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Basel

Besuch bei ein paar tausend Mäusen

Wie funktioniert unser Stoffwechsel im Detail? Solche Fragen werden häufig mit Tierversuchen geklärt. Doch wie leben Versuchstiere? Ein Besuch an der Uni Basel.

Die Hygienevorschriften sind streng bei der Tierstation der Uni Basel. Um in den sterilen Teil der Station zu gelangen, muss man sterile Kleider und Schuhe anziehen. Haarnetz, Gummihandschuhe und eine Luftdusche sind die letzten Schritte in den sterilen Teil der Station. Das hat aber nichts mit der Corona-Pandemie zu tun. Kein Keim darf hier hinein zu den Versuchstieren kommen. Denn ungesunde Tiere, könnten die Forschungsresultate verfälschen.

Zwei Schwerpunkte

An der Uni Basel forsche man an zwei Sachen, wie Matthias Geering, Mediensprecher der Uni sagt. «Auf der einen Seite haben wir die Grundlagenforschung. Da geht es darum, dass wir die ganz grundlegenden Abläufe in der Biologie untersuchen und wollen dort neue Erkenntnisse herausfinde. Der zweite Teil ist die sogenannte Translationale Forschung, die ist näher bei den Patienten, und dort schaut man, wie kann man das wissen aus den Tierversuchen, direkt den Patienten zugute kommen lassen, beispielsweise bei Krebs und anderen Krankheiten.» wie Geering sagt.

Rund 50’000 Versuchstiere hat die Uni Basel. Die aller meisten, rund 97% davon, sind Mäuse. Zusätzlich forscht man noch mit Ratten und Fische. Tierärzt:innen und Pfleger:innen sorgen für Essen, Trinken, ein saubere Gehege und auch für Sachen zum spielen und Nesten.

Strenge Auflagen und Kontrollen

Wichtig sei aber auch, laufen die Situation für die Tiere zu verbessern und auch andere Wege zu Tierversuchen zu suchen. «Selbstverständlich arbeitet man daran, dass es Alternativen gibt. Man sieht, dass man das zum Tierwohl machen kann, dass man weniger Tiere braucht. Aber auch wenn wir merken, dass man einfacher zu Resultaten kommt.» so Matthias Geering.

Jeder Versuch an Tieren braucht eine Bewilligung vom Veterinäramt Basel-Stadt. Das kontrolliert die Tierstation auch zwei Mal jährlich ohne Voranmeldung und untersucht, ob die Uni die Bestimmungen vom Tierschutz einhalten. In gewissen Bereichen sei es aber nicht Möglich, auf ein lebendiges Tier, also auf einen funktionierenden Organismus zu verzichten, so Geering: «In der Grundlagenforschung, in der ganz tiefen biologischen Eben, wo man Sachverstände, Sachverhalte verstehen muss, dort ist der Tierversuch eigentlich immer noch das, was eigentlich das einzige Resultat liefert, auf dem man Aufbauen kann.»

Solche Stationen und Forschung ist aber umstritten. Dies ist auch der Grund, wieso wir am 13. Februar über ein Verbot abstimmen.

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