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Der Telebasel News-Beitrag vom 24. Februar 2022.
Basel

Dreizackbrunnen ist zurück in der Freien Strasse

Mithilfe eines Krans wurde der Dreizackbrunnen an einem neuen Ort platziert. Eigentlich war er bis 1935 schon einmal dort.

Normalerweise sprudelt hier an Neujahr der Hypokras. Zwei Jahre lang blieben die speienden Basilisken auf dem Trockenen. Die «Neijoorsadringgedde»  musste zweimal abgesagt werden. Der Grund: Corona wie auch die Umgestaltung der Freien Strasse. Nun aber ist der Dreizackbrunnen zurück. Oder besser gesagt: Beide Hälften sind zurück und um zweieinhalb Meter verschoben. Der eine Teil des Brunnens landete im IWB-Depot, der andere blieb am Münsterberg. Nun sind beide Hälften wieder vereint.

Etwa dreieinhalb Stunden dauert die Operation. Ein Kran hievt die mehrere Tonnen schweren Beckenteile auf den neuen Sockel. Vier Mann leisten Präzisionsarbeit mit Mörtel und Wasserwage. Nun, wozu aber der ganze Aufwand? «So kommt der Brunnen mehr zur Geltung und man kann sich besser drumherum bewegen», erklärt Matthias Fluri, Gesamtprojektleiter Freie Strasse beim Tiefbauamt.

Als der Brunnen schon mal weichen musste

Interessant dabei: Der Dreizackbrunnen wurde anno 1935 schon einmal verschoben. Allerdings in die andere Richtung. «Damals hatte man das Gefühl, der Brunnen sei zu weit vorn und stehe den Fussgängern wie auch dem zunehmenden Verkehr im Weg», sagt Alex Dänzer, Brunnenmeister bei den IWB. «Heutzutage will man Verkehr wieder wegbekommen und eine Flaniermeile machen. Darum kommt der Brunnen ursprungsmässig retour an den alten Ort».

Der Dreizackbrunnen wurde im Jahr 1837 nach einem Entwurf von Melchior Berri gebaut. Nach der langen Baustellenpause ist zumindest der Trog zurück. Wasser fliesst aber noch keines. Der Brunnstock mit den Leitungen, dem Dreizack und den Basiliskenfiguren wird nach der Fasnacht montiert.

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