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Der Telebasel News Beitrag vom 17. Februar 2022.
Basel

Eine neue Chance für ältere Menschen auf Jobsuche

Ausgesteuerte Personen beziehen oft Sozialhilfe. Das will der Verein Workfair 50+ mit einem Projekt verhindern.

Menschen über 50, die lange ohne Stelle sind wieder in den Arbeitsmarkt integrieren: Das will Pierre Bayerdörfer, Präsident des Vereins «Workfair 50+». Denn eine Stelle sei wichtig für das Selbstwertgefühl und die betroffene Person bezieht so auch keine Sozialhilfe. «Das ist auch der Grund, wieso wir von Workfair 50+ ein Brückenangebot geschaffen haben. Das heisst Workspace 50+ und das soll ausgesteuerten Personen ermöglichen wieder als Sprungbrett zurück in den ersten Arbeitsmarkt zu kommen für mindestens ein Jahr», so Bayerdörfer.

Das Projekt Workspace 50+ startete letztes Jahr, steht also noch am Anfang. Zusammen mit der Textilfirma Switcher bekommen ausgesteuerte Menschen einen Arbeitsplatz bei normalem Lohn. Klar ist aber, dass der Workspace 50+ auf ein Jahr befristet ist. «Der Workspace soll als Sprungbrett dienen. Soll den Leuten mindestens ein Jahr lang die Möglichkeit geben, dort zu Arbeiten. Dann haben sie den Vorteil, dass sie entweder eine Festanstellung bekommen via eine andere Firma, wo man sagt, ok ich wechsle jetzt die Stelle, oder sie haben zumindest wieder die Möglichkeit eine zweite Rahmenfrist zu erlangen», so Bayerdörfer. Das heisst, die betroffenen Menschen beziehen ihr Geld nicht von der Sozialhilfe sondern von der Arbeitslosenversicherung und bekommen beim RAV eine Beratung, um eine neue Stelle zu finden.

An Motivation fehle es nicht, sagt Bayerdörfer: «Die meisten von unseren Leuten, die wir haben wollen, arbeiten. Die wollen arbeiten bis 65 und manche auch darüber hinaus.» Pierre Bayerdörfer hofft jetzt, dass noch mehr unternehmen wie Switcher mitmachen und das Projekt unterstützten.

6 Kommentare

  1. „Minimallohn“ oder „normaler Lohn“?!! –
    Die Facebookpräsenz Arbeitslosigkeit 50+ schreibt in einem gesponserten Post, geplant sei „ein Einsatz von mind. einem Jahr zu einem Minimallohn“. Hier im Artikel hingegen ist von einem „normalen Lohn“ die Rede.
    @Redaktion Telebasel – Bitte nachhaken! Danke!Report

  2. Ich finde dieses Projekt eine sehr sinnvolle Sache und kann dem nur beipflichten, vor allem weil ich sehr genau weiss wie es ist, finanzielle Sozialhilfe beantragen zu müssen, da ich selbst bereits einmal ausgesteuert war! In der
    Zwischenzeit befinde ich mich nach einem wiederholtem Jobverlust und nur dank regelmässigen Arbeitseinsätzen bei einer Nachbargemeinde bereits in einer 3. Rahmenfrist! Ohne solcher Zwischenverdienst-Möglichkeiten ist man schnell einmal weg vom Fenster und ein allfälliger Wiedereinstieg auf dem 1. Arbeitsmarkt mit fortgeschrittenem Alter ist i.d.R. nur noch schwer zu schaffen, um nicht zu sagen nahezu ausgeschlossen!Report

  3. Super Sache, endlich wird mal supstantiell getan und nicht nur davon gesprochen. Ich wünsche der Institution viel Erfolg und alles Gute 👍👏👍Report

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