie aus bis zu elf Jahren davor zusammengestellt.

Die Differenz zwischen der Zahl tatsächlicher und statistisch erwarteter Todesfälle ergibt die Übersterblichkeit. Mithilfe statistischer Modelle schätzten sie die Übersterblichkeit auch für Ländern, aus denen keine Angaben zur Zahl der Todesfälle vorlagen.

Wieder mehr Spitaleintritte in der Schweiz

Die Zahlen der gemeldeten Covid-19-Fälle und der durchgeführten Tests sind in der Schweiz und in Liechtenstein im Wochenvergleich signifikant gestiegen. Neu stieg auch die Zahl der Hospitalisationen wieder, die Zahl der Todesfälle sank hingegen erneut.

Grundsätzlich sei es schwierig, die aktuelle Lage einzuschätzen, hiess es in dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zur Woche vom 28. Februar bis 6. März. Denn aufgrund des hohen Anteils positiver Tests sei auch mit einer erhöhten Dunkelziffer zu rechnen.

Von den durchgeführten PCR-Tests fielen in der Berichtswoche 51 Prozent positiv aus. In der Vorwoche waren es 40 Prozent. Auch bei den Antigen-Schnelltests stieg der Anteil der positiven Ergebnisse von 38 auf 43 Prozent.

Mehr dazu hier.

BAG meldet 32'128 neue Coronavirus-Fälle am 10. März

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 32’128 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG neun neue Todesfälle und 121 Spitaleinweisungen.

Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 23’023 bestätigte Neuinfektionen, 132 Spitaleintritte und 8 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 39,5 Prozent gestiegen. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 8,3 Prozent ab.

Aktuell befinden sich in den Spitälern insgesamt 626 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 74,60 Prozent. 16,00 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen vier Wochen 5954,49 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 1,28.

42 Prozent der Bevölkerung geboostert

69,09 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind mittlerweile vollständig geimpft. Weitere 1,02 Prozent haben eine erste Dosis erhalten. Von der Bevölkerung ab 12 Jahren sind 78,16 Prozent geimpft. Ausserdem haben 41,68 Prozent der Gesamtbevölkerung und 76,06 Prozent der über 65-Jährigen eine sogenannte Booster-Impfung erhalten.

In den vergangenen 24 Stunden wurden dem BAG 69’302 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 3’040’652 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, 47’689 Personen mussten im Spital behandelt werden und 12’835 Personen starben in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Zurzeit befinden sich gemäss BAG 75’215 Personen in Isolation, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

(Bild: Keystone)
Kanton Aargau meldet neuen Rekord bei Corona-Infektionen

Im Kanton Aargau sind am Dienstag 3576 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden – so viele wie noch nie an einem Tag im Verlauf der ganzen Coronapandemie.

Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100’000 Einwohner, also die Zahl der Neuansteckungen pro 100’000 Einwohner innert sieben Tagen, stieg innert einer Woche von 1503 auf 2407, wie das Gesundheits- und Sozialdepartement des Kantons Aargau am Donnerstag in seinem Covid-19-Newsletter bekanntgab.

Angesichts der weitgehenden Lockerungen der Schutzmassnahmen sei dieser Anstieg zu erwarten gewesen, heisst es darin.

Auch die Positivitätsrate bei den PCR-Coronatests steigt: Am Mittwoch waren im Schnitt von zehn Testresultaten fast sechs positiv. Bei repetitiven Tests in Gesundheits- und Betreuungseinrichtungen lag diese Quote bei über 30 Prozent.

Dies deutet laut Mitteilung auf eine sehr hohe Dunkelziffer bei den infizierten Personen hin, die sich vermutlich nicht testen liessen, weil sie keine Symptome verspürten.

Im Kanton Aargau fallen derzeit fast 60 Prozent der PCR-Coronatests positiv aus. (Archivbild: Keystone)

Die hohen Fallzahlen wirken sich auch auf die Zahl der Covid-19-Patientinnen und -Patienten in Aargauer Spitälern aus. Die Zahl der Personen mit dieser Krankheit auf normalen Bettenstationen ist innert einer Woche um 30 angestiegen. Am Mittwoch waren es 100 Personen, am Mittwoch der Vorwoche lag diese Zahl bei 70.

Erfreulicherweise blieb aber laut der Mitteilung die Anzahl der Covid-19-Patientinnen und -Patienten auf einer Intensivpflegestation (IPS) konstant tief.

Bund kauft Medikamente zur Corona-Prävention

Der Bund kauft Medikamente zur Prävention vor Covid-19. Diese sollen ab Mai bei einigen tausend Patientinnen und Patienten angewendet werden, die sich nicht impfen lassen können.

Die Medikamente Tixsagevimab und Cilgavimab des britischen-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca seien für Risikogruppen mit geschwächtem Immunsystem vorgesehen, teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag mit. Sie böten in Kombination während mindestens sechs Monaten einen Schutz vor einer Infektion mit Covid-19.

Immungeschwächte Personen sprechen nicht auf die Impfung an und können so keinen Impfschutz aufbauen. Sie haben deshalb ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Dazu gehören zum Beispiel Patientinnen und Patienten, die eine Organ- oder Stammzelltransplantation hinter sich haben, solche mit chronischen Erkrankungen oder mit angeborenen Immundefekten.

Der Bund übernehme die Kosten der Prävention, solange sie nicht von der obligatorischen Krankenversicherung vergütet werde, hiess es. Weil die Medikamente von Swissmedic noch nicht zugelassen seien, würden sie nur ausnahmsweise verschrieben. AstraZeneca habe das entsprechende Gesuch Anfang Februar eingereicht.

Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind erstmals in der Corona-Pandemie binnen eines Tages mehr als 250’000 neue Corona-Infektionen an das staatliche Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt worden. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben von Donnerstagmorgen 262’752 Fälle in 24 Stunden.

Vor einer Woche waren es 210’673 Ansteckungen. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg ebenfalls deutlich auf 1388,5. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1319,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1174,1 (Vormonat: 1465,4).

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 259 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 267 Todesfälle. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 125’023.

China meldet höchste Corona-Zahlen seit zwei Jahren

China hat die höchsten Infektionszahlen seit dem ersten Corona-Ausbruch in der zentralchinesischen Metropole Wuhan gemeldet. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag berichtete, wurden am Mittwoch landesweit 402 lokale Infektionen mit Symptomen entdeckt – fast doppelt so viele wie am Vortag. Hinzu kamen 435 asymptomatische Infektionen sowie 277 aus dem Ausland importierte Fälle.

Nach der ersten grossen Corona-Welle, die vor über zwei Jahren in Wuhan ihren Ursprung hatte, konnte China das Virus mit strengen Massnahmen schnell unter Kontrolle bringen. Seitdem erlebte die zweitgrösste Volkswirtschaft lediglich auf einzelne Regionen begrenzte Ausbrüche. Doch seit Omikron Anfang Januar erstmals in der ostchinesischen Hafenmetropole Tianjin entdeckt wurde, fürchten Gesundheitsexperten, dass die ansteckendere Corona-Variante die chinesischen Schutzmassnahmen an ihre Grenzen bringen könnte.

Mit Peking und Shanghai wurden zuletzt auch in den zwei wichtigsten Städten des Landes wieder einzelne Fälle entdeckt. Allein am Mittwoch wurden neue Infektionen aus sieben Provinzen und Regionen gemeldet. Besonders schwer war die nordostchinesische Provinz Jilin betroffen, wo es 165 symptomatische Infektionen gab.

Alain Berset positiv auf Corona getestet

Bundesrat Alain Berset wurde positiv auf das Coronavirus getestet, wie der Bundesratssprecher André Simonazzi in einer Mitteilung schreibt.

Er liess sich testen, nachdem er leichte Symptome verspürte. Der Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern hat sich in Isolation begeben und wird seine Arbeit aus dem Homeoffice weiterführen.

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(Bild: Keystone)

Israels Ex-Regierungschef Netanjahu positiv auf Corona getestet

Israels Ex-Regierungschef Benjamin Netanjahu ist positiv auf Corona getestet worden. Dies bestätigte ein Sprecher der Familie am Mittwoch auf Anfrage. Zuvor hatten israelische Medien darüber berichtet.

Zuletzt war die Zahl der Corona-Neuinfektionen in dem Land mit 9,4 Millionen Einwohnern weiter zurückgegangen. Das israelische Gesundheitsministerium meldete am Mittwoch 6668 neue Fälle.

Seit März sind weitere Lockerungen in Kraft getreten – so dürfen erstmals seit Pandemiebeginn ungeimpfte Touristen wieder ohne Sondergenehmigung einreisen und müssen nicht in Quarantäne.

Österreich setzt Corona-Impfpflicht aus - Experten: Timing wichtig

Österreich setzt die Impfpflicht gegen das Coronavirus vorerst aus. Die Impfpflicht sei bei der vorherrschenden Omikron-Variante nicht verhältnismässig, sagte Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) am Mittwoch in Wien. Basis für die Entscheidung sei der Bericht einer Expertenkommission.

In drei Monaten solle neu entschieden werden, sagte Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne). Sollte es die Situation notwendig machen, die Impfpflicht doch wieder in Kraft zu setzen, werde man schnell reagieren können, so die beiden Regierungsmitglieder.

Die Impflicht gilt eigentlich seit Anfang Februar. Ab 15. März mussten bisher alle, die sich weigern, mit Geldstrafen von bis zu 3600 Euro rechnen.

BAG meldet 11 Todesfälle und 146 Spitaleinweisungen

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldet am Mittwoch, 9. März, 33’754 Corona-Neuinfektionen, 146 Spitaleinweisungen und 11 Todesfälle.

Rekordwert bei Corona-Neuinfektionen in Österreich

Vier Tage nach dem Ende fast aller Corona-Beschränkungen ist in Österreich die Zahl der Neuinfektionen auf einen neuen Höchstwert geklettert. Wie die Behörden am Mittwoch berichteten, wurden binnen eines Tages 47’795 neue Fälle verzeichnet.

Seit Samstag gilt in Österreich nur noch eine FFP2-Maskenpflicht in Teilen des Handels. Ausserdem sind die Vorschriften in Wien teils noch etwas strenger. Viele Menschen feierten vor allem in der Nachtgastronomie, die nach zwei Jahren wieder öffnen durfte. Die Lage in den Kliniken – vor allem auf den Intensivstationen – ist aktuell weiter stabil.

Corona-Zahlen schnellen im Tessin in die Höhe

Im Tessin ist am Mittwoch die Zahl der neu positiv Getesteten innert 24 Stunden erneut stark angestiegen. Gegenüber der Vorwoche hat sich die Zahl der Neuinfektionen mehr als verdoppelt, wie die Daten auf der Webseite des Kantons zeigen.

Demnach sind dem Tessin am Mittwoch 1515 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Am Mittwoch der vorigen Woche wurden dem Südkanton 756 Neuinfektionen gemeldet.

Damit ist die Zahl der Neuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche um über 50 Prozent angestiegen. Seit Anfang Jahr wurden dem Kanton nur an sechs Tagen mehr Neuinfektionen gemeldet.

Österreich setzt Corona-Impfpflicht aus

Österreich setzt die Impfpflicht gegen das Coronavirus aus. Die Impfpflicht sei bei der vorherrschenden Omikron-Variante nicht verhältnismässig, sagte Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) am Mittwoch in Wien. Basis für die Entscheidung sei der Bericht einer Expertenkommission. In drei Monaten solle neu entschieden werden, sagte Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne).

(Bild: Keystone)

Die Impflicht gilt eigentlich seit Anfang Februar. Ab 15. März mussten bisher alle, die sich weigern, mit Geldstrafen von bis zu 3600 Euro rechnen. Österreich war mit dem Schritt ein Vorreiter in der EU. In anderen Ländern gab es nur altersspezifische Vorschriften. Die Impfquote liegt in Österreich bei rund 70 Prozent.

Keine Corona-Massnahmen mehr in Rumänien

In Rumänien sind am Mittwoch so gut wie alle Corona-Vorsichtsmassnahmen ausser Kraft getreten. Allein das Gesundheitsministerium plant eigene Restriktionen, die voraussichtlich Krankenhäuser betreffen dürften.

Einreisen nach Rumänien sind nunmehr ohne Corona-Impfnachweis möglich. Die bisher in allen öffentlichen Räumen und auch unter freiem Himmel geltende Maskenpflicht wurde aufgehoben. Für Gaststätten gibt es keine Einschränkungen der Öffnungszeiten und der Gästezahl mehr, ebenso frei ist der Zugang zu allen Veranstaltungen und Kultureinrichtungen.

Der Alarmzustand aufgrund der Corona-Pandemie, der die Einschränkungen rechtlich möglich gemacht hatte, galt seit dem 18. Mai 2020. Er ist nun abgelaufen und wurde nicht mehr verlängert, wie die Regierung in Bukarest bekanntgab. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuansteckungen sinkt seit einem Monat stetig und lag am Mittwoch bei 182 pro 100’000 Einwohner.

Parlament heisst dritten Pandemie-Armeeeinsatz nachträglich gut

Das Parlament hat den dritten Armeeeinsatz in der Covid-19-Pandemie nachträglich gutgeheissen. Der Bundesrat hatte den Assistenzdienst von bis zu 2500 Armeeangehörigen bis Ende März im Dezember bewilligt. Nach dem Ständerat sagte nun auch der Nationalrat Ja dazu.

Bis zu 570 Armeeangehörige waren seit Dezember und bis etwa Mitte Februar gleichzeitig im Einsatz. Sie leisteten bis zum Ende des dritten Armeeeinsatzes rund 21’000 Diensttage. In den Kantonen Jura, Wallis, Neuenburg, Freiburg, Aargau, Nidwalden und Bern half das Militär beim Impfen.

Die Kantone Jura, Freiburg, Wallis, Luzern, Genf und Bern beanspruchten die Soldatinnen und Soldaten zudem für die Mithilfe bei der Grund- und Intensivpflege in den Spitälern. Die Armee sprang aber nur ein, wenn in den um Hilfe bittenden Kantonen sämtliche zivilen Mittel ausgeschöpft waren.

Der Dank an die Armeeangehörigen, die die Einsätze geleistet hatten, stand im Zentrum vieler Voten. Ohne sie hätte das Gesundheitssystem in der fünften Covid-Welle seine Aufgaben nicht bewältigen können, lautete der Tenor. Maja Riniker (FDP/AG) und Franziska Roth (SP/SO) pochten namens ihrer Fraktionen auf eine Aufarbeitung des Einsatzes.

Das VBS habe dazugelernt und für den dritten Einsatz festgehalten, dass die Armee nur für bestimmte Dienstleistungen eingesetzt werden dürfe, wenn zivile Ressourcen erschöpft seien, sagte Ida Glanzmann-Hunkeler (Mitte/LU). Beim ersten Armee-Einsatz im Frühjahr 2020 war wiederholt kritisiert worden, dass Aufgebotene nichts zu tun gehabt hätten.

Laut Verteidigungsministerin Viola Amherd kann der dritte Armeeeinsatz so wie die beiden vorherigen, voraussichtlich über das ordentliche Budget finanziert werden. Noch seien allerdings die Kosten für den dritten Einsatz nicht bekannt.

Der Ständerat hatte den Armeeeinsatz als Erstrat mit 37 zu 0 Stimmen und ohne Enthaltung gutgeheissen, der Nationalrat tat dies nun am Mittwoch mit 183 zu 0 Stimmen. Das Parlament musste seine Einwilligung geben, weil mehr als 2000 Armeeangehörige betroffen waren und der Einsatz mehr als drei Wochen dauerte.

Fallzahlen steigen wieder - Berset beruhigt

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 26’050 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG zehn neue Todesfälle und 133 Spitaleinweisungen. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 55,7 Prozent gestiegen.

Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 22 Prozent zu. Für den Bundesrat Alain Berset sind diese Zahlen keine Überraschung. «Es war so zu erwarten nach der Aufhebung der Massnahmen», sagte er am Rande einer Medienkonferenz. «Massstab bleibt die Situation im Spitalsystem.»

BAG meldet 10 Todesfälle und 133 Spitaleinweisungen

Am Dienstag, 8. März, meldet das BAG weitere 26’050 Corona-Infektionen in der Schweiz und Liechtenstein. Ausserdem 10 Todesfälle und 133 Spitaleinweisungen.

Nach Corona-Infektion: Queen empfängt Kanadas Premier zu Audienz

Erstmals nach ihrer Corona-Infektion hat die britische Königin Elizabeth II. wieder eine physische Audienz gegeben. Die 95 Jahre alte Monarchin empfing am Montag den kanadischen Premierminister Justin Trudeau auf Schloss Windsor.

Auf Bildern waren die beiden beim Handschlag und Gespräch in einem Raum des Schlosses zu sehen. Die Königin trug ein Kleid mit Ornamenten in Blau, Grün und Weiss. Im Hintergrund war ein riesiger Blumenstrauss zu sehen. Beide wirkten vergnügt.

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Bund und Kantone sprechen über die Zeit nach der besonderen Lage

Um auf die Zeit nach der Aufhebung der pandemiebedingten besonderen Lage vorbereitet zu sein, haben sich am Montag Bund und Kantone zu Gesprächen getroffen. Präzisiert wurden die Aufgaben und Zuständigkeiten, um sich auf verschiedene Szenarien vorzubereiten.

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Forscher: Mehr als sechs Millionen Corona-Tote

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind weltweit mehr als sechs Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das geht aus Daten der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität (JHU) hervor, die die Hochschule am Montag in Baltimore veröffentlichte.

Die Schwelle von fünf Millionen Corona-Toten weltweit war Anfang November überschritten worden, die Vier-Millionen-Marke Anfang Juli vergangenen Jahres.

Nach den Daten der US-Forscher liegt die Zahl der bestätigten Infektionen nach inzwischen mehr als zwei Jahren bei mehr als 446 Millionen Fällen. Experten gehen bei Infektionen und Todesfällen rund um den Globus von einer hohen Dunkelziffer aus. Weltweit wurden nach der JHU-Statistik inzwischen mehr als 10,6 Milliarden Impfungen verabreicht.

Die Webseite der Universität wird regelmässig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt einen etwas höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen auch wieder zeitweise nach unten korrigiert. Nach Angaben der WHO von Montag gab es bisher 5,98 Millionen bestätigte Todesfälle und gut 440 Millionen bekannte Infektionen.

Das Coronavirus Sars-CoV-2 kann die Erkrankung Covid-19 auslösen, die tödlich verlaufen kann. Es gibt in allen Altersgruppen Todesfälle, aber ältere und Patienten mit schwachem Immunsystem sind besonders betroffen.

69,06 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft

Aktuell sind 69,06 Prozent der Schweizer Bevölkerung komplett geimpft. 41,60 Prozent haben bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag auf seiner Website veröffentlicht hat.

(Bild: Keystone)

Vom 28. Februar bis 6. März sind in der Schweiz insgesamt 20’014 Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen gegen Covid-19 registriert worden. Bei den über 65-Jährigen beträgt die Impfquote 90,98 Prozent, zudem wurden 75,98 Prozent eine Boosterimpfung verabreicht.

Bei den 16- bis 64-Jährigen liegt der Anteil der komplett geimpften Personen bei 76,45 Prozent, geboostert wurden 41,53 Prozent. In der Altersgruppe der 12- bis 15-Jährigen sind 44,67 Prozent komplett geimpft.

BAG meldet 58'110 Neuinfektionen seit Freitag

Übers Wochenende meldet das BAG am Montag, 7. März, weitere 58’110 Corona-Infektionen in der Schweiz und Liechtenstein. Ausserdem 17 Todesfälle und 188 Spitaleinweisungen.

Corona hat berufliche Gleichberechtigung der Frauen verschlechtert

Aufgrund der Covid-Pandemie wurden Verbesserungen der beruflichen Gleichberechtigung um mindestens zwei Jahre zurückgeworfen. Zu diesem Schluss kommt eine am Montag veröffentlichte Studie des Beratungsunternehmens PwC.

Der Bericht analysiert die Beschäftigungsverhältnisse von Frauen in den 33 OECD-Ländern. Als Hauptgründe für die Verschlechterung nennen die Autoren geringere Erwerbsbeteiligungen und eine höhere Belastung für Frauen durch unbezahlte Kinderbetreuung während der Pandemie. Frauen übernahmen laut Bericht dreimal häufiger Betreuungsaufgaben, welche durch Lockdowns erforderlich waren, und schieden dadurch aus dem Erwerbsleben aus.

Laut dem Bericht ist die berufliche Gleichberechtigung der Geschlechter in Neuseeland, Luxemburg und Slowenien am höchsten. Die Schweiz belegt Rang 14 von 33. Die Autoren verwiesen auf eine grosse Schere beim Beschäftigungsgrad hin: Während 89 Prozent der Männer Vollzeit arbeiten, sind es bei den Frauen nur 56 Prozent.

Gleichzeitig nehmen 80 Prozent der Frauen am Erwerbsleben teil, was für Platz 3 im OECD-Vergleich reicht. Die Mehrheit der Schweizerinnen arbeitet allerdings in einem niedrigen Pensum, schlussfolgern die Autoren.

Gemäss der Untersuchung liegt der Gender-Pay-Gap in der Schweiz bei 17 Prozent und damit leicht höher als im OECD-Raum. Schweizerinnen würden ohne diese Lücke jährlich rund 23 Milliarden Franken mehr verdienen.

Schweizer Hotels im Januar deutlich besser ausgelastet

Die Schweizer Hoteliers blicken auf einen erfolgreichen Jahresstart zurück. Damit setzte sich der positive Trend aus dem Vorjahr fort. Im Januar 2022 zählte das Bundesamt für Statistik (BFS) 2,2 Millionen Logiernächte. Das sind 71 Prozent oder rund 908’000 mehr als in der Vorjahresmonat. Bereits in den Vormonaten Dezember (+64%), November (+95%) und Oktober (+39%) waren die Logiernächte klar angestiegen.

Zum Vorkrisenniveau vom Januar 2020 fehlten weiterhin fast 30 Prozent der Gäste. So waren unmittelbar vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie in den Schweizer Hotels noch mehr als 3 Millionen Logiernächte gezählt worden.

Der anhaltendnde Aufwärtstrend im Jahr 2022 ist vor allem auf die Rückkehr der ausländischen Gäste zurückzuführen. So nahm die Zahl der von Ausländern gebuchten Hotelübernachtungen im Berichtsmonat gegenüber Januar 2021 um 163 Prozent zu. Aber auch die inländischen Gäste sorgten im Januar für 43 Prozent mehr Übernachtungen als vor einem Jahr.

Weiter steigende Corona-Zahlen in Deutschland

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist in Deutschland den fünften Tag in Folge gestiegen. Das staatliche Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 1259,2 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1231,1 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1238,2 (Vormonat: 1426,0). Die Inzidenz war nach dem vorläufigen Höhepunkt der fünften Welle Mitte Februar zunächst stetig gesunken.

In Deutschland sinken die Fallzahlen weiter, Experten gehen aber von einer hohen Dunkelziffer aus. (Bild: Keystone)

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 78’428 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 62’349 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine grössere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigt wird – diese Infektionen fliessen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 24 Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 124 126.

Queen will nicht zurück in den Buckingham-Palast

Queen Elizabeth II. will einem Bericht der «Sunday Times» zufolge nach ihrer rund zweijährigen Corona-Isolation auf Schloss Windsor nicht nach London zurückkehren. Sie kehre dem Buckingham-Palast, der viele Jahrzehnte lang ihr Hauptwohnsitz gewesen sei, den Rücken, schreibt die Zeitung. Stattdessen wolle die 95 Jahre alte Monarchin auf Schloss Windsor bleiben, rund 35 Kilometer ausserhalb Londons. Der Buckingham-Palast kommentierte den Bericht auf dpa-Anfrage am Sonntag nicht.

Schloss Windsor, das seit 1917 auch Namensgeber für die Monarchenfamilie ist, war lange Zeit von der Königin hauptsächlich als Wochenend- und Ferienresidenz genutzt worden. Vor 15 Jahren begann sie, mehr Zeit auf dem Schloss mit fast tausendjähriger Geschichte in der Grafschaft Berkshire zu verbringen. Vor rund zwei Jahren zog sie permanent nach Windsor, um mehr Schutz vor der dem Coronavirus zu haben. Kürzlich infizierte sie sich dann doch.

Queen Elizabeth II. will nach ihrer rund zweijährigen Corona-Isolation auf Schloss Windsor nicht nach London zurückkehren. (Bild: Keystone)

Im April vergangenen Jahres starb dort ihr Ehemann, Prinz Philip. Elizabeth soll in Windsor, wo sie auch Pferde hält, auch auf einen Teil ihres Personals verzichten, berichtet die «Sunday Times» weiter.

In dem Zeitungsbericht wird die Vermutung geäussert, die Queen werde wie schon in der jüngeren Vergangenheit auch künftig ihre wöchentlichen Audienzen mit dem britischen Premierminister nur noch telefonisch abhalten.

Prinz Edward und Prinz Andrew wohnen in der Nähe von Windsor, Prinz Charles – der wohl nächste Bewohner des Buckingham-Palastes – soll sie regelmässig auf Schloss Windsor besuchen. Aus Palastkreisen hiess es, der Buckingham-Palast werde auch weiter das Zentrum der britischen Monarchie bleiben.

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China sieht Erfolge im Kampf gegen das Coronavirus

China sieht sich im Kampf gegen das Coronavirus in einer guten Position. Lokale Ausbrüche seien im vergangenen Jahr «effektiv und schnell» unterdrückt worden, hiess es im Arbeitsbericht der Regierung, den Ministerpräsident Li Keqiang am Samstag in Peking zur Eröffnung der Jahrestagung des Volkskongresses vorlegte.

Rund 85 Prozent der chinesischen Bevölkerung seien demnach mittlerweile gegen das Virus geimpft worden. «Durch diese Bemühungen haben wir die Gesundheit und Sicherheit der Menschen sichergestellt und die normale Ordnung in Arbeit und Leben aufrechterhalten», sagte Li Keqiang. Die Regierung liess in ihrem Bericht keine Abkehr von ihren strengen Massnahmen erkennen. Man werde die «effektiven» Covid-19-Kontrollen fortsetzen. «Um importierte Fälle und eine Verbreitung innerhalb des Landes zu verhindern, müssen wir die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie ständig verfeinern», sagte Li Keqiang.

Die chinesische Regierung verfolgt eine strikte Null-Covid-Strategie. Mit Ausgangssperren, Massentests, Kontaktverfolgung, Quarantäne und strengen Einreisebeschränkungen hat das Land das Coronavirus weitgehend im Griff. Jedoch kommt es immer wieder zu kleineren Ausbrüchen, die dann mit grossem Aufwand unter Kontrolle gebracht werden müssen.

Ansturm auf Diskothek nach Corona-Lockerungen in Österreich

Das Ende fast aller Corona-Beschränkungen in Österreich hat vor einer Diskothek zu tumultartigen Szenen geführt. Ein paar Hundert Nachtschwärmer versammelten sich laut Polizei schon Stunden vor Mitternacht vor dem Tanzlokal in Oberndorf bei Salzburg. Im Gedränge hätten einige Besucher das Bewusstsein verloren, berichtete die Polizei weiter. Zehn Polizisten mussten einschreiten und liessen den Club frühzeitig öffnen, um die Situation zu entschärfen. Eine verletzte Person musste vom Roten Kreuz versorgt werden. Unter den Besuchern waren den Angaben zufolge auch viele aus dem benachbarten Bayern. Am Ende konnte nur die Hälfte der Wartenden in die Diskothek. Die Nachtgastronomie war corona-bedingt in Österreich seit zwei Jahren geschlossen.

(Symbolbild: Keystone)

Die Öffnung der Nachtlokale gehört zu den umfassenden Lockerungen, die seit Samstag in Österreich in Kraft getreten sind. Es gibt keine Zugangsbeschränkungen, keine Obergrenze bei Veranstaltungen und keine Sperrstunde mehr. Es herrscht noch eine FFP2-Maskenpflicht in Teilen des Handels. Ausserdem sind die Vorschriften in Altenheimen und Kliniken strenger. Obendrein macht die Hauptstadt Wien nicht alle Öffnungsschritte mit. So hält sie zunächst an der 2G-Regel in der Gastronomie und einer fast überall geltenden FFP2-Maskenpflicht fest.

Grund für die Lockerungen ist die stabile Lage in den Kliniken. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Österreich bei rund 2’200 Fällen pro 100’000 Einwohner, das ist in etwa doppelt so hoch wie in Deutschland.

Die Bundesliga-Partie zwischen Mainz 05 und Borussia Dortmund wegen Corona-Ausbruch verschoben

Die Bundesliga-Partie zwischen Mainz 05 und Borussia Dortmund vom Sonntag ist auf den 16. März verschoben worden. Die Mainzer sind zum zweiten Mal in dieser Saison von einem heftigen Corona-Ausbruch betroffen.

48 Stunden vor dem Match-Tag hatte Mainz keine 14 einsatzfähigen Spieler mehr im Kader. Inklusive Staff fielen 19 Corona-Tests positiv aus, unter anderem jene von 13 Spielern und Cheftrainer Bo Svensson.

BAG meldet 25'131 neue Coronavirus-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 25’131 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 15 neue Todesfälle und 111 Spitaleinweisungen.

Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 17’663 bestätigte Neuinfektionen, 89 Spitaleintritte und 10 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 42,3 Prozent gestiegen. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 24,7 Prozent zu.

Aktuell befinden sich in den Spitälern insgesamt 650 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 76,00 Prozent. 15,90 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen vier Wochen 5888,22 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 22. Februar Tagen bei 1,11.

(Bild: Keystone)

69,05 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind mittlerweile vollständig geimpft. Weitere 1,04 Prozent haben eine erste Dosis erhalten. Von der Bevölkerung ab 12 Jahren sind 78,13 Prozent geimpft. Ausserdem haben 41,55 Prozent der Gesamtbevölkerung und 75,94 Prozent der über 65-Jährigen eine sogenannte Booster-Impfung erhalten.

In den vergangenen 24 Stunden wurden dem BAG 60’089 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 2’890’547 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, 47’082 Personen mussten im Spital behandelt werden und 12’778 Personen starben in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Zurzeit befinden sich gemäss BAG 57’985 Personen in Isolation, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Schweizer Seilbahnen erholen sich weiter

Nach dem gelungenen Start in die Wintersaison 2021/22 und erfolgreichen ersten Wochen im 2022 können sich die Schweizer Bergbahnen auch über einen gelungenen Februar freuen. Der Verband Seilbahnen Schweiz hat im zweiten Monat des Jahres bei den Ersteintritten ein Plus von 27 Prozent und beim Umsatz landesweit ein Plus von 37 Prozent gegenüber der letzten Saison verzeichnet.

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(Bild: Keystone)
Corona-Zahlen in Deutschland steigen wieder an

In Deutschland ist die Sieben-Tage-Inzidenz der gemeldeten Corona-Neuinfektionen den zweiten Tag in Folge gestiegen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 1196,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1174,1 gelegen. Vor einer Woche lag die deutschlandweite Inzidenz bei 1259,5 (Vormonat: 1349,5).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 217 593 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 210 743 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine grössere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigt wird – diese Infektionen fliessen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 291 Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 123 796.

Keine Corona-Einschränkungen mehr in der NFL

Die NFL hat sich als erste grosse Profi-Liga in Nordamerika von allen Regeln zum Umgang mit dem Coronavirus verabschiedet. Die Teams haben keinerlei Einschränkungen mehr, müssen niemanden mehr testen oder das Tragen von Masken sicherstellen. Nur falls regionale Vorschriften noch in Kraft sind, müssen sich die Mannschaften auf ihren Anlagen daran halten.

Die Saison ist seit dem Super Bowl im Februar allerdings vorbei und die Profis sehen sich derzeit ohnehin nicht für gemeinsame Trainingseinheiten bei ihren Teams.

Corona-Pandemie sorgte für mehr Gewalt an Frauen

Fast vier von fünf Frauen in der EU (77 Prozent) gehen davon aus, dass es während der Corona-Pandemie zu mehr körperlicher oder seelischer Gewalt gegen sie gekommen ist. Dabei ist der Wert in Griechenland mit rund 93 Prozent am höchsten und in Ungarn mit weniger als 50 Prozent am niedrigsten, wie am Freitag aus einer repräsentativen Eurobarometer-Umfrage des EU-Parlaments hervorging. Deutschland liegt mit einem Wert von 80 Prozent im Mittelfeld.

Auf die Frage, welche Formen von Gewalt Frauen aus ihrem Umfeld seit Pandemiebeginn widerfahren sei, gaben 14 Prozent häusliche Gewalt oder Missbrauch, 16 Prozent Online-Belästigung, ebenso viele Belästigung auf der Strasse und 11 Prozent Belästigung am Arbeitsplatz an. Vor allem in Irland, Griechenland, Kroatien, Zypern, Luxemburg und Rumänien waren die Werte für häusliche Gewalt und Missbrauch mit jeweils mehr als 20 Prozent überdurchschnittlich hoch. Für Deutschland wird in diesem Zusammenhang ein Wert von elf Prozent angegeben.

Knapp 60 Prozent der befragten Frauen sehen es als Schlüsselinstrument gegen körperliche und emotionale Gewalt, dass es einfacher sein sollte, Gewalt zu melden – auch bei der Polizei. Zwei von fünf Frauen sprechen sich in diesem Zusammenhang dafür aus, Polizei- und Justizmitarbeitende besser zu schulen.

Nach Corona-Infektion: Queen gibt wieder Online-Audienzen

Eineinhalb Wochen nach ihrem positiven Corona-Test scheint sich Queen Elizabeth II. weiter von ihrer Infektion zu erholen.

Die Königin empfing von Schloss Windsor aus am Donnerstag die Botschafter für Trinidad und Tobago sowie Malawi zu Online-Audienzen, wie der Buckingham-Palast im Anschluss mitteilte. Bereits am Dienstag hatte die 95-Jährige per Videoschalte zwei Botschafter empfangen.

Beobachter deuten die Online-Termine als Zeichen dafür, dass es mit der Genesung der Queen vorangeht. Zu Beginn ihrer Erkrankung hatte sie nach Angaben des Palastes «milde, erkältungsähnliche Symptome». Später strich sie einige geplante virtuelle Termine.

Queen Elizabeth II. ist nach ihrer Covid-19-Infektion auf dem Weg der Erholung. (Archivbild: Keystone)

Die Absage eines grossen Empfangs für das diplomatische Korps in London in dieser Woche wurde mit dem Krieg in der Ukraine in Verbindung gebracht. Gesundheitliche Gründe hätten jedenfalls keine Rolle gespielt, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Palastkreisen.

Es gilt zwar als sicher, dass die Queen dreimal geimpft ist, wegen ihres hohen Alters waren die Sorgen um die Monarchin trotzdem zunächst gross. Anfang Februar beging sie den 70. Jahrestag ihrer Thronbesteigung – im Juni soll das Platinjubiläum im ganzen Land gross gefeiert werden.

Bald kaum noch Corona-Zutrittsbeschränkungen in Frankreich

Menschen in Frankreich kommen demnächst wieder ohne Nachweis über Corona-Impfung, Genesung oder negativen Test in Restaurants, Fernzüge, Kinos und Museen.

Ab dem 14. März werde die derzeitige Pflicht zum Vorzeigen des «Pass Vaccinal» («Impfpass») ausgesetzt, sagte Premierminister Jean Castex am Donnerstag im Sender TF1. Der «Pass vaccinal» liefert den Nachweis über Impfschutz oder Genesenenstatus.

Nur für den Zutritt zu Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäusern und Altersheimen soll eine Art 3G-Regelung bestehen bleiben: also die Pflicht, geimpft, genesen oder negativ getestet zu sein («Pass sanitaire»).

Angesichts sinkender Corona-Zahlen soll – ebenfalls am 14. März – auch die Maskenpflicht in Innenräumen in Frankreich fallen, wie Castex ankündigte. Einzige Ausnahme soll der öffentliche Verkehr sein.

Menschen in Frankreich kommen ab dem 14. März wieder ohne Nachweis über Corona-Impfung, Genesung oder negativen Test in Restaurants, Fernzüge, Kinos und Museen. (Bild: Keystone)
Österreichs Gesundheitsminister tritt erschöpft zurück

In Österreich hat der zweite Gesundheitsminister seit Beginn der Corona-Pandemie wegen Überlastung das Handtuch geworfen. Wolfgang Mückstein (Grüne) erklärte am Donnerstag seinen Rücktritt – weniger als ein Jahr, nachdem er aus seiner Wiener Arztpraxis in die Spitzenpolitik gewechselt war. In den vergangenen Wochen sei er nicht mehr in der Lage gewesen, jeden Tag 100 Prozent der notwendigen Leistung zu erbringen, sagte der 47-jährige Minister. Ausserdem sei er ständig Bedrohungen ausgesetzt gewesen und habe Polizeischutz gebraucht, sagte der Politiker, ohne radikale Corona-Massnahmengegner konkret zu erwähnen. «Das will man nicht lange und das hält man nicht lange aus», fügte er hinzu.

Österreichs Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) legt sein Amt aus Erschöpfung nieder. (Bild: Keystone)

Mücksteins Amtsvorgänger und Parteikollege Rudolf Anschober hatte im vergangenen April wegen Überarbeitung aufgegeben. Mückstein war in den vergangenen Wochen mit zunehmend negativen Medienberichten konfrontiert, die unter anderem sein hölzernes Auftreten und seine manchmal widersprüchlichen Aussagen thematisierten.

Grünen-Chef und Vizekanzler Werner Kogler kündigte an, den Regionalpolitiker Johannes Rauch als neuen Gesundheitsminister vorzuschlagen. Rauch ist in der Landesregierung von Vorarlberg für Umwelt und Verkehr zuständig.

BAG meldet 23'023 neue Coronavirus-Fälle am Donnerstag

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag, 3. März, innerhalb von 24 Stunden 23’023 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG acht neue Todesfälle und 132 Spitaleinweisungen.

Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 17’519 bestätigte Neuinfektionen, 132 Spitaleintritte und 13 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 31,4 Prozent gestiegen. Die Spitaleinweisungen haben sich im Vergleich zur Vorwoche nicht verändert.

Aktuell befinden sich in den Spitälern insgesamt 635 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 74,40 Prozent. 16,20 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem BAG am Donnerstag 23’023 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. (Bild: Keystone)

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen vier Wochen 5933,18 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 0,93.

69,04 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind mittlerweile vollständig geimpft. Weitere 1,05 Prozent haben eine erste Dosis erhalten. Von der Bevölkerung ab 12 Jahren sind 78,13 Prozent geimpft. Ausserdem haben 41,53 Prozent der Gesamtbevölkerung und 75,91 Prozent der über 65-Jährigen eine sogenannte Booster-Impfung erhalten.

In den vergangenen 24 Stunden wurden dem BAG 53’180 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 2’865’417 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, 46’959 Personen mussten im Spital behandelt werden und 12’763 Personen starben in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Zurzeit befinden sich gemäss BAG 49’478 Personen in Isolation, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Swiss schreibt 2021 erneut hohen Verlust

Die Fluggesellschaft Swiss hat im zweiten Coronajahr erneut einen hohen Verlust von 427,7 Millionen Franken erlitten. Er fiel damit aber um rund ein Drittel geringer aus als im Vorjahr.

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Die Fluggesellschaft Swiss hat im zweiten Coronajahr erneut einen hohen Verlust von 427,7 Millionen Franken erlitten. (Bild: Keystone)
Auch Westaustralien öffnet nach 700 Tagen seine Grenzen

Als letzter Bundesstaat in Down Under hat Westaustralien nach zwei Jahren Corona-bedingter Schliessung seine Grenzen wieder für einheimische und internationale Besucher geöffnet. Vollständig Geimpfte dürfen seit Donnerstag, 3. März, erstmals seit fast 700 Tagen wieder quarantänefrei in die Region mit der Metropole Perth einreisen. Internationale Flüge wurden bis Freitag unter anderem aus Dubai, Singapur und Auckland erwartet.

Als letzter Bundesstaat in Down Under hat Westaustralien nach zwei Jahren Corona-bedingter Schliessung seine Grenzen wieder für einheimische und internationale Besucher geöffnet. (Bild: Keystone)

Australische Medien berichteten von emotionalen Szenen und Freudentränen, nachdem das erste Flugzeug um kurz nach Mitternacht aus Sydney kommend auf dem Airport von Perth landete. Reisende müssten sich allerdings vor der Einreise für einen so genannten G2G-Pass (Good to Go) registrieren und innerhalb von zwölf Stunden nach der Ankunft einen Antigen-Test machen, teilte die Regionalregierung mit.

Die anderen Bundesstaaten und Territorien hatten bereits vor zehn Tagen ihre Grenzen wieder für zweifach geimpfte Touristen geöffnet. Seit Dezember durften schon wieder Fachkräfte, internationale Studentinnen und Studenten sowie andere berechtigte Visumsinhaber einreisen. Australien hatte nach Beginn der Pandemie extrem strenge Regeln eingeführt, speziell was den Reiseverkehr betrifft.

BAG meldet 23'684 neue Corona-Fälle am Mittwoch

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 23’684 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG zehn neue Todesfälle und 150 Spitaleinweisungen.

Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 18’423 bestätigte Neuinfektionen, 174 Spitaleintritte und 15 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 28,6 Prozent gestiegen. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 13,8 Prozent ab.

Aktuell befinden sich in den Spitälern insgesamt 626 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 73,60 Prozent. 16,80 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 2388,91 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 18. Februar bei 0,93.

(Bild: Keystone)

69,02 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind vollständig geimpft. Weitere 1,06 Prozent haben eine erste Dosis erhalten. Von der Bevölkerung ab 12 Jahren sind 78,12 Prozent geimpft. Ausserdem haben 41,50 Prozent der Gesamtbevölkerung und 75,88 Prozent der über 65-Jährigen eine sogenannte Booster-Impfung erhalten.

In den vergangenen 24 Stunden wurden dem BAG 55’685 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 2’842’378 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, 46’822 Personen mussten im Spital behandelt werden und 12’754 Personen starben in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Zulassung von Impfstoffen soll einfacher werden

Der Bundesrat soll die Zulassung und den Import von Impfstoffen erleichtern. Als Zweitrat hat am Mittwoch der Ständerat eine entsprechende Motion angenommen. Ziel ist, die Versorgung der Schweiz zu verbessern.

Die kleine Kammer stimmte dem Vorstoss mit 36 zu fünf Stimmen ohne Enthaltungen zu. Sie schloss sich damit dem Nationalrat an, der dies bereits im März 2021 getan hatte. Unter anderem sollen Krankenkassen bei Impfstoff-Knappheit künftig auch Impfungen mit alternativen, in der Schweiz nicht zugelassenen Impfstoffen vergüten.

Die ehemalige Solothurner SP-Nationalrätin Bea Heim hatte die Motion bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie eingereicht. Darin wurde auch vorgeschlagen, zwischen dem Heilmittelinstitut Swissmedic und der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) eine Harmonisierung der Zulassungskriterien anzustreben.

Die ständerätliche Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK-N) hatte die Motion zur Annahme empfohlen. Der Bundesrat empfahl die Ablehnung. Er anerkannte in seiner Antwort von 2019 zwar, dass die Impfstoffversorgung trotz Pflichtlagern nicht ausreichend sichergestellt sei. Es seien jedoch bereits Massnahmen ergriffen worden, ein Grossteil der Forderungen der Motion sei erfüllt. In der Zwischenzeit seien grosse Fortschritte gemacht worden, sagte Gesundheitsminister Alain Berset am Mittwoch.

(Bild: Keystone)

Keine Mehrheit fand im Ständerat eine weitere Motion zur Versorgung mit Impfstoffen. Heim schlug darin unter anderem einen zentralen Einkauf mit mehrjährigen Lieferverträgen vor, wie ihn andere Länder kennen. Die kleine Kammer verwarf den Vorstoss mit 29 zu 13 Stimmen ohne Enthaltungen. Sie stellte sich damit gegen den Nationalrat. Die Motion ist vom Tisch.

Kehrtwende bei Impfpflicht in Grossbritannien

Beschäftigte in Gesundheits- und Pflegeberufen in England müssen sich anders als geplant doch nicht verpflichtend gegen das Coronavirus impfen lassen. Die britische Regierung bestätigte damit am Dienstagabend eine Kehrtwende, die sich bereits angedeutet hatte.

Ursprünglich sollten Pflegekräfte und Beschäftigte des englischen Gesundheitsdienstes NHS ab dem 1. April vollständig geimpft sein müssen, um ihren Job weiterhin ausüben zu dürfen. Andernfalls drohte ihnen die Kündigung. Für Beschäftigte in Pflegeheimen galt dies bereits seit dem vergangenen Jahr.

Im Zuge der weitgehenden Lockerung von Corona-Massnahmen in England hatte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid kürzlich bereits eine erneute Prüfung der Teil-Impfpflicht angekündigt. Nun bestätigte die Regierung, dass das Vorhaben fallen gelassen werden soll. Begründet wird dies mit der aktuell vorherrschenden Omikron-Variante, die weniger schwere Verläufe hervorbringe als die gefährlichere Delta-Variante.

Die verpflichtende Impfung für die Berufsgruppen war in Teilen der regierenden Tory-Partei enorm umstritten. Gegen Ende des vergangenen Jahres handelte sich Premier Boris Johnson damit eine enorme Rebellion seiner Fraktion ein. Auch aus Kreisen des Gesundheitsdienstes und der Pflegeberufe kam viel Kritik, da man fürchtete, der Personalmangel könne sich durch die Pflicht verschärfen.

Impfpflicht-Protest in Neuseeland: Gewalt bei Räumung von Zeltlager

Bei der Räumung eines Zeltlagers von Impfpflicht-Gegnern in Neuseeland durch die Behörden ist es zu gewaltsamen Zusammenstössen zwischen Polizei und Protestlern gekommen. Hunderte Beamte in Kampfausrüstung waren seit dem frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) im Einsatz, um das vor 23 Tagen vor dem Parlamentsgebäude in Wellington eingerichtete Camp aufzulösen.

Die Polizei habe bei der Aktion auch Feuerwehrschläuche als Wasserwerfer sowie Pfefferspray eingesetzt, während die Demonstrantinnen und Demonstranten die Beamten mit Feuerlöschern besprüht und mit verschiedenen Gegenständen beworfen hätten, berichteten neuseeländische Medien. Mindestens drei Beamte wurden einer Mitteilung zufolge verletzt. Demonstranten zündeten am Nachmittag auch Zelte an. Von dem provisorischen Camp stieg dichter schwarzer Qualm auf.

«Insbesondere sind wir besorgt darüber, dass diejenigen mit guten Absichten jetzt zahlenmässig unterlegen sind gegenüber denen, die bereit sind, Gewalt anzuwenden», sagte Polizeichef Andrew Coster. Etwa 65 Menschen seien festgenommen und 50 Autos abgeschleppt worden.

Ministerpräsidentin Jacinda Ardern sagte, für die wochenlange Aktion, die von «Fehlinformationen und Verschwörungstheorien» angeheizt worden sei, sei eine kleine Gruppe illegaler Protestler verantwortlich. Sie sei wütend und traurig über die Geschehnisse. Alle müssten Opfer bringen, um die Corona-Pandemie einzudämmen, daran würden weder Proteste noch Feuer noch Plakate etwas ändern.

Kampf gegen Corona: Biden sieht Rückkehr zur Normalität

US-Präsident Joe Biden hat die Menschen im Land auf eine Zukunft eingestimmt, in der die Corona-Pandemie nicht mehr ihren gesamten Alltag bestimmt. «Seit mehr als zwei Jahren hat Covid jede Entscheidung in unserem Leben und im Leben dieser Nation beeinflusst. Und ich weiss, dass Sie müde, frustriert und erschöpft sind», sagte Biden am Dienstagabend (Ortszeit) bei seiner Ansprache zur Lage der Nation. Aber dank des Durchhaltevermögens der Menschen gehe es nun vorwärts.

«Es ist an der Zeit, dass die Amerikaner wieder an die Arbeit gehen und unsere grossartigen Innenstädte wieder füllen. Menschen, die von zu Hause aus arbeiten, können sich sicher fühlen und ins Büro zurückkehren», so Biden. Er wolle sich nicht damit abfinden, mit dem Virus zu leben. So wie auch andere Krankheiten bekämpft worden seien, solle auch Covid-19 bekämpft werden. Besonders wichtig sei dafür die Impfung.

(Bild: Keystone)

Biden forderte die Menschen ausserdem auf, Corona nicht als parteipolitischen Streitpunkt zu sehen. «Lasst uns aufhören, uns gegenseitig als Feinde zu sehen, und anfangen, uns als das zu sehen, was wir sind, nämlich Mitbürger.» Es ginge darum, Probleme gemeinsam anzugehen, um vorwärts zu kommen.

Seit Beginn der Pandemie sind in den USA mehr als 950 000 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Die Impfquote stagniert. In dem Land mit 330 000 Millionen Einwohnern sind 65 Prozent der Menschen zweifach geimpft. Knapp 44 Prozent von ihnen haben auch schon eine Auffrischungsimpfung. Die Omikron-Welle traf die USA im Dezember mit voller Wucht – mittlerweile sind die Fallzahlen massiv zurückgegangen. Biden geriet allerdings massiv in die Kritik, weil es vor allem rund um die Feiertage überall an Tests fehlte.

Fast alle Corona-Einschränkungen auf Mallorca aufgehoben

Mallorca hat die meisten der noch geltenden Corona-Einschränkungen aufgehoben. Dies ging aus einer am Dienstag im Amtsblatt der Balearen-Insel veröffentlichten Anordnung hervor. Nur die weiterhin in ganz Spanien geltende Maskenpflicht in Innenräumen sowie das Rauchverbot in den Aussenbereichen von Gaststätten bleiben am beliebtesten ausländischen Urlaubsziel der Deutschen bestehen.

Der Sprecher der Regionalregierung, Iago Negueruela, hatte die Aufhebung der Vorsichtsmassnahmen am Vortag mit der guten Entwicklung der Infektionszahlen sowie mit der hohen Impfquote auf den Balearen begründet. Abgeschafft werden zahlreiche Restriktionen, darunter die Beschränkungen der Besucherzahlen, etwa in der Gastronomie, im Nachtleben, bei Kultur-, Sport- und anderen Veranstaltungen sowie auch in Seniorenheimen. Viele der Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie waren auf den Balearen bereits in den vergangenen Wochen immer weiter gelockert worden.

Die Corona-Zahlen sinken auf Mallorca, den anderen Balearen-Insel und in ganz Spanien seit Wochen. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen betrug auf den Balearen zuletzt 170, nachdem dieser Wert vor einem Monat noch bei mehr als 1400 gelegen hatte. Zum Vergleich: In ganz Spanien lag er am Dienstag bei 207, in Deutschland bei 1213.

Nationalrat bewilligt zusätzliche Gelder zur Pandemiebewältigung

Der Nationalrat hat zusätzliche Gelder zur Bewältigung der Corona-Pandemie bewilligt. Er genehmigte am Dienstag drei Nachtragskredite im Umfang von insgesamt 3,4 Milliarden Franken.

Der Bundesrat hatte die entsprechende Sonderbotschaft zum Voranschlag 2022 Anfang Dezember verabschiedet. 1,7 Milliarden Franken entfallen auf den Corona-Erwerbsersatz, 900 Millionen Franken auf den Bundesanteil an der Härtefallhilfe und 800 Millionen Franken auf den Bundesbeitrag an die Arbeitslosenversicherung für die Kurzarbeitsentschädigung.

Es handle sich um die logische Folge der Verlängerung einiger Massnahmen aus dem Covid-19-Gesetz in der Wintersession, sagten Anna Giacometti (FDP/GR) und Heinz Siegenthaler (Mitte/BE) namens der Kommission. Die dafür benötigten Mittel hätten aus Zeitgründen nicht mehr im Rahmen der normalen Budgetdebatte gesprochen werden können.

Massnahmen-Kritiker fordern Aufarbeitung der Pandemie-Politik

Zahlreiche Organisationen von Massnahmen-Kritikern haben am Dienstag in einem offenen Brief eine Untersuchung der Corona-Massnahmen durch eine unabhängige ausserparlamentarische Untersuchungskommission (APUK) gefordert. Nach zwei Jahren Pandemiemodus brauche es jetzt eine gründliche Analyse.

Die Freunde der Verfassung, das Ärztenetzwerk Aletheia, die Petition Frühling 2020, das Aktionsbündnis Urkantone, Aufrecht Schweiz und weitere 19 Gruppen sind Absender des Briefes. Ein Adressat wird nicht genannt.

Als «grösste globale Krise der Nachkriegszeit» wird die Corona-Pandemie im Brief bezeichnet. Sehr viele Menschen seien erschüttert worden, und die gesellschaftlichen Umwälzungen seien tiefgreifend gewesen. Gerechtfertigt wird eine breit angelegte Untersuchung des weiteren damit, dass durch Corona-Massnahmen «ein Schaden von mindestens 60 Milliarden Franken» entstanden sei. Zudem seien Garantien und Bürgschaften von weiteren 42 Milliarden Franken eingegangen worden.

Höhere Fallzahlen aufgrund von Öffnungsschritten

In den letzten Tagen sind in der Schweiz die Corona-Fallzahlen im Vergleich zur Vorwoche wieder gestiegen. Das könnte nach Ansicht der wissenschaftlichen Taskforce auf die Ausbreitung der Omikron-Variante BA.2 sowie die Öffnungsschritte von Mitte Februar zurückzuführen sein.

Seit Ende Januar waren die Zahlen der Neuinfektionen bis zum Wochenende vom 27. Februar gesunken, wie die wissenschaftliche Taskforce in ihrer neusten epidemiologischen Lagebeurteilung festhält.

Die Omikron Variante ist dabei seit der Nach-Weihnachtszeit in der Schweiz dominant. Ihre Häufigkeit an allen Infektionen betrug seit der dritten Januarwoche über 95 Prozent. Omikron zirkuliert in den Varianten BA.1. und BA.2.

In der dritten Januarwoche hatte BA.1 noch eine Häufigkeit von über 95 Prozent. Seither ging diese Häufigkeit zurück und betrug in der Woche vor dem 20. Februar noch 69 Prozent. Die Omikron-Untervariante BA.2 hat in den letzten Wochen zugenommen und machte bis zur dritten Februarwoche 31 Prozent der sequenzierten Proben aus, wie die Science Taskforce schreibt.

Queen nimmt wieder Online-Termine wahr

Gut eine Woche nach dem Bekanntwerden ihrer Corona-Infektion hat Queen Elizabeth II. wieder Online-Termine wahrgenommen. Die 95-Jährige empfing am Dienstag per Videoschalte von Schloss Windsor aus in zwei Online-Audienzen Botschafter aus Andorra und dem Tschad, wie der Buckingham-Palast im Anschluss mitteilte.

Zuvor hatte die britische Königin einige geplante virtuelle Termine abgesagt. Nach Angaben des Palastes hatte sie «milde, erkältungsähnliche Symptome» gespürt, aber trotzdem weiterhin leichte Aufgaben ausgeführt.

Es gilt als sicher, dass die Queen dreimal gegen Corona geimpft ist. Wegen ihres hohen Alters gilt die Infektion trotzdem nicht als ungefährlich. Die Termine am Dienstag werteten Beobachter daher als vorsichtiges Zeichen für eine Erholung.

Vor knapp einem Monat beging die Queen im kleinen Kreis den 70. Jahrestag ihrer Thronbesteigung. Sie ist die am längsten regierende Monarchin des Vereinigten Königreichs.

(Bild: Keystone)
BAG meldet 16'734 neue Coronavirus-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 16’734 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 17 neue Todesfälle und 109 Spitaleinweisungen.

Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 15’191 bestätigte Neuinfektionen, 128 Spitaleintritte und 14 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 10,2 Prozent gestiegen. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 14,8 Prozent ab.

Aktuell befinden sich in den Spitälern insgesamt 604 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 70,90 Prozent. 16,70 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen vier Wochen 6208,43 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 0,94.

69,01 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind mittlerweile vollständig geimpft. Weitere 1,07 Prozent haben eine erste Dosis erhalten. Von der Bevölkerung ab 12 Jahren sind 78,12 Prozent geimpft. Ausserdem haben 41,48 Prozent der Gesamtbevölkerung und 75,86 Prozent der über 65-Jährigen eine sogenannte Booster-Impfung erhalten.

In den vergangenen 24 Stunden wurden dem BAG 40’873 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 2’818’562 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, 46’662 Personen mussten im Spital behandelt werden und 12’744 Personen starben in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Zurzeit befinden sich gemäss BAG 57’199 Personen in Isolation, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Greenfield Festival sorgt für Apokalypse-Stimmung

Vollblut-Rockfans fällt das Stillsitzen besonders schwer. Entsprechend euphorisch hat das Greenfield Festival Interlaken seine erste postpandemische Ausgabe (9.-11.6.) angekündigt – mit Namen wie Korn, Volbeat oder Billy Talent.

Das Openair auf dem Flugplatz Interlaken wolle «mit seinem Rock-Feuer die Berge glühen» lassen», teilten die Veranstalter am Dienstag in einem Communiqué mit.

Und nicht nur das: Unter dem Motto «Shelter 666» soll sich das Gelände eine apokalyptische Kulisse verwandeln. «Durch ein knarrendes Tor tritt man ein in eine Welt mit alten, rostigen Schiffscontainern und Autowracks», lautet die Ankündigung. Dazu «dröhnende Bässe und das Johlen der Meute».

Neben den Headlinern stehen auch Namen wie Bad Religion, Skindred, The Offspring oder Killswitch auf dem Programm. Angestossen wird am Greenfield Festival auf die Endzeit – «mit radioaktiven Getränken».

(Archivbild: Keystone)
Ständerat heisst dritten Pandemie-Armeeeinsatz nachträglich gut

Der Ständerat hat den dritten Armeeeinsatz in der Covid-19-Pandemie nachträglich gutgeheissen. Der Bundesrat hatte den Assistenzdienst von bis zu 2500 Armeeangehörigen bis Ende März im Dezember bewilligt.

Seither waren bis zu 570 Armeeangehörige gleichzeitig im Einsatz. Sie leisteten bis zum Ende des dritten Armeeeinsatzes im Februar rund 21’000 Diensttage. In den Kantonen Jura, Wallis, Neuenburg, Freiburg, Aargau, Nidwalden und Bern half das Militär beim Impfen.

Die Kantone Jura, Freiburg, Wallis, Luzern, Genf und Bern beanspruchten die Soldatinnen und Soldaten zudem für die Mithilfe bei der Grund- und Intensivpflege in den Spitälern. Die Armee sprang aber nur ein, wenn in den um Hilfe bittenden Kantonen sämtliche zivilen Mittel ausgeschöpft waren.

Laut Verteidigungsministerin Viola Amherd soll der dritte Armeeeinsatz so wie die beiden vorherigen aus dem ordentlichen Budget finanziert werden. Noch seien allerdings die Kosten für den dritten Einsatz noch nicht bekannt.

Der Ständerat hiess den Armeeeinsatz am Montag als Erstrat mit 37 zu 0 Stimmen und ohne Enthaltung gut. Das Parlament muss den Einsatz zustimmen, weil mehr als 2000 Armeeangehörige betroffen waren und der Einsatz über drei Wochen dauerte.

87 Prozent der Corona-Patienten haben Spital wieder verlassen

Seit Beginn der Pandemie haben rund 87 Prozent der Corona-Patientinnen und -Patienten das Spital wieder verlassen können. Rund 12 Prozent überlebten die Krankheit nicht.

(Bild: Keystone)

Insgesamt gaben die rund 20 Spitäler, die am CH-SUR Covid-Überwachungssystem teilnehmen, bei 2640 Erkrankten Covid-19 als «bestätigte oder vermutete Todesursache» an. 254 infizierte Personen erlagen von Ende Februar 2020 bis Ende Januar 2022 einer anderen Krankheit, 19’205 Corona-Patientinnen und -Patienten konnten entlassen werden. Die Zahlen finden sich im letzten CH-SUR-Bericht auf der Webseite des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).

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