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Der Telebasel News Beitrag vom 18. Februar 2022.
Basel

Regierungsrat «Gloonradin Prahler» bekommt am Conzärtli sein Fett weg

Der Zwischenfall am Dies Academicus, die Impfkampagne und der Ratgeber von Conradin Cramer spielen in den Stiggli der Zofinger eine wichtige Rolle.

Er lächelt auf Instagram und posiert mit dem Polit-Ratgeber: Als Strahlemann macht Gloonradin Prahler den Auftakt zu den Stiggli. Zunächst aber gibt’s den Conzärtlicantus aus voller Kehle. Keine Selbstverständlichkeit, denn man erinnere sich ans letzte Jahr: Damals der Sänger Christian Schmid v/o Tram Giovanni noch einsam singend in der Safranzunft. Genau dort knüpfen die Fagunzen an: Der Pestarzt ist zurück mit dem Prolog, diesmal aber vor Live-Publikum statt vor der Kamera. Nun könne man ihn nicht mehr überspringen, sagt er in Anspielung auf das letztjährige abgefilmte Zofingerconzärtli.

Ein «geschwurbelter» Martini

Nun ist Basels älteste Vorfasnachtsveranstaltung zurück im Congress Center. Wie gesagt ist diesmal der Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer an der Reihe. Als eine der diesjährigen Lyyche möchte er sein Kind lieber in eine Baselbieter Schule schicken und die Maturzeugnisse schon auf Vorrat unterschreiben. Eine gelungene Persiflage, die auch dem LDP-Regierungsrat in der vordersten Reihe mitverfolgt. «Ich war vorher sehr aufgeregt, man ist schliesslich nur einmal im Leben eine Lyyche, aber ich hab das Lyyche-Dasein heute Abend überlebt», sagt Conradin Cramer nach dem Conzärtli. Er lobt die Performance seines «Doppelgängers» mit Brille und Krawatte.

Auch David Trachsel lässt sich die Premiere nicht entgehen. Der Grossrat, Präsident der Jungen SVP und Massnahmengegner hat letztes Jahr mit Diktatorenvergleichen und dergleichen polemisiert. In einem Stiggli wird er daher zum «Covid Quaggsel», der seinen Martini «geschwurbelt» bestellt. Wie in den letzten beiden Conzärtli gibt damit auch sein herrlich gespielter Parteikollege und Corona-Gegenspieler «Joël Gschwüring» einen Gastauftritt.

DvW-Show und Schweizer Nati

Das Original der dritten Lyyche sitzt leider nicht im Publikum: Granit Xhaka alias «Gradnit Xhekt-ka». Der Nati-Captain mit blondierten Haaren und missglückten Redewendungen sorgt er für Lacher, ebenso die Nebenrollen Yann Sommer, Xherdan Shaqiri und Murat Yakin. Als weitere «Nebenlyyche» in den Stiggli hat auch Baudirektorin Esther Keller einen Auftritt. Und wenn Roger Federer die Arztpraxis von Guy Morin betritt, werden alle Wehwehchen im Tennisjargon aufgezählt. Mit einer Parodie auf die DvW-Show kommt auch Telebasel im diesjährigen Conzärtli vor. Dani von Wattenwyl und Zoe Scarlett laden etwa Leila Straumann vom Gleichstellungsbüro und Pia Inderbitzin vom Comité ins Studio ein.

Ein Wiedersehen gibt’s mit ein paar Stammgästen, etwa den beiden Kleinbasler Zechern aus dem Schiefen Eck. Oder mit den beiden Daig-Rentnerinnen. Diese verwechseln diesmal den Steine-Grill mit einer Confiserie und begeben sich mit jungen Partygängern an die Impfparade. Speziell dieses Jahr: Die Zofinger werden in einem der Stiggli selbst zum Thema. Der Vorfall am Dies Academicus, als eine Gruppe aus linken und feministischen Kreisen gegen die Männer-Studentenverbindung protestierte. Mit einer Prise Selbstironie erklärt eine Lehrerin ihren Schülerinnen anhand eines Zofinger-Mannequins, wie man mit Wasserballons gegen «sexistische Rechtsextreme» vorgehen soll.

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