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Schweiz

87 Prozent der Corona-Patienten haben Spital wieder verlassen

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
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87 Prozent der Corona-Patienten haben Spital wieder verlassen

Seit Beginn der Pandemie haben rund 87 Prozent der Corona-Patientinnen und -Patienten das Spital wieder verlassen können. Rund 12 Prozent überlebten die Krankheit nicht.

(Bild: Keystone)

Insgesamt gaben die rund 20 Spitäler, die am CH-SUR Covid-Überwachungssystem teilnehmen, bei 2640 Erkrankten Covid-19 als «bestätigte oder vermutete Todesursache» an. 254 infizierte Personen erlagen von Ende Februar 2020 bis Ende Januar 2022 einer anderen Krankheit, 19’205 Corona-Patientinnen und -Patienten konnten entlassen werden. Die Zahlen finden sich im letzten CH-SUR-Bericht auf der Webseite des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).

Isolationspflicht für Corona-Infizierte endet in England

Corona-Infizierte in England müssen sich von diesem Donnerstag an nicht mehr isolieren. Damit sind alle Coronamassnahmen in dem grössten britischen Landesteil beendet.

Mit dem Schritt passt Premierminister Boris Johnson den Umgang mit Covid-19 dem anderer Erkältungskrankheiten an. Die Regierung setze darauf, dass sich Infizierte selbstverantwortlich verhielten und im Fall einer symptomatischen Erkrankung krank meldeten, sagte Johnson bei einer Pressekonferenz Anfang der Woche. «Lassen Sie uns lernen, mit diesem Virus zu leben und uns und andere weiterhin schützen, ohne dass wir unsere Freiheiten einschränken», so der Premier. Vom 1. April soll es zudem keine kostenlosen Tests mehr geben.

Experten zeigten sich besorgt. Eine Gruppe von Wissenschaftlern, die auch für das Beratungsgremium Sage arbeitet, warnte, das Ende von Isolationspflicht und frei verfügbaren Schnelltests könne zu «einer Rückkehr zu einem rapiden epidemischen Wachstum» führen. Die Modellierer teilten mit, die Infektionen könnten dadurch um 25 bis 80 Prozent zunehmen.

Die Opposition warf Johnson vor, mit der Entscheidung vor allem Kritiker in der eigenen Partei ruhigstellen zu wollen. Überschattet wurde die Aufhebung der Isolationspflicht zudem von der Corona-Infektion der britischen Königin Elizabeth II.

Gesundheitspolitik ist im Vereinigten Königreich Sache der Regionalregierungen. Schottland, Wales und Nordirland hatten stets einen etwas vorsichtigeren Weg als der grösste Landesteil England gewählt, für den die Zentralregierung in London entscheidet. In Schottland sollen fast alle Corona-Massnahmen am 21. März enden. Die Isolationspflicht für positiv Getestete soll aber vorerst bestehen bleiben.

Tschechien streicht fast alle Corona-Einschränkungen

Tschechien schafft in den nächsten Wochen fast alle verbleibenden Corona-Schutzmassnahmen ab. Vom 1. März an werden Grossveranstaltungen und Feiern ohne Teilnehmerbegrenzung erlaubt, wie Gesundheitsminister Vlastimil Valek nach einer Kabinettssitzung am Mittwoch ankündigte. Derzeit dürfen zum Beispiel an Konzerten maximal 1000 sitzende Zuschauer teilnehmen.

Vom 13. März an entfällt die generelle Maskenpflicht in Innenräumen. Nur in Bahn und Bus sowie in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen muss dann noch eine FFP2-Maske angelegt werden. Bei der Einreise gelten je nach Herkunftsland weiterhin diverse Anmelde-, Test- und Nachweispflichten.

Nach Einschätzung von Regierungsexperten hat Tschechien den Höhepunkt der Omikron-Welle bereits hinter sich. Nach aktuellen Zahlen gab es 809 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Allerdings wird auch weniger getestet, seit die regelmässigen Massentests in Schulen und Betrieben ausgelaufen sind.

Inzwischen wurde bekannt, dass die Krankenkassen für die Tests im vorigen Jahr umgerechnet rund 2,2 Milliarden Euro ausgegeben hatten. Bei der Impfung hinkt Tschechien hinterher: Nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC haben 37,1 Prozent der Bevölkerung eine Auffrischimpfung erhalten (Deutschland: 56,3 Prozent).

Italien beendet Corona-Notstand am 31. März

Gut zwei Jahre nach Ausbruch der Corona-Pandemie wird Italien den nationalen Notstand am 31. März beenden. Diesen Plan der Regierung verkündete Ministerpräsident Mario Draghi am Mittwoch bei einer Rede in Florenz. Von April an werden demnach viele Lockerungen angestrebt: Die weitreichende 2G-Pflicht in vielen Bereichen etwa soll sukzessive abgeschafft werden, beginnend von Events im Freien wie Messen, Sportveranstaltungen und Feiern. Die Maskenpflicht ausserhalb von geschlossenen Räumen werde abgeschafft.

Die Schulen sollen darüber hinaus komplett geöffnet bleiben, es gibt keine Quarantäne-Pflicht mehr für Kontaktpersonen. Ausserdem müssen Schüler in den Klassenzimmern keine FFP2-Masken mehr tragen.

Etwa einen Monat nach dem Höhepunkt der Omikron-Welle wurden in Italien am Mittwoch rund 49 000 Neuinfektionen gezählt, 252 Menschen starben mit Corona. Fast 94 Prozent der Italiener über zwölf Jahren sind entweder mindestens einmal geimpft oder genesen.

Die pandemische Lage werde weiter intensiv kontrolliert, stellte der Ministerpräsident klar, um im Notfall intervenieren zu können. Nun sei aber das vorrangige Ziel, das Land wieder komplett zu öffnen.

Slowakei hebt fast alle Corona-Beschränkungen auf

Die slowakische Regierung hat am Mittwoch weitere Lockerungen der Corona-Regeln beschlossen. Mit Wirkung ab Samstag (26. 2.) sollen Sport- und Kulturveranstaltungen wieder ohne Nachweis einer Impfung oder eines negativen Coronatests zugänglich sein. Auch in der Gastronomie fällt der bisher verpflichtende 3G-Nachweis weg. Aufrecht bleiben allerdings in manchen Bereichen Personenbeschränkungen sowie eine Maskenpflicht in Innenräumen und öffentlichen Verkehrsmitteln. Wenn kein Abstand von mindestens zwei Metern eingehalten werden kann, ist auch bei Massenveranstaltungen im Freien eine FFP2-Maske zu tragen.

Von den 5,5 Millionen Einwohnern der Slowakei waren bis Mittwoch nur 49,8 Prozent vollständig geimpft. Das ist eine der niedrigsten Impfquoten in der Europäischen Union. Die Regierung macht dafür «Desinformationskampagnen» verantwortlich, an denen sich neben Rechtsextremisten auch die beiden sozialdemokratischen Oppositionsparteien beteiligten. Regierungschef Eduard Heger sagte der Deutschen Presseagentur: «Die früheren politischen Führer, die dieses Land jahrelang regierten, stehen in der ersten Reihe dieser Propaganda. Sie haben sich selbst nicht impfen lassen und tragen wesentlich zur Verunsicherung der Bevölkerung bei.»

Bundesrat will Schutzschirm für Grossveranstaltungen verlängern

Trotz Aufhebung der Bewilligungspflicht sollen Grossveranstaltungen bis Ende 2022 den Corona-Schutzschirm für Publikumsanlässe in Anspruch nehmen können. Der Bundesrat will zu diesem Zweck die entsprechende Covid-19-Verordnung anpassen.

Aufgrund der damals herrschenden epidemiologischen Lage hatte das eidgenössische Parlament in der Wintersession 2021 eine Änderung des Covid-19-Gesetzes beschlossen. Unter anderem verlängerte es den Zeitrahmen des Schutzschirms für öffentliche Veranstaltungen von Ende April bis Ende Dezember 2022.

Diese Verlängerung erfordert insbesondere eine Anpassung der Fristen und Geltungsdauer in der Covid-19-Verordnung Publikumsanlässe, wie der Bundesrat am Mittwoch mitteilte. Gesuche sollen demnach bis zum 31. Oktober 2022 eingereicht werden können.

Die Konsultationsfrist dauert bis am 7. März 2022.

Corona-Ausbruch bei Salzburg

Der Champions-League-Achtelfinalist Salzburg mit den Schweizern Philipp Köhn und Noah Okafor hat einen Corona-Ausbruch zu beklagen. Beim überlegenen Leader der österreichischen Bundesliga wurden insgesamt 15 Spieler und Betreuer positiv auf das Virus getestet.

Nach Angaben des Klubs leiden einige der Betroffenen unter leichten Symptomen, das ganze Team befindet sich entsprechend den behördlichen Vorgaben in Quarantäne.

Salzburg bestreitet sein Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League am 8. März auswärts gegen Bayern München. Das Hinspiel hatte 1:1 geendet.

Island hebt alle Corona-Beschränkungen auf

Nach einer Reihe von anderen nordeuropäischen Ländern hebt auch Island alle Corona-Beschränkungen auf. Sowohl die im Inland geltenden Massnahmen als auch die Beschränkungen bei der Einreise fallen am Freitag weg, wie die isländische Regierung am Mittwoch in der Hauptstadt Reykjavik bekanntgab.

«Wir bekommen unser normales Leben zurück», sagte Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir. Wer Symptome zeigt, wird allerdings weiterhin gebeten, zu Hause zu bleiben. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bei Kontakt mit Risikogruppen wird ebenfalls weiter empfohlen.

Bereits Anfang Februar hatte Dänemark praktisch alle geltenden Corona-Beschränkungen aufgehoben. Schweden und Norwegen hatten einige Tage darauf nachgezogen. In Finnland sollen die letzten Beschränkungen planmässig am 1. März wegfallen.

In London fällt am Donnerstag die Maskenpflicht

Nach den meisten anderen Orten in England sollen auch in den Londoner Bahnen und Bussen am Donnerstag die Masken fallen. Man ermutige die Fahrgäste zwar immer noch, Schutzmasken zu tragen, hebe aber die Pflicht nun auf, teilte die Verkehrsgesellschaft Transport for London am Mittwoch mit.

An den meisten anderen Orten in England gilt bereits seit Ende Januar keine Maskenpflicht mehr. Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan, der der Labour-Partei angehört, ist in der Pandemie meist vorsichtiger vorgegangen als Boris Johnsons Regierung und hat für die berühmten roten Londoner Busse und die Linien der «Tube» bisher strengere Schutzmassnahmen angeordnet. Nachdem die Infektionsraten in London nun gefallen sind und die Regierung ihren «Plan fürs Leben mit Covid» vorgestellt hat, folgt er nun jedoch den Lockerungen.

Die Nutzung der U-Bahn hat in den vergangenen Wochen nach offiziellen Zahlen deutlich angezogen, liegt aber immer noch weit unter dem Niveau von vor der Pandemie – nämlich bei etwa 60 Prozent. Die Verkehrsgesellschaft hat daher erhebliche finanzielle Probleme und fordert Finanzspritzen der britischen Regierung.

Polen hebt die meisten Corona-Restriktionen auf

Die Regierung in Polen will vor dem Hintergrund sinkender Infektionszahlen die meisten Corona-Beschränkungen aufheben. Ab dem 1. März würden alle wirtschaftlichen Einschränkungen aufgehoben, sagte Gesundheitsminister Adam Niedzielski am Mittwoch in Warschau.

Dazu zählen beispielsweise Kapazitätsbegrenzungen in Einkaufszentren, Restaurants, Hotels und Freizeiteinrichtungen. Der rückläufige Trend bei den Neuinfektionen sei sehr deutlich zu sehen, sagte Niedzielski. Bestehen bleibt nur die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Innenräumen sowie eine siebentägige Quarantäne für Infizierte.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums kamen am Mittwoch 20 456 Neuinfektionen innerhalb eines Tages hinzu, im gleichen Zeitraum starben 360 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner.

Auf die Frage, ob angesichts der weiterhin hohen Zahl von Todesfällen die Aufhebung der Restriktionen angebracht sei, sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki, auch andere EU-Länder mit einem ähnlichen Verlauf der Pandemie wie in Polen würden jetzt die Auflagen lockern.

Valora nähert sich dem Vorkrisen-Niveau an

Valora hat im zweiten Pandemie-Jahr 2021 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Nun will der Detailhändler, zu dem Formate wie K-Kiosk, Avec oder Brezelkönig zählen, die Krise ganz hinter sich lassen. Als «Zeichen der Zuversicht» soll bereits jetzt wieder eine Dividende bezahlt werden.

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BAG meldet 18'423 neue Corona-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 18’423 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 15 neue Todesfälle und 174 Spitaleinweisungen.

Impfung könnte gegen Corona-Langzeitfolgen wirken

Eine im Anschluss an eine Coronavirus-Infektion verabreichte Impfung könnte das Risiko von Long Covid verringern. Dies geht aus einer Genfer Studie mit über 2000 Personen hervor, die im Fachblatt «Journal of General Internal Medicine» veröffentlicht wurde.

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Thailand lockert die Einreiseregeln

Thailand will die Einreiseregeln für zweifach geimpfte Touristen weiter lockern. Ab dem 1. März müssten Besucher im Rahmen des «Test&Go»-Modells nur noch einen PCR-Test nach der Ankunft machen und dann in einem spezialisierten Hotel auf das Ergebnis warten.

Bisher war ein zweiter PCR-Test am fünften Tag mit einer weiteren vorgeschriebenen Nacht im Hotel Pflicht – diese Regel falle nun weg, berichtete das Nachrichtenportal «The Thaiger» am Mittwoch nach einem Treffen des Covid-Krisenzentrums CCSA.

Thailand hat die Einreiseregeln gelockert. (Bild: Keystone)

Stattdessen können Feriengäste am 5. Tag selbst einen Antigen-Test machen und den Behörden das Ergebnis via App übermitteln. Urlauber müssen aber auch weiter einen so genannten «Thailand Pass» im Internet beantragen. Es wird dringend empfohlen, sich bei den Behörden genau zu informieren. Die Regierung in Bangkok hatte Ende Dezember aus Angst vor steigenden Fallzahlen wegen Omikron beschlossen, das im November eingeführte «Test&Go»-Modell zunächst auf Eis zu legen. Anfang Februar wurde es wieder aufgenommen – allerdings in verschärfter Form. Dies habe viele Touristen davon abgehalten, nach Thailand zu reisen, hiess es. Auf den grössten Inseln Phuket und Ko Samui sowie in weiteren Provinzen können doppelt geimpfte Urlauber derweil schon länger mittels des so genannten Sandbox-Modells unter bestimmten Auflagen quarantänefrei Ferien machen.

Die Infektionszahlen steigen in dem südostasiatischen Land seit Wochen, allerdings ist die Lage in den Krankenhäusern unter Kontrolle. Am Mittwoch verzeichneten die Behörden rund 21 200 neue Fälle, 39 Menschen starben in Verbindung mit Covid-19.

Rotes Kreuz: Afghanistan benötigt Hilfe im Kampf gegen Corona-Welle

Im Kampf gegen die jüngste Corona-Welle fordert das Rote Kreuz dringend Unterstützung für Afghanistan.

Gesundheitsdienstleistungen, Tests sowie Impfungen würden dringend benötigt, teilte die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) am Mittwoch in einer Erklärung mit. Das Virus breite sich in allen Teilen des Landes aus und setze dem bereits angeschlagenen Gesundheitssystem des Landes zu.

Dutzende Einrichtungen, die Covid-Patienten behandelten, seien bereits mangels Medikamenten oder Geldern für Personal und Betriebskosten geschlossen worden, heisst es weiter. Weniger als 10 der 37 öffentlichen Covid-19-Einrichtungen des Landes seien funktionsfähig, könnten mit der Nachfrage aber nicht Schritt halten.

Zuletzt fielen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge rund 50 Prozent der Corona-Tests positiv aus. Der Chefarzt des einzigen auf Corona spezialisierten Krankenhauses in Kabul, Tarik Akbari, sagte der Deutschen Presse-Agentur, in seiner Klinik seien von 100 Betten 89 bereits belegt. Die Zahl der Patienten und Todesfälle steige kontinuierlich.

Laut WHO sind in Afghanistan seit Beginn der Pandemie 172’000 Corona-Fälle und mehr als 7500 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus registriert worden. Allerdings wird in dem Land kaum getestet, so dass Beobachter von einer weit höheren Dunkelziffer ausgehen. Gegen Ende Februar waren der WHO zufolge in dem Land mit geschätzt 37 Millionen Einwohnern lediglich 5,4 Millionen Impfdosen verabreicht.

Fallzahlen gemäss Taskforce wegen weniger Tests rückläufig

In den vergangenen Wochen ist die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus zurückgegangen. Gemäss der Taskforce des Bundes ist dies auf den Rückgang der Tests zurückzuführen. Allerdings nicht nur: Denn die Anzahl der gemeldeten Fälle fällt gemäss Taskforce schneller als die Anzahl der durchgeführten Tests.

Das schreibt die Taskforce in ihrem am Dienstag veröffentlichten Wochenbericht. Demnach sind auch die Abwassermessungen in allen überwachten Kläranlagen rückläufig und der R-Wert, der anzeigt, wie viele Personen eine Infizierte ansteckt, ist seit einem Monat unter 1. Damit erfolgt die Ausbreitung des Virus nicht mehr exponentiell, das Virus scheint nicht mehr gleich um sich greifen zu können wie zuvor. Die Taskforce sieht darin ein starkes Indiz, dass der Höhepunkt der Omikron-Welle des Subtyps BA.1 in den letzten Wochen überschritten wurde.

In den vergangenen Wochen ist die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus zurückgegangen. (Symbolbild: Keystone)

Die Taskforce verweist zudem darauf, dass der Omikron-Subtyp BA.2 421-mal nachgewiesen wurde und in der Woche vom 7. bis 13. Februar einen Anteil von 12,7 Prozent unter allen sequenzierten Proben ausmachte. Gemäss der Taskforce, die sich auf eine Vorabpublikation einer dänischen Studie bezieht, «scheint» dieser Subtyp einen kleinen Vorteil bei der Übertragung gegenüber BA.1 zu haben. Der Impfschutz sei aber bei beiden Subtypen ähnlich.

Italien lockert Corona-Einreiseregeln für Bürger aus Nicht-EU-Ländern

Italien lockert die Corona-Einreiseregeln für Bürger aus Nicht-EU-Ländern. Ab dem 1. März brauchen Menschen, die aus Ländern ausserhalb der EU in das Mittelmeerland einreisen wollen, entweder einen Corona-Impfnachweis oder einen Genesungsnachweis oder einen negativen Coronatest, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag in Rom mitteilte. Damit entfallen für Nicht-EU-Bürger die zusätzliche Testpflicht sowie eine mögliche fünftägige Quarantäne, sollten sie nicht alle nötigen Dokumente bei der Einreise vorlegen können. Italien dürfte damit auch wieder mehr ausländische Touristen anlocken wollen. Aktuell gilt noch der Notstand, der am 31. März ausläuft. Danach könnten weitere Corona-Lockerungen folgen.

BAG meldet 15'191 neue Corona-Fälle am Dienstag

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 15’191 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 14 neue Todesfälle und 128 Spitaleintritte.

Alle Corona-Zahlen vom BAG hier.

Queen sagt virtuelle Termine wegen Corona-Erkrankung ab

Wegen ihrer Corona-Erkrankung hat Queen Elizabeth II. ihre für Dienstag geplanten Termine abgesagt. «Da Ihre Majestät weiter leichte erkältungsähnliche Symptome verspürt, hat sie entschieden, ihre geplanten virtuellen Verabredungen heute nicht wahrzunehmen», sagte ein Palastsprecher am Dienstag.

Die 95-Jährige werde aber weiter «leichte Aufgaben» ausführen. Über die weiteren Termine in den kommenden Tagen werde kurzfristig entschieden, meldete die Nachrichtenagentur PA.

Queen Elizabeth II. kann einige Termine wegen ihrer Corona-Erkrankung nicht wahrnehmen. (Bild: Keystone)

Der Palast hatte die Corona-Erkrankung der Queen am Samstag öffentlich gemacht. Das Staatsoberhaupt spüre «milde, erkältungsähnliche Symptome», wolle aber in der kommenden Woche in Windsor weiter «leichte Aufgaben» ausführen, hiess es am Wochenende.

Es gilt als sicher, dass die Queen drei Mal gegen Corona geimpft wurde. Zuvor waren auch ihr Sohn Thronfolger Prinz Charles (73) und seine Ehefrau Herzogin Camilla (74) positiv auf das Virus getestet worden. Auch mehrere Beschäftigte der royalen Residenz Schloss Windsor sind nach BBC-Informationen infiziert.

Angehörige von Corona-Intensivpatienten leiden psychisch schwer

Die Leiden der schwerstkranken Covid-19-Patienten sind in den vergangenen zwei Jahren im Blickpunkt der Öffentlichkeit gestanden. Jetzt zeigt eine französische Studie auch die extremen psychischen Langzeitbelastungen der Angehörigen: 35 Prozent entwickelten eine posttraumatische Belastungsstörung, bei Familienangehörigen anderer Intensivpatienten war das bei 19 Prozent der Fall.

41 Prozent der untersuchten Angehörigen von schwerstkranken Covid-19-Patienten litten an Angstzuständen (34 Prozent der Angehörigen von Schwerkranken ohne Covid-19). 31 Prozent der Angehörigen von Covid-19-Patienten nach Intensivpflege wiesen depressive Symptome auf (Nicht-Covid: 18 Prozent).

Die Unterschiede waren jeweils statistisch signifikant, wie die Forschenden um Elie Azoulay vom Hôpital Saint-Louis der Pariser Universität im Fachmagazin «JAMA» berichten.

Ganz besonders schwer trifft es Personen, deren Covid-19-kranke Angehörige trotz Intensivpflege gestorben sind: 62 Prozent zeigten eine posttraumatische Belastungsstörung, hingegen 35 Prozent der Angehörigen von Überlebenden.

Entscheidend für die psychische Konsequenzen ist offenbar der Grad an sozialer Unterstützung während des Aufenthalts des Betroffenen auf der Intensivstation. Als extrem belastend wirkt sich der Umstand aus, wenn sich Angehörige von Sterbenden nicht von ihren Lieben verabschieden können, so die französischen Wissenschaftler.

Trucker-Proteste: Kanadas Unterhaus stützt Notstandsregelung

In Kanada sollen Notstandsregelungen fortgeführt werden, um den Protesten gegen Corona-Massnahmen beizukommen. Das Unterhaus des Parlaments in Ottawa unterstützte am Montag (Ortszeit) das Inkrafttreten des nationalen Notstands, den Premier Justin Trudeau am 14. Februar ausgerufen hatte.

Der «Emergencies Act» wurde am vergangenen Montag erstmals in Kanadas Geschichte angewandt, um gegen die anhaltenden teils gewaltsamen Aktionen von Massnahmen-Gegnern der Corona-Pandemie vorzugehen. Auslöser der Proteste waren Impfvorschriften für Lastwagenfahrer.

Um nicht kassiert zu werden, musste die Notstandsverhängung binnen sieben Tagen vom Unterhaus verabschiedet werden, wie der Sender CBC berichtete. Der Senat, Kanadas parlamentarisches Oberhaus, muss dem ebenfalls noch zustimmen. Trudeau kündigte an, die Sonderbefugnisse «keinen einzigen Tag länger als nötig» aufrechtzuerhalten.

Mit der Verhängung des nationalen Notstands erhält die Regierung mehr Macht, Freiheitsrechte der Bürger können zugunsten der Sicherheit empfindlich eingeschränkt werden. Mehr als drei Wochen lang hatten landesweit und vor allem in der Hauptstadt Ottawa Tausende gegen Corona-Beschränkungen und Impfvorschriften protestiert. Mit Trucks und anderen Fahrzeugen wurden unter anderem wichtige Grenzübergänge zu den USA und Teile der Hauptstadt blockiert. Das Leben der Anwohner wurde dadurch stark eingeschränkt.

Zuletzt hatte die Polizei am Wochenende Proteste in Ottawa aufgelöst und Fahrzeug-Blockaden geräumt. Auch in anderen Teilen des Landes hatte es kleinere Proteste gegeben.

Es sei deutlich geworden, dass die Einsatzbehörden «mehr Werkzeuge benötigen, um die Ordnung wiederherzustellen und für die Sicherheit der Menschen zu sorgen», sagte Trudeau am Montag. Der nationale Notstand sei etwa dafür weiter nötig, die Errichtung weiterer Blockaden zu verhindern und die Grenzübergänge offen zu halten.

Zahl ausgeschriebener Stellen wächst schneller als vor Corona

Gute Neuigkeiten für Stellensuchende: Die Chancen, einen neuen Job zu finden, dürften aktuell gut stehen. Denn gegenüber dem letzten Jahr hat sich die Anzahl ausgeschriebener Stellen im Februar deutlich erhöht.

Laut dem Michael Page Swiss Job Index lag die Anzahl der inserierten Stellen im Februar 2022 41,1 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahrsmonat. Damit sei die Wachstumsrate der Stelleninserate doppelt so hoch wie noch vor der Pandemie, teilte das Personalberatungsunternehmen am Dienstag mit.

Die Zahl der inserierten Stellen nimmt aktuell zu. (Bild: Keystone)

Aber auch im Monatsvergleich nahmen die inserierten Stellen weiter zu. So stieg die Zahl ausgeschriebener Jobs von Januar auf Februar laut der Mitteilung um 6,7 Prozent an, wobei vor allem in der Romandie ein überdurchschnittliches Wachstum verzeichnet wurde.

Am stärksten nachgefragt sind offenbar Stellen in der IT. Zwischen Januar und Februar wuchs die Zahl der ausgeschriebenen Stellen für Programmierer, Software-Entwickler, IT-Support-Spezialisten und IT-Administratoren um je mehr als 20 Prozent.

Im Jahresvergleich waren die Wachstumsraten der Jobinserate teils sogar noch viel höher. So lag die Zahl der Job-Inserate für Programmierer gegenüber Februar 2021 um rund 50 Prozent höher, ebenso für Software-Entwickler.

Corona-Zahlen in Deutschland sinken weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist in Deutschland wieder gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 1306,8 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1346,8 gelegen. Vor einer Woche lag die deutschlandweite Inzidenz bei 1437,5 (Vormonat: 772,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 125’902 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 159’217 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Testkapazitäten und Gesundheitsämter sind demnach vielerorts am Limit, Kontakte werden nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem dürfte es eine grössere Zahl von Menschen geben, die ihre Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigen lassen – die Infektion fliesst damit nicht in die offizielle Statistik ein.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 306 Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 121’603.

St. Galler Professor erwartet Nachfrageschub bei Auslandreisen

Nach zwei Jahren Corona-Pandemie, die den Auslandstourismus weitgehend zum Erliegen gebracht haben, dürfte die wiedergewonnene Reisefreiheit zu einer starken Nachfrage nach Ferien im Ausland führen.

Das heisst, dass im laufenden und eventuell auch im kommenden Jahr weniger Schweizerinnen und Schweizer ihre Ferien in der Schweiz verbringen dürften, sagte Christian Laesser, Professor für Tourismus- und Dienstleistungs-Management an der Universität St. Gallen in einem Interview mit der «Südostschweiz». Touristen aus dem europäischen Raum dürften jedoch wieder zurückkommen und ihre Ferien in der Schweiz verbringen.

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Einreise nach Österreich auch für Ungeimpfte wieder möglich

Österreich lockert seine Einreisebestimmungen. Ab Dienstag gilt beim Grenzübertritt wieder die 3G-Regel. Damit können auch Ungeimpfte wieder ins Land kommen, sofern sie einen negativen Test vorweisen. Für die Tourismusbranche ist das ein wichtiger Schritt, um im Rest der Wintersaison noch möglichst viele Gäste nicht zuletzt aus Deutschland empfangen zu können.

Der Tourismusbranche Österreichs kommt der Lockerungsschritt entgegen. (Bild: Keystone)

Die Erleichterung ist Teil einer umfassenden Lockerungsstrategie. Vom 5. März an sollen in Österreich praktisch alle Corona-Beschränkungen fallen. Dann gilt nur noch eine FFP2-Maskenpflicht in bestimmten Teilen des öffentlichen Lebens. Ausnahme ist Wien, das teilweise die 2G-Regel zum Beispiel in der Gastronomie zunächst beibehalten will.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, die zuletzt bei etwa 2200 Fällen pro 100’000 Einwohner binnen einer Woche lag, weist einen rückläufigen Trend auf. Die Situation in den Kliniken – speziell auf den Intensivstationen – ist stabil.

Hongkong führt Impfnachweis für Gewerbe und Restaurants ein

Im Kampf gegen das Coronavirus hat Hongkong eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit von Ungeimpften beschlossen. Wie die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungsregion mitteilte, sollen zahlreiche Einrichtungen wie etwa Supermärkte und Restaurants ab Donnerstag nach und nach nur noch mit einem Impfnachweis betreten werden dürfen. Auch Sportstätten, Einkaufszentren und Friseursalons sollen demnach künftig nur noch für Geimpfte zugänglich sein. Ausgenommen sind Genesene, die innerhalb der letzten sechs Monate eine Infektion hatten.

Zwar haben in Hongkong rund 76 Prozent der Bevölkerung bereits zwei Impfdosen erhalten. Besorgniserregend sei laut Hongkonger Behörden jedoch die geringe Impfbereitschaft älterer Bürger. So haben sich bisher weniger als 30 Prozent der über 80-Jährigen zweimal impfen lassen – oft aus Angst vor Nebenwirkungen.

Nach zwei Jahren weitgehend erfolgreicher Vorbeugung gegen das Virus erreichte die Zahl neuer Infektionen in Hongkong, das eine «dynamische Null-Corona-Strategie» verfolgt, in den vergangenen Tagen immer neue Rekordwerte. Allein am Montag waren 7533 neue Fälle gemeldet worden.

Thomas Müller erneut mit Corona infiziert

Thomas Müller ist erneut positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Weltmeister von 2014, der sich in guter Verfassung in Isolation befindet, wird Bayern München deshalb zumindest am Samstag im Bundesliga-Spiel auswärts gegen Eintracht Frankfurt fehlen. Beim 4:1-Heimsieg des deutschen Serienmeisters am Sonntag gegen Greuther Fürth hatte Müller noch durchgespielt.

Bereits vor einem Jahr war Müller an der Klub-WM wegen einer Corona-Infektion ausgefallen.

(Bild: Keystone)
England will Isolation für Corona-Infizierte abschaffen

Corona-Infizierte in England müssen sich künftig nicht mehr verpflichtend isolieren. Das Ende der staatlichen Vorschrift ist Teil des Plans für ein «Leben mit Covid», den der britische Premierminister Boris Johnson am Montag im Parlament in London vorstellte. Die Regierung setze darauf, dass sich Infizierte in Selbstverantwortung wie Menschen mit einer Erkältung verhalten, sagte Johnson. Dies sei möglich dank der erfolgreichen Impfkampagne. Der Höhepunkt der Omikron-Welle sei zudem überstanden.

Vom 24. Februar an müssen positiv Getestete nicht mehr zu Hause bleiben. Geimpfte Kontakte brauchen sich dann auch nicht mehr eine Woche lang täglich auf das Virus zu testen, ungeimpfte Kontakte müssen ebenfalls nicht mehr in Selbstisolation wie Johnson sagte. Vom 1. April an fallen auch die kostenlosen Schnelltests weg.

Der britische Premier Boris Johnson will die Isolationspflicht für Corona-Infizierte in England abschaffen. (Bild: Keystone)

Mit dem Vorhaben erfüllt der Premier zentrale Forderungen seiner Konservativen Partei. Johnson steht wegen der «Partygate»-Affäre um Lockdown-Feiern in der Downing Street erheblich unter Druck. Die Opposition wirft dem Premier ein Ablenkungsmanöver vor. Auch Experten kritisierten die Pläne bereits vorab.

Die Regierung will zudem Corona-Infizierte nicht mehr wie bisher vom ersten Tag an mit Krankengeld finanziell unterstützen. So enden die Ausgleichszahlungen für Arbeitnehmer in Selbstisolation, wie Johnson sagte.

Der Premier betonte, die Pandemie sei noch nicht vorbei und neue Virusvarianten seien nicht auszuschliessen. Zudem sollen vor allem ältere und besonders gefährdete Menschen weiter geschützt werden. Gesundheitsminister Sajid Javid kündigte eine weitere Impfung – einen «Frühlingsbooster» – für über 75-Jährige, Bewohner von Altenheimen sowie über 12-Jährige mit Immunschwächen an.

GPK kritisiert Mängel bei Maskenbeschaffung zu Beginn der Pandemie

Die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrats (GPK-N) kritisiert Mängel bei der Beschaffung von Schutzmasken in der ersten Phase der Corona-Pandemie. Das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) habe es zudem bisher nicht geschafft, seit längerem kursierende Vorwürfe und Fragen zu klären.

Gravierender als die Mängel bei der eigentlichen Maskenbeschaffung durch die Armeeapotheke sei, dass die Schweiz in Bezug auf Vorräte an Schutzmaterial ungenügend auf eine Pandemie vorbereitet gewesen sei, heisst es in dem am Montag veröffentlichten Bericht der Kommission.

Die Mängel seien vom Bundesrat erkannt, dazu liefen aktuell verschiedene Abklärungen. Die GPK-N erwarte, dass das VBS daneben auch noch grundsätzlicher prüfe, welche Rolle und Aufgaben die Armeeapotheke künftig übernehmen solle.

Für die GPK-N sei nur schwer nachvollziehbar, dass der Bundesrat und das VBS die Armeeapotheke mit der Beschaffung von Schutzmasken beauftragt habe, ohne dieser gleichzeitig zusätzliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Durch die fehlenden Ressourcen seien Qualitätskontrollen vernachlässigt worden. So seien Möglichkeiten zur Mängelrüge und allenfalls auch Möglichkeiten, von Verträgen zurückzutreten, verpasst worden.

Die GPK-N kritisiert insbesondere auch, dass die Kontrollen der gelieferten Waren im Sommer und Herbst 2020, als sich die Pandemie-Situation entspannt hatte, nicht nachgeholt worden seien.

BAG meldet 32'317 Neuinfektionen übers Wochenende

Am Montag meldet das Bundesamt für Gesundheit (BAG) für die Schweiz und Liechtenstein 32’317 Neuinfektionen mit Covid-19 innert 72 Stunden. Ausserdem 18 Todesfälle und 164 Spitaleinweisungen.

Alle Corona-Zahlen vom BAG hier.

Massnahmen-Ende macht Schweizer Tourismus Hoffnung

Die Aussichten für den Schweizer Tourismus hellen sich auf. Die Aufhebung fast aller Corona-Massnahmen lässt Branchenvertreter hoffen – vor allem auf die Rückkehr ausländischer Gäste. Noch kommen diese aber längst nicht so zahlreich wie vor der Pandemie.

«Dass die Schweiz als eines der ersten europäischen Länder die Massnahmen aufgibt, lässt auf eine Zunahme ausländischer Gäste von nah und fern hoffen», sagte etwa eine Sprecherin von Wallis Promotion gegenüber der Nachrichtenagentur AWP. Die Wintersaison sei aber bisher schon gut gelaufen.

 Mit einer Rückkehr auf Vorkrisenniveau rechnet der Hotelverband aber für 2022 noch nicht. (Symbolbild: Keystone)

Neben den Schweizer Gästen seien vermehrt wieder Touristen aus den Nachbarländern Frankreich und Deutschland sowie den Benelux-Staaten und Grossbritannien ins Wallis gekommen. Die Winterumsätze im Wallis hätten sich gegenüber dem Vorjahr bisher somit fast verdoppelt.

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Maskenhersteller bremsen Produktion

Weil bald nirgends mehr eine Maske Pflicht ist, fahren hiesige Hersteller die Produktion herunter, berichtet «SRF». Ende März fällt die Maskenpflicht nun auch im öffentlichen Verkehr und in Gesundheitseinrichtungen. Schweizer Maskenhersteller rechnen darum ab sofort mit deutlichen Bestellrückgängen. Aus Sicht der Unternehmen bräuchte es Massnahmen, wie etwa Abnahmegarantien von Spitälern, damit die Produzenten ihre Maschinen und das Personal längerfristig halten können. Die Maskenproduzenten haben beim Bund darum ein Konzept zur Versorgungssicherheit eingereicht.

Australien öffnet nach zwei Jahren Grenzen für geimpfte Touristen

Australien öffnet nach fast zwei Jahren wieder seine Grenzen für internationale Touristen. Einreisen darf ab diesem Montag jeder, der ein gültiges Visum und einen vollständigen Impfschutz gegen das Corona-Virus hat. Das Land hatte im März 2020 zur Abschottung vor Infektionen seine Grenzen vollständig geschlossen, ausser für Bürger und Menschen mit Aufenthaltsberechtigung. Im vergangenen Jahr gab es dann erste Lockerungen, unter anderem für ausländische Studenten und Menschen mit Arbeits-Visa.

Reisende am Flughafen in Melbourne. (Bild: Keystone)

«Das Warten hat ein Ende», sagte nun am Sonntag Premierminister Scott Morrison am Flughafen von Melbourne. Es gebe weltweit mehr als 1,2 Millionen Menschen mit gültigen Visa, die nun kommen könnten. Seine Botschaft an alle Menschen weltweit sei: «Packen Sie ihre Sachen, kommen Sie.»

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Gesundheitsminister erinnert an zwei Jahre Corona in Italien

Vor zwei Jahren ist die Corona-Pandemie in Europa angekommen – und traf zu Beginn vor allem Norditalien. Am 20. Februar 2020 wurde in der Lombardei im Ort Codogno bei «Patient Nr. 1» Covid-19 diagnostiziert, obwohl er nie in China war. Wenig später sassen Millionen Italiener im harten Lockdown – als erste in Europa.

Gesundheitsminister Roberto Speranza erinnerte sich in einem Zeitungsinterview an die Meldung des ersten Corona-Falls: «Ich sitze vor dem Fernseher und schaue (das Fussballspiel) Rom gegen Gent. Ich erinnere mich an alles: Eins zu Null für uns (…). Das Telefon klingelt, es ist der Gesundheitsrat der Lombardei. Er sagt: Es gibt den ersten Fall in Codogno», erzählte er der Zeitung «La Repubblica». «In meinem Leben gibt es ein vor und ein nach diesem Telefonat.»

Die Hoffnung des Westens, dass Covid aufzuhalten sei, habe sich in diesem Moment zerschlagen. Wenig später beklagte Italien den ersten Corona-Toten, heute sind es rund 153’000 Opfer allein in dem Mittelmeerland.

Zuletzt hat die Regierung von Mario Draghi die Corona-Massnamen weiter gelockert, doch Speranza machte in der «La Repubblica» keine Hoffnung auf ein Ende der Pandemie: «Ich kann nicht den Moment X sehen, an dem das Virus nicht mehr existiert, und wir alle Instrumente zur Eindämmung abschaffen».

In Italien ist noch der Notstand in Kraft, am 31. März läuft er aus. Ob er verlängert wird, ist unklar. In Italien ist ein sogenannter Green Pass nötig, um zum Beispiel in Restaurants zu gehen. In Deutschland entspricht das der 3G-Regelung. Es gilt zudem eine Impfpflicht für Menschen über 50 Jahre.

Clubszene mit erstem zertifikatsfreien Wochenende sehr zufrieden

Die Bilanz des ersten massnahmenfreien Partywochenendes seit fast zwei Jahren ist «extrem positiv» ausgefallen. Gerade bei den jungen Menschen habe man die Erleichterung richtiggehend gespürt, hiess es bei der Schweizer Bar und Club Kommission.

Der Entscheid des Bundesrates, praktisch alle Corona-Massnahmen aufzuheben, sei gerade für die Jungen wichtig gewesen, sagt Alexander Bücheli von der Kommission. «Endlich konnte man wieder gemeinsam, unabhängig vom Status, feiern.»

Ob das Publikum bereits am ersten Wochenende wieder zurückgekehrt sei oder ob ein Teil davon noch etwas Angewöhnungszeit an die neue Situation benötige, könne noch nicht abschliessend beurteilt werden.

Die Clubs ziehen nach dem ersten Wochenende ohne Zertifikatspflicht eine positive Bilanz. (Symbolbild: Keystone)

Eine solche Bilanz dürfte sich gemäss Bücheli erst in ein paar Wochen ziehen lassen. Denn: «Selbst die Gestalterinnen der Nacht müssen sich immer wieder mal selber kneifen, ob das nun Traum oder Realität ist, dass sie nach fast zwei Jahren wieder ohne Covid-Schutzmassnahmen Events veranstalten können.»

Die Schweizer Nachtkulturunternehmen mussten als eine der ersten Branchen im März 2020 ihre Türen schliessen. «Seitdem gab es keine Phase, in welcher im Nachtleben nicht mindestens eine Schutzmassnahme umgesetzt werden musste», hatte die Schweizer Bar und Club Kommission im Hinblick auf die Corona-Lockerungen von dieser Woche festgehalten.

Den Wegfall von Masken- und Zertifikatspflicht hatte die Kommission als «Freudentag für das Schweizer Nachtleben» angekündigt. «Es war einfach schön, wieder für alle da zu sein und die Kultur der Offenheit zu zelebrieren», hält Bücheli nun nach dem ersten massnahmenfreien Partywochenende fest.

Aus der Gastroszene liegt nach dem Lockerungsschritt noch keine Bilanz vor. In den vergangenen zwei Jahren habe der Umsatzrückgang durchschnittlich 40 Prozent betragen – jetzt sollte es relativ rasch wieder in Richtung normaler Umsätze gehen, sagte Casimir Platzer, der Präsident von Gastrosuisse, am Donnerstag gegenüber Radio SRF.

Trucker-Proteste in Kanadas Hauptstadt weitgehend aufgelöst

Die Polizei in Kanadas Hauptstadt Ottawa hat weite Teile der wochenlangen Proteste gegen die Corona-Politik der Regierung aufgelöst. Insgesamt seien 170 Menschen festgenommen und 53 Fahrzeuge abgeschleppt worden, teilte die Polizei am Samstagabend auf Twitter mit. Dabei habe es auch Festnahmen von Demonstranten in militärischer Schutzkleidung gegeben, die Nebelkerzen und Feuerwerkskörper bei sich getragen hätten.

Queen positiv auf Corona getestet

Queen Elizabeth II. ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die 95 Jahre alte Königin spüre «milde, erkältungsähnliche Symptome», wolle aber in der kommenden Woche in Windsor weiter «leichte Aufgaben» ausführen, teilte der Buckingham-Palast am Sonntag mit. Vor kurzem waren schon ihr Sohn Prinz Charles und seine Frau Camilla positiv auf das Virus getestet worden.

Viele Hochzeitspaare haben Nachholbedarf

Die Corona-Pandemie hat in den letzten zwei Jahren vielen Hochzeitspaaren den Gang auf das Standesamt und die Party im Anschluss daran verhindert. Jetzt haben viele Paare Nachholbedarf. Die Terminkalender der Festlokalitäten, der Musiker und der Fotografinnen sind über viele Monate hinaus voll, wie die «SonntagsZeitung» schreibt.

Wer jetzt anfange zu suchen, sollte direkt das Jahr 2024 anpeilen, rät die Zürcher Hochzeitsplanerin Evelyne Schärer. Schon jetzt müssten die Paare Kompromisse machen, so etwa unter der Woche statt am Wochenende zu heiraten. Von den vielen Feiern profitieren Visagisten, Juwelierinnen, Gastronomen und Caterer.

«Partygate»-Affäre: Boris Johnson hat Antworten an Polizei geschickt

In der «Partygate»-Affäre um mutmasslich gesetzeswidrige Lockdown-Feiern in der Downing Street ist der Abschluss der Polizei-Ermittlungen ein Stück näher gerückt. Premierminister Boris Johnson habe seine Beantwortung des polizeilichen Befragungsbogens fristgerecht der Polizei zukommen lassen, bestätigte Downing Street nach Ablauf der Frist am späten Freitagabend. Seine Antworten sollten jedoch nicht öffentlich werden.

Ob gegen Boris Johnson persönlich eine Geldstrafe verhängt wird, könnte entscheidend für seine politische Zukunft sein. Eine Reihe von Abgeordneten seiner konservativen Tory-Partei hat bereits öffentlich seinen Rücktritt gefordert, andere wollen das Ergebnis der Polizei-Ermittlungen abwarten. Entziehen ihm mindestens 54 Abgeordnete das Vertrauen, käme es zum Misstrauensvotum.

Wegen der «Partygate»-Affäre könnte es zum Misstrauensvotum gegen Premier Boris Johnson kommen. (Bild: Keystone)

Johnson und andere Beschäftigte aus der Downing Street, die sich wegen der Feiern Fragen der Polizei stellen mussten, durften vor ihrer Beantwortung Einsicht in die Notizen der Spitzenbeamtin Sue Gray nehmen, die über Wochen Beweise gesammelt hat, wie der Sender ITV am Freitag berichtete. Dies ermögliche den Verdächtigen, ihre Antworten auf die Polizeifragen so zu gestalten, dass sie nur angeben, was die Polizei ohnehin schon weiss, hiess es in einem Bericht.

Von der Opposition kam Kritik: «Entscheidungen wie diese tragen nicht zu mehr Vertrauen der Bevölkerung bei. Jeder Eindruck von Verschwörung oder Vertuschung wäre katastrophal für das öffentliche Vertrauen sowohl in die Regierung als auch in die Polizei», twitterte der Chef der Liberaldemokraten, Ed Davey.

Mehrere hundert Massnahmengegner demonstrieren in Zürich

In Zürich haben am Samstag mehrere hundert Menschen eine Demonstration gegen die verbleibenden Corona-Massnahmen abgehalten. Sie forderten etwa die Aufhebung der Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr sowie eine sofortige Beendigung der «besonderen Lage».

Mehrere hundert Demonstrierende fanden sich zu Beginn des Nachmittags beim Marktplatz in Oerlikon ein, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Die Demonstration verlief friedlich. Aufgerufen zur Kundgebung hatten mehrere Organisationen von Gegnerinnen und Gegnern der Corona-Massnahmen. Die Demonstration war bewilligt.

Die Zürcher Stadtpolizei war laut eigenen Angaben mit mehreren Einheiten im Einsatz. Im Strassenverkehr und auf mehreren Linien der Zürcher Verkehrsbetriebe kam es zu Behinderungen. Die Polizei empfahl, die Region Zürich Nord grossräumig zu umfahren.

(Bild: Keystone)
Schweiz bleibt auf 34 Millionen Impfdosen sitzen

Der Bund bleibt auf 34 Millionen Impfdosen sitzen, wie es am Samstag, 19. Februar, in der «Schweiz am Wochenende» heisst. Damit könnte fast die ganze Schweizer Bevölkerung viermal geimpft werden. Der Bund hat für dieses Jahr 14 Millionen des Pfizer-Impfstoffes, 18 Millionen des Moderna-Impfstoffes und eine Million des Novavax-Impfstoffes bestellt. Hinzu kommen die Reserven bei der Armee von Ende Jahr von etwa einer Million Fläschchen.

Das Bundesamt für Gesundheit erklärt, es seien ausreichend Impfdosen vorhanden, falls im Laufe des Jahres eine weitere Auffrischimpfung nötig würde oder wenn aufgrund einer neuen Virusvariante zusätzliche Impfdosen verabreicht werden müssten.

Der Bund bleibt auf 34 Millionen Impfdosen sitzen. (Bild: Keystone)
Leiter des Tropeninstituts warnt: Ansteckungen werden wieder steigen

Der Infektiologe Jürg Utzinger, Leiter des schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts, warnt, dass nach Aufhebung der meisten Corona-Massnahmen die Zahl der Infektionen, der Hospitalisierungen und der Todesfälle wieder steigen wird. Das berichtet «20 Minuten». Die Bevölkerung in der Schweiz wolle den zu erwartenden Öffnungsschritt, was verständlich sei. Utzinger ist aber zuversichtlich, dass das Gesundheitswesen nicht mehr überlastet wird. Laut SVP-Nationalrat Albert Rösti sollten die Gesundheitsdirektoren die Initiative ergreifen, damit es künftig genug Intensivbetten gibt.

Räumung der Trucker-Proteste in Ottawa: 70 Festnahmen

Nach wochenlanger Blockade von Kanadas Hauptstadt Ottawa wegen der Corona-Politik der Regierung hat die Polizei mit der Räumung der Strassen begonnen. «Heute haben wir 70 Personen festgenommen. Sie wurden wegen mehrerer verschiedener Straftaten, einschliesslich Sachbeschädigung, angeklagt», sagte der amtierende Polizeichef Ottawas, Steve Bell, am Freitagnachmittag, 18. Februar. Noch sei die Aktion aber nicht beendet: «Wir haben die Situation vor Ort unter Kontrolle und rücken weiter vor, um unsere Strassen zu räumen.»

Nach wochenlanger Blockade von Kanadas Hauptstadt Ottawa wegen der Corona-Politik der Regierung hat die Polizei mit der Räumung der Strassen begonnen. (Archivbild: Keystone)

Seit drei Wochen demonstrieren in Kanada und vor allem in Ottawa Tausende gegen Corona-Beschränkungen und Impfvorschriften. Mit Lastwagen und anderen Fahrzeugen wurden unter anderem Grenzübergänge und Teile der Hauptstadt blockiert. Das Leben der Anwohner dort wurde deswegen stark eingeschränkt. Auslöser der Proteste waren Impfvorschriften für Lastwagenfahrer. Am Montag hatte Premier Justin Trudeau angesichts der Proteste erstmals in der kanadischen Geschichte den nationalen Notstand verhängt, mit dem Freiheitsrechte der Bürger zugunsten der Sicherheit empfindlich eingeschränkt werden können.

Die Polizeiaktion zur Räumung der Proteste in Ottawa startete in den vergangenen Tagen mit der Aufforderung an die Demonstranten, das Stadtzentrum schnellstmöglich zu verlassen. Die Polizei errichtete am Donnerstag zudem einen Sicherheitsbereich mit rund 100 Kontrollpunkten in der Innenstadt. Am Freitag rückte ein Grossaufgebot von Polizisten dann langsam vor, um die Demonstranten zu verdrängen. Dabei kam laut Polizeichef Bell ausser einem leicht verletzten Polizisten niemand zu Schaden. Eine besonders folgenreiche Blockade von Regierungsgegnern an einer für den Handel wichtigen Grenzbrücke in das amerikanische Detroit war bereits vor Tagen aufgelöst worden.

WHO-Chef: Die Pandemie ist noch nicht vorbei

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat davor gewarnt, die Corona-Pandemie voreilig für beendet zu erklären. In einigen Ländern gebe es hohe Impfquote verbunden mit einer geringeren Gefährlichkeit der Omikron-Variante, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Dies nähre das gefährliche Narrativ, dass die Pandemie vorbei sei.

«Aber das stimmt nicht», betonte er. Nicht, wenn 70 000 Menschen pro Woche an einer vermeidbaren und behandelbaren Krankheit sterben. Nicht, wenn 83 Prozent der Bevölkerung Afrikas noch nicht einmal eine erste Impfdosis erhalten habe. Nicht, wenn Gesundheitssysteme noch immer unter der Zahl der Fälle ächzten. Und nicht, wenn es ein höchst übertragbares Virus gebe, das fast unkontrolliert zirkuliere. Die Bedingungen seien ideal, dass noch mehr übertragbare, gefährliche Varianten entstehen könnten, warnte der WHO-Generaldirektor.

Man könne die Pandemie aber als globale Gesundheits-Notsituation beenden – man verfüge dazu über die Instrumente und das Know-how. In dem Zusammenhang erneuerte Tedros das WHO-Ziel, insbesondere von den reichen Staaten 16 Milliarden Dollar einzusammeln, um damit Impfstoffe, Tests, Medikamente und Masken in ärmeren Ländern zielgerichtet zur Verfügung zu stellen. Verglichen mit den Kosten für ein weiteres Jahr mit schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen seien 16 Milliarden Dollar doch ein sehr überschaubarer Betrag, sagte er. Die Pandemie zu beenden, das müsse doch der Hauptfokus bleiben.

Nationalratskommission unterstützt Covid-Nachtragskredite

Die Finanzkommission des Nationalrats (FK-N) unterstützt weitere Nachtragskredite zur Bewältigung der Corona-Pandemie im Umfang von 3,4 Milliarden Franken. Ob diese dann tatsächlich ausgeschöpft werden, ist fraglich.

Dennoch scheiterten verschiedene Kürzungsanträge in der Kommissionsberatung klar, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Die Mehrheit folgte dem Bundesrat. In der Gesamtabstimmung nahm die FK-N die Vorlage mit 18 zu 1 Stimmen bei sechs Enthaltungen an.

Die Landesregierung unterbreitet dem Parlament drei Nachtragskredite. Die Nachträge entfallen auf den Corona-Erwerbsersatz (1,7 Milliarden Franken), den Bundesanteil an der Härtefallhilfe (0,9 Milliarden Franken) und den Bundesbeitrag an die Arbeitslosenversicherung für die Kurzarbeitsentschädigung (0,8 Milliarden Franken).

Falls alle Gelder benötigt würden, erhöhten sich die Corona-Ausgaben im laufenden Jahr auf 7,2 Milliarden Franken. In den Jahren 2020 und 2021 hatte der Bund zur Bewältigung der Corona-Pandemie bereits Ausgaben von rund 30 Milliarden Franken getätigt.

Abgelehnt hat die Finanzkommission einen Antrag der Umweltkommission (Urek-N), fast 6 Millionen Franken für temporäre Schutzmassnahmen gegen Wölfe für den Alpsommer 2022 zu bewilligen. Für weitergehende Unterstützungen fehle eine gesetzliche Grundlage, argumentierte die Mehrheit.

Schweizer Armee hebt Urlaubssperre auf

Nach dem Entscheid des Bundesrats vom Mittwoch, die allermeisten Corona-Massnahmen aufzuheben, zieht nun die Armee nach und passt ihr Schutzkonzept an. So ist die Urlaubssperre aufgehoben und die Ausgangsregelung gelockert worden.

Die ab sofort gültigen Regeln sind seit Freitag auf der Homepage der Armee aufgeführt. Aufgehoben wurde demnach neben der Urlaubssperre die Zertifikatspflicht. Den Armeeangaben zufolge soll der Ausgang schrittweise wiedereingeführt werden. Dagegen gilt die FFP2-Maskenpflicht unverändert. Auch die regelmässigen Corona-Tests bleiben bestehen.

Bereits vor zwei Wochen hatte die Armee ihre Corona-Schutzmassnahmen an die damals aktuelle Lage angepasst. So war beispielsweise die Kontaktquarantäne aufgehoben worden.

(Bild: Keystone)
Deutschland nimmt fast 20 Länder von der Corona-Risikoliste

Die deutsche Regierung streicht an diesem Sonntag fast 20 Länder von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete, darunter Spanien, die USA und Grossbritannien.

Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) als zuständige Behörde am Freitag mit. Von der Liste genommen werden unter anderem auch Tunesien, Marokko und Indien. Für Reisende, die aus Ländern kommen, die nicht mehr als Hochrisikogebiet eingestuft werden, erleichtert sich die Rückkehr nach Deutschland. Neu als Hochrisikogebiete eingestuft wird diesmal kein Land.

Die von der Hochrisikoliste gestrichenen Länder im Einzelnen: Spanien, die franz. Übersee-Departements Französisch-Guayana, Mayotte, St. Pierre, Miquelon; Irland, Andorra, Grossbritannien, Afghanistan, Algerien, Fidschi, Indien, Kasachstan, Katar, Laos, Marokko, Nepal, Pakistan, Saudi-Arabien, Tunesien, Usbekistan, Vereinigte Arabische Emirate, USA.

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft – also in der Regel zwei Mal – oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Für Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, endet die Absonderung fünf Tage nach der Einreise automatisch.

16'183 neue Corona-Fälle in der Schweiz und Liechtenstein am 18. Februar

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 16’183 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 16 neue Todesfälle und 113 Spitaleinweisungen.

Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 22’221 bestätigte Neuinfektionen, 137 Spitaleintritte und 18 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 27,2 Prozent gesunken. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 17,5 Prozent ab.

Aktuell befinden sich in den Spitälern insgesamt 647 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 75,60 Prozent. 20,60 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen vier Wochen 8712,63 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 0,79.

68,74 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind mittlerweile vollständig geimpft. Weitere 1,32 Prozent haben eine erste Dosis erhalten. Von der Bevölkerung ab 12 Jahren sind 77,93 Prozent geimpft. Ausserdem haben 41,15 Prozent der Gesamtbevölkerung und 75,64 Prozent der über 65-Jährigen eine sogenannte Booster-Impfung erhalten.

Massnahmengegner «Aufrecht Schweiz» fordern Untersuchungskommission

Die Sammelbewegung der Corona-Massnahmengegner «Aufrecht Schweiz» fordert eine «komplette politische und juristische Aufarbeitung der Massnahmen-Politik in der Schweiz». Die Massnahmen hätten Kosten von mehreren Hundert Milliarden Franken verursacht, eine komplette unabhängige Aufarbeitung sei also Pflicht.

«Aufrecht Schweiz» fordert unter anderem eine ausserparlamentarische Untersuchungskommission und die Schaffung eines Spezialgerichts mit Kompetenzen gleichwertig einer PUK, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst.

Oscar-Gala für Gäste nur mit Impfnachweis und Negativ-Tests

Gäste der Oscar-Gala müssen in diesem Jahr einen Impfnachweis gegen das Coronavirus und mindestens zwei negative PCR-Tests vorlegen. Das berichten mehrere US-Medien.

Moderatoren und auftretende Künstler müssen sich ebenfalls testen lassen, benötigen jedoch keinen Impfnachweis, wie eine Sprecherin der «New York Times» sagte. Demnach sind zu den 94. Academy Awards am 27. März 2500 Gäste eingeladen. In das Dolby Theatre in Hollywood passen den Angaben zufolge mehr als 3300 Menschen.

Auch die Maskenpflicht variiert laut «New York Times» in diesem Jahr. Gäste, die für den Oscar nominiert sind, und ihre Begleitpersonen sitzen in den vorderen Bereichen mit grösserem Abstand zueinander und müssen keine Masken tragen. Weiter hinten sässen die Menschen hingegen dichter und bräuchten alle einen Mund-Nasen-Schutz.

Glarner Landsgemeinde findet ohne Einschränkungen statt

Nach der Aufhebung der meisten Corona-Massnahmen stehen die Chancen gut, dass die Glarner Landsgemeinde am 1. Mai ohne Einschränkungen durchgeführt werden kann. Zur Diskussion stehen unter anderem die Höchstaltersgrenze für öffentliche Ämter und der Klimaschutz.

«Der Landsgemeinde steht nach der Absage 2020 und der Verschiebung 2021 wohl nichts mehr im Weg», schrieb die Glarner Staatskanzlei am Freitag in einer Mitteilung.

Nachdem der Bundesrat am Mittwoch die bestehenden Corona-Schutzmassnahmen aufgehoben hat, seien zum jetzigen Zeitpunkt während der Landsgemeinde keine Schutzmassnahmen geplant. Dies werde neu beurteilt, falls sich die Pandemie ungünstig entwickeln sollte.

Südkorea lockert Beschränkungen trotz Rekordwert bei Neuinfektionen

Trotz des explosiven Anstiegs der nachgewiesenen Infektionsfälle mit dem Coronavirus hat Südkorea die Kontaktbeschränkungen ein wenig gelockert. Die täglichen Fallzahlen überschritten am Donnerstag erstmals seit Beginn der Pandemie 100 000, wie die Gesundheitsbehörden am Freitag mitteilten. Die Gesamtzahl der Fälle stieg demnach um 109 831 auf knapp 1,76 Millionen.

Die Regierung beschloss, dass die Betriebszeiten für Cafés und Restaurants um eine Stunde auf 22 Uhr verlängert werden können. Sie reagierte damit auf Proteste von Kleinbetrieben und Selbstständigen, die Umsatzverluste infolge schärferer Beschränkungen beklagt hatten. Die neuen Massnahmen sollen am Samstag in Kraft treten und zunächst bis Mitte März gelten. Die Beschränkungen für private Treffen sollen jedoch weiterhin auf sechs Personen bestehen bleiben.

Portugal beschliesst weitere Lockerung der Corona-Einschränkungen

Angesichts sinkender Infektionszahlen hat Portugal eine weitere Lockerung der Corona-Einschränkungen beschlossen. Wie die Regierung am Donnerstag nach einer Kabinettssitzung mitteilte, wird unter anderem die 3G-Regel abgeschafft, die im beliebten Urlaubsland bisher noch für den Besuch von Hotels, Restaurants und anderen Einrichtungen galt. Auch Grenzen für die zulässige Auslastung wird es nicht mehr geben. Zudem entfällt die Testpflicht für den Zutritt zu Sportveranstaltungen, Diskotheken und Bars. «Dies ist ein weiterer Schritt hin zu einem normalen Leben, das uns vor fast zwei Jahren entrissen wurde», erklärte Präsidentschaftsministerin Mariana Vieira da Silva.

Einige Einschränkungen bleiben allerdings vorerst bestehen. In geschlossenen öffentlichen Räumen muss man weiterhin Schutzmaske tragen. Ungeimpfte und auch diejenigen, die noch keine Booster-Impfung haben, müssen bei Besuchen in Krankenhäusern und Pflegeheimen einen negativen Test vorlegen. Und bei der Einreise ins Land muss der digitale Impfpass vorgelegt werden. Der Corona-Notstand bleibt in abgeschwächter Form bis zum 7. März in Kraft.

Die Zahl der täglich erfassten Neuansteckungen fiel in Portugal zuletzt auf gut 16’000, nachdem Ende Januar noch ein Rekord von mehr als 65’000 Fällen registriert worden war. Die Sieben-Tage-Inzidenz halbierte sich in den vergangenen zehn Tagen von mehr als 2500 auf inzwischen nur noch gut 1230. Aufgrund der sehr hohen Impfquote war die Lage in den Krankenhäusern ohnehin relativ entspannt geblieben.

Angespannte Lage in Freiburgs Spitälern

Obwohl der Bundesrat die meisten Corona-Schutzmassnahmen aufgehoben hat, bleibt die Situation in den Spitälern der Freiburger Spitalgruppe HFR «angespannt», wie diese am Donnerstag mitteilte. Deshalb gelten dort weiterhin Zugangsbeschränkungen.

Laut dem Communiqué befinden sich immer noch 88 Covid-19-Patientinnen und -patienten in den Spitälern der HFR-Gruppe. Das sind 38 mehr als Mitte Dezember, als die Zugangsbeschränkungen eingeführt wurden.

Diese Zahl stelle eine grosse Belastung für die Spitäler dar, zumal es weiterhin viele Absenzen beim Personal gebe, schreibt die HFR-Gruppe weiter.

Seit dem 16. Dezember ist in den HFR-Spitälern nur ein Besucher pro Tag und Patient erlaubt und zwar ab dem fünften Tag des Spitalaufenthalts. Das ist der HFR-Internetseite zu entnehmen. Auch gilt die Zertifikatspflicht für Besucherinnen und Besucher ab 16 Jahren sowie eine Maskenpflicht.

Wie die Spitalgruppe schreibt, braucht es einen Entscheid des Staatsrats, damit die Zertifikatspflicht in Risiko-Institutionen aufgehoben werden kann. Die Zugangsbeschränkungen gelten auch für weitere Gesundheits-Institutionen im Kanton Freiburg wie etwa das Dalerspital und das Geburtshaus Le Petit Prince.

Israelische Daten: Viele Omikron-Ansteckungen trotz Vierfach-Impfung

Daten aus Israel deuten auf einen eher geringen Zusatznutzen einer vierten Corona-Impfdosis beim Schutz vor Omikron-Ansteckungen hin. Bei Personal im Gesundheitswesen sind mit einer vierten Dosis eines mRNA-Impfstoffs zwar Antikörperspiegel wie kurz nach dem Booster wiederhergestellt worden.

Allerdings sind Durchbruchsinfektionen verbreitet gewesen, wie aus einem noch nicht von externen Fachleuten geprüften Paper eines israelischen Teams hervorgeht.

Die Effektivität der vierten Dosis mit Blick auf Schutz vor einer Ansteckung mit der Omikron-Variante wird von den Forschern mit 11 (Moderna) bis 30 Prozent (Biontech) angegeben im Vergleich zu Dreifachgeimpften. Wegen der angenommenen Wirkung gegen schwere Krankheit und Tod dürften laut den Autoren ältere und gefährdete Gruppen am ehesten von einer vierten Dosis profitieren.

Maskenfreies Leben kommt in der Schweiz langsam an

Am ersten Tag nach der Abschaffung der Maskenpflicht hat sich die Schweiz vorsichtig an die neuen Freiheiten herangetastet. Nicht allen fällt die Umstellung leicht, und vor allem für die vulnerablen Gruppen ist sie mit grossem Unbehagen verbunden.

Von Zürich über Bern und Lausanne bis nach Genf: Zwei Jahre Pandemie haben bei den Schweizerinnen und Schweizer Spuren hinterlassen. Vor allem in den Bahnhöfen war am Donnerstagmorgen noch eine gewisse Zurückhaltung zu spüren, wie Augenscheine von Reporterinnen und Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA zeigten. Mehr dazu lesen Sie hier.

BAG meldet 19'899 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 19’899 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG neun neue Todesfälle und 117 Spitaleinweisungen.

Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 26’321 bestätigte Neuinfektionen, 148 Spitaleintritte und 19 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 24,4 Prozent gesunken. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 20,9 Prozent ab. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Bundespräsdient Cassis hat Corona

Bundespräsident Ignazio Cassis ist positiv auf das Corona-Virus getestet. Das teilt der Bundesrat am Donnerstagmittag mit.

Anlässlich eines PCR-Tests am späteren Mittwochnachmittag im Hinblick auf die Münchner Sicherheitskonferenz sei die Infektion entdeckt worden. Cassis habe sich heute Vormittag nach Bekanntwerden des Resultats sofort in Isolation begeben.

Wurde bei einem Test vom Mittwoch positiv auf Corona getestet: Bundespräsident Ignazio Cassis. (Bild: Keystone)

«Er weist keine Symptome auf und es geht ihm gesundheitlich gut», so die Mitteilung. «Bundespräsident Cassis wird seine Arbeit bis am Sonntag von seinem Wohnsitz aus weiterführen. Er hat bis dahin alle geplanten Anlässe und Veranstaltungen abgesagt, unter anderem die Teilnahme an der Münchner Sicherheitskonferenz von diesem Freitag und Samstag.»

Bundespräsident Cassis werde am Montag an seinen Arbeitsplatz zurückkehren. Mehr dazu lesen Sie hier.

Aus Drittstaaten kommen nur vollständig Geimpfte rein

Trotz des Wegfalls der meisten Massnahmen gegen die Covid-19-Pandemie müssen Angehörige von Drittstaaten bei der Einreise in die Schweiz weiterhin nachweisen, dass sie vollständig geimpft sind. Zudem müssen sie mit einem anerkannten Impfstoff immunisiert worden sein.

Das teilte das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Donnerstag auf Twitter mit. Akzeptiert werden die in der Schweiz anerkannten Impfstoffe, die von der Europäischen Arzneimittelagentur zugelassenen sowie von der WHO per Notfallzulassung anerkannte Vakzine.

Nur einmal Geimpften aus Drittstaaten bleibt die Einreise ebenso verwehrt, wie jenen, die mit Vakzinen wie etwa «Sputnik V» (Russland) geimpft sind. Passagiere, die ein Produkt von Sinovac verabreicht erhalten haben, dürfen hingegen einreisen. Der chinesische Impfstoff verfügt über die WHO-Notfallzulassung.

Berner Fasnacht findet dieses Jahr als «Pop-up-Fasnacht» statt

Nach zwei Corona-bedingten Absagen in den Jahren 2020 und 2021 findet dieses Jahr die Berner Fasnacht wieder statt. Dies allerdings in einem kleineren Rahmen als sonst. Die Organisatoren sprechen von einer «Pop-up-Fasnacht».

Wie der Verein Bärner Fasnacht (VBF) am Donnerstag mitteilte, wird die Fasnacht nur zwei Tage dauern statt drei wie sonst jeweils. Es wird keine sogenannte Bärenbefreiung geben, keinen Kinderumzug und auch keinen grossen Umzug mit Monsterkonzert auf dem Bundesplatz. Die Zeit für die Organisation dieser Anlässe habe gefehlt, sagte der VBF-Mediensprecher auf Anfrage.

Stattdessen gehen alle Aktivitäten in einem «Fasnachtsraum» in zwei zentralen Berner Altstadtgassen über die Bühne. Dort geben Guggenmusiken Platzkonzerte und Schnitzelbänkler tragen ihre Verse vor. Für Kinder ist ein reduziertes Programm vorgesehen. Marktstände werden aufgestellt. Laut dem VBF hat die Stadt Bern den Anlass bewilligt und dazu auch eine Freinacht. Die Berner Fasnacht gilt als drittgrösste der Schweiz nach jenen von Basel und Luzern und steigt am 4. und 5. März.

Organisatoren planen in Deutschland grosses Wacken-Festival im August

Die Veranstalter bereiten sich nach pandemiebedingter Pause wieder auf ein grosses Heavy-Metal-Festival vom 4. bis 6. August im norddeutschen Wacken vor.

«Wir planen bereits seit Monaten an der nächsten Ausgabe des Wacken Open Air – und das nach der Prämisse, dass wir das Festival so umsetzen können, wie die Fans es kennen und lieben», sagte Festivalmitbegründer Thomas Jensen der Deutschen Presse-Agentur. «Selbstverständlich arbeiten wir – wie auch in den Jahren vor der Pandemie – eng mit den für uns zuständigen Behörden zusammen, da wir die Sicherheit und Gesundheit aller auf dem Festival Anwesenden als höchstes Gut betrachten», sagte Jensen.

Im August soll es wieder ein grosses Wacken-Festival in Deutschland geben. (Bild: Keystone)

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hatte am Dienstag den Öffnungskurs der Landesregierung angekündigt. Bis 20. März sollen fast alle Corona-Beschränkungen wegfallen. Günther zeigte sich zuversichtlich, dass Grossveranstaltungen wie die Kieler Woche oder das Heavy-Metal-Festival in Wacken wieder wie vor der Pandemie gewohnt stattfinden können.

Helsana steigert Gewinn trotz Coronabelastungen
Die Helsana blickt trotz Corona-Pandemie auf ein erfolgreiches 2021 zurück. (Bild: Keystone)

Die Krankenkasse Helsana ist 2021 auf Wachstumskurs geblieben, sie hat Kunden gewonnen und die Prämieneinnahmen gesteigert. Unter dem Strich verdiente sie mehr, obwohl Coronaeffekte die Rechnung belasteten.

Der Reingewinn nahm um knapp 50 Prozent auf 231 Millionen Franken zu, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Dies gelang, obwohl im eigentlichen Versicherungsgeschäft rote Zahlen geschrieben wurden.

Corona hat Deutschland 330 Milliarden Wirtschaftsleistung gekostet

Die Pandemie hat die deutsche Wirtschaftsleistung in den beiden vergangenen Jahren nach Berechnungen des Münchner Ifo-Instituts um zusammen 330 Milliarden Euro gedrückt. Statt zweimal um 1,3 Prozent zu wachsen sei die Wirtschaft zwischenzeitlich geschrumpft.

Künftige Wertschöpfungsverluste, etwa durch Ausfälle in der Bildung, seien dabei noch nicht berücksichtig, sagte Ifo-Experte Timo Wollmershäuser am Donnerstag.

Ifo-Chef Clemens Fuest sprach von der «schwersten Weltwirtschaftskrise seit der Grossen Depression in den 1930er Jahren». Es sei daher richtig gewesen, dass die Bundesregierung die Wirtschaft entschlossen stabilisiert habe. Das Ifo liegt mit seinen Berechnungen der Corona-Folgen etwas niedriger als das Institut der deutschen Wirtschaft, das einen Wertschöpfungsausfall von 350 Milliarden Euro errechnet hatte.

Air France-KLM bleibt nach Milliardenverlust vorsichtig

Die Fluggesellschaft Air France-KLM hat im zweiten Corona-Jahr 2021 unter dem Strich erneut tiefrote Zahlen geschrieben. Im Vergleich zu 2020 verringerte sich der Nettoverlust jedoch um mehr als die Hälfte auf 3,3 Milliarden Euro.

Dies teilte das französisch-niederländische Unternehmen am Donnerstag bei der Veröffentlichung der Jahresbilanz in Paris mit. Dank besserer Geschäfte im vierten Quartal gelang dem Konzern vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) allerdings die Rückkehr in die Gewinnzone. Hier stand im Gesamtjahr ein Plus von 745 Millionen Euro nach einem Verlust von 1,7 Milliarden ein Jahr zuvor.

Die Air France schrieb auch 2021 tiefrote Zahlen. (Bild: Keystone)

Air France-KLM verdankte diese Verbesserung vor allem der teilweisen Erholung des Flugverkehrs. Die Zahl der Fluggäste wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 31 Prozent auf 44,7 Millionen, der Umsatz legte um 29 Prozent auf 14,3 Milliarden Euro zu. Frankreich und die Niederlande hatten Air France-KLM in der Corona-Krise mit Milliardensummen vor dem Untergang gerettet.

Hohe Disziplin beim Maskentragen im öffentlichen Verkehr in Bern

Gelernt ist gelernt: Die Pendlerinnen und Pendler im Kanton Bern haben am Donnerstag Disziplin beim Tragen der Corona-Schutzmasken bewiesen. Der öffentliche Verkehr ist einer der wenigen Orte, an denen Masken noch getragen werden müssen.

Am Mittwoch hatte der Bundesrat die meisten Coronaschutzmassnahmen per Donnerstag aufgehoben. In den Zügen, Trams und Bussen in und um Bern bewiesen die Fahrgäste trotz der grossen Lockerungsschritte am Donnerstagmorgen früh Disziplin. Personen ohne Maske waren nicht unterwegs, wie eine Korrespondentin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA beobachtete.

Und auch auf den Perrons in Bahnhöfen und an Haltestellen trug eine Mehrheit Masken. Hier waren allerdings vergleichsweise etwas mehr Leute ohne Masken unterwegs als früher. Deutlich öfter als früher zu sehen waren Personen, die ihre Masken nur noch unter dem Kinn trugen, um sie bei Bedarf hochziehen zu können.

Grosse Lockerungen in der Schweiz

Ab heute, Donnerstag, braucht es kein Zertifikat und Maskentragen mehr für Besuche in Läden, Restaurants und Kulturbetrieben. Der Bundesrat hat am Mittwoch nach 23 Monaten Pandemie praktisch alle Corona-Schutzmassnahmen aufgehoben. Darunter auch die Maskenpflicht am Arbeitsplatz, die Homeoffice-Empfehlung, die Bewilligungspflicht für Grossveranstaltungen und die Einschränkungen für private Treffen. Auch die Fasnacht kann in diesem Jahr mit allem Drum und Dran gefeiert werden.

Masken müssen nun noch einzig im öffentlichen Verkehr und in Gesundheitseinrichtungen getragen werden. Positiv Getestete müssen sich bis Ende März weiterhin für fünf Tage isolieren. Es steht den Kantonen und einzelnen Betrieben allerdings frei, strengere Schutzmassnahmen anzuordnen. Die epidemiologischen Überwachungsmassnahmen bleiben bestehen. Die epidemiologische Lage sei günstig und die Situation in den Spitälern stabil, sagte Bundespräsident Ignazio Cassis am Mittwoch vor den Medien in Bern. Der Trend zur Verbesserung dürfe sich mit dem herannahenden Frühling fortsetzen. Eine Übersicht zu den Lockerungen finden Sie hier.

Covid-Massnahmen fallen auch im Parlamentsbetrieb

Nach dem Fall der allermeisten Corona-Schutzmassnahmen in der Schweiz werden auch jene im Parlamentsbetrieb aufgehoben. Das hat die Verwaltungsdelegation der beiden Räte entschieden.

Ab Donnerstag gibt es im Parlamentsgebäude keine Zertifikats- und Maskentragpflicht und keine Testmöglichkeiten mehr. Zudem werden die Plexiglas-Trennwände demontiert.

Angesichts der positiven epidemiologischen Entwicklung sei sie überzeugt, dass die Handlungsfähigkeit der Bundesversammlung auch ohne zusätzliche Massnahmen gewährleistet werden könne, teilte die Verwaltungsdelegation am Mittwoch mit.

Die Delegation folgt mit ihrem Entscheid jenem des Bundesrates, der am Mittwoch eine «nahezu vollständige Öffnung» beschlossen habe. In den letzten zwei Jahren habe sich das Parlament immer an den Massnahmen des Bundesrates orientiert, hiess es.

Die Aufhebung der Covid-Schutzmassnahmen im Parlamentsgebäude gilt ebenfalls ab dem (morgigen) Donnerstag. Die kommende Frühjahrssession ab 28. Februar wird also zum ersten Mal seit Ausbruch der Pandemie ohne Schutzmassnahmen stattfinden. Die Verwaltungsdelegation behalte sich jedoch vor, kurzfristig neue Massnahmen zu erlassen, sollte sich die Pandemielage verändern.

Liechtenstein hebt ebenfalls fast alle Corona-Massnahmen auf

Wie die Schweiz hebt auch das Fürstentum Liechtenstein ab Donnerstag nahezu alle Corona-Schutzmassnahmen auf. Analog werden einzig die Maskenpflicht im ÖV und im Gesundheitswesen beibehalten sowie die fünftägige Isolation für Infizierte.

Das Vorgehen beider Länder ist allem Anschein nach weitgehend identisch. Auch im Fürstentum sind Läden, Restaurants, Kulturbetriebe und öffentlich zugängliche Einrichtungen sowie Veranstaltungen wieder ohne Maske und Zertifikat zugänglich, wie die Regierung in Vaduz am späten Mittwochnachmittag mitteilte. Die Maskenpflicht fällt zudem in den Schulen vollumfänglich.

Auch die Zertifikatspflicht wird ohne Ausnahme aufgehoben. Europaweit gültige Zertifikate werden im Fürstentum aber weiterhin ausgestellt. Die Regierung geht davon aus, dass sie im Reiseverkehr weiterhin benötigt werden. Die Homeoffice-Empfehlung der Regierung ist ebenfalls aufgehoben.

Grossteil der Corona-Massnahmen sollen auch in Deutschland wegfallen

Ab dem 20. März soll ein Grossteil der Corona-Beschränkungen entfallen. Das sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Mittwoch in Berlin nach Beratungen mit den Regierungschefs der Länder. Schutzmassnahmen wie Maskentragen und Abstandhalten sollten aber erhalten bleiben.

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Bundeskanzler Olaf Scholz traf sich am Mittwoch mit den Regierungschefs der Länder. (Archivbild: Keystone)
Seilbahnen heben Mindestabstand und Kapazitätsbeschränkungen auf

Die Seilbahnen heben ab Donnerstag ihre freiwilligen Schutzmassnahmen gegen das Coronavirus auf. Darunter fallen die Kapazitätsbeschränkungen in Grosskabinen und die Abstandsregeln in Innenbereichen. Bei der Maskentragpflicht bleibt es allerdings – wie überall im öffentlichen Verkehr.

Ohne die freiwilligen Massnahmen entsprechen die Schutzmassnahmen jenen der anderen Verkehrsbetriebe, wie der Branchenverband Seilbahnen Schweiz am Mittwoch mitteilte. Dank der Schutzmassnahmen habe der Winterbetrieb sicher und erfolgreich gestaltet werden können. Das Monitoring zeige, dass das Publikum die Bergbahnen oft und gerne nutzte.

Verbandspräsident Berno Stoffel zeigte sich gemäss Communiqué besonders erfreut, weil sich die epidemiologische Lage beruhigte, und der Bundesrat die meisten Massnahmen vor dem Beginn der Sportferien in den meisten Kantonen aufhob.

Luzern kann Fasnacht mit allem Drum und Dran feiern

An der Luzerner Fasnacht 2022 gibt es das volle Programm: Mit dem Ende der allermeisten Coronamassnahmen ab Donnerstag, das der Bundesrat am Mittwoch verkündet hat, kann die Stadt Luzern nun auch die grossen Umzüge bewilligen.

Dass es in Luzern dieses Jahr eine Fasnacht geben wird, war bereits seit längerem klar. Allerdings hatte sich der Luzerner Regierungsrat wegen den geltenden Coronabeschränkungen bislang auf den Standpunkt gestellt, dass Grossanlässe wie etwa Umzüge nicht bewilligt werden könnten.

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21’032 neue Corona-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 21’032 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 10 neue Todesfälle und 120 Spitaleinweisungen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Bundesrat informiert über Lockerungen

Ignazio Cassis und Alain Berset informieren ab 14 Uhr über die nächsten Lockerungsschritte. Telebasel überträgt die Medienkonferenz live im TV und online.

Keine Gesuche für Armee-Einsätze mehr

Der Corona-Einsatz der Armee endet am Samstag, 19. Februar. Wie der Bundesrat am Mittwoch mitteilte, trafen keine kantonalen Gesuche für den Assistenzdienst mehr ein. Den Einsatz der Armee zugunsten des Gesundheitswesens der Kantone hatte die Regierung am 7. Dezember 2021 beschlossen. Verschiedene Kantone hatten sie darum gebeten.

Der Assistenzdienst war bis Ende März bewilligt. Das Militär half bei kantonalen Impfkampagnen und in Spitälern. 25 Unterstützungsgesuche gingen ein. Bis zu 570 Armeeangehörige standen gleichzeitig im Einsatz und leisteten 20’995 Diensttage.

Bundeskasse mit Bundeskasse mit Defizit von 12,2 Milliarden Franken wegen Pandemie wegen Pandemie

Die Pandemie hinterlässt Spuren in der Bundeskasse. 2021 wird ein Defizit von 12,2 Milliarden Franken erwartet, doppelt so viel wie die budgetierten 6,1 Milliarden Franken. Der Bundesrat wurde am Mittwoch über das provisorische Ergebnis informiert. Alles dazu lesen Sie hier.

Bundesrat Ueli Maurer muss ein grösseres Loch in der Staatskasse hinnehmen, als geplant. (Keystone)
Corona-Beratungen in Deutschland begonnen

Die Ministerpräsidenten der deutschen Bndesländern haben am Mittwoch ihre Beratungen über Lockerungen der Corona-Beschränkungen aufgenommen.

Auf dem Tisch liegt ein Drei-Stufen-Plan für Öffnungen bis zu einem möglichen Ende einschneidender Auflagen ab dem 20. März. Am frühen Nachmittag werden sich die Regierungschefinnen und -chefs der Länder auch mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zusammenschalten. Ziel sind möglichst deutschlandweit einheitliche Regeln.

Nach einem Beschlussvorschlag der CDU/CSU-regierten Länder von Dienstagabend könnten in einem ersten Schritt private Zusammenkünfte von Geimpften und Genesenen wieder «ohne Begrenzung der Teilnehmendenzahl» möglich sein – für Ungeimpfte soll es aber noch keine Lockerung geben. Die in vielen Ländern schon aufgegebene Zugangsregel nur für Geimpfte und Genesene (2G) im Einzelhandel soll deutschlandweit entfallen, es soll aber eine Maskenpflicht bleiben.

Vietnam will Quarantäne für Reisende Mitte März aufheben

Gute Nachrichten für Südostasien-Fans: Auch Vietnam will internationalen Touristen bald wieder eine quarantänefreie Einreise ermöglichen.

Das Land am Mekong hatte seit Beginn der Corona-Pandemie vor zwei Jahren seine Grenzen fast komplett für ausländische Gäste geschlossen. Ab dem 15. März müssten zweifach geimpfte Urlauber sowie kürzlich Genesene nur noch einen PCR-Test vor der Abreise und einen Antigen-Test nach der Ankunft machen und dann eine Nacht in einem Hotel auf das Ergebnis warten, teilte die Regierung am Mittwoch mit.

Das Tourismusministerium forderte die Regierung zudem auf, die Visumsregeln, die vor der Pandemie gegolten hatten, wieder einzuführen. Demnach können sich Reisende aus 24 Ländern bis zu 15 Tage visafrei in dem südostasiatischen Land aufhalten.

Weiter sinkende Corona-Zahlen in Deutschland

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist in Deutschland am vierten Tag in Folge gesunken. Damit verdichten sich die Hinweise, dass die Omikronwelle tatsächlich bricht.

Das staatliche Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 1401,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1437,5 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1450,8 (Vormonat: 515,7).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 219 972 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 234 250 Ansteckungen.

Frankreich mobilisiert zum Neustart der Clubs gegen K.-o.-Tropfen

Zur Wiedereröffnung der Clubs und Diskotheken nach einer Corona-bedingten Zwangspause startet Frankreich eine landesweite Kampagne zum Schutz der Partygäste vor K.-o.-Tropfen. In allen Nachtclubs und Bars werde ab Mittwoch mit orangefarbenen Postern vor der Missbrauchsmasche gewarnt und Opfern Hilfe angeboten, sagte die beigeordnete Ministerin Marlène Schiappa der Zeitung «Le Parisien». Ob man selber, eine Freundin oder ein Freund unter Drogen gesetzt worden seien, lautet die Frage auf dem Poster, das über einen QR-Code rund um die Uhr einen sofortigen und anonymen Chat mit der Polizei ermöglicht. Dafür stehen 66 speziell geschulte Beamte bereit.

Ausserdem wies die Ministerin an, dass bei allen bewusstlos in Kliniken eingelieferten Menschen eine toxikologische Untersuchung vorgenommen wird, da mögliche Spuren von K.-o.-Tropfen sich später nicht mehr nachweisen lassen. Ausserdem solle die Kleidung von Opfern systematisch gesichert und auf DNA-Spuren möglicher Täter hin untersucht werden. In welchem Umfang Fälle mit den auch als Vergewaltigungsdroge bezeichneten K.-o.-Tropfen tatsächlich zunehmen, sei schwer zu sagen, meinte Schiappa. Die Zahl der Anzeigen bilde aber möglicherweise nicht die Realität ab. «Die meisten erinnern sich nicht daran, was passiert ist und schämen sich.

Bundesrat entscheidet über Aufhebung aller Corona-Massnahmen

Nach monatelangen Einschränkungen des öffentlichen und teilweise auch des privaten Lebens entscheidet der Bundesrat heute Mittwoch über die Aufhebung aller Corona-Massnahmen. Es geht um die Frage, ob schrittweise vorgegangen wird oder nicht.

Vor zwei Wochen hatte der Bundesrat nebst der Aufhebung aller Corona-Schutzmassnahmen mit Ausnahme der Isolations- und Meldepflicht auf einen Schlag auch ein schrittweises Vorgehen in die Konsultation gegeben. Dabei würde in Discos, Hallenbädern, bei intensiven Sportaktivitäten oder Blasmusikauftritten die 2G-plus-Regel zunächst durch die 2G-Regel ersetzt. Zutritt hätten entsprechend nur Geimpfte und Genesene, die aber keinen Test mehr machen müssten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Augenheilmittelkonzern Alcon wächst stark und verdoppelt Dividende

Der auf Augenbehandlungen spezialisierte und an der Schweizer Börse kotierte US-schweizerische Konzern Alcon hat sich im Schlussquartal des letzten Jahres weiter von der Coronakrise erholt. Im neu angelaufenen Jahr will Alcon weiter zulegen.

In den Monaten Oktober bis Dezember rückte der Umsatz um 11 Prozent auf 2,13 Milliarden US-Dollar vor, wie Alcon am späten Dienstagabend verkündete. Dabei hat sich auch die Profitabilität klar verbessert: Die operative Marge nahm im Kerngeschäft um 1,4 Prozentpunkte auf 16,3 Prozent zu.

Im Gesamtjahr 2021 wuchs der Umsatz der früheren Novartis-Tochter gar um gut einen Fünftel auf 8,22 Milliarden Dollar. Das sind auch mehr als die rund 7,4 Milliarden aus dem Jahr 2019, als Corona noch kein Thema war. Mit dem Umsatz hat Alcon überdies die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen.

EU-Länder entsorgen mehr Impfdosen als sie spenden

Die Länder der EU entsorgen nach Angaben von Hilfsorganisationen bedeutend mehr ungenutzte Corona-Impfstoffdosen, als an afrikanische Länder gespendet werden.

30 Millionen von den Europäern nach Afrika geschickten Impfstoffdosen standen nach Angaben der Aktivisten der People’s Vaccine Alliance vom Dienstag rund 55 Millionen Dosen gegenüber, die demnach bis Ende Februar entsorgt werden müssen.

Die EU-Länder entsorgen mehr Impfdosen, als sie spenden. (Bild: Keystone)
Nur elf Prozent geimpfte in Afrika

Ein Jahr nach Beginn der internationalen Verteilung von Corona-Vakzinen sind auf dem afrikanischen Kontinent nach offiziellen Angaben bislang erst elf Prozent der Menschen vollständig geimpft. Ein Grund sei, dass viele der Länder lange Zeit nur wenig Impfstoff bekommen hätten, heisst es in einem Papier des Entwicklungsministeriums, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Seit 2021 werde mit Projekten in einem Gesamtvolumen von 530 Millionen Euro der Aufbau der Impfstoffproduktion in Afrika gefördert.

In Afrika sind nur elf Prozent der Menschen geimpft. (Bild: Keystone)

Allerdings ist die Lage in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich, wie ein Analyseinstrument der Entwicklungsorganisation One zeigt. Der Afrika-Corona-Tracker führt Daten aus den einzelnen Staaten zu einer vergleichbaren Übersicht zusammen. So sind auf den Seychellen 79,8 Prozent der Menschen mit zwei Dosen geimpft, auf dem Inselstaat Mauritius 71,9 Prozent und im nordafrikanischen Marokko 62,9 Prozent. Die Staaten haben allesamt umfangreichere Lieferungen bekommen oder diese mit bilateralen Abkommen beschafft. Mehr dazu lesen Sie hier.

Task Force: Nächste zwölf Monate kritisch

Für die Task Force Wissenschaft sind die nächsten zwölf Monate in der Corona-Pandemie noch kritisch. In einem Zwischenbericht gibt die Task-Force Empfehlungen ab. Dazu gehört eine gute Luftqualität in geschlossenen Räumen, in denen auch Masken getragen werden sollten, wie «20 Minuten» berichtet.

Bei rasch abnehmendem Impfschutz sollte die Impflicht diskutiert werden. Bei künftigen Virusausbrüchen müsse von Anfang an darauf geachtet werden, dass die Spitäler nicht derart überlastet würden, dass eine Triage der Patientinnen und Patienten nötig sei.

Virus-Welle in Hongkong: Xi fordert "alle notwendigen Massnahmen"

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat «alle notwendigen Massnahmen» im Kampf gegen die schwere Corona-Welle in Hongkong gefordert. Die Führung in Peking werde der chinesischen Sonderverwaltungsregion zu Hilfe kommen, zitierten ihn am Mittwoch peking-treue chinesische Zeitungen in Hongkong. Chinas Vizepremier Han Zheng an der Spitze der parteiinternen Führungsgruppe für Hongkong werde die Unterstützung koordinieren.

Chinas Präsident Xi Jinping fordert wegen der Virus-Welle in Hongkong alle notwendigen Massnahmen. (Bild: Keystone)

Nach zwei Jahren weitgehend erfolgreicher Vorbeugung gegen das Virus erreicht die Zahl neuer Infektionen in der Sieben-Millionen-Metropole täglich Rekordwerte. Trotz der strengen Null-Covid-Politik waren es am Dienstag mehr als 1600. Es starben ein dreijähriges Mädchen und eine 100 Jahre alte Frau. Die Welle überfordert die Behörden, die Quarantäneeinrichtungen und die bisherige Kontaktverfolgung.

Trucker-Proteste in Kanada: Ottawas Polizeichef tritt zurück

Nach wochenlangen Trucker-Protesten gegen die Corona-Politik der Regierung ist der Polizeichef der kanadischen Hauptstadt Ottawa zurückgetreten. «Seit Beginn der Demonstrationen habe ich alles, was möglich war, getan, um die Sicherheit dieser Stadt zu gewährleisten, und diese noch nie da gewesene und unvorhersagbare Krise zu beenden», hiess es am Dienstag in einer Mitteilung von Polizeichef Peter Sloly, in der er auch seinen sofortigen Rücktritt erklärte. Kritiker hatten ihm immer wieder vorgeworfen, eben jene Sicherheit der Stadt nicht gewährleistet und die Proteste nicht in den Griff bekommen zu haben.

Seit Wochen demonstrieren in Kanada Tausende gegen Corona-Beschränkungen und Impfvorschriften. Mit Lastwagen und anderen Fahrzeugen wurden unter anderem Grenzübergänge und Teile Ottawas blockiert. Auslöser der Proteste waren Impfvorschriften für Lastwagenfahrer. Am Montag hatte Premierminister Justin Trudeau angesichts der Proteste den nationalen Notstand verhängt.

WHO meldet starken Rückgang der Corona-Fallzahlen

Die weltweite Zahl der neuen Corona-Fälle ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der vorigen Woche um fast ein Fünftel gesunken. Zwischen 7. und 13. Februar wurden der UN-Organisation in Genf rund 16 Millionen Fälle gemeldet – 19 Prozent weniger als in der Woche davor, wie die WHO am Dienstagabend in ihrer jüngsten Corona-Statistik mitteilte.

Der vorläufige Höhepunkt der Pandemie wurde in der letzten Januarwoche mit mehr als 22 Millionen Fällen erreicht. Danach begannen die Zahlen Anfang Februar zu sinken.

Die WHO berichtet von einem starken Rückgang der weltweiten Corona-Fälle. (Bild: Keystone)

Niederlande heben meiste Corona-Massnahmen auf: Land wieder offen

Die Niederlande heben die meisten Corona-Massnahmen auf. Zunächst dürfen ab Freitag Fussballstadien, Theater, Kinos und Gaststätten wieder fast uneingeschränkt Besucher empfangen – und auch wieder bis 1.00 Uhr geöffnet sein, statt wie bisher 22.00 Uhr. «Das Land wird wieder geöffnet», sagte Gesundheitsminister Ernst Kuipers am Dienstagabend in Den Haag.

Angesichts zurückgehender Infektionszahlen gebe es Grund für Optimismus, sagte Kuipers. «Aber wir müssen realistisch sein. Corona ist nicht weg.» Er rief Bürger weiter zu Vorsicht auf.

Die Rückkehr zur Normalität geschieht in zwei Schritten. Nach der ersten Lockerung an diesem Freitag folgt am 25. Februar der voraussichtlich letzte Schritt. Dann werde die Masken-Pflicht abgeschafft und auch der Corona-Pass, hiess es. Mit dem Pass müssen Besucher von Gaststätten, Kultur und Sport zurzeit noch nachweisen, dass sie getestet, geimpft oder genesen sind.

Für Grossveranstaltungen in Innenräumen wie Festivals soll künftig eine Testpflicht gelten. Nur im öffentlichen Nahverkehr und in Flugzeugen soll noch die Maskenpflicht gelten.

In den vergangenen Wochen hatte der Druck von Bürgern und Unternehmern auf die Regierung zugenommen, die Massnahmen aufzuheben. Auch Experten halten das nun für vertretbar. Die Zahl der Patienten in Krankenhäusern geht nach Angaben des Instituts für Gesundheit und Umwelt RIVM leicht zurück. Auch die Zahl der Neuinfektionen sank in den vergangenen sieben Tagen um 22 Prozent. «Damit scheint der Höhepunkt dieser Infektionswelle hinter uns zu liegen», teilte das RIVM mit.

Taskforce: Bis zu 40 Prozent der Bevölkerung Corona-positiv

Zum Ende dieses Winters werden «die allermeisten Menschen in der Schweiz eine gewisse Immunität» gegen den Coronavirus-Erreger haben – weil sie geimpft oder weil sie genesen sind. Das ist die Einschätzung der wissenschaftlichen Taskforce des Bundes. Allein während der vier Wochen um den Höhepunkt der Omikron-Welle wurden 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung angesteckt.

Knapp 900’000 Menschen wurden innerhalb von nur vier Wochen des laufenden Winters 2021/22 positiv auf Sars-CoV-2 getestet, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, wie es im Update der Taskforce vom Dienstag hiess.

Berücksichtige man die Dunkelziffer, müsse mit dem Faktor 3 oder sogar 4 multipliziert werden. Dies ergibt am Ende bis zu 3,6 Millionen mit dem Coronavirus infizierte Menschen, die allermeisten von ihnen mit der Omikron-Variante Angesteckte.

Allerdings nahm die Zahl der Spitaleintritte im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit Anfang dieses Jahres laut Taskforce weiter deutlich ab. Die Omikron-Variante infiziere in grösserem Masse als die Delta-Variante Geimpfte und Genesene, was wiederum dazu führe, dass ein höherer Anteil der Infizierten durch die Impfung gegen einen schweren Verlauf geschützt sei, hiess es im Update.

Impfpflicht: New York entlässt rund städtische 1500 Mitarbeiter

Rund ein halbes Jahr nach der Einführung einer Coronavirus-Impfpflicht hat die Millionenmetropole New York 1430 städtische Mitarbeiter entlassen, die sich nicht daran gehalten haben. Fast alle dieser Mitarbeiter seien bereits seit einigen Monaten unbezahlt freigestellt gewesen, teilte Bürgermeister Eric Adams mit.

(Bild: Keystone)

Die rund 300 000 städtischen Angestellten, darunter Polizisten und Mitarbeiter von Behörden und der Feuerwehr, hatten bis zum vergangenen Freitag Zeit, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, ansonsten drohte ihnen die Entlassung. Dass so viele Mitarbeiter sich an die Vorgabe gehalten hätten, sei grossartig, sagte Bürgermeister Adams. «Unser Ziel war es zu impfen, nicht zu entlassen, und die städtischen Mitarbeiter haben mitgemacht und das ihnen gesteckte Ziel erreicht.»

Glencore gräbt sich aus dem Coronaloch

Viele Rohstoffpreise haben 2021 ein neues Rekordniveau erreicht. Davon profitierte der Rohstoffriese Glencore. Operativ verdiente er so viel wie noch nie. Und auch der Reingewinn ist der zweithöchste der Firmengeschichte.

Unter dem Strich verdiente Glencore im Geschäftsjahr 2021 5,0 Milliarden US-Dollar, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Damit ist das Unternehmen nicht mehr weit entfernt vom Rekordgewinn 2017. Im Corona-Jahr 2020 hatte Glencore dagegen einen Verlust von 1,9 Milliarden Dollar geschrieben, weil die Pandemie und ausserordentliche Abschreibungen das Ergebnis belastet hatten.

Operativ hat sich der adjustierte Betriebsgewinn mit 21,2 Milliarden US-Dollar fast verdoppelt. Es reichte gar für einen neuen Rekord: Noch nie hatte das Unternehmen einen EBITDA von über 20 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Der EBIT hat sich mit 14,5 Milliarden Dollar gar mehr als verdreifacht.

Glencore gräbt sich aus dem Corona-Loch

Viele Rohstoffpreise haben 2021 ein neues Rekordniveau erreicht. Davon profitierte der Rohstoffriese Glencore. Operativ verdiente er so viel wie noch nie. Und auch der Reingewinn ist der zweithöchste der Firmengeschichte.

Unter dem Strich verdiente Glencore im Geschäftsjahr 2021 5,0 Milliarden US-Dollar, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Damit ist das Unternehmen nicht mehr weit entfernt vom Rekordgewinn 2017. Im Corona-Jahr 2020 hatte Glencore dagegen einen Verlust von 1,9 Milliarden Dollar geschrieben, weil die Pandemie und ausserordentliche Abschreibungen das Ergebnis belastet hatten.

Operativ hat sich der adjustierte Betriebsgewinn mit 21,2 Milliarden US-Dollar fast verdoppelt. Es reichte gar für einen neuen Rekord: Noch nie hatte das Unternehmen einen EBITDA von über 20 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Der EBIT hat sich mit 14,5 Milliarden Dollar gar mehr als verdreifacht.

20'310 neue Corona-Fälle in der Schweiz

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 20’310 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 17 neue Todesfälle und 140 Spitaleinweisungen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Minister: Höhepunkt Omikron-Welle in Deutschland überschritten

Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach sieht den wochenlangen starken Anstieg der Corona-Infektionszahlen in Deutschland gebrochen.

«Der Höhepunkt der Omikron-Welle ist überschritten – ziemlich genau an dem Tag, den ich vor einem Monat vorausgesagt hatte», sagte der SPD-Politiker der «Bild»-Zeitung am Dienstag. Daher seien «massvolle Lockerungen» von Corona-Beschränkungen nun möglich, erläuterte er mit Blick auf die Beratungen von Kanzler Olaf Scholz (SPD) und den Ministerpräsidenten an diesem Mittwoch.

Der Deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach sagt, der Höhepunkt der Omikron-Welle in Deutschland sei überschritten. (Bild: Keystone)

Lauterbach, ein Medizinprofessor und Epidemiologe, hatte nach Berechnungen eines wissenschaftlichen Modells den Höhepunkt der Omikron-Welle für Mitte Februar prognostiziert. Das zeige, wie gut dieses Modell funktioniere. «Die Massnahmen haben genau gesessen», sagte er zu den bisherigen Alltagsauflagen. «Damit konnten wir die Zahl der Sterbefälle deutlich reduzieren und sind im Vergleich zu anderen Ländern wirklich gut durch diese Omikron-Welle gekommen. Man sollte anerkennen: Da hat etwas geklappt.»

Asylgesuche nehmen 2021 um über einen Drittel zu

Die Asylgesuche in der Schweiz sind 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 35,2 Prozent gestiegen. Mit 14’928 Gesuchen haben sie wieder den Stand vor der Coronavirus-Pandemie 2019 erreicht. Die Entwicklung dürfte anhalten: 2022 erwartet das SEM ebenfalls mehr Gesuche.

Demnach sollten bis Jahresende 16’500 neue Gesuche eintreffen, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Dienstag mitteilte. Das wäre ein Unterschied von plus/minus 1500 Asylgesuchen.

Die 2021 registrierten Gesuche entsprechen in Zahlen gegenüber 2020 einer Zunahme von 3887 Personen, welche in der Schweiz Asyl beantragten. Das SEM führt das auf weniger strenge Reisebeschränkungen aufgrund der Pandemie zurück.

Frankreich verzichtet auf Strafe für Impfwillige mit gefälschtem Pass

Frankreich verzichtet bei Menschen mit einem gefälschten Corona-Impfpass künftig auf eine Strafe, wenn die Betroffenen sich noch impfen lassen. Das geht aus einer neuen Anweisung der Gesundheitsbehörden vom Montag hervor. Für die Impfzentren wurde ein Verfahren zur Löschung gefälschter Zertifikate aus dem landesweiten Register geschaffen, die Polizei muss nicht mehr über Fälschungen informiert werden. Die französische Regierung war kürzlich von rund 200’000 gefälschten Impfnachweisen ausgegangen, die im Land im Umlauf sind. Mehrfach wurden Kriminelle gefasst, die Daten von Impfpersonal gehackt hatten, um damit Tausende gefälschte Pässe zu erstellen.

Verkürzt wurde in Frankreich ab Dienstag die Frist für die Booster-Impfung. Sie ist nun spätestens vier Monate nach der Grundimmunisierung erforderlich, um einen Impf- und Genesenen-Nachweis zu erhalten. Ohne diesen sogenannten «Pass Vaccinal» ist eine Teilnahme am öffentlichen Leben nur eingeschränkt möglich. Er wird bei Sport- und Kulturveranstaltungen, in Kinos, Cafés und Restaurants sowie bei Reisen per Flugzeug und Fernzug verlangt. Nach jüngsten Zahlen haben 78,9 Prozent der Bevölkerung eine Grundimmunisierung und 55,2 Prozent eine Auffrischimpfung erhalten.

Schienengüterverkehr wächst trotz Corona-Pandemie

Der Schienengüterverkehr ist im letzten Quartal 2021 gewachsen, das Vorkrisenniveau wurde erneut übertroffen. Der Personenverkehr auf der Schiene hingegen litt weiterhin unter der Pandemie, er erholt sich aber langsam vom coronabedingten Einbruch.

Das Wachstum im Schienengüterverkehr halte an, denn seit 2014 sei die Transportleistung zum Jahresende noch nie so hoch gewesen, teilte der Informationsdienst für den öffentlichen Verkehr Litra am Dienstag mit. Gegenüber dem vierten Quartal 2019 sei die Transportleistung um 6,9 Prozent gewachsen, sie betrage 3,14 Milliarden Nettotonnenkilometer. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wuchs der Schienengüterverkehr um 5,5 Prozent. Damit setze sich der Trend der Vorquartale fort.

Scholz lehnt russischen PCR-Test ab

Der deutsche Regierungschef Olaf Scholz hat es abgelehnt, sich vor seinem Treffen mit Präsident Wladimir Putin von russischer Seite auf Corona testen zu lassen. Stattdessen entschied er sich dafür, den für den Zutritt zum Kreml erforderlichen PCR-Test am Dienstag nach seiner Landung in Moskau von einer Ärztin der deutschen Botschaft vornehmen zu lassen.

Die russischen Gesundheitsbehörden seien eingeladen worden, bei dem Test dabei zu sein, hiess es aus dem Umfeld des Kanzlers. Ein Testgerät sei aus Deutschland mitgeführt worden.

Der Deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz lehnte beim Amtsbesuch in Russland einen PCR-Test ab. (Bild: Keystone)

Scholz selbst, seine gesamte Delegation und die mitreisenden Journalisten – zusammen mehr als 50 Personen – mussten schon vor der Abreise aus Deutschland insgesamt drei negative PCR-Tests vorlegen. Auch der französische Präsident Emmanuel Macron hatte bei seinem Besuch in Moskau vor wenigen Tagen einen russischen PCR-Test abgelehnt. Die Folge waren drastische Abstandsregeln bei dem Gespräch im Kreml: Putin und Macron nahmen an den Enden eines sechs Meter langen, weissen Tisches Platz. Auch bei der Pressekonferenz standen die Rednerpulte mehrere Meter voneinander entfernt.

Djokovic verzichtet wegen Impfstreit auf Wimbledon

Tennisstar Novak Djokovic verzichtet lieber auf weitere grosse Turniere, als sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Das sagte der 34-Jährige nun in einem BBC-Interview. «Ja, das ist der Preis, den ich bereit bin zu zahlen», antwortete der Serbe auf die Frage, ob er für die Teilnahme an Grand-Slam-Turnieren seine Haltung zum Impfen ändern würde. Damit könnte auch eine Teilnahme an Wimbledon für den 20-fachen Grand-Slam-Sieger unmöglich werden. Die Australian Open hatte er nicht bestreiten können, weil er wegen Verstosses gegen die Covid-Richtlinien aus Australien ausgewiesen würde.

Verzichtet lieber auf Grand Slam-Titel, als sich Impfen zu lassen: Tennisstar Novak Djokovic. (Bild: Keystone)

«Ich war nie gegen Impfungen», sagte Djokovic weiter. Auch er sei als Kind geimpft worden. Nun wolle er aber die Freiheit haben, wählen zu können, was seinem Körper zugeführt wird. Er könne sich vorstellen sich in Zukunft impfen zu lassen, «weil wir alle gemeinsam versuchen müssen, die bestmögliche Lösung zu finden, um Covid zu beenden». Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Nordirland hebt verbleibende Corona-Regeln auf

Die britische Provinz Nordirland hat am Dienstag alle noch verbleibenden Corona-Massnahmen aufgehoben. Für Grossveranstaltungen sind ab dem 15. Februar keine Impf- oder Testnachweise mehr notwendig und die Maskenpflicht wird weitgehend aufgehoben, wie der nordirische Gesundheitsminister Robin Swann am Montagabend mitteilte. Damit folgt die Provinz der Linie des grössten britischen Landesteils England, wo bereits fast alle Corona-Massnahmen aufgehoben worden sind. Auch Wales und Schottland haben mittlerweile gelockert, da die Corona-Fallzahlen seit Wochen zurückgehen. In Grossbritannien lag die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt bei rund 679 (Stand: 9. Februar).

Nordirland hebt sämtliche Corona-Massnahmen auf. (Bild: Keystone)

Die Regionalregierung in Nordirland ist de facto zusammengebrochen, da der Regierungschef der unionistisch-protestantischen Partei DUP, Paul Givan, aus Protest über Brexit-Regeln kürzlich zurückgetreten ist. Auch die gleichberechtigte Vize-Regierungschefin Michelle O’Neill von der katholisch-nationalistischen Partei Sinn Fein verlor damit ihr Amt, da die Spitze der Regionalregierung nur von beiden dominierenden Lagern gemeinsam besetzt werden kann. Die politische Zukunft in Nordirland ist ungewiss. Für Anfang Mai sind Wahlen angesetzt.

Fachminister sind jedoch weiterhin im Amt. Sie haben die Befugnis bei nicht-kontroversen Themen weiterhin Entscheidungen zu treffen. Für die Aufhebung der Corona-Massnahmen fand Gesundheitsminister Swann einem BBC-Bericht zufolge ausreichenden Konsens unter den im nordirischen Parlament vertretenen Parteien.

Japans Wirtschaft im Schlussquartal 2021 wieder gewachsen

Japans Wirtschaft hat im Schlussquartal 2021 nach einem Rückgang im Vorquartal wieder zugelegt.

Wie die Regierung am Dienstag auf Basis vorläufiger Daten bekanntgab, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten um 1,3 Prozent oder auf das Jahr hochgerechnet um 5,4 Prozent.

Bezogen auf das Gesamtjahr 2021 wuchs die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt um 1,7 Prozent und damit zum ersten Mal seit drei Jahren. Im vergangenen Jahr pendelte Japans Wirtschaft von Quartal zu Quartal zwischen Wachstum und Schrumpfen und spiegelte damit die Wellen der Corona-Pandemie wider.

Positiver Coronatest: Huppert wird zur Berlinale nur zugeschaltet

Die Schauspielerin Isabelle Huppert (68) kommt anders als geplant doch nicht zur Berlinale. Leider sei sie positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte eine Festivalsprecherin am Montagabend mit. Huppert sollte in Berlin eigentlich persönlich den Goldenen Ehrenbären entgegennehmen. Stattdessen soll die Französin nun am Dienstagabend (21.45 Uhr) live aus Paris zugeschaltet werden.

Schauspielerin Huppert blieb der Berlinale wegen einer Corona-Infektion fern. (Archivbild: Keystone)

«Angesichts dessen, dass Isabelle Huppert sich trotz Infektion wohl fühlt und das Festival nach Kräften unterstützen möchte, haben wir uns entschlossen, die Preisverleihung durchzuführen», teilte die Festivalleitung mit. «Da sie nicht kommen kann, senden wir unsere Liebe und Bewunderung in ihr Pariser Zuhause.»

Die Berlinale zählt neben Cannes und Venedig zu den grossen Filmfestivals der Welt. Trotz Pandemie finden die Filmfestspiele wieder mit Publikum statt. Für den Kinobesuch gelten dabei Regeln. Am Potsdamer Platz sind zudem Teststationen aufgebaut. Etliche Filmteams konnten anreisen – mit Huppert musste nun einer der bekanntesten Gäste kurzfristig absagen.

Trucker-Proteste in Kanada: Trudeau nutzt erstmals Notstandsgesetz

Angesichts der seit Wochen aufgeheizten Trucker-Proteste in Kanada gegen die Corona-Politik der Regierung hat Premierminister Justin Trudeau in einem historischen Schritt erstmals ein Notstandsgesetz zum Einsatz gebracht. Trudeau verkündete den Schritt am Montag in Ottawa bei einer Pressekonferenz. Das 1988 verabschiedete, aber noch nie angewandte Gesetz gibt dem liberalen Premierminister kurzzeitig die Macht, Bürgerrechte zur Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung ausser Kraft zu setzen.

Seit Wochen demonstrieren in Kanada Tausende Menschen gegen Corona-Massnahmen und Impfvorschriften. Mit Lastwagen und anderen Fahrzeugen blockieren sie unter anderem Teile der Innenstadt Ottawas und zeitweise auch mehrere Grenzübergänge zu den USA. Gegenstand der Proteste waren zunächst Impfvorschriften für Lastwagenfahrer und danach die staatlichen Pandemiebeschränkungen insgesamt. Im Januar trat eine Verordnung in Kraft, nach der auch Lastwagenfahrer, die aus den USA zurückkehren, einen Impfnachweis vorlegen müssen.

Was bisher geschah

Dieser Ticker wurde für Sie neu aufgesetzt. Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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