Lukas Engelberger, Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz, plädiert für schrittweise Lockerungen der Corona-Massnahmen. (Bild: Keystone)
Schweiz

Engelberger: «Wir müssen verhindern, dass die Zahlen wieder ansteigen»

Der Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz, Lukas Engelberger, erwartet «einen ersten wichtigen Schritt» bei der Lockerung der Corona-Massnahmen.

«Der zweite Schritt wird gegebenenfalls einige Wochen später folgen». Lukas Engelberger befürwortet die schrittweise Öffnung. «Aus sozialer oder psychologischer Sicht ist diese Lösung besser», sagte er in einem Interview, das am Freitag, 11. Februar, von den französischsprachigen Zeitungen der Mediengruppe Tamedia verbreitet wurde. Wenn alles auf einmal geöffnet werde, entstehe der Eindruck, die Pandemie sei vorbei.

Doch derzeit sei ein Drittel der Tests in der Schweiz positiv, und täglich würden etwa 15 Todesfälle registriert, sagt der Basler Gesundheitsminister. «Wir müssen verhindern, dass die Zahlen wieder ansteigen». Mit etwas Vorsicht könne man die Auswirkungen der Erleichterungen beobachten und «wenn nötig, reagieren».

Sämtliche Zentralschweizer Kantonsregierungen hatten den Bundesrat Anfang der Woche aufgefordert, die Corona-Massnahmen in einem Schritt am 17. Februar aufzuheben. Am Mittwoch hat sich auch der Luzerner Regierungsrat für diese Variante der Konsultation des Bundesrats ausgesprochen. Die meisten anderen Kantone sind vorsichtiger.

Bei der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften und Krankenhäusern sind die Kantone gespalten. «Ich stelle fest, dass die Kantone, die die schnellste Variante bevorzugen, trotzdem dafür plädieren, die Maske in bestimmten Fällen beizubehalten, zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Krankenhäusern», bemerkt Lukas Engelberger.

Die Epidemie muss weiterhin überwacht werden

«Der Tag, an dem man die Maske überall ausziehen kann, ist dann wirklich ein Zeichen, dass das Coronavirus hinter uns liegt», sagt er. Für die Überwachung der Epidemie müsse jedoch ein stärkeres Überwachungssystem als das Sentinella-System für die Grippe eingesetzt werden.

«Die Meldepflicht und die Isolation müssen bestehen bleiben», sagt er. Auch eine Teststrategie müsse beibehalten werden, «um den Überblick über das zu behalten, was passiert, und reagieren zu können, wenn neue Varianten auftauchen».

3 Kommentare

  1. Im Griff ist gar nichts da muss ich Hansruedi recht geben .Wenn alles aufgehoben wird sind wir 2 Monaten wieder gleich weit.IST EUCH DIE GESUNDHEIT SO WENIG WERT DAS IHR SOGAR TODESFÄLLE IN KAUF NEHMT ????

    Aber gleich Fasnacht und weiss ich noch genehmigen super das ist doch gleich freiwild dann geht es erst richtig los.
    Fallzahlen so hoch wie noch nie Todesfälle und das nennt ihr im Griff haben!!!!!Report

  2. Ich bin auch der selben meinung aber da ist es besser nichts zu sagen den man redet eh an eine wand. Wenn sie schon so öffnen bei der Fasnacht können sie gleich alles fallen lassen. Dann die liste was statt findet und was nicht ist zum grössten teil offen und das was nicht statt findet ist reiner schwachsinn und bringt so such nix. Entweder man lässt es oder macht alles auf. Die zahlen sind höher als da wo die pandemie anfing und da will man alles fallen lassen was geht? Was die antwort darauf ist kann man sich ja denken. Wenn dann der hammer kommt schreuen alle wieder rumReport

  3. Ich begreife Sie nicht Herr Engelberger . Sie sagen Vorsicht ist geboten, und dann bewilligen Sie ein solches Fasnachts Chaos das es geben wird.
    Alle sagen und schreiben man hat das im Griff. Mich nimmt es Wunde was bei 1000enden positiven Menschen und soviel Toten pro Tag in sein sollte. Es ist gar nichts im Griff
    Wenn wir alles wieder auf einmal Auflösen laufen wir in den nächsten HammerReport

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Mehr aus dem Channel