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Der Telebasel News Beitrag vom 9. Februar 2022.
Basel

«Es wird eine Fasnacht geben, die den Namen verdient hat»

Eine Fasnacht 2022 für die Aktiven mit Morgestraich und Gässle: Das beschlossen Regierung und Comité. Alles zum Entscheid erfahren Sie hier.
Die Rahmenbedingungen der Basler Fasnacht 2022 nochmals in der Übersicht

Die Medienkonferenz ist beendet

Wir danken Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. Alle Informationen aus dem Verlauf der Pressekonferenz finden Sie nachfolgen im Ticker. Eine Übersicht über die Entscheide gibt es ganz unten in diesem Artikel.

Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger ist am Mittwochabend Gast im Telebasel Talk. Sehen Sie diesen ab 18:45 Uhr online und im TV und ab 19:15 stündlich in der Wiederholung.

Es wird eine Basler Fasnacht 2022 geben, verkünden Regierung und Comité am Mittwoch. (Videos: Keystone-SDA)
Besucher von Auswärts sollen sich bis nächstes Jahr gedulden

«Aktive zuerst und draussen», ist das Konzept der Regierung und des Comités, so Jans. Man habe sich deshalb bewusst gegen die Extra-Fahrten bei Trams und Zügen verzichtet. Auf eine Nachfrage der Journalisten, wie es auswärtige, aktive Fasnächtler handhaben sollen, sagt Jans: «Es gibt für Aktive verschiedene Lösungen. Man kann zum Beispiel in Basel übernachten. Die Hoteliers würden sich freuen.»

Er betont auf eine weitere Nachfrage: «Wir möchten in diesem Jahr auf auswärtige Gäste verzichten. Nächstes Jahr freuen wir uns wieder über Besuche von auswärts.»

Weitere Anpassungen möglich

In Stein gemeisselt sind die verkündeten Regeln nicht. Sollte der Bundesrat neue Corona-Massnahmen verkünden, müsse man sich anpassen, so Engelberger. Weitere Lockerungen wird es keine geben, selbst wenn der Bundesrat alle Massnahmen aufhebt. «Wir wollen an diesem Konzept festhalten.»

Auf die auswärtigen Gäste habe man bewusst verzichtet: «Wir wollen keinen Sog von Party-Gängern, sondern eine Fasnacht, die der Tradition gerecht wird», so Engelberger.

Inderbitzin: «Es ist Zeit für diese Fasnacht»

«Es ist Zeit für diese Fasnacht», so Comité-Obfrau Pia Inderbitzin.

«Wir können einen Morgestraich machen, wir können während 72 Stunden ungeniert gässlen», freut sich die Obrfrau. Schon jetzt sei sie gerührt, wenn sie an die leuchtenden Laternen des Morgestraichs denke.

«Natürlich wird es keine volle Fasnacht sein», so Inderbitzin. «Der Cortège wird definitiv nicht stattfinden. Er ist im Vergleich zu den anderen Dingen einfach eine zu grosse Kiste. Wegen der Infrastruktur und der nötigen Vorbereitung der Teilnehmenden bleibt nicht genug Zeit für eine Vorbereitung.» Auf einen halbbatzigen Cortège habe man verzichten wollen. «Die Cliquen sind einfach nicht bereit. Wer ein Sujet hat, kann das beim Gässlen präsentieren», so Inderbitzin.

Nachtruhe in der Innenstadt wird aufgehoben

Sicherheitsdirektorin Stephanie Eymann erläutert die polizeilichen Auslagen. Die Nachtruhe in der Innenstadt wird aufgehoben. Das Lichterlöschen für den Morgestraich wird reglementarisch ebenso festgehalten. Keine Extrafahrten in der Nacht in der Stadt, damit keine Touristen in die Stadt kommen. «Dies, weil wir noch immer in der Pandemie sind. Wir wollen den Aktiven Fasnächtlerinnen in der Stadt etwas Gutes tun, mit der Fasnacht».

Die Innenstadt sei offen für alle Aktivitäten der Fasnacht. Restaurants und Bars dürfen bis 1 Uhr nachts offen haben. Dies bis auf die Gastrobetriebe, die noch längere Öffnungszeiten ohnehin bewilligt haben. Für die Keller soll es ein Bändeli-System geben, sollte das 2G-Regime wider Erwarten bestehen bleiben.

Aussnahmenbewilligungen für den Aussenbereich sind geplant, etwa für Wurststände oder Bierstände. In den Innenräumen werde darauf verzichtet. Die Cliquenkeller werden geöffnet, aber nur für Cliquenmitglieder.

Engelberger: «Wir haben den Höhepunkt der Welle überstanden»

Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger: «Wir haben den Höhepunkt der Omikron-Welle überstanden.» Deshalb sei eine Fasnacht möglich. Aber: «Es gilt gewisse Grundsätze einzuhalten», so Engelberger. Deshalb die Einschränkungen, die nun verfügt wurden.

Weiter appelliert Engelberger an das Verantwortungsbewusstsein der FasnächtlerInnen und der Bevölkerung.

«Es wird in Basel eine Fasnacht geben, die den Namen verdient hat»

«Es wird in Basel eine Fasnacht geben, die den Namen verdient hat», so Regierungspräsident Beat Jans. Man habe eine Lösung gefunden, auf die man sich freuen könne.

Es soll eine Fasnacht für die Aktiven werden: Auf Züge und Trämmli von Ausserhalb soll verzichtet werden. Vor allem in der Nacht soll es nicht um das Feiern von Auswärtigen gehen, so Jans.

So sieht die Fasnacht 2022 aus

Gemeinsam mit dem Fasnachts-Comité hat der Regierungsrat unter Berücksichtigung der geltenden Corona-Vorschriften die Rahmenbedingungen für die Fasnacht 2022 bestimmt. Von Montagmorgen, 7. März, 4.00 Uhr, bis Donnerstagmorgen, 10. März, 4.00 Uhr ist in der Basler Innenstadt durchgehend das «Gässle» erlaubt.

Die Lichter werden für einen eingeschränkten Morgenstreich pünktlich gelöscht. Im Zentrum stehen dieses Jahr die Aktiven: Nach zwei Jahren Unterbruch können sie trotz der Pandemie den Geist der Fasnacht aufleben lassen. Vermieden werden soll hingegen ein grosser Publikumsauflauf. Im Aussenbereich gibt es sonst keine Beschränkungen. In den Kellern gilt Bändeli-Pflicht, sollte das 2G-Regime bleiben. Rein dürfen aber nur Cliquen-Mitglieder.

Die Konferenz startet

Die Medienkonferenz beginnt. Beat Jans begrüsst die Anwesenden.

Beat Jans sagt, man habe den richtigen Zeitpunkt in der Pandemie abgewartet, um zu kommunizieren.

Es sei eine wichtige Entscheidung gewesen, die die Regierung stark beschäftigt habe. Man habe mit dem Comité viele Gespräche geführt.

Der Basler Morgenstreich und die Fasnacht 2022 können nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause wieder stattfinden. Die Basler Regierung hat zusammen mit dem Fasnachts-Comité beschlossen, drei Tage Fasnacht ohne zeitliche Einschränkungen zuzulassen.

Die Fasnacht 2022 werde sich auf das Gässle, also das freie herumziehen der Cliquen und Guggenmusiken, konzentrieren, gaben Vertreterinnen und Vertreter des Regierung und des Fasnachts-Comités am Mittwoch an einer Medienkonferenz bekannt. Der bewilligte Zeitrahmen wird sich vom Morgenstreich am Montag, 7. März um 04.00 Uhr (mit Lichterlöschen) durchgehend bis Donnerstagmorgen ebenfalls um 04.00 Uhr hinziehen.

Stattfinden soll auch die Laternenausstellung am Fasnachts-Dienstag, 8. März – sofern die Cliquen im Vorfeld der lange unsicheren Fasnacht überhaupt welche haben malen lassen. Zugelassen werden unter noch auszuarbeitenden Schutzbestimmungen auch Schnitzelbank-Auftritte in Innenräumen. Abgesagt bleiben indes die traditionellen Umzüge am Montag- und Mittwochnachmittag und der Sternmarsch der Guggenmusiken am Dienstag.

Die Gastronomie wird an der kommenden Fasnacht nicht so frei sein, wie noch vor der Pandemie. «Wir müssen bei den Innenräumen vorsichtig bleiben», sagte Regierungspräsident Beat Jans (SP). Das heisst, dass die Öffnungszeiten in den Innen- aber auch der Boulevardbereiche nicht über die gängigen Zeiten von 05.00 bis 01.00 Uhr ausgeweitet werden. Und der Zutritt in die Cliquenkeller wird den jeweiligen Cliquenmitgliedern vorbehalten bleiben, wie Sicherheitsdirektorin Stephanie Eymann (LDP) sagte.

Eine Fasnacht für die Aktiven

Das Motto «Fasnacht vorwärts Marsch» werde in erster Linie für die aktiven Fasnächtlerinnen und Fasnächtler gelten, sagte Jans.

«Wir wollen kein riesiges Volksfest für die ganze Region veranstalten», ergänzte Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger (Die Mitte). Deshalb würden auch keine Extrazüge und Extratrams für den Morgenstreich eingesetzt. Die Aktiven würden ihren Weg in die Stadt auch so finden, gab sich Jans überzeugt.

Pia Inderbitzin, Obfrau des Fasnachts-Comités, zeigte sich an der Medienkonferenz hoch erfreut. «Es wird Vieles möglich sein, was zu Beginn des Jahres noch undenkbar war», sagte sie. Aber es werde keine Vollfasnacht sein. Wegen der Absage des Umzugs müssten die Wagencliquen und die «Chaisen» genannten Kutschen bedauerlicherweise auf eine Teilnahme verzichten.

Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger ist am Mittwochabend Gast im Telebasel Talk. Sehen Sie diesen ab 18:45 Uhr online und im TV und ab 19:15 stündlich in der Wiederholung.

4 Kommentare

  1. «Eine Fasnacht, die den Namen verdient hat»
    Naja, da hätte man meiner Meinung nach auf alle Aktiven achten müssen. Da habe ich ja Glück, in einer Clique zu sein, denn für alle anderen gibt es (teilweise massive) Einschränkungen. Sehr schade. Guggenmusiken sind eingeschränkt und ohne Wagen und Chaisen ist das keine richtige Fasnacht. Hat also den Namen nicht verdient!!Report

  2. Ralf da muss ich dir Recht geben eine Fasnacht für die Aktiven. Also was seit den ihr ,dass nimmt mich Wunder. Und die Aktiven die ausserhalb der Stadt wohnen gehen wandern in die Stadt am morgestraich .
    Wollen ein Fasnacht ohne Publikum. Das ist doch ein unmögliches. Das gibt ein Riesen Chaos

    Füssle 72 std und d Beize zue am Ains Super IdeeReport

  3. Alle betonen, dass es eine Fasnacht für die aktiven ist. Jedoch werden die traditionellen Wagencliquen ausgeschlossen. Das verstehe ich nicht.
    Für die Wagencliquen sind diese Aussagen von der Regierung und dem Comité ein Affront!Report

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