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Sehen Sie hier die Medienkonferenz mit Bundespräsident Ignazio Cassis und Bundesrat Alain Berset im Rückblick. (Video: Youtube, der Schweizerische Bundesrat)
Schweiz

Alain Berset: «Wir hoffen, dass es der endgültige Ausstieg aus der Pandemie ist»

Die Bundesräte Ignazio Cassis und Alain Berset verkünden am 16. Februar weitreichende Massnahmen-Lockerungen. Dabei mahnen sie auch zur weiteren Vorsicht.
Die Medienkonferenz ist beendet

Wir danken Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. Eine chronologische Auflistung der Pressekonferenz gibt es im Folgenden. Eine Zusammenfassung finden Sie ganz unten im Artikel.

Impfkapazitäten bleiben

Das sei wichtig, so Gesundheitsminister Alain Berset. Dies, weil es aktuell noch keine einzelnen Dosen der Corona-Impfungen gebe. Deshalb sei es wichtig, dass die Organisation funktioniere.

Keine spezifischen Regeln für Arbeitgeber

Am Arbeitsplatz gelten die üblichen Schutzpflichten gegenüber Arbeitnehmern. Eine generelle Maskenpflicht gibt es nicht. Eine Ausnahme gebe es beim Schutz besonders vulnerabler Personen.

Höchstansteckende Menschen aus dem Verkehr ziehen

Höchstansteckende Menschen aus dem Verkehr ziehen: Das ist das Ziel der Isolation. Deshalb bleibe diese bestehen, erläutert Gesundheitsminister Alain Berset.

Cassis fügt an: «Die Gesellschaft verlangt, dass die Menschen zuhause bleiben, wenn sie krank sind. Das verhindert die Ausbreitung am Arbeitsplatz und an weiteren Orten.»

Nun würden nur noch Menschen mit Symptomen getestet, so Cassis. Dies, weil ja die Zertifikatspflicht wegfallen.

Im April fällt dann auch die Isolationspflicht. «Irgendwann muss man eine Grenze ziehen», so Berset. «Das gehört auch zur Normalität.»

Maskenpflicht im ÖV bleibt, weil es keine Alternative gibt

Das erklärt Gesundheitsminister Alain Berset. Online könne man einkaufen, sagt er. Aber dem ÖV können vulnerable Personen weniger aus dem Weg gehen. Deshalb bleibt die Maskenpflicht im ÖV bestehen.

Wird die Pandemie wieder aufflammen?

Entscheiden sei aktuell, dass die Immunisierung in der Bevölkerung sehr hoch sei, so Bundespräsident Ignazio Cassis. Wenn es keine neuen Viren gehören, dann könne man mit Anpassungen normal weiterarbeiten.

Dafür gebe es auch die kantonalen Massnahmen, so Cassis. «Das Virus verschwindet nicht, sondern wird integriert. Genauso wie andere Viren», so der Bundespräsident.

«Das Virus ist da»

«Das Virus ist da», so Ignazio Cassis. Es gelte nun Verantwortung zu tragen. Was im Herbst komme, das müsse man dann sehen. Die epidemiologischen Überwachungsmassnahmen bleiben unentbehrlich, so Cassis. Dies würde bleiben.

Der Bund könne nicht alle Massnahmen beschliessen, so Berset. Bei der Maskenpflicht sollen nun Unternehmen und Kantonen entscheiden, welche Massnahmen sie für angebracht halten.

Zertifikat für Reisen im Schengenraum bleibe

Der Bundesrat hofft, dass das Zertifikat bald entfalle, wenn man Reisen ins Ausland macht. Berset traf sich kürzlich mit anderen europäischen Gesundheitsministern in Grenoble. Das Thema sei in Diskussion. Einen Zeitrahmen könne er nicht nennen.

Welche Massnahmen wirken?

Das sei schwierig zu sagen, so Bundesrat Alain Berset. Es seien immer Massnahmen-Pakete beschlossen worden. Es sei deshalb schwer zu sagen, welche einzelnen Massnahmen gegriffen haben. Deshalb sei es zu früh für eine Analyse.

«Wir hoffen, dass es der endgültige Ausstieg aus der Pandemie ist»

«Wir hoffen, dass es der endgültige Ausstieg aus der Pandemie ist», so Berset. Er erinnert sich: «12’000 Menschen sind verstorben. Viele haben gelitten und viele leiden noch heute an Long Covid.»

Es sei wichtig, gewisse Gewohnheiten beizubehalten. «Ich verstehe, dass einige jetzt auch Angst haben.» Wer wolle, könne weiter eine Maske tragen. Es gelte nun, dass jeder Einzelne Verantwortung übernimmt. «Jeder muss mit den Risiken der Pandemie selber umgehen können.»

Besondere Lage wird aufgehoben

Die besondere Lage soll Ende März aufgehoben werden. Die Covid-Task Force wird aufgelöst. Dies auf eigenen Wunsch.

«Ab Mitternacht kein Zertifikat mehr»

«Zwei Jahre nach Beginn der Pandemie in unserem Land ist es zu früh, eine Bilanz zu ziehen», so Alain Berset. Der Gesundheitsminister könne aber sagen, dass er zum 85. Mal eine Corona-Pressekonferenz halte.

Er blickt zurück auf unsichere Zeiten. «Heute können wir feststellen, dass die epidemische Lage sich verbessert. Wir haben keine Überlastung der Spitäler. Es gibt wenig schwere Verläufe», zählt er auf. «Ab Mitternacht braucht man Zertifikat mehr in der Schweiz».

Cassis mahnt zu Verantwortung

Cassis mahnt: «Es gibt noch immer vulnerable Personengruppen.» Die gefährdeten Personen gelte es weiter zu schützen.

Er warnt weiter: «Wir sollten keine Angst haben vor der Normalität. Aber wir dürfen auch nicht zu enthusiastisch sein. Wir müssen nun gemeinsam auf die neue Lage einstellen.»

Die Aufgabe der Massnahmen heisse nicht, dass der Bundesrat die Pandemie nicht mehr ernst nehmen. «Freiheit bedeutet auch Verantwortung», appelliert er. Man solle Menschen respektieren, die sich weiter mit einer Maske schützen wollen.

«Es ist ein weiterer Schritt in Richtung Normalität»

«Heute machen wir einen entscheidenden Schritt», sagt Bundespräsident Ignazio Cassis. Der Bundesrat beschliesst, fast alle Schutzmassnahmen per Donnerstag aufzuheben.

Damit gibt es keine Zertifikatspflicht mehr ab Morgen. Die Maskenpflicht wird auch Grossflächig aufgehoben.

«Es ist ein weiterer Schritt in Richtung Normalität», so Cassis. Die Hospitilisationen bleiben tief, sagt er.

Der Bundesrat hebt die Corona-Schutzmassnahmen weitgehend auf. Ab Donnerstag gibt es keine Zertifikats- und keine Maskenpflicht mehr in Läden, Restaurants und Kulturbetrieben. Die Maskenpflicht im ÖV sowie in Gesundheitsbereichen und die fünftägige Isolation für Infizierte bleiben. Details lesen Sie hier.

Cassis: «Keine Freiheit ohne Verantwortung»

Nach der Aufhebung der meisten Massnahmen gegen die Covid-19-Pandemie hat Bundespräsident Ignazio Cassis zu gegenseitigem Respekt aufgerufen. Die Schweiz habe ein Stück Freiheit zurück. «Es gibt aber keine Freiheit ohne Verantwortung», mahnte er am Mittwoch.

Der Bundesrat ziehe eine positive Bilanz aus den seit dem 2. Februar 2020 ergriffenen Massnahmen, erklärte der Aussenminister vor den Bundeshausmedien. Seit dem 16. März 2020 habe sich die Schweiz in der ausserordentlichen Lage befunden. Nun fielen genau 23 Monate später die meisten Massnahmen dahin.

Jetzt beginne eine neue Phase. Die epidemiologische Lage sei günstig und die Situation in den Spitälern stabil. Der Trend zur Verbesserung dürfte sich mit dem herannahenden Frühling fortsetzen, sagte der FDP-Politiker.

Warnung vor Übermut

Jetzt solle aber niemand übermütig werden, warnte Cassis. Risikopersonen hätten weiterhin Anspruch auf den grösstmöglichen Schutz. Sie dürften nicht vergessen werden. Wer weiterhin ausserhalb des öffentlichen Verkehrs Maske tragen wolle, dürfe das tun, und der Entscheid sei zu respektieren.

Der Bundesrat nehme seine Verantwortung für den Schutz der Bevölkerung vor der Pandemie weiterhin wahr, versicherte Cassis. Sollte es die epidemiologische Lage erfordern, wäre er zu Massnahmen bereit.

Berset fordert Respekt für Menschen mit individuellem Schutz

Die akute Phase der Corona-Krise ist nach Einschätzung von Gesundheitsminister Alain Berset vorbei. Für einige sei die Aufhebung der Massnahmen eine Erleichterung, für andere eine Belastung. Berset rief zum Respekt gegenüber jenen auf, die sich nun individuell schützten, etwa mit einer Maske.

Fast alle Etappen des Vorstellbaren habe die Schweiz durchlaufen in den vergangenen zwei Jahren, sagte er und nannte als Beispiel das Aufkommen der Omikron-Variante im November. Diese habe zunächst Angst und Ungewissheit ausgelöst.

Jetzt verlangsame sich der Rhythmus, trotz nach wie vor hoher Ansteckungszahlen, sagte Berset. Angesichts dieser positiven Entwicklung habe der Bundesrat fast alle Schutzmassnahmen aufgehoben. Obligatorisch blieben die Masken im Innern von öffentlichen Verkehrsmitteln, aber nicht mehr auf den Bahnhöfen.

«Verletzliche weiter schützen»

Auch in Gesundheitseinrichtungen – ausser für deren Bewohner – gelte die Maskenpflicht weiterhin. «Es gilt, die Verletzlichen weiterhin zu schützen», sagte der Gesundheitsminister. Spätestens Ende März wolle der Bundesrat von der «besonderen Lage» gemäss Epidemiengesetz wieder zur «normalen Lage» zurückkehren. Dann liege die Verantwortung bei den Kantonen.

Berset gedachte der mittlerweile mehr als 12’000 Verstorbenen, der schwer Erkrankten und auch der Menschen, die an Long Covid leiden. Sie dürften nicht vergessen werden. Auch sei über die Langzeitfolgen der Pandemie noch wenig bekannt.

«Wir haben in der Krise sehr viel gelernt, und es war hart und mühsam. Aber das Virus wird nicht verschwinden», stellte Berset klar. Jeder und jede müsse den Umgang mit den Risiken nun selbst übernehmen. Massnahmen wie Abstand und Hygiene könnten dabei helfen. Er rief zum Respekt gegenüber Menschen auf, die sich weiter mit einer Maske schützten.

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