Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 28. Januar 2022.
Basel

Das Läggerli mit «Deifel», Drummle und Dudelsack

Beim Läggerli organisiert die Familie Keller ihre eigene Vorfasnachtsveranstaltung. Dabei kommen Bängg und Musiker auf die Bühne, aber auch ungebetene Gäste.

Die Familie Keller ist zurück. Prompt hängt der Haussegen schief. Grittli (Priska Caccivio) ist abgehauen. Zudem gerät Fredy (Almi) immer wieder mit dem Bappe Ueli (Rolf Boss) in die Haare. Dennoch schaffen es die drei, ihr «Källerli» auf die Beine zu stellen. Eine Vorfasnachtsveranstaltung in einer Vorfasnachtsveranstaltung also. Zunächst organisiert die Familie Keller ein Casting. Dabei bewerben sich nicht nur der Drummelruesser von der Rotstab-Clique und der Bangg Giftspritzi. Auch ungebetene Gäste mischen mit, so etwa der Drämmler Timo Klingelfuss. Nicht zuletzt macht der Teufel höchstpersönlich den Kellers die Hölle heiss. Dabei schlüpft Almi schlüpft dabei in die Rolle des Leibhaftigen, um den Bebbi die Leviten zu lesen.

Es passiert aber auch sonst einiges: Am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest steigen die beiden Basel gegeneinander ins Sägmehl. Ein Klöpfer klönt zusammen mit einem Käskiechli über den Verbleib am Imbissstand. Das Läggerli-Pfyffer-Ensemble tritt am Källerli mit einem Marsch-Potpourri auf. Und Babbe Ueli versucht sich als falscher Dudelsackspieler, um gleich noch seine Perücke zu verlieren. Ob geplant oder eine Panne: Die Lacher hat er auf seiner Seite. Später erklingen dann richtige Pipes. Das Morgestraich-Lied, das schon in den ersten zwei Läggerli-Ausgaben für Gänsehaut gesorgt hat, kommt in einem neuen Gewand daher. Diesmal mit Trommel, Piccolo und Dudelsack. Als zweiter Chanson des Abends ist «Wenn wirds mol ändlig wieder Fasnacht» frei nach Rudi Carrell. Auch dieses Lied lässt nach zwei Absagen die Sehnsucht nach den «drey scheenschte Dääg» aufkommen.

Emotionale Szene nach der Vorstellung

Nicht nur die Pandemie hing als Damoklesschwert über dem Läggerli. Wie Almi nach einer Standing Ovation zum Schluss erzählt, erreichte ihn um Neujahr eine Hiobsbotschaft: Der musikalische Leiter, Pfyffer und Saxophonist Reto Schäublin musste sich wegen einer (nicht coronabedingten) Erkrankung zurückziehen. Bei den Musiknummern, besonders beim Schlussbouquet, musste also auf den letzten Drücker alles umorganisiert werden. Sichtlich aufgewühlt erzählt Almi diesen Vorfall. Gleichzeitig ist er aber glücklich, dass es dem Musiker wieder besser geht und an der Premiere als Zuschauer anwesend sein kann. Er holt ihn unter tosendem Applaus auf die Bühne.

Emotional wird es also an wie auch rund um die Vorstellung. Viel Fasnachtsnostalgie in den musikalischen Nummern und Stiggli sind auch dieses Jahr ein Markenzeichen des Läggerli. Das politische Geschehen ist beim Läggerli nur am Rand ein Thema. Es gibt ein paar Pointen dazu, die eher ausgelutscht sind, etwa zu den Baustellen und zur Klimajugend. Dafür gibt es andere Ideen: So parodiert Frey Keller in einer Solonummer sämtliche Vorfasnachtsveranstaltungen. Dabei lässt er auch sich selbst nicht aus. Wenn etwa Bappe Ueli ein paar Witze unter der Gürtellinie ins Källerli-Programm nehmen will, ist die Antwort von Fredy klar: «Spinnsch, mer sin doch nid Almi und Salvi».

Das Läggerli ist noch bis am 19. Februar im Scala Basel zu sehen. Telebasel zeigt am Samstag, 29. Januar um 19.15 Uhr in der stündlichen Wiederholung ein paar Highlights aus dieser Vorfasnachtsveranstaltung.

1 Kommentar

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Mehr aus dem Channel