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Schweiz

Swissmedic prüft Zulassung von Novavax-Impfstoff

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Novavax reicht Zulassungsgesuch in der Schweiz ein

Die Future Health Pharma GmbH hat bei Swissmedic ein Zulassungsgesuch für den Corona-Impfstoffkandidaten Nuvaxovid von Novavax eingereicht. Er handelt sich um den ersten Proteinimpfstoff, für den in der Schweiz eine Zulassung beantragt wird, wie Swissmedic am Montag mitteilte.

Novavax, der Hersteller des Impfstoffes, hat allerdings in der Schweiz keine Niederlassung und verfügt deshalb über keine Betriebsbewilligung.

Mehr dazu hier.

BAG: 68,63 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft

Aktuell sind 68,63 Prozent der Schweizer Bevölkerung komplett geimpft. 40,87 Prozent haben bereits eine Auffrischimpfung erhalten. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag auf seiner Website veröffentlicht hat.

Vom 7. Februar bis 13. Februar sind in der Schweiz insgesamt 65’859 Erst-, Zweit- und Auffrischimpfungen gegen Covid-19 registriert worden.

Bei den über 65-Jährigen beträgt die Impfquote 90,75 Prozent, zudem wurden 75,39 Prozent eine Boosterimpfung verabreicht. Bei den 16- bis 64-Jährigen liegt der Anteil der komplett geimpften Personen bei 76,18 Prozent, geboostert wurden 40,63 Prozent. In der Altersgruppe der 12- bis 15-Jährigen sind 43,84 Prozent komplett geimpft.

Corona im Hause Windsor: Auch Herzogin Camilla positiv getestet

Nach ihrem Mann Prinz Charles hat sich nun auch Herzogin Camilla mit dem Coronavirus infiziert. Die Herzogin von Cornwall, so Camillas offizieller Titel, sei positiv getestet worden und isoliere sich, hiess es am Montag in einem Statement des Clarence House – der Residenz des Paares.

In der vergangenen Woche war bereits der 73 Jahre alte Thronfolger positiv getestet worden, nachdem er gemeinsam mit Camilla an einem Empfang teilgenommen hatte. Für Prinz Charles ist es bereits die zweite Corona-Infektion, seine Frau war hingegen bis zuletzt von dem Virus verschont geblieben. Die Nachrichtenagentur PA meldete unter Berufung auf ihre Quellen, Camilla sei dreifach gegen Corona geimpft.

 

Nach Prinz Charles ist auch Herzogin Camilla mit dem Coronavirus infiziert. (Bild: Keystone)

Zwei Tage vor Charles› positivem Test am vergangenen Donnerstag hatte dieser zuletzt persönlich seine Mutter Queen Elizabeth II. (95) getroffen. Aus dem Buckingham-Palast hiess es am Donnerstag, die Königin zeige keine Symptome. Allerdings gab es der Agentur PA zufolge keine direkten Angaben dazu, ob ihre Tests positiv oder negativ waren.

Wie es Charles mit seiner Infektion geht, war zunächst unbekannt. Üblicherweise sind die Royals zurückhaltend damit, allzu detaillierte Informationen über ihre Gesundheit öffentlich zu machen.

BAG meldet 48'969 neue Corona-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 48’969 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 36 neue Todesfälle und 175 Spitaleinweisungen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Corona-Beschränkungen in Finnland gelockert

In Finnland gelten seit Montag deutlich weniger Corona-Massnahmen als zuvor. Zum Wochenstart wurden mehrere der bisherigen Beschränkungen gelockert.

Restaurants und Kneipen dürfen nun zunächst bis 23.00 Uhr Alkohol verkaufen und bis Mitternacht offen bleiben. Wie der Rundfunksender Yle berichtete, ist auch ein Gesang- und Tanzverbot aufgehoben worden – das bedeutet, dass viele Finnen wieder in die von ihnen sehr geschätzten Karaokebars gehen können. Beschränkungen für die Kultur, den Sport und für Veranstaltungen fallen ebenfalls weg.

Die finnische Regierung hatte die Lockerungen vor gut zwei Wochen angekündigt. Dänemark, Schweden und zuletzt auch Norwegen haben praktisch alle geltenden Corona-Beschränkungen bereits aufgehoben.

Gegen Impfpflicht: Protest vor Neuseelands Parlament dauert an

Die Proteste Hunderter Impfpflicht-Gegner vor dem Parlament in Neuseelands Hauptstadt Wellington dauern trotz Warnungen der Polizei auch nach einer Woche an. Die Teilnehmer haben zahlreiche Zelte aufgebaut und blockieren seit vergangener Woche viele Zufahrtsstrassen mit Lastwagen, Campern und Autos. Die Zahl der Demonstranten am Montag werde auf etwa 1000 geschätzt, berichtete der Sender Radio New Zealand (RNZ). Aufforderungen der Polizei, die Fahrzeuge anderweitig zu parken, würden bislang missachtet.

Einige Bars und Cafés hätten wegen der Blockade bereits schliessen müssen, andere hätten kaum noch Kunden, hiess es. Ministerpräsidentin Jacinda Ardern forderte die Protestler in der Sendung «Morning Report» auf, nach Hause zu gehen. «Was wir sehen, ist eine Art von importiertem Protest. Wir haben Trump-Flaggen gesehen und kanadische Flaggen, zudem wurden Leute beleidigt, die in der Region unterwegs waren und Masken trugen.» Dies gehe über einen normalen Protest hinaus.

Dänische Königin Margrethe kann Corona-Isolation beenden

Dänemarks Königin Margrethe II. (81) muss wegen ihrer Corona-Infektion nicht länger in Isolation weilen. Zu diesem Schluss ist ein Arzt gekommen, nachdem die Monarchin lediglich einen milden Krankheitsverlauf hatte.

Das teilte das dänische Königshaus am Sonntagabend mit. Margrethe war am Dienstagabend positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie hatte milde Symptome gezeigt und sich bis auf Weiteres auf Schloss Amalienborg im Zentrum von Kopenhagen aufgehalten. Einen geplanten Winterurlaub in Norwegen hatte sie wegen der Infektion absagen müssen. Die Königin ist dreifach gegen Covid-19 geimpft.

 

Die dänische Königin Margarethe kann ihre Corona-Isolation beenden. (Bild: Keystone)

Die Pandemie treibt die Kosten für Sozialleistungen nach oben

Die Sozialleistungen sind 2020 um rund 11 Prozent auf über 200 Milliarden Franken angestiegen. Das Bundesamt für Statistik (BFS) spricht von einem historischen Anstieg. Haupttreiber der Kosten war die Einschränkungen für Betriebe wegen der Pandemie.

Insgesamt wurden 2020 206 Milliarden Franken an Sozialleistungen ausbezahlt, 20,4 Milliarden Franken mehr als im Vorjahr. Das entspreche einem realen Zuwachs um 11,1 Prozent, schrieb das BFS am Montag. Es sei der grösste Anstieg seit 1990.

Einen grösseren Sprung nach oben machten die Gesamtausgaben für Sozialleistungen auch 2009, und zwar um 7,1 Prozent. Grund war die weltweite Rezession. Zwischen 2000 und 2019 stiegen die Sozialausgaben von Jahr zu Jahr um durchschnittlich 2,9 Prozent an. Alles dazu lesen Sie hier.

Mietwagen sind in der Schweiz am teuersten

Wer in der Schweiz ein Auto mietet, zahlt deutlich mehr als im europäischen Ausland. In der Corona-Krise sind die Preise in Europa aber deutlich stärker gestiegen als in der Schweiz.

Europaweit lag 2021 der durchschnittliche Mietpreis für ein Auto pro Tag bei knapp 40 Euro. In der Schweiz zahlte man rund 57 Euro, was der unangefochtene Spitzenplatz in Europa ist, wie das deutsche Buchungsplattform billiger-Mietwagen durch eine Analyse der Preise auf seiner Plattform herausfand.

(Symbolbild: Keystone)

Nach einer Delle durch die Corona-Krise stiegen die Preise 2021 stark an. Europaweit erhöhten sich die Preise im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 um fast 40 Prozent. Am stärksten war der Preisanstieg in Spanien (+77%), Italien (62%) und Kroatien (+54%). In der Schweiz blieben die Preise mit einem Plus von 9 Prozent vergleichsweise stabil.

Zivilgesellschaftliche Organisationen sind weiter für Maskenpflicht

Sieben zivilgesellschaftliche Organisationen wünschen, dass der Bundesrat an der Maskenpflicht in Innenräumen, im Detailhandel und im ÖV festhält. Für Gesundheitseinrichtungen sollte es sogar eine FFP2-Empfehlung geben.

Sieben zivilgesellschaftliche Organisationen sprechen sich für die Weiterführung der Maskenpflicht in der Schweiz aus. (Bild: Keystone)

Die Maskentragpflicht in Innenräumen biete aktuell den wirksamsten Schutz für vulnerable Menschen sowie ungeimpfte Schülerinnen und Schüler, stellen die Organisationen «ProtectTheKids», «Kinder schützen – jetzt!», «Long Covid Schweiz», «Long Covid Kids Schweiz», «IG Risikogruppe Schweiz», «Sichere Schule» und «Bildung Aber Sicher CH» in ihrer am Montag veröffentlichten Antwort zur Konsultation des Bundesrates fest.

Alles zum Thema lesen Sie hier.

Sinkende Corona-Ziffern in Deutschland

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist in Deutschland am zweiten Tag infolge gesunken – wobei die Aussagekraft der Daten derzeit eingeschränkt ist. Das staatliche Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 1459,8 an. Am Vortag war der Wert erstmals seit Ende Dezember gesunken und lag bei 1466,5.

Es ist schwer zu beurteilen, ob das wirklich eine Wende im Infektionsgeschehen von Deutschland bedeutet. Es könnte auch sein, dass der Inzidenzrückgang nicht das tatsächliche Infektionsgeschehen widerspiegelt, sondern Folge eines überlasteten Melde- und Testsystems ist.

Brücke an US-Kanada-Grenze nach Protesten wieder geöffnet

Eine wichtige Grenzbrücke zwischen der Stadt Windsor in Kanada und Detroit in den USA ist nach wochenlangen Protesten wieder offen. «Tolle Nachrichten: Die Ambassador Bridge ist wieder geöffnet!», schrieb Kanadas Verkehrsminister Omar Alghabra am späten Sonntagabend (Ortszeit) auf Twitter. Er dankte Polizei und «allen Regierungsebenen», die dazu beigetragen hätten. Nach einer einstweiligen Verfügung eines kanadischen Gerichts hatten die Behörden am Wochenende damit begonnen, die Blockaden aufzulösen.

Der Brückenbetreiber, die Detroit International Bridge Company, bestätigte US-Medienberichten zufolge die Wiederöffnung. Man freue sich, dass «der freie Handelsverkehr zwischen der kanadischen und der US-Wirtschaft wieder möglich ist», zitierte die Zeitung «Detroit News» aus der Mitteilung vom späten Sonntagabend.

Seit Wochen demonstrieren in Kanada Tausende Menschen gegen Corona-Massnahmen und Impfvorschriften. Mit Lastwagen und anderen Fahrzeugen blockieren sie unter anderem Teile der Innenstadt Ottawas. Gegenstand der Proteste waren zunächst Impfvorschriften für Lastwagenfahrer und danach die staatlichen Pandemiebeschränkungen insgesamt. Im Januar trat eine Verordnung in Kraft, nach der auch Lastwagenfahrer, die aus den USA zurückkehren, einen Impfnachweis vorlegen müssen.

Amnesty wirft Pharmakonzernen bei Corona-Impfstoffen Profitgier vor

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat den Impfstoff-Herstellern Profitgier vorgeworfen und zu einer deutlich schnelleren Impfung der Weltbevölkerung aufgerufen. «Wie viele Varianten müssen wir noch durchleben, bis reiche Länder und Pharmaunternehmen realisieren, dass Menschen in ärmeren Ländern Zugang zu Impfstoffen haben müssen?», fragte die Amnesty-Vertreterin Rajat Khosla laut einer Mitteilung vom Montag.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International erhebt grosse Vorwürfe gegen die Impfstoff-Hersteller. (Bild: Keystone)

Einem aktuellen Bericht von Amnesty International zufolge wurden im vergangenen Jahr zehn Milliarden Corona-Impfdosen produziert – mehr als genug, um das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu erreichen, 40 Prozent der Weltbevölkerung bis Ende 2021 zu impfen. In ärmeren Ländern liegt die Quote der vollständig Geimpften dem Bericht zufolge jedoch nur bei gut vier Prozent. Amnesty ruft die Konzerne auf, Patente und Technologien freizugeben und das von der WHO ausgegebene Ziel anzustreben, bis Mitte 2022 70 Prozent der Weltbevölkerung zu impfen. Alle Hintergründe gibt es hier.

Trucker-Proteste in Kanada halten trotz Polizeieinsatz an

Kanadische Trucker haben am Wochenende trotz eisiger Kälte und mehrerer Polizeieinsätze ihre Proteste gegen die Corona-Massnahmen der Regierung fortgesetzt. Auf der wichtigen Grenzbrücke zwischen der Stadt Windsor in Kanada und Detroit in den USA versuchte die Polizei, die Blockaden aufzulösen. Es kam zu Festnahmen, zahlreiche Fahrzeuge wurden abgeschleppt, wie die Polizei in Windsor am Sonntag mitteilte. Für «illegale Aktivitäten» gebe es «null Toleranz».

Auch andernorts in Kanada, wie an anderen Grenzübergängen oder in der Hauptstadt Ottawa, gingen die Proteste weiter. In Ottawa habe es ebenfalls zahlreiche Festnahmen gegeben, teilte die Polizei mit. Die Demonstranten hätten teils «aggressives Verhalten» gezeigt und Polizisten «überwältigt». Es kam auch zu Gegenprotesten.

Österreichs Regierung schliesst Aussetzen von Impfpflicht nicht aus

Die in Österreich gerade in Kraft getretene allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus könnte bald schon wieder ausgesetzt werden. Wenn sich ein Expertenrat dafür ausspreche, werde man sich daran halten, sagte Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) nach einem Bericht der Zeitung «Krone» vom Sonntag in einem Interview. Das österreichische Gesetz gehört zu den strengsten in Europa. Andere Länder haben lediglich eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen verhängt. Auch in Deutschland wird über eine Corona-Impfpflicht diskutiert.

Die in Österreich gerade in Kraft getretene allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus könnte bald schon wieder ausgesetzt werden. (Bild: Keystone)

Das am vergangenen Wochenende in Kraft getretene Gesetz werde ständig evaluiert, sagte Nehammer. «Eine Kommission von Juristen und Ärztinnen und Ärzten beurteilt ständig neu, ob Impfen noch das rechtmässige Mittel ist», sagte Nehammer. Auf die Frage, ob das Gesetz schon bald Geschichte sein könne, sagte der Kanzler: «Wenn es die Expertinnen und Experten so beurteilen und der Regierung vorschlagen, dann ja. Der Sinn dieses Gesetzes war es nie, eine Zwangsmassnahme zu setzen, sondern die richtige Antwort zur richtigen Zeit auf die jeweilige Gefährlichkeit des Virus zu finden.»

Trucker-Proteste in Kanada halten trotz Polizeieinsatz an

Kanadische Trucker haben am Wochenende trotz mehrerer Polizeieinsätze ihre Proteste gegen die Corona-Massnahmen der Regierung fortgesetzt. Auf der wichtigen Grenzbrücke zwischen der Stadt Windsor in Kanada und Detroit in den USA begann die Polizei am Samstag mit der Auflösung von Blockaden. «Wir fordern alle Demonstranten auf, das Gesetz zu befolgen und friedlich zu handeln», hiess es im Kurznachrichtendienst Twitter. Nachdem aber viele Demonstranten blieben, habe es auch Festnahmen gegeben und Fahrzeuge seien abgeschleppt worden, hiess es am Sonntag. Auch andernorts in Kanada, wie etwa in der Hauptstadt Ottawa, gingen die Proteste weiter.

Kanadische Trucker haben am Wochenende trotz mehrerer Polizeieinsätze ihre Proteste gegen die Corona-Massnahmen der Regierung fortgesetzt. (Archivbild: Keystone)

Premierminister Justin Trudeau traf sich am Samstag mit seinem Krisenteam. «Wir werden weiter sicherstellen, dass die zuständigen Behörden auf Stadt-, Provinz- und Landesebene das haben, was sie brauchen, um diese Blockaden zu beenden und die Sicherheit der Bevölkerung zu schützen», teilte er danach mit. Bereits zuvor hatte Trudeau angesichts der seit rund drei Wochen anhaltenden Trucker-Proteste die gewaltsame Auflösung von Blockaden nicht ausgeschlossen und die Blockaden illegal genannt. Mit Ontario hat eine der betroffenen Provinz den Notstand ausgerufen.

Die Blockade der Ambassador Bridge zwischen Windsor und Detroit – sowie weiterer Grenzübergänge – führte nach Trudeaus Worten zum Stopp der Autoproduktion von sechs Herstellern wegen fehlender Teile. Über die Brücke fliessen 25 Prozent des kanadisch-amerikanischen Güterverkehrs – das entspricht pro Tag einem Warenwert von umgerechnet 275 Millionen Euro. Die Region ist wirtschaftlich über die Grenze hinaus eng verwoben. Deshalb hatte Trudeau am Freitag auch mit US-Präsident Joe Biden gesprochen.

Neustart beim Karneval: Venedig feiert, aber unter Corona-Bedingungen

Es soll ein Neustart in die Normalität sein, doch die Corona-Pandemie beeinflusst auch 2022 den weltberühmten Karneval in Venedig. Das für seine Kostüme und Masken bekannte Fest in der norditalienischen Lagunenstadt ist in diesem Jahr hybrid. Am Samstag begannen die ersten Ereignisse bei der bis zum 1. März laufenden Traditionsveranstaltung.

«Remember the future» (Erinnere dich an die Zukunft) lautet das Motto des zum dritten Mal unter Corona-Bedingungen gefeierten Karnevals. Im Stadtgebiet führten Schauspieler, Puppenspieler oder Pantomime-Künstler ihre Stücke auf. In einer fast 90-minütigen, über das Internet ausgestrahlten Show berichteten Karnevals-Urgestein Prinz Maurice und Linda Pani – der Engel von 2020 – am Samstagabend über den ersten Tag.

Die Veranstalter entzerrten den Karneval und organisierten nach eigenen Angaben auf den Inseln der Lagune, dem Festland und in der Altstadt eine Reihe pandemiegerechter Events. Für Konzerte, Aufführungen in Theatern oder Ausstellungen gilt die 2G-Regel: Wer also vor Ort dabei sein will, braucht das Corona-Impfzertifikat oder einen Genesungsnachweis.

Der Karneval will in diesem Jahr allerdings auch für sein internationales Publikum erreichbar sein. Online können Interessierte einige Events im Livestream mitverfolgen. Die erste Show am Samstagabend mit Maurice und Pani war eigentlich nur auf Italienisch. Der Prinz versprach dem Publikum am Ende jedoch, dass auch mehr in anderen Sprachen wie Englisch, Deutsch oder Französisch gesprochen werden solle.

Es soll ein Neustart in die Normalität sein, doch die Corona-Pandemie beeinflusst auch 2022 den weltberühmten Karneval in Venedig. (Archivbild: Keystone)

Coronabedingt sagten die Organisatoren einige traditionelle, spektakuläre Veranstaltungen ab, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Darunter fällt auch der «Engelsflug», bei dem eine Frau in prunkvollem Kostüm an einem Drahtseil über dem berühmten Markusplatz schwebt. Ab Sonntag durfte die Polizei ausserdem im historischen Zentrum Fussgänger umleiten oder zeitweise Strassen sperren, wenn an einem Ort zu viele Menschen waren.

Bei sonnigem Wetter tummelten sich am Sonntagmittag zahlreiche Leute auf dem bei Touristen beliebten Markusplatz – quasi ein Gradmesser dafür, wie viel in der Stadt los sein könnte. Der Karneval mit seinen Maskenbällen, Gondel-Paraden und Feuerwerken gehört zu den wichtigsten Festen Venedigs. Ein völlig anderes Bild bot sich 2021: Damals lief alles rein digital ab – in Italien galten strenge Corona-Regeln mit nächtlichen Ausgangssperren und limitierten Öffnungszeiten für Bars und Restaurants.

Dutzende Festnahmen rund um verbotene Konvoi-Demo in Paris

Im Rahmen der verbotenen Fahrzeug-Demos gegen Corona-Regeln in Frankreich hat die Pariser Polizei 97 Menschen festgenommen. Wie die Sicherheitskräfte auf Twitter mitteilten, wurden zudem 513 gebührenpflichtige Verwarnungen erteilt. Auch am Sonntag waren demnach Beamte im Einsatz, um Strassenblockaden in der französischen Hauptstadt zu verhindern.

Gegner der französischen Corona-Regeln hatten zu dem Fahrzeugprotest aufgerufen. Sie stören sich an verschärften Regeln für nicht und nicht vollständig Geimpfte. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Proteste waren im Laufe der Woche in verschiedenen Landesteilen gestartet. Ziel ihrer Sternfahrt war eine gebündelte Demonstration, angelehnt an die Trucker-Proteste in Kanada. Diese Demonstration in Paris wurde jedoch verboten. Die Polizei hielt Hunderte Protestler an Zufahrtspunkten am Stadtrand von der Anreise ab. Einsatzkräfte liessen zudem blockierende Wagen auf den Champs-Élysées abschleppen.

Seit mehr als zwei Wochen demonstrieren in Kanada Tausende Menschen gegen Corona-Massnahmen und Impfvorschriften. Mit Lastwagen und anderen Fahrzeugen blockierten sie unter anderem Teile der Innenstadt der Hauptstadt Ottawa.

Niederländer feiern trotz Corona-Verboten Partys in Nachtclubs

Tausende Niederländer haben sich in der Nacht zum Sonntag über Corona-Verbote hinweggesetzt und in Nachtclubs und Diskotheken durchgefeiert. In mehreren Städten seien Clubs ausverkauft gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur ANP. Mit der Aktion «De Nacht staat open» (Die Nacht steht offen) protestierten Gastro-Unternehmen in Amsterdam, Rotterdam, Utrecht und weiteren Städten gegen Corona-Regeln, die eine Schliessung um spätestens 22 Uhr vorschreiben.

Tausende Niederländer haben sich in der Nacht zum Sonntag über Corona-Verbote hinweggesetzt und in Nachtclubs und Diskotheken durchgefeiert. (Bild: Keystone)

In Amsterdam blieben Nachtlokale trotz angedrohter Geldstrafen in Höhe von 4’500 Euro offen. Anderswo, darunter Maastricht und Groningen, sagten Clubbetreiber angesichts drohender Strafen von bis zu 50’000 Euro geplante Protest-Partys ab. Daraufhin kamen Tausende von jungen Leuten zu illegalen Ravepartys im Freien zusammen, berichtete die Zeitung «Algemeen Dagblad».

Die niederländische Regierung hatte am Donnerstag erklärt, zum 18. Februar die meisten Corona-Massnahmen aufheben zu wollen. Stadien, Theater, Kinos und Gaststätten sollen dann wieder fast uneingeschränkt für Besucher freigegeben werden. Ende Februar sollen dann die restlichen Einschränkungen aufgehoben werden.

Die Infektionszahlen sind zwar nach wie vor hoch, doch steigen die Patientenzahlen in Krankenhäusern nur langsam. Daher nimmt der Druck von Bürgern, Bürgermeistern und Unternehmern auf die Regierung zu, die Einschränkungen aufzuheben.

Zürcher Polizei weist an Demos über 100 Personen weg

Unbewilligte Demonstrationen haben die Zürcher Innenstadt am Samstagnachmittag teilweise lahmgelegt. Dabei hat eine Gegendemonstration von linken Gruppierungen die Polizei mehr beschäftigt als das beabsichtigte Treffen verschiedener Corona-Massnahmengegner.

Gemäss einer ersten Bilanz hat die Stadtpolizei mehrere Dutzend Personen festgenommen, wie sie am Samstagabend mitteilte. Zudem sprachen Stadt- und Kantonspolizei Zürich zusammen weit über 100 Wegweisungen aus.

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(Bild: Keystone)
Demo-Chaos in Zürich

Beim Landesmuseum und bei der Bahnhofstrasse direkt beim Hauptbahnhof Zürich haben sich am Samstag viele hundert Personen versammelt: Sie skandieren unter anderem «Züri Nazifrei». Es handelt sich um eine Gegendemonstration zu einer Kundgebung von Massnahmengegnern.

Diese hat aber nicht wie angekündigt beim HB begonnen. Die Zürcher Stadt- und Kantonspolizei sind mit einem Grossaufgebot vor Ort. Mehrere Zugänge zum Hauptbahnhof sind abgeriegelt. Auch Wasserwerfer stehen bereit. Mehrere zentrale Tram- und Buslinien sind im Raum HB verspätet unterwegs oder werden umgeleitet, wie die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) mitteilten. Sie rechnen damit, dass die Einschränkungen bis etwa 17:30 Uhr dauern.

(Video: Keystone-SDA)

Die Polizei hat Unbeteiligte aufgefordert, die betreffenden Strassenzüge beim Hauptbahnhof zu verlassen, da es sich um eine unbewilligte Demonstration handle.

In der Altstadt hat die Stadtpolizei derweil «eine grössere, gewaltbereite Personengruppe» angehalten, die der rechtsextremen Szene zugeordnet werden könnten, wie sie twitterte. Die Gruppe werde für weitere Abklärungen in eine Polizeiwache geführt.

Infektionen in Hongkong auf Rekordniveau – trotz Null-Covid-Strategie

Trotz strenger Vorsichtsmassnahmen schnellt die Zahl der Corona-Infektionen mit der Omikron-Variante in Hongkong in die Höhe. Am Samstag wurde die Rekordzahl von 1514 Fällen gemeldet. Gesundheitschef Edwin Tsui sprach vom «härtesten Kampf gegen das Virus seit zwei Jahren». Er sagte lokalen Medien: «Wir glauben, dass die Infektionszahlen hoch bleiben.»

Die Nummer Zwei der Regierung, Verwaltungschef John Lee, reiste über die Grenze in die Volksrepublik, um über mögliche Hilfe der Pekinger Zentralregierung zu diskutieren. Es solle um Unterstützung mit Personal, Ausrüstung und bei Quarantäne- und Behandlungseinrichtungen gehen, berichtete die «South China Morning Post».

In der Diskussion sei auch die Errichtung eines provisorischen Krankenhauses wie in den ersten Tagen der Pandemie in der Metropole Wuhan in Zentralchina vor zwei Jahren, berichtete die Zeitung. Gerade unter älteren Hongkongern ist die Impfquote niedrig. Sie liegt bei den über 80-Jährigen bei lediglich 22 Prozent.

Lange gab es in der Sieben-Millionen-Metropole praktisch keine Infektionen. Ende Dezember verstiessen aber zwei Flugbegleiterinnen gegen Corona-Regeln und schleppten das Virus laut Berichten ein. Die Fallzahlen stiegen in den vergangenen Tagen rasant an, nachdem die Behörden die Infektionsketten nicht mehr nachverfolgen konnten.

Trucker-Protest blockiert Zugang zum Parlament in Den Haag

Aus Protest gegen Corona-Beschränkungen haben Lastwagen- und Traktorfahrer in Den Haag am Samstag mit mehreren Fahrzeugen den Zugang zum niederländischen Parlament blockiert. Die Demonstration nach dem Vorbild kanadischer Trucker unter dem Motto «Freiheitskonvoi Niederlande» sorgte für erhebliche Verkehrsbehinderungen, wie die Nachrichtenagentur ANP berichtete.

Die Polizei ging zunächst nicht gegen die vor dem Haager Binnenhof versammelten Fahrer vor. Neben beiden Kammern des Parlaments befindet sich dort auch der Amtssitz von Ministerpräsident Mark Rutte. Demonstranten skandierten Slogans wie «Rutte, hau ab!» und «Genug ist genug!». Die Behörden forderten sie auf, ihre Fahrzeuge auf dem nahegelegenen Freigelände Malieveld abzustellen. Dort ist am Sonntag eine Kundgebung gegen die Corona-Politik der Regierung geplant.

Die niederländische Regierung hatte am Donnerstag erklärt, zum 18. Februar die meisten Corona-Massnahmen aufheben zu wollen. Stadien, Theater, Kinos und Gaststätten sollen dann wieder fast uneingeschränkt für Besucher freigegeben werden, erklärte Gesundheitsminister Ernst Kuipers. Eine endgültige Entscheidung soll am Dienstag fallen. Ende Februar sollen dann die restlichen Einschränkungen aufgehoben werden.

Norwegen hebt Maskenpflicht und letzte Corona-Beschränkungen auf

Norwegen verabschiedet sich nach Dänemark und Schweden von so gut wie allen verbliebenen Corona-Massnahmen. Nach einer kräftigen Lockerung vor knapp zwei Wochen fallen nun auch die allermeisten weiteren Beschränkungen in dem skandinavischen Land weg, darunter die Maskenpflicht und die Ein-Meter-Abstandsregel. «Abstand zwischen uns ist nicht mehr länger notwendig», sagte Regierungschef Jonas Gahr Støre am Samstag in Oslo. Symbolisch für die Aufhebung der Maskenpflicht steckte er seinen Mund-Nasen-Schutz in die Innentasche seines Sakkos.

Die Pandemie stelle für die meisten Menschen keine grosse Gesundheitsgefahr mehr dar, sagte Støre. Die Omikron-Variante des Coronavirus verursache mildere Krankheitsverläufe, die Impfungen schützten gut. Zwei Empfehlungen bleiben laut dem Ministerpräsidenten aber bestehen: Nur Erwachsene mit Symptomen sollten sich testen lassen, und wer als Erwachsener positiv getestet werde, sollte vier Tage zu Hause bleiben. Alle Einreiseanforderungen werden aufgehoben.

Norwegens Regierungschef verkündete am Samstag das Ende der Maskenpflicht und der meisten anderen Corona-Beschränkungen. (Bild: Keystone)
Österreich lockert die Corona-Massnahmen

Österreich setzt die Lockerungen der Corona-Massnahmen fort. Ab Samstag muss im Handel oder in Museen nur noch eine FFP2-Maske getragen werden. Die bisherige 2G-Regel fällt. Obendrein wird bei Veranstaltungen die Obergrenze für Besucher aufgegeben. Allerdings gelten in diesem Fall – wie zum Beispiel beim Besuch von Fussballspielen – die 2G-Regel und Maskenpflicht. Ab 19. Februar dürfen – abgesehen von Wien – überall nicht nur Geimpfte und Genesene, sondern auch negativ Getestete wieder ins Lokal. Die 3G-Regel gilt dann auch im Tourismus. Die Impfquote in Österreich beträgt 69 Prozent. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist fast doppelt so hoch wie in Deutschland. Die Lockerungsschritte werden mit der beherrschbaren Lage in den Kliniken begründet.

(Bild: Keystone)
Biontech/Pfizer für Kleinkinder in den USA verzögert sich

Das deutsche Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer wollen ihren Anfang Februar bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eingereichten Antrag auf Notfallzulassung ihres Corona-Impfstoffs für Kinder unter fünf Jahren doch noch einmal aktualisieren. Daten zu Studien mit einer dritten Dosis sollten eingebaut werden, teilten Biontech und Pfizer am Freitag mit. Von der FDA hiess es daraufhin, dass ein eigentlich für den 15. Februar geplantes Treffen eines Beratergremiums zu diesem Thema deswegen nun vorerst verschoben werde.

Eigentlich hatten Biontech und Pfizer den Antrag für die Notfallzulassung ihres Corona-Impfstoffs für Kinder im Alter zwischen sechs Monaten und vier Jahren bereits Anfang Februar eingereicht – nach US-Medienberichten auch auf Bitten der Behörden hin. Das Biontech/Pfizer-Präparat ist in den USA bereits für Erwachsene und Kinder ab fünf Jahren zugelassen, für die Altersgruppe unter fünf Jahren wäre es aber der erste verfügbare Impfstoff.

Schon im Dezember hatten Biontech und Pfizer aber auch angekündigt, die laufenden klinischen Studien zum Corona-Impfstoff für kleinere Kinder um eine dritte Dosis – frühestens zwei Monate nach der zweiten – ausweiten zu wollen. Ergebnisse dafür würden in der «ersten Jahreshälfte 2022» erwartet, hiess es.

Die Entscheidung sei gefallen, weil erste Daten zeigten, dass Kinder im Alter zwischen zwei und fünf Jahren nicht genauso gut auf die Impfung ansprachen wie Jugendliche und Erwachsene ab 16 Jahren und wie Kinder zwischen 6 und 24 Monaten. Sicherheitsbedenken seien keine festgestellt worden, hiess es.

Gut 60 Prozent der Impf-Nebenwirkungen sind nicht schwerwiegend

Die Heilmittelbehörde Swissmedic hat bis zum vergangenen Dienstag 12’334 Meldungen über Nebenwirkungen der Impfungen gegen Covid-19 ausgewertet. In 62 Prozent der Fälle stuften die Meldenden die Symptome als nicht schwerwiegend ein, in 38 Prozent als schwerwiegend.

48,7 Prozent der Meldungen stammen von Personen in Gesundheitsberufen, wie Swissmedic am Freitag mitteilte. Diese sind gesetzlich verpflichtet, schwerwiegende Nebenwirkungen zu melden. In 51,1 Prozent der Fälle wandten sich direktbetroffene Patientinnen und Patienten oder Angehörige an das Heilmittelinstitut.

(Bild: Keystone)

Bei der Mitteilung von Swissmedic handelt es sich um eine Aktualisierung bereits bekannter Daten: Bis zur vorangegangenen Veröffentlichung Mitte Januar hatte die Heilmittelbehörde 11’467 Meldungen gezählt, gut 62 Prozent davon über nicht schwerwiegende Impf-Nebenwirkungen.

Bei den Meldungen über schwerwiegende Nebenwirkungen liegt das mittlere Alter der Betroffenen den Angaben vom Freitag zufolge bei 54 Jahren. Am häufigsten wurde über Fieber, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schüttelfrost, Übelkeit und Schwindelgefühl berichtet. Diese Reaktionen überwiegen auch bei den nicht-schwerwiegenden Fällen.

In 199 der schwerwiegenden Fälle sind Personen in unterschiedlichem zeitlichen Abstand zur Impfung gestorben, wie Swissmedic berichtete. In allen Fällen gebe es aber andere, wahrscheinlichere Todesursachen – trotz der zeitlichen Assoziation. Bis im Januar waren 192 derartige Fälle registriert worden.

Omikron-Höhepunkt überstanden - Belgien öffnet wieder Nachtclubs

Endlich wieder tanzen: Nachdem Belgien den Höhepunkt der Omikron-Welle überstanden hat, nimmt das Land Lockerungen der Corona-Regeln in den Blick. Vor allem in der Gastronomie, im Nachtleben und im Kultursektor sollen ab Ende kommender Woche laxere Bestimmungen gelten, wie am Freitag bei Regierungsberatungen in Brüssel entschieden wurde. Dann dürfen Nachtclubs wieder öffnen und die Sperrstunde für Kneipen und Restaurants fällt weg. «Ich möchte mich bei allen Belgiern, ohne Ausnahme, für alle Anstrengungen bedanken, die wir gemeinsam unternommen habe», sagte Ministerpräsident Alexander De Croo bei einer Pressekonferenz.

Ausserdem soll die Maskenpflicht für Kinder unter zwölf Jahren in der Schule fallen. Aus der Homeoffice-Pflicht an vier Tagen die Woche wird eine Empfehlung.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen geht in dem Land mit rund 11,5 Millionen Einwohnern seit einigen Tagen zurück. Im Wochenvergleich lag das Minus am Freitag bei 44 Prozent. Auch die Zahl der Patienten im Krankenhaus und auf der Intensivstation ist rückläufig. Jedoch sind zuletzt wieder mehr Menschen in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die Inzidenz für die vergangenen 14 Tage liegt bei knapp 4000 Infektionen pro 100 000 Menschen.

Neben Partys im Club sollen ab kommender Woche auch wieder Veranstaltungen wie Konzerte mit stehendem Publikum erlaubt werden. Vor allem die Kultur- und Gastro-Branche hatte zuletzt Druck auf die Regierenden in Belgien gemacht und Lockerungen gefordert. Die Clubs wollten kommende Woche auch dann öffnen, wenn keine Lockerung beschlossen worden wäre.

Novavax legt Ergebnisse von Impfstoff-Studie an Jugendlichen vor

Der US-Impfstoffhersteller Novavax hat sein Vakzin gegen Covid-19 eigenen Angaben zufolge erfolgreich bei Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren getestet. Die Wirksamkeit des Mittels liege nach den Ergebnissen einer Phase-3-Studie bei 82 Prozent, teilte der Hersteller am Freitag mit. An der Studie nahmen rund 2247 Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren in den USA teil – allerdings zu einer Zeit, als die Delta-Variante des Virus noch vorherrschend war, nicht die Omikron-Variante. Die Impfung sei gut vertragen worden.

Innerhalb der kommenden Wochen wolle man sich um eine Zulassung für diese Altersgruppe bemühen, hiess es von Novavax. In Europa ist der Novavax-Impfstoff für Erwachsene bereits zugelassen, in den USA wird eine Zulassung derzeit geprüft.

Erdogan nach Corona-Infektion: "Habe Phase sehr leicht überwunden"

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist das erste Mal seit seiner Corona-Infektion wieder öffentlich aufgetreten. «Ich habe diese Phase sehr leicht überwunden», sagte er im Bezug auf seine Infektion nach dem Freitagsgebet in Istanbul.

Vier bis fünf Tage nach seinem positiven Testergebnis sei er negativ getestet worden. Während der Quarantäne habe er sich nicht erschöpft oder müde gefühlt. Seine Ehefrau, Emine Erdogan, habe die Krankheit noch nicht überstanden. Er hoffe, dass sie sich bis zu der für Montag geplanten Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate erhole.

(Bild: Keystone)

Vergangenen Samstag und kurz nach seiner Reise in die Ukraine hatte der 67-jährige Präsident via Twitter mitgeteilt, positiv auf das Coronavirus getestet worden zu sein. Gemeinsam mit seiner Frau begab er sich in Quarantäne in seinem Istanbuler Wohnort im Stadtteil Üsküdar. Erdogan sagte am Freitag, er sei fünf Mal geimpft: zwei Mal mit dem Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac und drei Mal mit dem Impfstoff von Biontech.

Weitere Corona-Öffnungsschritte in Österreich absehbar

In Österreich bahnen sich über die bereits geplanten Schritte hinaus weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen an. Am kommenden Mittwoch will sich die Regierung nach eigenen Angaben mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer zu entsprechenden Beratungen treffen.

«Wir haben immer gesagt, dass wir Einschränkungen nur so lange wie unbedingt nötig aufrechterhalten», sagte Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) am Freitag. Die Infektionszahlen seien zwar nach wie vor hoch, die Belastung der Normal- und Intensivstationen aber seit Wochen stabil. Branchenvertreter dringen auf ein Ende der Sperrstunde um 24.00 Uhr sowie auf weitere Lockerungen zum Beispiel bei Fitness-Studios und den Wellness-Bereichen von Hotels.

Bereits an diesem Samstag fällt unter anderem die 2G-Regel in allen Geschäften und in den Museen. Nach 13 langen Wochen ende gerade noch rechtzeitig vor dem Valentinstag (14. Februar) ein «unrühmliches Kapitel der österreichischen Handelsgeschichte», sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands, Rainer Will. Die pandemiebedingt angeschlagene Branche hoffe dadurch auf Mehrumsätze von rund 200 Millionen Euro pro Woche. Für den 19. Februar ist bisher geplant, dass in der Gastronomie wieder die 3G-Regel gilt. Damit hätten auch lediglich negativ Getestete wieder Zutritt zu den Lokalen. Ausnahme ist Wien, das an der 2G-Pflicht in der Gastronomie festhalten will.

22'221 neue Corona-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 22’221 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 18 neue Todesfälle und 137 Spitaleinweisungen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Niederlande vor grosser Lockerung von Corona-Massnahmen

Die Niederlande wollen zum 18. Februar die meisten Corona-Massnahmen aufheben. Stadien, Theater, Kinos und Gaststätten sollen dann wieder fast uneingeschränkt für Besucher freigegeben werden. Das kündigte Gesundheitsminister Ernst Kuipers am Donnerstagabend in einem Brief an das Parlament in Den Haag an. Gaststätten sollen dann auch bis 1.00 Uhr öffnen dürfen, statt wie bisher 22 Uhr.

In den Niederlanden gibt es kommende Woche grosse Massnahmen-Lockerungen. (Bild: Keystone)

Eine endgültige Entscheidung soll am Dienstag fallen. Zunächst muss noch das wichtigste Beratergremium der Regierung über die Pläne beraten. Ende Februar will die Regierung, die restlichen Einschränkungen aufheben.

Die Infektionszahlen sind zwar nach wie vor hoch, doch steigen die Patientenzahlen in Krankenhäusern nur langsam. Daher nimmt der Druck von Bürgern, Bürgermeistern und Unternehmern auf die Regierung zu, die Einschränkungen aufzuheben. Zuletzt wurden etwa 4800 Infektionen pro 100’000 Einwohner in sieben Tagen registriert. Zum Vergleich in Deutschland liegt diese Inzidenz bei 1472.

Deutsches Verfassungsgericht gibt grünes Licht für Pflege-Impfpflicht

Die Corona-Impfpflicht für Pflege- und Gesundheitspersonal in Deutschland kann aus rechtlicher Sicht wie geplant ab Mitte März umgesetzt werden. Das Bundesverfassungsgericht lehnte es im Eilverfahren ab, die Vorschriften vorläufig ausser Kraft zu setzen.

Die Entscheidung vom Donnerstag wurde am Freitag in Karlsruhe veröffentlicht. Damit ist noch nicht über die vielen Verfassungsbeschwerden gegen die Teil-Impfpflicht entschieden. Die umfassende Prüfung steht noch aus.

Das deutsche Verfassungsgericht gibt grünes Licht für die Impfpflicht beim Pflege- und Gesundheitspersonal. (Bild: Keystone)

Die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht soll alte und geschwächte Menschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen, die ein besonders hohes Risiko haben, sehr schwer zu erkranken oder daran zu sterben. Sie gilt für Beschäftigte in Pflegeheimen und Kliniken, aber zum Beispiel auch in Arztpraxen und bei ambulanten Diensten, für Hebammen, Physiotherapeuten und Masseure. Sie alle müssen bis 15. März 2022 nachweisen, dass sie voll geimpft oder kürzlich genesen sind. Alles zum Thema lesen sie hier.

Britische Wirtschaft wächst 2021 nach Corona-Einbruch deutlich

Die britische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr deutlich gewachsen. Nach einem coronabedingten Einbruch im Jahr 2020 um 9,4 Prozent wuchs die Wirtschaftsleistung (BIP) 2021 um 7,5 Prozent, wie das Statistikamt ONS am Freitag in London mitteilte. Im Schlussquartal lag das BIP aber immer noch 0,4 Prozent tiefer als vor Ausbruch der Pandemie.

Vom dritten auf das vierte Quartal wuchs die britische Wirtschaft um 1,0 Prozent. Analysten hatten mit einem etwas stärkeren Wachstum gerechnet. Getrieben wurde die Entwicklung zum Jahresende laut ONS vor allem durch höhere Ausgaben im Gesundheits- und Sozialwesen. Ausschlaggebend gewesen dafür seien mehr Hausarztbesuche sowie mehr Corona-Testungen und -Impfungen aufgrund der jüngsten Pandemie-Welle.

Arbeiten im Homeoffice bei französischen Grenzgängern verboten

Homeoffice für Grenzgänger aus Frankreich kann illegal sein. Selbst für Wirtschaftsverbände war es eine überraschende Entdeckung: Arbeiten Grenzgänger aus Frankreich künftig im Homeoffice, macht sich ihr Schweizer Arbeitgeber unter Umständen strafbar. Das betrifft vor allem Arbeitgeber in Genf, Freiburg und Aargau. Dabei geht es darum, wo Sozialabgaben und Steuern bezahlt werden sollen, wie die Aargauer Zeitung berichtet.

Passagierzahl am Frankfurter Flughafen sinkt wieder stärker

Die Omikron-Welle des Coronavirus hat die Erholung des Passagierverkehrs am Frankfurter Flughafen zum Jahresstart zurückgeworfen. Der Flughafenbetreiber Fraport zählte an Deutschlands grösstem Luftfahrt-Drehkreuz im Januar 2,2 Millionen Passagiere und damit 52,5 Prozent weniger als vor der Pandemie im Januar 2019, wie er am Freitag in Frankfurt mitteilte.

Im Dezember hatte der Rückgang im Vergleich zur Vor-Pandemie-Zeit noch rund 44 Prozent betragen. Allerdings lief das Geschäft zuletzt schon deutlich besser als im ersten Corona-Winter: Im Januar 2021 hatten nur knapp 883 000 Passagiere den Frankfurter Flughafen genutzt.

Ems-Chemie hat Vor-Coronaniveau wieder übertroffen

Die Ems-Gruppe hat sich vom Corona-Einbruch im Vorjahr wieder deutlich erholt und 2021 einen Gewinnsprung verzeichnet. Der Spezialchemiekonzern erreichte bereits wieder neue Höchstwerte.

Wie Ems am Freitag mitteilte, stieg der Umsatz um 25,1 Prozent auf 2,25 Milliarden Franken. Den grössten Teil davon erzielt das Unternehmen mit Polymeren, aus denen vor allem Autoteile, aber auch etwa Skischuhe oder Spielkonsolen gefertigt werden. Zudem ist Ems auch in der Spezialchemie tätig. Im Vorjahr war der Umsatz um 16,3 Prozent eingebrochen.

Ems sei dank Neugeschäfte überproportional zum Markt gewachsen, erklärte das Unternehmen. Steigende Kosten für Rohstoffe, Logistik und Energie hätten aber laufende Preisanpassung notwendig gemacht.

Wichtige Lockerungen schon nächste Woche
Lukas Engelberger, Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz, plädiert für eine schrittweise Lockerung der Corona-Massnahmen. (Bild: Keystone)

Der Präsident der Konferenz der Gesundheitsdirektorenkonferenz, Lukas Engelberger, erwartet «einen ersten wichtigen Schritt» bei der Lockerung der Corona-Massnahmen bereits in der nächsten Woche. «Der zweite wird gegebenenfalls einige Wochen später folgen».

Engelberger befürwortet eine schrittweise Öffnung. «Aus sozialer oder psychologischer Sicht ist diese Lösung besser», sagte er in einem Interview, das am Freitag von den französischsprachigen Zeitungen der Mediengruppe Tamedia verbreitet wurde. Wenn alles auf einmal geöffnet werde , entstehe der Eindruck, die Pandemie sei vorbei. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Ohne Test nach Grossbritannien: Einreiseregeln werden weiter gelockert

Wer geimpft nach Grossbritannien einreist, muss künftig keinen Corona-Test mehr vorweisen. Am Freitagmorgen (4 Uhr Ortszeit) hob die britische Regierung damit eine der letzten Corona-Regeln auf. Bislang mussten Einreisende bei einem zertifizierten Anbieter einen Test buchen und diesen bis Tag Zwei nach der Einreise durchführen und melden. Für Ungeimpfte gilt diese Pflicht auch weiterhin. Allerdings müssen sie sich nach der Einreise nicht mehr in Isolation begeben.

 

Grossbritannien lockert die Einreiseregeln weiter. (Bild: Keystone)

Seit Januar gehen die Infektionszahlen in Grossbritannien deutlich zurück. Zuletzt wurden täglich etwa zwischen 60’000 und 70’000 neue Corona-Fälle registriert, die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei rund 800 (Stand: 5. Februar). Allerdings gibt es noch immer täglich 200 bis 300 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Boris Johnsons Regierung, die für England über die Corona-Politik bestimmt, setzt trotzdem auf grösstmögliche Freiheit: Ende des Monats soll sogar die Pflicht aufgehoben werden, sich nach einem positiven Test in Quarantäne begeben zu müssen. Schottland, Wales und Nordirland, die eigenständig entscheiden, gehen oft etwas vorsichtiger vor.

Maskenpflicht im Freien endet in Italien

In Italien können die Menschen ab diesen Freitag draussen wieder freier durchatmen. Die Regierung des Landes mit rund 60 Millionen Einwohnern entschied unter der Woche, die Maskenpflicht zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus im Freien zu beenden. Draussen müssen die Leute eine Mund-Nasen-Bedeckung nur dann tragen, wenn es zu Menschenansammlungen kommt, wie aus der Anordnung hervorgeht. Bislang galt die Pflicht landesweit draussen wie drinnen, ungeachtet der Corona-Lage vor Ort. In Innenräumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln muss die Maske weiter aufgesetzt werden.

Ab Freitag öffnen in Italien auch die Diskotheken wieder. Für den Einlass gilt die 2G-Regel – man braucht also einen Genesungs- oder Impfnachweis. Die Tanzlokale waren im vergangen Jahr lange wegen der Pandemie zu und konnten zwischenzeitlich mit geringerer Auslastung öffnen. Nur die, die überlebt hätten, würden den Betrieb wieder aufnehmen, sagte Maurizio Pasca, Präsident des Unternehmerverbandes Silb, der auch die Disco-Besitzer vertritt, der Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag.

Nesselfieber tritt nach Booster-Impfung offenbar gehäuft auf

Nesselfieber tritt nach der Booster-Impfung gegen Covid-19 offenbar gehäuft als Nebenwirkung auf. Das berichtet das aha! Allergiezentrum Schweiz. Lesen Sie hier mehr.

Auffällig sei, dass diese Reaktionen vor allem nach Boosterimpfungen mit dem Moderna-Impfstoff Spikevax berichtet worden seien. (Bild: Keystone)
Kulturstaatsministerin: "Lassen uns von Corona nicht unterkriegen"

Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) hat zum Beginn der Berlinale betont, wie wichtig die Kultur für die Demokratie sei. «Ich bin froh. Bin erleichtert. Bin dankbarer vielleicht als es je eine Kulturstaatsministerin an einem Abend im Februar sein durfte», sagte sie am Donnerstagabend in Berlin.

Sie sei glücklich, dass diese Berlinale stattfinden könne. «Ja, es ist ein Festival unter Pandemiebedingungen. Mit Einschränkungen, die man kritisieren kann. Mit Unzulänglichkeiten, die man bemängeln mag. Mit Lücken, die man bedauern muss», sagte Roth. «Aber das wirklich, wirklich Wichtige ist doch: Die Berlinale, sie findet statt.»

(Bild: Keystone)

Der Film erschaffe unschätzbar wichtige Perspektiven auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Damit setze man auch ein Zeichen für die Demokratie. «Ohne die Kultur, ohne Theater, ohne Konzerte, ohne das Kino, ohne den Film bleibt alles stumm. Fehlt der Kunst, fehlt der Gesellschaft, fehlt der Demokratie die Stimme», sagte Roth.

Die Berlinale sei ein Zeichen der Hoffnung. «Wir lassen uns von Corona nicht unterkriegen. Wir brauchen das Kino. Wir brauchen den Film», sagte Roth und bekam dafür viel Applaus. Sie sagte, sie wolle auch besondere Ehrengäste begrüssen: Pflegerinnen und Pfleger, Ärztinnen und Ärzte. Diese stünden stellvertretend für so viele, die in den vergangenen harten Jahren alles getan hätten, um Leben zu bewahren. «Vielen Dank!»

Südafrika will Corona-Alarmplan abschaffen und Reformen umsetzen

Südafrika will seinen nationalen Covid-Alarmplan nach zwei Jahren aussetzen und seine Wirtschaft nach den verheerenden Folgen der Corona-Restriktionen durch tiefgreifende Reformen wieder aufbauen. Ohne konkrete Termine für die Abschaffung zu nennen kündigte Präsident Cyril Ramaphosa am Donnerstagabend in einer TV-Rede an die Nation an: «Südafrika braucht einen neuen Konsens.»

Strukturreformen seien nötig, um Investoren anzulocken; dazu gehörten auch Modernisierungen der Infrastruktur. Innerhalb der kommenden 100 Tage soll ein entsprechender Rahmenplan ausgearbeitet werden. Der Staat müsse durch Abschaffung schwerfälliger und unnötiger bürokratischer Hürden ein neues Umfeld schaffen, in dem die private Wirtschaft gedeihen könne. Ramaphosa rief zum verstärkten Kauf lokaler Produkte auf und will härter gegen den weit verbreiteten Kabel- und Gleis-Diebstahl vorgehen. Veraltete Kohlekraftwerke sollen mittelfristig durch klimafreundlichere Energieträger ersetzt werden.

Zudem stehe die Industrialisierung der Cannabis-Produkte im Lande bevor. Sie habe das Potenzial für insgesamt 130 000 neue Jobs. Für Touristen, aber auch ausländische Experten soll zudem die Visavergabe vereinfacht werden. Aktuell gebe es eine Überprüfung der bisherigen Bestimmungen. Gedacht sei auch an spezielle Start-up-Visa.

Erstmals in der Geschichte des Landes musste die Rede in Kapstadts Stadthalle gehalten werden, da das historische Parlamentsgebäude Anfang des Jahres durch einen Grossbrand schwer beschädigt worden war.

Das zahlenmässig am schwersten von der Covid-Pandemie betroffene Land Afrikas hat Ende 2021 wegen sinkender Infektionszahlen die meisten Restriktionen aufgehoben – sie hatten eine verheerende Auswirkung auf die Wirtschaft, die unter Stromengpässen leidet. Aktuell befindet sich der Staat auf der niedrigsten Stufe des fünfstufigen Alarmplans.

Impfstoffverträge sollen bis Ende Juni 2022 zugänglich werden

Die Verträge zur Beschaffung der Covid-19-Impfstoffe sollen spätestens bis Ende Juni 2022 zugänglich gemacht werden. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat eine entsprechende Verfügung erlassen.

Bis dahin sei die Impfstoffbeschaffung des Bundes für das Jahr 2023 abgeschlossen, teilte das BAG auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Donnerstag mit. Danach würden die gesetzlich vorgesehenen Anhörungsverfahren bei den Herstellern durchgeführt, um die Notwendigkeit allfälliger Schwärzungen abzuklären.

Mit diesem Vorgehen werde der Abwägung nach einer guten Verhandlungsposition der Schweiz, die im öffentlichen Interesse sei, Rechnung getragen. Gleichzeitig trage dieses Vorgehen auch dazu bei, den Zugang zu den Verträgen im Sinne des Öffentlichkeitsgesetzes zu gewähren.

Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (Edöb) hatte dem BAG am 18. Januar im Rahmen eines Schlichtungsverfahrens empfohlen, die Verträge zu veröffentlichen. Ein Rechtsanwalt hatte zuvor gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz Zugang zu den Impfstoff-Lieferverträgen ersucht.

Der Rechtsanwalt wollte so unter anderem in Erfahrung bringen, was die Impfstoffe bisher gekostet haben und wie viel Geld für die Zukunft dafür budgetiert wurde. Das BAG hatte sich bis dahin gegen eine Veröffentlichung der Verträge gestellt. Die verlangte Offenlegung würde die Interessen der Schweiz für laufende und künftige Verhandlungen schwächen, hiess es dazu zur Begründung.

Über die Veröffentlichung der Verträge hatte auch das Parlament bei der letzten Revision des Covid-19-Gesetzes im vergangenen Winter debattiert. Der Nationalrat hätte die Veröffentlichung gewünscht, mit Rücksicht auf den Schutz von Berufs-, Geschäfts- und Fabrikationsgeheimnissen. Der Ständerat war jedoch dagegen und setzte sich in der Einigungskonferenz durch.

Kanton Aargau reduziert Zahl der Impfzentren auf vier Standorte

Im Kanton Aargau schliessen die Impfzentren in Laufenburg, in Leuggern, in Menziken, im Shoppingzentrum Tivoli in Spreitenbach und in Zofingen per Ende März ihren Betrieb. Die Nachfrage nach Covid-Impfungen ist gemäss Kantonsbehörden deutlich zurückgegangen.

Impfungen seien weiterhin an den Kantonsspitälern Aarau und Baden sowie am Spital Muri und am Gesundheitszentrum Fricktal (Standort Rheinfelden) möglich, heisst es im «Covid-19-Programm»-Newsletters des Kantons vom Donnerstag.

Zusammen mit Apotheken und Arztpraxen bestehe in allen Regionen des Kantons ein ausreichendes Impfangebot. Die Impfzentren würden bereits sämtliche Covid-Impfungen ohne Voranmeldung anbieten.

(Bild: Keystone)

Der Kanton Aargau beobachtet die Entwicklung der Impfnachfrage und kann bei Bedarf die Kapazitäten laut eigenen Angaben schnell erhöhen. Dies gelte vor allem dann, wenn im Herbst für gewisse Personengruppen – wie vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) angekündigt – eine erneute Auffrischimpfung notwendig werde.

Brüssel verbietet Lkw-Demonstration gegen Corona-Massnahmen

Auch Brüssel verbietet eine Lastwagen-Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen, die in den nächsten Tagen in die belgische Hauptstadt ziehen soll.

«Wir tun alles, um zu verhindern, dass Brüssel blockiert wird», schrieb die belgische Innenministerin Annelies Verlinden am Donnerstag auf Twitter. Mittel des Bundes, der Region und der Stadt würden dafür eingesetzt, hiess es in einer Pressemitteilung. Am Donnerstagmorgen hatte Paris ebenfalls den von kanadischen Protesten inspirierten «Convoi de la Liberté» («Konvoi der Freiheit») zum Schutz der öffentlichen Ordnung verboten.

Konkret werde die Polizei Fahrzeuge, die trotz des Verbots» in die Hauptstadt kämen, umleiten. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Belga wird der Konvoi am Montag in Brüssel erwartet, nachdem die Demo in Paris am Samstag stattfinden soll. Das Kabinett von Verlinden sagte dem Bericht zufolge, es sei noch unklar, wie viele Menschen tatsächlich den Aufrufen in den sozialen Medien folgen würden, und von wo die Demonstranten nach Brüssel fahren könnten. Die Polizei rief die Bürger dazu auf, die Hauptstadt ab Sonntagnachmittag mit dem Auto zu meiden und öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

Nesselfieber tritt nach Booster-Impfung offenbar gehäuft auf

Nesselfieber tritt nach der Booster-Impfung gegen Covid-19 offenbar gehäuft als Nebenwirkung auf. In letzter Zeit sind beim aha! Allergiezentrum Schweiz viele Fragen dazu eingegangen. Auch Swissmedic hat mehr Meldungen dazu festgestellt. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Kein geimpftes Blut für Sohn (2) – Gericht entzieht Eltern Sorgerecht

Im Streit um eine Bluttransfusion während einer Herz-OP für ein Kind hat ein Jugendgericht in Italien den Eltern einstweilig das Sorgerecht entzogen. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Lehrstellensituation trotz Corona-Pandemie insgesamt stabil

Die Lehrstellensituation ist im laufenden Jahr stabil. Insgesamt hat sich die Berufsbildung in der Corona-Zeit als krisenresistent erwiesen. Gemäss ersten Trendmeldungen aus den Kantonen per Ende Januar verläuft die Lehrstellenbesetzung vergleichbar wie in den Vorjahren, wie das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation am Donnerstag schrieb. Für den Lehrbeginn 2022 seien aktuell 30’000 Lehrstellen ausgeschrieben, weitere offene Lehrstellen kämen laufend dazu. Erste verlässliche Zahlen über die Anzahl abgeschlossener Lehrverträge würden im Frühling vorliegen.

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Bund sichert sich weitere 2000 Packungen von Covid-19-Medikament

Der Bund hat zusätzliche 2000 Packungen eines Medikaments gegen Covid-19 reserviert. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat mit dem Unternehmen GlaxoSmithKline einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen, wie es am Donnerstag mitteilte.

Das Medikament Xevudy wird zur Antikörper-Therapie eingesetzt. Es wird über eine Infusion intravenös verabreicht und enthält den Antikörper Sotrovimab. Dieser wurde vom Tessiner Unternehmen Humabs BioMed entdeckt.

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Mallorca schafft 3G-Regel ab

Spanier können endlich wieder frei durchatmen – zumindest unter freiem Himmel. Die kurz vor Weihnachten wegen damals explodierender Corona-Zahlen angeordnete Maskenpflicht auch im Freien endete am Donnerstag angesichts sinkender Corona-Zahlen im ganzen Land. In Mallorca fällt zudem die 3G-Regel.

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Prinz Charles erneut mit Coronavirus infiziert

Der britische Thronfolger Prinz Charles hat sich erneut mit dem Coronavirus infiziert. «Der Prinz von Wales ist heute Morgen positiv auf Covid-19 getestet worden und isoliert sich nun», hiess es am Donnerstag auf dem offiziellen Twitter-Account des 73-Jährigen.

Prinz Charles hat sich erneut mit dem Coronavirus infiziert. (Bild: Keystone)

Prinz Charles bedauere es, seine geplanten Termine in der Start Winchester nicht wahrnehmen zu können und bemühe sich darum, den Besuch nachzuholen. Am Mittwochabend hatte Charles gemeinsam mit seiner Frau Herzogin Camilla (74) an einem Empfang im British Museum in London teilgenommen.

Der älteste Sohn von Queen Elizabeth II. hatte sich bereits direkt zu Beginn der Pandemie – also noch lange vor Beginn der Impfungen – mit dem Virus infiziert, aber damals nur milde Symptome gezeigt. Wie es dem Thronfolger derzeit geht, wurde zunächst nicht bekannt.

BAG meldet 26'321 neue Corona-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 26’321 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 19 neue Todesfälle und 148 Spitaleinweisungen.

Alle aktuellen Corona-Zahlen vom BAG finden Sie hier.

Schweizer Seilbahnen erholen sich weiter

Nach dem gelungenen Start in die Wintersaison 2021/22 können die Schweizer Bergbahnen auch auf erfolgreiche erste Wochen im neuen Jahr 2022 blicken. Der Verband Seilbahnen Schweiz verzeichnet in der laufenden Saison bisher bei den Ersteintritten und beim Umsatz landesweit ein Plus von rund 40 Prozent gegenüber der letzten Saison.

Nach dem frühen Saisonstart mit «exzellenten» Schneebedingungen habe die Branche im Januar besonders von den «sehr guten» Wetterbedingungen an den Wochenenden profitiert, teilte der Verband am Donnerstag mit. Geholfen habe auch, dass die Berggastronomie dank der 2G-Regel wieder Gäste bewirten durfte.

Bis Ende Januar lag das Plus im Vergleich zum Corona-Winter 2020/21 bei den Ersteintritten landesweit bei 39 Prozent und beim Umsatz gar bei 43 Prozent. Aber auch im Fünf-Jahres-Durschnitt schnitten die Bergbahnen gut ab: Die Ersteintritte lagen 21 Prozent, der Umsatz 24 Prozent höher.

Allergiezentrum erhält viele Fragen zu Nesselfieber nach Booster

Das aha! Allergiezentrum Schweiz hat in letzter Zeit viele Fragen zu Nesselfieber nach der Booster-Impfung gegen Covid-19 erhalten. Angesichts der Impfzahlen sei diese Nebenwirkung aber grundsätzlich immer noch selten, sagt der Leiter der Allergiestation am Universitätsspital Zürich, Professor Peter Schmid-Grendelmeier.

Tatsächlich sei auf der Allergiestation am Universitätsspital Zürich festgestellt worden, dass eine Urtikaria (Nesselfieber) häufiger nach dem Booster auftrete als etwa bei der Erstimpfung, wird Schmid-Grendelmeier in einer Mitteilung des Allergiezentrums vom Donnerstag zitiert. Er gehört dem wissenschaftlichen Beirat von aha! Allergiezentrum Schweiz an.

Ähnliche Beobachtungen hätten auch Apotheken sowie Ärztinnen und Ärzte gemacht. Genaue Zahlen, wie häufig dies der Fall sei, gebe es derzeit nicht. Sollte tatsächlich Nesselfieber auftreten, sei das meist nach mehreren Stunden oder Tagen nach der Impfung der Fall. Und bisher seien keine Fälle beobachtet worden, bei denen plötzlich andere schwere Symptome aufgetreten seien.

Nesselfieber gehöre zu den seltenen Nebenwirkungen, sei unangenehm, jedoch meist unbedenklich. Linderung könne die Einnahme von Antihistaminika verschaffen. Wenn bereits bei der ersten Impfung innerhalb einer Stunde ein nesselfieberartiger Hautausschlag am ganzen Körper auftrete, sollten sich Betroffene vor der zweiten Impfung mit einer Allergologin oder einem Allergologen absprechen, um die nötigen Vorsichtsmassnahmen zu treffen.

Länger andauerndes Nesselfieber im Zusammenhang mit der Covid-19-Impfung und insbesondere der Booster-Impfung werde in einzelnen Fällen beobachtet. Sie könne ausnahmsweise auch länger als sechs bis acht Wochen bestehen. Ein Zusammenhang mit der Impfung sei in solchen Fällen aber nicht immer eindeutig und auch nicht zwingend, hält Schmid-Grendelmeier weiter fest. Je länger der zeitliche Abstand zur Impfung, desto unwahrscheinlich bestehe ein Zusammenhang.

Aargauer Spital-Mitarbeitende erhalten mehr Lohn

Die rund 10’000 Mitarbeitenden der Kantonsspitäler Aarau und Baden sowie der Psychiatrischen Dienste Aargau erhalten in diesem Jahr mehr Lohn. Bei den drei staatseigenen Unternehmen gibt es individuelle und strukturelle Lohnanpassungen sowie höhere Zulagen für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsschichten.

Die Erhöhungen entsprechen mindestens 1,1 Prozent der Gesamtarbeitsvertrags-Lohnsumme, wie die drei Unternehmen am Donnerstag gemeinsam mitteilten. Insbesondere Pflegefachkräfte profitierten davon.

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Im Kanton Aargau erhalten die Mitarbeitenden der beiden Kantonsspitäler mehr Lohn, aber weniger als von den Sozialpartnern gefordert. (Symbolbild: Keystone)
Experte: Ende von Isolationspflicht in England unverantwortlich

Ein britischer Wissenschaftler hat das geplante Ende der Isolationspflicht bei positiven Corona-Tests in England scharf kritisiert. Es sei unverantwortlich, dass der britische Premierminister Boris Johnson die Vorschrift aufheben wolle, sagte der Epidemiologe Tim Spector vom King’s College in London am Donnerstag dem Sender Times Radio. «Den Eindruck zu erwecken, dass das Vereinigte Königreich Covid besiegt hat, ist der völlig falsche Weg.» Er sei sicher, dass andere Länder weiter vier oder fünf Tage Isolation vorschreiben würden, sagte Spector, der die Zoe Covid Studie leitet und die gemeldeten Symptome auswertet.

Johnson hatte angekündigt, die Pflicht zur Isolation als Teil eines Plans für ein «Leben mit Covid» schon in zwei Wochen zu beenden, wenn die Daten dies erlauben. Damit wolle der konservative Premier nach Ansicht politischer Kommentatoren die Hardliner in seiner Partei auf seine Seite ziehen. Johnson steht parteiintern wegen seines Umgangs mit der «Partygate»-Affäre heftig unter Druck.

Spector kritisierte, Johnson habe eher ein politisches Statement als eine wissenschaftliche Aussage getroffen. «Für die Regierung ist es eindeutig ein Wettbewerb, um zu sagen: «Grossbritannien ist Erster, Grossbritannien ist der Erste, der da durchkommt, Grossbritannien hat Omikron besiegt, unser Booster-Programm ist weltweit führend» und so weiter.» Tatsächlich aber berufe sich die Regierung auf «wissenschaftlich höchst umstrittene Daten». Nach offiziellen Angaben verzeichnete Grossbritannien am Mittwoch 68 214 Neuinfektionen. Spector rechnet mit Verweis auf seine Erhebungen damit, dass es noch immer mehr als 200’000 neue Fälle täglich gibt.

Tui startet diese Woche schon erste Mallorca-Flüge

Die Reisebuchungen ziehen nach Angaben von Tui wieder deutlich an – der grösste Touristikkonzern will deshalb den Beginn der Frühjahrssaison auf Mallorca schon im Februar einläuten. An diesem Freitag sollen die ersten Flüge aus Deutschland in Richtung der Balearen-Insel abheben, wie das Unternehmen ankündigte.

Die Maschinen starten in Frankfurt, Düsseldorf und Hannover. Der Anbieter hofft, dass nach zwei harten Jahren bis zum Sommer das Niveau vor der Corona-Krise erreicht ist. «Die Sehnsucht nach Sonne und Meer stimuliert jetzt auch die kurzfristige Nachfrage für das Mittelmeer», begründete der Chef von Tui Deutschland, Stefan Baumert, am Donnerstag das Vorziehen der Flugverbindungen.

Die Reisebuchungen ziehen nach Angaben von Tui wieder deutlich an (Bild: Keystone)

Im weiteren Verlauf der Saison sollen «erstmals seit Pandemiebeginn wieder alle Hotels auf den Balearen zur Verfügung stehen». Manche Anlagen seien in der Zwischenzeit erweitert oder umgestaltet worden.

Bis zur Hauptsaison soll das Hotelangebot von Tui auf Mallorca eine Summe von etwa 900 Häusern erreichen. Konzernchef Fritz Joussen hatte auf der Hauptversammlung am Dienstag berichtet, dass Urlaubsbuchungen in Deutschland insgesamt noch gut ein Fünftel unter dem Wert für den Sommer 2019 lägen. Betrachte man allein Pauschalangebote, gebe es jedoch bereits mehr Nachfrage als vor drei Jahren: «Wir holen auf.»

AstraZeneca steigert Umsatz – nur wenig Gewinn

Der Pharmakonzern AstraZeneca hat im vergangenen Jahr dank guter Geschäfte mit Arzneien, seinem Corona-Impfstoff und einer Übernahme deutlich mehr Umsatz erzielt. Kassenschlager wie die Krebsmedikamente Tagrisso, Imfinzi und Lynparza legten deutlich im Vergleich zum Vorjahr zu. Dieses Jahr soll es weiter aufwärts gehen. Allerdings sank der Konzernüberschuss unter anderem wegen der Übernahme des US-Biotechnologieunternehmens Alexion deutlich.

(Bild: Keystone)

Der Erlös stieg 2021 um 41 Prozent auf rund 37,4 Milliarden US-Dollar, wie das britisch-schwedische Unternehmen am Donnerstag in Cambridge mitteilte. Treiber war vor allem der Corona-Impfstoff, der knapp vier Milliarden Dollar beisteuerte. Unterm Strich betrug der Gewinn 112 Millionen Dollar, nachdem AstraZeneca im Vorjahr rund 3,2 Milliarden Dollar erwirtschaftet hatte.

2022 soll der Umsatz wechselkursbereinigt um einen hohen Zehnerprozent-Bereich anziehen, wobei AstraZeneca mit geringeren Umsätzen durch seinen Impfstoff rechnet.

Konzernchef Pascal Soriot zeigte sich dank der milliardenschweren Alexion-Übernahme zuversichtlich für das langfristige Wachstum des Konzerns. Die Anleger sollen deshalb künftig mehr Dividende erhalten. Bereits für 2021 soll es 2,87 Dollar je Aktie geben, nach 2,80 Dollar im Vorjahr. Danach soll die Ausschüttung auf 2,90 Dollar steigen.

Risikopersonen wollen Maskenpflicht beibehalten

Die rasche Lockerung der Corona-Massnahmen stösst auf Widerstand, wie «Blick» berichtet. Die Kantone fordern, dass die Maskenpflicht am Arbeitsplatz, im Kino und beim Einkaufen schon bald der Vergangenheit angehört. Viele Menschen freuen sich über diese Aussicht. Personen, die wegen ihres Alters oder wegen Vorerkrankungen besonders gefährdet sind, bereitet das Tempo aber auch Sorgen. Besonders bei der Aufhebung der Maskenpflicht. Die Interessengruppe Risikopersonen warnt, sie und ihre Angehörigen seien die Verlierer der Pandemie.

Impfpflicht-Gegner kampieren vor Parlament: Festnahmen in Neuseeland

In Neuseelands Hauptstadt Wellington hat die Polizei damit begonnen, ein Camp von Gegnern der Corona-Impfpflicht vor dem Parlament zu räumen. 50 Teilnehmer seien bis Donnerstagvormittag (Ortszeit) festgenommen worden, teilten die Sicherheitskräfte mit. Die Lage war lokalen Medien zufolge angespannt.

Tausende Demonstranten waren am Dienstag – offenbar inspiriert von den bildmächtigen Protesten zorniger Lkw-Fahrer im kanadischen Ottawa – in einem Konvoi mit Lastwagen zum Parlament gezogen, um ihrem Unmut über die strengen Corona-Regeln in dem Pazifikstaat Luft zu machen. Obwohl viele mittlerweile abgezogen seien, harrten einige seit drei Tagen auf dem Gelände aus, hiess es in den Berichten.

In Neuseeland gibt es eine Corona-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen, darunter Mitarbeiter des Gesundheitswesens, der Feuerwehr, im Bildungsbereich sowie im Justizvollzug und beim Militär. Arbeitnehmern, die sich nicht impfen lassen, droht die Kündigung. Impfnachweise werden zudem auch in Cafés und Restaurants, bei Gottesdiensten und im Fitnessstudio verlangt.

Vor dem Parlament in Wellington kam es zu Protesten. (Bild: Keystone)

Laut Radio New Zealand kam es vor dem Parlament zu kleineren Zusammenstössen zwischen Protestierenden und Sicherheitskräften. «Es ist enttäuschend, dass eine Reihe von Demonstranten sich trotz wiederholter Aufforderungen weigern, das Gelände zu verlassen, obwohl dieses heute offiziell für die Öffentlichkeit gesperrt wurde», sagte der örtliche Polizeichef Corrie Parnell. «Wir erkennen weiterhin das Recht der Menschen auf Protest an, aber diejenigen, die sich rechtswidrig verhalten, müssen mit einer Festnahme rechnen.»

Neuseeland galt wegen extrem strenger und wirkungsvoller Regeln lange als Vorzeigestaat im Kampf gegen das Virus. Der Inselstaat hatte sich im März 2020 weitgehend von der Aussenwelt abgeschottet und verfolgte zeitweise eine sogenannte Null-Covid-Strategie. Im vergangenen Jahr musste Ministerpräsidentin Jacinda Ardern aber eingestehen, dass diese mit der Ausbreitung ansteckenderer Varianten kaum noch Aussicht auf Erfolg hatte. Bislang wurden in dem Land mit fünf Millionen Einwohnern rund 18 000 Infektionsfälle bestätigt, nach offiziellen Angaben sind 53 Menschen in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

EU sagt Afrika weitere 125 Millionen Euro für Corona-Impfkampagnen zu

Die EU stellt nach Angaben von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen weitere 125 Millionen Euro zur Unterstützung von Corona-Impfkampagnen in Afrika bereit. Das Geld werde dazu dienen, eine gute Verteilung von Impfstoffdosen sicherzustellen und medizinische Teams zu schulen, sagte die Deutsche am Mittwoch bei einem Besuch des Institut Pasteur in der senegalesischen Hauptstadt Dakar. Zudem sollten die Analyse- und Sequenzierungskapazitäten gestärkt werden, «um dem Virus immer einen Schritt voraus zu sein».

Nach Angaben der Afrikanischen Union waren in Afrika bis Anfang Februar nicht einmal zwölf Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Die Quote liegt damit deutlich niedriger als in anderen Teilen der Welt. Ziel der Weltgesundheitsorganisation WHO ist eigentlich, dass 70 Prozent der gesamten Weltbevölkerung bis Mitte 2022 geimpft sind.

Mit den am Mittwoch zugesagten 125 Millionen Euro wird sich Europas Unterstützung für Impfkampagnen in Afrika auf mehr als 400 Millionen Euro erhöhen. Bislang seien bereits knapp 300 Millionen Euro zugesagt gewesen, erklärte von der Leyen. Zu dem Geld kommen Impfstoffspenden und Finanzhilfen zur Entwicklung der Pharmaindustrie in Afrika.

Lisa Rüedi muss nach positivem Test in Isolation

Im Schweizer Eishockey-Nationalteam der Frauen wurde eine Spielerin positiv auf das Coronavirus getestet. Lisa Rüedi begab sich nach dem Resultat in Isolation in die dafür vorgesehene Einrichtung in der Nähe des olympischen Dorfes, die im Männerteam Dario Simion und Denis Malgin auch schon hatten aufsuchen müssen. Die Spielerin der ZSC Lions ist aktuell symptomfrei.

Das Team von Colin Müller tritt am frühen Samstagmorgen (5:10 Uhr) in den Viertelfinals gegen das Team ROC an. Die Russinnen hatten ihrerseits bereits acht Coronafälle zu verzeichnen und werden sicher geschwächt in diese Partie gehen müssen.

New York lässt Maskenpflicht auslaufen

Angesichts sinkender Zahlen bei den Corona-Infektionen lässt der US-Bundesstaat New York die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen auslaufen. «Wir sind nicht da, wo wir Anfang Dezember waren», teilte Gouverneurin Kathy Hochul am Mittwoch mit. «Die New Yorker haben das Richtige getan, um die Winterwelle zu überstehen, und wir können ab morgen die landesweite Masken- oder Impfpflicht für Innenräume aufheben». Ausgenommen von der Entscheidung seien unter anderem Kliniken, Schulen, Altersheime und Gefängnisse. Hochul betonte jedoch, dass einzelne Bezirke oder Städte im Bundesstaat auf die Maskenpflicht in ihrem Einflussgebiet bestehen könnten.

(Bild: Keystone)

New York und die gleichnamige US-Ostküstenmetropole hatten die meisten Corona-Beschränkungen in den vergangenen Monaten bereits zurückgefahren – wegen der starken Infektionswelle durch die Omikron-Variante war die Maskenpflicht in Innenräumen vor knapp zwei Monaten aber wieder eingeführt worden. New York war 2020 das Epizentrum der Corona-Pandemie in den USA mit täglich vielen Hundert Toten.

UN-Generalsekretär: Welt versagt bei Impfstoff-Gerechtigkeit

UN-Generalsekretär António Guterres hat die ungleichen Chancen reicher und armer Staaten bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie scharf kritisiert.

«Die Ungleichheit bei der Verfügbarkeit von Impfstoffen ist das grösste moralische Versagen unserer Zeit. Die Menschen und die Staaten zahlen den Preis», sagte Guterres am Mittwoch zum Start einer WHO-Kampagne zur Unterstützung ärmerer Staaten.

Die WHO möchte insbesondere von den reichen Staaten 16 Milliarden Dollar (14 Milliarden Euro) einsammeln, um in den nächsten Monaten Impfstoffe, Tests und Medikamente zielgerichtet zur Verfügung zu stellen. In Afrika seien im Gegensatz zu Europa und anderen reichen Regionen nur acht Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft, sagte Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa.

Mit dem Geld für den sogenannten ACT-Accelerator könne ein Pool mit 600 Millionen Impfdosen geschaffen, 700 Millionen Tests gekauft sowie die Behandlung von 120 Millionen Patienten ermöglicht werden, hiess es seitens der WHO.

SVP will Ende aller Massnahmen, andere Parteien zurückhaltender

Die SVP und der Schweizerische Gewerbeverband wollen die Coronamassnahmen rasch beenden. Die Grünliberalen warnen vor einem Jo-Jo-Effekt. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Corona-Massnahmen in Europa: Viele Länder nehmen es jetzt lockerer

Als Omikron seinen Eroberungszug antrat, griffen viele Staaten zu herben Massnahmen, um die hoch ansteckende Variante des Coronavirus im Zaum zu halten. Doch mittlerweile hat Omikron seinen Schrecken für viele verloren. Trotz extrem hoher Fallzahlen wagt sich ein Land nach dem anderen zurück auf den Rückweg zur Normalität – einige forsch, andere in vorsichtigen Trippelschritten. Ganz vorne dabei sind wieder die Skandinavier. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Bosch überwindet Corona-Tief und weitet Geschäft aus

Ungeachtet der Chipkrise hat der Technologiekonzern Bosch das Corona-Tief überwunden und sein Geschäft wieder ausgeweitet. Wie der Autozulieferer am Mittwoch in Gerlingen bei Stuttgart mitteilte, stieg der Konzernumsatz im vergangenen Jahr um zehn Prozent auf 78,8 Milliarden Euro.

Der operative Gewinn wuchs nach vorläufigen Zahlen auf 3,2 Milliarden Euro nach 2 Milliarden Euro zuvor. Bosch übertraf eigene Prognosen und glich bei Umsatz und Ertrag die Delle des Vorjahres aus, das von coronabedingten Lockdowns und der Autokrise geprägt war.

Der neue Bosch-Chef Stefan Hartung machte deutlich, dass die Lieferengpässe bei Halbleitern noch lange nicht erledigt sind. «Das beschäftigt uns in allen Branchen, bis hin zu Gebrauchsgütern.» Mit einer Normalisierung sei voraussichtlich erst vom kommenden Jahr an zu rechnen. Sorgen machten auch steigende Preise für Rohstoffe.

BAG meldet 29’144 neue Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 29’144 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG elf neue Todesfälle und 141 Spitaleinweisungen. Alle Hintergründe dazu lesen Sie hier.

EU-Bericht: Corona-Pandemie trifft besonders ärmere Regionen

Besonders ärmere europäische Regionen sind hart von der Corona-Pandemie getroffen worden. Das geht aus einem Bericht zur Regionalpolitik der Europäischen Union hervor, den die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel präsentierte.

Die sogenannte Kohäsionspolitik der EU zielt darauf ab, durch Zahlungen an Regionen Entwicklungsunterschiede zu verringern.

Dem Bericht zufolge wurde das Wachstum in weniger entwickelten Regionen generell durch die Kohäsionspolitik angekurbelt, besonders in östlichen Regionen wie in Polen oder im Baltikum. Doch die Pandemie habe Fortschritte teils wieder zunichtegemacht. So seien durch die Kohäsionspolitik zwischen 2012 und 2019 rund 17 Millionen weniger Menschen von Armut bedroht gewesen. Wegen Corona seien indes 2020 fünf Millionen wieder dazugekommen.

Vor allem ärmere Regionen, die vom Tourismus abhängen, waren demnach stark betroffen. In Südeuropa, zum Beispiel in Italien, Spanien oder Griechenland, seien viele Regionen weniger gewachsen. Die Pandemie habe auch Ungleichheiten im Gesundheitsbereich aufgedeckt. Die durchschnittliche Sterblichkeitsrate in der EU stieg dem Bericht zufolge zusätzlich um 13 Prozent während der Pandemie, in weniger entwickelten Regionen jedoch um 17 Prozent.

Die Kohäsionspolitik hat Gewicht, da rund ein Drittel des EU-Budgets mittlerweile dafür ausgegeben wird – etwa 390 Milliarden Euro zwischen 2014 und 2020 laut dem Europäischen Rechnungshof.

Zukunft der Maskenpflicht spaltet die Kantone

Die Kantone befürworten mehrheitlich die Aufhebung fast aller noch verbliebener Corona-Schutzmassnahmen in einem Schritt. Uneins sind sie aber in der Frage, ob und wo über den 17. Februar hinaus eine Maskentragpflicht gelten soll.

Mehr dazu hier.

Das Thema Maskenpflicht spaltet die Kantone. (Bild: Keystone)
Rekordjahr für deutschen Export nach Einbruch in Corona-Krise

Deutschlands Exporteure haben den Einbruch in der Corona-Krise mit einem Rekordergebnis 2021 mehr als wett gemacht. Trotz Lieferengpässen stiegen die Warenausfuhren im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr kräftig um 14,0 Prozent auf den Bestwert von 1375,5 Milliarden Euro.

Sie lagen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes damit um 3,6 Prozent über dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019. Dirk Jandura, Präsident der Branchenverbandes BGA, sprach am Mittwoch von einem «grossartigen Ergebnis» angesichts des Chaos bei Lieferketten und geopolitischer Konflikte wie der Ukraine-Krise. «Allerdings werden uns die Risiken auch weiterhin begleiten.»

Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) erwartet kurzfristig keine Besserung bei gestörten Lieferketten und hohen Logistikkosten. «Das Rekordjahr im Export sollte uns nicht auf die falsche Fährte führen», sagte der scheidende BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sieht grosse Unsicherheiten im internationalen Geschäft. DIHK-Aussenwirtschaftschef Volker Treier nannte unter anderem die Auswirkungen der Omikron-Welle auf den Welthandel sowie zuletzt gesunkene Auftragseingänge aus dem Ausland, insbesondere aus China.

Dänische Königin Margrethe positiv auf Coronavirus getestet

Nach knapp zwei Millionen ihrer Landsleute hat es auch Königin Margrethe II. (81) erwischt: Die dänische Monarchin hat sich mit dem Coronavirus angesteckt.

Sie sei am Dienstagabend positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte das dänische Königshaus am Mittwoch mit. Die Königin zeige lediglich milde Symptome und halte sich nun auf Schloss Amalienborg in Kopenhagen auf. Ihr geplanter Winterurlaub in Norwegen, der eigentlich am Mittwoch hätte beginnen sollen, wurde abgesagt. Der Hof halte sich an die Vorgaben der Gesundheitsbehörden. Margrethe ist dreifach gegen Covid-19 geimpft.

 

Königin Margarethe von Dänemark hat sich mit dem Coronavirus infiziert. (Bild: Keystone)

In Dänemark mit seinen knapp sechs Millionen Einwohnern werden derzeit täglich etwa 50 000 neue Corona-Fälle nachgewiesen. Auf den dänischen Intensivstationen liegen dank hoher Impfzahlen sowie milderer Krankheitsverläufe bei Omikron-Infektionen aber nur wenige Patienten. Das nördlichste deutsche Nachbarland hatte aus diesen Gründen Anfang Februar praktisch alle geltenden Corona-Beschränkungen aufgehoben.

Leipziger Buchmesse auch für 2022 abgesagt

Die Leipziger Buchmesse ist nun doch auch für 2022 abgesagt worden. Das teilten die Veranstalter am Mittwoch mit. Zu viele grosse Verlage hätten sich in der unsicheren Pandemie-Lage gegen eine Teilnahme an der Messe entschieden.

Damit wäre eine Leipziger Buchmesse in ihrer Vielfalt nicht mehr zu machen gewesen. Es ist die dritte Absage der zweitgrössten deutschen Buchmesse seit Beginn der Pandemie. Sie hätte vom 17. bis 20. März veranstaltet werden sollen.

Die Leipziger Buchmesse findet auch 2022 nicht statt. (Bild: Keystone)

In den vergangenen Tagen hatten Branchenberichten zufolge grosse Verlagsgruppen wie Oetinger und Penguin Random House ihre Teilnahme abgesagt. Allerdings gab es auch ausdrückliche Bekenntnisse zur Messe wie von der Kurt Wolff Stiftung, der Interessenvertretung unabhängiger Verlage.

Die Leipziger Messe hatte sich trotz der anhaltenden Pandemie entschieden, die Buchmesse an ihrem angestammten März-Termin zu planen. Direktor Oliver Zille hatte dies damit begründet, dass 75 Prozent der Aussteller aus Vorkrisen-Zeiten eine Teilnahme für 2022 zugesagt hatten. Aus der sächsisches Landespolitik hatte es positive Signale für die Messe gegeben.

Zum Beginn der Corona-Pandemie 2020 war die Leipziger Buchmesse eine der ersten grossen Messen in Deutschland gewesen, die abgesagt worden war. Voriges Jahr hatten sie die Veranstalter in den wärmeren Mai verlegen wollen, doch auch dieser Termin liess sich nicht halten.

Ostschweizer Kantone machen Lockerungen von Spitalzahlen abhängig

Die vier Ostschweizer Kantone sind grundsätzlich für eine gleichzeitige Aufhebung aller Corona-Massnahmen. Massgebend dafür sind aber die Hospitalisationen. Die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr soll vorläufig beibehalten werden.

Die Kantone St. Gallen, Thurgau, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden unterstützen die Pläne des Bundesrats, die Corona-Massnahmen ab dem 17. Februar zu lockern. Von den beiden vorgeschlagenen Varianten bevorzugen sie die Aufhebung in einem Schritt.

Voraussetzung dafür sei aber «eine klar erkennbare Abnahme der Fall- und Hospitalisationszahlen», heisst es in den gemeinsam verfassten Mitteilungen vom Mittwoch. Konkret sollen bis am 16. Februar die Hospitalisationen – und dort vor allem die belegten Intensivpflegeplätze – gegenüber dem 2. Februar stabil geblieben oder gesunken sein. Falls dies nicht zutreffe, müsse die Aufhebung der Massnahmen stufenweise erfolgen.

Die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr soll bei beiden Varianten vorläufig beibehalten werden. Dort brauche es eine nationale Lösung. Die Isolations- und Meldepflicht wollen die Kantone ebenfalls weiterführen.

Firmenpleiten nehmen im Januar deutlich zu

In der Schweiz ist die Zahl der Firmenpleiten im Januar stark angestiegen. Das ist zwar eine Momentaufnahme – doch nachdem staatliche Stützen während der Coronakrise das Überleben vieler Firmen gesichert haben, könnte nun doch eine Pleitewelle über das Land rollen.

Im Startmonat des Jahres 2022 kam es hierzulande zu 410 Unternehmenskonkursen. Das entspreche verglichen mit dem Vorjahr einem Plus von 28 Prozent, wie der Wirtschaftsinformationsdienst Dun & Bradstreet am Mittwoch mitteilte.

Stark sind die Konkurse in Zürich (+53%) nach oben gegangen. Aber auch in der Ostschweiz (+43%) oder dem Espace Mittelland (+41%) nahmen sie deutlich zu. Weniger gross war das Plus in der Südwestschweiz (+27%), dem Tessin (+18%) und der Nordwestschweiz (+4%). In der Zentralschweiz (-3%) sanken die Pleiten gar leicht.

Nur noch fünf neue Corona-Fälle in Peking

Fünf weitere Beteiligte der Winterspiele und damit so wenige wie noch nie seit Beginn der Erfassung am 23. Januar haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Wie die Organisatoren mitteilen, wurden drei der positiven Fälle am Vortag bei ankommenden Personen am Pekinger Flughafen entdeckt. In der geschlossenen Olympia-Blase kamen zwei Infizierte hinzu.

Etwa mit Robotern kämpfen die chinesischen Behörden gegen die Ausbreitung des Coronavirus an den Olympischen Spielen in Peking. (Bild: Keystone)

Insgesamt wurden am Dienstag mehr als 70’000 Tests durchgeführt. Die Gesamtzahl der Infizierten ist seit dem 23. Januar auf 398 gestiegen. Der Trend bei neuen Infizierten zeigt seit Tagen nach unten, was von den Organisatoren als Zeichen gewertet wird, dass die umfangreichen Schutzmassnahmen funktionieren.

Für die Winterspiele gilt ein strenges Corona-Sicherheitskonzept. Alle Beteiligten – von Athleten bis zu Journalisten – sind vollständig vom Rest der chinesischen Bevölkerung getrennt.

Corona-Beschränkungen in Schweden aufgehoben

Nach Dänemark hat auch Schweden so gut wie alle Corona-Beschränkungen aufgehoben. Seit Mittwoch gelten unter anderem für Restaurants und Kneipen keine begrenzten Öffnungszeiten und Abstandsregeln mehr, auch Teilnehmergrenzen für Zusammenkünfte und Veranstaltungen gehören nun der Vergangenheit an.

Die Schwedinnen und Schweden werden nicht mehr länger dazu aufgerufen, im Gedränge in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, und auch für Schweden-Urlauber gibt es Erleichterungen: Bei der Einreise in das skandinavische Land muss man als EU-Bürger nun nicht mehr Impfung, Genesung oder negativen Corona-Test nachweisen können.

In mehreren Diskotheken im Land wurde das beschränkungsfreien Leben bereits in der Nacht zum Mittwoch gefeiert. Vor manchen der Clubs bildeten sich rund um Mitternacht lange Warteschlangen, wie Aufnahmen schwedischer Medien zeigten.

Italien setzt Maskenpflicht im Freien aus

In Italien wird die allgemeine Maskenpflicht im Freien am Freitag aufgehoben. Eine entsprechende Verordnung verkündete Gesundheitsminister Roberto Speranza am Dienstagabend.

Allerdings müssten die Bürger weiterhin einen Mund-Nasen-Schutz dabei haben und vor allem bei grösseren Menschenansammlungen auch benutzen, hiess es. Im Innenbereich bleibe die Maskenpflicht mindestens bis 31. März bestehen – bis dahin läuft der Corona-Ausnahmezustand.

In Italien sanken die Infektionszahlen in den vergangenen Tage deutlich. Am Dienstag wurden knapp 102’000 Neuinfektionen gezählt – vor drei Wochen waren es noch mehr als doppelt so viele gewesen.

Export in Deutschland macht Einbruch in Corona-Krise mehr als wett

Der deutsche Export hat nach einer Aufholjagd im vergangenen Jahr das Niveau vor der Corona-Krise deutlich überschritten. Die Warenausfuhren stiegen gegenüber dem Vorjahr kräftig um 14,0 Prozent auf 1375,5 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Sie lagen damit um 3,6 Prozent über dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019. Die Importe legten um 17,1 Prozent auf 1202,2 Milliarden Euro zu und überschritten ebenfalls das Niveau des Jahres 2019.

Zum Jahresende 2021 gab es bei den Ausfuhren ein Plus von 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat November. Im Vergleich zu Dezember 2020 legten die Exporte um 15,6 Prozent zu. Im Corona-Krisenjahr 2020 waren die Warenausfuhren insgesamt um 9,1 Prozent eingebrochen, die Importe schrumpften um 7,0 Prozent.

Weltweit bereits mehr als 400 Millionen bestätigte Corona-Infektionen
Die Zahl der weltweiten Corona-Ansteckungen ist auf über 400 Millionen gestiegen. (Bild: Keystone)

Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen ist seit Beginn der Pandemie auf mehr als 400 Millionen gestiegen. Das ging aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Dienstag (Ortszeit) hervor. Die Marke von 300 Millionen war erst vor etwa einem Monat erreicht worden. Rund 5,8 Millionen Todesfälle im Zusammenhang mit einer Ansteckung wurden bislang weltweit gemeldet. Experten gehen aber sowohl bei den Infektionen als auch bei den Todesfällen von höheren Dunkelziffern aus.

Ältere Menschen haben in der Pandemie den Online-Handel entdeckt

Die ältere Generation hat während der Corona-Pandemie das Online-Shopping entdeckt. Das zeigt eine Analyse des Online-Vergleichsdienstes Comparis, die in Kooperation mit der Wirtschaftsauskunftei CRIF entstanden ist.

Der Anteil jener Personen, die online statt im Laden einkaufen, hat sich von Anfang 2019 bis Ende 2021 stark verändert. Vor allem die älteren Menschen in der Schweiz setzten auf das Online-Shopping. So wuchs der Anteil der 55-bis 65-Jährigen von 14,1 auf 15,1 Prozent. Alles dazu gibt es hier.

Corona-Ausbruch: Weitere Millionen-Stadt in China geht in Lockdown

Wegen eines Corona-Ausbruchs haben chinesische Behörden in einer weiteren Millionen-Metropole einen Lockdown verhängt. Wie chinesische Staatsmedien berichteten, wurden die 3,6 Millionen Bewohner der südwestchinesischen Stadt Baise aufgefordert, nicht mehr vor die Tür zu gehen. Auch Verkehrsanbindungen in und aus der Stadt wurden weitestgehend gestoppt. Die Behörden verhängten die Massnahmen, nachdem über das Wochenende mehr als 100 Corona-Infektionen entdeckt worden waren. Innerhalb der vergangenen zwei Monate hatte es bereits ähnliche Lockdowns in den Grossstädten Xi’an und Anyang gegeben.

China ist bislang dank strikter Massnahmen besser als viele andere Länder durch die Pandemie gekommen. Die ansteckendere Omikron-Variante stellt die chinesischen Schutzvorkehrungen nun jedoch auf die Probe. Zahlreiche Städte haben bereits Ausbrüche gemeldet, die bislang jedoch wieder eingedämmt werden konnten.

SGB-Präsident fordert Konsequenzen aus der Corona-Krise

Die Schweiz sollte nach Ansicht von SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard Lehren aus der Corona-Pandemie ziehen. Es sei schwer zu erklären, dass das teure Gesundheitssystem der Schweiz bereits wegen 300 Covid-19-Patienten in Intensivpflege an den Anschlag komme.

Fordert, dass Konsequenzen aus der Corona-Pandemie gezogen werden: SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard. (Bild: Keystone)

Während der ersten Welle im Frühling 2020 habe die Schweiz ihren Bestand an Intensivbetten auf rund 1300 erhöht, sagte Maillard, Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung». Das sei möglich gewesen, weil Personal von andern Spitälern umverteilt worden sei.

Die neuen Kapazitäten seien nicht alle benutzt worden, weil die Auslastung mit Covid-19-Patienten tiefer gewesen sei als angenommen. Während der zweiten Welle im Winter 2020 habe man die Kapazitäten dann nicht mehr ausgebaut. Alles dazu lesen Sie hier.

WHO: 16 Milliarden Dollar für ärmere Länder im Kampf gegen Corona

Für die Unterstützung der ärmeren Länder im Kampf gegen Corona werden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dieses Jahr noch 16 Milliarden Dollar (rund 14 Milliarden Euro) gebraucht. Auf diese Grösse bezifferte die WHO am Mittwoch in Genf die Lücke im Etat zur Versorgung solcher Staaten mit Impfstoffen, Tests und Medikamenten. Das Geld soll in ein von den Vereinten Nationen gestartetes Programm fliessen. Damit könnten ein Pool mit 600 Millionen Impfdosen geschaffen, 700 Millionen Tests gekauft sowie die Behandlung von 120 Millionen Patienten ermöglicht werden, hiess es.

Für den Kampf gegen das Coronavirus werden in armen Ländern 16 Milliarden Dollar gebraucht. (Bild: Keystone)

«Die Wissenschaft hat uns die Instrumente gegeben, Covid-19 zu bekämpfen», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. «Wenn sie solidarisch weltweit geteilt werden, können wir Covid als gesundheitlichen Notfall in diesem Jahr beenden.» 92 Prozent des erforderlichen Gesamtbetrags sollen nach UN-Berechnungen von der EU und den G20 kommen, der Gruppe der grossen Industrie- und Schwellenländer. Weitere Informationen gibt es hier.

Mehr Kinder ohne Lese- und Schreibkenntnisse in Brasilien

Die Zahl der brasilianischen Kinder im Alter von sechs und sieben Jahren, die nicht lesen und schreiben können, ist laut einem Bericht während der Coronavirus-Pandemie um 66 Prozent gestiegen.

Dem Bericht der gemeinnützigen Organisation Todos Pela Educacao (Alle für Bildung) zufolge stieg die Zahl der jungen Analphabeten von 1,4 Millionen im Jahr 2019 auf 2,4 Millionen im vergangenen Jahr.

Das entspricht 40,8 Prozent der Kinder in dieser Altersgruppe. Es war der höchste Prozentsatz seit Beginn der Aufzeichnungen über Analphabetismus bei Kindern in Brasilien im Jahr 2012.

Johnson & Johnson setzt Produktion von Covid-Impfstoff aus

Der Pharmariese Johnson & Johnson hat einem Medienbericht zufolge die Produktion seines Corona-Impfstoffes vorerst ausgesetzt. Das Werk im niederländischen Leiden habe die Produktion Ende vergangenen Jahres gestoppt, berichtete die «New York Times» am Dienstag.

Stattdessen werde dort derzeit ein experimenteller Impfstoff hergestellt. Die Corona-Impfstoffproduktion solle in einigen Monaten wieder aufgenommen werden, hiess es in dem Bericht.

Ein Sprecher des Unternehmens betonte, Johnson & Johnson habe «Millionen Dosen unseres Corona-Impfstoffs auf Lager» und halte seine Lieferverträge im Rahmen der Covax-Initiative und mit der Afrikanischen Union ein.

Während der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson bei den Impfkampagnen westlicher Länder kaum mehr eine Rolle spielt, ist er in Entwicklungsländern gefragt, weil er nicht bei so niedrigen Temperaturen gelagert und transportiert werden muss wie mRNA-Impfstoffe.

Johnson & Johnson hat die Produktion seines Covid-19-Impfstoffs laut einem Medienbericht vorerst ausgesetzt. (Bild: Keystone)
Kanada: Trudeau fordert Ende der Trucker-Demos gegen Corona-Vorgaben

Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat ein Ende der Proteste gegen Corona-Massnahmen und Impfvorschriften in dem nordamerikanischen Land gefordert.

«Kanadier haben ein Recht zu protestieren, mit ihrer Regierung nicht einer Meinung zu sein und ihrer Meinung Ausdruck zu verleihen», schrieb Trudeau am Dienstag per Kurznachrichtendienst Twitter. «Wir werden dieses Recht immer verteidigen. Aber um deutlich zu sein: Sie haben nicht das Recht, unsere Wirtschaft zu blockieren, oder unsere Demokratie oder das tägliche Leben unserer Mitbürger. Es muss aufhören.»

Seit Tagen demonstrieren in Kanada Tausende Menschen gegen Corona-Massnahmen und Impfvorschriften. Mit Lastwagen und anderen Fahrzeugen blockierten sie unter anderem Teile der Innenstadt der Hauptstadt Ottawa. Gegenstand der Proteste waren zunächst Impfvorschriften für Lastwagenfahrer und danach die staatlichen Pandemiebeschränkungen insgesamt. Im Januar trat eine Verordnung in Kraft, nach der auch Lastwagenfahrer, die aus den USA zurückkehren, einen Impfnachweis vorlegen müssen.

Seit mehreren Tagen protestieren in Kanada Tausende Menschen mit Lastwagen und anderen Fahrzeugen gegen die Corona-Massnahmen und Impfvorschriften. (Bild: Keystone)
Armee noch in fünf Kantonen im Einsatz

Derzeit hilft die Armee noch in fünf Kantonen beim Bewältigen der Pandemie, nämlich in Bern, Freiburg, Jura, Genf und Wallis. 340 Armeeangehörige sind derzeit noch im Einsatz.

Die Zahl der Einsatzkräfte der Armee gehe zurück, sagte Oberst im Generalstab Flavien Schaller am Dienstag in Bern vor den Medien. Das Spitalbataillon 66 sei am Dienstag aus dem Assistenzdienst entlassen worden, das Spitalbataillon 2 könne nächste Woche folgen.

Die derzeit letzten bewilligten Dienste endeten am 19. Februar, fügte Schaller an. Der Bundesrat hatte den Einsatz von bis zu 2’500 Armeeangehörigen im Assistenzdienst bis Ende März bewilligt.

Mehr zur Medienkonferenz der Fachexperten des Bundes in Bern vom Dienstagnachmittag lesen Sie hier.

BAG meldet am Dienstag 26'761 Neuansteckungen

Das BAG meldet am 8. Februar 26’761 neue Corona-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden. 190 Personen werden hospitalisiert und 25 neue Todesfälle wurden gemeldet.

Mehr zu den Fallzahlen vom Dienstag lesen Sie hier.

Corona-Impfungen bescheren Pfizer gewaltigen Umsatzsprung

Der US-Pharmakonzern Pfizer ist dank der Corona-Impfungen wieder zurück an der Weltspitze. Im vergangenen Jahr setzte der US-Hersteller 81,3 Milliarden US-Dollar um, das waren 95 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie Pfizer am Dienstag in New York mitteilte.

Damit ist Pfizer wieder Nummer eins der umsatzstärksten Pharmaunternehmen weltweit. Der gemeinsam mit dem Mainzer Hersteller Biontech vermarktete Impfstoff (Handelsname Comirnaty) spülte knapp 37 Milliarden Dollar in die Kassen. Unter dem Strich erzielte Pfizer knapp 22 Milliarden Dollar Gewinn nach rund 9,2 Milliarden vor einem Jahr.

Corona-Ansteckungszahlen verspäten sich erneut

Am Dienstag verspäten sich die neusten Corona-Zahlen des BAGs erneut. Dies teilt die Behörde auf Twitter mit.

In den letzten Wochen ist es mehrfach zu Verspätungen gekommen.

Omikron-Welle laut Taskforce möglicherweise gebrochen

Der Höhepunkt der Omikron-Welle in der Schweiz ist nach Einschätzung der wissenschaftlichen Taskforce des Bundes möglicherweise überschritten. Der sogenannte R-Wert lag ihren Angaben zufolge in der Woche vom 22. bis 28. Januar signifikant unter 1.

Die Reproduktionszahl, die angibt, wie viele Menschen eine infizierte Person ansteckt, habe im 7-Tage-Schnitt bei 0,92 gelegen, teilte die Taskforce am Dienstag mit.

Zugleich machte die Taskforce in der Vorinformation zu ihrem wöchentlichen Bericht das gigantische Ausmass der Omikron-Welle deutlich. In den letzten drei Wochen seien insgesamt 700’000 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Berücksichtige man die Dunkelziffer, dürfte sich in diesem Zeitraum rund ein Viertel bis ein Drittel der Bevölkerung angesteckt haben, so die Fachleute.

Den Angaben zufolge sanken die Fallzahlen seit letzter Wochen bei allen Altersgruppen ausser den über 60-Jährigen signifikant. Die Taskforce berichtete zudem auch von einem Rückgang bei den Spitaleintritten, wobei diese Zahl wegen Meldeverzögerungen mit Vorsicht zu interpretieren sei.

Leicht angestiegen sei die Zahl der Todesfälle, hiess es weiter. Dagegen sei die Zahl der Erkrankten in Intensivpflege stabil.

Weitere Corona-Lockerungen in Österreich ab Samstag

In Österreich fallen weitere Corona-Beschränkungen. Von Samstag an gebe es keine Obergrenze für Veranstaltungen mehr, sofern die Besucher genesen oder geimpft seien, teilte die Regierung am Dienstag mit. Es müsse dann eine FFP2-Maske getragen werden. Bereits klar war, dass ab dem 12. Februar die 2G-Regel im Handel und in den Museen ausläuft, der Zutritt ist dann also nicht mehr auf Geimpfte und Genesene beschränkt.

Zusätzlich werde für Ungeimpfte nun auch der Friseurbesuch ermöglicht, wenn auch nur mit negativem Test, hiess es. «Omikron stellt im Gegensatz zu vorherigen Corona-Wellen derzeit keine akute Bedrohung für unser Gesundheitssystem dar», sagte Kanzler Karl Nehammer (ÖVP). Die Lage auf Normal- und Intensivstationen sei stabil.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Österreich bei etwa 2600 pro 100’000 Einwohner.

Swissport erholt sich dank Frachtverkehr von Corona

Beim Luftfrachtlogistiker und Bodenverkehrsdienstleister Swissport zeigen sich erste Zeichen der Besserung nach einer harten Corona-Zeit. Im Frachtgeschäft meldet das jüngst von einem Hackerangriff betroffene Unternehmen sogar Rekorde.

Gestützt auf eine starke Nachfrage in der Frachtlogistik blicke Swissport auf ein erfolgreiches Jahr 2021 zurück, hiess es in einer Mitteilung vom Dienstag. Das Segment «Cargo» wies 2021 mit einem Umschlagsvolumen von 5,1 Millionen Tonnen sogar einen höheren Wert aus als vor der Krise. 2019 wurden noch insgesamt 4,6 Millionen Tonnen Fracht abgefertigt.

Was bisher geschah

Dieser Ticker wurde für Sie neu aufgesetzt. Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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